This post has been edited 1 times, last edit by "plenk" (Sep 11th 2011, 2:18pm) with the following reason: typos
Ich hab Torchwood ja noch nicht ganz zu Ende gesehen. Aber erkläre mir bitte, wieso die Figur NICHT sympathisch rüberkommen dürfen sollte? Entbehrt ja nun nicht einem gewissen Realismus, dass auch sehr sympathisch wirkenden Menschen abscheuliches tun können. Und der Mann war immerhin Lehrer... Da mag es zwar ein paar Unsympaten geben, aber die Regel ist das ja nun nicht..
Quoted
Ein weiteres Problem für mich war auch noch, dass Bill Pullmann/ die Figur des Oswald Danes ja nicht einmal wirklich unsympathisch rüberkommt.
Wie bereits im Eingangspost geschrieben gibt's im echten Leben ja nicht nur schwarz und weiss - klar.Entbehrt ja nun nicht einem gewissen Realismus, dass auch sehr sympathisch wirkenden Menschen abscheuliches tun können
Date of registration: Aug 23rd 2006
Location: Itzehoe
Occupation: Bibliothekar
Lieblingscharakter: Der zweite Doctor
Darauf gibt es zwei Antworten.Ein weiteres Problem für mich war auch noch, dass Bill Pullmann/ die Figur des Oswald Danes ja nicht einmal wirklich unsympathisch rüberkommt.
Ok, was hättest Du Dir da eher vorgestellt?
Quoted
Aber es gibt imho 1000 bessere Wege einen Menschen mit abscheulischem Charakter, der sympathisch rüberkommt, zu zeichnen, als der Weg, der in TW gewählt wurde.
Date of registration: Aug 23rd 2006
Location: Itzehoe
Occupation: Bibliothekar
Lieblingscharakter: Der zweite Doctor
Punkt 1: Warum sollte sich Jack zu so einem Langweiler hingezogen fühlen. Der Punkt bei Danes ist ja, daß er das Spiegelbild zu Jack ist. Jack tötete am Ende von CoE seinen Enkel, um die Welt zu retten und leidet darunter. Danes tötete ein kleines Mädchen, zu seinem persönlichem Vergnügen. Gegensätzlicher geht es nicht.Einen skrupellosen Geschäftsmann/ Manager (...)
Oder jemand hätte einen Banküberfall begehen können, (...) Oder man hätte gar nicht erst soweit gehen müssen und hätte einfach den stinknormalen psychopathischen Nachbarn von nebenan gezeichnet,
Darum geht's weniger, aber ich hab durchaus ein Problem damit, wenn man das Verbrechen dann nicht wirklich mit in die Gesamtstory einbinden kann.mmm klingt ein wenig so als wäre "böse bis zu einem gewissen Grad" noch akzeptable, wenns aber zu böse wird, dann hätte man's direkt lassen sollen... Schade.
Zudem frage ich mich, warum es in einer Sci-Fi-Serie (!), die überaus unrealistisch ist und etliche Logiklöcher hat, gerade in dem Zusammenhang, wenn es um die Charakterstudie eines Vergewaltigers und Mörders geht, Realismus zeigen will/ zeigen soll/ zeigt.
Für eine Charakterstudio ist eine Sci-Fi -Serie sowieso das falsch gewählte Medium imho...und wenn man eine solche ernste Thematik/ Figur trotzdem einbringen will, sollte man die 'Verpackung' und die Art und Weise inwiefern die Figur und ihre Handlungen erklärt werden, besser durchedenken.
Date of registration: Aug 23rd 2006
Location: Itzehoe
Occupation: Bibliothekar
Lieblingscharakter: Der zweite Doctor
Ich hatte den Eindruck, daß ihnen gegen Ende langsam die Luft aus ging und sie die Geschichte bewußt nicht bis auf die Spitze getrieben haben. Entweder weil der Sender plötzlich Angst vor der eigenen Courage bekam oder weil sie sich inhaltliches Potential für weitere Staffeln erhalten wollen.Mein Eindruck war, dass sie selbst nicht so recht wussten, wo sie mit der Figur hin wollten. Sie sind bis zum Schluss nicht müde geworden, Oswalds Bösartigkeit zu zeigen (ich sag nur 'Keep running Suzie, I'm following'). Zwischendurch gabs ab und zu Szenen, die ihm Tiefe und weitere Dimensionen gegeben haben, wie zum Beispiel die Situation mit der Prostituierten. Nur hat mir da am Ende etwas gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass klarer wird, wie er an den Punkt kommt, dass er sich in die Luft sprengt. Was für eine Entwicklung er durchgemacht hat, was seine Motivation war usw. ist halt überhaupt nicht vermittelt worden.
this.Nur hat mir da am Ende etwas gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass klarer wird, wie er an den Punkt kommt, dass er sich in die Luft sprengt. Was für eine Entwicklung er durchgemacht hat, was seine Motivation war usw. ist halt überhaupt nicht vermittelt worden.
