4x01 - Eine neue Welt (The New World)

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    • Oh nein, die böse Amerikanisierung! :D
      In dem Bereich "anspruchsvolles Unterhaltungsfernsehen" haben Amerikaner bisher viel bewegt, was sich bei der ersten Folge hier nicht negativ ausgewirkt hat. So war die Charakterisierung mehr durch die Handlungen gegeben, nicht durch direkt Gesagtes (z.B. wie bei der Szene von Jack mit seiner Tochter in CoE). Auch die etwas schnellere Schnittfolge hat , finde ich, die verschiedenen Erzählstränge gut zusammengehalten.
    • Eigentlich war ich ja so für mich selber fertig mit TW .
      Aber okaaaay , here we go again ;)
      Soll heißen...der Auftakt war spannend genug um Lust auf mehr zu machen.
      Sehr schöne schnelle Bilder, sehr schöne Einstellungen (StandAction), insgesamt das drehtechische Geschick wieder ausgepackt. Soll heißen, yep...sie können es einfach noch!

      no one can die
      ist natürlich ein gewagter Ansatz der einem zunächst mehr als widersinnig und unlogisch vorkommt.
      Aber damit haben sie einen großartigen Beginn geschaffen auf dem aufgebaut werden kann.
      Logik beiseite wie immer, aber sonst funktionierts eben einfach nicht.

      Zur Folge ist weiter oben so ziemlich alles gesagt worden, Teile diese Einschätzungen
      und bin gespannt wie die Story weiter geht.
      Hoffe sie machen sich die Geschichte nicht zum Ende hin wieder kaputt, nachdem soviel in den Aufbau gesteckt wurde.
      When we remember we are all mad, the mysteries disappear and life stands explained.M.Twain
    • So endlich auch gesehen und mich muss sagen: Gut bis super. Die Prämisse ist super, noch besser eigentlich als das Opfern der 10% aller Kinder, denn jeder Mensch wünscht sich eigentlich Unsterblichkeit, aber nun wo es so weit ist, wünscht sich jeder seine Sterblichkeit zurück und was dann? Sterben alle die eigentlich hätten sterben sollen oder bleiben sie am Leben? Soll man diese Leute dann töten? Oder was passiert dann mit der Überbevölerung?

      Die beiden CIA-Leute, Rex (dr. Pratt aus ER) und Esther fand ich schon gut charakterisiert und besonders Esther fand ich sehr sympatisch. Ich muss zugeben, dass ich von Mekhi Phiffer auf Grund meiner Erfahrungen mit ihm in ER nicht viel erwartet habe, da hat er nämlich recht hölzern gespielt, aber hier war er richtig gut.
      Abpropo hölzern: Eve Myles sieht zwar besser aus als früher, aber wenn sie ist nun nicht vom häßlichen Entlein (ich fand sie nie wirklich hübsch) zum wunderschönen Schwan mutiert, sie sieht einfach nur ein wenig besser aus, nicht mehr an der Grenze zum Augenkrebs. Außerdem hat sie zwar besser geschauspielert als früher, nur genau das ist das Problem hier: Sie ist nicht mehr Gwen, egal ob ich ihr manche Reaktionen früher abgenommen habe oder nicht, habe ich ihr im großen und ganzen den Charakter abgekauft, nun nicht mehr. Es ist ähnlich wie mit David Tenannt: In der dritten Staffel nahm ich ihm seine Rolle komplett ab, in der vierten war er für mich nur noch ein Schauspieler, der versucht den Doctor zu spielen; Eve Myles versucht jetzt für mich nur noch Gwen zu sein, sie ist es nicht mehr.

      Dass Jack jetzt sterblich ist ein interessanter Knif und ich freue mich darauf, wie dies ausgespielt wird (ACHTUNG SPOILER!) im Trailer zur nächsten Folge sieht es ja so aus als ob er im Sterben liegt.

      Dann wollte ich nur noch sagen, dass auch mir das Baby sehr gut gefallen hat, genauso wie David Pullman. Ich weiß gar nicht, warum alle über sein Genuschel mägern, da fand ich Kai Owens Walisischen Dialekt diesmal schlimmer. Außerdem fand ich seine Rolle OSwald Jones fazinierend: Vom ersten Moment an, hasst man die Rolle ("She should have run faster."), aber in der einzigen Szene mit Text, in der er auftritt, strahlt er so viel Präzens aus, wie Anthony Hopkins in "Das Schweigen der Lämmer", einfach brilliant. Und er ist wahrscheinlich auch der Schlüssel zum ganzen.

