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thunder_burn

Time Lord

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141

Friday, December 30th 2011, 5:31pm

OK, war zu blöd, es zu finden :-D

Ashara

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142

Friday, December 30th 2011, 5:37pm

Aber gerade das war es, was mich beim Kindle überzeugt hat, dass die Seite nicht bildschirmmäßig aussieht, sondern wie eine Buchseite. Ich merke es auch beim Lesen, es ist wesentlich angenehmer als an einem Computerbildschirm.
Ansonsten kann ich mich nur Liynkas Ausführungen anschließen.
Wer im Ruhrgebiet lebt und eine Fahrzeit von einer Stunde für achtzehn Kilometer nicht ertragen kann, der soll ins Allgäu ziehen!
(aus: Weil Samstag ist von Frank Goosen)

toberman

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143

Friday, December 30th 2011, 7:20pm

Das Lesen eines Textes auf Papier ist auf jeden Fall etwas anderes als das Lesen am Bildschirm (auch eines Buch-imitierenden). Woran das genau liegt, mag man sich selbst ergooglen, aber der Unterschied ist da. Bei simplen Geschichten mag man den Unterschied nicht merken, aber sobald es etwas anspruchsvoller oder umfangreicher wird, wird das schon deutlich. Es fällt dem Gehirn anscheinend leichter, z.B. Schachtelsätze zu verarbeiten, wenn sie auf Papier vorliegen. Ich habe mal jemandem einen wissenschaftlichen Text zur Korrektur gegeben. Der hatte da große Probleme damit, bis er meinem Rat folgte und den Text ausdruckte. Dann gings plötzlich ohne Probleme.

Blinddarm

Zeitwanderer

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144

Saturday, December 31st 2011, 12:21pm

Retro oder Old School ?

Nachdem ich mich mal durch dieses Thema durchgelesen hab
und hin und wieder mal ein Kopfschütteln oder schmunzeln ausgelöst wurde
habe ich mich dazu entschlossen auch mal ein paar Bilder von Dingen zu posten
die bei mir zu Hause, totz ihres Alters, einen Ehrenplatz eingenommen haben.

So ein ganz klein bißchen kann ich das "Retro" von BluemanGSM nachvollziehen...
Allerdings bin ich mir nicht sicher ob dieser Begriff an dieser Stelle richtig ist.
Retro oder Old School ?

Desweiteren möchte ich betonen das ich kein Verteidiger von alter Technik bin
oder den Fortschritt ablehne !
Für mich sind diese Dinge nur eine schöne Erinnerung an meine Kindheit und Jugend


Angefangen mit meinem allerersten kleinen Radiorecorder von 1984 (ja, den hab ich immernoch)
Es war ein Geschenk meines besten Freundes damals und ich war sowas von happy...
Gelegntlich hab ich es noch in Betrieb, wenn ich die Wohnung putze





Mein altes CB-Handfunkgerät.
Ich glaube ich war so um die 12 Jahre als ich mir das gekauft hab.
Das Geld hab ich mir durch Auto saugen, Hof fegen, Leergut wegbringen etc.
und eisernes sparen von Taschengeld zusammengekratzt...
Mittlerweile is das ja so gut wie ausgestorben... als die Handys kamen...
Manchmal jedoch packe ich es trotzdem in den Rucksack wenn ich mit meiner Frau wandern oder spazieren gehe.





Noch so ein Staubfänger aus den Achtziger Jahren.
Mein alter Atari STE...Der eine oder andere von Euch hat bestimmt auch auf so einer Kiste gedaddelt.
Auch dieser ist hin und wieder noch in Betrieb...





Zu guter Letzt noch das alte Telefon was ich mal für 5 Euro auf einem Flohmarkt ergattert hab.
Heutzutage so potthäßlich das es schon wieder ein kleiner Hingucker ist.
Aber es funktioniert so gar noch, und der Klingelton ist so herrlich schrill.
Ihr müsst mal mit so einem Telefon eine Handynummer wählen, der absolute Horror ! ...lol





Veraltet, Nutzlos, Briefbeschwerer etc.
Oder einfach nur Erinnerungen an eine schöne Zeit.
Heutzutage wird so viel Krempel im Retro Style produziert, was jetzt wieder voll im Trend liegt...

Jeder wie er es mag !
ENDUT!
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Estrilda

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145

Saturday, December 31st 2011, 7:03pm

Also einen alten Ghettoblaster hab ich hier auch noch - angekokelt, geknickte Antenne, zig Antifa-Spuckis drauf (alleine Spuckis sind so schön retro *g*) aber nicht zuletzt deswegen ein Kultteil, weil es das gleiche Modell ist was man im Ärztefilm "Richie Guitar" sehen kann :D
Aber so lange er sein Dienst als Küchenradio erfüllt, bleibt der auch :)

Und meine ganzen LCD-Spiele aus den 80ern hab ich auch noch. Funktionieren auch alle noch und stehen neben einem Rubik-Spiel in der Vitrine.

Ich schätze wenn ich mal mein Wohnzimmer renoviert habe, wird auch der C64 seine Deko-Renaissance erleben ^^
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Blinddarm

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Sunday, January 1st 2012, 11:04am

Bilder bitte :)
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Torian

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147

Sunday, January 1st 2012, 2:36pm

Heutzutage so potthäßlich das es schon wieder ein kleiner Hingucker ist.


Dieses potthässliche Ding steht als Symbol für das Telefon schlechthin. Es wird heute immer noch benutzt und jeder versteht es.

