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Utopia

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Monday, January 9th 2012, 9:23pm

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Die Faustregel ist jedenfalls: Fühlt man sich nach einer Weile Kopfhörerhören irgendwie belämmert, dann ist genau solch Zeugs im Spiel. Und wenn ich die CD/das Mp3 in einem Souneditierprogramm geladen habe um die "Pegelwellen" zu sehen, dann habe ich gesehen, daß ich immer mit der Vermutung richtig lag.


Also da kann ich dir nur recht geben. Vor allem merke ich das, da ich in letzter Zeit mehr ältere SAchen höre (Alice Cooper, Rush) und merke doch, dass ich nach einer Weile leiser stelle. Irgendwann stört mich der Lärm bei neuen Sachen.
Doch da frage ich mich, ob das an der Übersteuerung oder an den Kopfhörern liegt. Denn zu Walkmanzeiten hatte ich das Problem noch viel mehr als heute.
Ansonsten danke für den Link ^^



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162

Monday, January 9th 2012, 11:22pm

Ich weiß jetzt nicht welcher Sender das war oder ist... aber es gibt da wohl einen der Star Trek TNG von ziemlich abgenudelten Bändern in den Äther schickt. Bei denen sollen die Farben so dermassen rausgewaschen sein, daß es fast wie schwarzweiß aussah. Hab's mir aber auch nur sagen lassen, habe dies bisher selbst nie in Action gesehen.
Das klingt nach einer meinen Anekdoten. Der Sender war Kabel 1 zum Start des elften Star Trek Kinofilms im Jahr 2009. In dem Fall war es aber eine TOS-Episode und nicht TNG. Durch TOS-Remastered sind diese Bämder zum Glück jetzt auch Geschichte und damit auch die Puristen nicht meckern sind die Episoden auf Blu-Ray sogar mit alten Effekte anschaubar.

TNG hatte natürlich durch sein Schnitt auf Video von Anfang an mit einer wesentlich schlechteren Bildqualität zu kämpfen. Ich bin daher schon sehr gespannt auf die restaurierte Fassung von TNG, die in den nächsten Jahren erscheinen wird.

BluesmanBGM

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Thursday, January 12th 2012, 10:15am

Da am Thema ja doch Interesse zu bestehen scheint, mache ich einfach mal weiter mit ein paar Denkanregungen. Um auf einige der vorherigen Argumente einzugehen, fehlt mir momentan leider etwas die Zeit (die fehlt mir momentan auch für durchdachte Who-Kritiken). Ich habe aber bei mir im Blog noch einen älteren Kurzbeitrag aus dem April 2011 gefunden, der vielleicht auch interessant das Thema Technologie, Fortschritt und Werte aufgreift, zumindest aus meiner Warte. Ich stelle den Beitrag einfach mal hier zur Diskussion:

---------

Dieser Tage hatte ich mir mal wieder eine aktuelle PC-Games gekauft. Ich hatte mich zur Mentalität in solchen Hochglanzheften ja schon öfters kritisch geäußert - sei es generell zur abschätzigen Einstellung gegenüber "uralten" Dingen, sei es einfach nur zur Tatsache, daß man bestimmt sehr gut davon einkaufen gehen könnte, wenn man für jede Abbildung einer gezückten Waffe pro Heft nur einen Euro bekommen würde.

In jener aktuellen Ausgabe stand nun ein Test zu einer Daddelei namens "Homefront". Die bizarren Hardwareanforderungen fand ich amüsant, weniger amüsant fand ich hingegen folgende Aussage des Redakteurs in der Jubelwertung:

"Selten habe ich die Widersacher in einem Spiel so sehr gehasst wie bei Homefront. Mit vielen verstörenden Szenen baut Kaos Studios ein ebenso abscheuliches wie atmosphärisch großartiges Feindbild auf, angesichts dessen ich keine Skrupel hatte, den Abzug zu betätigen..."

Muß man nun ein ausgeprägter Gutmensch sein, um diese Aussage höchst bedenklich zu finden? Vermutlich gibt es jetzt das Gegenargument, daß dank des großartigen technischen Fortschritts Spiele nun komplex genug sind, daß sie solch emotionale Wirkungen entfalten können. Aber warum muß sich diese Wirkung in Begriffen wie Hass, Abscheu und dem skrupellosen Betätigen des Abzugs zeigen? Warum ist das ganze Heft gut bestückt mit Bildern von Soldaten und Waffen?

Das erinnerte mich an einen Spieletest aus einem 64er-Magazin Mitte der 80er, ich weiß leider die genaue Ausgabe nicht mehr. Es ging in dem Test irgendwie um eine Ballerei, über etliche Zeilen stellte sich der Autor aber die Frage, ob man den Fortschritt und die neuen technischen Möglichkeiten der 80er Jahre nicht für etwas Besseres verwenden sollte, als für virtuellen Krieg. So wie es aussieht, hat sich nicht viel Besseres gefunden. Wie geht noch das Sprichwort vom Mensch als des Menschen Wolf...

Chris

Solus

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Thursday, January 12th 2012, 11:06am

ber warum muß sich diese Wirkung in Begriffen wie Hass, Abscheu und dem skrupellosen Betätigen des Abzugs zeigen? Warum ist das ganze Heft gut bestückt mit Bildern von Soldaten und Waffen?