      Ich würde ja eigentlich 9/10 Punkten geben, da die Folge so gut wie alles hatte, was eine gute TW-Folge braucht, Spannung, ein wenig Action, gute Charaktere und Schauspieler sowie ein paar Insider und Gags (ich sage nur 456), aber für die 10 reicht es nicht, da am Ende alles zu hektisch wurde. Und die Verfolgungsjagd auf dem Strand war für mich der Tiefpunkt der Folge, dass hätte eher in eine Cobra 11-Folge als in Torchwood gepasst. Ich kann irgendwie nicht verstehen, was alle daran so gut finden. Ich gebe deswegen am Ende nur 8/10 Punkten, aber selbst auf diesem Niveau ist es noch hochwertige Fernsehunterhaltung.
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    • Ich frag mich, warum sich Rex so über den Brückenzoll aufregt, ist ja nicht so, als wenn es das nicht auch in den USA geben würde.
      Wenn man da an New York denkt, zum Beispiel, wenn man dort eine der Brücken oder Tunnel benutzen will, um überhaupt nach Mannhatten rein zu kommen muss man auch zahlen und dort wird es das sicher nicht als einziges geben.
    • Alles in allem eine gute Folge mit Höhepunkten und Tiefpunkten.

      Eve Myles bestätigt die Meinungen des Whocasts (witzig mit dem Baby übrigens), des Rest des Casts liefert eine solide Leistung ab. Auch der Rex-Darsteller (keine Ahnung wie er heißt, keine Lust zu gucken) war sehr gut in dem was er tat. Rex ist an sich ein interessanter Charakter.

      "Owen Harper" war eine schöne Anspielung.

      Schade dass Torchwood erst jetzt so düster wird, das hätte der Serie von Anfang an gut getan.
    • Ich hab heute überrascht feststellen dürfen dass die erste Folge in den USA schon gelaufen ist, hatte ich vorher gar nicht mitbekommen. Also schnell geschaut und... war wiedermal sehr unterhaltsam aber schon irgendwie anders als alles Torchwood vorher.

      Das meiste ist eh schon gesagt worden, wirklich viel schlechtes hat die Folge nicht gehabt und ich verstehe nicht einmal das schon rituelle Gwen-Bashing, aber für manch einen gehört das wohl zu TW dazu, dass man da auf Schauspielerin oder Rolle rumknüppeln muss. IMO hat sie die Sache gut gemacht und wenn Balko nicht mehr Gwen in ihr erkennt dann liegt das vielleicht auch daran, dass die Rolle nicht als Gwen geschrieben war sondern eben als "jemand der sich versteckt und das alte Leben eigentlich gar nicht vermisst, jedenfalls nicht wenn Rhys hinschaut und es ihn traurig machen könnte". Eben eine andere Person als die vorher mittem im Geschehen stehende Gwen. Am Ende sah das schon wieder sehr wie in den früheren Staffeln aus (finde ich). Aber jedem seien seine Hobby-Abneigungen belassen, solange das jetzt nicht Cato-esk in jedem Episodenthread drinsteht "Et in cetero censeo .."

      Naja nicht so besonders drollig fand ich die diversen Grade an Besessenheit. Für mich hätte es weder Rhys überbordendes "Wenn du die Gefahjr nicht mehr sucht, sucht sie dich UND UNSERE VERDAMMTE SÜSSE HILFLOSE TOCHTER auch nicht mehr..." Getue, der Mann sollte es nach fünf Jahren besser wissen, gebraucht, noch die Geas artige Suche der Blonden Agentin nach Torchwoodhinweisen, weil ihr Telefonat Rex ja "umgebracht" hat... und erst Recht nicht Rex Flug nach Großbritannien mit James Bond artigem Knarrenübergabepunkt in Heathrow... Da hat man das Drama ein wenig ZU hoch gedreht für meinen Geschmack und es dürfte schwer sein so ein gehetztes Tempo wirklich über zehn Episoden durchzustehen. Andererseits sind die US Agenten doch ziemlich sympathisch und die Szenen mit dem Virus, der ins Unleserliche geschwärzten Akte oder dem Retcon Cocktail waren schon wirkungsvoll in Szene gesetzt. Aber irgendwie wirkt die darauf folgende Fixierung auf das "Herausfinden" eben nur nach Kinodrehbuch und nicht nach professionellem Handeln einer Datenermittlungsbehörde (aka Geheimdienst).
      Aber gut, es IST ja nunmal sowas wie ein Film und wenn man darüber hinwegsieht, war der Rest der Handlung eine ziemlich solide Grundlage für die Serie, die Neueinsteiger relativ schonend mit der Sache vertraut machen konnte ohne dass "alte Hasen" von zuviel Exposition gleich abgeschreckt worden wären...

