BiFi 033 - Neverland

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    • BiFi 033 - Neverland

      Bewertung der Folge 13
      1.  
        Super (9) 69%
      2.  
        Gut (3) 23%
      3.  
        Durchschnitt (0) 0%
      4.  
        Ausreichend (1) 8%
      5.  
        Schlecht (0) 0%


      Buch:
      Alan Barnes

      Regie:
      Gary Russell

      Inhalt:
      The Web of Time is stretched to breaking. History is leaking like a sieve. In the Citadel of Gallifrey, the Time Lords fear the end of everything that is, everything that was... everything that will be. The Doctor holds the Time Lords' only hope - but exactly what what lengths will the Celestial Intervention Agency go to in their efforts to retrieve something important from within his TARDIS? What has caused Imperiatrix Romanadvoratrelundar to declare war on the rest of creation? And can an old nursey rhyme about a monster called Zagreus really be coming true? The answers can only be found outside the bounds of the universe itself, in a place that history forgot. In the wastegrounds of eternity. In the Neverland.

      Sprecher:
      The Doctor — Paul McGann
      Charley Pollard — India Fisher
      Romana — Lalla Ward
      The Observer — Don Warrington
      Matrix Voices — Jonathan Rigby, Dot Smith and Ian Hallard
      Co-ordinator Vansell — Anthony Keetch
      Kurst — Peter Trapani
      Perineum — Holly King
      Emperor — Alistair Lock
      Under-Cardinal — Lee Moone
      Rorvan — Mark McDonnell
      Taris — Nicola Boyce
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      SO muss ein Staffelfinale aussehen, (oder besser gesagt klingen ;)) kann man da nur sagen.

      Wie wohl fast jeder Doctor Who-Fan stehe ich auf die Timelords und Gallifrey, aber das liegt eigentlich weniger an den (TV-)-Geschichten selbst, als vielmehr an der Vorstellung, wie gut Geschichten mit ihnen sein könnten. Und hier gelingt das Kunststück endlich - Neverland ist ein absoluter Kracher, der mit wunderbaren Charaktermomenten, überraschenden Wendungen, die Phantasie so richtig anheizenden Schauplätzen und vor allem einem der besten und vielleicht auch härtesten Cliffhanger überhaupt aufwarten kann.

      Das Konzept von Neverland selbst, die Enthüllung der wahren Natur der "Geister", die dreisten Handlungsschwenks vor und zurück rund um Rassilon und Zagreus, das ist alles ganz große Klasse. Immer wenn man als Zuhörer meint, dass man die Geschichte jetzt "hat", kommt der nächste Haken, und alles ist doch plötzlich ein klein wenig anders. Genau so soll´s sein. Lediglich im dritten Viertel hat die Geschichte ein paar Längen und greift etwas zu überbordend in den Technobabble-Kübel. Wieder mal ganz interessant mitzukriegen, woher die aktuellen TV-Folgen klaue...äh, "ihre Inspiration finden". Die Vernichtung der Zeit selbst, Personen, die aus der Zeit gelöscht werden und selbst von den ihren nahestehendsten Personen vergessern werden ... irgendwie kommt einem das geringfügig bekannt vor. ;)

      Neben einer wirklich kreativen Handlung überzeugt dieses BiFi vor allem durch seine starken Charaktermomente. Ganz abgesehen davon, dass es nett ist, wieder mal auf Romana zu treffen, liebe ich hier vor allem die vielen Doctor und Charley -Momente. Die kleine Ms. Pollard ist einfach ein umwerfend sympathischer Charakter. Sie erkennt, dass sie eigentlich gar nicht mehr sein dürfte und vor über einem halben Jahr im brennenden Wrack der R101 hätte sterben sollen - wie alle anderen Passagiere auch. Aber jammert sie? Nein, Charley bedankt sich für die wunderbare Zeit mit dem Doctor, betrachtet diese sechs Monate als Geschenk, das ihr noch gemacht wurde und ist mehr als bereit, abzutreten, will den Doctor sogar dazu zwingen, sie ihrem Schicksal zuzuführen. Aber es ist genau der Doctor, der das nicht schafft, der es selbst angesichts des drohenden Untergangs von Allem nicht über sich bringt, Charley in die Augen zu sehen und sie zu erschießen. Und sich auch nicht darüber schämt, dazu bei einem Menschen, den er - wie er bemerkenswerterweise selbst sagt - liebt, einfach nicht in der Lage zu sein. (Und hey, so viel "I love you"s gab´s ja nicht mal bei 10thdoc und Rose. ;)) Wundervolle Szenen, wie auch die Bereitschaft des Doctors, selbst abzutreten, und sein weder bitteres noch wehmütiges, sondern einfach nur gefasstes "I´ve had lots of fun all my lives. I can´t complain" im Angesicht des Todes. (Ich verkneife mir jeglichen Kommentar darüber, was zwei Regenerationen später geschehen sollte. 8))

