The Horns of Nimon

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    • The Horns of Nimon

      Bewertung der Folge 18
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      2.  
        Gut (5) 28%
      3.  
        Durchschnitt (5) 28%
      4.  
        Ausreichend (2) 11%
      5.  
        Schlecht (6) 33%


      Der vierte Doctor und Romana II treffen - nicht ganz freiwillig - auf die Skonnans, eine kriegslüsterne Rasse, die den mysteriösen Nimon gegen das Versprechen revolutionärer Kriegstechnologien Kinder vom benachbarten Planeten Anethas opfern. Beim Versuch, den Todesgeweihten zu helfen, landen unsere Helden in einem Labyrinth voll stierköpfiger Monster - und es scheint kein Entrinnen zu geben!

      Mist. Einfach Mist und definitiv eine der schlechtesten und peinlichsten Folgen, die ich bis jetzt gesehen habe. Das liegt nicht unbedingt an der Geschichte selbst. Natürlich ist das ganze ein unverhohlener Aufguss der Mythen über Theseus und den Minotaurs, aber das wäre eher ein Pluspunkt für mich, weil ich sowas eigentlich mag. Die Handlung an sich ist auch ziemlich geradlinig ohne gar zu gröbere Löcher oder Unsinnigkeiten.

      Aber das Ding ist einfach unglaublich schlecht in Szene gesetzt. Man ist es bei Classic Who ja gewohnt, dass nicht alles immer ... hundertprozentig überzeugend aussieht (;)), aber diese lieb- und einfallslose Optik sucht ihresgleichen und lässt es keine Sekunde zu, dass man als Zuschauer in die Geschichte eintauchen kann. Größtenteils wohl auch ein Fehler der Regie, die gar nicht erst versucht, in diesem unüberzeugenden Umfeld vernünftig zu arbeiten. Und so wirkt es natürlich schwerst lächerlich, wenn die Nimons ununterbrochen an der kilometerweit sichtbaren, hinter Glasscheiben rumkauernden Romana vorbeirennen. Auch die Kostüme, sonst oft ein stärkerer Punkt, sind großteils einfach blöd, allen voran die komischen gelben Pyjamas der Anethans. Und die Nimons selbst sind natürlich auch unglaublich peinlich.

      Das noch größere Problem ist aber, dass auch die Schauspieler durch die Bank erbärmlich sind. So uncharismatische "Figuren" wie die gelben Opferlämmer muss man erstmal finden, viel hölzerner und ungeschickter kann man kaum vor einer Kamera rumlaufen. Der agressivere Pilot des Raumschiffs ist so übel, dass ich mich über sein "Weakling scum" zwar ein bisschen amüsieren konnte, aber er ist höllisch fehlbesetzt. Alle anderen sind bestenfalls nicht brutalst nervig, aber halt auch nicht gut. Einzige Ausnahme: Chefwissenschaftler Soldeed. Eine derartig überzogene Darbietung sieht man nicht oft, und das will gerade in Classic Who einiges heißen. Streckenweise ist diese Grimassen- und Gestikorgie auch wirklich lustig, aber es versetzt den kümmerlichen Versuchen dieser Folge, eine ernsthafte Geschichte erzählen zu wollen, auch den Todesstoß.

      Wie auch Tom Baker. Hier gibt er den völligen gaga-Doctor par excellance, der ununterbrochen manisch rumgrinst und mehr ein Clown denn ein richtiger Charakter ist. Für meinen Geschmack viel zu weit übers Ziel hinausgeschossen, ich mag das einfach nicht. So sehr ich den vierten Doctor aus der Hinchcliffe-Ära liebe, in so Sachen wie hier geht er mir auf die Nerven.

