Gatiss' & Moffats "Sherlock" (Stand: Austrahlung auf BBC ONE)

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    • Och Mensch - gerade als es richtig gut wurde, ists vorbei...

      Moritarty bzw. Andrew Scott jetzt nicht overacting sondern eher den Sieger im Wettbewerb "scene chewing" erklären würde.

      Die Frage ist, wie die Serie fortgeführt wird - über eine Staffel wie die erste von "Dexter" würd ich mich echt freuen. Also eine übergreifende Geschichte die auf einen Höhepunkt ala Reichenbachfälle führt. (Übrigens erinnert mich der Cliffhanger tatsächlich etwas an das in der Luft zappeln nach dem augenscheinlichen Tod des Detektivs).

      Was ich aber so richtig schiete finden würde, wäre, wenn Morairty jetzt ins Terrorgeschäft einsteigt und eine Organisation in der Art von al-Qaida aufziehen würden.
      Modern technology is so wonderful - If you would show Sir Walter Raleigh your IPhone... You would have either a terrible boring dream or a really exciting day gravedigging,
      - Charlie Brooker (frei nach)


      25. Mai ist Towel Day
    • Ja, leider sehr enttäuschend, der Moriarty-Schauspieler. Den Charakter hätte ich als Schauspieler eher nur subtil-verrückt mit vereinzelt dominanten Phasen angelegt, anstatt einen Bösewicht zu geben, der aus einem JoelSchumacher-Batmanfilm entsprungen sein könnte.
      Aber sonst wieder sehr gut, das alles. Schnell erzählt, kurzweilig, mitreißend, tolle Regiearbeit und dazu wieder schöne Dialoge. Nur die Enthüllung am Ende war für mich nicht sonderlich überraschend, denn man hat ja nun doch schon mehr als genug Filme gesehen, in denen der Bösewicht schon mal vorher einen harmlosen Cameo hinlegt.
      Dafür Daumen hoch für den Cliffhanger. Ist natürlich ein gemeiner Trick der Autoren, die Fans zum Protestbriefschreiben zu animieren, sollte die BBC ankündigen, die Serie nicht fortzusetzen. Weil wer das gesehen hat, will natürlich wissen, wie es weitergeht. Aber nachdem nach letzter Woche die Quoten wieder auf 7.3 Mio gestiegen sind, die Serie also hat fast alle ihrer vielen Zuschauer letztendlich halten können, gibt es wohl mit "Johnlock" nächstes Jahr ein Wiedersehen. Und in der ersten Szene möchte ich bitte, daß ein brandneuer Schauspieler hervortritt und sagt "Reingelegt, ich bin eigentlich Moriarty - wenn Du den Sprengstoff zündest, reißt Du nur einen von mir engagierten, schlechten Schauspieler in den Tod...
    • So, hab die Folge heute noch ein zweites Mal geguckt. Und wenn man weiß was auf einen zukommt und nicht wie beim Ersten schauen von dem Cliffhanger mitten aus der Spannung gerissen wird, dann muss ich sagen, finde ich das Ende sogar genial gemacht. Im Grunde müsste nicht mal etwas danach kommen, einfach mal so in der Luft hängen und sich selber ausmalen was alles passieren könnte ist doch auch ab und an was feines.
      Was diese Folge so besonders für mich macht ist das es im Grunde nicht ein Rätsel sondern ganz viele sind, jedes hat seine eigenen Tücken. Mein liebstes ist das Rätsel um das gefälschte Bild, weil ich es im Grunde so absurd finde, dass es an einem einzigen Farbkleks der einen Stern darstellen sollte gehangen hat. Apropos Sterne, ich hoffe doch jeder hat die Stimme im Planetarium erkannt. Die Kampfszene dort hatte übrigens eine wunderbare Choreografie und eine tollen Soundtrack. ;)
      Moriarty kann ich nicht wirklich ernst nehmen, der ist wie ein kleines, verwöhntes, eingebildetes Kind das weiß das es machen kann was es will, es bekommt keinen Ärger dafür. Vor allem die Tonlage der Stimme passt für mich absolut nicht zu dem Criminal Mastermind, der er eigentlich sein soll. Irgendwie passte da Mark Gatiss als Mycroft eher in die Rolle des Bösewichtes.
      Sherlock dagegen ist im dritten Teil in Höchstform. So eingebildet, dass er John sogar darum bittet sein Handy aus der eigenen Jackentasche zu holen. Ich hätte gerne eine Fanfiction Crossover Geschichte zwischen dem 3., 6. oder 7. Doctor und diesem Sherlock Holmes. Das würde bestimmt lustig werden.