      Super, super Folge. Allein schon für "I ... AM ... ZAGREUS.
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

      5thdoc 2nddoc 8thdoc 11thdoc 9thdoc 4thdoc 10thdoc 1stdoc 6thdoc 3rddoc 7thdoc
    • Eines meiner absoluten Lieblings-Bifis. Meiner Meinung nach auch über so manche Shearmanfolge erhaben (Chimes of Midnight inbegriffen) Wenn es nicht der Auftakt zu einer eher etwas konfusen Folge wäre, könnte ich mit dieser Bewertung ruhiger schlafen. Aber der Cliffhanger IST einfach so geil, dass man ihn nicht unter der Auflösung leiden lassen möchte.

      Desweiteren beeindrucken Sowohl Plot als auch Schauspieler. Die Anti-Time ist ein guter und neuartiger Aufhänger, der gut zur bisherigen Charley-Handlung passt. Die Machenschaften der CIA sind wirklich gruselig und die Charaktere sind passend ambivalent gespielt. Bis auf Vansell, der ist einfach ein Hirni-- trotzdem tat er mir am Ende etwas Leid. Don Warrington und seine Unterhaltungen mit dem Doctor waren für mich aber der Höhepunkt. Vor allem direkt vor dem Ende... das hatte so was von "mythologischer Held wird ein letztes Mal von seinem Gott gesegnet, und kriegt die Beichte abgenommen, bevor er zum Kampf gegen den Weltuntergang auszieht". Mag ich SEHR. :D Atmosphärisches Highlight.

      ein klares Super :)
    • Uff, ist das ein Brocken. Und meiner bescheidenen Meinung nach einer der grössten Fandom-Irrtümer überhaupt... Es tut mir leid, aber dieses Hörspiel ist einfach misslungen.

      Zugegeben, der Cliffhanger ist sehr gut und wird zu recht immer wieder mit glühenden Augen erwähnt. Allerdings hat es auch seinen Grund warum er immer das Erste (und oft auch das Letzte) ist das erwähnt wird sobald das Wort "Neverland" fällt, denn der ganze Rest kann da leider überhaupt nicht mithalten.

      Hauptschuld an der Misere hat das Script. Alan Barnes weiss zwar was er erzählen will... aber weiss nicht wie er es erzählen will. Die Szenen sind umständlich aufgebaut, der Plot ebenfalls... und es ist alles so schrecklich schrecklich geschwätzig. Letzteres mag als Vorwuf für ein Hörspiel vielleicht etwas seltsam klingen... aber wenn man genau so etwas als Problem für ein Hörspiel empfindet, dann zeigt es nur dass da wirklich irgendwo ein Ast ab ist. Und... meine Güte... sind diese Dialoge papiern. Die meiste Zeit (und ich spreche da von gefühlten 70%) halten sie sich damit auf wie sie irgendetwas erklären. Motivationen werden erklärt, der Plot wird erklärt, der nächste Plot-Twist wird erklärt, es wird das erklärt was gerade passiert ist... und das was gleich passieren wird. Besonders extrem wird diese Unart auf der zweiten Disc. Jemand fragt etwas, ein anderer erklärt. Szenenwechsel, ein anderer fragt, ein anderer erklärt. Und so geht das immer weither. Es ist einfach nur völlig statisches Gefasel, ohne Pepp, ohne Atmospähre, ohne Nichts. Die Sprecher kauen nur auf ihren Worten herum und die Regie schafft es nicht aus diesen schier endlosen Szenen irgendetwas herauszuholen. Irgendjemand hätte Barnes bevor er das Script schrieb "Show, don't tell!" zurufen müssen. Die Geschichte kommt einfach überhaupt nicht dazu zu atmen.

