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BluesmanBGM

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21

Tuesday, October 18th 2011, 3:34pm

Vielleicht noch als provokativen Nachtrag: wie an anderer Stelle schon geschrieben, habe ich die DVD-Sets mit der Staffel 5 und mit der halben Staffel 6 jetzt wieder hergegeben (als Spende an die Bücherei).

Einerseits, weil ich eben momentan keinen Schnickschnackscheibendreher mehr habe und sowieso nur Who-VHS gucke. Andererseits habe ich meine sonstigen Classic-Who-DVDs aber auch für irgendwann später behalten. Es liegt bei den New Whos auch irgendwie daran, daß ich festgestellt habe, daß die Staffeln 5 und 6 für mich persönlich keinen großen Wiederanschauwert haben.

Wenn ich einen guten Who einlege, dann möchte ich mit einer schönen Geschichte und sympathischen Darstellern entspannen, gerne low-budget mit Pfiff und mit dem Charme des Imperfekten. Ich möchte nicht mit CGI-Gewitter, schnellen Schnitten und dem "üblichen" Zeitgeist bombardiert werden und bei New Who hatte ich trotz interessanter Aspekte eben letztlich genau diesen Eindruck. Von der halben Staffel 6 habe ich die letzten 3 1/2 Folgen am Stück geschaut und danach hatte ich Kopfschmerzen vor lauter Gerenne, Geflacker, theatralischer Verschwurbelung und sonstwas. Wo bleibt der Charme?

Naja, die Leute in der Stadtbücherei haben sich gefreut und ich habe wieder mehr Platz im Regal für Kassetten :) . Kloppe und tiefenpsychologische Analysen gerne in den Thread, ist ja schließlich ontopic.

Chris

coop

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22

Tuesday, October 18th 2011, 3:58pm

Oh je...
Also bei mir ist es genau umgedreht. Ich mag die neuen Dr. Who Folgen lieber als die alten. Ich finde diese nämlich besser umgesetzt, weil ich auch auf moderne Tricktechnik stehe. Bei den alten Dr. Who Folgen finde ich auch häufig den Plot sehr nai, wobei ich das Einfach als Tribut an den Zeigeist sehe. Ich mochte aber auch die Specials und mir hat der 10te Doktor sehr gut gefallen. Ansonsten ist es bei mir auch vollkommen anders ru ;) Ausser Dr. Who Classic sehe ich mir keine alten Fernseheserien mehr an. Die finde ich dann wieder langweilig und langsam.

Utopia

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23

Tuesday, October 18th 2011, 7:31pm

Naja, wenn dus nicht magst, gut. Aber die Geschichten und Plots der Staffeln 5 und 6 (zum größten Teil) als schlechte (bzw. "nicht schöne") Geschichten zu bezeichnen halte ich doch arg für hanebüchen. Da hat die Classicserie bei weitem mehr Schrott zu liefern. Alleine die Pläne des Masters könnte man jeden einzeln negativ aufführen. Von den Baker Jahren ganz zu schweigen - die waren bis auf vengeance of varos alle dämlich und unglaublich mies strukturiert, erzählt und gespielt. Wenn ich da nur an dieses grüne Klumpenalien aus VoV denke...
Ja, man kann gute Geschichten auch ohne CGI erzählen, aber warum, wenn man kann? Es ist wie überall, man muss die Mitte finden. Als perfektes Beispiel mal Zurück in die Zukunft genannt: die Effekte sind dort eingesetzt wo sie sinn machen, aber ohne wäre der film einfach nicht dasselbe.
Und einfa h alles kategorisch scheiße finden, ist auch nicht gerade ein guter "Zeitgeist".



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Goettrik

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24

Tuesday, October 18th 2011, 8:17pm

Naja, wenn dus nicht magst, gut. Aber die Geschichten und Plots der Staffeln 5 und 6 (zum größten Teil) als schlechte (bzw. "nicht schöne") Geschichten zu bezeichnen halte ich doch arg für hanebüchen. Da hat die Classicserie bei weitem mehr Schrott zu liefern. Alleine die Pläne des Masters könnte man jeden einzeln negativ aufführen. Von den Baker Jahren ganz zu schweigen - die waren bis auf vengeance of varos alle dämlich und unglaublich mies strukturiert, erzählt und gespielt. Wenn ich da nur an dieses grüne Klumpenalien aus VoV denke...
Du weißt, daß für BluesmanBGM die Classic-Ära von Doctor Who bereits mit der Machtübernahme durch JNT also 1980 endete und er an den 80er Jahre-Folgen noch weniger Gutes findet als der Whocast an NewWho?

Ansonsten kann ich dir, Utopia, nur zustimmen. Es ist allerdings schon so, daß es Effekte gibt, die einfach nur mit s/w-Film funktionieren. Vor allem bei der Beleuchtungstechnik brachte die Einführung des Farbfilms massive Rückschritte. Hinzu kam, daß der Film Noir in den 70er und 80er Jahren als völlig antiquiert galt. Das brutale Ausleuchten bis in den hintersten Winkel, damit man bei Grossaufnahem auch ja jeden Pickel der Hauptdarstellerin sieht, zum Beispiel galt damals als Top Modern. "Blade Runner" war Ende der 70er Jahre der erste Farbfilm, der mit stimmungsvoller Beleuchtungstechnik und phantasievollen Kulissen spielte. Tim Burtons "Bat Man" war Ende der 80er Jahre der erste Blockbuster, der mit dieser Film-Ästhetik spielte, die dem s/w-Film der 20er bis 50er Jahre verwandt war. Prompt konnten es sich viele Filmkritiker damals nicht verkneifen "Bat Man" eine Leni-Riefenstahl-Ästhetik vorzuwerfen. Heute dagegen ist diese Film-Ästhetik wieder eher die Norm als die Ausnahme, da sie nun einmal auf das Publikum am besten wirkt und dem Film zudem eine zusätzliche künstlerische Dimension gibt. Und das gibt es ja leider nicht oft, daß ein publikumswirksamer Filmeffekt auch die kreative Seite des Films fördert.

Bei der Tricktechnik hat man leider oft den Achterbahn-Effekt. Das Publikum sieht sich schnell satt und der früher ach so geniale Trick wirkt plötzlich plump bis lächerlich. Das DrWho der 70er Jahre leidet darunter, daß man hier eher zu viel Geld in die Trickkiste steckte und noch nicht voll ausgereifte Effekte, wie etwa Blue Screen samt Kantenflimmern ausprobieren durfte. Dumm nur für die TV- und DVD-Auswertung Jahrzehnte später, wenn man sich auf diesen Filmtrick als tragendes Element verlassen hat und die Handlung selbst eher flau bis nicht vorhanden ist.

Aber ich merke gerade, ich komme vom Thema ab. Wobei ich die 5. und 6. Staffel von NewWho eigentlich sehr gern mag, gerade wegen der verwendeten Film-Ästhetik. Nur inhaltlich fehlte mir etwas die Abwechslung.
Hamburger Science Fiction-Stammtisch

Jeweils am zweiten Freitag eines Monats freffen sich ab 19 Uhr im Studentenlokal Roxie in der Renzelstraße 6 / Ecke Grindelalle Fans aus Hamburg und Umgebung, um sich über Doctor Who & Co. zu unterhalten. Teilnehmen darf jeder, der an Science Fiction seine Freude hat und sich über diese und andere Dinge mit Gleichgesinnten austauschen möchte...

