Akte X

    • 11x03 „Plus One“ war klasse! Da stimmte einfach alles und hätte auch aus der besten X-Files Zeit stammen können.


      11x04 „The Lost Art of Forehead Sweat“ gehört zu einer der besten Folgen der ganzen Serie. So cool, lustig und gleichzeitig hochaktuell. Fake News und Verschwörungsfuzzis werden aufs Korn genommen und das so clever und reflektiert, wie die Serie dies bisher noch nicht geschafft hat. Klasse!
    • 11x05 „Ghouli“ bleibt stark. Hier wird unter anderem das gruseliges Phänomen der Schlafparalyse thematisiert und gleichzeitig wird der Storyarc weitergesponnen. Sehr emotional und Scully-zentriert. Hat mir sehr gefallen.

      11x06 „Kitten“ war jetzt die erste der regulären Folgen, die ich eher durchschnittlich fand. Sie hatte noch immer - und das zeichnet diese Staffel aus - sehr viele schöne Charakter-Szenen und interessante Momente. Aber die Hauptstory war schon etwas 08/15. dennoch fühlte sie sich sehr nach Akte X von früher an.

      Muss wirklich sagen, dass die Staffel stärker ist als erwartet. Auf jeden Fall besser als alles was die alte Serie in den letzten Jahren so hervorgebracht hat.
    • Jetzt konnte ich endlich 11x07 sehen. Akte X goes Black Mirror! Ich traue es ja fast nicht zu sagen, aber schon wieder ein Highlight. Bis zur letzten Szene keine anderen Darsteller außer Duchovny und Anderson. Eine spannende Atmosphäre, gerade auch weil die Story so nah dran an unserem Zeitalter ist. Kaum Dialoge, dafür aussagekräftige Regiearbeit. Klasse!
    • 11x08 „Familiar“, in der es um spooky Figuren aus Kindersendungen, die zum Leben erwachen und die Kinder zerstückeln, geht, hätte auch eine Story aus den ersten vier Staffeln sein können. Fühlte sich schön old school und mutig an, so wie Akte X früher auch schon war. Wirklich gute Folge mal wieder und die Staffel bleibt auf einem hohen Niveau.
    • Ich muss sagen, ich bin bisher sehr positiv überrascht. Die erste Folge war, von dem Dallas-Effekt mal abgesehen, den ich richtig platt fand, ganz schön voll gepackt. Und ich war doch überrascht, wie viel sie da von früher wieder hochholen. Wer hätte wirklich noch mit Jeffrey Spender gerechnet? Oder dem Syndikat? Wer dachte noch an diesen mysteriösen Trip, den Scully mit dem Raucher unternahm? Nun gut, Skinner jetzt doch wieder zum Verbündeten des Rauchers zu machen, ist etwas unglaubwürdig ... Und ob Monica auf der dunklen Seite bleibt muss man abwarten ...

      Die zweite Folge hat mich dann wirklich begeistert. Eine Super-Idee, auf diesem Weg einen Toten wieder auftauchen zu lassen - und passend für Langly.

      Die dritte war dann klassische Akte X-Kost, aber doch um einiges gelungener, als die "Classic-Folgen" der zehnten Staffel. Nette Szenen zwischen Mulder und Scully.

      Ich bin nur froh, dass wir nicht die nervige Einstein und den Playboy-Deppen vorgesetzt bekommen. Es machte ja den Eindruck, als sollten die nun die X-Akten übernehmen - dann hätte ich auch nicht mehr weiter geguckt.
    • Im Endeffekt redet der fast nur über eine Sache: Mulders neuer Stimme. Wenn das wirklich ein großer Grund für Leute ist, warum sie die neuen Folgen nicht sehen wollen, dann frage ich mich wie die sonst so mit Veränderungen im Leben klar kommen wollen. Und wenn man bei einer Serie, die man schaut, sicher gehen will, dass die Figuren immer die gleiche Stimme haben, kann man eh nur das Original gucken.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 12thdoc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • 11x09 ist eine seltsame Episode. Sie fühlt sich so gar nicht nach Akte X an. Sie beginnt wie in einer der vielen Marvel-Serien und auch im weiteren Verlauf erfährt man viel über die Bösewichte und es gibt viele Ekelszenen, aber die Ermittlungen von Mulder und Scully sind irgendwie substanzlos. Mal wieder ein paar schöne Charakterszenen zwischen den beiden, aber sonst geht es in der Folge nur darum möglichst viel Blut und Organ-gemetzel zu zeigen.
    • Mario schrieb:

      Im Endeffekt redet der fast nur über eine Sache: Mulders neuer Stimme. Wenn das wirklich ein großer Grund für Leute ist, warum sie die neuen Folgen nicht sehen wollen, dann frage ich mich wie die sonst so mit Veränderungen im Leben klar kommen wollen.
      Meine Eltern hatten neulich eine neue Folge geguckt und sich hinterher aufgeregt, dass Scully ja eine neue Stimme hat und nun fürchterlich monoton redet. ^^
      Ansonsten ist Akte X für sie aber auch "nicht mehr das, was es früher mal war." und schauen das auch nicht mehr weiter. Dafür gucken sie jetzt The Orville...
    • Kann nur lächeln über alle, die sich über Staffel 11 beschweren. Bei Staffel 10 kann ich es noch nachvollziehen, aber bei den neuen Folgen machen die Autoren (größtenteils) alles richtig. Das fühlt sich an wie Akte X aus den besten Zeiten, mit einer guten Mischung an unterschiedlichen Fällen, Mulder-Scully-Charakterszenen, altbewährtem und originellen neuen Einfällen.

      Jedoch erwarte ich diese Woche mit Grauen das Staffel- bzw. Serienfinale und hoffe, dass es Chris Carter nicht wieder verbockt.
    • Akte X gehört bei mir zu den Serien, die ich aus Gewohnheit und Faulheit auf deutsch schaue. Insofern habe ich von der neuen Staffel erst vier Episoden gesehen, die mir allerdings ganz gut gefallen... besser als die der letzten Staffel.

      Der Start war schon etwas lahm und die dämlichste Auflösung für den Cliffhanger der letzten Staffel, den ich mir vorstellen kann. Besser wäre nur noch gewesen, wenn Scully am Anfang aufgewacht wäre und Mulder in der Dusche gefunden hätte, wie bei Dallas :D

      Was ich nett gelöst finde, ist die Art und Weise der Fortführung. Wenn man eine längere Pause gemacht hat, kann eine Serie nicht unbedingt genau da weitermachen, wo sie aufgehört hat. Im Falle von Twin Peaks hatte man eine Show, die sehr anders war, als alles, das zu der Zeit lief und somit viel, das danach kam, beeinflusst hat. Hätte man die neue Mini-Serie als strikte Fortsetzung geplant, wäre das wohl langweilig geworden, weil es sich nicht von dem abgehoben hätte, was wir sonst heute so im Fernsehen haben. Stattdessen hat man eine Schippe draufgelegt, damit die neue Serie so zu der aktuellen Fernsehlandschaft steht, wie die ersten beiden Staffeln zur damaligen.
      Akte X ist da anders und die Pause war auch nicht ganz so lang, wie bei Twin Peaks. Akte X macht ziemlich so weiter wie bisher (wie in den späteren Staffeln und den Filmen), aber ist sich bewusst, dass die Welt sich weiterentwickelt hat. Das Ausraster von Mulder in der Mandela-Effekt-Folge spielt da wundervoll drauf an, dass er mal der coole war und das ganze in Gang gebracht hat, jetzt aber nicht mehr so super relevant ist :D


      Das einzige, das mich an der neuen Staffel stört, hat mich auch schon in der letzten... und eigentlich fast schon immer gestört. Es gibt immer im Wechsel Folgen, die sich mit der großen, alles umspannenden Verschwörung beschäftigen, die es aufzuklären gilt, und andere Folgen mit "Monster-of-the-Week"-Muster. Am Anfang war das total sinnvoll. Die beiden fahren irgendwo hin und untersuchen mysteriöse Vorkommnisse und nach und nach ergeben sich bestimmte Muster und Mulder fühlt sich immer wieder bestätigt in seiner Annahme, dass █████████████████████████████████████████████████████████████ █████████████████████████████████████████████████████████████████████████ █████████████████████████████████████████████████████████████ ███████████████████████████!!!!!

      Irgendwann war aber ein Punkt erreicht, an dem ich das albern fand. Mulder und Scully erfahren, dass ████████████████████████████████████ und der Raucher in Wirklichkeit ████████████████████████████████████ dessen ███████████████.(Okay... ich höre auf :D ) Beide WISSEN von der Verschwörung, andere wie Skinner sind auch informiert und alles, was ihnen fehlt, sind handfeste Beweise, um alles zu Fall zu bringen und die Menschheit zu retten. Die Regierung und das FBI wurden infiltriert und man kann niemandem vertrauen... und in der nächsten Folge fahren sie quietschvergnügt FÜR DAS FBI (!!!) nach Wisconsin, weil dort ein Werwolf im Basketballteam spielt... oder sowas... Als wäre die Verschwörung egal, oder in einer Paralleldimension oder so. Das habe ich nie verstanden und je weiter es ging, desto krasser finde ich diesen Kontrast. Diese Folgen sind zwar trotzdem gut und absolute Highlights in manchen Staffeln, aber irgendwie ist es seltsam
    • Das war nun also das Staffelfinale und mit aller Voraussicht auch das Serienfinale, wenn Gillian Anderson nicht mit Dollarscheinen geködert werden kann. Hmm...ich hatte ja eigentlich schlimmes erwartet, aber es war dann doch ganz ok. Der Plot war etwas dünn und gefühlt 20 Minuten lang wurde nur herumgerannt, verfolgt und wieder gerannt. Aber an sich wirkte die Handlung dennoch recht organisch, auch weil sie diesmal nicht den Fehler machte 11 Staffeln Akte X abschließen zu wollen, sondern nur den Handlungsbogen dieser Staffel aufgreifte. Letztendlich merkte man aber gut, dass aus dem Verschwörungsplot einfach die Luft draußen ist und Chris Carter schließt damit ab, die Verschwörer buchstäblich einen nach den anderen explodieren zu lassen, inklusive herumfliegender Gedärme. Zum Schluss gibt es dann noch ein kleines Happy End für Mulder und Scully. Nach dem Ende fragt man sich jedoch was nun mit Skinner und Monica Rheys passiert ist. Letztere sah man zuletzt
      Spoiler anzeigen
      wie sie Skinner mit dem Auto überfährt.
      Beide sieht man dann nicht mehr. Seltsamer Abschluss dieser Charaktere.
    • Neben Star Trek ist Akte X die andere Serie, die sich richtig tief in mein Herz eingegraben hat (Doctor Who habe ich erst 2013 entdeckt und obwohl es sehr gute Chancen hat, auch einen solchen Platz in meinem Herzen zu gewinnen, braucht es dafür wohl noch etwas Zeit).

      Dabei hat es mir Akte X im Laufe der Jahre nicht immer leicht gemacht ... mit Mulders Ausstieg in Staffel 8 und dann vorerst endgültig in Staffel 9 bin ich zunächst überhaupt nicht klargekommen. Aber als ich mich nach einigen Jahren darauf eingelassen und diese beiden Staffeln nochmal gesehen habe, mit der Absicht, Doggett nicht als eine Art Stiefvater zu sehen (ich hatte ihn gehasst aus dem einzigen Grund, dass er nicht Mulder war) und mich darauf einzulassen, habe ich sogar diese beiden Staffeln lieben gelernt. Auch der zweite Kinofilm war dann, trotz Mulder, eine Riesenenttäuschung. Dennoch: Inzwischen liebe ich die X-Files, trotz aller Schwächen, so wie sie sind, "mit Warzen und allem".

      Schon die 10. Mini-Staffel von 2016 fand ich ziemlich gelungen... immerhin drei der sechs Folgen fand ich ziemlich gut, was immerhin in etwa dieselbe Trefferquote der alten Serie war, bei der es auch schon immer eine recht große Zahl wenig spektakulärer Filler-Folgen gab.