Beispiele:


1. 4thdoc 2. 3rddoc 3. 2nddoc 4. 11thdoc 5. 9thdoc 6. 8thdoc 7. 6thdoc 8. 1stdoc 9. 7thdoc 10. 5thdoc 11. 10thdoc

Herr Duck

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148

Sunday, January 1st 2012, 3:02pm

Ich habe schon seit früher Kindheit gerne und viel gelesen und meine Bücher usw immer gehegt und gepflegt. Das ist der Sammler in mir, der immer alles in gutem Zustand halten will. Und ich habe erst auch nicht viel vin ebooks usw gehalten - inzwischen ziehe ich sie dem papiernen Buch vor, und zwar aus zwei Gründen:
  • Platzersparnis (man vergleiche nur mal wieviel Platz 2600+ PR-Romane einnehmen, die aber alle auf ein ebook passen#
  • Kein vergilben, keine Eselsohren mit anderen Worten, immer perfekter Zustand

Estrilda

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149

Sunday, January 1st 2012, 10:28pm

Da fällt mir auch noch ein, dass ich erst vor ein paar Wochen mal meine ganzen Ordner ausgemistet habe: Als ich mit meiner Ausbildung anfing, hatte ich mir hier quasi meine eigene "Wikipedia" zusammengesammelt aus Fachzeitschriften u.ä.
Gut ein Dutzend leerer Ordner habe ich jetzt, da - abgesehen davon dass einiges einfach veraltet war - ich heute ja den Luxus habe, ein Stichwort bei Google einzugeben. Und mich nicht mehr durch zig Ordner wühlen muss ;)
Nicht entsorgt habe ich dabei meine "raubkopierten" Bücher, die in stundenlanger Arbeit im Copyshop entstanden und schon damals Bücher waren, die es heute so einfach nicht mehr gibt (über die Marderartigen Raubtiere oder die Geschichte der Domestikation) und auch im Antiquariat nicht aufzutreiben waren und die Exemplare in den Bibliotheken somit die letzten ihrer Art waren...wie schön wäre es doch, wenn jedes Buch digitalisiert würde und damit unsterblich werden könnte *seufz*

Hier nun die Bilder:

LCD-Spiele (eins fehlt da noch, das fliegt hier in irgendeiner Schublade noch rum) und ein eher weniger bekanntes Rubikspiel:




Der "Richie Guitar"-Blaster (da war der aber rot glaube ich) an seinem Arbeitsplatz:




wo u.a. auch solche Aufkleber zu sehen sind (na, wer kennt die Dinger noch? :D - falls es jemand nicht entziffern kann, da steht "Wunderball" )




Apropos Ärzte: mehr retro ginge wohl nur noch mit einem Demotape von Soylent Grün:




Kleinigkeiten aus den 80ern habe ich noch zu Hauf. Und den absoluten Retro-Schocker schlechthin, daher in Spoiler Tags, anschauen auf eigene Gefahr :lach:

Spoiler Spoiler

damit sollte ich zu jeder Miami Vice Party reinkommen :D

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BluesmanBGM

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Monday, January 2nd 2012, 11:40am

Es geht bei dieser Diskussion um Technik. Um Werkzeuge. Nicht um Werte. Wenn du deine Werte und dein Weltbild aus deiner Hardware ziehst, gut. Anderen ist es eben schlicht egal und die, da zähle ich mich auch dazu, werden es auch nie begreifen, dass du so darauf bestehst, mit einem unterlegeneren PC die Welt verbessern zu können.


Sorry für die verspätete Antwort, ich war seit letzter Woche nicht mehr online.

Du ziehst eine deutliche Trennlinie zwischen "Werkzeugen", "Technik" und "Werten". Die Frage, die sich mir stellt, ist aber, ob man diese Trennlinie so radikal ziehen sollte. Sagt es nicht etwas über eine Gesellschaft und deren Zukunft aus, wie sie mit ihrer Technologie, den Wurzeln ihrer Technologie, ihren Medien etc. umgeht? Sagt es nicht etwas über das Verhältnis zum einzelnen Medium aus, ob dieses auf einem Datenträger mit 1,44 MB liegt oder zu Abertausenden auf einer Terabyte-Platte? Es sind alles Facetten eines größeren Themas. Ich zitiere mich mal selbst von anderer Stelle:

"Wir haben mittlerweile von der Mentalität her irgendwie einen Stand erreicht, an dem z.B. Computer nicht mehr als Inspirations- und Kreativitätsquellen (und nette kleine Wunderwerke) betrachtet werden, sondern nur noch banal mit Gebrauchs- und Wegwerfartikeln wie einer Rolle Klopapier gleichgesetzt werden. Das selbe gilt zunehmend für Filme, Musik, persönliche und greifbare Medien aller Art..."

Etwas weiter ausholend: wenn ein Künstler z.B. seit Jahren das gleiche Musikinstrument benutzt oder die gleiche "uralte" Staffelei oder Töpferscheibe oder als Autor gar eine mechanische Schreibmaschine, dann gilt das als akzeptiert. Es gehört zum Umfeld und der Künstler bezieht einen Teil seiner Inspiration und seiner "Werte" aus seinem Werkzeug. Wenn man hingegen seit 15 oder 20 Jahren oder mehr den gleichen Rechner oder den gleichen Videorekorder etc. benutzt, dann gilt das als weit weniger akzeptiert. Dann wird die Frage gestellt, warum man sich denn freiwillig "einschränkt", warum man denn auf den "Bonus" all der modernen Hochleistung und all der etablierten Standards für Bequemlichkeit und Unterhaltung verzichtet etc. Warum? Wo ist der Unterschied eines technischen Gerätes als Inspirations- und Kreativitätsmedium zu einem hochgeschätzten alten Musikinstrument? Warum darf eines alt und wertgeschätzt sein, das andere aber muß per definition neu und up-to-date sein?

Ein Wert, den ich persönlich aus alter Technik ziehe, ist z.B. die Freude an der Imperfektion und den Ansporn, etwas daraus zu machen. Oder auch die Bescheidenheit, mit Anforderungen auszukommen, die sich nicht im Giga- und Terabereich bewegen. Dich beeindrucken die nichtssagenden Screenshots nicht, mich beeindrucken keine Dinge, die in Gigabyte und Gigahertz herumrotzen müssen, um ein visuelles und akustisches Resultat zu bringen. Dann lieber ein "antiquiertes" Betriebssystem wie DOS, das im Prinzip über 30 Jahre alt ist und nicht mehr als 640 KB Arbeitsspeicher "versteht" und trotzdem das stabile Fundament für eine hübsche (und Bildästhetik ist Geschmackssache) Oberfläche wie auf den Screenshots darstellt.

Und das installieren ist hier eben keine Sache, bei der man nebenher sein "Werkzeug" up-to-date bringt, sondern ein Aspekt eines Hobbies Computerei, die sich IMO individueller (und ja, umständlicher und langwieriger) gestaltet, weil einem DOS und 16-Bit-Windows noch diverse Freiheiten geben, wie z.B. seine Konfiguration und seine ini-Dateien von Hand selbst zu schreiben oder das System soweit zu kürzen, wie es möglich ist (das Windows zu den obigen Screenshots selbst ist etwa 8 MB groß). Hat man diese Freiheiten und diesen Bonus noch bei Black-Box-Systemen wie Windows 7? Oder anders gesagt: interessiert es noch jemanden, ob man diese Freiheiten noch hat oder reicht es aus, wenn das Werkzeug nach außen hin funktioniert? Aus dem Hobby Computerei ist ein reines und kaum individuelles Anwenden an der bunten Oberfläche geworden, aus dem Wunderwerk ein 08/15-Gebrauchsgegenstand, das Medium jederzeit beliebig verfügbar. Und das erscheint mir persönlich nicht als Fortschritt.