Utopia

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25

Tuesday, October 18th 2011, 8:32pm

Achja, das hatte ich vergessen..... naja, wems gefällt. Ist ja alles "lifestyle" *rolleyes*

Richtig. Wenn man nur an den Anfang denkt, der hatte schon mit der Farbeinführung des 3. Doktors an Wirkung verloren. Man schreibt Batman aber zusammen ;) Ansonsten gebe ich dir Recht. Und du hast mich daran erinnert, dass ich Blade Runner immer noch nicht gesehen habe! Wenn ich da nur an Fluch der Karibik 4 denke. Gute Effekte, grottenschlechter Film. Kann ich nur immer wieder sagen :P War wirklich mein schlechtester Film des letzten Jahres - oder sogar der letzten fünf Jahre.

Abwechslung fehlt mir auch. Ich hab mir auch schon oft gedacht, dass Moffat ein Moffat fehlt (wurde von irgendeinem Kritiker oder ähnliches auch schon gesagt), also jemand, der das genaue Gegenteil macht. Ich mag das Düstere, aber nicht in jeder Folge. Der vierte Doc hatte ja auch sehr düstere Folgen, aber trotzdem City of death zB. Naja, was man nicht ändern kann ;)



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Kaoru

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26

Tuesday, October 18th 2011, 10:56pm

Kloppe und tiefenpsychologische Analysen gerne in den Thread, ist ja schließlich ontopic.

Na, da gefällt sich aber jemand sehr in seiner Rolle, hm? ;)

Guy

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27

Wednesday, October 19th 2011, 3:10am


Bei der Tricktechnik hat man leider oft den Achterbahn-Effekt. Das Publikum sieht sich schnell satt und der früher ach so geniale Trick wirkt plötzlich plump bis lächerlich. Das DrWho der 70er Jahre leidet darunter, daß man hier eher zu viel Geld in die Trickkiste steckte und noch nicht voll ausgereifte Effekte, wie etwa Blue Screen samt Kantenflimmern ausprobieren durfte. Dumm nur für die TV- und DVD-Auswertung Jahrzehnte später, wenn man sich auf diesen Filmtrick als tragendes Element verlassen hat und die Handlung selbst eher flau bis nicht vorhanden ist.




genau aus diesem grund mag ich green death nicht. dazu noch das überaus billige fliegenalien. was haben die macher von DW nur gegen fliegen? andauernd kommen böse fliegen-aliens(green death, ark in space, planet of the dead,...). dabei war die story gar nicht mal so verkehrt, wenn auch zu vorhersehbar. meine lieblings pertwee-story ist immer noch the timewarrior. nur ums mal nebenbei zu erwähnen.


@topic
die unterschiede wurden ja mittlerweile 3000 mal diskutiert. hab mir gerade eben nochmal pandorica opens angeschaut, im vergleich zu anderen serien sind die schnitte weder besonders schnell noch sehr heftig. ich persönlich finde die machart ziemlich gut. auch die effeckte können sich sehen lassen und brauchen keine vergleiche zu scheuen. das ist auch mein persönlicher größter unterschied. in dieser episode sieht man die bedrohung in form von raumschiffen. in alten folgen wurde es immer nur erwähnt(mein ultimatives negativ-beispiel "invasion of time", die folge schreit einfach nach mehr von allem). ich seh zumindest nichts richtiges dran sich wie ne schildkröte im eigenen panzer einzuigeln.
billige papproboter(mysterious planet, robots) und (manchmal) schlechte kulissen sehe ich nicht gerade als gewinn für eine serie.

und gerade dein hingebungsvoll gewünschter charme ist mehr als vorhanden. gerade mit matt smith als doctor, der mit gestik und mimik absolut überzeugt, wie troughton in seiner zeit.

und um es mal gesagt zu haben:
ich hab mir vor kurzem die erste silurianfolge(komplette folge, nicht eine episode) angesehen und fand die dynamik von "2 Rassen auf einem planeten" in der neueren variante besser gelöst. auch die folge an sich wirkte stark in die länge gezogen(vorallem in der mitte, am anfang und am ende ist es eigentlich in ordnung). das man 30 mal in die höhle und wieder zurück klettert hätte wirklich nicht sein müssen.



1. 2nddoc 2. 11thdoc 3. 4thdoc 4. 7thdoc 5. 6thdoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 1stdoc 9. 5thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc


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Yanthar

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28

Thursday, October 20th 2011, 6:45pm

Kloppe und tiefenpsychologische Analysen gerne in den Thread, ist ja schließlich ontopic.

Na, da gefällt sich aber jemand sehr in seiner Rolle, hm? ;)


Ich glaube eher, BluesmanBGM macht weniger Wind um seine Vorliebe für altes TV als die anderen Nutzer. Ich finde es höchst bewundernswert, dass jemand versucht, den Reizen moderner Unterhaltungstechnik zu entgehen. Wozu brauche ich einen grottenschlechten "Ich bin die Masturbationsvorlage für Fans von Computeranimation"-Film wie "Avatar", wenn ich so innovative und erfindersiche TV-Serien wie "Raumpatrouille" habe. Das "innovativ" bezieht sich hier darauf, dass sich die damals Beteiligten noch echte Gedanken bei der Produktion gemacht haben. Aus Alltagswaren eine Raumschiffbrücke zu zaubern, ist eine Technik, von der sich heutige Set-Designer eine Scheibe abschneiden können. Heute kann man nur noch viel Geld investieren, um alles neu zu bauen.

Kurzum, BluesmanBGM hat in meinen Augen unter gewissen Gesichtspunkten recht, wenn er die Classics höher lobt als das Neue. Heute ist den "Doctor Who"-Machern bewusst, dass sie für ein Millionenpublikum arbeiten. Und trotzdem schaffen sie es oftmals nicht, Plotlöcher zuzukleistern. Den "Doctor Who"-Machern damals war klar, dass sie eine Kindersendung machen, und deswegen brauchte das Monster auch nicht so authentisch wirken oder dies und das unbedingt erklärt werden. Natürlich hätten bessere Arbeit leisten können, aber so gut wie die Macher von "Raumpatrouille" waren sie halt doch nicht.

HamburgBuam

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29

Thursday, October 20th 2011, 7:21pm

Es wird Herbst. Die Tage werden dunkler und die älteren Semester sitzen auf ihren virtuellen Parkbänken und nörgeln. :schulter:
Der Begriff Zeitgeist wurde hier bereits angeschnitten.
Und ich denke, genau dieser beschreibt den Thread hervorragend.

Nehmen wir mal ein Beispiel in Form der Musik: Als der Schlager aufkam, meckerten die Klassik-Fans. Niveaulos und trivial. Dasselbe sagten dann die Schlagerfans, als der Rock aufkam. Danach der Techno. Jetzt Rap und Hip Hop. Wenn Jemand mit einem bestimmten Stil aufwächst, dann ist er von diesem geprägt. Dadurch wird auch das Objektive Beurteilen erschwert. Lieber schwert man alles Moderne als "Schlecht" über einen Kamm.

Abgesehen davon, dass Die Classics und New Who für mich ein und dasselbe sind. Die Serie ist so alt, weil der Stil sich immer wieder verändert hat. Dinge wie Dutzende Papp-Daleks... Ist das wirklich besser als schnelle Schnitte? Beide "Serien" haben ihre Vor und Nachteile, die sich gegenseitig aufheben. Und wenn man sie zusammenlegt und die Serie als eins betrachtet, dann findet sich für alle etwas.

Classic oder New? Weder noch. Ich bevorzuge einfach nur "Doctor Who". ;)


"Man sollte sämtliche Pennen anzünden! Jeden Tag eine andere Katastrophe!

(Pepe Nietnagel alias Hansi Kraus)

Yanthar

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30

Thursday, October 20th 2011, 9:20pm

Es wird Herbst. Die Tage werden dunkler und die älteren Semester sitzen auf ihren virtuellen Parkbänken und nörgeln. :schulter:


Hast Du meinen Kommentar als Nörgeln aufgefasst? Das musst Du mir genauer erklären.

Lieber schwert man alles Moderne als "Schlecht" über einen Kamm.

Abgesehen davon, dass Die Classics und New Who für mich ein und dasselbe sind. Die Serie ist so alt, weil der Stil sich immer wieder verändert hat. Dinge wie Dutzende Papp-Daleks... Ist das wirklich besser als schnelle Schnitte? Beide "Serien" haben ihre Vor und Nachteile, die sich gegenseitig aufheben. Und wenn man sie zusammenlegt und die Serie als eins betrachtet, dann findet sich für alle etwas.

Classic oder New? Weder noch. Ich bevorzuge einfach nur "Doctor Who". ;)


Ich habe auch nicht gesagt, dass ich die neue Serie schlecht finde. BluesmanBGM übrigens auch nicht. Er hat nur dargelegt, wieso ihm die Classics mehr zusagen als der Neustart. Allerdings wurde ihm darauf von einem Großteil der hier Postenden indirekt Altersstarrsinn unterstellt, u.a. auch, weil er Video gegenüber DVD bevorzugt. (Ganz nebenbei: Bevor man mit VHS anfängt, sollte man bei Video 2000 bleiben ;) )

Guy

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Thursday, October 20th 2011, 10:48pm

plotlöcher gabs damals wie heute zu hauf. da gibt sich die serie in beiden varianten nicht viel und das die monster damals billiger aussahen hat wohl weniger mit "wir machen halt eine kindersendung" zutun, sondern mehr mit "wir haben nicht die mittel um es besser zu machen". ausserdem war DW noch nie eine kinderserie, es ist eine familienserie. damals wie heute.



1. 2nddoc 2. 11thdoc 3. 4thdoc 4. 7thdoc 5. 6thdoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 1stdoc 9. 5thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc


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BluesmanBGM

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32

Friday, October 21st 2011, 9:55am

Ein Nachtrag, der mir gerade noch so einfiel: irgendwo hier im Thread fiel ja die Bemerkung, daß die alten Folgen vom Plot her oft eher naiv sind. Da mag ich gar nicht 100% zustimmen, denn auch in den alten Folgen konnte man inhaltlich für sich selbst viele Denkanregungen, ethische Themen, Fragen etc. im Subtext finden. Es war aber IMO eher eine persönliche Sache, man konnte bei einer Folge für sich entscheiden, welche Themen sie im Subtext anschneiden könnte und was eine Aussage sein könnte. Da ist z.B. "The Dominators" ein nettes Beispiel - auf den ersten Blick eine einfallslose, schlecht gefilmte und reaktionäre Folge, auf den zweiten Blick aber auch eine, die die Frage aufwirft, was passiert wenn totaler Pazifismus auf totale Aggression trifft. Oder die klassischen Cybermen vor JNT, die immer ein wunderbares Bild für Kollektiv und Gleichschaltung sind, auch wenn sie trashig aussehen. Heutige Cybermen brauchen Getrampel und Horroreffekte (sind aber immer noch besser als die späten JNT-Cyberclowns, das gebe ich zu.)

Wie auch immer, bei der alten Serie war die Komplexität und der Subtext etwas eher Persönliches. Bei der neuen Serie habe ich bisweilen den Eindruck, daß sie einem zu dick auf das Butterbrot geschmiert werden. Wenn man in die Threads zu aktuellen Folgen schaut, dann scheint es einigen Leuten nicht mehr so wirklich um die Serie und die Charaktere zu gehen, sondern eher um eine Selbstdarstellung. ICH habe den story arc verstanden. ICH weiß, was das alles bedeutet. IHR passt nicht auf und versteht das nicht. ICH bin der Nachbar von Moffat seinem Postboten usw. Zumindest als Tendenz sehe ich das öfter mal. Und das ist für mich irgendwie das Gegenteil von der persönlichen Art der alten Folgen, wo einem die Komplexität selbst überlassen blieb. Irgendwie ergibt das Argument wohl wenig Sinn.

Bei den alten Doktoren habe ich auch eher den Eindruck, daß sie in gewisser Weise freier sind, zeitloser und auch freier für die eigene Interpretation. Patrick Troughton ist ein Freigeist, der einfach nur das Universum sehen will, Tom Baker ist ein Bohemian aus dem 19. Jahrhundert, Jon Pertwee ein edwardianischer Dandy. Beide passen als Charaktere nicht so recht in die 70er (ich beziehe mich auf die charakterlichen Eigenschaften, nicht auf Pertwees Klamotten) und sind trotzdem dort und "TV-Stars". Matt Smith ist ein sehr guter Schauspieler und bringt so einiges an Gestik und Mimik rüber, aber er ist irgendwie gefangener: gefangen im story arc, gefangen in den Verwicklungen, aber auch in der Vorlage, einer Zuschauergruppe im Jahr 2011 gefallen zu müssen. Auweh, für das letzte Argument gibt es wieder Kloppe. Aber ich gefalle mir ja in meiner Rolle ;) .

Chris

Utopia

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33

Friday, October 21st 2011, 10:25am

Mh. Ich glaube eher, dass das daran liegt, dass die Serie so alt ist. Wären die Cybermen immer so präsentiert worden, wäre es langweilig geworden. Und Interpretation ist immer interpretationssache ;) Jeder kann alles irgendwo reininterpretieren und bei den Doktoren sehe ich es genau anders. Denn Matt Smith ist der Doktor "alter Mann im jungen Körper". Hier unterstell ich dir einfach mal, dass du das so sehen willst. Denn die Details des Doktors gehen auf Matt Smiths Kappe, also von wegen gefangen in.... . Der hat sich den doktor so zusammengelegt wie er es wollte und Moffat es zuließ. Genau wie die Produzenten damals Doktoren gemacht haben. Und willst du mir wirklich erzählen, dass ein Mittzwanziger mit Fleecejacke und Fliege in die heutige Zeit passt? ;) und die Stories wurden immer danach ausgelegt, dass sie den Leuten gefallen. Kein Sender wird eine Serie machen, die darauf ausgelegt ist, nicht zu gefallen. Oder willst du mir sagen, dass in den Hippie 60ern die Ökofolge Green death nicht reinpasst? Also das stimmt hinten und vorne nicht.



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BluesmanBGM

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Friday, October 21st 2011, 10:35am

Kein Sender wird eine Serie machen, die darauf ausgelegt ist, nicht zu gefallen. Oder willst du mir sagen, dass in den Hippie 60ern die Ökofolge Green death nicht reinpasst? Also das stimmt hinten und vorne nicht.


Du meinst in den Hippie 60ern von 1973? ;) . Woohoo, nitpicking. Ich habe heute wirklich zuviel Zeit.

Und eigentlich könnte man ja sagen, daß gerade Who eine Serie ist, die mit sehr seltsamen Ideen im Bezug auf Popularität begonnen wurde, z.B. mit einem sehr ruppigen Hauptcharakter. Ob man bei der BBC 1963 der Meinung war, William Hartnell wird zum Freund aller Kinder/Zuschauer, wenn er sich so benimmt, wie in den ersten Folgen? Aber das hat mit dem Thema eigentlich nichts zu tun.

Chris

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Friday, October 21st 2011, 10:51am

Ob man bei der BBC 1963 der Meinung war, William Hartnell wird zum Freund aller Kinder/Zuschauer, wenn er sich so benimmt, wie in den ersten Folgen?

Der erste Doktor wurde damals höchstwahrscheinlich so aufgenommen, wie die Kinder/Jugendlichen ihren Großvater kannten: sehr streng, aber dadurch doch auf eine heute ungewöhnliche Art und Weise liebevoll. Und genau so war er geschrieben: nämlich wie ein großväterlicher Charakter aus der Zeit der Produktion.
Es hat sich viel getan in der Erziehung seitdem.
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coop

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Friday, October 21st 2011, 11:03am

Es fällt mir schwer jetzt eine "kritische Antwort" zu geben. Denn die will ich gar nicht geben. Bei Geschichten ist es nun mal so das jeder was anderes in ihnen sieht. Bei Dr Who ist das, glaube ich, die faszinierenste Seite von allen. Die Aussage mit den Naiven Plot das war ich. Ich kann dir aber auch genau sagen was ich damit meine. Für ich sind die alten folgen eine Zeitmaschine. Man reist 30 Jahre zurück und erlebt das "Feeling" dieser Zeit. Ich hab 19?? angefangen mit Dr Who (glaube mit den 5 ten Doktor). Damals habe ich mit Freundne dann angefangen die Story mit VHS aufzuzeichnen. Das war cool und hat Spaß gemacht. Heute bestelle ich mr die neuen und alten Folgen auf DVD über Amazon und sehe sie mir in meiner knappen Freizeit an. Rein vom Optischen, aber auch von den Geschichten finde ich die neuen Folgen einfach angenehmer anzusehen. Ich mag die Flauschteddybären der alten Folgen nicht so gerne und finde die n euen Cypermänner richtig gelungen. Ich mag auch den Story Arc der neuen Staffel. Aber ich habe auch Verständniss wenn jemand das anders sieht.

Was die "freien Doktoren" betrifft...

Ich glaube das wir als Gesellschaft an sich Verantwortungsvoller geworden sind und der Doktor ist das auch. Er traff die Entscheidung seine eigenen Leute zu verbannen, seine Liebe zu verlassen und sich selbst für andere zu Opfern. Natürlich ist er nicht mehr Sorglos und Frei. Er ist Erwachsen geworden und kann sich die affektiertheit seiner alten Reinkarnationen nicht mehr leisten.

Kaoru

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Friday, October 21st 2011, 11:23am

Auweh, für das letzte Argument gibt es wieder Kloppe. Aber ich gefalle mir ja in meiner Rolle ;)

Nunja, aber wie kann man diesen Eindruck von dir NICHT gewinnen? Viele Beiträge von dir werden mit den Worten "Dies wird jetzt ein provokanter Eintrag." eingeleitet, und jedes Mal (ganz gleich ob es zum Thema passt oder gar gehört) erwähnt, daß du die Sachen auf VHS guckst. Und in diesem speziellen Fall musstest du in einem gesonderten Absatz nochmal klarstellen, daß du deinen DVD-Player eingemottet hast. Wozu? Was hatte das mit dem Thema zu tun? Was sonst sollte der Anlass gewesen sein wenn nicht ganz bewusst irgendwelche Knöpfchen zu drücken in der Hoffnung bestimmte Reaktionen hervorufen zu können? Und nicht selten bevor irgendwelche Reaktionen von anderen kommen können schlußfolgerst du bereits im Voraus, daß das "Thema Aggressionen hervorruft". Welchen Zweck hat es außer genau diese wie eine selbsterfüllende Prophezeiung zu beschwören?

Und um das nochmal hinzuzufügen: Diese "Aggressionen" haben wenig mit deinen Thesen und Meinungen zu tun, die verärgern niemanden. Ärgerllich ist eher die Attitüde mit der sie vorträgst. Es schwingt bei deinen Einträgen immer ein gewisses Maß an "holier than thou" mit und man kommt sich als Leser äußerst belehrt vor. Das ist eher der Punkt aus dem die Probleme entstehen, nicht aus dem Thema an sich. Denn keiner ist auf jemand wütend nur weil er lieber VHS als DVD schaut, allein schon die bloße Annahme ist Unsinn. ?(

BluesmanBGM

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Friday, October 21st 2011, 1:29pm

Und in diesem speziellen Fall musstest du in einem gesonderten Absatz nochmal klarstellen, daß du deinen DVD-Player eingemottet hast. Wozu? Was hatte das mit dem Thema zu tun? (


Naja, der defekte Player war der Grund, warum ich mich von zahlreichen DVDs getrennt habe. Während mir bei einigen die Trennung recht leicht fiel, habe ich bei den beiden New-Who-Sets doch etwas gezögert und überlegt. Der Grund, warum ich sie dann aber letztlich doch hergegeben habe, liegt wieder im ursprünglichen Thema des Threads begründet bzw. in meinen Posting zum Threadstart.

Daß ich das Thema jedesmal erwähne, kann ich auch nicht so ganz glauben, bei den Reviewbeiträgen zu klassischen Folgen habe ich versucht, mich auf den Inhalt der Folge zu konzentieren. Und wenn das Thema doch aufgetaucht ist, dann eher mit Grund - so hätte mich z.B. interessiert, ob die VHS-Version von "Deadly Assassin" noch irgendwie gekürzt ist (ich denke nicht, das dürfte mit der DVD-Version identisch sein, auch bei der Schlußszene von Folge 3).

Sollte ein "holier than thou"-Eindruck aufgekommen sein, dann entschuldige ich mich dafür. Es war nicht meine Absicht, aber was tut man nicht alles unabsichtlich. Wenn du dir den Beginn des Threads anschaust bzw. im Retro-Thread dann fällt aber auch auf, daß die Irritation und das leichte Kopschütteln schpn ziemlich schnell am Anfang aufgetreten sind, nachdem ich nur erwähnt hatte, wie es bei mir so "zugeht". Ich mag dann in der Folge etwas zu sehr in belehrende Schiene gekommen sein, sorry. Als nächstes schreibe ich nächste Woche wieder ein paar Kritiken zu Klassikerfolgen und verspreche, das Trägermedium nicht zu erwähnen :) .

Chris

Utopia

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Friday, October 21st 2011, 2:08pm

Ähm, nein war es nicht. Es war mehr ein interessiertes nachfragen, bis angefangen wurde zu behaupten, dass jeder, der es nciht so macht, ja nur ein Werbeopfer ist [hübsch verallgemeinert] und sich von der Technik abhängig macht. Und das so etwas zu Problemen führt, da muss man kein Wahrsager sein. Hübsch eingeleitet mit: "Ach, wie in anderen Foren, da wird man sofort.... dabei bietet [dein Zeug] ja alles, was ihr habt, nur mit einer besseren Lebenseinstellung [stark verkürzt]" Also wunder dich nicht.

Und du glaubst doch nicht, dass sich so ein Hippiezeug in ein paar Jahren totläuft. In den achtzigern gab es noch 60er Jahre Hippies (die bei Dr. Who übrigens mit Mel bedient wurden ;) ) Also so unpopulär war die Entscheidung nicht und hat ganz gezielt auf das damalige Publikum abgezielt. Das ist auch normal. Das war auch immer so. Dr. Who ist als SciFi gestartet, weil SciFi in den sechzigern modern war und jeder Sender eine SciFi Sendung brauchte. Auch da, Populismus in vollen Zügen, also von wegen heute ist ja alles so durchgestylt. Charme von vergangenen Tagen entsteht in erster Linie dadurch, dass die Zeiten vergangen sind und sich im Nachhinein hinzustellen und das als Kritik zu verwenden halte ich für Blödsinn. Zumal viele viele Folgen nach modernen Mitteln schreien.



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Friday, October 21st 2011, 2:20pm

Naja Dr Who ist Bestandteil der Pop Kultur, besonder der britischen. Das gilt, meine ich, für new und old Who. Wobei ich, ehrlich gesagt die Diskussion sehr interesant finde. Die Rezensionen die ich von BluesmanBGM gelesen habe waren auch alle sehr gut verfasst (im gegensatz zu meinen dreizeilern..). Wobei mir einfällt das ich (war es Arc in Space????) irgendeine Who Folge gesehen habe wo die Tricks im nachhinein verbessert wurden. Und ganz ehrlich ich konnte mir das richtige Orgianll danach nicht ansehen. War mir einfach zu schlecht. Mit den neuen Tricks fande ich es dann aber wieder gut.

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