      Ehrlich gesagt Pullman hat mich ganz schön erschreckt, so aufgedunsen und vom Verhalten her kalt und abweisend kenn ich den Mann als Schauspieler gar nicht. Was auch immer aus Danes werden wird, seine Darstellung in Folge 1 verspricht noch großes. Was Danes jetzt ausgerechnet mit dem Miracle Day zu schaffen hat, wird sich sicher später noch herausstellen, ebenso ob die dauernde Erwähnung von 456-verwandten Gesetzesänderungen ein dezenter Handlungshinweis sein soll oder nur der Integration in die letzte Staffel dienen sollte.

      Noch eine Schattenseite war für mich der Helikopter. Sie WISSEN dass niemand stirbt. Wieso schiessen dann alle nur auf den Kerl im Laderaum? Einen Hubschrauber abschiessen und damit die gröbste Bedrohung (Mobilität und Geschwindigkeit) abzuwenden geht leichter wenn man auf den Heckrotor oder den Motor/die Turbine direkt unter dem Rotorgestänge schiesst... Die Effektszene haben sie da IMO auch verhauen, normalerweise müsste so eine Panzerfaust wenn sie schon gelenkt ist auf den heissesten Teil der Maschine gehen (Auspuffrohre von Motor/Turbine im hinteren Teil des Knubbels oben drauf) und nicht nach unten in die Kabine abschwenken... bzw wenn es keine hitzegelenkte Waffe war sondern zB Lasergesteuert vom Abschussrohr aus, hätte sie keinen solchen Knick in der Flugbahn machen dürfen. Außerdem machen solche Waffen üblicherweise keine Feuerbälle sondern eher Splitterwolken, aber egal, hauptsache der Chopper kam runter. Direkt in ein hübsches CGI Wrackmodell mit eklig künstlichen Flammen. Der Effekte-Tiefpunkt der ganzen Folge, im CIA Archiv sah der Explosionsball noch gekonnt aus. Und im Übrigen... sie haben im Haus ein Waffenlager wie eine L.A. Strassengang, was in Grossbritannien relativ ungewöhnlich sein dürfte... sie schiessen um ein Haar auf harmlose Touristen die nach dem Weg fragen wollen, aber bei der Fluicht vor einem schwer bewaffneten Hubschrauber haben sie keinen Augenblick verschwendet, um sich zu bewaffnen? Nur damit Onkel Jack rettend eingreifen darf? Da hat das Drehbuch leider versagt. Das war blöde. Da RTD hier aber mit Ausnahme oben angesprochener "Hektik" eigentlich ganz gut gearbeitet hat, ärgert das mich grade nochmal so sehr, wenn sie sowas versäumen. Rhys der ihr Baby in einer Splitterschutzweste voranträgt, während Gwen unter dem Kugelhagel zu ihrem Waffenschrank hechtet hätte mehr zur vorherigen Story der Folge gepasst (und noch ne hübsche Actioneinlage OHNE lächerliche "ich muss schnell machen" Dramatik ala Rex Flucht ergeben ;))

      Aber damit zu Captain Jack. John Barrowman sah irgendwie jünger aus als noch in CoE. Jedenfalls wann immer er im Jack Kostüm war, die Leichenhallen Szene war ein wenig eine Ausnahme. Das scheint die Befürchtungen dass er ala Data nicht mehr glaubwürdig sein könnte, wenn der Darsteller altert, die Rolle aber nicht, ein wenig zu entkräften, jedenfalls für die absehbare Zukunft und die Möglichkeit für noch ein, zwei weitere Staffeln, wenn diese erfolgreich laufen sollte.