Meinungsmäßig werden wir zu dem Thema nie zusammenkommen, denn du siehst halt unterlegene Hardware, zuviel Aufwand und fehlenden "Bonus", wo ich interessante Imperfektion und Herausforderung sehe, denn auch in 20 Jahre alten Rechnern oder in 640 KB Arbeitsspeicher kann ein ganzes Universum stecken. Dennoch ist die Diskussion hier im Forum eine der Interessantesten, die ich seit langem gelesen habe. Wahrscheinlich fange ich deswegen immer wieder davon an, obwohl ich versprochen hatte, damit aufzuhören.

Chris

Thorsten Volker Junkie

Doctor der Herzen

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151

Monday, January 2nd 2012, 11:53am

Entschuldigung, aber hier vergleichst du Äpfel mit Birnen. Staffeleien, Töpferscheiben und nicht-elektronisch/elektrische Musikinstrumente sind seit Jahrzehnten bis Jahrhunderten auf dem technisch gleichen Stand. Die Töpferscheibe hat vielleicht noch einen Motor bekommen, das war's aber auch. Es gibt zwar auch elektrische Geigen, das ist aber wieder ein anderes Musikinstrument, so wie eine Bratsche keine Violine ist.
Helena Bonham Carter verhält sich zu Dr. Julia Hoffman wie David Tennant zum Doctor.


Utopia

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152

Monday, January 2nd 2012, 12:25pm

Das meinte ich. Du denkst über so etwas nach. Da du aus einer Zeit kommst, in der der PC in den Kinderschuhen steckte. Du hast demnach eine ganz andere Erinnerung. Was du anderen zum VOrwurf machst, ist dass sie das nicht so sehen. Aber wie denn auch? Man wächst heute mit dem Computer auf. Das ist nichts mystisches neues mehr. Klar, einige entdecken die Leidenschaft dran. Aber für die meisten ist es nunmal ein simples Werkzeug. Du gehst da aus einem anderen Blickwinkel ran. Du "vererhrst" deinen PC. Ein Künstler, seinen Pinsel. EIn Handwerker seinen Hammer. Das heißt aber noch lange nicht, dass ein Handwerker deinen PC schätzt oder ein Künstler den Hammer. Es geht um Interessen. Und ich bin nunmal der Meinung, dass man anderen seine Interessen nicht vorschreiben kann.
Das gleiche gilt mit Daten. Nehmen wir mal Filme. Klar, gibt es Leute, die haben abertausende FIlme auf der Festplatte. Aber das sind nicht die Filmfans. Die wollen eine DVD mit Specials und geilem COver im Schrank haben. Eben weil es sie interessiert. Weil sie etwas anderes drin sehen. Technik ist EIN Ding unter hunderten anderen Hobbies. Und nur weil viele ein Hobby nicht teilen, heißt es nicht, dass sie schlechter sind. Du bist eben in deiner Blase der 70er, in der das "alte Zeug" noch immer das Maß aller Dinge ist und so neu wie am ersten Tag. Aber der PC ist nunmal so im Alltag angekommen, dass es anderen egall ist. Wenn das Bestürzung bei dir verursacht, würde ich mal sagen, selbst schuld. Wer etwas oder jemand auf ein Podest stellt, muss sich nicht wundern.

SIch einfach zu beklagen ist viel zu einfach. Und du hast es doch selbst gesagt, "etwas zu verbessern...". Genau das wurde doch gemacht. Chips wurden platzsparender, kleiner und dennoch leistungsfähiger, sodass Programme mittlerweile in die Hosentasche passen! Klar, dass ist nicht das, was du willst. Aber das heißt nicht, dass es unterlegen ist.
Um mal bei deinem Kunstbeispiel zu bleiben: Die ganze Welt hat mit schwarz Schatten gemalt, bis DaVinci kam und noch plastischere mit neuer Technik gemalt hat. Das ist Evolution, das ist Fortschritt. Es hat etwas altes, verbessert. Natürlich kann man noch mit der alten Technik malen (Leonados hat bis heute noch keiner mehr gemeistert), muss dann aber auch so ehrlich zu sich selbst sein und das Bessere anerkennen.
Oder im Sport: Als das erste Mal jemand mit Schwung von der Seite über Hürden gesprungen ist, war das ein Eklat. Es sollte verboten werden, weil es nicht traditionell war. Heute benutzt es jeder, da es einfach die effizientere Variante ist.
Um auf die Technik zurückzukommen: Ja, die Geschichte ist wichtig, aber für die, die es interessiert. Warum sollte sich jemand, der Terra - nicht von Gigabyte unterscheiden kann, für das interne eines C64 interessieren?
Und um auf deine Frage mal mit einer Gegenfrage zu antworten: ist es nicht ebenso menschlich sich in seinem Tun und seinem Werk verbessern zu wollen? Ist das Beharren auf allem alten also nicht letztendlich ein schlechter Weg? Du hast vielleicht den "sportlichen Ehrgeiz", dich mit dem minimalem Bereich auseinanderzusetzen. Aber das heißt nicht, dass du deshalb automatisch eine überlegenere Philosophie hast. In einem Unternehmen würde so eine Philosophie zum Ruin führen. Da geht es auf Zeit. Da kann man nicht einfach mal sagen, nee, wir machen das so, damit es schwieriger wird. Man muss Qualität auf Zeit schaffen, um Konkurrenzfähig zu bleiben.

Zudem noch was zum letzten Absatz: Du vergleichst da Äpfel mit Birnen. DOS war eben ein Programm für so ein paar Nerds, die etwas NEUES lernen wollten (auch hier, dass war noch nichts altes, als es rauskam). Windows 7 ist aber ein System, dass weiltweit von jedem 0815 Menschen eingesetzt werden muss. Und ich sage mit Absicht muss. Du siehst deinen PC eben immer noch als Ding für die gehobenen Leute, die sich mit Leib und Seele dem grauen Teil vor sich verschreiben. Aber die Milliarden User tun das eben nicht. Und früher gab es eben keine milliarden User. Das war eine ganz andere Situation.

