Colditz

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    • Bewertung der Folge 15
      1.  
        Super (2) 13%
      2.  
        Gut (10) 67%
      3.  
        Durchschnitt (2) 13%
      4.  
        Ausreichend (1) 7%
      5.  
        Schlecht (0) 0%


      Buch:
      Steve Lyons

      Regie:
      Gary Russell

      Inhalt:
      October 1944: As World War II draws towards its conclusion, a Nazi defeat begins to seem almost inevitable. But that might be about to change...

      Two intruders are captured in the grounds of Colditz Castle, the most secure POW camp in Germany. At first, the guards think they're dealing with British spies. But the strangers arrived in an advanced travelling machine, the like of which they've never seen before.

      With this TARDIS in their hands, the Third Reich might triumph after all.

      Sprecher:
      The Doctor — Sylvester McCoy
      Ace — Sophie Aldred
      Feldwebel Kurtz — David Tennant
      Hauptmann Julius Schäfer — Toby Longworth
      Flying Officer Bill Gower — Nicholas Young
      Timothy Wilkins — Peter Rae
      Klein — Tracey Childs



      Header stammt ursprünglich von michael_who, hinzugefügt am 27. 4. 2010 von Schlaubi.

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      Heute kamen zwei weitere Hörspiele, die ich bei Ebay ersteigert hab.
      Dust Breeding und Colditz, beide mit dem siebten Doctor und Ace.
      Verwundert habe ich festgestellt, dass im Cover Inneren von Colditz David Tennant abgebildet ist. Und tatsächlich: Er spielt mit, und zwar Feldwebel Kurtz. Wenn ich das gewusst hätte...
      Zwar kein multiple Doctor, aber es dürfte doch interessant sein die beiden innerhalb einer Geschichte zu hören.
      "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game

      "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
      — Alan Moore (V for Vendetta)
    • Colditz ist ein fantastisches Audio, abgesehen davon, dass man naürlich als deutscher ein wenig gnädig seien muss, wenn die Briten versuchen deutsch zu sprechen.

      Auch Dust Breeding gefällt mir ganz gut. Diese und weitere Folgen vom 7. Doctor auf Audio sind genau der Weg, in der sich der 7. Doc entwickeln sollte... hätte nur zu gerne solche Audios verfilmt gesehen...

      Vom 7. Doc ist natürlich auch "The Fearmonger" und "Shadow of the Scourge" sehr empfehlenswert, wenn wir weiter in die "Horrorschiene" vordringen wollen. Folgen, die ich ungerne nachts höre. Für mich sind genau solche Elemente wie darin das, was Horror ausmacht, nicht irgendwelche herumfliegenden Gedärme...

      Das mit David ist mir gar nicht so aufgefallen, ich lese selten die Booklets. Aber dann werde ich die Folge, nachdem ich mit der Wiederholung von Zagreus durch bin, als nächstes in den Player stecken und genau auf den Feldwebel achten.

      Achja, wenn ich schon gerade beim Empfehlen sind, dürfen meine anderen Lieblingsfolgen nicht fehlen: The Holy Terror (6th & Frobisher), Winter for the Adept (5th & Nyssa) und Fires of Vulcan (7th & Mel [ohne Gekreische ;) ...]). Wenns was lustiger sein soll... Bang-Bang-a-Boom (7th & Mel)

      Gruß,
      Zagreus
    • Schade, mein Colditz wird wohl erst morgen oder nächste Woche kommen. Naja, der Versand von GB dauert halt immer ein bißchen. Bin aber schon gespannt, danke für den Hinweis, Atlan.

      Bang-Bang-a-Boom ist tatsächlich das bislang lustigste Big Finish, das ich gehört habe (auch wenn Mel wieder ziemlich nervig ist). Der verzögerte Abspann hat mir besonders gut gefallen. In der letzten Folge wird nämlich nach 25 Minuten die Titelmelodie angespielt und dann meint Mel, die Sache wäre eigentlich zu einfach gewesen. Die Melodie bricht wieder ab und dann geht es noch eine Viertelstunde weiter bis die beiden alles in Ordnung gebracht haben.
      In Fires of Vulcan ist auch nicht schlecht. Wie verhindert man, daß die TARDIS beim Ausbruch des Vesuvs verschüttet wird, wenn es bereits geschehen ist. Brilliante Lösung (und das, ohne die Gesetze der Zeit zu brechen).
    • Auch Colditz hat ein feine Zeitreise-Auflösung.
      Ich hab mich noch gefragt, wie sie die ganzen Widersprüche und Verwicklungen auflösen wollen, aber sie haben es geschafft.
      Bei Fräulein Kleins Assistenten (Kollegen?) hätte ich ja stutzig werden müssen. Denn im Nachhinein konnt ich mir nur noch an den Kopf greifen, vor lauter Klarheit.
      Colditz passt definitiv auch in den schöne Zeitreise-Story-Thread.
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      — Alan Moore (V for Vendetta)
    • Original von Calonis
      Bang-Bang-a-Boom ist tatsächlich das bislang lustigste Big Finish, das ich gehört habe (auch wenn Mel wieder ziemlich nervig ist).

      Kenn ich leider noch nicht.
      THE ONE DOCTOR mit Doc #6 und Mel ist auf jeden Fall auch seeeehr lustig. Ein einziger großer Spaß, der Höhepunkt imho als Mel und der Doctor-Nachahmer das "Ikea"-Regal zusammenbauen. :D
      Und wow, wusste gar nicht, dass Mel so eine angenehme und schöne Stimme haben kann. :19:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Atlan ()

    • Ja, in den Audios ist Mel etwas erwachsener geworden. Mir gefällt auch generell, dass die Audios sich doch eher an die ältere Zielgruppe richtet, es recht ernste, angsteinflössende, aber doch auch zwischendurch sehr lustige und meiner Meinung nach dennoch nicht lächerliche Folgen gibt.

      Gruß,
      Zagreus

      PS: Ich könnte auch noch Empfehlungen brauchen bzgl. Folgen ab 54 (ausser The Harvest, die hab ich schon...). Bin mir nicht sicher, welche die nächsten sein werden, würde mich über eine Empfehlung von jemandem, der schon einige der höheren Folgen gehört hat freuen ;)
    • Original von Zagreus
      Ja, in den Audios ist Mel etwas erwachsener geworden. Mir gefällt auch generell, dass die Audios sich doch eher an die ältere Zielgruppe richtet, es recht ernste, angsteinflössende, aber doch auch zwischendurch sehr lustige und meiner Meinung nach dennoch nicht lächerliche Folgen gibt.

      Gruß,
      Zagreus

      PS: Ich könnte auch noch Empfehlungen brauchen bzgl. Folgen ab 54 (ausser The Harvest, die hab ich schon...). Bin mir nicht sicher, welche die nächsten sein werden, würde mich über eine Empfehlung von jemandem, der schon einige der höheren Folgen gehört hat freuen ;)


      Da kann ich Folge 57, Arrangements for War und Folge 73, Thicker Than Water, empfehlen. Folge 57 folgt Project Lazarus und zeigt uns wichtige Unterschiede zwischen dem 6. Doktor und Evelyn. Es gibt viel Romanze in der Geschichte und mehrere wichtige Fragen uebers Leben. Es grenzt zugegeben an das Laecherliche, wie der Doktor einen Haufen von Problemen startet, weil er nicht weiss, mit wem er spricht...

      Thicker Than Water folgt Arrangements for War (die Geschichte spielt sich auf dem selben Planeten ab und es erscheinen Personen die in Arrangements for War entweder aufgetreten sind oder ehrwaehnt worden) und ist die letzte Geschichte mit Evelyn (obwohl sie, in klassischer Doktor Who-Weise, spaeter in frueheren Geschichten auftaucht ;) ). Auch Mel tritt in diesem Abenteuer auf. Es ist ein passendes Ende zu den Reisen des fabelhaften Doktor-Companion-Team, 6. Doktor und Evelyn.
    • Project: Lazarus ist auch von mir sehr empfehlenswert. 1. CD 6. Doctor und Evelyn. 2. CD 7. Doctor und "6. Doctor". Schön wenn McCoy und Baker zusammentreffen. Der 7. strahlt in diesem Audio eine proffessionalität und Zielstrbigkeit aus die an die letzten Folgen der McCoy Ära heranreichen.
      "Well, there you are, young man. What do you think of that now, eh? A Viking helmet."
      "Oh, maybe."
      "What do you mean, maybe? What do you think it is? A space helmet for a cow?"

      The Time Meddler 1stdoc
    • Die Vorgeschichte zur gerade beendeten Klein-Trilogie in den aktuellen BiFis, Steve Lyons hat die Abschlussfolge Architects of HIstory geschrieben und ist so nach guten neun Jahren zu Elizabeth Klein zurückgekehrt. Die hier wie dort der größte Pluspunkt der Geschichte ist. Tracey Childs ist einfach eine hervorragende Sprecherin, es ist ein Vergnügen, ihrer ebenso tödlich rationalen, amoralischen wie auch unerschütterlichen Figur zuzuhören. (Sie war übrigens schon in den TV-Folgen zu sehen, und zwar als Peter Capaldis Frau in The Fires of Pompeji). Vor allem, wenn sie sich mit dem Doctor misst und dabei ziemlich gut aussteigt. In den ersten paar Teilen kann man auch gut darüber rätseln, wer und was sie eigentlich ist. Mit ihrem "Give me the key to your TARDIS or I´ll have your companion shot" macht Klein gleich klar, dass mit ihr nicht gut Kirschen ist. Nach der Erklärung ihrer Herkunft kann man ihre Argumente nicht von der Hand weisen. ("Genocide is never right!" - "And yet you want to eliminate my entire world.")

      Ich hätte es besser wissen müssen, aber im vierten Teil war ich sehr überrascht, dass doch alles ein Masterplan des siebten Doctors war. Bei seinem ersten Eintreffen in Colditz Castle (das bei den Engländern scheinbar sehr bekannt ist, mir sagte das überhaupt nichts) versagte er, Ace starb, und der Laser ihres CD-Players (aus Fearmonger) gab den Nazis die überlegene Technologie, den Weltkrieg zu gewinnen. Und so hat der Doctor - wie wir sehr viel später in Klein´s Story erfahren - in seiner achten Inkarnation Klein manipuliert und sie zur Rückkehr nach 1944 manipuliert, um so wieder die "richtige" Zeitlinie herzustellen. Was er (natürlich) auch schafft, und Klein bleibt als einzige ihrer Welt und als Anomalie zurück.

      Dieser "A-Plot" ist ganz große Klasse, aber leider gab es auch noch ziemlich viel Handlung mit Ace. Die mir großteils auf die Nerven gegangen ist, vor allem weil mir Sophie Aldreds recht hölzerne Darbietung einfach nicht sonderlich gefällt. Es gab zwar ein paar härtere Szenen, in denen ihre Verletzlichkeit herausgearbeitet werden sollte, aber im Endeffekt hat mich diese ganze Fluchtgeschichte nur gelangweilt. Interessant war dabei lediglich, einen (hörbar) die Zähne fletschenden, umherspuckenden und die Augen rollenden David Tennant als bösen Buben Feldwebel Kurtz zu erleben. Ganz lustig gesprochen von ihm in dieser Überzogenheit, aber nicht wirklich eine schauspielerische Glanzleistung. Dafür hat sein Charakter auch ein wirklich extrem AUA!-mäßiges Ende erlitten. :)

      Was die große Enthüllung mit "Dorothy McShane" auf sich hatte und inwiefern sich Ace am Ende als Charakter verändert hat, hab ich übrigens nicht begriffen, aber vielleicht kommt das ja noch. In einigen Szenen hatte ich übrigens eher das Gefühl, als ob sie diesen Namen erfunden hätte und es nicht ihr wahrer ist.

      Ganz gut war übrigens das Deutsch, das gesprochen wurde, relativ wenige Fehler. Auch wenn ich nicht ganz kapiert habe, warum die bösen deutschen Nazis so oft - und sogar miteinander - englisch sprachen? :rolleyes:

      Etwas nervig war leider die Musik, die oft einfach zu laut war und sogar die Dialoge überlagerte.

      Insgesamt wegen Klein - und trotz Ace - ein "Gut".
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

      5thdoc 2nddoc 8thdoc 11thdoc 9thdoc 4thdoc 10thdoc 1stdoc 6thdoc 3rddoc 7thdoc

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    • michael_who schrieb:

      Ganz gut war übrigens das Deutsch, das gesprochen wurde, relativ wenige Fehler. Auch wenn ich nicht ganz kapiert habe, warum die bösen deutschen Nazis so oft - und sogar miteinander - englisch sprachen? :rolleyes:

      Na, das ist wegen der TARDIS die übersetzt, dass alle jeden verstehen. Was aber komisch ist, ist warum sie zwischendrin dann mal deutsch gesprochen haben und warum sich keiner wundert, dass jeder jeden versteht. :)
      "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game

      "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
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    • michael_who schrieb:

      Colditz Castle (das bei den Engländern scheinbar sehr bekannt ist, mir sagte das überhaupt nichts)

      Colditz Castle ist für jedes britisches Schulkind ein Begriff. Die ganze Sache mit den Fluchten aus der deutschen Gefangenschaft gehört quasi zu unserer Grundausbildung. Die bekanntesten Filme des genres sind The Wooden Horse und The Great Escape ("Gesprengte Ketten"). In den 70er Jahren gab's eine Fernsehserie Colditz.

      Ich habe mit meiner Frau und eine Freundin von ihr vor ein paar Jahren den Burg in Sachsen besucht. Sie kannten es auch nicht, aber mein Vater hat es danach auf den Photos sofort erkannt.
      Just this once, everybody lives!
    • Hat mir sehr gut gefallen und Klein ist wirklich ein toller Charakter. David Tennant hatte ich jetzt nicht rausgehört. Hatte zwar schon mal gehört, das er hier mitspricht, hatte es aber wieder vergessen.
      Nachdem ich Teil 1 gehört hatte (ich höre die Teile immer einzeln), hab' ich mich in der englischsprachigen Wikipedia über Colditz schlaugemacht (kann ich empfehlen, ist sehr interessant) und auch von dem Glider gelesen, was ich ziemlich cool fand.
      en.wikipedia.org/wiki/Colditz_glider
      Geschmunzelt hab' ich dann, als in Teil 2 der Glider erwähnt wurde.

      Eines aber hab' ich jetzt entweder nicht mitbekommen oder verstanden (oder wurde es am Ende etwa gar nicht erklärt?): Wieso ist eigentlich Kleins TARDIS verschwunden? Ich könnte mir vielleicht denken, das der Doctor als Schmidt (vermutlich Johann Schmidt :D ) die TARDIS so programmiert hat, das sie nach einer Weile ohne Klein abhaut, aber wurde so etwas irgendwo gesagt?
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Wenn ich mich recht entsinne, wurde das nur indirekt angesprochen. Der Doctor weiß nämlich auch (noch) nicht so richtig, was sein späteres Ich im einzelnen gedacht hat. Er geht nur soweit mit, wie er das erkennen kann (was aber reicht, um unbeschadet aus der Geschichte raus zu kommen - er kennt sich und seine Gedankengänge schließlich).
    • Die Geschichte an sich ist ja durchaus ganz schön, aber ich kann so langsam keine Nazi-Deutschland-Stories mehr hören, sehen oder lesen. Es nervt einfach.. was natürlich nicht an Doctor Who liegt, sondern an der Tatsache, daß einem das Thema hier dauernd und ständig unter die Nase gerieben wird. Als hätte es nie was anderes gegeben.

      Zur Story: Ich bin kein Freund solcher "Masterpläne" a lá "wir manipulieren Charakter A in Folge 1308 in Folge 1297 zurückzugehen und das zu tun, was wir vorher versemmelt haben". Die Geschichte funktioniert aber auch ohne diesen Hintergedanken. Der deutsche Akzent: ganz nett, aber wer hat in den 40ern Vorgesetzte mit "meine Dame" angesprochen? Wäre mir neu. Zudem kling Sylvester mit seinem Lispler und dem r (was aber kaum auftaucht) deutscher als die Deutschen. Zumindest Tennant hat sich viel Mühe gegeben mit den abgehackten Wörtern und dem s statt th. Als Schotte hat er aber auch gute Startbedingungen. Sein Charakter ist leider nur der Standardnazi und gibt daher nicht viel mehr als Rumschreien und fies sein her (wenn er das auch sehr gut macht).
      Der Führer wird wohl auf immer und ewig der Fiurer bleiben. Manchmal wünsche ich mir einfach, sie würden sich die Mühe machen einen Muttersprachler zu Rate zu ziehen, bevor sie sowas machen. Gibt ja genug davon in GB und es sollte nicht allzu schwer sein, da jemanden zu finden, der sich als Berater in Akzentfragen zur Verfügung stellt und die Wörter und Sätze mal für ein paar Stunden mit den Schauspielern durchgeht - inklusive Änderungen im Scipt, wenn schlicht dämliche Formulierungen benutzt werden. Das kommt hier aber zum Glück nicht vor. Merkwürdig ist es natürlich immer, wenn eigentlich die TARDIS übersetzen müsste, dann die Leute aber doch Akzent sprechen und fremdsprachliche Wörter einstreuen. Natürlich um ihre Charaktere als ausländisch herauszuarbeiten, was ja gerade bei Audios eben nur so möglich ist, aber etwas komisch wirkt es schon.

      Die Fluchtpläne mit Ace fand ich auch etwas langwierig, zumal mir da der Hintergrund von Colditz als Ausbrechermekka fehlt. Wenn man mit diesen Geschichten groß geworden ist, ist das vielleicht ein wenig interessanter. Sehr schön die Dialoge zwischen Klein und dem Doktor. Vor allem der Teil, in dem sie sagt, wenn er den Sieg Deutschlands verhindern will, könnte er auch weiter zurückgehen und versuchen, sämtliche großen Eroberungen rückgängig zu machen. Zumal - welchen Unterschied macht es 44, ob Deutschland oder die Allierten gewinnt - die meisten Opfer sind zu diesem Zeitpunkt schon gefallen. Der Preis, von dem der Doktor spricht, ist also schon zu einem großen Teil gezahlt. Und er will ja nicht den Krieg an sich verhindern, und damit seine Opfer, sondern nur den Ausgang. Letztlich geht es also gar nicht um die Opfer, sondern nur darum dafür zu sorgen, daß die Geschichte nunmal so ausgeht, wie sie immer ausgegangen ist.
      Insgesamt eine schöne recht kurzweilige Geschichte, wenn man sich nicht am Thema an sich stört.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rhizin ()

    • rhizin schrieb:

      Zumal - welchen Unterschied macht es 44, ob Deutschland oder die Allierten gewinnt - die meisten Opfer sind zu diesem Zeitpunkt schon gefallen.

      Da sind aber zwei Denkfehler drin:

      1.) In den eroberten Gebieten hätten Juden gelebt. Aber nicht sehr lange.

      2.) Mit der Eroberung der Allierten wäre der Krieg ja bestimmt nicht zuende gewesen. Dann wären halt die nächsten Länder und die nächsten Länder und die nächsten...
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Klein erwähnt ein "Goldenes Zeitalter" nach dem Sieg Deutschlands - das ist ja ihr Argument - dieses Zeitalter wäre die Opfer Wert gewesen. Der Doktor sagt nein, es wäre die Opfer nicht wert - aber ein Großteil der Opfer ist zu dem Zeitpunkt ohnehin bereits gebracht - und der Krieg geht ja ohnehin bis '45 weiter entsprechend der bekannten Geschichte. Mit der neuen CDPlayer-basierten Technik wäre der Krieg wahrscheinlich ziemlich schnell aus. Fraglich ist natürlich, was Klein als unter ihrem Goldenen Zeitalter versteht. Im Prinzip ist es die selbe Frage im Kurzformat, die es auch schonmal in dem sehr guten Film mit Rutger Hauer gab, dessen Titel mir grade nicht einfällt.
    • Okay gut, die Nazis sagen allen Ländern der Welt "Ergebt euch oder wir beschmeissen euch mit Atombomben." und die Länder machen das, kann gut passieren. Damit fällt Nr.2 weg. Das mit Nr.1 hast du ja mit "Vaterland" (eben jenem Film mit Rutger Hauer) ja schon bestätigt. Und stimmt, für sie ist es sicher ein Goldenes Zeitalter. In z.B. Afrika gibt es Millionen, die das anders sehen.

      Wie man es dreht und wendet: Es hätte noch viel, viel mehr Tote gegeben.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • So, weiter geht's mit meinem BiFi-Marathon.

      Das war nun also "Colditz". Hm. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich überzeugend.

      Englische Produktionen und Nazis sind ja oft mal so eine Sache... und auch hier werden einem die Klischees mit dem Holzhammer um die Ohren gehauen: allen voran der pflichtbewusste und darin völlig vernagelte Kurtz, dagegen der pseudo-menschliche Schulz, der mit den Gefangenen sympathisiert, die Ausbrecher, der Möchtegern-Ausbrecher, der dann letztendlich doch seine Komplizen reinhängt... alles irgendwie zu unoriginell.

      Das zweite Problem ist - wie leider oft - Ace. Erstmal wäre da dieses pseudo-coole Getue, das mir total auf den Geist geht. Dass der Doctor, der schon alles mögliche miter- und überlebt hat, mutiger ist als der irdische Ottonormalbürger, ist OK. Aber dass man eine Anfang-20-Jährige einfach mal so in ein Nazi-Gefängnis steckt, und die Rotzgöre zeigt sich nicht nur völlig unbeeindruckt, sondern riskiert noch ständig eine dicke Lippe. Ganz zu schweigen von tätlichen Angriffen auf den Feldwebel. Das war mir irgendwie dann doch allzu unglaubwürdig, Fiktion hin oder her. Da wirkte ja der Doctor noch beunruhigter.

      Und als ob das nicht reichen würde, zeigt die ach so toughe Tussi dann doch noch Gefühle, als es den bösen Feldwebel zerreisst. Völlig unnachvollziehbarer Schwenk. Und plötzlich will sie erwachsen sein und nicht mehr Ace genannt werden. Albern.

      Die Handlung um den Doctor und Frau Klein fand ich dagegen wieder besser. Die Idee mit den Paradoxa und der alternativen Zeitlinie mochte ich. Und Klein mochte ich auch. Schade, dass das hinter der ganzen Ace-Ausbrecher-Handlung zurücktreten musste, da hätte man vermutlich mehr draus machen können.
      All hail Frobisher! All hail the big talking bird!
    • Fenchurch schrieb:

      Die Handlung um den Doctor und Frau Klein fand ich dagegen wieder besser. Die Idee mit den Paradoxa und der alternativen Zeitlinie mochte ich. Und Klein mochte ich auch. Schade, dass das hinter der ganzen Ace-Ausbrecher-Handlung zurücktreten musste, da hätte man vermutlich mehr draus machen können.

      Und zum Glück hat man das später dann ja auch noch auf großartige Weise getan. Die Klein-Episoden gehören zu meinen Lieblings-BiFis.
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