      Romana hat dafür einen richtig guten Auftritt, wird größtenteils als sehr kompetente und würdevolle Timelady gezeigt und sieht nebenbei auch toll aus in ihrem roten Kostüm. Aber retten kann sie auch nix mehr. Horns of Nimon hat mich tödlich gelangweilt, was natürlich der allerschlimmste Vorwurf ist. Ich würde mich aufrichtig schämen, wenn jemand aus meinem "Not We" Umfeld mitkriegen würde, dass ich mir freiwillig so einen Rotz ansehe. :)

      Ach ja, und ich mag David Brierleys K9-Stimme nicht. :P

      Schlecht. Ganz, ganz schlecht.
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

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    • Och. Also gut ist die Folge nicht, aber irgendwie mag ich sie trotzdem. Die war so trashig, das war schon wieder irgendwie sympathisch. Liegt vielleicht aber auch größtenteils daran, dass ich das überzogene von Baker hier tatsächlich witzig fand (wie der Doctor versucht die TARDIS zu reparieren, z.B.). Die Handlung um die Nimons selbst kann man vergessen, aber es gab halt doch sympathische Lichtblicke. Einerseits die Darstellung von Sordeed, die schon erwähnt wurde -> ich fand's zum Schießen. Dagegen ist Tom Bakers gaga harmlos ;) - , und Romana hat mir endlich mal sehr gut gefallen (so hin und wieder weiß ich einfach nicht, was ich von ihr halten soll. Irgendwie ist mir die überhebliche, irgendwie gleichzeitig kluge wie dumme Romana I doch mehr ans Herz gewachsen) - oh und ich liebe ihr Kostüm in dieser Folge - und K-9 hatte auch einiges zu tun (soweit ich mich entsinne. Ist doch schon ne Weile her, dass ich das geschaut hab), ist ja doch meistens nur Stichwortgeber. Die neue Stimme ist gewöhnungsbedürftig und zu keiner Zeit so nett, wie die von John Leeson, aber wirklich was dagegen hab ich auch nicht.

      Ich stimme aber dahin gehend zu, dass Horns of Nimon keine Folge ist, die ich jemals in eine Bestenliste packen würde, geschweige denn irgendwelchen Leuten empfehlen oder zeigen. Das ist bestenfalls unterhaltsamer Trash für späte Abendstunden, mehr nicht. *g*
    • Ich weiß auch nicht genau, woran es liegt. Manche Folgen, die definitiv reiner Trash sind (etwa Time Monster oder The Chase), finde ich absolut klasse, die schaue ich mit einem durchgehenden Schmunzeln an. Hier aber dachte ich mir die ganze Zeit: "Das ist blöd. - Der spielt schlecht. - Der auch. - Das schaut scheiße aus. - Und das erst. - Ah, wie kann man sowas auf Sendung lassen?!?. - Bitte, lieber Mr. Baker, nur ein BISSCHEN mehr Ernst". :)
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

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    • Ich kannte schon vorher die Handlung, da ich mehrmals die Novelisation gelesen habe, aber als ich diese Folge endlich sehen durfte fand ich sie auch unter den schlechtesten, die ich je gesehen habe. Die Spitzenposition macht ihr eventuell nur "The Gunfighters" streitig.
      Just this once, everybody lives!
    • Öh, ich weiß gar nicht, was ihr habt? Ich hab jedenfalls mit GUT gestimmt.

      Die Story war durchdacht, die Darsteller fand ich auch passend. Ja, auch die der Opferlämmer, gerade weil sie einen so uncharismatisch, so geöhnlich waren, waren sie die ideale Besetzung.

      Dass Tom Baker sein Spiel übertreibt, kann ich ebefalls nicht finden, ich hatte wieder mal großen Spaß an ihm. (zB wie er seinen Scewdriver gegen den von Romana "tauschen" will oder wenn er K-9 Mund-zu-Mund-Beatmung gibt :thumbsup: )

      Sordeed war eh große Klasse, aber darüber scheint ja Konsens zu herrschen

      Die Kostüme und die Darsteller der Nimons waren allerdings ein dicker Minus-Punkt! Die leute konnten mit den "Huf-Absätzen" ja noh nicht einmal vernünftig laufen!!!

      Und ich gebe zu, etwas habe ich nicht verstanden: Was war der Sinn und Zweck der sich ändernden Gänge? Okay, da die Nimons ja schon aussahen wie der Minotaurus und auch "Opfer" bekamen (wozu benötigten sie die eigentlich?), musste natürlich auch ein Labyrinth her, aber wie wurde das storytechnisch begründet?