Weil man sich Spieletests heutzutage auch kostenlos online durchlesen, bzw. sich die Spiele gleich auf youtube anschauen kann, was dazu führt, dass immer weniger Leute Spielemagazine kaufen, was wiederum dazu führt, dass die PCGames scheinbar mit reißerischen Formulierungen und allerlei bunten Bildern versucht, zumindest den sensationsgeilen Teil ihrer Leserschaft weiter ansich zu binden. Vielleicht das nächste Mal lieber zur Gamestar greifen - von deren Printversion habe ich zwar auch vor 10 Jahren die letzte Ausgabe in der Hand gehabt, aber ich glaube, die versuchen eher noch mit umfangreichen qualitativen Artikeln auf dem Printmarkt zu punkten.

Es ging in dem Test irgendwie um eine Ballerei, über etliche Zeilen stellte sich der Autor aber die Frage, ob man den Fortschritt und die neuen technischen Möglichkeiten der 80er Jahre nicht für etwas Besseres verwenden sollte, als für virtuellen Krieg. So wie es aussieht, hat sich nicht viel Besseres gefunden.

Wird diese Aussage nicht schon alleine widerlegt von der Existenz Deines geliebten Creatures-Spiels ? Und das ist ja bei weitem nicht das einzige nicht-gewalttätige Spiel, das in den letzten 20 Jahren erschienen ist. Und wenn wir den Spielesektor mal verlassen, hat der Fortschritt der 80er Jahre und alles, was darauf aufbaut, ja doch eine Menge gebracht. Heutzutage können sich Blinde das ganze Internet von ihrem Computer vorlesen lassen, und Komplett-Gelähmte steuern mit den Augen Computer, die dann wiederum für sie sprechen oder gar den Rollstuhl bewegen - um nur mal zwei von drei Milliarden hilfreichen, ganz kriegsentfernten Dingen zu nennen, die die moderne Technik möglich macht oder deren Entwicklung ermöglicht hat.

Estrilda

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Thursday, January 12th 2012, 12:43pm

Tja, früher waren die Computer-Spielheftchen eben auch schöner anzuschauen im Vergleich zu dem, was man letztlich auf dem Bildschirm hatte. Alleine das man farbige Seiten in der Hand hielt...das war in den 80ern noch was tolles, denn Farbdrucker und Druckersoftware für den 64er kosteten richtig viel Geld, und trotzdem waren die Ausdrucke pixelig. Heute muss man nicht mehr zum Optiker oder Zeitschriftenladen rennen, wenn man nur mal eine s/w-Kopie braucht. Ich selber kenne noch diese stinkenden Matritzenkopien und die tollen "Poster", die meine Mutter auf der Arbeit mit einem Nadeldrucker für mich ausdruckte, mit Snoopy oder so *g*. Das, was damals Standard für grafische Darstellung war, schimpft sich heute so schön ASCII-Art. Ich habe sogar noch ein Kinderfoto von mir, das so gedruckt wurde. Meine Mutter arbeitete früher in einem Rechenzentrum, die waren immer auf dem neuesten Stand der IBM-Technik. Und wenn was ausgemustert wurde, brachte sie es mit: die alten Lochkarten für mich zum Bekritzeln und Bemalen, die alten Datasetten als Kassetten für meinen Vater, damit er seine Radiosendungen aufnehmen konnte. Ich habe die Computer der Zeit gesehen, und Gott sei Dank hat sich die Technik entwickelt: Riesige Rechenmaschinen mit wagenradgroßen Bändern, die so einen höllischen Lärm machten, dass eine Unterhaltung in einem der "Serverräume" nicht möglich war. Meine ersten PC-Spiele habe ich an einem 386er gespielt, der Monitor stellte ein hübsches Orange dar. Da war der C64 später natürlich eine Wucht, immerhin gab's da Farbe ;)

Und natürlich wird der technische Fortschritt anderswo eingesetzt als für Kriegsspiele, wenn man genau hinsieht wird es eigentlich überall eingesetzt. Es gibt wohl kaum eine Firma, die noch rein analog arbeitet, und wenn es nur für Rechnungen schreiben ist...

Und weil's grad so schön passt, ich hab gestern erst einen Stapel alter C64-Magazine wieder gefunden, und das hier hat mich doch sehr erheitert - ich glaube doch, dass der technische Fortschritt SEHR sinnvoll eingesetzt wurde :D
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Thursday, January 12th 2012, 9:29pm

Außerdem finde ich gerade die Frage am Ende auch sehr reißerisch. Der Punkt ist für mich: Wenn ein Spiel einen Gegner für mich als abscheuliches Ding zeigen will (bei Invasionstruppen ja nur verständlich), dann soll es das mir auch zeigen. Und mal abgesehen von der Qualität von Homefront, dieser Satz zeigt mir, dass wenigstens das geklappt hat.
Alex ist auch ein abscheuliches MOnster und Clockwork Orange dennoch ein gefeiertes Meisterwerk. Es kommt darauf an, was gezeigt werden soll und was das Spiel erreichen will. Und ich denke, du gehst an solche Sache viel zu oberflächlich ran.

Ansonsten kann ich Solus nur zustimmen.



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BluesmanBGM

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Friday, January 13th 2012, 3:12pm


Es ging in dem Test irgendwie um eine Ballerei, über etliche Zeilen stellte sich der Autor aber die Frage, ob man den Fortschritt und die neuen technischen Möglichkeiten der 80er Jahre nicht für etwas Besseres verwenden sollte, als für virtuellen Krieg. So wie es aussieht, hat sich nicht viel Besseres gefunden.

Wird diese Aussage nicht schon alleine widerlegt von der Existenz Deines geliebten Creatures-Spiels ? Und das ist ja bei weitem nicht das einzige nicht-gewalttätige Spiel, das in den letzten 20 Jahren erschienen ist.


Darum sagte ich ja "nicht viel Besseres". Wenn man irgendein glänzendes Spielemagazin der heutigen Zeit öffnet, dann hat man halt den deutlichen Eindruck, daß der Krieg der Vater (zu)vieler Dinge ist - zumindest im Bezug auf die "Vorlage" für Abenteuer und Unterhaltung im Mainstream-Spielebereich. Seien es nun 3D-Shooter oder Strategiespiel oder Simulation, Krieg in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Und Bilder von Waffen und Soldaten sind eine grundsätzliche gern verwendete Illustration, da muß man die diversen Fantasy-Waffen und Krieger etc. nicht mal mitzählen. Und der Autor, der sich im damaligen 64er-Artikel über die Entwicklungsrichtung im Spielebereich Sorgen gemacht hat, würde sich vielleicht durchaus in seinen Befürchtungen bestätigt sehen, wenn er einen Blick in ein modernes Magazin wirft. Auf der anderen Seite würden seine Befürchtungen aber heute vermutlich als altmodisches und realitätsfremdes Gutmenschentum verworfen werfen.

Wenn mein "geliebtes Creatures" für irgendwas ein Beweis ist, dann IMO eher dafür, das sich wirklich fortschrittliche Konzepte und Ideen nicht durchsetzen. Das ganze Artificial-Life-Konzept ging schnell wieder den Bach runter, zuerst mit verwässertem Konzept und Mainstream-Ideen, dann mit Einstellung des ganzen Genres. Anstatt Leben zu kreieren, schiesst der moderne Spieler halt lieber in HD, anstatt KI für evolutionäre Konzepte zu verwenden, verwendet man sie halt für soldatische Bots in 3D-Spielen.

Es gibt sicher Alternativen in Nischen, aber wohl kaum im Mainstream und auf den bunten Seiten. Wo sind die kreativen oder poetischen Spiele oder die Spiele mit echtem "sense of wonder" jenseits von Grafikprotz etc.? Warum bekommen Sie keine 10 Hochglanzseiten wie der neueste Shooter oder das neueste Strategiespiel? Okay, vermutlich kenne ich die betreffenden Spiele mal wieder nicht, da ich eigentlich überhaupt keine Spiele nach 1997 aktiv kenne, aber ein Blick in PC-Games & Co erweckt in mir den starken Eindruck, als würde ich auch absolut nichts versäumen. Und wenn die Lauffähigkeit eines Spieles von 32 Bit, Giga-Werten und neuesten Grafikkarten und Betriebssystemen abhängt, dann verhagelt es mir persönlich erst recht jedes Interesse daran.

Chris

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Friday, January 13th 2012, 3:31pm

Aber das halte ich für Verklärung. Krieg gab es schon immer als hauptsächliche Animation. Früher musste man sich eben fantasievoll vorstellen, dass man mit einem Raumschiff Asteroiden abknallt, aber man hat es dennoch getan. Genau wie Contra, Metal Gear, Secret of Mana (wenn du schon mit Schwertkämpfern anfängst), Final Fantasy I usw., Heretic und und und.
Das war damals nicht anders als heute. Es ist eben auch passend für die meisten Actionspiele (und Filme!).
Also dann musst du dich so in jedem Zeitraum beschweren, nicht erst heute. Und bevor jetzt wieder was kommt, von wegen, damals gab es aber mehr anderes. Auch das sehe ich als falsch, da die Nischentitel in genau so hoher Zahl vertreten waren (eigentlich der Markt eine einzige Nische war). Nur kann man sich heute wesentlich besser und einfacher informieren und deshalb fallen einem solche Sachen einfacher auf.



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Solus

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Friday, January 13th 2012, 3:51pm

Es gibt sicher Alternativen in Nischen, aber wohl kaum im Mainstream und auf den bunten Seiten. Wo sind die kreativen oder poetischen Spiele oder die Spiele mit echtem "sense of wonder" jenseits von Grafikprotz etc.? Warum bekommen Sie keine 10 Hochglanzseiten wie der neueste Shooter oder das neueste Strategiespiel?

Bekommen sie doch. Limbo hat auf gamestar.de z.B. einen zweiseitigen Test spendiert bekommen, und krawall.de hat auch schon mal Braid ein zweiseitiges Special gewidmet. Vielleicht solltest Du einfach aufhören, immer nur Deine Nase in die olle PCGames zu stecken. Ich kauf mir doch auch keine Bild-Zeitung und reg mich dann auf, dass da drin gar keine tiefgründigen, ausgewogenen Analysen der politischen Landschaft stehen...