      Ich meine... wenn über zwei Drittel eines Scripts daraus bestehen dass alles erklärt werden muss, dann taugt es einfach nichts. Laut Big Finish musste das Hörspiel sogar wegen Überlänge gekürzt werden, damit es überhaupt auf 2 CDs passen konnte... was auch der Grund dafür ist, warum "Neverland" ein Zweiteiler statt der sonst übliche Vierteiler geworden ist. Noch nicht mal für die Cliffhanger war Zeit übrig!

      Völlig untight erzählt... viel zu weit ausholend... und nicht auf den Punkt kommend. Alan Barnes war ganz offensichtlich überfordert mit der Aufgabe. Was er immerhin auch schon öffentlich zugegeben hat.

      Und tja... was andere an diesem ungelenken überlangen Ding finden, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben. :ninja: Fand's damals schon öde und habe mich über die überschwenglichen Meinungen gewundert... und die Schuld darauf geschoben dass ich wohl einfach nicht in Stimmung war. Immerhin hing ich wegen genau dieser Folge sehr lange bei den BiFis fest und habe einige Anläufe gebraucht bis ich endlich über den Berg war. Aber jetzt auf dem zweiten Blick finde ich es genau so madig wie heute. Was will man machen? :P
    • Doch, das war schön. Sehr schön sogar.

      Anders als viele Doctor-Who-Fans habe ich ja mit den Timelords so meine Probleme. Vielleicht habe ich einfach die entscheidenden Folgen noch nicht gesehen, aber bisher fand ich die Timelords eher öde. Pompös, mega spiessig, langweilig. Diesmal war's aber nicht so. Die Timelords waren sogar richtig interessant.

      Ansonsten habe ich beim Hören geschwankt zwischen gruseln und Rührung. Gruseln, weil sowohl der Asteroid als auch die Neverpeople im positiven Sinne angsteinflössend waren, und Rührung, weil Charley und der Doctor einfach super waren. Charley sogar noch ein bisschen mehr als der Doctor, bis auf die Stelle, an der sie alleine in den "Wald" rennt - das war kindisch und deplaziert. Aber sonst, super. Positiv herausgestochen hat für mich auch Romana. Weniger mochte ich dagegen Vansell - der war mir zu klischeehaft.

      Und nachdem es super war, aber immer noch nicht an meine Lieblings-BiFis rankommt, gibt's 9 Punkte.
      All hail Frobisher! All hail the big talking bird!
    • So, das legendäre Neverland also.

      Wirklich ein gutes Hörspiel. So ganz kann ich die Begeisterungsstürme allerdings nicht nachvollziehen. Klar, es gibt tonnenweise gute Sprecher, ein Wiedersehen mit den Time Lords (allen voran Romana), das fast schon unanständig perfekte Duo McGann/Fisher, eine Handlung die spannend ist und selten auf der Stelle steht und einen höllisch guten Cliffhanger.

      Das ganze fügt sich aber an einigen stellen für meine Ohren nicht ganz perfekt zusammen. Einige Dialoge sind einfach zu lang, so als ob man sicher gehen wollte, dass auch der letzte Hörer die, zugegeben komplexe, Handlung auch nachvollziehen kann.

      Bloß nicht falsch verstehen, ich habe mich von Neverland wirklich gut unterhalten gefühlt, aber wenn es nach mir gehen würde, hätte man ruhig an so mancher Szene mal die Schere ansetzen können. Fast 2,5 Stunden waren etwas zu viel für meinen Geschmack. 2 hätten da durchaus auch gereicht.

      So, genug "gemeckert" Neverland bekommt von mir trotzdem noch ein sehr gutes Gut verpasst.

      ‎"You can´t be a successful crook with a dishonest face. Can you?"
    • Ich werde auch nicht 1 1/2 darauf warten Zagreus zu hören, aber einige Zeit wird es schon noch dauern ;) Erst einmal zu diesem Hörspiel, das wirklich super war. Ich muss zwar Kaoru auf der einen Seite recht geben, es wird viel erklärt, aber ich empfand dies nicht als wirklich so sehr störend, da das Hörspiel dazu da ist, die Dinge zu erklären, die in den letzten Folgen passiert sind und noch keine finale Erklärung bekommen haben! So viel einmal dazu, dann fand ich das Hörspiel wirklich spannend, obwohl es sehr lang ist und daher auch ein, zwei Längen hat. Die Schauspieler waren ebenfalls fantastisch, allen voran allerdings Paul McGann und India Fisher, während ich Lala Ward eher schwach fand, im Vergleich zum restlichen Cast. Das beste an dem ganzen Hörspiel war aber wohl die Idee mit den Neverpeople und wer sie sind. Das war sowas von grausam, überraschen und schockierend, dass ich schwer schlucken musste. Das machte mir die CIA noch einmal unsympathischer. Das toppte für mich sogar noch einmal den Cliffhanger, der so genial war, dass dagegen der Cliffhanger am Ende von The Name of the Doctor wirklich billig wirkt (und das gehörte zu den wenigen Dingen an der Folge, die ich wirklich mochte). Was soll man sonst noch zu diesem Meisterwerk sagen?

      FAZIT: Gute, logische Handlung, gute Auflösung des Handlungsbogens, super Schauspieler und geniale neue Konzepte, daher 9,75/10 Punkte.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 12thdoc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • "Romana, this is Charley, one of my best-EVER friends! Charley, this is Romana, one of my BEST friends ever!"

      habs heute nacht gehört... was für eine tolle geschichte! SO wünscht man sich ein "staffel"-finale! so viele sachen, die man gerne zitieren möchte und gar nicht alles behalten kann. und ich kann sehr gut verstehen, warum für viele damals das warten auf zagreus so schlimm war... was für ein cliffhanger... wow. definitiv eines der stärksten bifis, die ich bisher gehört habe!

      und ich bin sehr froh, dass mir Raphael damals davon abgeraten hat, es ohne vorwissen zu hören. denn ohne den charleyarc wäre ich wohl aufgeschmissen gewesen und hätte es wesentlich schlechter gefunden als jetzt... toll!
    • Ganz ganz großartiges Hörspiel! Ich würde sogar behaupten, DAS beste von denen die ich mir bereits gegönnt habe.
      Der Charley Handlungsarc wird (zumindestens teilweise) zu einem Ende geführt, das ich mir großartiger nicht vorstellen könnte. Das ist für mich bis jetzt DER beste Storyarc der Serie (Kann sich sicher noch ändern, sobald ich mit den NAs und EDAs durch bin ;) )! Von den von der CIA aus der Zeit gelöschten Timelords über die Falle dieser Neverpeople bis hin zu dem Zagreus Cliffhanger ist einfach alles super! Man kann sich hier natürlich über das viele Expose beschweren, aber ich fands super. Es musste ja auch viel erklärt werden, da kam man garnicht drum herum. Der Doctor, Charley und Romana überzeugen und auch die wenigen Nebencharaktere sind gut. Außerdem machen diese Story einfach die vielen Twists so besonders. Alle paar Sekunden kriegt man etwas neues vor den Kopf geworfen, was dann entweder nur ein Teil der Wahrheit ist oder sich später als komplett falsch entpuppt. Außerdem ist das die Geschichte, in der die Timelords perfekt dargestellt werden. Wenn ich da an die End of Time oder Invasion of Time Trottel denke, haben die hiermit nichts gemeinsam. Beide Cliffhanger (Rassilon ist am Leben & Zagreus ist entkommen und im Körper des Doktors) sind ebenfalls genial und das gegen Ende nochmal die kurze Sequenz vom Anfang wiederholt wird, macht jetzt auf einmal Sinn. Als dann noch Time auftritt und dem Doktor und Romana hilft, konnt ich mich kaum mehr halten. Auch die emotionalen Momente zwischen Charley und dem Doktor sind nicht mehr zu toppen. Musste doch zwischendurch mal zum Taschentuch greifen. Die Geschichte hat so geniale Konzepte, dass man eigentlich die 10 geben will und trotz ein paar Längen gegen Ende tue ich das auch.
      10/10
      "We all have a universe of our own terrors to face"
      "Everyone's a monster sometimes"
      "Entropy demands that everything will not be all right, but sometimes we can rage against the dying of the light"
      -The Seventh Doctor