Aber ja, mit Linux geht das. Auch wenn die Ubuntu Derivate einem mittlerweile viel Selbstbestimmung wegnehmen.

Quoted

mich beeindrucken keine Dinge, die in Gigabyte und Gigahertz herumrotzen müssen, um ein visuelles und akustisches Resultat zu bringen


Da muss ich jetzt mal fragen, warum? Ist ein Lied etwa automatisch besser, wenn es auf einem Klavier, statt einer Gitarre gespielt wird? Das ist, was ich meine. Du nimmst die Hardware als Maßstab dafür, ob dir etwas gefällt. Ich nehme das Resultat. Ob mir ein Bild gefällt oder nicht, hängt für mich vom Bild ab, nicht ob es mit Photoshop 1 oder 7 erstellt wurde. Wenn es dir anders geht, in Ordnung, aber auch hier: das heißt nciht, dass es besser ist. Zumal ich dann eh Leinwand und Farbe bevorzuge, was mich also noch mehr retro macht als dich in diesem Bezug.

Ich spiel auch noch sehr gerne SNES. Aber zB. Skyrim wäre niemals so geil geworden, hätte man nicht Gigabyte zur Verfügung, um diese Welt zu erschaffen. Es kommt halt immer darauf an, was man erreichen will. Denn das ist der erste SChritt. Das wie kommt danach. Ob etwas mit ein paar Kilobyte zu erreichen ist für mich dabei nebensächlich. Aber wenn nicht, dann muss man das eben auch akzeoptieren. Das Problem, das ich sehe ist mehr, dass die neuen Möglichkeiten nicht dann genutzt werden, wenn es Sinn macht, sondern um Geld zu machen.
Zum Beispiel sehe ich in Filmen mittlerweile immer und immer die gleichen Stories und die gleichen Charaktere. ZB. könnte man Transformers ohnr Roboter problemlos irgendwo anders reinbringen. Die Leute verlassen sich für mich viel zu sehr auf die CGI, anstatt sie sinnvoll zu verwenden, um etwas zu erzählen. Und da denke ich liegt unser Problem: Ich sehe die Macher (also den Mensch) als Ursache und du die simple Möglichkeit (also die Hardware).
Durch neue, moderne Technik hat man unglaublich viele Möglichkeiten dazugewonnen. Doch die wenigsten haben bisher gelernt, sie richtig einzusetzen.

@ Thorsten Volker Junkie:
Ich denke, das war eher ein abstraktes Gleichnis, um es aus der Gigabyte Ecke rauszukramen, klar hinkt es an einigen Ecken, aber als Beispiel ist es doch in Ordnung.



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Guy

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153

Tuesday, January 3rd 2012, 11:34pm

ok, ich führe jetzt einen gedanken einfach mal weiter:

wozu gigabyte? ein paar megabyte reichen doch! beeindruckt mich jetzt nicht.
wozu ein taschenrechner? der kopf reicht doch! beeindruckt mich nicht.
wozu ein fehrnseher? ein radio reicht doch! beeindruckt mich nicht.
wozu ein radio? bücher reichen doch! beeindruckt mich nicht.
wozu ein buch? man kanns doch einfach sagen! beeindruckt mich nicht.

seit jahrhunderten der immer gleiche gedankengang...

zum glück gibt es leute, die immer neue technologien entwickeln. sonst könnte man heute z.b. weder krebs heilen, noch frühzeitig entdecken und wir wären immer noch in der steinzeit in ungeheizten höhlen mit jagen und sammeln beschäftigt(ohne einen speer, die hand reicht doch).



1. 2nddoc 2. 11thdoc 3. 4thdoc 4. 7thdoc 5. 6thdoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 1stdoc 9. 5thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc


Myspace-GRAVETY


MASS EFFECT 3 IST SCHEISSE!!

Utopia

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Wednesday, January 4th 2012, 12:01am

Was aber auch seine Vorteile hätte. Viele Zivilisationskrankheiten (Fettsucht, Diabetes, etc) würde es nciht geben, bzw. nicht in dem Ausmaß, wenn wir noch in der Steinzeit wären. Das hätte aber natürlich andere Nachteile usw usw.

Ich denke, es gibt zuviele Variablen, um allgemeine Aussagen zu treffen. Deshalb halte ich Bluesmans Philosophie auch - falsch ist nicht das richtige Wort, aber drumherumreden habe ich jetzt nicht die Lust - für, sagen wir mal, suboptimal. Denn es gab immer die zwei Alternativen Early Adopters oder Verweigerer. Die Komplexität ergibt sich daraus, dass jeder für sich abwägen muss, was er will/braucht und was nicht.
In diesem Fall reicht ja sein alter PC, um ins Netz zu gehen, aber wie schon erwähnt, nicht für das Forum. Allerdings werden die meisten (und damit die Betreiber) keinen Rückschritt machen, um ihm dies zu ermöglichen, dh. dass es für ihn zunehmend schwieriger wird, etwas zu finden, dass er noch nutzen kann.
Irgendwann kommt nunmal der Punkt, an dem nur noch Bruchstückhaft etwas funktioniert (außer den SEiten, die sich extra darauf auslegen) und ab diesem Zeitpunkt ist es eben nur noch Sturheit.

Und das ist es auch, was mich so an gewissen Beiträgen stört. Entweder - vor allem aber am Anfang - "ihr versteht mich nicht" oder aber "ach, ihr wisst ja nur nicht, was das alles kann", einfach nur, um auf seinen Idealen beruhen zu können, die aber immer mehr von der Realität verdrängt werden. Das ist aber menschlich, denke ich.



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BluesmanBGM

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155

Thursday, January 5th 2012, 1:26pm


Und das ist es auch, was mich so an gewissen Beiträgen stört. Entweder - vor allem aber am Anfang - "ihr versteht mich nicht" oder aber "ach, ihr wisst ja nur nicht, was das alles kann", einfach nur, um auf seinen Idealen beruhen zu können, die aber immer mehr von der Realität verdrängt werden. Das ist aber menschlich, denke ich.


