4x10 - Unsterbliches Blut (The Blood Line)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • TARDIS schrieb:

      Ich fand das Finale insgesamt enttäuschend. Irgendwie machte das Ganze auf mich einen 'unfertigen' Eindruck - so, als wäre alles auf eine Anschlusstaffel ausgelegt.
      Ähm. Ja. Meine Rede.

      Und in Australien sind sie laut Doctor Who Onlinesogar schon einen Schritt weiter. Angeblich lief dort, im Anschluß der Ausstrahlung von Blood Line ein 10 sekündiger Mini-Trailer mit dem Text: "Jack will be back in January 2012".

      Jetzt wird spekuliert, ob es tatsächlich schon so bald eine zweite Staffel "Torchwood: Miracle Day" gibt oder ob der Sender dort, etwas anderes mit John Barrowman plant und sei es nur eine Wiederholung älterer Torchwood-Staffeln.
      Hamburger Science Fiction-Stammtisch

      Jeweils am zweiten Freitag eines Monats freffen sich ab 19 Uhr im Studentenlokal Roxie in der Renzelstraße 6 / Ecke Grindelalle Fans aus Hamburg und Umgebung, um sich über Doctor Who & Co. zu unterhalten. Teilnehmen darf jeder, der an Science Fiction seine Freude hat und sich über diese und andere Dinge mit Gleichgesinnten austauschen möchte...
    • Ich denke, man braucht gar nicht mehr darüber zu diskutieren, ob hier nun fünf Folgen auf zehn gestreckt wurden oder ob die bösen Amis RTD irgendwelches Koks in den Starbucks-Kaffee geschmuggelt haben ... Das Finale hätte schon sehr gut sein müssen, um den Murks der "Miracle Day"-Staffel noch irgendwie zu retten.

      Doch leider war das Finale auch noch furchtbar!

      Am Ende stehen alle labernd am Sunnydale-Höllenschlund vor irgendeinem phallus-artigen Stab, der sich durch die Erde zieht und der fleißig beiseitig mit den Körpersäften von Jack beträufelt werden muss, um wahlweise die Unsterblichkeit ein- und auszuknipsen. Für das Besprenkeln reicht natürlich keine mit Blut gefüllte Wasserpistole, da muss man sich schon in Jesus-Pose durchs Herz schießen lassen. Ansonsten gilt für die "Bösen" wie für "Torchwood" permanent unauffälliges Um-Sich-Schießen und In-die-Luft-sprengen, um nur ja nicht aufzufallen. (Ist auch eine gute Methode, wenn man ein Verräter ist und hinter einem jemand den eigenen Namen ruft. Durch wildes Erschießen kann man eine solche Situation vielleicht doch noch retten ...)

      Das ist dumm und albern. RTD, der sich in seinem Buch "The Writer's Tale" überzeugend gegen dumme Klischees ausspricht, lässt hier selbst kein einziges aus. Außerdem kreisen die Klischees auch noch um eine hirnrissige Blutmagie-Story in völliger Abkehr von allem, was man entfernt als SF bezeichnen kann.

      Der Plan der Bösen, durch die Unsterblichkeit erst einmal die Riester-Renten-Unternehmen und dann die Weltwirtschaft zu ruinieren, um dann, wenn jeder unsterblich ist, zu entscheiden, wer stirbt und wer lebt, ist an Idiotie nicht zu überbieten. Was mag wohl Plan B sein? Bewirft den Phallus in der nächsten Staffel vielleicht mit Gummibärchen, auf dass es immer Süßigkeiten regnet, was den Welthunger beseitigt und zugleich die Süßwarenindustrie in die Knie zwingt, während die Menschen immer fetter werden? Und da die drei Familien mit ihren "wir suchen talentlose Lippenstift-Journalistinnen ohne Skrupel"-Stellenanzeigen vorher natürlich die Weight-Watcher-Untergrund-Organisation von innen heraus infiltriert haben, werden die dadurch natürlich noch reicher als Rowling und George Lucas zusammen. (Obwohl sie das ja eigentlich jetzt schon sind.)

      Und nein: Es hat nichts mit genialen überraschenden Wendungen zu tun, wenn Figuren groß eingeführt und dann plötzlich getötet werden, sodass sich der Zuschauer fragt, warum er eigentlich zehn Folgen lang dem Gebrabbel eines Kindermörders gelauscht hat, wenn der doch für die Story derart unwichtig war, dass es weh tut.