Date of registration: Aug 20th 2005
Location: Berlin
Occupation: Kleingärtner
Lieblingscharakter: Bernice Summerfield
RTD: "What do you think about playing a part in Torchwood?"
Pullman: "Torchwood...? .... Never heard of it..."
RTD: "Everyone else is in it, too! Wayne Knight! Ernie Hudson! Lauren Ambrose! ..."
Pullman: "No, I'm not interested. But thanks for ca..."
RTD: *platzt unüberlegt einen Gedanken heraus* "The part would be a child rapist!"
Pullman: "I'm sorry... WHAT?!"
RTD: "Uh... yeah! (ShitwhatwasIthinking)"
Pullman: "Why do you think I would PLAY THAT?!"
RTD: "Errrr... he's not totally evil, though! He's looking for redemption! Well... sort of. He's a grey character!"
Pullman: "Aha?"
RTD: "Very interesting to play! A hard part to pull off... but I can totally see you pulling it off!"
Pullman: ".....HM! Yeah... I never did this kind of part before... I can totally show off my range!"
RTD: "He's one of the main characters!!"
Pullman: "Okay, where do I sign?"
Nach dem Auflegen des Hörers...
RTD: "Shit! Now how am I going to write that in?!?"
This post has been edited 1 times, last edit by "knusperfl0cke" (Sep 11th 2011, 6:00pm)
Date of registration: Aug 23rd 2006
Location: Itzehoe
Occupation: Bibliothekar
Lieblingscharakter: Der zweite Doctor
Hm. Aber dieses "In Youre Face!" ist doch typisch RTD und trifft auf alles zu, was er schreibt!Ich finde, man hat der Figur Danes gar nicht genug Raum zu gelassen, sich zu entwickeln, da man ständig damit beschäftigt war, immer wieder reisserische Dialoge/ Kommentare, sein Verbrechen betreffend, zu bringen.
Zitat von »plenk«
Ich finde, man hat der Figur Danes gar nicht genug Raum zu gelassen, sich zu entwickeln, da man ständig damit beschäftigt war, immer wieder reisserische Dialoge/ Kommentare, sein Verbrechen betreffend, zu bringen.
Sehe ich genauso. Zumal ich es im Zusammenhang mit Oswald gar nicht als so schlimm empfunden habe. Der Charakter sollte so krass rüberkommen, sadistisch und ohne Reue. In diesem Fall fand ich das eigentlich ein probates Mittel.M. E. ist dies nicht die Ursache, sondern nur ein Symptom.
Ich würde gerne glauben, dass die Autoren sich ähnliche Gedanken gemacht haben, aber irgendwie bezweifle ich es.Zum anderen wurde das pädophile Mördermotiv vielleicht auch deshalb gewählt, um Danes Motivation aufzuzeigen. Er fühlt sich selber in dieser Welt ohne Tod nicht recht wohl und hilft am Ende noch das ganze wieder gerade zu biegen. warum? Jack spricht es in einem der Gespräche mit Danes an: Nicht das Vergewaltigen kleiner Mädchen gibt ihm den großen Kick sondern die Kontrolle über den Moment zu haben, wann sie stirbt törnt ihn so an. Der Moment in dem sie ihr Leben aushaucht. Dank Miracle Day wird er diesen Kick nicht wieder bekommen. Und Danes ist ein Mann der von seinen Gelüsten und Machtphantasien getrieben ist. Die Tatsache, das er von Jilly und den Familien nur ausgenutzt wurde, reicht dann auch schon, um seinen Stolz so zu verletzten das er ihnen richtig eins reinwürgen will.
aber ich kann den Sinn und Zweck der Figur Oswald Danes nicht wirklich nachvollziehen....
Was mich stört, ist die Tatsache, dass es sich bei Danes um einen Vergewaltiger und Kindermörder handelt, und dieses Verbrechen scheinbar einzig nur gewählt wurde um reisserische Dialoge und billige Kommentare in den Raum zu werfen, die jeglicher Grundlage/ Story entbehren und einfach nur eins sind: billig und geschmacklos.