Gut gesagt. Aber wenn Ideale immer zur Realität passen müssten oder sich davon "verdrängen" ließen, dann wäre das Spektrum an Idealen doch ziemlich einseitig. In einem gewissen Rahmen kann man sich seine Realität selbst gestalten und die Frage, in welcher Zeit man in den eigenen vier Wänden leben will, sollte jedem selbst überlassen bleiben. Ich ziehe das 20. Jahrhundert vor (wie gesagt sehr gerne die 70er Jahre) und fühle mich wohl dabei. Und wenn etwas nicht mehr geht, dann öffnet sich vielleicht eine andere "altmodische" Perspektive. Oder auch nicht, das ist ja das Spannende. Ich gebe aber zu, daß es problematisch wird, wenn man sich "missionarisch" zu einseitig im Recht sieht. Mein Fehler in diversen Beiträgen und hier in der Tat der "human factor".

Mir persönlich erscheint die Welt im 21. Jahrhundert außerhalb meiner temporalen "Blase" halt nicht erstrebenswert, weil mir in einer Zeit von digitaler Wegwerftechnik, Massenspeichern, "Perfektion", Update-Pflicht und beliebiger Verfügbarkeit etc. etc. eben ein sehr wichtiges Faszinosum an der Welt abgehen würde. Und das hat bei weitem nicht nur mit Technik zu tun.

Das Thema an sich sollte IMO generell mehr diskutiert werden, sprich es sollte durchaus mehr Leute von meiner obskuren Sorte geben (gerne noch obskurer). Ansonsten wird der Alleinvertretungsanspruch der digitalen Moderne schnell zu ausgeprägt und bei jeder Kritik gibt es automatisch eine breite Front, die den Kritiker in die reaktionäre "Ewig Gestrigen"-Ecke stellt, ohne auf die Kritik einzugehen. Gutes Bespiel dafür kürzlich aus der Tageszeitung: zu einem Beitrag über Mängel der Sprachkultur im Internet gab es sofort als ablehnenden Leserkommentar "Na klar, und demnächst sollen wir wieder mit Meissel auf Steinplatten schreiben, oder was?" Was überhaupt nichts mit den Argumenten zu tun hatte, aber der Hinweis auf die "Steinzeit"-Natur einer Kritik scheint mir heutzutage für (zu)viele eine gültige Retourkutsche zu sein. Und deswegen sind gute Diskussionen pro und contra Moderne IMO oft zu schnell am Ende bzw. zu einseitig.

Chris

Utopia

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Thursday, January 5th 2012, 2:14pm

Von wegen der Imperfektion halte ich das wirklich für ein Problem der modernen Zeit. Jeder ist daran gewöhnt, zu jeder Zeit alles machen zu können, was die Tür dafür öffnet, alles zu jeder Zeit machen zu MÜSSEN. Jeder Mensch muss perfekt sein, zu jeder Zeit. Das ist das Problem, das ich an der heutigen Zeit sehe. Alles andere würde sich für meinen Teil daraus ergeben. Die technischen Möglichkeiten haben eben immer etwas zweispältiges.

Ich hätte auch gerne wieder eine Erstärkung des klassischen Printmediums. Einfach, weil ich denke, das reine Information nicht alles ist. Wer in einem Beruf ist, bei dem schnelle Informationen alles sind (FIrmenbosse, Banker etc), für die kann Informationen nicht schnell genug kommen. Doch für den Ottonormalverbraucher. Was bringt es mir, Informationen in nanosekunden zu bekommen? Ob ich jetzt heute oder erst morgen von Gesetzesvorschlägen erfahre, das spielt doch für mich keine Rolle.
Das meine ich auch, wenn ich sage, dass jeder das für sich raussuchen soll, was für ihn/sie sinn macht. Aber, und das fällt mir zunehmend auf, jeder will immer mehr der Chef sein und dementsprechend behandelt werden.
Ich muss auch ständig erklären, warum ich Leute aus Facebook rausschmeiße, wenn die mir nach vier Monaten keine Nachricht geschickt habe. Ich benutze das, um mit anderen inKontakt zu bleiben, habe ich keineen Kontakt, kommen die raus. Aber versuch das mal Leuten mit 200 Freunden zu erklären.



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Kaoru

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Sunday, January 8th 2012, 8:52pm

Ich finde hier grad im relativ ruhigen Bereitschaftsdienst Zeit für ne längere Antwort... bzw nehme mir die Zeit ganz einfach. ;)


Mir persönlich erscheint die Welt im 21. Jahrhundert außerhalb meiner temporalen "Blase" halt nicht erstrebenswert,

Öff... naja, das 21te Jahrhundert ist gerade mal 11 bis 12 Jahre jung. Worauf es sich letzten Endes zubewegt wissen wir ja noch nicht. Vor genau 100 Jahren hatte man auch noch nicht die geringste Ahnung daß man zwei Weltkriege, nen kalten Krieg, Mondlandungen, Computer, Fernsehen und was weiß ich noch alles vor sich hatte. 1912 war das 20 Jahrhundert ebensowenig bewertbar wie heute das 21te. Bisher kann man höchstens sagen, daß die 00er etwas unoptimal waren.

Quoted

weil mir in einer Zeit von digitaler Wegwerftechnik, Massenspeichern, "Perfektion", Update-Pflicht und beliebiger Verfügbarkeit etc. etc. eben ein sehr wichtiges Faszinosum an der Welt abgehen würde. Und das hat bei weitem nicht nur mit Technik zu tun.

Nuuur hast du hier zumindest bisher fast ausschließlich über Technik gesprochen! Und mir ist es auch noch nicht ganz klar geworden ob es dir um neue Technik an sich geht, um ihre Nutzung oder beides.

Aber... yep, es gibt so einiges von diesen oben genannten Dingen die auch mir sauer aufstossen und mich tierisch nerven. Handys sind da z. B. so ein Fall. Die Teile nerven mich seit Tag 1 ihrer Einführung. Und nun haben sie sich diesen so genannten Smartphones evolutioniert über denen manche Menschen pausenlos hängen und unentwegt neue Nachrichten checken oder rausschicken müssen. Manche Zugfahrten sind teilweise gar nicht zu ertragen weil ganz garantiert bei dir mindestens ein Sitz weiter die ganze Reise über telefonieren muß. Und ist es wirklich notwendig daß man auf der Arbeit immerzu das Handy an seinem Platz liegen hat und in jeder freien Minute nach Facebook Updates Ausschau hält?

Es gibt da auch noch einige Sachen mehr die mich erschröcklich stressen... aber Handys stehen bei mir ganz oben auf der Liste und sind deswegen auch die die mir immer als erstes einfallen.

Aber die Computer... hm... darüber habe ich mir noch nie zuvor Gedanken gemacht. In der Zeit VOR diesem Thread nicht... und jetzt auch weiterhin nicht, da mich gar nichts an den neueren Geräten stört. Und ich denke auch weswegen DICH die neuen Teile so sehr stören liegt darin begründet daß DU sehr computerinteressiert bist und deswegen dann auch "ganz andere Sorgen" hast. Oder so.

Ich jedenfalls bin eher an Filmen und Musik interessiert und habe dementsprechend dort meine Bezugspunkte. Und was letzteres angeht fand ich die letzten 10 Jahren ziemlich ernüchternd. Während bis hin zu den 90ern jede Dekade neue Stile, Innovationen, Richtungen und etc hervorbrachten tat sich in den 00ern erschreckend wenig und die Jahre plätscherten belanglos vor sich hin ohne auf irgendwas nennenswertes hinauszulaufen. Hinzu kam noch der Schindluder der mit der CD gemacht wurde. Der so genannte "Loudness War" existierte zwar schon vorher, aber so richtig schlimm wurde er erst in den 00ern. Es gibt praktisch kaum noch eine Veröffentlichung die nicht völlig übersteuert abgemischt und gepresst wurde so daß man sie über Kopfhörer eigentlich gar nicht mehr anhören kann. Besonders ärgerlich ist es wenn ältere Alben neu aufgelegt werden und sie "remastered" versprochen werden, aber offenbar nichts weiter gemacht wurde als einfach nur den Lautpegel aufzudrehen. Ziemlich schade... und eine verpasste Chance wenn die erste CD-Veröffentlichung des Albums in den 80ern schon nicht super klang weil man damals einfach nur ein Vinyl Master benutzt hat, ohne darüber nachzudenken ob es für einen anderen Tonträger überhaut brauchbar ist. Und noch schlimmer: Vielen scheint das noch nicht mal aufzufallen oder empfinden das als störend weil sie schon auf den Normalfall "Überlaut" konditioniert sind und gar nicht mehr merken (können), daß im Klangbild überhaupt keine Nuancen mehr vorhanden sind. Es ist sogar andersrum, wenn unübersteuerte Musik aufgelegt wird, kommt der Kommentar "Irgendwie klingt das komisch." und die ganzen Ecken und Kanten des Sounds werden als störend empfunden. "Dauerbeschallung" dagegen ist der neue und als gut empfundene Standard. Seltsam. :07:

Was Filme angeht kommen mir die Entwicklungen jedoch nur entgegen, jedenfalls was die Vertriebsformate angeht. Es mag zwar sein, daß dir VHS am liebsten ist (auch wenn du immer noch nicht genau mit den Gründen herausgerückt bist), aber für mich symbolisieren diese Kassetten auch ein bisschen das Mittelalter der Homevideozeit. Ich meine damit noch nicht mal die verwaschene Bildqualität... denn die war verglichen mit Betamax nun wirklich alles andere als dolle. Ich weiß auch noch wie mein Opa mit den Videokameras ankam und sie stolz präsentierte. Und von Anfang an waren meine Gedanken immer gewesen, daß die Farben verglichen mit den Super 8-Aufnahmen die er davor gemacht hatte nicht so schön aussahen (Von Schärfe und Kontrast will ich gar nicht erst anfangen). So richtig Stil hatten die irgendwie nie. Ausserdem wurde mit denen auch der Grundbaustein für das "Vieldrehen". Endlos wird und wurde einfach auf das Geschehen draufgehalten... und es wurde gefilmt und gefilmt und gefilmt. Angesehen hat man sich das höchstens ein einziges mal, wenn überhaupt. Die meiste Zeit hat dann nur den Finger auf der Schnellvorlauftaste gelassen. So ähnlich läuft das ja immer noch - erst recht dank der Digitalfotografie. Die Foto-Anschausessions die Freunde und Familienmitglieder organisiert haben wenn sie aus dem Urlaub zurückkehrten waren ja schon in der Nassentwicklungszeit teils unerträglich lang und weilig... und jetzt wo man 900 GB oder wasweißich an Fotos verschießen kann hören diese nun erst recht nicht mehr auf. Selbst vom ödesten Müll werden Fotos gemacht, und das in mehrfacher Ausführung. Argh!

...aber um zu den Filmen und den Mittelalter der Homevideozeit zurückzukommen... mich hat es damals tierisch geärgert mit da mit Filmen noch umgegangen wurde. 16:9-Bilder wurden links und rechts beschnitten um ein 4:3-Bild zu erreichen, auf Kosten von Bildkomposition und -Information. Besonders schlimm war das bei Filmen die im Cinemascope-Format gedreht waren, da blieb kaum noch etwas von dem was es zu sehen gab übrig. Und wenn jemand bei der 4:3-Beschneidung gepennt hat kamen dabei Stilblüten heraus in denen die Figuren die eigentlich auf dem Bild Dialog austauschten überhaupt nicht zu sehen waren. Ich kann mich da an einen Western (dessen Namen ich nicht mehr weiß) erinnern in dem man ungefähr eine halbe Minute lang einfach nur ein Standbild einer Prairie gesehen hat während zwei Leute geredet hatten. Erst ein paar Jahre später als ich beim Rumschalten nochmal über den Film stieß und er dort annähernderweise in seinem ursprünglichen Format gezeigt wurde, erschloß sich mir das die beiden Leute jeweils links und rechts im Bild standen und es keine eigentümliche Landschaftsaufnahme war! Eine sehr ähnliche Erfahrung hatte ich mit einer Fernsehfassung von "Dune". Da standen sich zwei Leute gegenüber und man hörte gesprochenen Dialog... aber keiner von denen machte den Mund auf. Und ja... wie sich irgendwann mal rausstellen sollte standen die eigentlichen Dialogführer links und rechts am Bildrand.

Und okay... das ist nichts wofür die VHS nun etwas kann... aber es ist halt etwas das VHS für mich symbolisiert weil man solche Sachen zuhauf auf den Kassetten vorfand. Auf DVDs und BluRays ist das alles kein Thema mehr... und würde man immer noch solch ein Bildbeschneidungsverfahren anwenden würde es einen lauten Aufschrei geben. Mit solchen Filmverstümmelungen gibt man sich nicht mehr ab... und will sich auch nicht mehr abgeben. Das ist auch ein Grund warum Filmstudios immer mehr dazu übergehen ihre alten Streifen zu restaurieren. Negative werden gesäubert, die ausgewaschenen Farben werden wieder gestärkt... Eine Sache die ich NUR positiv sehen kann... und da hat sogar ein Wertewandel zum besseren stattgefunden.

