The Trial Of A Time Lord Teil 4 ("The Ultimate Foe")

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    • The Trial Of A Time Lord Teil 4 ("The Ultimate Foe")

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      Wer ist der Valeyard? Warum versucht er mit solcher Inbrunst, eine Verurteilung des sechsten Doctors zu erreichen? Bei einem Kampf um Leben und Tod in der Matrix stellt sich heraus, dass dieser Gegner ihm mehr als nur ähnlich ist. Nur mit der Hilfe des Masters und Mel hat der Doctor eine Chance, den Prozess gegen ihn zu stoppen.

      Die letzten zwei Episoden der Staffel (mit dem Arbeitstitel "Time Inc.") sollten von Robert Holmes geschrieben werden, aber leider schaffte er es nur, Teil 13 zu schreiben und Teil 14 zu skizzieren, bevor er an einer Leber-Entzündung starb. Die letzte Episode wurde dann vom Script-Editor, Eric Saward, geschrieben, der mittlerweile massiv Krach mit dem Produzent, John Nathan-Turner, hatte. Letztendlich wurde die Situation für ihn unerträglich und er kündigte; gleichzeitig entzog er das Recht, sein Drehbuch zu verwenden. Die neuen Autoren, Pip & Jane Baker, mussten dann in einer Woche ein neues Drehbuch zusammenschreiben, das alle offene Faden erledigen würde, ohne eine Ahnung zu haben, was eigentlich vorgesehen war und ohne die Besetzung und die Kulissen ändern zu dürfen...

      Die zwei Episoden wurden am 29. November und 6. Dezember, 1986, ausgestrahlt. Nach 4,4 Mio. Zuschauer für Teil 13 wollten 5,6 Mio. das Saison-Finale sehen. Doctor Who litt insbesondere unter dem Konkurrenz von The A-Team auf ITV.

      Sonst zu dieser Zeit: Der Schauspieler Cary Grant starb im Alter von 82. Nummer Eins in Deutschland waren Status Quo, mit In The Army Now; in Großbritannien erreichte The Final Countdown von Europe die Spitze der Hit-Parade.
      Just this once, everybody lives!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Der tanzende Arzt ()

    • RE: Time Team — The Trial Of A Time Lord Teil 4 ("The Ultimate Foe")

      Die neuen Autoren, Pip & Jane Baker, mussten dann in einer Woche ein neues Drehbuch zusammenschreiben, das alle offene Faden erledigen würde, ohne eine Ahnung zu haben, was eigentlich vorgesehen war und ohne die Besetzung und die Kulissen ändern zu dürfen...

      Das sind doch mal vernünftige Arbeitsvoraussetzungen...
      Und da wunder sich noch einer?
      "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game

      "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
      — Alan Moore (V for Vendetta)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Atlan ()

    • Was für eine unglaubliche Katastrophe einer Folge.

      Nicht einmal unter den oben angesprochenen Rahmenbedingungen kann ich nachvollziehen, wie so ein unausgegorener Käse tatsächlich produziert werden konnte. Nichts, aber auch rein gar nichts, ergibt in diesem abstrusen Staffelfinale Sinn.

      Und das Ableben von Robert Holmes kann das auch nicht mehr entschuldigen. Offensichtlich können sich die Macher von vornherein nicht richtig überlegt haben, wie das mit dem Trial funktionieren soll. Schließlich ist die Verhandlung die ganze Staffel lang eine reine Farce; die Argumente der Anklage sind einfach dämlich und die Beweisführung unter aller Kritik.

      Und dann so eine "Auflösung" - das ist einfach nur zum Heulen. Der Valeyard ist also der 12 1/2te Doctor. Und will sich selber umbringen, um endlich grenzenlos böse sein zu können. Und sich die verbliebenen Regenerationen einstreifen zu können. Wie auch immer das funktionieren soll. :10: Warum er seiner Vorgängerinkarnation nicht einfach ein Messer in die Brust gestoßen hat, sondern ihn mit einem Pseudo"trial" genervt hat, weiß wohl auch niemand. Warum er dann zum Schluss aus der Matrix heraus die Berufungsrichter abmurksen wollte - keinen Schimmer. Was wollte er überhaupt in der Matrix? Warum verkleidete er sich als der Bürokratie-Heini Popplewick? Und warum war er am Ende plötzlich der Keeper? Warum hat ihn niemand erkannt? Wie kann er es überhaupt als 12 1/2ter Doctor zum Chefankläger bringen, ohne dass ihn irgendjemand fragt, wer er eigentlich ist? Und warum hat es nicht einmal den Doctor - geschweige denn den Gerichtshof - interessiert, was aus dem Valeyard wurde?

      *seufz* Einfach Mist. Genau wie der Auftritt des (schwerst übertrieben grinsenden und grunzend lachenden) Masters. Wenn mir irgendjemand nachvollziehbar erklären kann, was dessen Motivation war, sich hier einzumischen, wäre ich dankbar. Irgendwie gönnt er es offenbar dem Valeyard nicht, den Doctor (also sich selbst) abzumurksen. Und nebenbei entlarvt er noch, dass das High Council böse ist und deshalb die Erde ein paar Lichtjährchen durch die Galaxis gekegelt hat. Warum auch immer, ich hab den Masterplan des Councils ohnehin nicht verstanden. Praktischerweise kommt es eh zu einem gallifreyanischen Bürgeraufstand und die bösen Buben werden aus ihrem Amt geworfen - warum auch immer.

      Jetzt kann ich übrigens verstehen, warum Mel so gehasst wird. Ihre Ausbrüche "You´re E-VIL! DE-SPI-CA-BLE!" sind schwer peinlich, sie ist mehr eine Karikatur denn eine richtige Figur. Und ich verstehe immer noch nicht, wie der Doctor sie eigentlich kennen kann. "Terror of the Vervoids" war doch ein Ausblick in seine persönliche Zukunft, er selbst wurde auf´s Raumschiff der Timelords gebracht, als er noch mit Peri unterwegs war. Hier schaut´s aber plötzlich so aus, als ob er und Mel schon ewig miteinander unterwegs wären.

      Oh, und Peri ist scheinbar doch nicht tot. Sondern mit Barbarenkönig Yrcanos verheiratet und dessen Königin. Sehr glaubwürdig. Aber wenn´s der Master erzählt, wird´s schon stimmen. Kein Grund für den Doctor, das zu hinterfragen. :P
      Vielleicht hat er sich ja so gefreut, dass ihm wieder mal die Präsidentschaft angeboten wurde. Schließlich wurde er ja freigesprochen, weil ... ähm, so halt.

      Colin Baker fand ich hier wieder richtig übelst. Sicher, jeder hätte seine Probleme gehabt, aus diesem Unsinn irgendwas zu machen. Aber es macht einfach keinen Spaß ihm zuzusehen, sein Rauswurf war eine gute Entscheidung.

      Die einzigen Lichtblicke sind Sympathoschurke Glitz und der gut gespielte, aber hier völlig verschwendete Valeyard. Trotzdem die dümmste und schlechteste Folge, die ich bislang überstehen musste. :thumbdown:
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

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    • Angesichts ihrer Entstehungsgeschichte bilden diese zwei Episoden ein erstaunlich gutes Finale zur Staffel – obwohl alles ist natürlich relativ! Die Identität des Valeyards ist faszinierend aber viel zu vage, um wirklich was zu bedeuten. Das typisch überbeschmucktes, sinnloses Dialog der Bakers tut ihm auch nicht unbedingt gut: „The apotheosis of spurious morality“ soll was heißen?

      Mel ist hier nerviger als vorher, was vielleicht daran liegt, dass diese Folgen früher gedreht wurden, bevor Bonnie Langford sich in die Rolle gefunden hatte. Glitz dient nur dazu, das Geheimnis von Ravolox zu lüften (falls sich überhaupt noch jemand daran erinnert) und bleibt sonst überflüssig.

