4x10 - Unsterbliches Blut (The Blood Line)

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    • Ich finde halt schon alleine unlogisch, dass Jack überhaupt sterblich geworden ist. Es wurde gesagt, dass das Blessing ein Muster bestimmt und das auf die ganze Welt anwendet. Dann gibt man ihm Jacks Blut als Vorlage und es nimmt diese Vorlage und ändert damit das bisherige Muster in ein neues. Warum ändert es die Vorlage selbst? Macht für mich keinen Sinn.
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    • Tja, ich bleibe dabei, da hat man RTD als Lizenzgeber für Torchwood geholt, der hat sich eine Rahmenhandlung ausgedacht und dann alles in die Hände von Autoren gelegt, die aus diesem Etwas zehn Teile herausquetschen sollten. Was leider extrem erkennbar ist, ist die Tatsache, dass wohl bei den Drehbuchkonferenzen keine Detailfragen geklärt wurden. Jeder Autor hat da sein Ding gemacht und musste irgendwie ein paar Eckpunkte einflechten. Aber bei Details fehlte wohl einfach die Absprache.

      Auch wenn die Serie für sich recht unterhaltsam war, so ließ sie doch den typischen Torchwood-Geist vermissen. Wenn Jack und Gwen sich amüsierte Blicke zuwerfen oder ohne Worte verstehen, dann blinkt da sowas auf. Ansonsten fehlte es den Figuren einfach an Tiefe und Torchwood-Feeling. Hinzu kommt, dass man offenbar auch bei den Effekten an allen Enden gespart hat. Die wenigen, sichtbaren hätte "The Mill" (die Dr.Who Effekteschmiede) wohl besser gemacht. Ansonsten blieb man auf Sparkurs.
      Ich nenne als Beispiel mal die Szene, wo Danes angeblich in einer ausverkauften Arena steht und über Engel predigt. Wir sehen kein Publikum, sondern nur Oswald, der sich in blendenden Lichtern windet. Alles andere wird nur akustisch angedeutet.

      Ebenso schienen einzeln stehende Fahrzeuge den Hang zu haben zu explodieren. Ob es der SUV mit den verhafteten CIA-Agenten und Nichte Colasanto ging, oder um den MIlitärlaster. Ich wusste, dass er explodieren wird, als ich ihn einsam auf dem Platz stehen sah. Man wollte wohl schnell nur mit dem Besen die Plätze durchfegen bevor man noch Gebäude ansengt.

      Das Budget scheint hier wirklich für die prominenten Schauspieler draufgegangen sein. Ernie Hudson, Bill Pullman, Frances Fischer, Wayne Knight, Nana Visitor und John De Lancie etc. Die haben sicherlich einen Grossteil des Budgets ausgemacht.

      Außerdem hat man wohl versucht den einzelnen Schauplätzen viel Screentime einzuräumen. Zwei Folgen im Overflow-Camp und auch die Sets in Shanghai und Buenos Aires wurden, mit anderen Schildern an der Wand umgenutzt. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, aber hier hat man wieder zwei Schauplätze mit einem Set realisiert.

      Storymäßig hätte ich mir gewünscht, dass Jack im Vordergrund bleibt und die eingebildeten Ami-Agenten auf Kurs bringt. Ebenso hätte man den sterblichen Jack immer wieder in Gefahr bringen können, was die Spannung in den Einzelfolgen erhöht hätte. Mit Gwens Rolle bin ich sogar sehr zufrieden. Sie ist die einzige, die wie gewohnt agiert, sich um die Familie sorgt und dafür schon einmal ein paar Gastanks in die Luft sprengt. (wie unnütz das auch war).
      Bis zum Schluss konnte ich mit Rex nicht recht warm werden. Glücklicherweise haben die Autoren wenigstens Esther am Ende nicht mehr ganz so dumm dargestellt.

      Was leider überhaupt nicht funktionierte war die Ausnutzung der Prämisse: Was hätte man nicht alles aus dem "nicht-sterben-können" machen können. Statt Torchwood-like Aliens ins Spiel zu bringen bekommen wir es mit der Mafia zu tun.
      Und die Colesanto-Story hatte ÜBERHAUPT keinen Sinn. Bei mir kam der Verdacht auf, dass dieser Schlenker auch nur dazu diente die straffe Story auszudehnen (und mal wieder Gay-Szenen einzubringen). Diese Metallplatte für das Morphfield hat nicht die geringste Rolle gespielt. Jack nahm noch ein Teil davon mit.... Und? Deaktiviert? oder was? Wer hat eigentlich auf dem Parkplatz auf Jack geschossen?

      Irgendwie frage ich mich ob John Fay beim Schreiben von Episode 9 die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat, was die anderen Autoren ihm zum Verknüpfen überlassen haben.

      Alles zu wenig durchdacht.....

      Aktuelles Review: Doctor Who - S09E01 - "The Magician's Apprentice"
    • Stintfang schrieb:

      Mit Gwens Rolle bin ich sogar sehr zufrieden. Sie ist die einzige, die wie gewohnt agiert, sich um die Familie sorgt und dafür schon einmal ein paar Gastanks in die Luft sprengt. (wie unnütz das auch war).
      Bis zum Schluss konnte ich mit Rex nicht recht warm werden. Glücklicherweise haben die Autoren wenigstens Esther am Ende nicht mehr ganz so dumm dargestellt.
      Gerade Gwen fand ich extrem zu ihrem Nachteil verändert. Die war doch nicht schon immer so ein hysterischer, gewaltbereiter, aggressiver Psycho? Auch wenn ich der Figur sicher eine gewisse Veränderung zugestehe nach den Ereignissen in CoE, mir ist die echt episch auf den Senkel gegangen und dieser BAMF-Stempel, den sie ihr in dieser Staffel aufgedrückt haben, hat für mich überhaupt nicht funktioniert. Ich fand das einfach nur forciert, absolut nicht authentisch und leider auch extrem nervig.

      Dass Jack lange Zeit so untergegangen ist, hat mich auch genervt. Diese passive Rolle hat der Figur absolut nicht gutgetan und außerdem wars völlig out of character. Und es ist ja nicht so, dass nicht mehr Potential dagewesen wäre.

      Was ich auch inkonsequent abgehandelt fand, war, dass das, was in Folge 7 zwischen Jack und Gwen passiert ist, im Nachhinein keinerlei Berücksichtigung gefunden hat. Da kidnapped Gwen Jack in dem Wissen, dass sie ihn damit möglicherweise seinem Henker zuführt, was man ja für sich durchaus schonmal als Vertrauensbruch bezeichnen könnte. In dem folgenden Gespräch machen sie sich dann nicht nur klar, wo die jeweiligen Prioritäten liegen (die ich ja absolut nachvollziehbar finde), nein, sie schildern sich gegenseitig in den schillerndsten Farben, wie sie ohne mit der Wimper zu zucken bereit wären, den anderen zu töten. Man sollte meinen, dass das irgendeine Auswirkung auf ihr Verhältnis hat. Aber nee, offensichtlich nicht.

      Zu den Neuen, na ja. Rex hat mich zwar die letzten 3 Folgen etwas weniger genervt, aber insgesamt war der Typ für mich einfach zu sehr wandelndes Klischee, als dass ich ihn ernsthaft hätte mögen können. Ein paar lines hatte er, bei denen ich schmunzeln musste. Esther fand ich insgesamt durchaus sympathisch. Ja, sie hat sich teilweise schon extrem dämlich angestellt. Allerdings fand ich das in Teilen auch nachvollziehbar und deshalb nicht gänzlich unverzeihlich. Und in Anbetracht dessen, dass sie am Ende eigentlich die größte Entwicklung mitgemacht hatte, war es eigentlich schon schade, dass sie draufgegangen ist. Die Dynamik Gwen-Jack-Esther wäre im weiteren Verlauf ganz interessant gewesen, glaube ich. Esther und Jack hatten meiner Meinung nach am Ende eine weit engere Verbindung als Gwen und Jack (was vermutlich aber auch daran liegt, dass die beiden zusammen m.E. schon die ganze Staffel nicht so wirklich funktioniert haben). Andererseits wärs vielleicht auch nur eine Wiederholung der Geschichte Jack/Gwen geworden, und das braucht nun auch keiner.

      Stintfang schrieb:

      Und die Colesanto-Story hatte ÜBERHAUPT keinen Sinn. Bei mir kam der Verdacht auf, dass dieser Schlenker auch nur dazu diente die straffe Story auszudehnen (und mal wieder Gay-Szenen einzubringen). Diese Metallplatte für das Morphfield hat nicht die geringste Rolle gespielt. Jack nahm noch ein Teil davon mit.... Und? Deaktiviert? oder was? Wer hat eigentlich auf dem Parkplatz auf Jack geschossen?
      Geschossen haben wird irgendein CIA-Fritze.
      Ansonsten gebe ich dir recht. Mir hat die Folge mit den Flashbacks eigentlich am besten von allen gefallen, aber das ganze Nachgeplänkel im Haus von Angelo, die sinnloseste Entführung aller Zeiten zuvor eingeschlossen, war im Nachhinein schlicht für die Katz. Geendet hat die Folge damit, dass Jack scheinbar irgendeinen Plan hatte - er hatte die Platte genommen und hatte irgendwas vor, weshalb er sich hat rausschmuggeln lassen. Dann gings mit '2 Monate später' weiter. Noch so ein unnützer Handlungsfaden, der komplett im Sande verlaufen ist.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von knusperfl0cke ()

    • saoirse schrieb:

      Das Rex am Ende auch unsterblich ist, fand ich zwar etwas weit hergeholt (wie Jack in der Staffel bemerkte, kann seine Unsterblichkeit ja eigentlich nicht an seinem Blut liegen sondern eher daran, das Rose ihn zu einem fixen Punkt in der Zeit gemacht hat - wie sollte sich das auf Rex übertragen?), aber ich finde die Idee sehr witzig und hoffe, das es bei einer möglichen 5.Staffel aufgegriffen wird. Mekhi Phifer fand ich hier in TW übrigens zum ersten Mal richtig gut (in anderen Serien habe ich ihn früher gerne mal ignoriert).

      Herr Duck schrieb:

      Jack's Blut ist ein Teil von Jack (okay, eigentlich besteht res aus ganz vielen Teilen ;))
      Als Jack sterblich wurde, wurde natürlich auch sein Blut sterblich. "The last mortal blood on Earth"
      Als der Prozess wieder umgekehrt wurde, wurde Jack wieder unsterblich - alle Teile von Jack, also auch dass ihm angezapfte Blut. Und dies übertrug sich dann - ob permanent oder nicht, wird hoffentlich noch gezeigt werden - auf den Küörper, in dem es sich befand: Rex.
      Für SF-Serien-Verhältnisse hinreichend logisch.


      Ich kann mich der Erklärung von Herrn Duck nur anschließen, genau so sehe ich es auch. Allerdings würde ich gerne wissen, wie "The Blessing" es überhaupt geschafft hat, eine Konstante des Universums (=Jack) zu ändern. Genau so gut hätte es eine Veränderung der Gravitationskonstante oder der Lichtgeschwindigkeit geben können. Ich hoffe, daß wir die Antwort auf diese Frage in einer möglichen Staffel 5 bekommen werden.
      Wolfgang.
    • Das mit Rex' Unsterblichkeit habe ich so verstanden, dass "the Blessing" alle mit unsterblichen Blut sterblich gemacht hat, und alle mit sterblichen Blut unsterblich. Das Blut was hineingegeben wurde galt dabei als Vorlage. Dass ich diese Tatsache an sich unlogisch finde, hatte ich ja bereits geschrieben, aber mal davon abgesehen... Ich denke, dass nicht nur das Blut geändert wurde, sondern eher in die DNA aller Menschen eingegriffen wurde, aufgrund der Informationen in Jacks Blut. Rex hatte zum Zeitpunkt der Umkehrung sterbliches Blut, also hat "the Blessing" ihn unsterblich gemacht. Wobei auch in diesem Szenario seine Wunden sofort hätten verheilen müssen... und er kann außerdem nicht ebenfalls eine Konstante sein wie Jack.
      Jetzt wo ich es schreibe, kommen mir immer mehr Unstimmigkeiten in den Sinn, ich höre lieber auf zu versuchen, etwas unlogisches logisch zu erklären. ;) (Wenn es tatsächlich am Blut liegt, kann Jack nun ja sein ganzes Torchwood-Team temporär unsterblich machen und der Job ist nicht mehr so gefährlich :P )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lilithia ()

    • Naja, das Ende war verwirrend, klar haben die "Bösen" nur dagestanden und Torchwood die Entscheidung über Tod und Leben gelassen. Dennoch finde ich es ein würdiges Ende dieser Staffel. Allem in allem finde ich, das das Ende nicht für die gesamte Staffel nicht besser gemacht werden konnte.
      Bisher gesehen:



      wibbely-wobbely... timey-wimey...
      or "Hello. I'm the Doctor. Basically: run!"
    • Auf den Zusammenhang mit dem Blut würde ich mich ja noch einlassen, auch wenn es irgendwie nicht so richtig damit zusammenpasst, wie das Konzept 'fixer Punkt' bisher behandelt wurde. Nur dass es dann so gar keine Erklärung gibt, nervt mich schon.

