Der letzte Film, den ich gesehen habe

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    • Betrogen (The Beguiled, 1971)

      Ich hab' im Battleship Pretension Podcast von Sophia Coppolas neuem Filme "Die Verführten" / "The Beguiled" gehört (startet kommenden Donnerstag in Deutschland), der recht interessant klang. Hab' dann gesehen, dass die erste Verfilmung auf Amazon Prime Deutschland läuft und hab' sie mir gerade angesehen:

      Der Film spielt im amerikanischen Bürgerkrieg in einer Mädchenschule in der Südstaaten praktisch in Wurfreichweite der Front. Eines der Mädchen findet einen verwundeten Nordstaatensoldaten und schleppt ihn mit. Dass der Typ seine 12jährige Retterin gleich mal direkt auf dem Mund abknutscht deutet schon an, dass das nicht unser strahlender Held ist. Das er dann nach und nach die Schülerinnen und Lehrerinnen (bei der Sklavin beisst er auf Granit) zu verführen, um nicht ausgeliefert zu werden, erhärtet dies. Das ganze geht natürlich nicht lange gut und ich komme aus dem fiesen Grinsen nicht hinaus!

      Also, mindestens eine der Verfilmungen kommt bei mir ins Regal. Meine persönliche Heldin ist die Schulleiterin: Schon in ihrer ersten Szene wird angedeutet, dass sie lesbisch oder bi ist, was später mit einer überaus bisexuellen Phantasie ihrerseits bestätigt wird. (1971. Nicht schlecht!) Das sie auch mit ihrem Bruder gepennt hat heisst vermutlich, dass sie nicht als positive Figur gedacht ist, aber wen juckts! (Und was sie sonst noch so Schönes macht, verrate ich mal nicht.)
      Die anderen Mädchen/Frauen sind aber auch prima. Bis auf die eine, die ist doof. Muss es auch geben.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • "In 80 Tagen um die Welt" (Around the World in Eighty Days, 1956)

      Es dürfte 20 Jahre her sein, dass ich diesen Film in dieser Version zum letzten Mal gesehen habe. Gestern strahlte der Free-Disney Channel diesen Monumentalfilm aus und ich war mal wieder hin und weg. Gehörte wohl zu ihrer Hollywood-Legenden-Reihe und das zurecht, wie ich finde. Dieser mit 5 Oscars prämierte Abenteuerstreifen basiert auf dem Roman "Reise um die Erde in 80 Tagen" von Jules Verne.

      Der englische Gentleman Phileas Fogg (David Niven) wettete im Jahre 1872 mit den Mitgliedern seines Londoner Clubs um 20.000 Pfund, dass er es schaffen würde in 80 Tagen um die Welt zu reisen. Noch am gleichen Tag machte er sich mit seinem neuen Diener Passepartout (Cantinflas) auf den Weg. Unterwegs hatten die beiden Männer viele Abenteuer zu bestehen. In Indien retten sie sogar das Leben von Prinzessin Aouda (Shirley MacLaine), die fortan mit den Herren reiste.
      Als die drei Abenteurer wieder englischen Boden betraten und kurz vor dem Ziel standen die Wette zu gewinnen, wurde Fogg verhaftet. Zeitgleich mit seiner Abreise damals wurde die Bank von England ausgeraubt und alle hielten Fogg für den Dieb. Diese Missverständnis klärte sich auf. Doch zu dem Zeitpunkt war die Wette augenscheinlich bereits verloren. Erst Passepartout bemerkte, dass sie die Zeitverschiebung vergessen hatten mit einzurechnen. Pünktlich auf die Sekunde betrat Phileas Fogg den Londoner Club und ging schlussendlich als Sieger der Wette hervor.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mooncat ()

    • "Die Verführten" / "The Beguiled" (2017)
      Hatte letzten Sonntag ja den 1971er davon gesehen (siehe oben) und gestern jetzt die Neuverfilmung. Für sich genommen schon ein ganz guter Film und Nicole Kidman, Kirsten Dunst und Elle Fanning wissen zu gefallen. Im Vergleich zum 71er fehlt aber erstaunlich viel Biss.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
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    • "DIE WEIBCHEN" (1970)
      Mit Uschi Glas, die aufgrund von Burnout (wie es heute heißen würde) zu einer Kur fährt. Dort gerät sie unter Damen, die allesamt sehr selbstbewusst und -bestimmt wirken. Nach und nach gerät sie dann aber in einen Strudel grausamer und wirrer Momente.

      Sehr psychedelisch, mitunter etwas anstrengend, aber wenn man durchhält, hat es sich echt gelohnt. Auch die Musik (insbesondere das herrliche Liedchen) sind ein weiterer Pluspunkt. Und keine Sorge, Uschi Glas spielt hier nicht die typische Uschi Glas-Figur.
    • Das Hü schrieb:

      einen Strudel grausamer und wirrer Momente
      :O Klingt irgendwie nach "Immer wieder Sonntags" oder ZDF-Fernsehgarten.

      Ich werd's mal gugeln.

      Zitat aus Wikipedia: "Es scheint im Verlauf der Handlung gerade so, als ob die Emanzipation alles Weibliche unter den Kurdamen vernichtet und stattdessen die Bestie in der Frau hervorgerufen hat…". Na hoffentlich ergeht es unserem frisch regenerierten Doctor ... Docteuse wie auch immer ... nicht genauso.
      "Versuch nicht, mich zu verstehen, sei einfach dankbar dafür, dass du die Wärme von Zaphod Beeblebrox' Aura in deinem von Staunen ergriffenen Gesicht spüren durftest."




      "Well done, shoppers!"
    • Dunkirk

      Ich bin kein großer Fan von Kriegsfilmen, aber da ich großer Fan von Christopher Nolan bin, musste ich Dunkirk einfach sehen. Der Film ist einfach eine Wucht, besonders der Sound haut so richtig rein und trägt einen großen Teil zu der beklemmenden Atmosphäre bei. Erzählt wird Dunkirk aus drei Perspektiven mit unterschiedlichen Zeitebenen, was dem ganzen nochmal etwas besonderes verleiht. Außerdem fühlt er sich sehr realistisch an und verzichtet auf Hollywood Klischees. Kann den Film nur jedem ans Herz legen im Kino zu schauen, genau für solche Filme wurde das Kino erfunden!
    • Man kann sich aber auch von der auf Murray-Gold-Niveau manipulativen Soundkulisse abgestossen fühlen und den Mangel an Story beanstanden.
      Aber dazu hab ich mich auf Facebook schon ausgekotzt.
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    • Weil es Nolan ist muss er ja gut sein, gelle? Inkl. der Zwangsverheiratung mit Hans Zimmer, da setzt jedes Hirn des Otto-Normalos komplett aus! ;)
      Nein, der Mann wird überschätzt. Nolan hat zwar einen eigenwilligen Stil, der sich von der Masse abhebt, aber es sind immer noch genügend Elemente erhalten, die eine Masse anspricht. Otto-Normal-Zuschauer sind in seine Batman-Filme reingegangen, weil es keine Batman-Filme im eigentlichen Sinne sind. Der Trailer zu Inception ist mir völlig vorbeigangen und ich glaube da ging der Nolan-Hype erst richtig los. Interstellar hat ein schreckliches dummes Ende. Memento, sein bestes Werk, wird selten genannt. Komisch.
      Außerdem interessiert mich das Thema "Vergangene Kriege" NULL. Sowas gucke ich nicht an.

      Ich habe dieses Jahr bewusst auf Superhelden verzichtet. Logan war Pflicht, weil ich mit Hugh Jackman aufgewachsen bin.
      Weitere Filme, die ich unbedingt noch gucken möchte sind...
      1) Blade Runner 2049 (HÖCHSTE PRIO!!!)
      2) Valerian
      3) Stephen King's Es
      4) Star Wars - Die letzten Jedi

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Toriana ()

    • Was verstehst du denn als Otto-Normal-Zuschauer?
      Also ich mag Nolan, einfach weil ich seine Filme gut finde und nicht weil ich irgendeinen Hype folge.
      Also mir als Batman Fan hat auch die Dark Knight Trilogie extrem gut gefallen, und Prestige ist, genau wie Memento, für mich ein Meisterwerk.
    • Ich mag Nolan samt seinen Filmen auch sehr. Einer der wenigen in Hollywood, der Bock hat neue Geschichten zu erzählen, und das auch darf. Aber ich mir nicht sicher, ob sein neuer Action-Kriegsfilm meinen Geschmack treffen würde.
    • Also Dunkirk ist alles andere als ein Action Kriegsfilm. Minutenlang wird überhaupt nichts gesprochen und es geht ja auch um die Rettung der Soldaten in Dünkirchen und zeigt jetzt keine große Schlacht. Dunkirk zeigt diese Rettungsaktion wirklich nur aus der Sicht aus drei Perspektiven, man ist auch immer sehr nah an den Personen dran und erfährt sonst recht wenig. Also Personen die einen Action Kriegsfilm erwarten, werden hier bitter enttäuscht.
    • Annabelle 2 (Annabelle Creation) 2017

      Heute nach landem hin und her im Kino gewesen und mir den neuesten Streifen des "Conjuring Universe" gesehen. Nach extrem beschi* ersten Teil von 2014 hab ich den Kinobesuch wirklich lang vor mir hergeschoben, heute war die letzte Vorstellung bevor er aus meinem örtlichen Kino verschwinden und kein 3D Aufschlag mehr also...

      Ich war definitiv positiv überrascht - der Film hat zwar noch einpaar "Kinderkrankheiten" des Erstlings an sich (u.a. diese dümmlichen Musikspitzen wodurch man sofort weiß das es gleich ein "Buh!" geben wird usw.) aber das Setting, Atmosphäre und Handlung waren gut. Die Kinderschauspieler waren auch gut, allen voran das Mädl das Janice gespielt hat:
      Spoiler anzeigen
      Als sie von Annabelle besessen war hat das Mädl sich die Seele aus dem Leib gespielt und den Gruselfaktor massiv hochgeschraubt

      Die Effekte waren auch bis auf ein zwei Stück glaubhaft
      Spoiler anzeigen
      Ich spreche von der Gesichtswunde Mrs. Mullins, die eindeutig erst in der Postproduction mit CGI hinzugefügt wurde, und die Szene als die bessesene Janice Mr. Mullins Finger nach der Reihe nach "hinten bricht" - ganz schlechtes CGI...


      Sehe dem nächsten Spin-Off der Reihe jetzt wieder etwas positiver entgegen :)
    • a touch of zen


      trigon-film.org/de/movies/Touch_of_Zen


      die restaurierte fassung schaut unglaublich gut aus , der film an sich ist
      umwerfend . bin am tag danach noch sprachlos . sehr schön , dass so
      etwas heute noch einmal den weg ins kino schafft :thumbup:

      (zum glück wusste ich vorher nicht , dass der drei stunden dauert ,
      denn eigentlich hasse ich überlänge)
      --
      -- dubbing is evil --
      --

    • "Wir hau'n die Pauker in die Pfanne" (1970)

      Da schalte ich den Fernseher an, weil ich etwas zum aufnehmen einstellen wollte und da fing gerade dieser 5.Teil der "Die Lümmel von der ersten Bank"-Serie an. Ja, Feiertags-TV :lach: Das sind noch deutsche Filme, die ich mir immer mal wieder anschauen kann.

      In diesem Teil ging es um den Oberstudiendirektor Gottlieb Taft, der von seinem Zwillingsbruder und den Nietnagels auf's Korn genommen wurde: Gotthold täuschte seinen Tod vor, vererbte seinem Bruder eine Menge Geld und knüpfte dessen Auszahlung an einige Bedingungen, die vom ausführenden Notar penibelst beobachtet wurde. Bei der Erfüllung dieser Bedingungen kam es natürlich zu allerhand Schwierigkeiten und erst am Ende klärte Gottholt den Spaß auf.
    • Eigentlich mag ich solche Filme ja ganz gern, aber in meinem Bundesfreiwilligendienst im Altenheim hab ich so viele davon gesehen, ich glaube für die nächsten zehn Jahre bin ich bedient.

      Clayton Hickman schrieb:

      I can't imagine Jon Pertwee mithering around for hours in Bessie to wave sadly at Liz Shaw & Corporal Bell instead of bloody regenerating
    • Victoria & Abdul

      2017, GB/USA, Regie: Stephen Frears, Drehbuch: Lee Hall

      Habe den Film hauptsächlich wegen Judi Dench und einem Faible für das viktorianische Zeitalter gesehen, in der Befürchtung, das er lediglich das "Zwei fremde Kulturen treffen aufeinander"-Motiv auf 110 Minuten Wohlfühlkino streckt.
      Ein bisschen ist es auch so, aber die Hauptdarstellerin gibt dem Film Tiefe, das Handlungselement des intrigierenden Hofstaats Würze. Alles in allem also bewegend und unterhaltsam, allerdings mit zwei Abstrichen:
      - Die Motivation der zweiten Hauptfigur, Abdul, blieb mir den gesamten Film über unklar. Ich wusste nicht richtig, was es ihm gibt, Zeit mit der Königin zu verbringen. Es fehlte ein emotionaler Bogen auf seiner Seite, die Identifizierbarkeit. Vielleicht waren Ansätze vorhanden, aber für mich blieb er letztlich der immerlächelnde Inder, der am Ende heult, als sie stirbt - ohne, dass ich wirklich sagen konnte, warum. Vielleicht liegts aber auch an mir und ich habe mich zu sehr von Judi Dench ablenken lassen.
      - Der komplette Hofstaat war Abdul geschlossen feindlich gesinnt. Mir hätte es gefallen, wenn es eine Person gegeben hätte, die den Inder zu Beginn auch nicht leiden kann, dann aber im Laufe des Films "gedreht" wird und am Ende auf seiner Seite steht.
      I don't like being sure about things. One minute you're sure, the next, everyone tuns into lizards and a piano falls on your head. 2_1Doc
    • Die gab es. Die Frau, welche im Fandom als Agatha Christie herhalten musste, zeigte sich nach anfänglichem Entsetzen entzückt und amüsiert über die orientalische Manie ihrer Majestät. Sie war kaum sichtbar und hatte, sowohl im Film als auch im Hof eine unscheinbare rolle, aber es gab sie.

      Da wäre noch, wenn Ich mich recht erinnere, ein Dienstmädchen, welches Abdul einen Blick zuwarf, den man als interessiert interpretieren könnte. Im Sinne von: Exotischer, gutaussehender Mann. Die Szene war auch nur eine Sekunde lang, blieb aber, villeicht gerade deswegen im Fokus.
    • Obscuriosity schrieb:

      Die gab es. Die Frau, welche im Fandom als Agatha Christie herhalten musste, zeigte sich nach anfänglichem Entsetzen entzückt und amüsiert über die orientalische Manie ihrer Majestät. Sie war kaum sichtbar und hatte, sowohl im Film als auch im Hof eine unscheinbare rolle, aber es gab sie.
      Du meinst die Frau, die zugab, an ihrem orientalischen Kostüm Gefallen zu finden? Das stimmt, die war mir auch aufgefallen, aber es kam mir wie ein nicht zu Ende geführter Ansatz vor. Klar habe ich jetzt keine dramatische, aus der Luft gegriffene Szene erwartet, in der sie sich in aller Öffentlichkeit vor den Inder stellt. Aber da eben gewisse Sympathien von ihrer Seite "angeteasert" werden, fände ich es zumindest konsequent, wenn es zwischen ihr und Abdul noch einen kurzen Vier-Augen-Moment gegeben hätte, zum Beispiel nachdem König Albert die ganzen Aufzeichnungen verbrannt hat.

      Aber egal, das wird jetzt Meckern auf hohem Niveau, und ist sicherlich Geschmackssache.
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