      Sehr gut ist übrigens auch die begleitende Marketingkampagne der Filme. Wer die Webseiten noch nicht kennen sollte, ein Blick lohnt sich wirklich.

      John Watson
      Sherlock Holmes
      Connie Prince

    • Solus schrieb:

      Aber sonst wieder sehr gut, das alles. Schnell erzählt, kurzweilig, mitreißend, tolle Regiearbeit und dazu wieder schöne Dialoge. Nur die Enthüllung am Ende war für mich nicht sonderlich überraschend, denn man hat ja nun doch schon mehr als genug Filme gesehen, in denen der Bösewicht schon mal vorher einen harmlosen Cameo hinlegt.

      Ich habe mir schon seit der ersten Folge überlegt, wer von den ganzen Cameos Moriarty sein könnte. Tatsächlich habe ich Moffat und Gatiss sogar zugetraut, dass Watson in Wahrheit der Evil Mastermind ist.
      Mei heißester Favourit (als Endsgegner) war aber bis kurz vor Ende von Folge 3 die Krankenschwester, die in Holmes verschossen ist.
    • Das war viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeel besser als letzte Woche :)

      Liynka schrieb:

      Moriarty kann ich nicht wirklich ernst nehmen, der ist wie ein kleines, verwöhntes, eingebildetes Kind das weiß das es machen kann was es will, es bekommt keinen Ärger dafür. Vor allem die Tonlage der Stimme passt für mich absolut nicht zu dem Criminal Mastermind, der er eigentlich sein soll.

      Moriartys Overacting hat mich gar nicht gestört. Ich fand den Typen zum Schieflachen, und das passt doch zum Humor der Serie. Er ist halt ein noch größerer Exzentriker als Sherlock. Ist doch wunderbar. *g*

      Klar, Ist halt mal ein anderer Moriarty. Ich bevorzuge generell auch erwachsenere Superschurken, und hätte mich sicher mehr gefreut, wenn man Moriarty hier straight umgesetzt hätte, aber der verwöhnte, gelangweilte und kindische Soziopath funktioniert für mich auch. :)

      Apropos Sterne, ich hoffe doch jeder hat die Stimme im Planetarium erkannt. Die Kampfszene dort hatte übrigens eine wunderbare Choreografie und eine tollen Soundtrack. ;)

      Sofort erkannt :love: , und die ganze Szene drüber totgelacht, darum weiß ich nicht, ob ich die Kampfszene gebührend würdigen konnte... es war einfach zu bizarr. ;)
    • Moogie schrieb:

      Das war viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeel besser als letzte Woche :)

      Liynka schrieb:

      Moriarty kann ich nicht wirklich ernst nehmen, der ist wie ein kleines, verwöhntes, eingebildetes Kind das weiß das es machen kann was es will, es bekommt keinen Ärger dafür. Vor allem die Tonlage der Stimme passt für mich absolut nicht zu dem Criminal Mastermind, der er eigentlich sein soll.

      Moriartys Overacting hat mich gar nicht gestört. Ich fand den Typen zum Schieflachen, und das passt doch zum Humor der Serie. Er ist halt ein noch größerer Exzentriker als Sherlock. Ist doch wunderbar. *g*

      Klar, Ist halt mal ein anderer Moriarty. Ich bevorzuge generell auch erwachsenere Superschurken, und hätte mich sicher mehr gefreut, wenn man Moriarty hier straight umgesetzt hätte, aber der verwöhnte, gelangweilte und kindische Soziopath funktioniert für mich auch. :)
      Volle Zustimmung. Ich fand, dass dieser Moriarty großartig zu Cumberbatchs Sherlock passte. Ich habe daher auch nicht viel an seiner Darstellung auszusetzen. Aber ich bin auch kein Moriarty Experte und von daher bin ich da sicherlich auch flexibel.

      Apropos Sterne, ich hoffe doch jeder hat die Stimme im Planetarium erkannt. Die Kampfszene dort hatte übrigens eine wunderbare Choreografie und eine tollen Soundtrack. ;)

      Sofort erkannt :love: , und die ganze Szene drüber totgelacht, darum weiß ich nicht, ob ich die Kampfszene gebührend würdigen konnte... es war einfach zu bizarr. ;)


      Jaaaaa.

      Zusammengefasst: Für mich stand die dritte Episode auf einer Ebene mit der ersten. Einen großen qualitativen Unterschied habe ich jedenfalls zwischen Gattis und Moffat nicht erkennen können. Der Fall war auch wieder interessanter, da dieser unterschwellig immer irgendwie mit Sherlock zu tun hatte.

      Positiv ist mir mal wieder die Inszenierung (Schnitt, Kamera, Setting) aufgefallen und die stimmungsvolle Musik.

      Ich bin gespannt auf nächste Woche.....ach verdammt.

      Aber die BBC muss Sherlock einfach fortsetzen.
    • Ja, die Filme waren nicht schlecht, wobei mir der erste am besten gefallen hat. Eine Fortsetzung wäre schön.

      Ich weiß ja nicht wie Glaubhaft das ist, aber laut IMDB kommt am 22. August Episode 1.5

      imdb.com/title/tt1449250/
      "Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt."

      1. 7thdoc 2. 11thdoc 3. 2nddoc 6thdoc 5. 8thdoc 6. 3rddoc 7. 9thdoc 8. 5thdoc 9. 4thdoc 10. Wardoc 11. 10thdoc 12. 10thdoc

      1stdoc läuft ausser Konkurrenz.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 3DDude ()

    • Das war Peter Davison. Uns auch bekannt als 5. Doctor.

    • 3DDude schrieb:

      Ja, die Filme waren nicht schlecht, wobei mir der erste am besten gefallen hat. Eine Fortsetzung wäre schön.

      Ich weiß ja nicht wie Glaubhaft das ist, aber laut IMDB kommt am 22. August Episode 1.5

      imdb.com/title/tt1449250/


      Da scheint irgendein User Sinn für Humor zu haben. Es gibt erstmal definitiv nur die drei ausgestrahlten Episoden + den nicht gezeigten Pilotfilm für das 60 Minuten-Format.

      Aber "Sherlock" wird auf jeden Fall weitergehen: Sherlock "will be back"
    • Ich habe eigentlich alle drei Folgen gleichermaßen genossen, obwohl sie alle ein wenig anders vom Erzähltempo und den Schwerpunkten her wirkten. Aber es hat jedes Mal gut zum Fall gepasst, den die beiden Helden da klären sollten.

      Ich finde es grandios, dass man Sherlock Holmes mit nur so wenig Schaden an der Figur fast mühelos die 130 Jahre aus seiner Ursprungszeit ins Heute versetzen kann und dann aus den alten Fällen noch neue spannende Geschichten machen kann, selbst Watsons "Vermarktung" der Fälle wird ja per Blog aufgenommen und kommentiert. Das unterstreicht nur mal wieder meien alte Ansicht, dass schlechte Geschichten generell unabhängig vom Genre nicht funktionieren und man gute Geschichten in jedem denkbaren Setting erzählen könnte, ohne dass die Qualität der Handlung Schaden nehmen würde...

      Faszinierend fand ich auch die zahllosen Ähnlichkeiten zwischen der Miniserie und New Who. Nicht nur dass einen der Sherlock schon in den ersten fünf Minuten sehr an eine Mischung aus den drei neuen Doctors erinnert, auch Holmes als Companion rief Erinnerungen wach und in der letzten Folge der Moriarty war ja wohl auch ohne Mühe als "Master" ala Simm zu erkennen. Und damit hören die Parallelen ja noch nicht auf.

      Also: geiles Fernseherlebnis, wunderschöne Umsetzung, prima in die heutige Zeit versetzte Figuren die man trotzdem noch ohne sich schämen zu müssen neben die Bücher von Doyle halten kann. Bitte mehr davon. Schnell!
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • Solus schrieb:

      Und in der ersten Szene möchte ich bitte, daß ein brandneuer Schauspieler hervortritt und sagt "Reingelegt, ich bin eigentlich Moriarty - wenn Du den Sprengstoff zündest, reißt Du nur einen von mir engagierten, schlechten Schauspieler in den Tod...


      Darf ich mitmachen, wenn Du eine Petition startest? Falls das echt Moriarty war - Griff ins Klo. :thumbdown:

      Ansonsten kann ich mich allen Vorpostern nur anschließen, Sherlock war Fernsehen vom Feinsten, und ich bin immer noch fasziniert davon, wie stark diese modernisierte Version den Geist der Doyle-Bücher in sich trägt. Oh, wie habe ich mich gefreut, dass eine meiner Lieblingsszenen (Holmes Ignoranz gegenüber dem Sonnensystem) vorkam. :)

      Übrigens schäme ich mich gerade sehr, weil ich Peter Davison natürlich nicht erkannt habe. ;)
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

      5thdoc 2nddoc 8thdoc 11thdoc 9thdoc 4thdoc 10thdoc 1stdoc 6thdoc 3rddoc 7thdoc
    • Ich weiss nicht ... ist der Moriarty wirklich an sich schlecht oder fehlt uns nur die Motivation um zu begreifen weshalb er den kalkulierenden Sherlock, der mit einem kriminellen Superhirn gerechnet hat, einem ähnlich kühl-distanzierten Typen wie sich selbst und natürlich nicht im Mindesten wie "jim", auf diese Weise angeht und aus der intellektuellen Balance bringt?
      Es muss ja nicht das Standardverhalten Moriartys sein, es ist aber auf jeden Fall ein effektiver Weg, um Holmes zu verwirren, zu verunsichern und damit das Schachspiel der Geister ein wenig zu seinen Gunsten zu manipulieren. Und es könnte einfach nur SPASS machen, sich so gehen zu lassen, während man den "Erzfeind" total in der Hand hat...

      Ich bin zwar auch der guten Hoffnung, dass sich Jim irgendwie als Trick herausstellen wird und nicht als "DER Moriarty", aber selbst wenn es so käme, könnte mich das nicht unzufrieden mit der Serie werden lassen, weil der Rest einfach zu gut zusammenpasst und Moriarty solange er diese perversen Pläne schmieden kann, gerne ein hyperaktiver kleiner Arroganzsack sein kann, solange sein Hirn weiter so funktioniert. ;)
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • Irgs... Irgendwie habe ich jetzt die letzten beiden Folgen total verpennt. Aber egal... ich spare mir jetzt die Downloaderei. In zwei Wochen kommt eh die DVD/Blu Ray heraus die ich sowieso schon nach der ersten Folge vorbestellt habe. Die paar Tage kann ich auch noch warten. ;)
    • Na ja, nur weil mir der Moriarty hier nicht zugesagt hat, heißt es ja noch lange nicht, dass ich die ganze Folge schlecht finde. Im Gegenteil, sie war super. Ich fand es eben nur schade, dass der uns vorgestellte "Moriarty" sich eben nicht als der Gentleman-Bösewicht herausstellte, wie man ihn aus den Büchern kennt.

      Aber ich hoffe auch noch darauf, dass es einfach nur der irre, kleine Bruder vom "echten" Moriarty, dem Mastermind hinter allem ist und einfach nur ein bisschen Spaß haben will *g* ;)
      "All that is necessary for the triumph of evil is that good men do nothing." Edmund Berg
    • Sooo... habe jetzt die BluRays (Hah, was bin ich dekadent, gell? :D ) durchgeguckt...

      ...und... hm. War schon gut, aber 100%ig überzeugt bin ich dann doch nicht gewesen. Benedict Cumberbatch und Martin Freeman sind zwar absolut super, aber wenn die beiden nicht in den Hauptrollen wären, dann wären die TV-Movies wohl nur bedingt sehenswert gewesen. Denn nur das Drehbuch zu dem ersten Film fand ich wirklich gut. Das war eine wirklich gelungene Einführung für beide Figuren... mit einem Fall der sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängt und damit die Figuren verdrängt, aber immer noch interessant genug ist um seinetwillen an der Stange zu bleiben. Wie das alles in der Pilotfolge aussieht weiss ich noch nicht, die muss ich mir erst noch anschauen. Hole ich in den nächsten Tagen noch nach.

      Aber die beiden anderen Folgen fand ich dann jeweils ein kleines bisschen schwächer als die davor. Wie hier bereits schon gesagt macht der zweite Film kaum Gebrauch von Sherlocks Fähigkeiten und hätte mit ein paar Rewrites auch als Folge einer x-beliebigen anderen Cop Show durchgehen können... und der ganze Subplot mit dem Chinamädel dass nachts im Museum einbricht um die Teekessel zum Kochen zu bringen war ganz schön hanebüchen. Und der dritte Film... möh... irgendwann fing die Schnitzeljagd mich an zu langweilen. Und als JIIIIIIIIIIIM Moriarty auftrat kam es mir so vor als ob die ganze Serie auf einem Schlag implodierte. Was für ein nervtötende, peinliche Perfomance! Und diesen unmotivierten aus dem Nichts kommenden Cliffhanger hätte es nun auch nicht gebraucht.

      Also, ich weiss nicht. Waren ja schon drei angenehme Filmchen... aber diese letzten 5 bis 10 Minuten haben sie mir alle ein bisschen verleidet.
    • Kaoru schrieb:

      Und als JIIIIIIIIIIIM Moriarty auftrat kam es mir so vor als ob die ganze Serie auf einem Schlag implodierte.


      Ich glaube, dass ich wirklich der einzige bin, der Moriarty absolut passend für Cumberbatchs Sherlock fand. :huh: