Gatiss' & Moffats "Sherlock" (Stand: Austrahlung auf BBC ONE)

    • das kann schon sein,war aber nicht ganz mein Eindruck als ich mich in den letzten Wochen mehr damit beschäftigt habe.So wie ich das mitbekommen habe haben sehr viele schwule/lesbische/transsexuelle.... sich Hoffnungen gemacht und für diejenigen mit denen ich gesprochen habe waren es weit aus mehr als Fantasien.Sie haben die Serie so weit auseinander genommen und analysiert dass sie im Nachhinein zum Entschluss kamen dass Moffat und Gattis absichtlich und permanent gewisse Anspielungen in die Serie eingebaut haben und man garnicht zu einem anderen Entschluss kommen kann als dass Sherlock praktisch eine Liebesbeziehung zwischen John und Sherlock thematisiert.Ich denke nicht dass es einfach alles irgendwelche fan girls sind,viele nehmen die Thematik wirklich ernst und haben eigentlich auf einen großen Moment gehofft (Repräsentation von LGBT durch 2 ikonische TV charaktere)

      Ich stimme ihnen in vielen Punkten nicht zu aber ganz von der Hand weisen lassen sich einige Andeutungen in der Serie nicht,finde ich.

      Ich finde aber auch dass es jedem selbst überlassen sein sollte die Serie zu interpretieren aber manchmal steigert man sich zu sehr rein.Jetzt werden schon Hass tiraden und petitionen geschrieben nur weil man jahrelang eine Serie überanalysiert hat :thumbdown:
    • Nach dem geträumten Christmas Special endlich wieder Episoden, die mich begeistern konnten,
      zumindest die ersten beiden von den dreien. Und wie schon in der dritten Staffel tritt das Lösen von Fällen immer weiter in den Hintergrund. Stattdessen geht es um die Beziehungen der Hauptaktteure untereinander und ihre jeweiligen Krisen.

      "The main feature of interest in the field of criminal investigation is not the sensational aspects of the crime itself, but rather the iron chain of reasoning, from cause to effect, that reveals, step by step, the solution. That's the only truly remarkable aspect of the entire affair."

      Wenn Moffat und Gatiss das doch bloß ernst gemeint hätten. Aber was der Detektiv Sherlock als das eigentlich Interessante bezeichnet, wird von der Serie Sherlock immer weniger geliefert.

      In der Vergangenheit wurden Ideen in abgewandelter Form sowohl bei Sherlock als auch bei Doctor Who verwendet. Irene Adler entspach z.B. vom Typ her River Song und die Schwester entspricht Missy. Ich bin schon gespannt, welche weiteren Parallelen sich in Staffel 10 ergeben werden.

      Radioactive Man
    • Ein "Sherlock"-Weihnachts-Special, wenn man es überhaupt so nennen will, gab es lediglich 2013: Die Minisode "Many Happy Returns". Was Du meinst, "The Abominable Bride", war das letztjährige Neujahrs-Special. ;) Okay, Erbsenzählerei. Aber was soll ich machen, meine Goldwaage ist kaputt. ;)
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Mit neuem Licht auf die Schatten der Vergangenheit.

      "It's n not a game anymore". Erst nach dem überraschenden, wenn auch nicht entsetzenden Ende der ersten Folge haben diese Worte eine wirkliche Bedeutung. Nach dem die Folge in sowohl erzählerisch wie auch inszinatorisch verdächtiger Geschwindigkeit nach all den zuvorigen Geschehnissen den gewohnten Gang des Detektiven, trotz der nun (theoretisch) elementar andersartigen Lebens. bzw. (für Sherlock gleichbedeutend) Arbeitsbedingungen durch John und Marries Nachwuchs wieder aufzunehmen versuchte, hat die Episode, anders als Sherlock selbst das Versprechen der Trailer gehalten und den Weg in eine düstere, weil ernstere Handlungswelt eröffnet.

      Das sind meine ersten Gedanken zu der gerade erstmals zu Ende gesehenen ersten Folge der neuen Staffel.
    • Mit dieser zunehmenden Zuwendung zur Phantastik, etwa in Form des fantastisch aufepumpten Konzepts des "mind palace" in der dritten und der "subtilen Hypnose" in der letzten Staffel kann man die Entwicklung der Serie, sofern man gewillt ist, die Fehltritte der Autoren gegen Ende als "Kunst" umzuinterpretieren, als Allegorie auf den geistigen Werdegang Conan Doyles verstehen, der sich trotz der literarischen Schaffung der heroischen Verkörperung des reinen Rationalisten in Form des Detektiven Sherlock Holmes gegen Ende seines Lebens dem Feenspuuk und Paranormalen verschrieben hat.
    • Staffel 1 und 2 waren großartig. Die dritte Staffel war etwas schwächer aber immer noch sehr gut.

      Aber die 4. Staffel ist der größte Scheiß den ich je gesehen habe. Die erste Folge ging noch, aber spätestens das Finale hat die Serie völlig ruiniert. Was soll sowas? Quasi alles was den Reiz der ersten Staffeln ausmachte fehlt. Dafür gabs SAW in der Billigversion. Wenn ich sowas sehen will, dann guck ich doch nicht Sherlock.

      Schade dass Moffat nach dem Doctor nun auch noch seine eigene Serie zugrundegerichtet hat. Und hier kann man leider nichtmal drauf hoffen, dass ein neuer Showrunner es wieder retten kann.
    • In mir wächst die Überzeugung, dass Moffats Hauptproblem darin liegt, dass er selbst ein viel zu großer Fan seiner Serien ist. Dadurch geht ihm meines Erachtens etwas die Distanz zum eigenen Werk verloren, die es braucht, um stimmige, nach den Regeln der Erzählkunst aufgebaute Geschichten zu erzählen, die als solche zufriedenstellen und nicht den Hunger auf Mehr und das Übertreffen ihrer selbst zum Selbstzweck machen.
      I don't like being sure about things. One minute you're sure, the next, everyone tuns into lizards and a piano falls on your head. 2_1Doc

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Basil Disco ()

    • Also Teil 1 der 4. Staffel hat mir tatsächlich nach dem schwachen Weihnachtsspecial sehr gut gefallen! Das war das Feeling der ersten beiden Staffeln! Die zweite fand ich dann schon mit der Geister-Mary befremdlich - hat mich aber dennoch gepackt - und ja - durchaus auch gerührt am Schluss. Aber der 3. Teil war dann echt Mist. Wie kann man die Serie mit einem solchen Finale so verhunzen? Echt schade drum. Hoffentlich war's das mit der Serie. So überwiegen die guten Folgen, aber wenn dann irgendwann noch mehr Schrott kommt ...