      Die Außenaufnahmen sind sehr gelungen und vermitteln eine schön gruselige Atmosphäre. Kein Wunder, dass der Doctor sich eine „victorianische“ Umgebung bildet, denn da passt er einfach hin. Ich kann nur annehmen, dass in 1986 niemand wusste was ein „megabyte modem“ wäre, aber heutzutage kann man nur schmunzeln.
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    • "Die Verklärung einer fadenscheinigen Moral?" Ist mir auch aufgefallen, dass sich die Schreiberlinge offensichtlich was auf sehr komplizierte Vokabeln einbilden. Trotz eigentlich guter Englischkenntnisse konnte ich ein paar Phrasen auch mit eingeblendeten Untertiteln nicht wirklich dechiffrieren. ;)

      Das Set fand ich übrigens auch gut, sowohl der Strand als auch der "Jack the Ripper"-Hinterhof sahen sehr anständig aus. Aber optische Schönheit allein reicht nicht, die inneren Werte zählen. :) ...so zumindest die größte Lüge der Menschheit

      Sehr interessant waren die DVD-Extras, die diese schwierige Ära sehr genau und kritisch unter die Lupe nehmen. Colin Baker scheint immer noch ziemlich gekränkt zu sein. Aber ich halte es mit dem damaligen Script Editor, der klipp und klar meinte, dass er einfach nicht das Zeugs zur Hauptfigur hat. :P

      Und wie peinlich ist bitte diese "Save Dr. Who" - Single? :D
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von michael_who ()

    • Furchtbar.

      Die Kulisse der Matrix, das Haus, dass Verrückte macht (Bürokratie), die dunkle Gasse, das Kostüm des Valeyards. Das alles hat mir sehr gut gefallen. Und Glitz war recht amüsant. Alles andere? Furchtbar.

      Die Handlung ist absoluter Humbug und so zusammengeflickt, dass es nciht mehr schön ist. Alle 5 Minuten kommt eine neue Wendung, aber nicht, weil ein Autor da einen cleveren Plan zu hat, sondern weil er einfach jede Idee hinzuschmeißt, die ihm so durch den Kopf kommt, von der Enthüllung um den Valeyard, des Masters unnötigen Auftritt (peinlich. Armer Anthony Ainley), sowie den Assassinenplot, um die zwei Folgen zu füllen und die Gerichtsverhandlung irgendwie zu einem Ende zu bringen. (Was ist da am Ende eigentlich passiert? Anklage aufgegeben, weil der Doktor alle gerettet hat und ohnehin niemand wusste, was die Verhandlung eigentlich wollte? :ohm: )

      Ich mag's gerne nochmal schreiben: Furchtbar.

      So eine letzte Folge hat Colin Baker nicht verdient gehabt. :(


      ansonsten möchte ich einfach nur michael whos Beiträge unterschreiben, die wunderbar zusammenfassen, was mit dieser Folge nicht stimmt (nämlich so einiges).
    • Ich weiß nicht, warum Viele den Master hier als unnötig betrachten. Er ist derjenige, der aufgedeckt hat, wer die Erde zwei Lichtjahre wegschubste (aus Folge 1-4) und er ist auch derjenige, dem man zutraut, Spaß daran zu haben, dass der Doktor gegen sich selbst kämpfen muss. "This is utterly evil!" schreit Mel ihn an, wofür er sich strahlend bedankt. :thumbsup: Also, ohne den Master hätte es überhaupt nicht funktioniert - und mit ihm wenigstens teilweise. Tony Selby noch einmal als Glitz zu sehen macht ebenfalls Freude.

      Da das Ganze nur über 2 Episoden geht, nervt es nicht zu sehr, dass dem Surrealismus hier die Sporen gegeben werden. Irgendwie teilweise völlig sinnlos, Illusion innerhalb Illusion innerhalb einer anderen Illusion. Ein konfuses, aber kurzweiliges Finale, dem ich statt "mäßig" (mit einem Master-Bonuspunkt sozusagen) noch "Durchschnitt" zugedacht habe. Ich weiß, ich bin großzügig. ^^
    • Superabschluss, mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.

      Die solide Geschichte zeigt, was der modernen Serie manchmal fehlt. Natürlich muss man ideenmäßig nach dem technisch möglichen gehen und das waren halt die 80er.

      Ich würde Mel eine Paradox-Begleiterin nennen. Der Doc lernt sie in der Zukunft kennen, nimmt sie erst in der Gegenwart mit der TARDIS mit. Karottensaft! :D
    • Dr. Constantine schrieb:

      Ich würde Mel eine Paradox-Begleiterin nennen. Der Doc lernt sie in der Zukunft kennen, nimmt sie erst in der Gegenwart mit der TARDIS mit.

      ... bringt sie aber direkt zurück zu seinem späteren selbst bevor er weiterreist (u. a. mit Evelyn, Charley und Grant) und letztendlich in Brighton Mitte der 80er Jahren landet, um einen Komplott des Masters zu vereiteln und Mel zum "ersten Mal" kennen zu lernen. 8)
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    • Joah, aber das ist eigentlich nur so'n Auswuchs von professionellen Fans die auf aspergerische Art versuchen eine krampfige Ordnung in die Serie zu bringen, weil sie wegen einer (vermeintlich) unerklärten Storylücke nachts keinen Schlaf finden können. ;) Dabei ist das oben erwähnte Zeitparadoxon wesentlich cooler und pfiffiger als so eine trockene "Und dann tat der Doctor dies und dann das"-Liste die eher zu "Star Trek" als zu "Doctor Who" passt. Und böse Zungen würden auch behaupten, dass diese "Erklärung" nur deswegen künstlich erschaffen wurde, um zwischen Peri und Mel eine ganze menge anderer Companions schieben zu können. ;) Mir hat ohne sie jedenfalls nie etwas gefehlt.
    • @Kaoru
      also falls du mich gemeint hast mit dem Nachts keinen Schlaf finden, tut mir das Leid, das sollte nicht so rüber kommen.

      Ich persönlich finde Storylücken fantastisch, denn sie lassen Raum für eigene Spekulationen oder neue Ideen in neuen Staffeln... je nachdem, wie man es sieht. :D
    • Kaoru schrieb:

      Dabei ist das oben erwähnte Zeitparadoxon wesentlich cooler und pfiffiger als so eine trockene "Und dann tat der Doctor dies und dann das"-Liste die eher zu "Star Trek" als zu "Doctor Who" passt.


      Naja "Pfiffig"? Die haben halt verzweifelt feststellen müssen, dass es eine saublöde Idee ist, vor dem Staffelfinale den Companion zu beseitigen, wenn man den Doctor festgesetzt hat, ohne jede Möglichkeit, eine(n) neue(n) Companion ranzukarren, also muss man mit dünner Luft und Taschenspielertricks arbeiten.
      Eine Situation wie bei "Silence in the Library" (oder theoretisch "the next doctor") finde ich 10.000 mal pfiffiger als diesen Teil des Trials of a timelord, wo es schlicht keine andere Möglichkeit gab sich produktionstechnisch zu retten.
      Außerdem war vorher schon die Szene sehr ärgerlich in der einfach mal offscreen erzählt wurde dass peri ins Gras gebissen hätte und dann toppt diese Folge das noch, indem eine ganz andere Companion eingeführt wird ohne eingeführt zu werden? Also für mich ist das nicht pfiffig sondern Zuschauerverarschung.
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • Dr. Constantine schrieb:

      @Kaoru
      also falls du mich gemeint hast mit dem Nachts keinen Schlaf finden, tut mir das Leid, das sollte nicht so rüber kommen.

