Denn das die Leute nur noch per Internet in Kontakt bleiben, finde ich wesntlich bedenklicher als seinen PC aufzurüsten.

Mmmmh. Da muss ich dir eingeschränkt rect geben. Denn wie ich finde, ist es nicht nur einfach ein man muss uptodate sein, sondern in vielen Bereichen (vor allem halt beruflichen) zwingend notwendig. Wobei ich immer noch finde, dass es damals nicht anders war als heute. Auch wenn man 500 Jahre in die Vergangenheit geht, gab es gewisse Techniken, die man einfach haben musste. Oder nehmen wir mal die Taschenuhren aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. DAmals revolutionär und doch kann man argumentieren: Mit den Sternen lässt sich die Uhrzeit bestimmen, da brauche ich so einen neumodischen Kram nicht. Außerdem denke ich, dass die Reaktionen hier, genauso sind wie überall sonst - als auch völlig normal.Und das mit der Rüstauf Mentalität: Ähhhm, das war damals wesentlich ausgeprägter.
Würde ich nicht sagen. Es ist heute nur subtiler bzw. viel stärker in das allgemeine Bewußtsein eingeflossen, daß man up-to-date zu sein hat, siehe auch die Reaktionen hier im Thread. Früher nahm es halt eher die Form von immer mehr Megahertz und mehr Megabyte an, heute versteckt es sich subtiler hinter Markennamen, "notwendigen" Standards etc. Das Festhalten an klassischer Technik ist irritierend für viele, wenn es sich nicht hinter der Maskerade des Retro-Chic verstecken kann (alte Schallplatten = stillvoll, VHS + 386er = sinnbefreit und Sperrmüll - warum?). Die Mentalität vieler Anwender heute kommt IMO eben gerade aus den Magazinen und Aufrüstheftchen.
Ist zufällig jemand da, der in den 90ern den Computer-Flohmarkt gelesen hat? War immer meine Lieblings-Computerzeitschrift und das aus gutem Grund. Man kann heutzutage z.B. noch problemlos mit DOS und Windows 3.11 und 6 - 8 MB RAM online gehen und seinen Email-Kram, Usenet, FTP etc. erledigen? Aber weiß das noch jemand oder herrscht eher die Meinung vor, nur (relativ) aktuelle Software und Ressourcen im Gigabereich könnte dies? Ich weiß es anders und ich fühle mich wohl mit einem Betriebssystem Baujahr 1993.
Aber sei es drum. Man könnte lange an dem Thema rumdiskutieren und ich würde wieder nur zu Argumenten greifen, bei denen sich starke soziale Störungen zeigen würden. Sagen wir einfach mit dem neuen Doktor "Old computers and video tapes are cool..." Und wer würde ihm widersprechen
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Chris


Aber wenn man bei allem immer jede Kleinigkeit betrachten würde, käme man ja nie zu einer Aussage.
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Ein besseres Argument über die unterschiedlichen Philosophien von C64 und PC: auf dem C64 erfolgte eine Evolution der Software ohne eine Evolution der Hardware.


Die Behauptung ist Unsinn.
Man betrachte dafuer die Einfuehrung der Floppy Laufwerke fuer den C64, die Weiterentwicklung der selben, sowie die aufsteckbaren Module.
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Falsch bzw. nicht auf mein Argument bezogen. Die Module und Floppy etc. waren und sind nicht notwendig, damit Programme von 2011 auf einem C64 von 1982 funktionieren. Ich habe nicht gemeint, daß es keine Evolution der Hardware gab, sondern daß die Software in der Regel (und es gibt Ausnahmen) unabhängig von der Hardware weiterentwickelt wurde. Die Komplexität und der Stil der Präsentation haben sich entwickelt, ohne daß man "moderner" dazu kaufen musste.
Also Programme von 2011 werden wahrscheinlich nicht auf dem C64 funktionieren.
Weder von der Programmiersprache her, noch von den Anforderungen.
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Doch, genau das tun aktuelle Programme. Nimm z.B. dieses beliebte C64-Demo hier von 2008
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Lad es runter, überspiel es mit passender Software und Hardware auf eine 5,25"-Diskette und leg die Diskette mit dem Programm dann in einen originalen C64 beliebigen Baujahrs.
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Und gebastelt wurde seinerzeit recht viel mit Homecomputern, es kam natürlich auch auf das Zeitschriftenumfeld und auf den Bekanntenkreis an. Ein beliebter Bastelcomputer war der Einfachheit halber übrigens auch der kleine Sinclair ZX81.
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No offense, aber das Problem in dem Thread ist IMO auch, das viele Behauptungen aufgestellt werden, die so nicht stimmen und deren Urheber durch jahrelanges Mitmachen beim Aufrüsten, Neukaufen und digitalem Lifestyle auch keine Basis mehr in fachlicher Praxis haben.
Wenn ich das richtig sehe, ist das eine Demo und kein Programm.
Versuche mal Deus Ex, GTA4, Photoshop 5 oder sowas auf einem C64 zu starten. Das passt ja nicht mal auf die Diskette. (Aber selbst wenn, würde es dennoch nicht funktionerien.)

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@Teylen: persönliches Desinteresse bedeutet nicht dem Fortschritt feindlich gegenüber stehen. Desinteresse bedeutet, dem Fortschritt desinteressiert gegenüber zu stehen. Wer mit dem aktuellen Fortschritt glücklich wird, kann das gerne tun. Wenn Desinteresse aber eben in Gegenargumenten zu "feindlich", "reaktionär" und "haarsträubend" etc. hochstilisiert wird., dann scheint es ein generelles Problem mit der Akzeptanz anderer Lebensweisen zu geben.
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Es ändert aber nichts am ursprünglichen Argument, daß auf dem C64 eben so gearbeitet wird, daß die Entwicklung (technisch, audiovisuell etc.) nicht vom Zukaufen neuer Hardware abhängt.
Haaerstraeubend ist die Behauptung das ein C64 oder 386er Analog ist oder Analoger.
Das hat nichts mit einer etwaigen akzeptanz anderer Lebensweise zu tun sondern ist einfach nur eine gaenzlich unsinnige Behauptung.
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Das ist ja auch eine unsinnige Behauptung und wurde von mir nie aufgestellt. Wenn irgendwo eine Textstelle ist, in der ich einen 386er als "analoger" bezeichne, dann ist es ein Fehler durch zu schnelles Tippen.
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Da dich ein Blick auf ein aktuelles Demo erstaunt (Zitat "Häh...?") bist du mit aktuellen Projekten auf dem Rechner nicht vertraut.
Allez, die Behauptung kam doch gleich zweimal:
Ich kenne die Errungenschaft der neuen Zeit natürlich, bin persönlich aber froh, wenn ich daheim davon "verschont" bleibe und nach einem Tag Büroarbeit an modernen Rechnern dann zurück an 8-Bit, 386er, Analogkram & Co kann.
Sowie
Ich finde es halt weitaus stimulierender, interessante Dinge mit "uralter" Technik und Rechnern zu machen, als mit geschniegeltem Digitalkram und Giga-Hardware.
Wobei letzterer ja unterstellt das die alte Technik kein geschnickelter Digitalkram.
Ich mein Digitaltechnik hat nunmal den Nachteil das sie digital ist oder nicht.

Ich kenne es nur bei Web-Applikationen aber die müssen heute alle objektorientiert, barrierefrei und zu CSS und (x)html valide sein.

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