      Das war eigentlich alles was mir auf der Seele drückte. Der Rest war eben einfach nur "gut gemacht" und wie oben schon geschrieben ich fühlte mich sehr gut unterhalten und kann darum das bisschen Kritik locker unter "nichts ist perfekt" ablegen. Mal schauen, wohin das ganze "Niemand stirbt" uns noch bringen wird und wie sich der Spannungsbogen in den nächsten 9 Wochen so entwickeln kann. Im Moment bin ich heiss drauf, es zu erfahren ;) Das ist immer ein gutes Zeichen.
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • "Schlaubi" schrieb:

      Ich frag mich, warum sich Rex so über den Brückenzoll aufregt

      ... jemanden im Schreiberteam oder sonst im Produktionsteam wird es seit langem nerven und dieser sah endlich eine Möglichkeit es in Szene zu setzen... (?) :D ;)
      When we remember we are all mad, the mysteries disappear and life stands explained.M.Twain
    • Infinity schrieb:

      nicht nach professionellem Handeln einer Datenermittlungsbehörde
      Und wir habens hier mit der CIA zu tun, bei der es verdammt viele Abteilungen gibt, die teilweise auch noch der NSA mitangehören, dem Präsidenten direkt unterstehen, in Langley untergebracht aber dem Pentagon angehören und genauso umgekehrt; dieser Dienst ist so verworren aufgebaut, dass dort so gut wie nichts geschmiert abläuft. Ich empfehle da mal das Buch "CIA - Die ganze Geschichte" von Tim Weiner, ist zwar von 2008, aber in den letzten drei Jahren hat sich anscheinend nicht viel verändert, wenn man bedenkt wie lange es gedauert hat Osama endlich zu finden ;)
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    • Balko schrieb:

      dieser Dienst ist so verworren aufgebaut, dass dort so gut wie nichts geschmiert abläuft. ... aber in den letzten drei Jahren hat sich anscheinend nicht viel verändert, wenn man bedenkt wie lange es gedauert hat Osama endlich zu finden ;)


      Naja wenn man außer Acht lässt, dass das ganze in einer der erbärmlichsten Ecken der Welt geschehen ist, unter Mithilfe mindestens einer theoretisch verbündeten Regierung und nicht eben in allerbesten Kommunikationsverhältnissen... Die Jagd nach Hussein war IMO peinlicher als das spurlose Verschwinden von Bin Laden, nicht nur im Vergleich von deren eigenen Fähigkeiten, sondern auch der dahinter steckenden Organisation, Macht und Loyalität seiner Untergebenen.

      Zumal sämtliche anderen Regierungsbehörden einschliesslich der "No such Agency" ja auch nicht besser abgeschnitten haben und auch kein fremder Geheimdienst nen schnelleren Tipp parat hatte.


      Und es ändert auch nichts an dem Eindruck dass hier eher eine Mischung aus James Bond, 24 und dem Spion der aus der Kälte kam Pate für die ominöse "CIA" der Folge gestanden hat als eine wirkliche US Regierungsorganisation, egal wie chaotisch es da läuft (und welche Organisation läuft schon wie geschmiert, wenn sich der Mann an der Spitze alle 2,5 Jahre und die Politik nach der sie handeln soll alle 4-8 Jahre ändert?).
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • Infinity es gibt auch Geheimdienste die funktionieren, z.B. der MI6 oder der französische Geheimdienst, sowie der russische, der Mossad oder auch der von China. Der BND und die CIA sind völlig chaotisch, wobei die CIA in den USA beinahe noch alleine dasteht, da sowohl FBI als auch DHS und NSA einigermaßen ohne große Komplikationen funktionieren, wobei die CIA eher wenig auf die Reihe kriegen würden, wenn sie nicht Hilfe von den Geheimdiensten der Navy und Air Force hätte. Noch mal Verweiß auf mein Buch.

      Und wieder zurück zum eigentlichen Thema: Hatte ich das Ende eigentlich richtig verstanden, dass nach diesen 456-Abkommen Torchwood den USA untersteht, oder dass dieses Abkommen der CIA die Macht gibt einfach so eine britische Organisation sich einzuverleiben?
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    • Balko schrieb:


      Und wieder zurück zum eigentlichen Thema: Hatte ich das Ende eigentlich richtig verstanden, dass nach diesen 456-Abkommen Torchwood den USA untersteht, oder dass dieses Abkommen der CIA die Macht gibt einfach so eine britische Organisation sich einzuverleiben?



      Dat sind Amis, seid wann brachen die die Erlaubnis von irgend jemanden sich was einzuverleiben?

      "Did the cow creamer tell you to do this?"
    • Balko schrieb:

      Infinity es gibt auch Geheimdienste die funktionieren, z.B. der MI6 oder der französische Geheimdienst, sowie der russische, der Mossad oder auch der von China. Der BND und die CIA sind völlig chaotisch, wobei die CIA in den USA beinahe noch alleine dasteht, da sowohl FBI als auch DHS und NSA einigermaßen ohne große Komplikationen funktionieren, wobei die CIA eher wenig auf die Reihe kriegen würden, wenn sie nicht Hilfe von den Geheimdiensten der Navy und Air Force hätte. Noch mal Verweiß auf mein Buch.


      Chaotisch bedeutet nicht ineffektiv und organisatorisch top aufgestellt bedeutet nicht effektiv. MI6 oder das FKB haben auch nicht geschafft woran der CIA deiner Meinung nach gescheitert ist. Und dass die USA schon lange mal in ihrem inzestuösen 3 Letters Agency Stall aufräumen und ein wenig einsparen hätten können ist doch eh altbekannt. Da machen teilweise fünf Dienste denselben Job, bzw kämpfen bevor er gemacht werden darf darum wer jetzt zuständig ist. Dazu brauch ich kein Buch lesen.

      Und wieder zurück zum eigentlichen Thema: Hatte ich das Ende eigentlich richtig verstanden, dass nach diesen 456-Abkommen Torchwood den USA untersteht, oder dass dieses Abkommen der CIA die Macht gibt einfach so eine britische Organisation sich einzuverleiben?


      Rex Matheson: "This is not an arrest. This is a rendition. And on behalf of the CIA - under the 456 Amendments to US Code 3184 - I'm extraditing this so called Torchwood-Team to the United States of America. Now get me out of here, take me home."

      "Das ist keine Festnahme. Das ist eine Urteilsverkündung. Und im Auftrag der CIA im Rahmen der 456-Ergänzungen zum US Gesetzbuch 3184 erwirke ich hiermit die Auslieferung des sogenannten Torchwood Teams an die Vereinigten Staaten von Amerika. Jetzt schafft mich weg von hier, bringt mich heim!"

      Das fragliche Gesetz in "Real World" Fassung: codes.lp.findlaw.com/uscode/18/II/209

      Grob gesagt kann ein US Richter wenn er "Jurisdiction" über eine Person hat (Jack war ja vorher noch in den USA) denjenigen aus dem Ausland ausliefern lassen, wenn das Verbrechen dass derjenige im Ausland begangen hat auch ind en USA strafbar gewesen wäre.
      Wenn 456-Amendments solche Gesetze sind, die nach der 456 Invasion aus Children of Earth ins Gesetzbuch nachgetragen wurden, wie es der Name vermuten lässt, umfassen diese Straftaten wohl auch Aid and abetting für ausserirdische Gangster oder Terroristen sowie das Verschleiern von geheimen Anti-Alien Organisationen die außerhalb der USA gegründet wurden... :) Passt so gesehen ja auch zu den Schwärzungen und "verschwundenen Akten" die während der ganzen Folge vorgekommen sind.
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • Meine Güte, was ist Bill Pullman alt geworden.

      Fand's jedenfalls generell sehr gut, war ne ganz okaye (im positiven Sinne!) Einstiegsfolge die Lust auf mehr macht. Die Zusammenhänge habe ich teils zwar auch nicht verstanden (Was genau haben die denn da ganz am Anfang wegen Torchwood untersucht? Hmmm?), aber das wird mir wohl klarer wenn ich mir in ein paar Tagen die UK-Fassung anschaue. ;)

      Und nachdem ich in der letzten Staffel Gwen ganz tolerabel fand ist sie hier "endlich" wieder da: die irgendwie nicht so richtig überzeugende Landpommeranzentrulla. Was Eve Myles da schauspielerisch abliefert (im speziellen am Krankenbett ihres Vaters) deckt das ganze Spektrum von "nicht gerade gut" bis zu "unfreiwillig komisch" ab. An die Wand gespielt wird sie da nicht nur vom Baby... sondern auch von ihrer Zahnlücke.