      Damit meinte ich nicht dich, sondern die Autoren die mit der Hauptmotivation Bücher schreiben auf umständliche irgendwelche zweitrangigen Logiklöcher wegzuerklären. ;)

      Infinity schrieb:

      Außerdem war vorher schon die Szene sehr ärgerlich in der einfach mal offscreen erzählt wurde dass peri ins Gras gebissen hätte und dann toppt diese Folge das noch, indem eine ganz andere Companion eingeführt wird ohne eingeführt zu werden? Also für mich ist das nicht pfiffig sondern Zuschauerverarschung.

      Ich sehe das ein klein bisschen anders. Peri's Heirat Offscreen-Heirat z. B. finde ich saublöd weil sie mal eben so schnell untermteppichgekehrtig erwähnt wird ohne dass es nötig gewesen wäre... und weil sie arg hintenrangepappt wird. Die Nichteinführung von Mel dagegen ist dermassen dreist und auffällig, dass sie in ihrer ganzen offensiven Frechheit schon wieder Stil hat. :D

      Nichtsdestotrotz ist ihre Ankunft in der TARDIS wie es in "Trial of a Timelord" dargestellt wird nun mal ein Zeitparadoxon. Und aus sich heraus gibt es einfach keinen Grund dieses hinfortzuschreiben. Ausser man will es einfach weil man es will.
    • Kaoru schrieb:

      Infinity schrieb:

      Außerdem war vorher schon die Szene sehr ärgerlich in der einfach mal offscreen erzählt wurde dass peri ins Gras gebissen hätte und dann toppt diese Folge das noch, indem eine ganz andere Companion eingeführt wird ohne eingeführt zu werden? Also für mich ist das nicht pfiffig sondern Zuschauerverarschung.

      Ich sehe das ein klein bisschen anders. Peri's Heirat Offscreen-Heirat z. B. finde ich saublöd weil sie mal eben so schnell untermteppichgekehrtig erwähnt wird ohne dass es nötig gewesen wäre... und weil sie arg hintenrangepappt wird.


      Ja, das auch. Ich hab aber eigentlich eher das Ende von Mindwarp gemeint, das schon nahe an DAS Paradebeispiel von Offscreen-Abtritten (Poochy der Hund bei den Simpsons) herankommt. "Ach ja, du konntest sie nicht retten, die ist tot..." ist mir selbst wenn es hinterher mit noch einem weiteren Offscreen Kommentar zu "sie lebte glücklich bis an ihr Lebensende mit ehhh naja diesem komischen Königshoschi da, der hatte sie gerettet und darum heiratete sie ihn" relativiert wird. Vom erzählerischen (ein Punkt der mir immer besonders wichtig bei Büchern, Filmen und Fernsehfolgen ist) her ist beides der GAU.

      Die Nichteinführung von Mel dagegen ist dermassen dreist und auffällig, dass sie in ihrer ganzen offensiven Frechheit schon wieder Stil hat. :D


      Darauf könnten wir uns sogar einigen, "Pfiffig" heisst für mich allerdings nochmal eine Ebene naja mehr durchdacht und für den Effekt extra hingedreht, eben clever eingeflochten ohne dass es auffällt. Dass es nicht auffällt, wie man hier Mel aus dem Hut zieht kannst du mir leider nicht erzählen, das würde ich niemandem abkaufen. ;)

      Nichtsdestotrotz ist ihre Ankunft in der TARDIS wie es in "Trial of a Timelord" dargestellt wird nun mal ein Zeitparadoxon. Und aus sich heraus gibt es einfach keinen Grund dieses hinfortzuschreiben. Ausser man will es einfach weil man es will.


      Dazu hatte ich gar nichts sagen wollen. Stimme dir da zu, es ist nicht nötig solche Lücken unbedingt zu schliessen. Ich würde allerdings dann auch immer auf den Einzelfall schauen, wie gut es da letztlich gelungen ist, bevor ich entscheide, ob ich jetzt böse drüber sein soll, dass man es doch "weggeschrieben" hat oder ob es mich freuen soll :)


      @der tanzende Arzt
      Naja aber so wirklich fesselnd für spätere Autoren oder sogar schon den nächsten Produzenten sind derartige Notizen und Planungen ja nicht, wenn sie nicht gleich in den Folgen eingebaut wurden. Das hätte sich auch schon unter JN-T ändern können, von späteren Zeiten ganz zu schweigen.
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • Infinity schrieb:

      Ja, das auch. Ich hab aber eigentlich eher das Ende von Mindwarp gemeint, das schon nahe an DAS Paradebeispiel von Offscreen-Abtritten (Poochy der Hund bei den Simpsons) herankommt. "Ach ja, du konntest sie nicht retten, die ist tot..." ist mir selbst wenn es hinterher mit noch einem weiteren Offscreen Kommentar zu "sie lebte glücklich bis an ihr Lebensende mit ehhh naja diesem komischen Königshoschi da, der hatte sie gerettet und darum heiratete sie ihn" relativiert wird. Vom erzählerischen (ein Punkt der mir immer besonders wichtig bei Büchern, Filmen und Fernsehfolgen ist) her ist beides der GAU.


      Ich mag zwar Mindwarp nicht, aber das Ende empfinde ich eigentlich nicht als "Offscreen-Abtritt". Es wird dort als endgültiger, letzter Auftritt von Peri präsentiert, ein guter alter Schocker. Und wenn ich mich richtig an das Bonus-Material auf der DVD erinnere, war es auch tatsächlich geplant, Peri wirklich sterben zu lassen. Unerträglich schlimm war für mich die Erklärung, dass sie diesen lauten großen Kerl geheiratet haben soll und der Doctor das einfach glaubt, ohne noch Mal nach dem Rechten zu sehen.

      Infinity schrieb:

      Darauf könnten wir uns sogar einigen, "Pfiffig" heisst für mich allerdings nochmal eine Ebene naja mehr durchdacht und für den Effekt extra hingedreht, eben clever eingeflochten ohne dass es auffällt. Dass es nicht auffällt, wie man hier Mel aus dem Hut zieht kannst du mir leider nicht erzählen, das würde ich niemandem abkaufen


      Mein Problem mit der Mel-Sache liegt vor allem auch daran, dass mir völlig unklar ist, wie und warum der Doctor Terror of the Vervoids als seine persönliche Verteidigung ins Feld bringen kann. Das ist seine persönliche Zukunft, der Doctor in The Ultimate Foe kennt Mel also nicht. Und umgekehrt. Und diese Tatsache kehrt die Folge völlig unter den Tisch, was dann für mich überhaupt nicht mehr funktioniert.
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    • Nachdem ich mir eine Woche ganz tapfer den Trial angesehen habe, bin ich eigentlich noch viel zu besoffen von meiner eigenen Hartnäckigkeit, um eine Meinung zu The Ultimate Foe zu haben. Eigentlich ist es mir recht egal, Hauptsache, es ist vorbei.

      Hier sollten sich nun alle Fäden zusammenfinden. Und weil es im Prozess schon vorher drunter und drüber ging und sowieso keiner mehr wusste, wo vorn und hinten ist, hat man einfach Sinn und Verstand völlig über Bord geworfen. Und das bißchen Restvernunft flackerte genau so traurig wie die Leuchtreklame auf dem DAch der "Fantasy Factory".

      Und der Fortgang der Geschichte war demnach auch eine Mischung zwischen Komödienstadl und Klapsmühle.

      Zunächst streiten sich die Parteien darüber, ob und wie die Matrix von außen beeinflusst werden kann. Die Richterin verneint das kategorisch: Schließlich gibt es nur einen Schlüssel, und den hat der Keeper. Und dann, zackbumm, taucht der Master auf, und zwar in der Matrix selbst, und beweist schlagend das Gegenteil. Außerdem bringt er noch Mel und Glitz als Überraschungszeugen mit.

      Also, den Master hier auf einmal und völlig unvermittelt auftauchen zu lassen, das ist schon ein starkes Stück. Und der Master hat dann auch noch einige Neuigkeiten zu erzählen:

      Der Valeyard ist der Doctor oder auch nicht. Vielleicht ist er auch nur das Konzentrat der dunklen Seite des Doctors. So genau hat sich der Master da nicht festgelegt. Aha...

      Der Valeyard hat schon die ganze Zeit in der Matrix herumgefuhrtwerkt, und zwar so, dass es nicht mehr feierlich war. Was bedeutet: Alles, was ich mir die letzten Tage so angesehen habe, kann ich praktisch auf den Müll werfen, weil alles gar nicht wahr ist. Aha...

      Die Timelords höchstselbst haben die Erde seinerzeit aus der Umlaufbahn geschubst, und das nur, um ihr Herrschaftwissen zu schützen. Aha...

      Und: Peri ist gar nicht tot. Sie hat Yrcanos geheiratet. Aha...

      Und obwohl ja niemand in die Matrix kann, weil ja nur der Keeper den Schlüssel hat, stürmen der Doctor und auch Glitz und später auch Mel in die Matrix hinein und hinaus, als ob es ein Einkaufszentrum ist.

      In der Matrix kann man sich dann viel surrealen Schnickschnack ansehen, ein bißchen Treibsand hier, ein bißchen bißchen Nebel da. Dann diese Bürokraten, Popplewick 1 und 2, und der Valeyard taucht auch dann und wann auf und springt hin und her. Und ein Popplewick ist dann in Wahrheit der verkleidetet Valeyard. Das hat natürlich den Vorteil, dass man überhaupt nicht mehr um Logik kümmen muss. Dafür kann man mit der verrücktgewordenen Matrix jede vorher erzählte Geschichte als nicht geschehen erklären.

      Am Ende schaltet der Doctor irgendein Weltvernichtungsmaschine ab (was das jetzt genau war, habe ich nicht verstanden, und es hat mich auch nicht mehr interessiert). Der Valeyard stirbt, oder starb doch nicht. Am Ende taucht er nämlich wieder auf, als Keeper. Was mit dem anderen Keeper geschieht? Keine Ahnung, vielleicht ist der ja im Treibsand versunken? oder der Keeper ist in Wahrheit der Watcher. Vielleicht ging er auch nur in die Mittagspause? Erklärt wurde das nicht.

      Sorry, bei aller Liebe... Das hier ist Zuschauerverarschung. Hier hat man so ziemlich jeden miesen Kniff angewandt, um die Geschichte, die absolut im Dreck steckte, wieder flott zu kriegen. Deus ex Machina und "Vergiss, was du vorher gesehen hast, es ist alles ganz anders" und dann auch noch einfach eine Welt jenseits der Logik postulieren - und das alles völlig unvermittelt. So können auch russische Zirkuspferde Geschichten schreiben.

      Mel schaffte es, den anfänglich guten Eindruck wieder gänzlich zu zerstören. Aber die Schauspielerin hatte auch einen absolut stumpfsinnigen Text verpasste bekommen, bei dem Vanessa Redgrave wohl auch alt ausgesehen hätte.

      Colin Baker fiel durch herziges Overacting auf und musste sich durch eine komplett sinnbefreite Geschichte spielen. Für den sechsten Doctor war dies sein Farewell. Schade, dass er nicht mal einen anständigen Abgang bekam. Der sechste Doctor selbst hatte für mich übrigens viel Interessantes,und ich fand ihn in seinen besseren Geschichten sehr brauchbar. In der Gesamtheit steht er jedoch für eine sehr bizarre und insgesamt unterdurchschnittliche Epoche der Fernsehserie.

      Und wie ist das hier zu bewerten: Das ist einfach: Schwach, ganz einfach schwach. Eigentlich ist es ein Doppelt- und Dreifachschwach. Das Schlechteste, was ich bisher bei Classic Who zu sehen bekommen habe.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Inazea ()

    • Inazea schrieb:

      Nachdem ich mir eine Woche ganz tapfer den Trial angesehen habe, bin ich eigentlich noch viel zu besoffen von meiner eigenen Hartnäckigkeit, um eine Meinung zu The Ultimate Foe zu haben. Eigentlich ist es mir recht egal, Hauptsache, es ist vorbei.


      Ich würde sagen, Du hast damit die absolute Doctor Who-Härteprüfung absolviert. :)

      Inazea schrieb:

      Der Valeyard ist der Doctor oder auch nicht. Vielleicht ist er auch nur das Konzentrat der dunklen Seite des Doctors. So genau hat sich der Master da nicht festgelegt. Aha...


      Und dabei ist der Valeyard ja eine wirklich grandiose Idee. Eine dunkle, zukünftige Inkarnation des Doctors ... gut geschrieben hätte sich diese Figur zu einem wunderbaren Erzfeind entwickeln können, zumal Michael Jayston ein toller Schauspieler ist. Ich würde zu gerne wissen, was genau sich die Autoren ursprünglich für den Valeyard überlegt haben, das bisschen nix und Unsinn kann ja nicht der Plan gewesen sein.

      Inazea schrieb:

      Was bedeutet: Alles, was ich mir die letzten Tage so angesehen habe, kann ich praktisch auf dem Müll werfen, weil alles gar nicht wahr ist. Aha...


      Nun, zumindest wissen wir nicht, was wahr ist. Einzig fix: Peri hat sich als Begleiterin verabschiedet. Und die Timelords haben die Erde durch die Galaxis gekegelt. Wobei die Geschichten in ihren Grundzügen schon stimmen werden, der Valeyard hat halt hier und da ein bisschen rummanipuliert. Wie genau er es geschafft hat, im Gedächtnis des Doctors rumzupfuschen, wurde eigentlich auch nicht erklärt, oder?

      Inazea schrieb:

      Mel schaffte es, den anfänglcih guten Eindruck wieder gänzlich zu zerstören. Aber die Schauspielerin hatte auch einen absolut stumpfsinnigen Text verpasste bekommen, bei dem Vanessa Redgrave wohl auch alt ausgesehen hätte.


      Der Text allein war es nicht. Ich sehe ihre Szenen im Gerichtssaal immer noch vor mir - und zwar als eine der peinlichsten "Schauspieler"-Leistungen der Seriengeschichte. In Terror of the Vervoids (das offenbar später gedreht wurde, wie der Tanzende Arzt oben schrieb) war sie dann wesentlich besser. Und in den Audios beweist Bonnie Langford, dass Mel ein toller Companion sein kann.

      Inazea schrieb:

      Das Schlechteste, was ich bisher bei Classic Who zu sehen bekommen habe.


      Nun, sieh´s positiv, es kann nur noch aufwärts gehen. :)
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

      5thdoc 2nddoc 8thdoc 11thdoc 9thdoc 4thdoc 10thdoc 1stdoc 6thdoc 3rddoc 7thdoc
    • Wie genau er es geschafft hat, im Gedächtnis des Doctors rumzupfuschen, wurde eigentlich auch nicht erklärt, oder?


      Erklärt wurde sowieso eher wenig. Hier war es wohl so: Die Timelords haben den Doctor aus dem Geschehen in Mindwarp rausgezogen und in den Gerichtssaal verfrachtet, und das wirkte sich wohl auf das Gedächtnis aus. So jedenfalls meine Erinnerung. Für eine genauere Erklärung müsste ich mir nochmal ansehen, und das mag ich mir in absehbarer Zeit nicht mehr antun.

      Na ja, "Time and the Rani" ist jetzt auch kein Highlight.


      Und The Horns of Nimon gibt es auch noch, und Timelash, und, und, und...