Baldrick

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Friday, January 13th 2012, 4:34pm

Eigentlich wollte ich mich ja zu dem Thema gar nicht äußern, aber wie du ja selber gesagt hast, sind deine Berührungspunkte seit 1997 eher rar gesäht mit Spielen aller Art. Das du jetzt im Bezug auf ein einziges Heft, danach auch noch eins mit kontroversem Inhalt bezüglich Homefront, solche Schlussfolgerungen verallgemeinerst - da triffst du meiner Meinung nach nur mit dem halben Hammer den Nagelkopf. Der Punkt der Härte ist in den letzten Jahren so oft durchgekaut worden, dass man dies bezügliche Diskussionen auch mal für eine Weile ruhen lassen sollte. Die Moralkeule wurde oft genug geschwungen, dass man vor allem Lesern eines Magazins sie nicht bei jedem Artikel und die Ohren schlagen muss.

Das ganze Artificial-Life-Konzept ging schnell wieder den Bach runter, zuerst mit verwässertem Konzept und Mainstream-Ideen, dann mit Einstellung des ganzen Genres. Anstatt Leben zu kreieren, schiesst der moderne Spieler halt lieber in HD, anstatt KI für evolutionäre Konzepte zu verwenden, verwendet man sie halt für soldatische Bots in 3D-Spielen.


Das ist ja wieder eine Frage des Geschmacks und im Bezug auf die KI eine Sache des Kontextes. Genau wie in Filmen oder Büchern sollte man Handlungen und Taten immer mit der Geschichte verknüpfen udn es gibt genug Beispiele bei denen KI und "soldatische" KI nicht nur Mittel zum Zweck sind (Metal Gear Solid, Shadow of the Colossus, Shenmue usw.). Natürlich gibt es da auch andere Beispiele, aber das ist ja gerade ein Grund mehr, mit offeneren Augen durch die Zeitungen zu blättern.

Wo sind die kreativen oder poetischen Spiele oder die Spiele mit echtem "sense of wonder" jenseits von Grafikprotz

Warum fragst du dich das, wenn du im selben Atemzug verkündest, dich seit 97 nicht mit dem Thema zu beschäftigen...natürlich gehen Entwicklungen dann an einem vorbei aber man kann ja niemandem die eigenen Scheuklappen vorwerfen...vielleicht solltest du dich mal mit Sachen wie Rez oder Child of Eden beschäftigen...oder aber Minecraft, was in meinen Augen alle deine geforderten Punkte vereint.
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Friday, January 13th 2012, 6:35pm

Und erstrecht Portal! Das Ding ist so genial und die ganze Situation dermaßen witzig und tragisch zugleich. Ich würde auch gerne El Shadai sagen, aber das hat letztendlich ziemlich enttäuscht, da es sich oft wiederholt.
Aber von Killer 7 bis No More Heros gibt es massenweise Dinge, die absolut genial sind. Nur sind die eben nicht im "Mainstream" zu finden, weshalb man sich mit so etwas großem (in den 70ern/80ern waren Videospiele nunmal überschaubarer) auch richtig auseinandersetzen muss, um dem Einheitsbrei zu entgehen.

Und zum Thema Artificial-Life-Konzept will ich nur sagen:

Finde ich unglaublich langweilig. Aber so richtig. Und ich mag keine Shooter. Bzw. sehr, sehr wenige. EIgentlich nur Halo. Also einen. Warum ich das erwähne? Diese Dinger sind absolute Nischenprodukte und sogar Leute, die nicht "vermainstreamt" einfach nur "blöd ballern" wollen finden sie langweilig. Dass da keine millionen Beträge in Forschung investiert werden, sollte klar sein. Wer sich selbst in Nischen bewegt, sollte nicht überrascht sein, wenn man in seiner Auswahl eingeschränkt ist. Es gibt hunderte Sachen, die nichts mit Shootern zutun haben, aber da müsste man ja tatsächlich mal Dinge, die man nicht mag überblättern, anstatt sich zu brüskieren. Vor allem Leute wie Tim Schäfer machen immer wieder etwas neues und meistens ist es auch gut.

Und vor allem auch, wer sollte solche Spiele denn kaufen? Schon bei Anno reicht es, wenn man nur jedes zweite Spiel holt und bei KI Simulationen, mit denen muss man sich langfristig beschäftigen. In der heutigen Zeit würde so ein Geschäftsmodell nicht funktionieren. Da würde das Studio pleite gehen.
Kurz zum Zusammenfassen: Wenn man sich nicht mit etwas beschäftigt, soll man sich nicht wundern, wenn für seine Nische nichts findet.


Quoted

Es gibt sicher Alternativen in Nischen, aber wohl kaum im Mainstream und auf den bunten Seiten.


Das finde ich im Übrigen sehr kindisch. Du bist jemand, der bei vollem bewusstsein, sein Augenmerk auf Dinge richtet, von denen du genau weißt, dass sie kaum jemanden interessieren und sich dann genau darüber zu beklagen, das finde ich, ist absolut fragwürdig. Kleine Kusntsachen, die auf wenige Interessenfruppen stoßen sind, waren und werden immer ein Nischenprodukt sein. Das ist nirgends anders. Das hat seine Gründe. Ob das gut ist oder schlecht, bleibt jedem selbst überlassen, aber ganz so blauäugig einfach meckern halte ich für völlig überzogen. Zumal ein MGS 4 nicht einmal im Ansatz mit zB. Call of Duty verglichen werden kann und das, obwohl beides ein Kriegsszenario hat. Aber woher soll man das denn wissen, wenn man oberflächlich einfach nur ein paar "bunte Bilder" in einem Heftchen überfliegt und humbug schreit.
Ich hab echt was gegen Kriegsshooter und finde die richtig langweilig, aber das heißt nicht, dass jedes einzlne Spiel gleich ist. Und wie du vielleicht bemerkt haben solltest, wurde Homefront nicht gerade von Presse und Spielern bejubelt.
Den Eintrag sehe ich als blindes MOtzen, das an der Realität und Fachwissen völlig vorbeigeht.

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Wenn mein "geliebtes Creatures" für irgendwas ein Beweis ist, dann IMO eher dafür, das sich wirklich fortschrittliche Konzepte und Ideen nicht durchsetzen.


Du vergleichst das aber mit nur einer einzigen Sache. Es gibt dutzende Konzepte, mittlerweile hunderte, die Veränderungen nach sich gezogen haben. Okay, im Shootergenre hat sich am meisten getan. Von aufladbaren Leben(Halo) bishin zu cover and fire (Gears of war), hat sich selbst an Shooterkonzepten soviel getan, dass sie mit Spielen von vor zehn Jahren gar ncihts mehr gemein haben.
Und in Mass Effect kann man selbst als kleiner Spieler Entscheidungen treffen, die ein ganzes Universum nachhaltig(!!) verändern. Und auch ein Stronghold ist nicht mit Starcraft in einen TOpf zu werfen. Sogut wie jedes Genre hat Veränderungen durchlebt, die es jetzt anders gemacht hat, als noch vor ein paar Jahren. Aber das geht dir völlig verloren, weil es nicht in die Richtung geht, die du unbedingt willst. Und da liegt das Problem, warum Innovationen und neues lange brauchen, um sich festzusetzen, wegen Leuten, die einfach etwas anderes nicht akzeptieren WOLLEN. Du magst deine artificial games, also jedes so sein, sonst ist es blöd und innovaitonslos. Wenn du mit Scheuklappen an die Sachen rangehst, brauchst du dich nicht wundern.
Und zu den 10 Seiten Shootertest braucht man nichts mehr zu sagen. Die Fanbase ist eben größer. Und Mainstream ist nichts schlimmes, auch Printmagazine müssen Geld verdienen. Das wird wohl sehr oft, sehr gerne vergessen. Alles andere ist für mich das typische Gemecker ohne Hand und Fuß.

Nur finde ich auch, dass besondere Spiele generell ein bisschen stiefmütterlich behandelt werden. Aber da sehe ich auch schon der Grund (es gibt eh nur noch shooter, die mag ich nicht, also ist alles blöd - für mich ein großer Teil des Problems).



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Friday, January 13th 2012, 7:07pm

Es gibt sicher Alternativen in Nischen, aber wohl kaum im Mainstream und auf den bunten Seiten. Wo sind die kreativen oder poetischen Spiele oder die Spiele mit echtem "sense of wonder" jenseits von Grafikprotz etc.? Warum bekommen Sie keine 10 Hochglanzseiten wie der neueste Shooter oder das neueste Strategiespiel?


http://www.drwho.de/forum/small-talk/off…hlight=The+Void

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Friday, January 13th 2012, 8:07pm

Es gibt sicher Alternativen in Nischen, aber wohl kaum im Mainstream und auf den bunten Seiten. Wo sind die kreativen oder poetischen Spiele oder die Spiele mit echtem "sense of wonder" jenseits von Grafikprotz etc.? Warum bekommen Sie keine 10 Hochglanzseiten wie der neueste Shooter oder das neueste Strategiespiel? Okay, vermutlich kenne ich die betreffenden Spiele mal wieder nicht, da ich eigentlich überhaupt keine Spiele nach 1997 aktiv kenne, aber ein Blick in PC-Games & Co erweckt in mir den starken Eindruck, als würde ich auch absolut nichts versäumen. Und wenn die Lauffähigkeit eines Spieles von 32 Bit, Giga-Werten und neuesten Grafikkarten und Betriebssystemen abhängt, dann verhagelt es mir persönlich erst recht jedes Interesse daran.


Eine Masse solcher Spiele finden sich versteckt unter dem Mainstream-Deckmantel der sog. Casualgames. Gut, viele davon sind in 3 Stunden durchgespielt, sind aber im Grunde nicht anders wie eben viele jener Spiele, die damals auf dem C64 oder Amiga gespielt wurden. Und die Anzahl der entsprechenden Klone zeigt ja, dass da ein neues Gameplay die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Dass diese natürlich nicht in den Heftchen (oder wenn dann selten) zu finden sind, liegt an der Tatsache, dass mit diesen Spielen nicht das große Geld gemacht wird. Die kosten eben keine 80+€, sondern im Schnitt nur einen 10er und sind idR deswegen auch nur über einen Download zu bekommen. Aber es gibt sie, schau z.B. einfach mal auf Bigfishgames.com, dann bekommst einen "kleinen" Vorgeschmack dessen, was sich an Spielen da draußen so tummelt, die nicht die neueste Grafik- und Prozessorleistung abverlangen und auch keine Kriegsspiele sind. Gut, mit einer alten Klapperkiste kommt man auch da nicht unbedingt mehr hin, aber man muss sich keinesfalls die neueste Grafikkarte oder noch eine RAM-Erweiterung parallel zum Spiel kaufen.

Vielleicht gefällt Dir aber auch das hier, worauf ich schon sehnsüchtig warte (Adventure im "alten" Stil):



Einfach mal die Scheuklappen abnehmen, dann sieht man dass es durchaus tolle Sachen da draußen gibt ;)
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Friday, January 13th 2012, 9:47pm

Trine 2! ^^ Das Spiel hat es einfach drauf. Es sieht einfach nur super aus und hat eine großartige Atmosphäre. Leider werde ich es mir nicht kaufen, da man Steam dafür bräuchte und ich so eine - meiner Meinung nach - Frechheit dem Kunden gegenüber nciht unterstützen will.
Na gut, da kommt man mit einem C64 auch nicht weit, aber da würde ich mal sagen, selbst schuld dran - für die eigene nichtabspielfähigkeit andere Verantwortlich zu machen

Quoted

auffähigkeit eines Spieles von 32 Bit, Giga-Werten und neuesten Grafikkarten und Betriebssystemen abhängt,
, dann ist das in meinen Augen ziemlicher Blödsinn. Genauso wie sich einfach hinstellen und sagen: das ist so, ohne auch nur die leiseste Ahnung zu haben - Solus' Vergleich mit der Bild (ich werde das Ding nie Zeitung nennen) ist da sehr treffend. Denn Vor allem der Blog von GameOne zeigt mir persönlich richtig gute Games, die ich jetzt noch nachholen werde (Silent Hill 2 ^^). Wenn man das aus purem Idealismus - Sturheit - nicht sehen will, okay. Aber dann bitte keine allgemeinen Urteile bilden.

Im deutschen Fernsehen läuft auch fast nur Schrott, das heißt nicht, dass es keine guten Serien gibt.



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Wednesday, January 18th 2012, 1:43pm

Vielleicht solltest Du einfach aufhören, immer nur Deine Nase in die olle PCGames zu stecken. Ich kauf mir doch auch keine Bild-Zeitung und reg mich dann auf, dass da drin gar keine tiefgründigen, ausgewogenen Analysen der politischen Landschaft stehen...


Ich denke nicht, daß irgendeines dieser sogenannten "modernen" Magazine mein Gefallen finden würde. Das Problem ist ja, daß all diese Hefte einem Zeitgeist dienen müssen, der mir persönlich zuwider ist. Und dienen müssen sie, um ihre Quote bzw. Auflage erreichen zu können. Das definiert ja die Mentalität solcher Produkte gleich wieder im üblichen (und sehr engen) Rahmen des 21. Jahrhunderts.

Es sind doch gerade auch diese Hefte, die als Werkzeuge der Indoktrination fungieren und eben Begriffe wie "Brechreizpixel" oder "antiquierte Mottenkiste" als Vokabular verwenden bzw. einen abschätzigen Blick auf die Vergangenheit salonfähig machen. Und selbst "nostalgische" Artikel sind oft durchdrungen von einer herablassenden "Amüsant, aber zum Glück lange vorbei"-Einstellung, sowie gespickt mit Fehlinformationen über ältere Technik etc. Da mag es im Bezug auf das Niveau sicher Unterschiede geben, aber keine Publikation on- oder offline entgeht doch heute dem "Sog", im Jahr 2012 zu existieren. Sie haben die Eigenschaft, die Zahl auf dem Kalender zu ignorieren, verloren - eine Eigenschaft, die Publikationen wie z.B. die GO64 oder der CF durchaus hatten.

Ein interessantes Beispiel durfte gerade auch das Schicksal der GO64 sein. Ende der 90er als Gegenpol zum Zeitgeist gegründet, trat das Magazin einige Jahre lang dafür ein, daß man für individuelles computing gar nicht mehr braucht, als 8 Bit und 64 KB, und daß ein Stück originaler Hardware von 1982 ausreicht. Das ging eine Weile gut, aber irgendwann war die Dunkelheit des 21. Jahrhunderts halt stärker. Mittlerweile ist die GO64 zum hochglänzenden Retro-Magazin umfirmiert und ein kunterbuntes Spaßheft für Windows-7-Zocker, Casual Gamer und Smartphone-Retrodaddler geworden. Das hat die Auflage und das Heft gerettet, aber der einstige "Aufstand" gegen den Zeitgeist ist einem üblichen Standard des digitalen Lifestyle gewichen. Aus der Anti-Zeitgeist-Guerrila wurde eine Verwendung des Begriffes Retro im heute marketingüblichen Sinne.

Was mir ansonsten bei den Gegenargumenten auffällt, ist wieder der allgemeine Unterton, daß ich meine persönliche Meinung viel zu wichtig nehme und gerne verbreiteter sehen würde. Natürlich tue ich das, das ist es doch, was den Begriff Individualität ausmacht. Und leider ist es eben genau das, was meiner Meinung nach im 21. Jahrhundert so ungern gesehen ist, weil großflächig verbreitete Meinungen eine viel zu hohe Beliebtheit genießen. Man muß umfassend und jederzeit informiert sein und man muss sich über alles auf zeitgemäßem Weg in zeitgemäßer Informationsdichte ein modernes Bild gemacht haben, um dann letztlich empfehlenswerterweise doch zu der verbreitetsten Schlußfolgerung zu kommen.

So sollte ich mein Desinteresse an modernen PC-Spielen eigentlich nur dann äußern, wenn ich mir einen modernen PC kaufen, aufrüsten und alles durchprobieren würde. Und letztendlich sollte meine Einsicht dann empfehlenswerterweise sein, daß moderne HD-Spiele bei der richtigen Wahl eigentlich doch super sind. Aber ich hätte für diese Erkenntnis gegen viele meiner Ideale verstoßen müssen. Da nehme ich doch lieber den kürzeren Weg mit den kindischen Scheuklappen und bleibe dabei, daß 16- und 256-Farben-Spiele auf 8-Bit und DOS für mich super genug sind und mir der Boden, auf dem moderne HD-Spiele wachsen, nicht zusagt - zum Teil auch wegen der Diskrepanz zwischen dem "archaischen" Inhalt und den hypermodernen Anforderungen im Mainstream. Daß das eine Meinung ist, die eventuell auf Ignoranz basiert, ist mir durchaus ersichtlich. Was aber nichts daran ändert, daß ich sie wichtig nehme, denn es gibt heute IMO Schlimmeres, als nur ein wenig Ignoranz dem "Fortschritt" gegenüber.

Chris

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176

Wednesday, January 18th 2012, 3:21pm

Eben nicht. In jedem einzelnen Heft gibt es mittlerweile Extrarubriken, nur um über genau diese antiquierten Mottenkisten zu schwärmen. Und wenn es zum SNES kommt, fangen die Leute eh an zu bewundern, ohne Ende (Zitat: "Super Nintendo. Das war einfach super, Nintendo. Mehr kann man da nichts sagen.") Nur wenn man für über 300 Euro ein Gerät kauft und dann noch 60 für ein Spiel investiert, kann man ruhig neue Technik erwarten. Und warum auch nicht? Wenn es die Möglichkeit gibt. Skyrim könnte ich mir mit NES Grafik bei weitem nicht so toll vorstellen. Alleine, die Welt lebendig zu machen würde die Grenzen sprengen, als auch die Kosten, da daran ewig programmiert werden würde. Deshalb solche Ausdrücke wie "Brechreizpixel" fallen immer nur im Rahmen aktueller Titel - mal davon abgesehen, dass das Atari wirklich nicht so toll war. Da musste man raten, was auf dem Bildschirm passierte. Hat seinen nostalgischen Charme, aber ansonsten....
Und ich bleibe dennoch dabei, dass es früher nicht anders war. Ob man jetzt von 16 mb auf 32 MB erweitert, oder von 1 GB auf TB ist von der Ideologie her vollkommen egal. Die Sachen, über die du dich heute beschwerst, die haben damals genauso statt gefunden. Und bei manchen Dingen ist es auch gut so, dass sie nicht mehr vorkommen. Warum soll man das dann nicht sagen dürfen? Weil es zwei, drei Leute gibt, die das nicht gut finden? Man kann nicht auf jeden Rücksicht nehmen. In deinen Artikeln nimmst du ja auch nicht auf den heutigen "Zeitgeist" rücksicht. Da musst du dann damit leben. Ich kann nur wiederholen: Wer sich selbst in eine Ecke bringt, soll sich dann nicht über die beschweren, die das nciht tun. Keiner zwingt dich.

Quoted

Ende der 90er als Gegenpol zum Zeitgeist gegründet, trat das Magazin einige Jahre lang dafür ein, daß man für individuelles computing gar nicht mehr braucht, als 8 Bit und 64 KB, und daß ein Stück originaler Hardware von 1982 ausreicht. Das ging eine Weile gut, aber irgendwann war die Dunkelheit des 21. Jahrhunderts halt stärker.


Wenn man gerade von Indoktrination spricht.... Das Ding ist untergegangen, weil die Leute, die das befürworten eine absolute Minderheit sind. Und erzähl mal jemanden, der Crisis 2 spielen will, was von 32 KB. Das meine ich mit Meinung. Wenn dich das nicht interessiert, okay. Aber das bringt dich noch lange nicht in die Position, über andere zu urteilen. Dunkelheit des 21. Jahrhundert - ein lächerlicher Ausspruch. Und du beschwerst dich dann in totaler Bestürzung über Worte wie Schrottkiste. Wer im Glashaus sitzt.... Melodramatisch ohne Ende.

Quoted

Natürlich tue ich das, das ist es doch, was den Begriff Individualität ausmacht.


Nein, ist es nicht. Es ist das genaue Gegenteil. Individualiät bedeutet, seine eigene Meinung zu haben und die zu vertrete. Aber nicht, andere unbedingt dazu bekehren zu wollen. Das ist Diktatur. Und wenn du anderen erstmal in die Fresse haust, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn man dir nicht zuhören will. Ich hab echt Lust darüber zu reden. Aber die dauernde Bestürznis und Betrübnis geht mir auf die Nerven. Diskutieren heißt nicht, einer Seite ständig Vorwürfe zu machen, sondern sich kritisch mit etwas auseinander zu setzen. Und das vermisse ich eben. Bisher lässt sich alles ganz einfach mit Neu ist scheiße zusammenfassen. Und dabei nimmst du dir eben raus, über alles, was du nicht magst zu meckern, während du das anderen quasi verbeiten willst. Das ist keine Diskussionsgrundlage. Nicht einmal im Ansatz.

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Da nehme ich doch lieber den kürzeren Weg mit den kindischen Scheuklappen und bleibe dabei, daß 16- und 256-Farben-Spiele auf 8-Bit und DOS für mich super genug sind


Das kannst du. Aber das heißt nicht, dass du es besser weißt oder dass nur du das Richtige tust. Und das es wichtigere und schlimmere Dinge gibt, ist wohl trivial. Aber die Lösung ist trotzdem nicht einfach die Zeit zurückzudrehen. Das wurde schon öfter versucht und endete im Chaos. Bei der Prohibiton dachte man auch, nehmt den bösen alk weg, dann ist jeder lieb. Blödsinn. Genauso wird die Wegnahme der Moderne nicht den Menschen ändern. Das ist - wie ich finde - eine unglaublich naive Vorstellung.

Und das ist halt das Paradoxe. Im selben Satz sagst du Klipp und klar, dass du aus purem Protest und Idealismus (von deinem persönlichen Zeitgeist ganz abgesehen) dich nicht mit moderner Technik befassen willst, nur um dann anderen Vorwürfe zu machen, dass die altes verunglimpfen, wegen Zeitschriftenpropaganda. Da frag ich mich doch, wo ist der Unterschied? Ich seh nämlich keinen.



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Baldrick

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Wednesday, January 18th 2012, 9:33pm

Man muß umfassend und jederzeit informiert sein und man muss sich über alles auf zeitgemäßem Weg in zeitgemäßer Informationsdichte ein modernes Bild gemacht haben, um dann letztlich empfehlenswerterweise doch zu der verbreitetsten Schlußfolgerung zu kommen.


Nein muss man nicht, aber dann sollte man auch nicht so argumentieren als wüsste man, wovon man redet. Bei dem Beispiel von dir, dass heutige Spiele kein "Sense of Wonder" hätten, frag ich mich wirklich, wie du das beurteilen möchtest wenn du selber zugibst, seit ungefähr 15 Jahren nicht mehr in der Materie drin zu stecken.

und eben Begriffe wie "Brechreizpixel" oder "antiquierte Mottenkiste" als Vokabular verwenden bzw. einen abschätzigen Blick auf die Vergangenheit salonfähig machen.

Wobei du ja einen abschätzigen Blick auf die heutige Zeit wirfst und ich mir dabei die Frage stelle, ob nicht beide Ansichten ein bisschen Hirnrissig sind. [war nicht als Beleidigung gemeint]
Ich mag alte 16-Bit RPGs oder (S)NES Klassiker, wie natürlich auch die neuen Sachen wie Halo, Shenmue und Skyrim [nur ein paar Beispiele] und ich kann beim besten Willen nicht verstehen, auch wenn man den Weg nicht gehen möchte, wie man zumindest keinen gesunden Mittelweg erkennen kann.
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Wednesday, January 18th 2012, 11:17pm

Und dabei gibt es genug Leute, die die "alte" Zeit zu schätzen wissen, aber sich trotzdem dem Neuen nicht sträuben.

Beispiel 1:

(als Beispiel für das ekelhaft neue Medium des Hörbuchs)

Beispiel 2:

http://www.commodoreusa.net/CUSA_C64.aspx

Ja, genau, DER C64 im Original-Design aber dafür ordentlich gepimpt. Wieso die das bloß gemacht haben??? Ich habe da den Hauch einer Ahnung, dass sich ein C64 ohne das nur schwer verkaufen würde...ist aber nur eine reine Spekulation ;)

Und um das Beispiel der "Retro" aus dem CSW-Verlag aufzugreifen: der Herr Conors sammelt den originalen C64-Kram wie andere Briefmarken, obwohl upps, Briefmarken sammeln ist ja heutzutage auch schon am Aussterben und somit semi-retro...naja, jedenfalls der gute Mann ist trotz alledem nicht in dieser Zeit stehen geblieben. Wärst Du "neuen" Dingen gegenüber offener, könntest Du Dir da auf Facebook selbst ein Bild von machen, wie er z.B. mit dem ganzen alten Kram über diverse Messen und Börsen tingelt.

Ich meine, hach, ich würde sonst was dafür geben damit der Doctor mit seiner Tardis hier aufschlägt und ich mir einmal das Hannover in der Zeit zwischen 1900 und 1920 anschauen kann; das was da nämlich noch an Bildmaterial existiert ist traumhaft schön. Ja nu, nun sind wir aber 100 Jahre weiter, und ich kann mich auch nicht auf die Straße stellen und verlangen, die mögen alle hässlichen Beton- und Glasklötze wieder abreissen, immerhin hat's doch damals auch gereicht und war viel hübscher...
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Thursday, January 19th 2012, 12:19am

Ja, genau, DER C64 im Original-Design aber dafür ordentlich gepimpt. Wieso die das bloß gemacht haben??? Ich habe da den Hauch einer Ahnung, dass sich ein C64 ohne das nur schwer verkaufen würde...ist aber nur eine reine Spekulation
Man muss sich den Brotkasten ja nicht einmal kaufen, das neue Betriebsystem gibt es in der Beta Version wunderbar umsonst. Ich hab es seit einer Woche bei mir laufen.

Es macht wunderbare 8 Bit Geräusche beim öffnen und schließen der Fenster, es spricht mit mir und hat wunderbare alte Spiele schon vor installiert.
Da kommen auf jeden Fall alte Erinnerungen hoch, trotzdem würde ich nie wieder dorthin zurückkehren wollen.
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Thursday, January 19th 2012, 10:10am

@Liynka:

Kannst du mir sagen, wo das zu finden ist? Hört sich ja mal echt geil an ^^



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