Mittlerweile konnte ich genauer eingrenzen, was mir an der "dunkelsten Stunde" und ihrer Auflösung so komisch vorkam - nicht nur, dass der Doktor sich schnell wieder aufrappelt, sondern auch, dass River ihn dabei noch bestärkt. Obwohl sie extra vorbeigekommen ist, um ihm seine Fehler vor Augen zu führen.
Frei nach dem Motto: "Du steuerst in die falsche Richtung, und diesmal hast du wirklich Mist gebaut. ... Aber halb so wild, Klein Melody gehts jetzt gut, und die beiden da drüben darfst du ab jetzt zu unserer schicken Verbindung dazurechnen. Und ja, du siehst toll aus." Wenn er die Lektion so präsentiert kriegt, ist es ja kein Wunder, wenn er nichts daraus lernt...
Das hat jetzt wenig damit zu tun, dass die Entwicklung über mehrere Staffeln geht, denn wenn in der Folge ein tiefer Fall angekündigt und dann so stark abgefedert wird, klingt das trotzdem nach Mogelpackung. Für den gesamten Handlungsbogen ist das natürlich ein weiterer sinnvoller Schnipsel, aber in dieser speziellen Folge hängt er schief drin. Wäre es besser eingebaut gewesen, hätte mich wahrscheinlich nicht gestört, wie bekannt die Botschaft schon ist.
(Zum Thema, dass auch manche Zuschauer den Holzhammer brauchen, muss ich dir leider Recht geben - ich habe mir beim Durchlesen oft genug ans Hirn gelangt, wenn wieder jemand auf dem falschen Vater beharren musste...)
Ein anderer Gedanke - diese Enthüllung bedeutet quasi, dass des Doktors Fehler schon vorherbestimmt waren, seit er River kennt. Also musste er ja bis dahin auf dem falschen Kurs bleiben. Okay, da könnte man immerhin die versprochene große Veränderung herauslesen - nachdem alle Spielfiguren am Platz sind, darf er endlich mal daraus lernen. Dafür stellt sich dann die Frage, wie gut es ist, wenn die Charakterentwicklung von der Zeitlinie diktiert wird...