Und um einen Bezug zu "Doctor Who" herzustellen: Bis Ende der 90er hat die BBC bei den VHS-Veröffentlichungen noch nicht mal darauf geachtet ob sie überhaupt die bestmöglichen Master verwendeten. Es wurde einfach nach dem gegriffen was da war ohne um zu gucken ob da nicht vielleicht besser erhaltene Filmrollen im Archiv lagerten. Erst seitdem das Restoration Team sich der Sache angenommen hat und die Folgen zurück auf die Ursprungsqualität die sie noch bei der ersten Ausstrahlung hatten bringen sind z. B. große Teile der Hartnells erst anschaubar geworden. Und wenn sich noch jemand an die Zeit der 90er erinnern kann: Da standen die Hartnell-Geschichten nicht hoch im Kurs und wurden nicht viel gemocht. Aber seitdem die DVDs herauskommen kann man beobachten wie das Ansehen der Hartnell-Zeit Jahr für Jahr wächst. Und daß die BBC sehr häufig minderwertiges Band für die VHS-Kassetten benutzt hat sollte man auch nochmal erwähnen. Frisch hergestellte Kassetten hatten gern mal Bildflackern oder mittendrin Schnee...

Jedenfalls bin ich froh, daß die Herangehensweise an Filme sich so gewandelt hat und sie mit viel mehr Respekt behandelt werden. Viele Filme bekommt man erst jetzt wieder in ihrer ursprünglich erdachten Fassung zu sehen, teils zum ersten mal seit den 50ern - wenn nicht sogar noch früher. Und das auch in der Detailfülle wie sie damals auf der Leinwand im Kino zu sehen waren und seitdem abgesehen von wenigen Wiederaufführungen weniger Filme auch nie mehr wieder sehen konnte. DVDs waren da schon eine gute Heranführung... aber dank HD und BluRay kann man es jetzt erst so richtig. Und das sehe ich als Filmfan absolut positiv und begrüssenswert! (Selbst wenn damals im VHS-Zeitalter die Filme nicht so arg zerstückelt worden wären, so können sie in Bild und Ton da ganz einfach nicht mithalten.) Und wenn dieser neue Respekt gegenüber Filmen eine Errungenschaft des 21ten Jahrhunderts sein sollte, so hoffe ich doch daß es bleibt. ;) Denn dies ist eine Entwicklung die ich absolut nicht müllig finde...

Quoted

Das Thema an sich sollte IMO generell mehr diskutiert werden, sprich es sollte durchaus mehr Leute von meiner obskuren Sorte geben (gerne noch obskurer). Ansonsten wird der Alleinvertretungsanspruch der digitalen Moderne schnell zu ausgeprägt und bei jeder Kritik gibt es automatisch eine breite Front, die den Kritiker in die reaktionäre "Ewig Gestrigen"-Ecke stellt, ohne auf die Kritik einzugehen. Gutes Bespiel dafür kürzlich aus der Tageszeitung: zu einem Beitrag über Mängel der Sprachkultur im Internet gab es sofort als ablehnenden Leserkommentar "Na klar, und demnächst sollen wir wieder mit Meissel auf Steinplatten schreiben, oder was?" Was überhaupt nichts mit den Argumenten zu tun hatte, aber der Hinweis auf die "Steinzeit"-Natur einer Kritik scheint mir heutzutage für (zu)viele eine gültige Retourkutsche zu sein. Und deswegen sind gute Diskussionen pro und contra Moderne IMO oft zu schnell am Ende bzw. zu einseitig.

Ah-ah-ah, aber andersrum wird da auch ein Schuh draus. Denn einseitig und "ideologieverblendet" bist du auch sehr häufig gekommen, wenn nicht sogar verbohrt. Bei vielen Beiträgen im Laufe dieser Diskussion bekommt man den Eindruck, daß du einforderst, daß man dir in allen Ansichten bedingungslos zustimmen muß - und wenn man es in einem einzigen Punkt anders sieht als du hat man in allen Fällen verloren. In deinen Formulierungen schwingt nämlich sehr häufig ein "Ich gegen EUCH!!" mit, und nicht selten rennst du damit offene Türen ein. Denn auch hier im Thread gab und gibt es ein paar die manches ähnlich wie du sehen... aber du stösst ihnen mit deiner leicht aggressiven Attitüde so sehr vor den Kopf, daß du sie irritiert zurücklässt.

Ich meine... die Reaktion auf die Screenshots die du ab und zu postest könnten auch sein: "Wow! Ich wusste gar nicht, daß das mit einem alten Computer möglich ist! Coole Sache! :) " Aber du lieferst die Gebrauchsanweisung ja dummerweise gleich mit, eine andere Reaktion als Kopfschütteln kannst du dir pauschal nicht vorstellen... und man könnte glatt meinen, daß du dir auch keine andere Reaktion wünschst. (Ausserdem: Das solche Bilder auf den Computern zeigbar sind weiß ein großer Teil von uns selbst, und zwar noch von früher. ;) ) So schaffst du im selben Posting die Atmosphäre für die müsamen "Bluesman vs Alle anderen"-Grabenkämpfe die danach folgen. Und wie ich irgendwo an anderer Stelle bereits schon mal irgendwo geschrieben habe... es sind nicht deine Ansichten die "Aggressionen" verursachen, sondern deine Attitüde und die Art wie du sie vorträgst.

Und du brauchst auch nicht versprechen dich zu diesem Thema nicht mehr zu äussern, denn erstens verlangt das keiner von dir und zweitens ist das Thema viel zu interessant als das es einschlafen sollte. ;) Das einzige was du höchstens versprechen müsstest die Dinge etwas gelassener anzugehen und nicht so emotional. :P Locker bleiben ist die Devise! Das wäre der Human Factor an dem du arbeiten müsstest...