      Nur habe ich den Eindruck, Chris Carter hat es einfach nicht mehr drauf, falls er es denn je wirklich hatte. Die schwächsten Folgen der beiden neuen Staffeln jedenfalls sind die, die er geschrieben hat, finde ich. Insbesondere der neue Verschwörungs-Arc ist einfach ausgelutscht. Wobei ich sagen muss, dass mir schon in den früheren Staffeln die Geduld mit dem übergreifenden Arc irgendwann während der 4. Staffel ausgegangen war und ich mich eher auf die "Monster of the week"-Folgen gestürzt habe.


      Unterm Strich hat mich die neue 11. Staffel aber total vom Hocker gerissen: Ich will fast sagen, es ist die beste Staffel seit der Glanzzeit der Serie (die ich auf die Staffel 2 bis 4 ansetzen würde). Abgesehen von der ersten und letzten Folge war eigentlich jede in irgendeiner Weise ein Volltreffer, meiner Meinung nach:

      Der Start war noch äußerst billig: Da hat Carter ganz Dallas-mäßig einfach die kreative Sackgasse, in die er sich in der vorhergehenden Folge geschrieben hatte, zu einem Traum erklärt. Warum der Raucher noch am Leben ist, wird nicht geklärt. Und warum Reyes, die früher doch eine der "Guten" war, sich so einfach von ihm zur dunklen Seite hat ziehen lassen, auch nicht wirklich, zumindest nicht befriedigend. Naja.

      Aber danach gings los: Die 2. Folge schon sehr spannend und actionlastig, ein fast Black Mirror-artiges modernes Thema aufgegriffen und gekonnt mit guter alter X-Files-Paranoia gewürzt! Fand ich großartig.

      Folge 3 war dann sehr solide Hausmannskost, die Folge hätte in der Form auch ohne weiteres in die 3. oder 4. Staffel gepasst und dort zu den überdurchschnittlichen gehört. Da kam wieder richtig das Feeling der guten alten Zeit auf.

      Folge 4... dazu will ich nicht viel sagen, außer, dass diese Folge wohl zum absolut Besten der Serie gehört, dabei aber sehr zeitgemäß ist. Darin Morgen hat seinem bisherigen Schaffen hier die Krone aufgesetzt, meiner Meinung nach.

      Folge 5 war sehr spannend, nach einem "klassischen" Beginn wird auf, wie ich finde, sehr elegante Weise das Thema um Scullys Sohn wieder aufgegriffen. Das hätte leicht schrecklich kitschig werden können, aber das wurde hier sehr gekonnt elegant umschifft und ist in einer Weise bewegend, die perfekt in die Serie passt. Sehr schön!

      Anders als Pascal halte ich auch Folge 6 für ein Highlight: Möglicherweise die beste Skinner-Folge der ganzen Serie. Vielleicht bin ich voreingenommen, weil ich ein ziemlicher Skinner-Fan bin, aber wenn ich mir diese Folge ansehe, finde ich es unbegreiflich, warum dieser Charakter bisher so gut wie gar nicht näher in den Fokus gerückt und vertieft wurde -- das Potential ist definitiv da. Bisher hatten wir nur "Avatar" aus der 3. Staffel, und jetzt diese Folge... sollte die Serie mit dieser Staffel enden, so wäre sie zumindest ein sehr schöner, angemessener Abschied von Director Skinner.

      Folge 7 war dann gleich wieder ein Highlight: Im Prinzip viel mehr eine Black Mirror-Folge als eine Akte X-Folge, jedoch macht so eine Idee mit Mulder und Scully, die sich hier blind bzw. wortlos verstehen und harmonieren, gleich doppelt soviel Spaß... und Akte X zeigt, dass es sogar das bessere Black Mirror sein kann (denn besser als zumindest die in der Qualität etwas abgesackten letzten beiden BM-Staffeln fand ich sie durchaus).

      Folge 8 war dann wieder mehr "Hausmannskost": Sehr klassisch gemachte Folge. Nicht herausragend, aber erinnert mich daran, warum ich die Serie damals in den 90ern so super fand.

      Folge 9 hat mich erst etwas verwirrt, weil mir nicht ganz klar war, was sie wollte... aber der Titel ist wohl Programm: Am ehesten funktioniert sie als Abschiedsfolge. Mulder und Scully, die über das Älterwerden scherzen und philosophieren, und zum Glück nicht zwanghaft jung bleiben wollen. Einige sehr intime Momente zwischen den Beiden. Ja, das funktioniert schon.

      Nur Folge 10 lässt mich wieder etwas zwiespältig zurück ... es tut dieser Folge nicht gut, dass Carter mindestens soviel Handlung in eine einzelne Folge quetschen will, wie früher in seine Zwei- oder Dreiteiler. Das Pacing ist zu schnell, die besonnenen, ruhigeren Momente fehlen und vieles kommt zu kurz. Aber immerhin ist es diesmal kein offener Cliffhanger, und wenn die Serie mit dieser Folge nun endgültig enden sollte, dann hätten wir zumindest einen Abschluss, der auch halbwegs als solcher funktioniert. Die wesentlichen Handlungsstränge werden jedenfalls zu einem Ende geführt, wenn auch nach meinem Gefühl nicht unbedingt restlos befriedigend. Besonders schön finde ich aber das "Happy End" für Mulder und Scully. Zumindest das stimmt.

      Man mag ja von Chris Carter halten, was man will, aber Enden kann er nicht schreiben. ;) Eigentlich wäre das Staffel 7-Finale ein sehr elegantes Ende gewesen: Mulder wird von Aliens entführt, er geht wie er lebte, mehr Fragen offen als beantwortet -- das wäre passend und elegant gewesen. Aber diesen Punkt eines eleganten Abschieds hat Akte X ja bereits vor fast 20 Jahren verpasst, und weil ich die Serie liebe, hätte ich auch nichts dagegen, wenn es einfach doch noch irgendwie weitergehen würde...


      Mulders neue deutsche Stimme: Ja gut, ich gehöre auch zu den Leuten, die die Serie vor allem aus nostalgischen Gründen meist auf Deutsch sehen. Und ich musste mich auch erstmal daran gewöhnen. Inzwischen finde ich aber, der neue Sprecher Sven Gerhardt hat eine super Arbeit geleistet. Ich habe mich wirklich an ihn gewöhnt und finde ihn auch sehr passend.

      Dabei geholfen haben mag mir auch der Umstand, dass ich von dem kleinkarierten Shitstorm einiger deutschen Fans etwas angewidert war: Ja gut, ärgerlich ist so ein Stimmenwechsel schon, aber doch kein Grund, Amazon-Bewertungen mit Maximalverrissen vollzuspammen und sogar Sven Gerhardt, der nun am wenigsten etwas dafür kann, mit Hassmails zuzudecken. Da hatte er aus Prinzip schon meine Sympathien auf seiner Seite.

      Ein Bekannter, der in einem Synchronstudio arbeitet, hat es mir gegenüber so dargestellt, dass Benjamin Völz, also Mulders alter Sprecher, inzwischen so einen Namen hat, dass sein größtes Problem ist, ob er sich lieber einen Lambourghini oder Porsche kaufen soll und sich deswegen zu schade ist, für weniger als mindestens das Fünffache dessen zu arbeiten, was ein weniger bekannter Synchronsprecher bekommt. Da muss man sich nicht wundern, wenn dann halt mal ein anderer genommen wird.

      Und wenn man ein klein wenig Erfahrung damit hat, Serien auf Deutsch zu sehen, dann sollte man das Problem doch längst kennen: Ein riesen Drama war es damals, 1994 für mich, als Captain Picard auf einmal einen neuen Sprecher bekam. Und das ist ja nun auch nicht der einzige Fall... John Locke bei "Lost", sogar Clara bei NuWho. Mancher mag es mir nicht glauben, aber man kann tatsächlich lernen, damit zu leben. ;)