      Aber das mit der Umkehrung von Jacks Unsterblichkeit in sterblich und zurück finde ich abenteuerlich. Falls wir da jemals eine Erklärung erhalten, wird die wahrscheinlich qualitativ super zur letzten Folge passen.

      Das mit der verspäteten Heilung bei Rex verstehe ich auch nicht. Seine ursprüngliche Wunde ist ja auch erst mit der neuen Schusswunde verheilt. Und da muss bis zur Beerdigung einige Zeit vergangen sein, Jilly hat ja zu dem Typen gesagt, dass sie seit Wochen jeden Tag in dem Park auf ihn wartet. Vielleicht läuft es dann darauf hinaus, dass Rexens neue Unsterblichkeit und damit seine upgegradeten Selbstheilungskräfte erst mit dem nächsten Mal sterben getriggert wurden oder so.
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    • knusperfl0cke schrieb:

      Vielleicht läuft es dann darauf hinaus, dass Rexens neue Unsterblichkeit und damit seine upgegradeten Selbstheilungskräfte erst mit dem nächsten Mal sterben getriggert wurden oder so.


      Ohha, Rex ist ein Highlander! Die Schottische Agenda hält bei Torchwood Einzug!
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      - Charlie Brooker (frei nach)


      25. Mai ist Towel Day
    • Delk schrieb:

      Ohha, Rex ist ein Highlander! Die Schottische Agenda hält bei Torchwood Einzug!
      Bring it on. In meinen Augen gibt es momentan recht wenig, was Torchwood nach der letzten Folge NICHT aufwerten würde. :D

      Und vielleicht braucht der komische Mann von Torchwood II Unterstützung. Wir wären wieder zurück im UK und Schottland ist sogar noch besser als Wales.
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    • Jack's Blut ist ein Teil von Jack (okay, eigentlich besteht res aus ganz vielen Teilen ;))
      Als Jack sterblich wurde, wurde natürlich auch sein Blut sterblich. "The last mortal blood on Earth"
      Als der Prozess wieder umgekehrt wurde, wurde Jack wieder unsterblich - alle Teile von Jack, also auch dass ihm angezapfte Blut. Und dies übertrug sich dann - ob permanent oder nicht, wird hoffentlich noch gezeigt werden - auf den Küörper, in dem es sich befand: Rex.
      Für SF-Serien-Verhältnisse hinreichend logisch.
      Ja, soweit logisch, wenn nicht Jack in dieser Staffel selbst gesagt hat, dass sein Blut nichts mit der Unsterblichkeit zu tun hat - also nichts besonderes an seinem Blut dran ist.



      "You were the Doctor on the day it wasn't possible to get it right."
    • Ich fand das Ende gut und passend. Sowas in der Art hat sich ja mittlerweile Abgezeichnet.

      Hin da. Bla bla. Auf-Opfern. Grosser Boom. Ende.

      Der Weg dorthin war stilistisch, mit ein paar kleinen Überraschungen, gut umgesetzt. Das Erzähltempo hat m.E. auch nun gestimmt. Schade, das man dieses Tempo nicht schon vorher gefunden hat. Vieles in den Episoden war letzlich garnicht wichtig, vieles Unwichtige hätte man weg (um ein Beipsiel zu nennen: Flugzeug-Geschichte/Vergiftung) lassen können, es wären infolge weniger Episoden geworden oder man hätte mehr auf die wichtigen und interessanten Aspekte (auch nur ein Beipsiel: Oswald-Hintergrund/Todessehnsucht, seine Mordlust pp.) eingehen können. Vieles wäre dann Konsistenter, Konsequenter und vorallem für den Zuschauer glaubwürdiger und nachvollziehbarer werden können. Naja, egal. Schade drum.

      Allgemein fand ich das Ende gut und passend. Für mich persönlich war der Höhepunkt das Ende, als Rex erschossen wurde und wieder Auferstanden ist. Damit habe ich nicht gerechnet und ich fands: Genial.

      Warum er (trotz aller wiedersprüche) Auferstanden ist, sei mal dahingestellt und gibt m.E. einen Hinweis auf ein späteren Plot. Auf jedenfall könnte steht nun die Möglichkeit eines "Torchwood America" im Raum. Und das finde ich gut. Ich hoffe, daraus wird etwas.

      Grüße

      Phoenics
      Beste Grüße

      Phoenics

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Phoenics ()

    • Was mich am meisten gestört hat war (wie schon einige Male von anderen usern erwähnt), dass 'die Bösen' einfach nur da gestanden haben und zugesehen haben.

      Dass man Action nicht abgeneigt ist, hat man in dieser Staffel öfter gemerkt - leider oft an Stellen, wo's nicht wirklich angebracht war (ich erinner mich mit Grauen an die Einstellung mit Gwen auf dem Motorad und Explosionen im Hintergrund). Jetzt im Staffelfinale, wo's ruhig mal ein bisschen turbulenter zugehen könnte, stehen die 'Bösen' -Drahtzieher, sowie ihre bewaffneten Schergen- einfach nur rum und gucken zu wie Torchwood ihre Pläne, die über Jahre gesponnen wurden, einfach zunichte machen...seriously?

      Eine durchwachsene Staffel mit einem überaus schwachen Ende.
      Das kommt lange nicht an CoE ran.
    • Schlaubi schrieb:

      Da möchte ich euch mal fragen, was sie denn hätten tun sollen?
      Drauf schießen ging ja nicht.


      Warum nicht? Zumindest eine Gruppe hätten sie damit ausschalten können. Gerade Rex und Esther hätten sich prima dazu angeboten.
      Wenn man sich die Auflösung so ansieht, waren anscheinend Eimerweise Blut nötig, um das Wunder wieder rückgängig zu machen.
      Alternativ waren in Buenos Aires genug Leute anwesend, die beiden zu überwältigen und weg zu bringen.

      Übrigens finde ich Esthers Abtritt immer unmöglicher - die beiden neu eingeführten Frauen - beide mehr oder weniger starke Charaktere - werden für den Plot geopfert während der absolut durchschnittliche Actionheld Rex gleich zweimal in einer Folge egtl. tödliche Verletzungen bzw. Blutwechsel überlebt..."etwas" misogyn.

      Und Danes? Auf den Kommentar, dass er in der Hölle landen wird, antwortet er "That is where all the bad girsl go"? Das mag zwar auf die Familientuse bezogen sein, aber vor den Hintergrund seines Charakters echt geschmacklos.
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      25. Mai ist Towel Day

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Delk ()

    • Schlaubi schrieb:

      Klar, sie hätten Gwen genauso wie Esther weg knallen können, aber Jack hätte sich sicher dennoch irgendwie zum Bluten bringen können, er hatte ja sein Buschmesser dabei. ;)
      Nun ja. Wichtig war nur, daß sein Blut nicht in die Nähe des Risses kommt. Also hätte es genügt, Jack einfach k.o. zu schlagen oder mit einem Betäubungsgewehr aus dem Zoo-Bedarf schlafen zu schicken. Wenn ich weiß, daß ich bestimmte Waffen in einer bestimmten Gegend nicht einsetzen kann, andere aber schon, dann würde ich mich entsprechend ausrüsten. Vor allem wenn ich Jahre Zeit habe, mich vorzubereiten.

      Dass die Leute von den Drei Familien allerdings nur so halbherzig gegen Jack & Co. vorgingen, kann auch daran gelegen haben, daß diese ganze Aktion mit dem Blessing ohnehin nur ein Probelauf für Phase 2 sein sollte und zudem noch ein Plan B existiert, der nun laut dem Gespräch der Kitzinger mit dem Mittelsmann der Familien erst in Aktion tritt... Die wollten den Laden doch ohnehin selbst in die Luft sprengen, allerdings wollten sie die Stationen vorher erst aufräumen.

      Sollte es eine zweite Staffel von Torchwood: Miracle Day geben, wird sich vermutlich herausstellen, daß Jack und Rex mit ihrer Aktion die Pläne der Drei Familien vermutlich nur marginal gestört haben. Und vermutlich erfährt man dann auch erst, was es wirklich mit dieser Sippschaft auf sich hat.

      Irgendwie erinnert mich die Handlungsführung in Miracle Day an die erste Staffel von Heroes. Da dachte man auch die ganze Zeit, es ginge darum den Superschurken Sylar aufzuhalten. In Wahrheit spielte der dann aber auch nur eine Nebenrolle. Die eigentlichen Schurken waren ganz andere und auch was es mit der Organisation im Hintergrund wirklich auf sich hatte, erfuhr man erst in Staffel 3.