      A Propos Baby: Ich bin ganz überrascht wieviel Spaß mir der Hosenscheißer gemacht hat. Normalerweise fangen ja Serien immer an leicht unerträglich zu werden sobald irgendwelche Babys dauerhaft einzug in die Handlung bekommen... aber Szenen wie der in der dem Kiddie Ohrenschützer aufgesetzt werden damit es die Ballerei nicht hören kann - das ist schon super, das ist höhere Mathematik! :D So machen Babys im Film endlich wieder Spaß! Mal ganz davon abgesehen, das die Reaktionen von dem Kleinen lustig waren. Solche Kinder sollten mehr für's TV produziert werden! :20:

      Die neuen Charaktere sind okay... aber die Namen gemerkt habe ich mir noch nicht. Bisher sind's für mich noch "der schwarze Agent" und "die Blonde". Übrigens... ist das vielleicht Absicht, dass ihr "Torchwood"-Einstieg haargenauso wie der von Gwen beginnt? Sprich... sie erfährt etwas über die Existenz von dem Laden, trifft auf Jack um von ihm eine Pille zu bekommen... und hinterher gerät sie dann doch wieder auf die Spur? Will ja fast meinen! Knickknack! :33:

      Allerdings gab's auch ein paar kleinere Dinge die mich etwas zum Augenrollen gebracht haben... Kleine Momente, bestimmte Reaktionen von Figuren... wie z. B. die von der Blonden als sie Jack sieht. Warum rennt sie da weg? Was soll das? Angst? Warum? Etc? Fand ich jedenfalls so oder so nicht überzeugend in Szene gesetzt. Und von solchen Glaubwürdigkeit aussetzenden Szenen gab es hin und wieder mal welche. Fand ich im Gesamtbild zwar nicht ernsthaft störend... aber zur Sprache gebracht werden sollten sie trotzdem bevor sie undiskutiert untergehen! Wehret den Anfängen!

      Hab jedenfalls mal für "gut" gestimmt, falls es interessiert. ;)

      Dr. Constantine schrieb:


      Schade dass Torchwood erst jetzt so düster wird, das hätte der Serie von Anfang an gut getan.

      Ich bin da ja der Ansicht, dass es auch genau das ist was RTD von Anfang an im Sinn hatte, denn genau das hier wurde uns ja auch versprochen bevor die erste Staffel in Produktion ging. Nur hatte er wegen der Mutterserie nicht ausreichend Zeit und musste die Hauptarbeit an Chris Chibnall abgeben... und dieser hatte dann das Briefing nicht so recht verstanden. Und jetzt wo sich RTD fulltime drum kümmern kann kriegen wir nun offenbar die Serie so wie sie von Anfang an erdacht war.
    • Kaoru schrieb:

      wie z. B. die von der Blonden als sie Jack sieht. Warum rennt sie da weg? Was soll das? Angst? Warum? Etc? Fand ich jedenfalls so oder so nicht überzeugend in Szene gesetzt.
      Dann stell dir mal vor, du durchforstest gerade eine Akte und siehst ein Foto von einem Typen aus dem 2. Weltkrieg. Dann drehst du dich um und der steht nicht gealtert vor dir. Ich glaube, da hätte ich auch Angst. ;)
    • Dr. Constantine schrieb:

      Schade dass Torchwood erst jetzt so düster wird, das hätte der Serie von Anfang an gut getan.
      Äh, ist ja nicht so das Torchwood bisher eine Sunshine Serie war.... und im vergleich zu manch anderen TW Folgen fand ich
      die letzte Folge überhaupt gar kein bisschen Düster. Null!

      @alle Geheimdienst auskenner,
      ich gehe mal davon aus das ihr einblicke in die Interna der Geheimdienste habt, da ihr sie so "glaubwürdig" beurteilen könnt.
      Scheinen völlig umsonst Geheimdienste zu heißen, die guten die.
      The Blog of the Daleks : daleksimulator.blogspot.de/
    • Scharfschütze schrieb:

      Kaoru schrieb:

      wie z. B. die von der Blonden als sie Jack sieht. Warum rennt sie da weg? Was soll das? Angst? Warum? Etc? Fand ich jedenfalls so oder so nicht überzeugend in Szene gesetzt.
      Dann stell dir mal vor, du durchforstest gerade eine Akte und siehst ein Foto von einem Typen aus dem 2. Weltkrieg. Dann drehst du dich um und der steht nicht gealtert vor dir. Ich glaube, da hätte ich auch Angst. ;)

      Ich denke eher, das lag eher daran, dass sie wusste, dass sie gerade was gefährliches macht - ob nun Torchwood gefährlich ist oder diejenigen, die es vertuschen wollen ist da mal nicht wichtig. Und dann kommt ein Kerl, der dem Typen auf dem Foto auch noch ähnlich sieht bzw. mehr als ähnlich und sagt: "Komm mit mir mit"? Da tut sie das EINZIG vernünftige und verduftet erst mal. Jack hätte ja auch ein Killer sein können, der alles was mit Torchwood zu tun hat und jeden der davon weiß beseitigen will...
      "All that is necessary for the triumph of evil is that good men do nothing." Edmund Berg
    • Also vorweg:

      Meiner Auffassung war der Start solide! Nur Gewn's Partner war mir zu sehr nach Paranoia... Das Ende fand ich nicht so toll, aber wahrscheinlich soll das so sein, damit entweder eine "Antiphatie" gegen US-Organisationen bzw. CIA entwickelt werden soll oder die sich die Amis "eines besseren Belehren lassen" und Torchwood später vielleicht (neben der Queen) Materiell, Technisch, Wissenschaftlich und Personell sogar Unterstützen werden. Support durch die Amis hätte schon was... oder nicht?

      Infinity es gibt auch Geheimdienste die funktionieren, z.B. der MI6 oder der französische Geheimdienst, sowie der russische, der Mossad oder auch der von China. Der BND und die CIA sind völlig chaotisch, wobei die CIA in den USA beinahe noch alleine dasteht, da sowohl FBI als auch DHS und NSA einigermaßen ohne große Komplikationen funktionieren, wobei die CIA eher wenig auf die Reihe kriegen würden, wenn sie nicht Hilfe von den Geheimdiensten der Navy und Air Force hätte.


      Man muss auch sehen, unter welcher "Führung" bzw. Authorität untersteht und auch andere Ziele bzw. Schwerpunkte haben. Beispielsweise: Das CIA ist eher politisch motiviert und ist zwangsläufig von politischen Entscheidungsträgern abhängig mit dem Schwerpunkt der Geheimdienstarbeit beschäftigt. Das FBI ist eine Einrichtung der Justiz mit dem Schwerpunkt der Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Klar, das das FBI zuverlässiger bzw. stabiler ist, da Sie nicht "nach jeder politischen Kaste (welche grade die Führung inne hat) ihre Segeln dem Winde nach hissen müssen". Klar, jede Organisation hat so ihre Vor- und Nachteile... keine Frage.

      Hatte ich das Ende eigentlich richtig verstanden, dass nach diesen 456-Abkommen Torchwood den USA untersteht, oder dass dieses Abkommen der CIA die Macht gibt einfach so eine britische Organisation sich einzuverleiben?


      Meiner Meinung nach: Nein! Auf gar keinen Fall (dazu gleich unten mehr).

      "Das ist keine Festnahme. Das ist eine Urteilsverkündung. Und im Auftrag der CIA im Rahmen der 456-Ergänzungen zum US Gesetzbuch 3184 erwirke ich hiermit die Auslieferung des sogenannten Torchwood Teams an die Vereinigten Staaten von Amerika. Jetzt schafft mich weg von hier, bringt mich heim!"


      Grob gesagt kann ein US Richter wenn er "Jurisdiction" über eine Person hat (Jack war ja vorher noch in den USA) denjenigen aus dem Ausland ausliefern lassen, wenn das Verbrechen dass derjenige im Ausland begangen hat auch ind en USA strafbar gewesen wäre. ... sowie das Verschleiern von geheimen Anti-Alien Organisationen die außerhalb der USA gegründet wurden...


      Man muss den Kern, die Gründungsgeschichte und Entwicklung von Torchwood sehen. Torchwood untersteht keiner Jurisdiction oder politischen Entscheidungen, sondern untersteht nur und ausschliesslich den Befehlen bzw. Anweisungen der Queen bzw. King des Empire bzw. des United Kingdom. Ich würde sogar ganz kacke-frech behaupten, das die Befugnis von Torchwood "über die der CIA" steht. Torchwood ist zudem älter und deren Entscheidungen bzw. die der Queen hebeln m.E. deshalb schon jüngere US-Entscheidungen aus (zumal es die USA zu Torchwoods-Gründungszeitpunkt wahrscheinlich noch nicht einmal gab und eine Kolonie des Empire/Great Britanien/United Kingdom war). Zudem ist es heute immer wieder umstritten, ob jemand "Juristisch unter Flaggen- oder Territorialrecht" fällt. Das CIA hat Territorialrechtlich keine Befugnis in UK. US-Entscheidungen haben (für gewöhnlich keine Rechtswirkung) in UK. Und erstrecht nicht über eine Kingdom-Instutition wie Torchwood. Auf Juristische Entscheidungen kann sich das CIA sowieso (als Geheimorganisation, bei denen viele / vieles nicht sauber ist...) garnicht berufen, wenn dann allerhöchstens das FBI (und "Kriminelle" zu stellen, ist die Aufgabe des FBI und nicht die des CIA!!!). Ausserdem diente Torchwood zur Gefahrenabwehr. Sollte man Torchwood aufgrund "Geheimorganisation ... Verschleierung .. Anti-Alien-Org ect. pp." anlasten, dann müssten sich die Amis aber mal kräftig an die eigene Nase fassen. ;) Rückwirkende Rechtswirkung ist in der allgemeinen Rechtsauffassung generell nicht möglich, denn man kann nur dann eine Straftat begehen, wenn Sie vorher definiert wurde (und nicht erst "hinterher" definiert wird). Dabei bezweifele ich, ob Torchwood bzw. deren Mitarbeiter überhaupt Straftaten begangen haben bzw. begehen können, wenn dies im Sinne der Aufgabe, im Dienst oder zur Gefahrenabwehr "notwendig" war. Ich könnte noch 1000 andere Beispiele liefern... aber ich denke, ich habe meinen Standpunkt deutlich genug gemacht.

      Das die "übrig gebliebenen" Torchwood-Mitarbeiter geschützt wurden, um einen Zugriff von anderen (auch ausländischen) Orginsationen bzw. von (UK-) Regierungsseite zu verhindern ergiebt sich daraus, das Gwen & Co. offensichtlich in einem "Zeugenschutz-Programm" waren (ich verweise da mal auf das Telefonat im Auto des CIA-Typen). Soetwas kann nur von höchster Stelle erfolgt sein und da fält mir eigentlich nur die Queen ein. Denn die Police, MI6 ect. pp. untersteht der UK-Regierung. Und wir wissen ja aus den "alten Torchwood-Folgen" (besonders Children of Earth zeigt es) das das Gouvernment nie besonders gut auf Torchwood zu sprechen war... Das die UK-Regierung Torchwood und seine Mitarbeiter weg haben will, kann ich mir gut Vorstellen und es wundert mich nicht, das sie der CIA "Amtshilfe" leisten. Man hat ja "von Anfang an" gesehen, als der CIA-Guy in Heathrow ankam, wie Bereitwillig die Ihn unterstützt haben.

      Insofern wünschte ich mir ein "besonderes Eingreifen der königlichen Familie" um Torchwood und seine Mitarbeiter zu schützen und zu erhalten. Auch wenn kein "Direkter Eingriff" vorgenommen wird, so doch vielleicht "Indirekt", das es der UK-Regierung und der CIA schwieriger gemacht hätte werden können bzw. schwerer gemacht wird. Würden die letzten beiden MA "sterben" würde Torchwood zwangsläufig "Geschichte" sein. Und wir wissen alle: Dazu wird es (hoffentlich) nicht kommen... ansonsten verweise ich nochmal auf den Anfang meines Beitrags -> Support durch Amis.

      Phoenics

      PS: Warehouse 13 (oder Eureka) unterstützt Torchwood... wäre wohl ein nettes Crossover... *weglach*

      Ach, Nachtrag: Die Anwälte die den zum Tode bestraften Kriminiellen rausgeboxt haben, das war bestimmt der Shattner und seine Kollegen aus Boston-Legal... hrhrhr

      Nachtrag: Stutzig macht mich, das Jack den CIA-Typen im Flugzeug ja schon "getroffen" hat. Er wusste also, das da was "im Busch ist" und Ihm hätte klar sein müssen, was daraus folgt. Ich glaube kaum, das er so leichtfertig wäre. Es sei denn: Er wollte geschnappt werden (warum auch immer)...
      Beste Grüße

      Phoenics

      Dieser Beitrag wurde bereits 16 mal editiert, zuletzt von Phoenics () aus folgendem Grund: Viel zu viele Nachträge...