You are not logged in.

Utopia

Perfektion in Ausbildung

  • "Utopia" is male

Posts: 575

Date of registration: Mar 19th 2011

Occupation: Student

Lieblingscharakter: Vashta Narrada

  • Send private message

21

Wednesday, September 21st 2011, 3:42pm

@guy: Meine Meinung zu 24 und psych kennst du ja. Da sind wir auch eigentlich auf einer Linie. Aber mit der Bewertung der 6b hast du nicht ganz Recht. Denn die hatten ja lets kill hitler. Ansonsten meine Zustimmung. Bis zur zweiten Hälfte fand ich den Story Arc gut und auch gut erzählt, aber im Moment geht mir das zu schnell.

Topic:
Ich finde den Arc gut und absolut nicht unnötig. Wie gesagt, man hätte vielleicht ein bisschen mehr auf die Reihenfolge achten müssen. Aber ich mag beides. Story Arc, als auch freies Erzählen, warum auch nciht? Und ich sehe in der zweiten Staffel auch keinen Arc. Genau wie bei Staffel 4. Ab und an mal zu erwähnen, dass ein Planet weg ist und Rose, die geisteskrank im Fernseher ist, das ist kein Arc. Aber in der nächsten Staffel bräuchte ich auch keinen.



Die haben noch 3 Jahre Zeit, um ein Hoverboard zu bauen!

Turf_MAsk

Timelord in Ausbildung

  • "Turf_MAsk" is male

Posts: 207

Date of registration: Jun 28th 2011

Current mood: bright sunshine - very good

Location: Schweiz

Occupation: irgendwas mit Immobilien...

Lieblingscharakter: 11. Doctor und River Song

  • Send private message

22

Wednesday, September 21st 2011, 3:52pm

Naja, grundsätzlich find ich staffelbedingte Zusammenhänge sehr gut, dies hält auch die Spannung auf einem hohen Niveau.

Weiter find ichs jedoch schlecht, dass in den 200 Jahren nach 6x01 The Impossible Astronaut anscheinend nicht viel passiert ist.
Okey, Lets Kill Hitler, ansonsten hat man den Doctor fast bei keiner storybezogenen Folge gesehen, keine Suche nach Melody Pond, auch bei den einzelnen Episoden war es Amy und Rory ziemlich egal, was mit Melody passiert ist oder wo sie überhaupt stecken könnte.

Ich würde hierbei sogar sagen, das der Storyarc unterbrochen wird bis zum Finale.
Bisher gesehen:



wibbely-wobbely... timey-wimey...
or "Hello. I'm the Doctor. Basically: run!"

Utopia

Perfektion in Ausbildung

  • "Utopia" is male

Posts: 575

Date of registration: Mar 19th 2011

Occupation: Student

Lieblingscharakter: Vashta Narrada

  • Send private message

23

Wednesday, September 21st 2011, 5:07pm

Würde ich auch sagen, was ich sehr schade finde. Ich wunderr mich nämlich wirklich über die Nicht-reaktionen der Ponds.



Die haben noch 3 Jahre Zeit, um ein Hoverboard zu bauen!

Guy

Metalhead

  • "Guy" is male

Posts: 334

Date of registration: May 9th 2011

Lieblingscharakter: Der Doctor himself

  • Send private message

24

Wednesday, September 21st 2011, 5:11pm

deswegen hab ich ja auch gesagt, wenn man von "lets kill hitler" absieht.
in der 4. staffel ist der arc genauso aufgebaut, wie in der 5. staffel. wenn in der 4.staffel kein story arc war, war dass in der 5. auch der fall. wer "a" sagt muss auch "b" sagen. dir ist das mit den planeten nur nicht aufgefallen...


so wenig passiert ist nun auch mal wieder nicht. amy wurde entführt, hat ein kind bekommen, das kind wurde ein timelord und wurde verschleppt, der doctor stirbt beinahe durch river, der doctor schickt amy in den tod(zumindest eine zukunftsvariante von ihr) und die companions verlassen die tardis.

zusätzlich wissen wir ja nicht, was er in der zeit der halbsaison-pause gemacht hat und auch zwischen der vergiftung und der szene im restaurant scheint mehr zeit vergangen zu sein, als uns gezeigt wurde.



1. 2nddoc 2. 11thdoc 3. 4thdoc 4. 7thdoc 5. 6thdoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 1stdoc 9. 5thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc


Myspace-GRAVETY


MASS EFFECT 3 IST SCHEISSE!!

Utopia

Perfektion in Ausbildung

  • "Utopia" is male

Posts: 575

Date of registration: Mar 19th 2011

Occupation: Student

Lieblingscharakter: Vashta Narrada

  • Send private message

25

Wednesday, September 21st 2011, 8:29pm

Also die Stories von 4 und 5 sind definitiv nicht miteinander zu vergleichen. Wann hat denn in der 4. Staffel der Doktor auch nur einmal versucht, was über das Verschwinden rauszufinden? Nie. Die gesamte fünfte drehte sich um das Rätsel, wie die Crakcs entstanden sind, was passieren wird, etc. etc. In einen hat er reingefasst und ein Stück TARDIS rausgezogen. Rory wurde von einem verschluckt und das ganze Universum war in Aufruhr.

Was gabs in Staffel vier. "Unser Planet ist wech." Doktor: "Aha." DAs wars dann auch. Das ist doch absolut kein Story Arc. Da ist was im Hintergrund, das ein paar Mal erwähnt wurde, aber absolut unwichtig war, bis zum letzten Zweiteiler. An welcher Stelle soll das denn eine Hauptstory sein, um die sich die ganze Folge dreht? Sag mir mal dann bitte eine Folge, die auf dem Arc basiert. Außer dem Finale natürlich.
Sogar um Bad Wolf gab es mehr rätselhaftes etc. und das war schon hart an der Grenze, dennoch wurde darauf schon mehr eingegangen. Aber Staffel 4 hatte in dem Sinne rein gar nichts zu bieten.



Die haben noch 3 Jahre Zeit, um ein Hoverboard zu bauen!

little_holly

Liebdachs

  • "little_holly" is male

Posts: 684

Date of registration: Sep 1st 2006

Current mood: sunshine - good

Location: Plüschtierhöhle

Lieblingscharakter: 7

  • Send private message

26

Wednesday, September 21st 2011, 8:37pm

Mal eine blöde Frage, was ist denn ein Storyarc genau.
Eine durchgehende Geschichte, oder ein roter Faden im Hintergrung?

"24" hat für mich nämlich keinen Arc, sondern jede Staffel erzählt einen Tag, also eine lange Geschichte. Da ist es nicht sinnvoll, sich nochmal Folge "02.00 - 03.00" anzuschauen, weil es komplett aus dem Zusammenhang gerissen ist. Die Frage ist doch auch, mögt Ihr die späteren Staffeln wegen der durchgehende Geschichte nicht, oder nur, weil den Autoren nichts Neues eingefallen ist?

Wären die ersten beiden Staffeln von "Star Trek - Enterprise" denn besser gewesen mit Storyarc, der die Folgen verbunden hätte, oder sind einfach die Folgen schlecht?
Jede Serie hat gute, weniger gute und manchmal schlechte Folgen. Das liegt in der Natur der Sache und nicht am Arc. ;)
Zugegeben, ich kenne "Enterprise" nicht, aber ich finde auch, daß man die Frage nicht eindeutig beantworten kann. Einigen Serien gelingt es ganz gut, einzelne Folgen zu verbinden, anderen nicht. "Babylon 5" hat es von Anfang gut verstanden, wahrscheinlich weil es einen 5 Jahres Plan gab. Als die Geschichte dann in Staffel 4 beendet war, wurde Staffel 5 unbedeutend.
"Primeval" ist für mich ein Beispiel einer Serie, die es nicht versteht einen roten Faden zu spinnen. Genauso wie meine aktuelle Lieblingsserie "Leverage" es in der dritten Staffel nicht auf die Reihe bekommt. Die Anspielungen wirken reingequetscht und wollen nicht so wirklich passen.

Das gleiche Gefühl habe ich bei "Doctor Who" momentan. Bin auf dem Stand von "The Rebel Flesh" und kann nicht bis zum Ende mitreden. Ich hoffe nur, daß die Frau mit der Augenklappe bald erklärt wird. Nicht weil ich es vor Spannung nicht mehr aushalte, sondern weil sie mir auf den Keks geht. Das Erscheinen nervt mich nur und hat auch keinen (bis jetzt) erkennbaren Sinn. Sie wird eingeblendet um mysteriöse Stimmung zu verbreiten, aber ich denke immer nur: "Get on with it!"

Das Problem hatte ich auch mit Staffel 5. Der Riss mußte überall auftauchen. Er war einfach da, genau wie das Wort "Torchwood" in jeder Folge war. Beides nervig. Sehe da keinen großen Unterschied und Stimme Schlaubi's Meinung zu, daß das Ende der "Fairytales" auch nicht der große Knall war, wie uns die Risse glauben machen wollten.

Auch wenn ich mir jetzt keine Freunde mache, aber für mich ist Moffat nicht der Messias, der die Serie gerettet hat. Man konnte in der ersten Staffel "Bad Wolf" aufschnappen oder nicht. Wenn nicht, hat man am Ende staunend die Referenzen gezeigt bekommen. War bei weitem nicht so aufdringlich und nervig wie die Zuschauer in jeder Folge mit der Nase auf einen Riss oder eine Frau mit Augenklappe zu stoßen, ohne am Ende die hochgepushten Erwartungen zu erfüllen.

Ich freue mich auf Staffel 7, da will Moffat einen Gang zurück schrauben und sich auf Einzelfolgen konzentrieren.


Utopia

Perfektion in Ausbildung

  • "Utopia" is male

Posts: 575

Date of registration: Mar 19th 2011

Occupation: Student

Lieblingscharakter: Vashta Narrada

  • Send private message

27

Wednesday, September 21st 2011, 8:51pm

Achso. DAnn dürfte die nächste Folge dir klarheit verschaffen, das wird in good man goes to war erklärt, bzw. gezeigt ;)

Und für mich ist ein Arc beides. Sowohl Geschichte, als auch roter Faden, aber das ist, finde ich, der Punkt. Es muss schon ein roter Faden sein. Nicht bloß eine Erwähnung in einem Nebensatz, oder irgendwas das in der ersten und letzten Folge vorkommt und ansonsten egal ist, wie die verschwundenen Planeten. Es muss schon der Dreh und Angelpunkt für das Handeln und Geschehnisse innerhalb der Geschichte sein. So seh ich das. Deshalb. Für mich gab es bisher eigentlich keinen Story Arc. Bad Wolf, okay, da könnte man diskutieren; Staffel 2. Bittte, Entstehung Cybermen, Torchwood und dann kommt das beides in einer Folge, dass ist doch keine zusammenhängende Geschichte. Man hätte die Folge auch ohne die Erklärung von Torchwood zeigen können und die Cybermen hätten auch einfach so auf die Erde kommen können - für mich kein Arc. 3. Staffel - da hatte man das ständige Erwähnen von Saxon - auch diskussionswürdig. Aber staffel 4? Da gabs doch nichts.



Die haben noch 3 Jahre Zeit, um ein Hoverboard zu bauen!

Guy

Metalhead

  • "Guy" is male

Posts: 334

Date of registration: May 9th 2011

Lieblingscharakter: Der Doctor himself

  • Send private message

28

Wednesday, September 21st 2011, 9:15pm

da bin ich anderer meinung


a) zu "24": auch wenn die staffeln nur einen tag darstellt, ist es eine zusammenhängende geschichte. das ist zumindest für mich auf jedenfall ein story-arc. das ist ja nicht zeitlich abhängig. genau deswegen wäre es ja blöd sich gerade bei dieser serie einfach so eine folge anzuschauen, weil ALLE episoden miteinander zusammenhängen.


b) und bei der 4. staffel ist das verschwinden der planeten der grund von mindestens der hälfte der episoden. gut, rose war unnötig, aber trotzdem ist das in meinen augen ein story-arc, wenn auch ein bisschen schlecht dargestellt, da der doctor wirklich wenig bemerkt und der sache nachgeht.


c) deswegen ist tochwood (und vorallem die cybermen) für mich kein story-arc. torchwood hat nichts ausgemacht. am ende der "christmas invasion" hätten die aliens auch einfach wegfliegen können. es hätte keinen unterschied gemacht. und dann wurde die organisation auch nicht mehr wirklich erwähnt(mal von der gründung abgesehen).


@little holly: am ende von diesem 2-teiler weisst du mehr.

der messiahs ist moffat bestimmt nicht, aber er in meinen augen wesentlich mehr richtig als RTD ab der 4. staffel. trotzdem freu ich mich auch auf die 7. staffel, gerade auch aus diesem grund. das beweist doch auch wieder den guten riecher von ihm, was gerade zutun ist, oder? ;)



1. 2nddoc 2. 11thdoc 3. 4thdoc 4. 7thdoc 5. 6thdoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 1stdoc 9. 5thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc


Myspace-GRAVETY


MASS EFFECT 3 IST SCHEISSE!!

Utopia

Perfektion in Ausbildung

  • "Utopia" is male

Posts: 575

Date of registration: Mar 19th 2011

Occupation: Student

Lieblingscharakter: Vashta Narrada

  • Send private message

29

Wednesday, September 21st 2011, 9:23pm

Wie gesagt: Von welcher denn?

Partners in crime und die letzte

Midnight? Nein
Turn left, no
Oddepisode, auch nicht
silence in the library, wieder nichts
Fires of pompeii, kein verschwundener planet - oder doch? keine Ahnung mehr, ist so lange her.
unicorn and the wasp, kein arc

und mehr folgen gabs nicht
also in insgesamt drei Stück (und bei einer bin ich nicht sicher) wurde mal was erwähnt(!!). Wo soll das denn ein Arc sein? Eine zusammenhängende Geschichte? Eine Motivation der Charaktere zu handeln, wie sie handeln? Nichts, gar nichts gibts da. Sogar nach Pompeii war es scheißegal, dass (schon wieder) ein Planet weg war. Das ist doch keine erzählte Geschichte.



Die haben noch 3 Jahre Zeit, um ein Hoverboard zu bauen!

Pascal

Time Lord

  • "Pascal" is male

Posts: 638

Date of registration: Jul 10th 2005

Location: Karlsruhe

Occupation: Geomantie- und Unternehmensberater, Sozialtherapeut

  • Send private message

30

Wednesday, September 21st 2011, 9:28pm



Weiter find ichs jedoch schlecht, dass in den 200 Jahren nach 6x01 The Impossible Astronaut anscheinend nicht viel passiert ist.
Okey, Lets Kill Hitler, ansonsten hat man den Doctor fast bei keiner storybezogenen Folge gesehen, keine Suche nach Melody Pond, auch bei den einzelnen Episoden war es Amy und Rory ziemlich egal, was mit Melody passiert ist oder wo sie überhaupt stecken könnte.


Genau.

Der Poster hat es auf einem anderen Forum sehr gut ausgedrückt:

Quoted

In addition, I’m having real problems with inconsistent and unbelievable characterization. I’m having real problems that Amy isn’t more traumatized by her pregnancy or the loss of her baby, and perhaps even more problems with Rory’s lack of reaction to it.

I’m having similar problems with last week’s loss of faith and parting with the doctor. Yes, the Doctor could certainly lose faith in himself, but Amy? Amy, who brought him back, not just from the dead, but from non-existence, with her belief in him?

The loss of a child might drive her to that point. But she barely seems to have noticed that happened. The loss of Rory maybe. But he dies every other episode and keeps coming back. That just felt like author-intrusion; pushing characters around like chess-pieces without any real motivation or emotional justification.

But what’s really bothering me is how one-note the show is becoming. Yes, Blink was a great episode, but it’s also a bit of a hat-trick, and I’m starting to feel like Moffit has only one hat. (Possibly a fez. Fezzes are cool!)

The show has lost its science fictional scope in exchange for a series of largely interchangeable spook-shows.

Okay, that’s over-simplifying things, but maybe not a lot.

These things, like so many others, are good only in moderation, and I’m afraid Who has gotten rather immoderate in their use of late. We need another strong style, an alternate flavor, to break things up. Unfortunately, that used to be Moffit’s job. Moffit needs his own Moffit, and I don’t get a sense that he has one.

little_holly

Liebdachs

  • "little_holly" is male

Posts: 684

Date of registration: Sep 1st 2006

Current mood: sunshine - good

Location: Plüschtierhöhle

Lieblingscharakter: 7

  • Send private message

31

Wednesday, September 21st 2011, 11:25pm

a) zu "24": auch wenn die staffeln nur einen tag darstellt, ist es eine zusammenhängende geschichte. das ist zumindest für mich auf jedenfall ein story-arc. das ist ja nicht zeitlich abhängig. genau deswegen wäre es ja blöd sich gerade bei dieser serie einfach so eine folge anzuschauen, weil ALLE episoden miteinander zusammenhängen.
Genau das ist für mich der Punkt es ist eine zusammenhängende Geschichte. Ein Story-Arc überspannt für mich eine Staffel und verbindet Einzelepisoden.
"Doctor Who" S5 +S6 erzählen verschiedenen Geschichten, die nicht direkt zusammenhängen. Es tauchen nur immer wieder Risse, oder Frauen auf, die eine Verbindung zum Finale aufbauen, aber im Prinzip nichts mit der Folge zu tun haben. Man kann sich die Folgen auch alleine anschauen. Das geht bei "24" nicht, denn dort wird nur EINE Geschichte erzählt, quasi ein langer Film. Wahrscheinlich einfach eine Definitionssache.

Außer bei Staffel 3, würde ich auch bei den vorhergegangenen "Doctor Who"-Staffeln nicht von Story-Arc sprechen, nur weil mal hier und da ein Hinweis fällt, der im Finale aufgegriffen wird. Ein Arc vielleicht, aber die Geschichten fehlen. Da bin ich voll auf Utopias Seite. :20:


IravW

Aspirin

  • "IravW" started this thread

Posts: 164

Date of registration: Mar 9th 2010

  • Send private message

32

Thursday, September 22nd 2011, 12:56pm

Das letzte Zitat von Pascal gefällt mir zum Teil richtig gut. Die erste Hälfte deckt sich ziemlich mit meiner eigenen Meinung... die Timey-Kritik dagegen kann ich zwar nachvollziehen, teile sie aber nur bedingt. Solange sie in Maßen eingesetzt wird, bzw 'besser' funktioniert als die letzte Variante kann ich mich daran nicht satt sehen. Und Moffat kann schon mehr... nur mal Day of the Moon als Beispiel heran gezogen.

Diese Staffel finde ich ganz spannend, da sie auf so unterschiedliche Arten gelesen werden kann. Wenn man den Blickwinkel von Skeletor teilt, und die Ponds als Device für die Story um den Doctor nimmt, klappt sie wunderbar. Wenn man sich an den Figuren den Ponds interessiert zeigt, wird enorm viel behauptet. Zum Teil soviel, dass sich die Melody-Geschichte nicht zuende erzählt anfühlt. Was auch, wie Solus erwähnt, dazu führt, dass einigen Zuschauer bei den letzten drei Folgen noch immer die Auflösung um diese Geschichte wünschen.

Kleiner Exkurs: Ein befreundeter Regisseur hat mir mal etwas gesagt, wogegen ich mich zu Anfang gewehrt habe: Man muss den Zuschauer bei der Hand nehmen und durch den Film führen. Nachdem ich einige Zeit darüber nachgedacht habe, muss ich dieser Aussage zustimmen. Es geht dabei nicht darum, dem Zuschauer alles bis ins Detail vorzukauen, es geht darum, ihm Sicherheit zu geben. Girl who waited zB folgt dieser Aussage absolut: Auch irrational erscheinende Elemente werden dem Zuschauer so nahe gebracht, dass man nicht schwimmt und alles nachvollziehbar bleibt, ohne dass sich jemand hinstellt und einem den Film erklärt. Der Zuschauer muss niemals die Intention der Folge in Frage stellen, kann sich dadurch auch emotional an die Figuren binden und so den Impact des Endes genießen.

Die fünfte Staffel hat es zB ebenfalls so gemacht. Die Figuren bleiben nachvollziehbar (bereits beim ersten Sehen), Rätsel werden als solche genau definiert, und Überraschungen (wie die bereits früh aufgedeckte Szene mit dem zweiten Doctor in Flesh & Stone) können ihre Wirkung ungestört entfalten.

Die sechste Staffel ist hier kantiger und dadurch auch diskussionswürdiger. Versprochen, ist das letze Mal dass ich das aufrolle. ;) Die Handlungsweise der Ponds um Melody ist auf der emotionalen Ebene sehr löchrig. Man muss etwas Abstand nehmen, um diese Löcher zu füllen, wobei man auch sehr hölzerne Erklärungsversuche der Serie hinnehmen muss (die Ponds sind nach zwei Monaten Warten nicht mehr traurig, das waren sie mal zur Zeit des Prequels; das Aufwachsen Mels kann ein adäquater Ersatz für Elternschaft sein, auch wenn die Ponds dafür natürlich noch viel zu Unreif waren, scheiterten und mit ansehen mussten, wie ihre 'Tochter' zur Kleinkriminellen wird; die Tatsache, dass ihre Tochter die Hölle durchgemacht hat und eine Gehirnwäsche überstehen musste lässt sie kalt). Abgesehen von der Qualität dieser Erklärungen liegt hier das Problem: Die Ponds müssen erstmal intellektualisiert werden. Eine emotionale Auseinandersetzung ist auf der ersten Ebene nicht mehr möglich. Daher wehren sich wohl viele Zuschauer auch gegen die Tatsache, dass die Melodysuche abgeschlossen ist. Es gab einfach keine fühlbare Auseinandersetzung der Ponds mit dieser Tatsache, und die Hand, die die Zuschauer bei der Hand nehmen sollte, wurde zur Behauptung.

Das hat auch nichts mit der 'Dummheit' der Zuschauer zu tun. Es liegt vielmehr daran, dass sie ziemlich hilflos zurück gelassen wurden, und dass sie sich selbst zurecht reimen mussten, wieso Situation A plötzlich zu Situation B wird. Klar, das war im Eröffnungszweiteiler auch nicht anders. Der Unterschied: In den ersten zwei Teilen wurden sie zu schließenden Lücken sauber vorgegeben, Erklärungen wurden geliefert, und der Film hat die helfende Hand hingereicht. Der wichtigste Punkt war aber, dass es auf der Handlungsebene statt fand. Wir mussten kurz etwas rätseln, aber haben sofort den dramaturgischen Nutzen erkannt. Es war keine emotionale Auseinandersetzung von Nöten, die den Genuss der Folgen geschmälert hat. In der zweiten Hälfte der Staffel war es anders. Zum Teil waren die Erklärungen einfach nicht gut, aber wichtiger war der Punkt, dass die eigentlich suggerierte und dann nicht erfüllte Figurenauseinandersetzung ausblieb. Wir mussten von den Ponds weg, um die Gründe für ihr Handeln zu erkennen. Dass die Suche nach Melody ein Ende finden musste, da sonst das Zeitkontinuum beschädigt würde, wurde von den Ponds nicht reflektiert und hatte auch keinen Impact auf sie. Daher wurde das von vielen Leuten nicht ernst genommen. Hier hat sich der Film mit gekreuzten Armen in die Ecke gestellt und sagt: 'Das ist jetzt so, schau Du mal, dass Du hier alleine raus kommst'. Und dazu ist nicht jeder Zuschauer bereit, da es kein spaßiges, amüsantes Rätsel zum Entschlüsseln gab sondern man sich selbst um die Lücken der Erzählweise kümmern musste.

Ich verstehe die Gründe. Kaputten Ponds zuzusehen wäre auch nicht gerade die amüsanteste Fernsehunterhaltung gewesen, und hätte auch die Funktionsweise von Night Terrors beschädigt. Auch Girl Who Waited hätte an Aussage verloren, da die Auseinandersetzung eine zu ähnliche gewesen wäre. Hier einfach das Problem: Die große Geschichte wurde in der Mitte der Staffel erzählt, die Story, die wie keine Andere eigentlich Impact auf die Ponds hätte haben müssen. Die nachfolgenden Geschichten hätten von einer ernstgemeinten Auseinandersetzung der Melody-Geschichte nicht profitiert. Oder doch? Wir stark wäre das Ende von God Complex noch werden können, wäre 'Melody' nicht nur behauptet gewesen.

Es ist natürlich verführerisch, die Story um den Doctor in den Mittelpunkt zu rücken. Die wurde bisher nämlich sauber erzählt.. sein Leid, seine Selbstreflektion und sein Scheitern werden dem Zuschauer sehr nahe gebracht. Hier hat die Staffel alles richtig gemacht, und man kann sich, ohne in seinem Intellekt beleidigt zu fühlen, an ihr orientieren. Es wurde einem nicht aufs Tablett gekotzt... okay, es hätte auch subtiler laufen können. Aber es ist da und funktioniert. Man kann muss sich nicht mit hölzernen Erklärungsimmitationen zufrieden geben. Man wird bei der Hand genommen und durch die Geschichte geführt. Hätte man das selbe mit den Ponds gemacht, wäre der Impact nur noch stärker gewesen.

Guy

Metalhead

  • "Guy" is male

Posts: 334

Date of registration: May 9th 2011

Lieblingscharakter: Der Doctor himself

  • Send private message

33

Thursday, September 22nd 2011, 2:54pm

ums nochmal aufzugreifen(4. staffel):

arc-folgen:

- partners in crime: adipose verlieren brutplaneten
- fires of pompeii: lavagaolems(keine ahnung wie die hießen) verlieren ihren planeten
- sontaran 2-teiler: sontarans verlieren klonplaneten
(- unicorn and the wasp: bin ich mir nicht mehr sicher, aber ich glaub auch die biene hat ihren planeten verloren)
-midnight: 10 minuten referat über den "lost moon of poosh"
-stolen earth: auflösung der geschichte

insgesamt also 7-8 episoden mit arc-verweisen(mit "turn left" wären es sogar 8-9)

es ist bestimmt kein besonders gut ausgearbeitetes beispiel eines story arcs, aber trotzdem hat man ständig etwas, das irgendwie im hintergrund läuft, auf das man gestoßen wird und die hälfte der folgen miteinander verbindet. hier muss ich aber auch den 10. doctor rügen. jeder, ich meine wirklich JEDER andere doctor wäre auf die idee gekommen, dass da was faul ist, nur er nicht...