      Und ständig diese weinerliche Selbstbeweihräucherung der Hauptfiguren, immer nach dem Motto: Wir sind die besten! Wir pumpen uns gegenseitig mit Blut voll, tragen coole Kontaktlinsen und lassen uns von den Bösen entführen, die unter ihrem Bett Hinweise versteckt halten, die wir im Leben nicht gefunden hätten, während unsere Spitzenprofi-Kollegen permanent in Monitore glotzen, als hätten sie sich in ein "24"-Spin-Off mit dem Titel "CTU ohne Jack Bauer" verirrt. Sorry, es reicht halt nicht, im Minutentakt zu sagen, wie genial und tiefsinnig Figuren sind. Man muss es irgendwann auch mal unter Beweis stellen.

      Regelrecht hirnverbrannt blöd war diese ganze "wir müssen sofort alle Kranken um die Ecke bringen, selbst jene, die liebevoll von ihren Verwandten im Keller gepflegt werden"-Storyline. Bei "Children of Earth" gab es eine akute Bedrohung, hier jedoch nur ein Tiefsinnigkeit simulierendes Holzhammer-Gefasel mit verzweifeltem Tränendruck-Gesülze.

      Jetzt kann man nur hoffen, dass dieser angedrohte Plan B genauso fallen gelassen wird wie alle anderen Handlungsfäden dieser Staffel. Dann kann man den Käse komplett ignorieren, und RTD hat bis dahin vielleicht die Mischung aus Kalifornien-Sonnenstich und Jetlag überwunden und kann wieder klar denken.
    • Joa, dat war also das große Finale, worauf man 9 Folgen drauf hingearbeitet hat - fürn Arsch.
      Am Ende hätte ja schon fast eine Doppelfolge ausgereicht, um alles, was wichtig gewesen ist zu erzählen. In der Kürze liegt die Würze, doch das hat man hier leider vergessen.
      Der allergrößte Mist ist, dass man es wirklich geschafft hat die sympatischen neuen Figuren so ziemlich alle hopps gehen zu lassen. Und der Tod von Esther war für mich dann wirklich einer zuviel. Ich fand sie als Ruhepol wirklich sehr gelungen und hatte mich, wenn es denn so kommen sollte, gefreut sie in der nächsten Staffel wieder zu sehen.
      Total verschenkt war Oswald Danes. Da war einem der Schock "Oh, ein Kinderschänder wird Hoffnungsträger!" wohl wichtiger, als aus ihm wirklich was zu machen.
      Sowieso waren alle Kulte für den Popes und man darf sich wohl auch zurecht fragen, wwas die ersten 5 Episoden an sich sollten. Es wäre auch ohne gegangen.
      Die Lösung nachher war an sich OK. Nichts dolles, aber ich kann mit Leben. Auch wenn es super scheiße aussah, aber der Kniff mit dem ausgetauschten Blut fand ich dann gar nicht mal so schlecht. Natürlich war es dann am Ende auch keine große Überraschung, dass Rex nun Jack 2.0 geworden zu sein scheint.
      Aber was mir gut gefallen hat war Gwen in der Szene, als es darum ging alles zu beenden. Keine große Gefühldusslei, sondern wirklich der Realität ins Auge sehen. Auch sie wird jemanden verlieren, den sie liebt, aber sie müssen es beenden. Ich glaube, das war, neben Rhys heiraten, das klügste, was sie in der ganzen Serie bisher getan hat.
      Wenn es kein Torchwood in dem Sinne mehr geben wird, dann hätte ich gerne die WG "Jack & Rex" im Comedieformat :)
      Was bleibt von der Staffel ist das unbefriedigende Gefühl, dass alles viel zu lang war und sovieles einfach unnötig war und man echt ein Problem damit hatte sympatische Charaktere zu schaffen und wenn es dann doch mal so war, dann gingen die Hopps.

      "Did the cow creamer tell you to do this?"
    • Jack soll im Januar 2012 wieder da sein? Das kann sich doch höchstens auf Wiederholungen der ersten Staffeln oder auf DW beziehen - es ist absolut ausgeschlossen, dass bis Januar 2012 was neues von TW fertig ist.

      edit: hab bei Google+ das hier gerade gelesen:
      Please don't be given false hope of an imminent return to air by the alleged BBC Australia trailer that's doing the rounds. I'm speaking to UKTV tonight to get clarification - but my current understanding is that they plan to re-run a previous season in the early part of next year.