      EDIT: Witzig, ich habe gerade gesehen, dass es bis jetzt 2 Leute gibt, die "Nightmare of Eden" (die vorherige Folge) gut bzw. super fanden, während ich sie einfach nur schlecht fand. Und bei "The Horns of Nimon" ist es jetzt genau umgekehrt: Allgemein wird sie als ... "weniger gelungen" bezeichnet, während ich sie richtig gut fand ... Zufall? Die Wahrheit ist irgendwo da draußen ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Herr Duck ()

    • Ich habe mich sehr amüsiert und habe keine Bedenken, ein GUT zu vergeben. Sordeed ist überzeugt, dass er auf gerissene Art und Weise Lord Nimon ausnutzt für seine Zwecke, dabei ist es die ganze Zeit umgekehrt. Die komödiantische Situation, in der sich jemand für clever hält und dabei eine große Dummheit begeht, wird unterstützt von der pompösen, übertriebenen Darstellungskunst Graham Crowdens und den Kostümbildnern, die sich von des Nimons Blinkehörnchen bis hin zu Soraks Metallplättchen am Hut Einiges trauen. ;) Die ernste Seite der Medaille, nämlich dass eine Invasion verhindert werden soll, wird durch das wilde Herumbasteln des Doktors an allerlei Geräten auch nicht seriöser, also ein gewisses Ungleichgewicht besteht schon, doch das könnte man vielen Folgen vorwerfen. Es ist eine umso eindrucksvollere Szene, als Romana den alten Mann auf der anderen Welt trifft, der ihr erklären kann, nach welchem Prinzip die Nimons vorgehen. Ein schöner Moment für K9, als er vor der Wand stehen bleibt und behauptet, hier sei der Ausgang - zunächst denkt man echt, seine Sensoren würden nicht richtig funktionieren.

      Ich vermute, dass die gruselige Seite vielleicht irgendwo zwischen erster Storyidee und endgültiger Umsetzung etwas zurück genommen wurde, weswegen Lord Nimon nicht annähernd so dämonisch wirkt wie z.B. Sutekh in "Pyramids of Mars", denn die zerfallende ausgetrocknete (ausgesaugte?) Leiche zu Beginn blieb die einzige, und der Rest der mutmaßlichen Vorratskammer wurde nicht angeknabbert. Der Tribut an die Nimons - Leute und Energiekristalle - machte so nur noch bei den Energiekristallen Sinn, und wofür sie die Leute haben wollten, wurde womöglich aus Jugendschutzgründen nicht weiter vertieft?

      Der Set hat mir durchaus gefallen, z.B. der Privatraum von Sordeed in Schwarz und Silber, eine Mischung aus Tempel (mit dem riesigen Kreis hinter ihm) und Arbeitsraum (mit viel Elektrik-Trick-Zeugs) ist wohl genau das, was dieser Charakter bewohnen würde.

      Es lohnt sich hier im übrigen auch mal, den Audiokommentar zu hören, in dem Lalla Ward einige Anekdoten über Tom Baker zum besten gibt ^^
    • Ich hab ja nicht grundsätzlich was gegen Trash (deswegen mag ich auch "The Gunfighters" ;) ), aber hier war ich nach ziemlich kurzer Zeit ziemlich genervt. Das ganze Ding ist einfach viel zu übertrieben. michael who sagte es ja schon, die meisten Schauspieler sind einfach grottig. Die gelben Kinder gingen mir so auf den Geist, dass ich mir die ganze Zeit gewünscht habe, dass einer der Nimons sie frisst. Der böse Raumschiff-Co-Pilot und Sordeed waren so übertrieben böse, dass sie einfach nur lächerlich waren, aber nicht gut lächerlich. Das Tardis-Team gefiel mir hier hingegen gut.

      Über die Handlung gibt's eigentlich gar nicht viel zu sagen. Sie ist ganz OK, aber auch nicht mehr.

      Eine bessere Gesamtwertung als "Durchschnitt" ist da nicht drin. Und zwar unterer Durchschnitt.
      All hail Frobisher! All hail the big talking bird!
    • Herrje, wie schlecht ist das denn???
      Ich habe erst drei der vier Folgen gesehen, aber dagegen war Nightmare of Eden Gold. Das Nimon-Kostüm ist für die Zeit richtig schlecht, und die Story auch. Nur ganz, ganz knapp vor The Web Planet. Und der ist 15 Jahre älter.

      1. 9thdoc 2. 2nddoc 3. 1stdoc 4. 7thdoc 5. 4thdoc 6. 12thdoc 7. 11thdoc 8. 8thdoc 9. 6thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc 12. 5thdoc
    • Nikioko schrieb:

      Herrje, wie schlecht ist das denn???
      Ich habe erst drei der vier Folgen gesehen, aber dagegen war Nightmare of Eden Gold. Das Nimon-Kostüm ist für die Zeit richtig schlecht, und die Story auch. Nur ganz, ganz knapp vor The Web Planet. Und der ist 15 Jahre älter.
      Ich fand The Web Planet deutlich besser... Das Schlimme ist ja, dass irgendwie alle Geschichten, die auf (pseudo)griechische Sagen in dieser Zeit basieren, einfach nur grottig sind.


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • Ach Du meinst, weil der Nimon ein ganz böser Wechstabenverbuchsler zu Minos ist und dieser genau wie der Minotauros in einem Labyrinth (eigentlich ist es hier kein Labyrinth sondern ein Irrgarten, weil ein Labyrinth ein langer Gang ohne Abzweigungen ist) lebt und sich von denen ernährt, die sich zu ihm verirren?
      Naja... Aber ich meinte, das mit dem Minotauros hatten wir eh schon mal in einem früheren Serial. In welchem war das noch mal?

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    • Naja... Aber ich meinte, das mit dem Minotauros hatten wir eh schon mal in einem früheren Serial. In welchem war das noch mal?

      The Time-Monster mit Pertwee.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Na, es wird doch im Myth and Legends-Pack angeboten und bei den Specials erzählt doch der Schreiberling der Episode von seinen tollen Ideen zur Anlehnung an die griechische Sage (oder verwechsel ich das grad mit Underworld?).


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • michael_who schrieb:

      Wie auch Tom Baker. Hier gibt er den völligen gaga-Doctor par excellance, der ununterbrochen manisch rumgrinst und mehr ein Clown denn ein richtiger Charakter ist. Für meinen Geschmack viel zu weit übers Ziel hinausgeschossen, ich mag das einfach nicht. So sehr ich den vierten Doctor aus der Hinchcliffe-Ära liebe, in so Sachen wie hier geht er mir auf die Nerven.



      Wollt die Folge eigentlich überspringen... Aber jetzt muss ich sie sehen :)

      Edit: Ok, die ist echt übel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Aksuaho ()

    • Das einzige, was ich wirklich gut fand, war die Grundidee: die Adaption der griechischen Sage und die Idee, dass der Nimon/Mintoaurus in dieser Geschichte ein verkappter Agent einer Invasion ist, der mit falschen Versprechungen einen Planeten für die Invasion durch sein Volk vorbereitet, die mit der Methode von Planet zu Planet ziehen.

      Leider folgte auf diese gute Grundidee eine wirklich lausige Umsetzung.

      Das zweite, was mir noch annähernd gefallen hat - zumindest eine Weile: Soldeed. Irgendwann hat er dann aber auch nur noch genervt. Und spätestens als man sein Gegenpart auf dem vorher eroberten Planeten trifft, der im Gegensatz zu Soldeed eine wirklich ernstzunehmende, tragische Figur darstellt, die das Drama, das die Nimons verursacht haben, wirklich rüberbringt, wird Soldeeds überzogener Comic-Irrsinn unerträglich!

      Ebenfalls eine Zeitlang amüsant war der ignorante Copilot. Auch genauso herrlich überzogen wie Soldeed, und auch irgendwann nur nervig.

      Alles andere war so übel, dass man besser darüber schweigen sollte... oder eine lange, laaaaaange Liste anfangen müsste. Da schließ ich mich lieber einfach meinen Vorschimpfern an, die haben alles schon gesagt! ;)