Ich finde es nämlich auch ein bisschen schade, daß diese Diskussion sich zu sehr an technischen Dingen aufhält obwohl es in ihr in Wirklichkeit um ganz andere Dinge geht. Ich habe erst jetzt in diesem letzten paar Beiträgen direkt über meinen das Gefühl bekommen, daß wir auf das Wesentliche in ihr gestoßen sind. Die Sache mit den Werten/Idealen hatten wir vorher zwar auch schon gehabt... aber irgendwie war das zu dem Zeitpunkt noch ziemlich... "misguided" und nicht so richtig nachvollziehbar. Und eben halt "Ich gegen EUCH!!". Aber sei's drum, dafür sind wir jetzt offenbar endlich mal am richtigen Punkt angekommen. Hoffe ich. ;)

(Und das war jetzt ein verdammt langer Beitrag! Nennt mich Radioactive Kaoru!!! Aber ich hab auch viel zu sagen gehabt... und könnte sogar noch weiterschreiben. *lol*)

Utopia

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Sunday, January 8th 2012, 9:40pm

Es wurde ja schon mehrfach abgesehen der Technik diskutiert. Aber irgendwo kams immer wieder zurück dazu XD ich gebe dir aber recht. Im ersten Zehntel sollte man nichts in seiner Gesamtheit bewerten. Schließlich waren auch die 80er das Ende des zwanzigsten Jahrhunderts und sieh dir an, was sich dort alles getan hat.

Aber generell sehe ich das so, wie du. Leider hatte ich erst in den Auslaufjahren ein VHS Player, kann also dementsprechend nicht viel dazu sagen. Aber ich kann mich noch daran erinnern, dass ich für 5 Euro mal Tomb Raider mitgenommen habe, damit ich das Video zu Elevation habe, weil ich das Lied sehr cool finde. Tja, ich musste 5 Euro (also zehn Mark) ausgeben, weil es youtube noch nicht gab - geschweige denn Internet. Und auch die richtige Verbreitung des Internet ist eine Sache der 00er. Zumindest kann ich mich nicht vorher daran erinnern, dass jemand mal etwas über webdesign gesprochen hat. Außer, wenn man sich über die lächerlichen Spider-Man Filme ausgelassen hat. :P

Allerdings kann ich Kaoru mit der Übersteuerung nicht rechtgeben. Zumindest bin ich wohl einfach an anderes gewohnt und letztendlich empfindet man immer das als störend, woran man nicht gewöhnt ist. Aber kannst du mal zwei Beispiele irgendwo hochladen oder verlinken?

Für mich ist der Punkt der Restauration auch sehr wichtig. auch, wenn ich den Film nicht mag, aber vergleicht mal die jetzigen Ausstrahlungen von das letzte Einhorn mit den vorherigen. Nachdem die Farben wieder richtig erstrahlen ist es wesentlich intensiver. Aber auch da haben sich richtige Puristen drüber ausgelassen und permanent gemotzt: Das musste aber so sein, das ist doch Teil der Faszination. Und das ist Blödsinn. Der Film war ja acuh nicht bei der Erstausstrahlung ausgebleicht. Das meine ich mit: Man findet das gut, woran man gewöhnt ist. Das heißt aber nicht, dass es automatisch dadurch besser ist.

Ich denke, dass es schwierig ist, über solche Sachen allgemeine Aussagen zu treffen. Denn viele haben eine Faszination für etwas, die sich anderen komplett entzieht. Um mal bei alter Technik zu bleiben: Wenn man einen alten PC hat und vollkommen fasziniert ist von dem, was darin passiert, sich jeden Mechanismus einprägt und dann hingeht, etwas wegnimmt, neu dazu setzt und es funktioniert besser, dann ist das die Konsequenz aus eben dieser Faszination, die dennoch erhalten bleibt. Und dem danach geht es genauso. So wurden aus 32 kb 32 Mb usw usf.
Ich glaube, einfach zu sagen, dass den Menschen heute etwas verloren geht, ist sehr einfach zu sagen. Weil es schon immer einfach war, die derzeitige Zeit zu kritisieren, indem man die Vergangenheit verklärt.



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Sunday, January 8th 2012, 10:39pm

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Sunday, January 8th 2012, 11:14pm

Allerdings kann ich Kaoru mit der Übersteuerung nicht rechtgeben. Zumindest bin ich wohl einfach an anderes gewohnt und letztendlich empfindet man immer das als störend, woran man nicht gewöhnt ist. Aber kannst du mal zwei Beispiele irgendwo hochladen oder verlinken?

Kann ich hier am Computer auf der Arbeit grad schlecht... aber der Wiki-Artikel zum Thema reicht eigentlich schon aus um weiterführende Dinge zu finden. ;)

http://en.wikipedia.org/wiki/Loudness_war

Die Faustregel ist jedenfalls: Fühlt man sich nach einer Weile Kopfhörerhören irgendwie belämmert, dann ist genau solch Zeugs im Spiel. Und wenn ich die CD/das Mp3 in einem Souneditierprogramm geladen habe um die "Pegelwellen" zu sehen, dann habe ich gesehen, daß ich immer mit der Vermutung richtig lag.

An Beispielen gibt's da so einiges... aber am allerallerschlimmsten finde ich die derzeitigen Fassungen der 60er Kinks-Alben. Die sind so dermassen übersteuert, daß es echt schon eine Frechheit ist. Da sieht man noch nicht mal mehr Pegel, das sind nur noch wirre Zacken.

Quoted

Für mich ist der Punkt der Restauration auch sehr wichtig. auch, wenn ich den Film nicht mag, aber vergleicht mal die jetzigen Ausstrahlungen von das letzte Einhorn mit den vorherigen. Nachdem die Farben wieder richtig erstrahlen ist es wesentlich intensiver. Aber auch da haben sich richtige Puristen drüber ausgelassen und permanent gemotzt: Das musste aber so sein, das ist doch Teil der Faszination. Und das ist Blödsinn. Der Film war ja acuh nicht bei der Erstausstrahlung ausgebleicht. Das meine ich mit: Man findet das gut, woran man gewöhnt ist. Das heißt aber nicht, dass es automatisch dadurch besser ist.

Wobei ich da noch nicht mal glaube, daß da eine Restauration stattgefunden hat (oder doch? Bin kein Letztes Einhorn-Experte.), sondern man sich nur ein neues Band angeschafft hat. Ich weiß jetzt nicht welcher Sender das war oder ist... aber es gibt da wohl einen der Star Trek TNG von ziemlich abgenudelten Bändern in den Äther schickt. Bei denen sollen die Farben so dermassen rausgewaschen sein, daß es fast wie schwarzweiß aussah. Hab's mir aber auch nur sagen lassen, habe dies bisher selbst nie in Action gesehen.

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