      Im Vorfeld soll John Barrowman doch getönt haben, die Autoren hätten Pläne für sieben weitere Staffeln Torchwood. Nach diesem Finale glaube ich daran. Wenn man die weitere Handlung um den "Miracle Day" (Jack gegen die drei Familien) weiter so verschwurbelt aufzieht, reicht das locker noch für fünf bis sechs Staffeln.
      Hamburger Science Fiction-Stammtisch

      Jeweils am zweiten Freitag eines Monats freffen sich ab 19 Uhr im Studentenlokal Roxie in der Renzelstraße 6 / Ecke Grindelalle Fans aus Hamburg und Umgebung, um sich über Doctor Who & Co. zu unterhalten. Teilnehmen darf jeder, der an Science Fiction seine Freude hat und sich über diese und andere Dinge mit Gleichgesinnten austauschen möchte...
    • Delk schrieb:

      Übrigens finde ich Esthers Abtritt immer unmöglicher - die beiden neu eingeführten Frauen - beide mehr oder weniger starke Charaktere - werden für den Plot geopfert während der absolut durchschnittliche Actionheld Rex gleich zweimal in einer Folge egtl. tödliche Verletzungen bzw. Blutwechsel überlebt..."etwas" misogyn.

      Ganz deiner Meinung. Meines Erachtens wäre es zum Beispiel auch der wesentlich cleverere und interessantere plot twist gewesen, Esther unsterblich zu machen. Aufgrund der Entwicklung, die sie mitgemacht hat, ihrer Charaktereigenschaften und ihres Hintergrundes -das noch gepaart mit Unsterblichkeit- hatte die Potential für eine durchaus komplexe Figur. Sympathischer als Gwen war sie allemal. Wahrscheinlich war das auch ein Grund, dass sie gekillt wurde. Das geht schließlich nicht, dass wir einen weiblichen Charakter (oder eigentlich irgendeinen Charakter) haben, der liebenswerter als Gwen ist, nicht wahr.

      Delk schrieb:

      Und Danes? Auf den Kommentar, dass er in der Hölle landen wird, antwortet er "That is where all the bad girsl go"? Das mag zwar auf die Familientuse bezogen sein, aber vor den Hintergrund seines Charakters echt geschmacklos.

      Nee, das war wirklich auf die kleinen Mädchen bezogen, auf die er so steht. Er ruft zum Schluss auch noch 'Keep running Suzie, I'm following'.
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    • Ich frage mich schon die ganze Zeit ob die "drei Familien" nicht auch nur ein von den Aushilfsautoren dazugesponnenes Garn sind, die mit dem ursprünglichen Konzept gar nichts zu tun hatten.

      Stellen wir uns einmal vor, was ohne die erst spät genannten Familien, gewesen wäre: Wir hätten PhiCorp und mit Ernie Hudson, der sich fragt, wieso PhiCorp das Gelände in Shanghai unterhält. In den letzten beiden Episoden spielt es absolut keine Rolle mehr, wer da gebuddelt hat. Frances Fisher und der Farbige in BuenosAires könnten beliebige, leitende Angestellte sein. Laut Besetzungsangaben soll Frau Fischer ja sogar "Mother Colasanto" sein, was nun überhaupt keinen Sinn macht. (Woher hat drwho.de die Information in der Besetzungsliste?)

      Übrigens möchte ich noch einen Punkt erwähnen, den ich erst beim zweiten gucken begriffen habe, der mich gleichzeitig auch emotional berührt hat: Beim Zeigen der Trauergemeinde passiert die Kamera noch eine Frau und zwei blauäugige Kinder. Erst beim zweiten Gucken wurde mir klar, dass es sich dabei um Esthers Schwester und die beiden Kinder handelte, die also nicht in den Öfen gelandet sind.

      Aktuelles Review: Doctor Who - S09E01 - "The Magician's Apprentice"
    • Ich fand das Finale insgesamt enttäuschend. Irgendwie machte das Ganze auf mich einen 'unfertigen' Eindruck - so, als wäre alles auf eine Anschlusstaffel ausgelegt.

      Besonders ärgerlich fand ich es, dass mit keinem Wort auf die Auswirkungen des Endes des Miracles eingegangen wurde... das hätte man ja auch gut wieder über die oft benutzten Nachrichtensendungen machen können...

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