1. 2nddoc 2. 11thdoc 3. 4thdoc 4. 7thdoc 5. 6thdoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 1stdoc 9. 5thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc


Myspace-GRAVETY


MASS EFFECT 3 IST SCHEISSE!!

This post has been edited 1 times, last edit by "Guy" (Sep 22nd 2011, 2:59pm)


Utopia

Perfektion in Ausbildung

  • "Utopia" is male

Posts: 575

Date of registration: Mar 19th 2011

Occupation: Student

Lieblingscharakter: Vashta Narrada

  • Send private message

34

Thursday, September 22nd 2011, 4:20pm

2 Sätze, die mal so in den Raum geschmissen werden und dann niemanden interessieren, sind für mich keine Handlung. Nicht einmal hat der zehnte Doktor auch nur im Ansatz versucht mal was rauszufinden, es war ihm scheißegal und mir dass dann als durchgehende Handlung zu verkaufen, viel Glück.

@Iravw: Ich finde es auch gut so, alles nicht erklärt zu bekommen und deshalb halte ich die Story auch gut erzählt. Wie gut sie ist, dazu werde ich nichts weiter sagen, da sie noch nicht beendet ist.Aber erzählerisch finde ich sie, bis auf lets kill hitler, gut. Nur dass Amy und Rory sich kein bisschen um ihr Kind sorgen, das finde ich merkwürdig und unlogisch. Aber was soll man machen? Ist halt so.Ist halt ein Kritikpunkt, aber ansonsten... River ist zu schnell abgehandelt worden, aber da kennen wir ja schlimmeres.
Also ich mag den Arc bisher. Doch für die nächste Staffel hätte ich gerne etwas einfacheres. Vollkommen ohne, naja, wird wohl nicht kommen, aber etwas wesentlich kleineres hätte ich schon gern.



Die haben noch 3 Jahre Zeit, um ein Hoverboard zu bauen!

Guy

Metalhead

  • "Guy" is male

Posts: 334

Date of registration: May 9th 2011

Lieblingscharakter: Der Doctor himself

  • Send private message

35

Thursday, September 22nd 2011, 4:25pm

es ist auch nicht nur ein satz der gesagt wird, es ist der komplette grund, warum es zu diesen folgen gekommen ist. man wird halt nur nit mit der nase drauf gestoßen. und in midnight ist das ein fünf minuten gespräch.


um das thema für mich persönlich abzuschließen: mir reicht ein story arc wie in staffel 4(das ding ist halt nett, aber nicht bemerkenswert), aber so wie er in der 5. staffel gelöst wurde finde ichs am besten.



1. 2nddoc 2. 11thdoc 3. 4thdoc 4. 7thdoc 5. 6thdoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 1stdoc 9. 5thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc


Myspace-GRAVETY


MASS EFFECT 3 IST SCHEISSE!!

Pascal

Time Lord

  • "Pascal" is male

Posts: 638

Date of registration: Jul 10th 2005

Location: Karlsruhe

Occupation: Geomantie- und Unternehmensberater, Sozialtherapeut

  • Send private message

36

Thursday, September 22nd 2011, 7:00pm

So wie sich das bei einigen herauskristallisiert ist es weniger der Story Arc, der ärgerlich ist, sondern vielmehr die nicht geglückte bzw nicht stattfindende Charakterentwicklung.

Utopia

Perfektion in Ausbildung

  • "Utopia" is male

Posts: 575

Date of registration: Mar 19th 2011

Occupation: Student

Lieblingscharakter: Vashta Narrada

  • Send private message

37

Thursday, September 22nd 2011, 9:09pm

Ja, auch. Wie gesagt, mir geht es mehr darum, dass es den Leuten während den Folgen vollkommen egal ist, dass da Planeten weg sind. Das wird einfach so akzeptiert. Aber über Roses Bild wird wild spekuliert (zumindest im Forum, in den Folgen kriegt es ja auch keiner mit). Deshalb seh ich da einfach keinen Story Arc. Wenn RTD wirkllich die GEschichte der verschwundenen Planeten hätte erzählen wollen, dann wäre er auch drauf eingegangen.
Vergelicht mal die fünfte Staffel. Ständig wird da gesagt, oh, der Crack, was hat das zu bedeuten, der Doktor interagiert mit den Rissen, Rorys Tod, der zukünftige Doktor, der im Wald auftaucht etc. das ist doch einfach ein ganz anderes Niveau. Da ist ein Handlungsverlauf. Staffel vier kommt dann einfach am Ende mit irgendwas. Da bewegen wir uns auf ganz anderen Ebenen. Und für eine gewollte Storyline die erzählt werden sollte, da seh ich in der vierten Staffel lediglich ein paar Ansätze, aber kein bisschen Ausführung. Das ist nach meinem Verständnis keine fortlaufende Geschichte und somit auch kein Story Arc. Es ist ein Handlungshintergrund, ein Plot, aber keine Story.



Die haben noch 3 Jahre Zeit, um ein Hoverboard zu bauen!

Klonk

Companion

  • "Klonk" is male

Posts: 40

Date of registration: Jun 6th 2011

Location: SüdWest

Occupation: interessiert doch keinen

Lieblingscharakter: der Doctor egal wer es gerade ist

  • Send private message

38

Thursday, September 22nd 2011, 10:33pm

Also hm... als Neu Whoianer

1. Story Arc : bleibe mal Ehrlich ;) ein bisschen nervt es mich allein schon wenn ich hier die Rezensionen über eine Folge lese und mir soviele sachen über den Story Arc mitgeteilt werden die mir niemals Aufgefallen wären *hüstel*
Nachdem mir das Aufgefallen ist muss ich zugeben suche ich nichtmal mehr den Roten Faden ausser er tritt mich wirklich direkt aus meinem TV in den Allerwertesten ( naja fest genug ) daher zum Story Arc am Ende wird sich alles Auflösen und dann aber erst dann überlege ich ob der Story Arc Sinn macht ( Vielleicht machen unter anderen Gesichtspunkten Folgen Spass die es sonst nicht tun würden )
Ah Abschweifung Sorry nein braucht kein Story Arc( ein bisschen einfacher wäre auchmal toll ) es ist kein Handlungsübergreifender Bogen nötig ein Ziel worauf hingearbeitet wird würde reichen wenn die Charakterzeichnung und das Towubahou darum Interessant genug sind.

2. ich verstehe es nicht ganz warum man Doctor Who mit anderen Serien vergleicht ( überhaupt vergleichen kann ). Sie ist meiner Meinung nach meistens Viel zu Verrückt mit unmöglichen Wendungen die falls ein ,,Ungläubiger" jemals die Folgen Analysiert es zu einem genauso grossen ,,Krieg" ausarten würde wie bei Star Trek VS Star Wars ( was genauso bescheuert ist ) wobei der Vorteil Natürlich darin liegt das es keinen ernst zu nehmenden Gegner gibt (Per Anhalter durch die Galaxis ist zu lange her und Douglas Adams war auch ein Who Autor *g*).
Was die Serie ( sorry die Neuen Folgen von den alten habe ich noch nicht genug gesehen ) ausmacht ist meiner Meinung das Phantastische Geschichten Erzählt werden die nie oder selten zu dem Abschluss kommen den ich mir am Anfang einer Folge Vorstelle es ist alles meistens Schräg ab und zu Verrückt und Timey Wimey oder wie immer man das schreibt ist auch dabei ( aber nicht ohne Sinn und Hintergedanken ).

*seufz* falls ich euch Gelangweilt habe beschwert euch bei dem der mich hier beitreten liess. :whistling:

Infinity

Alter Mann

  • "Infinity" is male

Posts: 1,351

Date of registration: Jul 29th 2009

Location: Hessen

Lieblingscharakter: Vincent

  • Send private message

39

Tuesday, October 4th 2011, 6:50pm

Grundsätzlich bin ich ein großer Fan von Storyarcs, ob jetzt im Kleinen wie bei ST TNG wo in jeder Staffel mal wieder die Story eines der Bösewichte oder Planeten ein wenig weiter intensiviert wurde oder ob im Großen wie bei Babylon 5, wo 4 Staffeln eine komplett durchdesignte Geschichte erzählt haben (mit ein paar Ausnahmen die mehr oder weniger Stand-Alone waren, aber das ist ja auch nichts schlechtes per se) oder bei Brisco County Junior, der beides ziemlich gelungen kombiniert hat und darum war ich auch ziemlich erfreut als es zu Anfang von Moffats Ägide hiess, dass er vorhabe endlich aus RTDs mehr oder weniger unwichtigen Storywords (die im Grunde bloß einmal pro Folge einen Cameo-Auftritt spendiert bekamen) endlich richtige vollwertige Story arcs machen wollte.

Als dann die Umsetzung dieses Folgen verbindenden Erzählungsbogens in Staffel 5 schon etwas holprig herüberkam, insofern als dass nicht oft Bezug auf die vorhergehenden Erfahrungen und Erlebnisse genommen wurde, die man schon mit dem Bogen-Überthema hatte und es in manchen Folgen einfach nur auf einen ominös dahindräuenden Riss in Zeit und Raum hinauslief, der nach dem Verschwinden der TARDIS zu sehen war, fing diese Begeisterung dann schon an, ein wenig Fieber zu entwickeln. Das Finale hatte dann wieder starken Bezug, hat scheinbar einiges aufgeklärt (scheinbar, weil man nie wirklich Beweise sieht für das Entstehen der "Cracks" und die Auflösung damit immer noch schwammig und änderbar bleibt) anderes aber kaum angekratzt oder ganz unerwähnt gelassen. Dafür hat es hartnäckig die meisten der vorherigen Protagonisten eingesammelt und irgendwie in eine Rolle zu pressen versucht, was mich zu stark an den RTD Stil erinnert hat um wirklich große Begeisterung aufkommen zu lassen. Aber das ist hier ja nicht das Thema.

Dann fing Staffel 6 an und es wurde Bezug genommen zu einem der Themen die am Ende des Vorjahres offen geblieben waren... die Silence hatte ihren großen Auftritt... oder sowas ähnliches. Damit wurde im Prinzip im Eröffnungszweiteiler schon mehr versprochen als in der ganzen vorherigen Staffel... Und zwei, drei Folgen später war dieser Scheck immer noch nicht eingelöst... die Begeisterung die an den Erzählungsbogen gekoppelt war hatte mittlerweile Herzrhythmusstörungen, Lungenentzündung und Blutvergiftung. Zum Finale der "Halbstaffel" kam dann gleich nochmal so ein Ungetüm von Familienparty wie es schon das Ende der fünften Staffel war, jeder durfte mal mitspielen und sein Sätzlein aufsagen und man gab uns eine grandiose aber irgendwie auch ziemlich unbewegende Auflösung für ein anderes großes Rätsel, das eigentlich vorher gar nicht so richtig für diese Staffel angeheizt worden war. Naja einem geschenkten Gaul schaut man nicht aufs Drehbuch usw.
Nach der Zwangspause ging es dann im gleichen Stil weiter... Ideen, die für locker fünf Folgen gereicht hätten wurden uns in einer aufgezwungen und das große "schöne" Geheimnis aus dem Halbfinale wurde bedenkenlos verschenkt und vergeben, nur um eine neue Storykette zu starten mit einem im Sterben liegenden Doctor. So innovativ. Aber auch das ist nicht das Thema hier. Statt jetzt dieses neue Kettenthema aufzunehmen und damit wenigstens eine halbwegs glückliche Ähnlichkeit mit einem Storyarc zu erreichen, kamen danach mehrere Folgen die nur höchst am Rande mit diesem Kernpunkt der zweiten Staffelhälfte zu tun hatten. Und ein paar weitere nervige Monitoreinblendungen, argh.
Schnitt zum einzigen wirklichen Storyarc der Staffel, der Folge mit Craig dem ehemaligen Vermieter aus der Lodger-Folge. DAS hatte wirklich alle Elemente eines Storyarcs... es wurde Bezug auf das letzte Mal genommen wo man sich getroffen hat, es kamen auch von der Charakterisierung her die gleichen Figuren vor und es war trotzdem eine neue Geschichte, die nur durch ein paar Bögen der alles tragenden Unterstruktur mit der alten zusammenhing.
Dann kam das Finale. Und wieder war es so ein Konzentrat aus vielen Erzählungspunkten, die locker alle eigene Folgen hätten füllen können, wenn nicht sogar den richtigen Storyarc für eine ganze Staffel bilden.

Tja, mittlerweile hat meine Begeisterung für Moffats Storyarcs ein schönes Stück Rasen draussen unter dem Apfelbaum bekommen, mit einem Eisstiel als Grabstein und dem vor sich hinmurmelnden Bach hinter'm Haus als Begleitmusik.

IMO macht der Mann als Produzent keine Storybögen sondern mehr so etwas wie Nähte oder Schweissnähte... alle paar cm oder Folgen mal sehr starke Verbindungen oder Schweisspunkte und ansonsten nur vom Gesamtzusammenhang der Staffel eingeklammert. Bei Folgen die er nicht selbst schreibt scheint es sowieso keine echten Vorgaben zu geben wo die am Storyarc dranzuhängen hätten und was er dadurch als Produzent an Tempo verliert, versucht er als Autor dadurch wettzumachen, dass er dann die drei oder vierfache Intensität in alle selbst geschriebenen Folgen reinknüppeln muss um alles was er sich als Teil des Arcs vorgestellt hat noch irgendwo unterzubringen. Und das haut einfach nicht hin. Entweder rollt man so einen Story Arc langsam und stetig aus, bereitet das Finale sorgfältig vor um dann wirklich eine überraschende und gut eingeleitete Auflösung zu haben oder man lässt es besser ganz bleiben und baut nicht überall mal ein wenig ein, nur um sich am Ende wieder mit 80% des Materials und 10% der Zeit wieder zu finden.

Allerdings ist gerade auch etwas in einem Thread zu Torchwood Miracle Day angeklungen, das ich bedenkenswert finde... könnte es sein, dass der Schreibstil nicht 100% freiwillig in diese Form abgeglitten ist, sondern u.a. darauf basiert, dass man das Zeug jeztt massiv in Amerika zu vermarkten versucht? So hätte man einige Highlights, die durch die Halbstaffeln eventuell sogar terminlich an relativ attraktive Fernsehtermine gelegt werden können und Folgen die ein Durchschnittszuschauer getrost ignorieren kann, man hat Infos die man aus jeder Folge ziehen kann (Bildschirmbild Lake Silencio usw) aber nicht viel was man von Folge zu Folge im Gedächtnis behalten muss. Und vor allem muss man nicht langatmig in jeder Folge erklären, weshalb jetzt die liebe Ami so weint und Rory so eisern eine gefasste Miene zu machen versucht und warum sie dauernd von Melody reden wo sie doch nicht mit James Last unterwegs sind sondern mit dem Doctor? Ja, die US Fernsehlandschaft hat letztlich den Story Arc erfunden und viele große Erfolge gelandet. Aber wir reden hier auch von science Fiction und da ist es noch immer ein sehr unbedeutendes Konzept und letztlich häufiger gescheitert als zu Quotenrennern geworden... man nehme nur Heroes mit ihrem schwankenden Erfolg und abrupten Ende oder Lost, das irgendwann mittendrin unverhofft stark an Publikumsgunst verlor. Traut man sich vielleicht einfach nicht den letzten Schritt zu einem echten Storyarc hin zu gehen, weil das das nur lose an die Serie gebundene Publikum schneller verscheuchen könnte als man durch Werbung neues gewinnen kann?
Rosebud

Alles nur Staub und Phantasie