      Note the old logo - not currently in use - used on the trailer. We'll let you know when there's real news.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Satia ()

    • Serienfan schrieb:

      Am Ende stehen alle labernd am Sunnydale-Höllenschlund

      :D


      Der Plan der Bösen, durch die Unsterblichkeit erst einmal die Riester-Renten-Unternehmen und dann die Weltwirtschaft zu ruinieren, um dann, wenn jeder unsterblich ist, zu entscheiden, wer stirbt und wer lebt, ist an Idiotie nicht zu überbieten.


      Eine Geschichte über Bösewichte, die bereits die Welt kontrollieren und ihren Plan, äh... die Welt zu kontrollieren, also ich kann da keine Idiotie erkennen. :D
      'I love old things, they make me feel sad.

      What's good about sad?

      It's happy, for deep people. '



    • Satia schrieb:

      Jack soll im Januar 2012 wieder da sein? Das kann sich doch höchstens auf Wiederholungen der ersten Staffeln oder auf DW beziehen - es ist absolut ausgeschlossen, dass bis Januar 2012 was neues von TW fertig ist.


      Genau - Kam im gestrigen Radio Free Skaro Podcast. Der Australische Sender wiederholt die Staffeln 1 und 2 von TW.
      Modern technology is so wonderful - If you would show Sir Walter Raleigh your IPhone... You would have either a terrible boring dream or a really exciting day gravedigging,
      - Charlie Brooker (frei nach)


      25. Mai ist Towel Day
    • Satia schrieb:

      es ist absolut ausgeschlossen, dass bis Januar 2012 was neues von TW fertig ist.

      Wir wissen ja jetzt, wie es gemeint war, dennoch wäre das durchaus möglich gewesen, wenn das Konzept auf den amerikanischen Standard geändert worden wäre, bei dem die Folgen unmitelbar nach dem Ende der Dreharbeiten gesendet wird, auch wenn die Staffel selber noch gar nicht fertig ist.
    • Da hätte man schon lange etwas gehört gehabt, dass es da Planungen gibt, und Torchwood ist ja auch nicht House oder Desperate Housewives, wo man einfach die Schauspieler in die fertigen Kulissen bestellt und dann sofort losdrehen kann. Da benötigt es eine viel längere Vorbereitungszeit. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass wenn wir innerhalb der nächsten 1-2 Monate keine Bestätigung für Staffel 5 bekommen, 2012 auf jeden Fall torchwoodfrei sein wird.
    • Wenn man MD nochmal guckt ohne Ton und stattdessen Necromanteia hört, könnte es MD vielleicht gleich mit aus dem Gedächtnis löschen.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Ich hatte irgendwie auf ein richtiges Ende gehofft, also auf eine Aufarbeitung aller losen Fäden. Ist leider nicht passiert. Auch auf mich wirkte das Ende wie ein Cliffhanger, gerade das "...to be continued" hat noch gefehlt.

      Überhaupt hat mir ein durchgehender Handlungsfaden gefehlt. Irgendwie gab es viele kleine Handlungsstränge, die nicht zufriedenstellend zu Ende gedacht wurden und zum Schluss hab ich mir dann gedacht: "Hä? Und das war's jetzt?"

      Mir kam das so vor, als hätte jeder Autor ein Stückchen der Geschichte geschrieben, dabei aber keiner mit dem anderen gesprochen.

      Ich habe mich zwar nicht gelangweilt beim Anschauen, weil die Folge sehr temporeich erzählt war, aber insgesamt war das Ende für mich eher unbefriedigend. Wir sind jetzt auch nicht viel schlauer als zu Beginn.
      An ye harm none, do as ye will (Wiccan Rede)
      Blessed Be!
    • Dies war genau das miese Ende das ich erwatet hatte. :13:

      So viel Drehaufwand für eine solch unzulängliche Story ist echt unglaublich (wenn man es nicht wirklich gesehen hätte :( ).
      Solange sie nicht fähig sein werden gute Scripts zu schreiben, sollten niemand mehr daran denken in Richtung TW irgendetwas fortsetzen zu wollen!
      [sign=10]Ready with Torchwood![/sign]
      When we remember we are all mad, the mysteries disappear and life stands explained.M.Twain

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von keridwen ()

    • keridwen schrieb:


      Solange sie nicht fähig sein werden gute Scripts zu schreiben, sollten niemand mehr daran denken in Richtung TW irgendetwas fortsetzen zu wollen!
      [sign=10]Ready with Torchwood![/sign]


      In dem Zusammenhang heißt "ready" aber, dass du "bereit" bist für mehr Torchwood! ;) :whistling: