Storyarc - Segen oder Fluch?

    • (Staffel 6)

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    • Storyarc - Segen oder Fluch?

      Nach drei Folgen, die scheinbar narrativ den Staffel Arc nicht bedienen, und es scheinbar keiner vermisst werfe ich mal ein paar Gedanken zum Konzept Story Arc in den Raum.

      In einigen Folgenthreads habe ich die Aussage: „Endlich mal eine Folge ohne Story-Arc!“ gelesen, als sei dieser Etwas, das man überstehen muss um zu den wirklich spaßigen Sachen zu kommen. Ist dem wirklich so? Liegt das am Konzept ‚Arc‘ oder bezieht es sich auf genau DIESEN? Und hat die Aussage ihre Richtigkeit?

      Ich persönlich bin ein großer Freund von folgen- und staffelübergreifenden Geschichten. Ein Großteil meiner Lieblingsserien leben von starken Stories, die sich von Folge zu Folge erzählen, Fragen und Rätsel aufstellen und die Figuren verändern. Episoden-Serien, die man recht willkürlich durcheinander gucken kann wie CSI und Co haben bei den Status ‚Nette Zwischenunterhaltung‘, an der ich auch recht schnell wieder das Interesse verliere. Ich mag es zu sehen, wie Charaktere wachsen, scheitern, kämpfen und zu spüren, dass die an sie gestellten Aufgaben auch Spuren an ihnen hinterlassen.

      Doctor Who ist eine Serie, in der diese Erzählweise selten von Bedeutung war. Soweit ich das überschauen kann, gibt es in der Classicserie genau zwei Staffeln, die sich dieser Erzählweise bedienen (Key to Time und Trial). Ohne dass ich es jetzt überschauen kann, scheint es auch in den BiFis hauptsächlich den Achten Doctor zu treffen, der starke Geschichten bekam, die eine Hörreihenfolge empfohlen hat. Selten war es notwendig, die anderen Doctoren nach einem bestimmten Schema zu genießen. Es gab BiFi-eigene Companions, die eine Einstiegs- und Ausstiegsfolge hatten, aber der Bereich dazwischen war relativ beliebig konsumierbar. Die Romane kann ich noch nicht überschauen, daher halte ich mich hier bedeckt.

      Dies hat natürlich einen gewaltigen Vorteil: Man kann sich aus fast 50 Jahren Seriengeschichte willkürlich Episoden durcheinander ansehen. Man kann sich Hartnell, McCoy und die Bakers so anschauen, wie man gerade Bock hat. Selten muss man sich, um Figuren zu verstehen, an eine bestimmte Produktionsreihenfolge halten, auch wenn Figuren eingeführt, verabschiedet, Monster gezeigt und auf sie Referenz genommen wird. Man kapiert in fast jeder Folge, worum es geht und selten hat die Handlung langfristige Konsequenzen auf die nachfolgenden Geschichten. Das macht ein derartig gewaltiges Universum natürlich sehr dankbar, wenn man es aufarbeiten und sich daran erfreuen möchte. Wenn eine Reihenfolge doch von Wichtigkeit ist, wird man durch die Veröffentlichungen doch freundlich bei der Hand genommen und zusammenhänge Folgen werden einem in Boxen gepackte DVDs empfohlen (Kinda & Snakedance, Traken, Logopolis & Castrovalva usw).

      RTD experimentierte oft mit folgenübergreifenden Konzepten herum, die meist im Ergebnis enttäuschten. Nicht umsonst sind beliebte Folgen aus seiner Zeit jene, die man gut und gerne aus jedem Zusammenhang gerissen gesehen kann.
      Moffat versuchte mit der fünften Staffel einen anderen Weg. Hier ist die Sehreihenfolge nicht mehr beliebig, nur wenige Folgen sollten aus dem Kontext gerissen gesehen werden.

      Da es hier um die sechste Staffel geht, pack ich mal diesen Block in einen Spoiler für Leute, die die fünfte Staffel noch nicht kennen.

      Spoiler anzeigen

      Die erste Folge führt sie ein, noch als Trigger für den Plot. Pandorica und Silence werden (etwas unsauber) erwähnt, ansonsten läuft die Entwicklung auf der Charakterebene. Amy wird als glaubwürdige Figur eingeführt, deren verschrobene Entwicklung durch die Begegnung mit dem Doctor absolut nachzuvollziehen ist.

      Beast Below lässt Amy über sich selbst hinaus wachsen, auch der Riss bekommt Bedeutung. Er ist in der Nähe des Doctors.

      VotD erfährt eine Steigerung, der Riss ist nicht einfach nur da, er ist einen halben Meter hinter der Tardis. Die Idee der Konfliktlösung durch Erinnerung wird angeteast.

      Der Engelzweiteiler erklärt nun die Funktionsweise des Risses und ist die Lösung des Problems. Andere Elemente (der zweite Doctor, Amys fehlende Reife) sind ebenfalls wunderbar integriert.

      Vampires macht es deutlich, dass die Risse sich auch außerhalb des Wirkungsbereichs des Doctors ausbreiten und Schaden verursachen. Das komplizierte Verhältnis Amy - Rory wird thematisiert.

      Amy‘s Choice hält sich mit den Rissen bedeckt, ist aber enorm wichtig für die Figur Amy und ihre Reifung. Sie wird erwachsen.

      Der Selurianzweiteiler hievt das Problem auf ein andere Niveau: Einer der Companions fällt den Rissen zum Opfer, die Tardis ist für sie verantwortlich.

      Van Gogh lässt ein wenig Platz für das unbestimmte Verlustgefühl, das Amy empfindet. Wir bleiben an ihrem persönlichen, für sie nicht greifbaren Konflikt dran.

      Lodger fällt etwas aus dem Rahmen. Hier nur wieder eine Repitation des Risses.

      Pandorica/Big Bang: Alle Stränge werden fulminant aufgelöst, ein paar Fragen bleiben bestehen und bringen den Zuschauer sanft in die sechste Staffel.



      Moffat hat hier fast alles richtig gemacht. Die Konflikte waren stark genug, um 13 Folgen zu überstehen, haben aber Einzelfolgen mit ihrer Mächtigkeit nicht erdrückt. Man blieb dicht an den Figuren dran und konnte sie wachsen und aufblühen sehen, auch war es schwer, sich eine andere Reihenfolge vorzustellen.


      Die sechste Staffel begann anders. Die Konflikte wurden nicht langsam an die Figuren heran gebracht, sie waren von Beginn an tief involviert. In der ersten Hälfte gab es zwei überschattende (wenn auch mit einander verwobene) Erzählstränge: Der Tod des Doctors und die Geschichte um Melody. Beide waren so stark, dass sie eigentlich keine Entfernung der Figuren mehr zuließ.

      Hier taucht das erste Problem auf: Man brauchte gute Erklärungen für Einzelepisoden. Ich hatte ein recht großes Problem mit der Piratenfolge: Wo lag die Motivation unserer Figuren, sich auf diese doch im Vergleich triviale Geschichte einzulassen? Man kann es sich schön reden und zB meine Interpretation der Prokrastination des Doctors heran ziehen. Nichtsdestotrotz wirkt es hier wie ein Fremdkörper zwischen DotM und dem Flesh-Zweiteiler. Doctor‘s Wife dagegen hat für mich funktioniert, da die Suche nach den Timelords für mich greifbar war.
      Nichtsdestotrotz hat der enorm starke Storyarc eine eigentlich ganz süsse kleine Geschichte schlechter aussehen lassen als sie es verdient hat.

      Darüber hinaus gibt es zwar Andeutungen des Arcs, die aber eher wie Fremdkörper wirken. Kovarian schaut die nächsten Folgen durchs Fenster, der Monitor scannt Amys Schwangerschaft, und nicht zuletzt der unsäglich doofe ‚The only water‘-Satz. Hier kranken die Einstreuer aber an einer Tatsache: Sie sind repitativ und austauschbar, da sie keine Steigerung haben. Mich haben sie nicht genervt, aber auch nicht unbedingt vom Hocker gehauen und stinken im Vergleich zu den Rissen doch ziemlich ab.

      Der Flesh-Zweiteiler war für sich… okay. Werde ich wohl niemals unter meine Top 20 einordnen. Hier wurde die Geschichte aber (sehr hölzern) auf ein neues Level gehoben. Okay, der Doctor hat die Vermutung, dass Amy ein Flesh-Clon ist. Er reist zum (nicht mal ersten) Entstehungspunkt der Flesh-Autonomie zurück, macht einen Test, klont sich selbst und beobachtet die Divergenz zwischen Original und Kopie. Das Ergebnis: Sie sind nicht von einander zu unterscheiden, beide sind lebendig und haben eine Existenzberechtigung. Diese Erkenntnisse nutzt er, um dann komplett entgegen diesen zu handeln, trennt die Verbindung zur Original-Amy und vernichtet den Klon. No, I don‘t get it.

      Dann hatte ich meinen Spaß. Moffat war wieder selbst am Ruder und liefert eine für mich fast perfekte Folge ab. Fragen wurden beantwortet, die Figuren wachsen über sich selbst heraus, ich bin enorm dicht an der Handlung und an den Figuren dran, sie tun mir leid, großes Drama… okay, der Doctor hat jetzt nicht wirklich heraus gefunden wer River ist, sie hat es ihm explizit ins Gesicht gesagt, aber sei‘ drum.
      Mir hat keine Folge in der ersten Hälfte so gut gefallen wie die drei, die der Moff geschrieben hat, und ich schrieb irgendwo, dass er der für mich beste Doctor Who-Autor ist, der im Moment zur Verfügung steht.

      Was mir ganz wichtig war wurde erfüllt: Ich habe die Figuren ernst genommen und auch ihren Konflikten eine große Wichtigkeit beigemessen.

      Dann kam Let‘s kill Hitler. Ich bin nicht der größte Fan dieser Folge, ich weiß auch, dass die Folge für Viele funktioniert hat. Für einige war das Fehlen entsprechender Emotionen der Ponds kein wirkliches Problem, auch die Akzeptanz, ihre Tochter verloren zu haben störte offensichtlich wenige. Ich kann zum Teil auch die Erklärungsansätze für die Handlung der Ponds nachvollziehen, aber es gibt immer noch ein Problem:

      Wenn Amy und Rory die Geschichte um ihre Tochter trivialisieren, warum soll ich als Zuschauer ihr dann Bedeutung beimessen? Gerade Night Terrors hat doch deutlich gemacht, dass die Beiden so aus der Nummer raus gegangen sind wie sie rein kamen, auch wenn es genug Referenzen gab, die die Melody-Situation perfekt reflektiert hätten. Okay, verschobene Episode usw… nur die Frage ist zulässig: War es dann ingesamt wirklich sinnvoll?
      Der Melody-Strang ist zu ende erzählt. Die Ponds haben sich emotional damit abgefunden. Vielleicht bekommen wir noch nen Hinweis wieso. Dass es mir persönlich aber trotzdem fragwürdig erscheint, bleibt hier bestehen.

      Night Terrors hat dann ein Zwei-Sekunden-Monitor angetackert bekommen, um im Gedächtnis zu halten, dass der Doctor stirbt. Hier wieder eine Folge, der es gut getan hätte, wäre der Storyarc nicht so stark gewesen.

      The Girl Who Waited kommt genau zur richtigen Zeit. Hier wird deutlich, dass die Figuren doch wichtig sind, dass man sich nicht von ihnen lösen muss. Sie bleiben echt und greifbar… und eine dritte Geschichte wird in der Staffel bedient: Der emotionale Fall des Doctors. Perfekt. Subtil hat sich der Arc von der Story-Ebene auf die Charakter-Ebene verschoben, und findet bisher in God Complex seinen Höhepunkt.

      In den letzten zwei Folgen hat man wieder alles richtig gemacht. Das Ende der Hauptstory wird eingeleitet, die einzelnen Folgen sind stark genug und werden nicht überschattet, da die übergreifende Geschichte zwar stark ist, sich aber genug zurück nehmen kann um eher eine Linie denn ein Block zu sein.


      Die Arcs von Staffel 5 und 6 sind sehr unterschiedlich. Die eine hat die Vernichtung des Universums als Ziel, die andere beschäftigt sich eng mit unseren Helden. Durch den langsamen Aufbau hat Staffel 5 jedoch einen Vorteil: Sie bietet noch genug Platz für Einzelepisoden, ohne dem Serienprinzip ‚Wir erleben Abenteuer‘ zu schaden.

      Staffel 6 hat von Anfang an ein großes Versprechen gegeben: Was ihr hier seht, ist von Wichtigkeit. Von Null auf gleich. Hier ist es schwer, die Staffelgeschichte zu vergessen und außen vor zu lassen. Die Einzelepisoden müssen enorm dicht an die Möglichkeiten des Arcs angepasst sein um zu funktionieren. Sind sie das nicht, stinken sie ab.

      Black Pearl und Night Terrors waren als Folgen Okay. Sie haben amüsiert, nicht wehgetan und waren eben Abenteuer. Jedoch sind das die Folgen, die ich am Ehesten überspringe, da sie das zu Anfang geschürte Bedürfnis, weiter zu kommen nicht erfüllen. Diesen beiden Folgen hat der Story Arc in der Tat geschadet, und wären zwischen Amy‘s Choice und Hungry Earth besser aufgehoben gewesen.

      Eine Staffel wie die Jetzige steht und fällt mit der Auflösung. Wie haben noch zwei Wochen Zeit, alle enthaltenen Geschichten aufzulösen oder in die nächste Staffel zu retten. Die an uns gerichteten Versprechen waren groß. Sehr groß. Bisher hängt es ganz stark von persönlichen Präferenzen ab, ob man sagen kann dass sie bisher erfüllt wurden.

      Ich persönlich bin bisher noch für den Story Arc dankbar. Ich bin nicht mehr ganz so happy wie zu Anfang, wo ich mir gewünscht habe die beste Fernsehunterhaltung aller Zeiten zu erleben. Ja, ich gebe es zu: Der Eröffnungszweiteiler hat meine Hoffnungen enorm geschürt. Bisher habe ich ‚nur‘ eine Sache bekommen: Eine gute Staffel Doctor Who, mit Stärken wie auch Schwächen. Vielleicht bin ich an meinen eigenen Vorstellungen gescheitert, und diese nehmen mir etwas den Spaß an dem, was ich bisher bekommen habe. Vielleicht habe ich eine Unterhaltungsserie zu ernst genommen. Auf der anderen Seite: Die letzten zwei Folgen machten mir wirklich Freude. Etwas mehr Girl Who Waited, etwas weniger Let‘s Kill Hitler, und ich hätte vor Freude im Kreis getanzt.


      Aber zurück zur Ursprungsfrage: Segen oder Fluch? Ich bin glücklich, dass versucht wurde das Konzept Storyarc tief in diese Staffel zu verflechten. Es hat bisher nicht alles 100% geklappt, aber alleine für dieses Experiment bin ich dankbar. Wenn man die Stärken aus Staffel 5 mit den Stärken aus Staffel 6 kombiniert, freue ich mich auch über einen komplexen, verqueren und emotional tangierenden Storyarc in Staffel 7. Ja, es hat Jahrzehnte lang ohne so etwas geklappt. Aber Doctor Who ist eine Serie, die von Veränderungen lebt. Das hat sie in diese Zeit gerettet. Warum also auch nicht so etwas?

      Ich will diese Staffel nicht abschreiben. Die hat mir Spaß gemacht, und ich bin guter Dinge, dass auch die letzten beiden Folgen mir Spaß machen werden. Ein paar Dinge haben nicht geklappt, aber ich bin mir Sicher, die Verantwortlichen (und vor allem Moffat) wissen darüber, und ziehen ihre Konsequenzen. Moffat kann‘s, das weiß ich. Und wenn er sich wirklich soweit traut, habe ich auch gar nix dagegen, eine Staffel 7 zu sehen die komplett auf Einzelepisoden verzichtet und wie Lost oder 24 eine Serie liefert, die am Stück eine Geschichte erzählt. Ob das von den Fans angenommen werden würde, ist dann natürlich die Frage. Zum Einen wird dem Casual Viewer der Einstieg nicht leicht gemacht, zum Anderen verliert das Format die ihr eigene Bandbreite. Zum Dritten ist die Staffel dann verloren, wenn einem das Thema oder die Erzählweise nicht gefällt, siehe Miracle Day.


      Jetzt die Frage an Euch: Wie seht Ihr das Konzept Storyarc? Braucht eine Serie wie Doctor Who so etwas? Überwiegen die Stärken? Überwiegen die Schwächen? Schadet es dem Format, oder hält es die Folgen zusammen? Sollte er sich dezent Steigern wie Staffel 5, oder gleich mit der Tür ins Haus fallen wie Staffel 6?
    • Ich steh auf Sory Arc. Wie kommst du darauf das ihn keiner vermisst?
      Große Geschichten sind immer gut, habe ich schon an DS9 geliebt!

      Und nur weil es jetzt 3 Folgen ohne Arc gab, die teilweise sehr gut waren, heißt es ja nicht das der Story Arc jetzt gleich
      unnütz ist.

      Ich finde beide Varianten super, und noch besser finde ich den Mix.

      Also für mich ist ein vernünftiger Story Arc ein absoluter Segen! Genauso wie Einzelne Folgen.
      The Blog of the Daleks : daleksimulator.blogspot.de/
    • Ha, ich wollte nach dieser Staffel den gleichen Thread aufmachen, weil das wirklich ein diskussionswürdiges Thema ist.
      Und ich sehe das wie Du - als sich da in Staffel 5 ein Plot offenbarte, der mehr als nur "Wir blenden aller paar Folgen mal kurz Rose ein" darstellte, da waren wir, denke ich, alle froh. Und dieser Plot hat auch funktioniert, weil er genau im richtigen Maß vorhanden, wie auch inhaltlich so beschaffen war, dass er niemals die Staffel dominiert hat. Selbst nachdem der Riss direkt in eine Geschichte hingebrochen war, hat hinterher kein Zuschauer erwartet, dass sich die restliche Staffel komplett um den Riss drehen wird, sondern dass wir natürlich erst am Ende eine Auflösung erhalten.

      So hätte das für mich auch prima weitergehen können, aber nachdem ich dieses Jahr zum ersten Mal sah, dass eine Folge -die Black Spot Geschichte- von Leuten negativ bewertet wurde, weil sie sich nicht um den Staffel-Arc gedreht hat, da kam die erste Sorge in mir auf, ob Moffats verstärkter Fokus auf eine durchgehende Geschichte tatsächlich nicht mehr Fluch als Segen ist, denn scheinbar kommen doch immer mehr Zuschauer damit nicht zurecht. Man hatte bei einigen doch das Gefühl, nach dem tollen Staffelauftakt war bis zum Staffelhalbfinale jede Folge langweilig, überflüssig und doof - außer die Gaiman-Episode vielleicht, weil die wurde ja von Gaiman geschrieben (und da war sicherlich auch keine Erwartung vorhanden, dass die sich um den Arc drehen würde). Tja und seit "Lets kill Hitler" ist scheinbar bei noch einigen mehr eine Sicherung durchgebrannt, muss man doch in den Kommentaren zu den arclosen-Folgen danach immer wieder von einer Verwunderung darüber lesen, dass Amy und Rory ihre Tochter nicht suchen. Dabei sollte eigentlich klar sein - die Story ist abgehakt. Die beiden haben, in einer etwas seltsamen Form, die Möglichkeit gehabt, ihre Tochter beim Aufwachsen zu begleiten. Mehr ist nicht drin, wenn man nicht die Zeitlinie verändern will. Aber das verstehen einige Zuschauer nicht - die wollen eine Staffel sehen, in der die beiden nach ihrer Tochter suchen, denn das war doch der vorgegebene Staffelarc, ooooder ? FALSCH - Der Storyarc von Staffel 6 ist der Tod des Doctors. River steckt da zwar mit drin, aber eigentlich ist sie mehr so eine Parallel-Handlung, die seit Staffel 5 nebenher läuft.

      Staffel 6 hat mit ihrem Arc also für zwei Probleme gesorgt: Zum einen hat es den Fokus einiger Zuschauer zu sehr auf den Arc gelenkt, sodass diese gar nicht mehr an den einzelnen Folgen interessiert sind, wenn sich diese nicht um den Arc drehen, und zum anderen hat es einige Zuschauer verwirrt, die nun Themen erwarten, die eigentlich gar nicht Thema sind, und entsprechend dadurch ebenfalls enttäuscht sind, bzw. arclose Einzelfolgen nicht so konsumieren können, wie sie das letztes Jahr noch konnten.

      Heißt das nun, dass ein Story-Arc nicht gut ist für Doctor Who ? Schwer zu sagen. Vielleicht darf ein Staffelarc nicht eine gewisse Dichte überschreiten, vielleicht ist auch eine Frage der Präsentation; sensationsgeile Cliffhanger helfen natürlich nicht der nächsten Episode, wenn diese sich um etwas völlig anderes dreht. Was meiner Menung nach auf jeden Fall funktionieren könnte, wäre ein rein Charakter-basierender Staffel-Arc; Figuren entwickelten sich während der verschiedenen Abenteuer weiter; handeln am Anfang der Staffel anders als am Ende, etc. Das würde prima funktionieren, denn dann ist der Arc immer da, ohne dass das Konzept der Einzelabenteuer verändert werden müsste. Aber was einen handlungsbasierenden Arc angeht - da sollte sich Moffat doch in Zukunft wieder etwas mehr zurückhalten, bzw. auf eine subtilere Präsentation wechseln. Oder nur noch Arc-Folgen schreiben (lassen), nur ob das dem Fortbestehen der Serie ansich auf Dauer gut tut, ist anzuzweifeln.
    • um jetzt mal auf den post von solus einzugehen:

      ich brauch nicht unbedingt einen story-arc. ich mag auch einzelfolgen, die keinen bezug zueinander haben. das kann man ja gerade in doctor who machen, da man keine erklärung braucht, warum der doctor gerade diesen planeten besucht.

      allerdings finde ich schon, dass es etwas seltsam ist, dass amy und rory ihre tochter nicht weitersuchen wollten, ohne dass das wenigstens für 2 sekunden thematisiert wurde. das liegt aber meines erachtens nach eher an "lets kill hitler", die, wie ich finde, vieles einfach zu schnell abgehakt hat. deswegen bin ich immer noch der meinung, als doppelfolge hätte "lets kill hitler" besser funktioniert, weil man mehr zeit für die characktere gehabt hätte.

      so wirkt aber das verhalten von amy und rory etwas unnatürlich. jeder hätte doch trotzdem versucht weiter das kind zu finden. ich hätte da schon gerne ein paar sätze am anfang von "night terrors" gehabt. dann wäre die sache auch wirklich zufriedenstellend abgehakt gewesen.

      zudem kommt noch hinzu, dass dieser story-arc etwas seltsam konstruiert ist. während die erste hälfte der staffel eigentlich nur aus zusammenhängenden folgen besteht, hat man in der 2. hälfte gar keine(zumindest wenn man "black spot" mit "hitler" tauscht). so fühlt es sich einfach nicht abgeschlossen an, ausserdem muss der doctor ja auch noch sterben. da muss man einfach sagen, dass steven moffat beim aufbau der staffel einen kleinen patzer gemacht hat.

      ich persönlich find das nicht schlimm, aber es soll ja andere geben,...




      Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!

      wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
      ist es ja doch ganz lustig!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Guy ()

    • Story Arcs sind einfach der Schlüssel der hinter den erfolgreichsten Serien steht , The Shield , The Sopranos , the West Wing , Game of Thrones , Caprica und 24 um nur mal ein paar zu nennen. Spiegel online hatte vor einiger Zeit einen sehr guten Artikel darüber das wirkliche Erzählkunst sich heutzutage wieder vom Kino ins Fernsehen zurückverlagert, gerade weil eine serie über eine Staffel die insgesamt vielleicht 10 bis 20 Stunden lang ist eine viel intressantere komplexere Handlung haben kann. Ich denke das ist definitiv die Richtung in die Doctor Who gehen sollte , das potenzial ist vorhanden einen genialen Plot der auf verschiedenen Zeitebenen gleichzeitig abläuft zu haben.
    • Na ja, Caprica war ja nun nicht wirklich erfolgreich.

      Meine Meinung zum Story Arc… es kann gute geben, ich fand das The Key to Time richtig gut und auch die e-Space Tribologie. Selbst das Grundkonzept von Trial of a Time Lord war an sich gut, auch wenn das dann am Ende volle Möhre in den Sand gesetzt wurde.
      Aber das was wir bisher in New Who hatten war halt Schrott. Die RTD Zeiten erwähne ich mal nicht weiter da das dort eh nur in den Raum geworfene Wörter waren, die sich wiederholten. Aber auch bei Moffat, also den Crack fand ich ziemlich langweilig, besonders die Lösung mit dem Big Bang war einfach nur fantasielos. War eh nur eine Deus ex machina.
      Bei dem jetzt um Melody fehlt einfach zu viel um Logisch zusammenzupassen. Was aus den Silence wird, werden wir erst noch sehen, bisher war ich von denen auch nicht so begeistert. Das ganze würde wohl nur noch Fenric retten, von dem gemunkelt wird, dass er im Finale noch auftauchen soll. Ansosnten bin ich momentan bei Doctor Who wirklich mehr von den Einzel Episoden angetan, als von Folgen des Arcs.
    • zu NESH:

      das seh ich ein bisschen differenzierter. meistens ist es nämlich so, dass es eine story für 2-3 staffeln gibt und sobald diese gelöst ist, fällt die serie stark ab, da eine schlechtere variante nachgelegt wird.(siehe desperate houswifes!). oder man streckt es soweit, dass es einfach langweilig wird(siehe Monk). ausserdem war und ist erfolg nie ein indikator für qualität. man kann auch eine gute geschichte in 2 stunden erzählen.

      und es gibt auch erfolgreiche gegendarstellungen deiner these. bei house m.d. gibt es eigentlich keinen story arc. nur ein drogenproblem, dass der hauptcharackter hat. dasselbe gilt für "psych". und gerade das von dir erwähnte "24" hat nach der 3. staffel extrem abgebaut, da die story-arcs sehr abstrus und bescheuert wurden, da immer versucht wurde noch einen drauf zusetzen und bei einer serie, die auf realismus getrimmt ist, wirkt ein mann der tausendmal gefoltert und angeschossen wird und trotzdem weitermacht als wäre nichts, ein wenig seltsam. was das beste argument gegen die arcs ist.

      es wäre schon gewesen wenn du den artikel verlinkt hättest, das wäre mal interressant gewesen.




      Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!

      wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
      ist es ja doch ganz lustig!
    • Ein Story-Arc alle paar Staffeln (und dann gerne mal von Folge 5 der Staffel X bis zur Folge 3 der nächsten Staffel), finde ich eigentlich ganz spannend und interessant. Wenn er gut ist und einfach jemand eine Idee hatte.

      Wenn man allerdings mit dem Gedanken ans Schreiben geht, dass man einen Story-Arc braucht, dann ist das schlecht. Es mag bei Kleinigkeiten wie "Bad Wolf" nicht so schlimm sein, weil man das in jede beliebige Episode reinklatschen kann. Aber die Cracks haben ja tweilweise die Handlung sehr bedingt. Es war zweifelsohne ziemlich gut umgesetzt und die Folgen wurden nicht schlechter dadurch, aber gebraucht hätte man es nicht. Und wenn man sowas in die Richtung ständig macht, wird es auch langweilig.



      Und eine Staffel ohne Story-ARC würde nicht bedeuten, dass man keine Entwicklung zeigen kann. Es können trotzdem Dinge passieren, die Charakterveränderungen bedingen, die dann ein Hin-und-Her-Springen zwischen Anfang und Ende einer Staffel schwierig machen. Amys Schwangerschaft und die Entfürhung (besser: den Tod) ihres Kindes hätte man auch in zwei Folgen aufbauen können und dann einen Einfluss auf ihren Charakter zeigen.

      Was mich stört, ist dieses Schmema von wegen: "In Folge 1 zeigen wir ein Problem, kleine Hinweise darauf finden sich in allen weiteren Folgen und am Ende haben wir ein großes Finale, in dem alles aufgelöst wird." Muss nicht sein.
    • @ IraW & Solus: Sehr schöne Beobachtungen.

      Moffat hat diese Staffel mit einem Knall begonnen und die Auflösung der Rätsel auf das Ende verschoben und es lässt lange auf sich warten. Die Piratenepisode hat bei mir tatsächlich massiv darunter gelitten, dass der Storyarc darin überhaupt keine Rolle gespielt hat. Die Episode wirkte aufgrund ihres Einzelepisodencharaktersunglaublich "bedeutungslos" im Vergleich zu den ersten beiden Episoden. Der Kontrast war sehr groß und das Interesse an der Fortsetzung des Eröffnungzweiteilers noch größer.

      Dieses Problem hatte "Night Terrors" nicht mehr in dieser Stärke. Jedenfalls nicht bei mir, da der Melody-Storyarc im Prinzip in "LKH" abgefrühstückt wurde und der andere jetzt so lange pausiert hat, dass ich auch nicht erwartet habe, dass irgendwas Arcmäßiges in dieser Episode passiert. Je mehr Episoden aber ausgestrahlt wurden, desto sicherer bin ich, dass wir im Prinzip in den letzten beiden Episoden sogar mehr Storyarc hatten als noch in den immer gleichen Einspielern der Eye-Patch-Lady aus der ersten Staffelhälfte. In "Impossible Astronaut" haben wir einen Doctor gesehen, der freiwillig in den Tod geht und jetzt sehen wir nach und nach den Grund für diese Entscheidung.

      Die Fokussierung des Storyarcs hat sich in der zweiten Staffelhäfte verschoben.

      Moffat hat sicherlich den Fehler gemacht, dass viele eher eine Charakterentwicklung bei den Companions sehen wollen bzw. diese aufgrund der Ereignisse erwarten, aber letztendlich fokussiert sich Moffat im Kern nur auf den Doctor, während die Ponds eher als Plot-Devices dienen. Das hatten wir in dieser Form meiner Meinung nach noch überhaupt nicht und das sollte man sich evtl. einfach mal bewusst machen. Denn wenn man genau hinschaut, dann ist das in der ersten Staffelhälfte auch schon so und man kann eine ziemlich klare Linie erkennen.

      Ich wäre jetzt sehr enttäuscht, wenn die Auflösung letztendlich ohne Bedeutung für den Charakter des Doctors bleiben würde. Aus diesem Grund sollte man mit der abschließenden Bewertung vieler Episodendetails auch erst warten, bis das Staffelfinale gelaufen ist.

      Insgesamt ist ein Storyarc aber wohl immer Segen und Fluch zugleich. Meistens ist es so, dass ein Storyarc sehr frustrierend sein kann, wenn er über einen sehr langen Zeitraum gestreckt wird. Ich sehe auch ein Problem in dieser verkomplizierten "Wirkung vor Ursache"-Erzählweise in Staffe 6l. Ein Rerun muss da schon eigentlich Pflicht sein, wenn man den Storyarc letztendlich beurteilen will und viele Episoden dürften dadurch sicherlich auch noch einmal gewinnen, wenn die Antworten auf die brennenden Fragen bekannt sind und man kann sich mit der Frage beschäftigen, ob das auch alles irgendwie Sinn ergibt.

      Momentan bin ich durchaus zufrieden mit der Entwicklung in der zweiten Staffelhälfte. Man sieht wo die Reise hingehen könnte, aber ich sehe auch warum einige damit doch ihre Probleme haben. Ich bin daher auch dafür, dass Moffat in der nächsten Staffel mal ein paar Gänge zurückschaltet. Er braucht zwar nicht ganz auf einen Arc zu verzichten, aber dieser sollte nicht mehr ganz so kompliziert gestalten werden. Dann dürften sich auch die Einzelepisoden besser in das Gesamtbild einfügen und wir hätten eine stetige konstante Entwicklung, die man auch leicht folgen und trotzdem noch erkennen kann, wenn man mal eine Folge nicht gesehen hat.

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    • und es gibt auch erfolgreiche gegendarstellungen deiner these. bei house
      m.d. gibt es eigentlich keinen story arc. nur ein drogenproblem, dass
      der hauptcharackter hat. dasselbe gilt für "psych". und gerade das von
      dir erwähnte "24" hat nach der 3. staffel extrem abgebaut, da die
      story-arcs sehr abstrus und bescheuert wurden, da immer versucht wurde
      noch einen drauf zusetzen und bei einer serie, die auf realismus
      getrimmt ist, wirkt ein mann der tausendmal gefoltert und angeschossen
      wird und trotzdem weitermacht als wäre nichts, ein wenig seltsam. was
      das beste argument gegen die arcs ist.
      ich sage ja nicht das alle Story arcs immer gut waren , 24 zum beispiel stimme ich zu hat ab der 4ten staffel nachgelassen , was ich meine ist das sie in den händen der richtigen authoren ein extrem fesselndes werkzeug sind, und eine Sendung enorm weiterbringen.

      Nehmen wir mal Star Trek: Enterprise. Sehen wir den tatsachen ins Auge , die ersten beiden Staffeln waren schrecklich, mit echten Tiefpunkten wie Dear Doctor oder a Night in Sickbay. Ab der dritten Staffel , mit dem Xindi Story , und vorallem die 4te Staffel wo Mandy Coto als hauptverantwortlicher übernommen hat hat sich die Qualität der Serie stark verbessert. Wessen Idee es war die ganze sache zeitreisenden Weltraumnazis anzuhängen , der gehört gesteinigt.
    • Cowboy Pete, post-Hurricane, isn’t Blown Away by “Doctor Who”

      It might be that a newcomer to “Doctor Who” might be jazzed by the current season. I couldn’t say; having been watching it (on and off) for some thirty years, I can’t rewire my brain into novice mode. Intellectually I know that each season of the long-running (to put it mildly) adventures of everyone’s favorite Time Lord should be judged separately. Yet it’s natural to compare. And if we’re going to compare, this latest season of the Whovian modern era is sorely lacking. Spoilers in these comments are more or less non-existent.

      By this point in time in previous seasons, the events in previous episodes had laid sufficient track work that you felt as if you were holding onto a speeding locomotive. Everything was coming together, usually building to an Earth-threatening, if not outright universe threatening, kaboom. Sometimes it seemed as if the following week literally could not come soon enough.

      This time around, the stakes were set in the very first episode. They were much smaller–the death of one person–but with that person being the Doctor, the stakes couldn’t have been higher. I mean, sure, we KNOW that the Doctor won’t really die for good; there’s no show otherwise. On the other hand we also pretty much know that the Earth won’t be completely conquered or that the universe won’t explode, so it’s not the nature of the outcome so much as it is the path of the journey. So what we should be seeing is the track work for that journey, and–with two episodes left–the locomotive should be at full steam.

      Yet we don’t have a locomotive at this point. We don’t have a freight train. We don’t even have one of those hand cars with two guys pushing a lever up and down.

      Instead, the last three episodes–”Night Terrors,” “The Girl Who Waited,” and “The God Complex”–have more or less had a lot of the same emotional and plot beats to them. It’s been an hour of the Doctor and his companions more or less running around inside a fairly confined area while having an adventure that’s fairly intellectual. There’s nothing wrong with such episodes, but…three in a row? I don’t follow a lot of behind-the-scenes gossip when it comes to “Doctor Who,” but from what I’m seeing on the screen, I’m wondering if the budget was severely cut. It’s as if the producers scouted one location (a house, a hotel), and shot an entire episode, with complex (or expensive) monsters/creatures/aliens cut to bare minimum, hiding in the shadows or existing mostly in the minds of their victims.

      Plus all three have come together to form a single goal: to cause Amy Pond to become emotionally split from the Doctor. Rory’s feelings on the Doctor are almost irrelevant; he’s going with his wife. So she’s the target of all this splintering while Rory–once a galaxy-spanning, Roman centurion bad-ass, so formidable that an array of space ships exploding behind him wasn’t even worth a glance–is reduced almost to irrelevance (although admittedly his Hobson’s choice between deciding which Amy to save in “Girl” was pretty emotional). In “Complex,” that’s exactly what happens, as the Doctor informs an emotionally beaten down Amy that it’s time to say good-bye.

      Three episodes to push us to a conclusion that I don’t buy? Really?

      Because at this point in the narrative, Amy shouldn’t be attached at the Doctor’s hip because of childish devotion. It should be because she saw him die and should be operating on all burners to find a way to avert that catastrophe. Rory, meantime, has been depicted as someone so dedicated that he’s willing to stand guard for millennium if that’s what the job takes. Yet he willingly abandons the Doctor as well? Yes, he’ll follow Amy, but with the life-and-death stakes, you’d think there would be some manner of serious confrontation. Granted, this abandonment doesn’t mean Amy won’t be back; if Rose could cross impassible dimensional barriers to join back up, Amy and Rory can get back on board.

      Yet there’s just no immediacy. No sense of impending, unstoppable, imminent danger. No sense of ticking clock. Now it’s entirely possible that they’ll manage to pull it together for the last two episodes. I certainly hope so. But, paradoxically, the Doctor is running out of time.

      PAD

      peterdavid.net
    • uih, star trek hab ich eigentlich nie gesehen, deswegen werde ich dir wohl einfach glauben müssen ;)

      ansonsten geb ich dir recht. ein story-arc in guten händen ist eine bereicherung. ich wollte aber auch sagen, dass man einen artikel so schreiben kann, dass am ende die meinung rauskommt, die man haben will(bild und mittlerweile auch der stern/spiegel machen das sehr gerne mal). nur weill man gegenargumente unter den tisch fallen lässt.

      in "dead like me" gabs auch keine größere story und trotzdem finde ich, dass die zu den besten serien der letzten jahre gehört.




      Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!

      wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
      ist es ja doch ganz lustig!
    • Habe es im Episodenthread gepostet, aber ich glaube hier passt es viel besser hin:

      Cowboy Pete, post-Hurricane, isn’t Blown Away by “Doctor Who”

      It might be that a newcomer to “Doctor Who” might be jazzed by the current season. I couldn’t say; having been watching it (on and off) for some thirty years, I can’t rewire my brain into novice mode. Intellectually I know that each season of the long-running (to put it mildly) adventures of everyone’s favorite Time Lord should be judged separately. Yet it’s natural to compare. And if we’re going to compare, this latest season of the Whovian modern era is sorely lacking. Spoilers in these comments are more or less non-existent.

      By this point in time in previous seasons, the events in previous episodes had laid sufficient track work that you felt as if you were holding onto a speeding locomotive. Everything was coming together, usually building to an Earth-threatening, if not outright universe threatening, kaboom. Sometimes it seemed as if the following week literally could not come soon enough.

      This time around, the stakes were set in the very first episode. They were much smaller–the death of one person–but with that person being the Doctor, the stakes couldn’t have been higher. I mean, sure, we KNOW that the Doctor won’t really die for good; there’s no show otherwise. On the other hand we also pretty much know that the Earth won’t be completely conquered or that the universe won’t explode, so it’s not the nature of the outcome so much as it is the path of the journey. So what we should be seeing is the track work for that journey, and–with two episodes left–the locomotive should be at full steam.

      Yet we don’t have a locomotive at this point. We don’t have a freight train. We don’t even have one of those hand cars with two guys pushing a lever up and down.

      Instead, the last three episodes–”Night Terrors,” “The Girl Who Waited,” and “The God Complex”–have more or less had a lot of the same emotional and plot beats to them. It’s been an hour of the Doctor and his companions more or less running around inside a fairly confined area while having an adventure that’s fairly intellectual. There’s nothing wrong with such episodes, but…three in a row? I don’t follow a lot of behind-the-scenes gossip when it comes to “Doctor Who,” but from what I’m seeing on the screen, I’m wondering if the budget was severely cut. It’s as if the producers scouted one location (a house, a hotel), and shot an entire episode, with complex (or expensive) monsters/creatures/aliens cut to bare minimum, hiding in the shadows or existing mostly in the minds of their victims.

      Plus all three have come together to form a single goal: to cause Amy Pond to become emotionally split from the Doctor. Rory’s feelings on the Doctor are almost irrelevant; he’s going with his wife. So she’s the target of all this splintering while Rory–once a galaxy-spanning, Roman centurion bad-ass, so formidable that an array of space ships exploding behind him wasn’t even worth a glance–is reduced almost to irrelevance (although admittedly his Hobson’s choice between deciding which Amy to save in “Girl” was pretty emotional). In “Complex,” that’s exactly what happens, as the Doctor informs an emotionally beaten down Amy that it’s time to say good-bye.

      Three episodes to push us to a conclusion that I don’t buy? Really?

      Because at this point in the narrative, Amy shouldn’t be attached at the Doctor’s hip because of childish devotion. It should be because she saw him die and should be operating on all burners to find a way to avert that catastrophe. Rory, meantime, has been depicted as someone so dedicated that he’s willing to stand guard for millennium if that’s what the job takes. Yet he willingly abandons the Doctor as well? Yes, he’ll follow Amy, but with the life-and-death stakes, you’d think there would be some manner of serious confrontation. Granted, this abandonment doesn’t mean Amy won’t be back; if Rose could cross impassible dimensional barriers to join back up, Amy and Rory can get back on board.

      Yet there’s just no immediacy. No sense of impending, unstoppable, imminent danger. No sense of ticking clock. Now it’s entirely possible that they’ll manage to pull it together for the last two episodes. I certainly hope so. But, paradoxically, the Doctor is running out of time.

      PAD

      peterdavid.net
    • Sorry, aber so ganz kann ich nicht nachvollziehen, warum Peter David hier den Vergleich mit den vorherigen Seasons sucht und wie er zu seiner Schlussfolgerung kommt.

      Wir haben jetzt Episode 11 gesehen und ich hatte bei den vergangenen Seasons eigentlich nur in Staffel 3 den Eindruck, dass ich mich auf einem schnell fortbewegenden Zug befinde. Und das auch nur, weil das Ende von "Utopia" ein vielversprechendes Finale angekündigt hat und der Master die Tardis geklaut hat. Aber was war bitte in den anderen Staffeln an dieser Stelle? Waren Boom Town, Fear Her, Turn Left oder The Lodger wirklich solche Episoden, wo alles irgendwie zusammenkommt und sich eine kataklysmische Finalfolge andeutete? Seine Argumentation steht damit irgendwie auf sehr wackeligen Beinen, da er als Gegenbeispiele auf irgendwelche Folgen verweist, die auch damals schon nicht das lieferten, was er jetzt an dieser Stelle erwartet.

      Er hat natürlich trotzdem ein paar interessante Punkte genannt, aber liegt mit seiner anfänglichen Einschätzung etwas daneben.
    • Die Sache war bei den anderen Staffeln (unter anderem) daß selbst wenn man in den meisten Fällen nicht genau sagen konnte worin genau die Gefahr lag man trotzdem wusste daß etwas "Großes" kommen musste. In Staffel 1, 2 und 4 hatten wir die ganzen Hinweise zugegebenermaßen nur im kleinen Rahmen, aber es war selbt in diesen kleinen Portionen ausreichend um den Zuschauer zu vermitteln, daß man irgendwo hingeht. In Staffel 3 und 5 war das dann stärker ausformuliert und es wurde je weiter man den letzten Folgen entgegenschritt umso mehr wurde "einer draufgesetzt". Als Saxon immer mehr Macht an sich riss und sich selbst in Marthas Familie hineinmanipulierte war das ziemlich wirkungsvoll. Oder als in Staffel 5 sich die Cracks immer mehr häuften bis sie selbst Rory verschlangen - man wusste daß da einfach noch etwas kommen musste. Zudem ließ sich die Gefahr der Staffel recht griffig mit einem oder zwei Schlagwörtern zusammenfassen. "Bad Wolf/Daleks", "Torchwood/Cybermen", "Mr Saxon", "missing planets/Rose", "cracks in time". In Staffel 6 ist das jedoch um einiges schwieriger. Was ist denn nun eigentlich das große Thema? Der Tod vom Doctor? River? Die Silence? Der Krieg? Amy und Rorys drohender Abgang? Dabei gab's letzte Staffel auch ein paar Extrazutaten wie River und die explodieren drohende TARDIS. Aber dort bekam man das Gefühl vermittelt, daß all diese Dinge irgendwie zusammenhängen mussten. Dieses Jahr fügen sie sich jedoch alle nicht so recht zusammen, wenn man mal von dem Zweiteiler am Anfang absieht in dem sie alle in die Staffel eingeführt werden. Seitdem werden sie alle nur isoliert in irgendeiner Storylinefolge betrachtet und abgehakt bis irgendwann wieder eine weitere Arc-Folge ansteht.

      Da findet einfach keine rechte Verknüpfung zwischen den ganzen Bausteinen statt... keine richtige Ordnung in der Erzählweise... (aber gerade letzteres kreide ich der Staffel ja von Anfang an an) Da wird mit vielen Bällen jongliert, aber sie scheinen gar nicht in die Hände zurückzufallen nachdem sie in die Luft geworden sind.

      Und daß einige sich beschweren wenn es mit dem Storyarc (wovon er auch immer handeln mag) nicht vorangeht weil stattdessen Füllerfolgen kommen... dann sehe ich das weniger als Hinweis darauf daß angeblich keiner mehr Lust auf Einzelfolgen hat, sondern daß diese Füllerfolgen/Einzelfolgen/Wieauchimmer einfach nicht stark genug sind um aus dem Schatten des Handlungsbogen herauszutreten. Und die waren dieses Jahr ja in der Regel nun mal nicht so dolle. Und das selbe kann man mit Sicherheit nicht über "Human Nature" sagen. Oder "Blink". Oder sonstwas. Man hatte den Saxon-Arc gar nicht vermisst und kam auch gar nicht dazu ihn zu vermissen. Daß man mit den "Night Terrors" und den "Rebel Fleshs" dieser Welt den selben Effekt nicht erreichen kann verwundert nicht gerade. Diese Folgen würde ich noch nicht mal für sich allein stehend sehen wollen...

      A propos "Bitte nächstes Jahr nicht schon wieder so einen komplizerten Storyarc": Moffat hat vor kurzem in einem Interview bereits gesagt, daß er es nächstes Jahr wieder ruhiger angehen möchte, ansonsten "würde es ja langweilig werden". Egal ob das nun der wahre Grund dafür ist oder nicht... mit der 6x13 ist erstmal Schluß mit diesen überladenen Verschwurbelungen.
    • Du hast mit den schwachen Folgen einen ganz interessanten Punkt angesprochen, den ich in meinem mumbo jumbo oben ausgelassen habe. Schwache Folgen können durchaus vom Storyarc profitieren. Den Hungry Earth-Zweiteiler würde ich zB (noch) deutlich schlechter bewerten, wenn das rangeklatschte Ende nicht gewesen wäre. Auch der Flesh-Zweiteiler würde ohne die Einbindung der Amy-Geschichte noch nackter dastehen. Hier wurden zwei Bla-Folgen von einem Arc... naja, nicht gerade gerettet aber aufgewertet.
    • bevor ich an das thema gehe, wollte ich noch etwas anderes sagen:

      ich sehe in der 2 staffel keinen story arc. man hat keine fortlaufende geschichte mit den cyberman oder torchwood. man sieht lediglich die erschaffung und am ende eine folge mit beiden elementen. das ist für mich keine zusammenhängende geschichte. wenn man das thema "parallel-dimensionen" genommen hätte, dann ja, aber davon war auch nichts zu sehen.
      selbst "bad wolf" hat man wenigstens mal in folgen gesehen. ausserdem müsste man dann ncoh die daleks mitnehmen(da man diese ja auch in "doomsday" hatte).


      @topic:
      also ich fand die silurians nicht besonders schwach. mir hat die folge beim schauen spaß gemacht. so richtig schlechte episoden gab es meines erachtens auch nicht in der 5. staffel.

      das thema ist meines erachtens die organisation "silence" zu denen die silents, river, madame kovarian und schlussendlich der tod des doctors gehören. wie schon öfters in der serie gesagt wurde: es ist krieg und das mit einer geheimen armee die gegen den doctor zieht und so wie es aussieht am ende gewinnt.

      von daher sehe ich da kein großes problem mit dem story arc. klar es sind viele "kleine" geschichten die erzählt werden, die aber eindeutig zusammengehören. ich fand die folgenverteilung in dieser staffel nur nicht so recht gelungen. so hat man in der ersten hälfte eigentlich nur story arc-folgen zur veranschaulichung(zumindest wenn man die episoden "curse of the black spot" mit "a good men goes to war" tauscht):


      1. hälfte:
      impossible astronaut/day of the moon
      der flesh-zweiteiler
      a good man goes to war

      2. hälfte:
      die letzte folge


      das hätte man ein bisschen besser lösen können. trotzdem finde ich diesen arc bisher am interressantesten. genau weil alles immer nur stückchen für stückchen aufgelöst wird, wie es auch in einem guten krimi gemacht wird.

      "night terrors" wurde ja sehr zwiespältig aufgenommen. ich mochte die folge. aber auch in den alten staffeln waren schlechte folgen ausserhalb des story-arcs, vorallem in der 2. staffel(idiots lantern, love and the monsters, fear her) und auch in den anderen staffeln(shakespear code, daleks in manhattan/evolution of the daleks, planet of the ood, unicorn and the wasp und wenn man will auch partners in crime).

      @skeletor:
      ich geb dir recht




      Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!

      wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
      ist es ja doch ganz lustig!
    • Kaoru schrieb:

      Die Sache war bei den anderen Staffeln (unter anderem) daß selbst wenn man in den meisten Fällen nicht genau sagen konnte worin genau die Gefahr lag man trotzdem wusste daß etwas "Großes" kommen musste. In Staffel 1, 2 und 4 hatten wir die ganzen Hinweise zugegebenermaßen nur im kleinen Rahmen, aber es war selbt in diesen kleinen Portionen ausreichend um den Zuschauer zu vermitteln, daß man irgendwo hingeht. In Staffel 3 und 5 war das dann stärker ausformuliert und es wurde je weiter man den letzten Folgen entgegenschritt umso mehr wurde "einer draufgesetzt". Als Saxon immer mehr Macht an sich riss und sich selbst in Marthas Familie hineinmanipulierte war das ziemlich wirkungsvoll. Oder als in Staffel 5 sich die Cracks immer mehr häuften bis sie selbst Rory verschlangen - man wusste daß da einfach noch etwas kommen musste. Zudem ließ sich die Gefahr der Staffel recht griffig mit einem oder zwei Schlagwörtern zusammenfassen. "Bad Wolf/Daleks", "Torchwood/Cybermen", "Mr Saxon", "missing planets/Rose", "cracks in time". In Staffel 6 ist das jedoch um einiges schwieriger. Was ist denn nun eigentlich das große Thema? Der Tod vom Doctor? River? Die Silence? Der Krieg? Amy und Rorys drohender Abgang? Dabei gab's letzte Staffel auch ein paar Extrazutaten wie River und die explodieren drohende TARDIS. Aber dort bekam man das Gefühl vermittelt, daß all diese Dinge irgendwie zusammenhängen mussten. Dieses Jahr fügen sie sich jedoch alle nicht so recht zusammen, wenn man mal von dem Zweiteiler am Anfang absieht in dem sie alle in die Staffel eingeführt werden. Seitdem werden sie alle nur isoliert in irgendeiner Storylinefolge betrachtet und abgehakt bis irgendwann wieder eine weitere Arc-Folge ansteht.

      Da findet einfach keine rechte Verknüpfung zwischen den ganzen Bausteinen statt... keine richtige Ordnung in der Erzählweise... (aber gerade letzteres kreide ich der Staffel ja von Anfang an an) Da wird mit vielen Bällen jongliert, aber sie scheinen gar nicht in die Hände zurückzufallen nachdem sie in die Luft geworden sind.


      Naja, bis jetzt sehe ich die Fokussierung auf den Charakter des Doctors als ziemlich starke thematische Verknüpfung zwischen den einzelnen Bausteinen dieser Staffel. Die zentrale Frage ist eigentlich ziemlich klar: Was treibt den Doctor dazu, dass er im Prinzip freiwillig in den Tod geht. Damit wurde die Staffel eröffnet und das ist auch durchaus ein griffiges Thema. Wir fragen uns ja nicht, ob der Doctor letztendlich überlebt oder nicht. Wir wissen, dass es nicht der endgültige Tod des Doctors sein kann, aber was treibt ihn dazu, dass er irgendwann freiwillig in den Tod geht. Wir befinden uns momentan auf dem Weg dahin und wir haben jetzt mehrere Stationen gesehen, die diese Entwicklung langsam vorbereiten und mit Inhalt untermauern. So eine starke thematische Fokussierung hatten wir bisher vor Moffat in noch keiner Doctor Who Staffel.

      Die Struktur der Staffel ist mittlerweile auch sehr deutlich zu erkennen und wir wissen durch den Eröffnungszweiteiler alle, dass da noch was Großes kommen muss. Wir kennen nur den Kontext noch nicht. Das war in Staffel 5 auch nicht anders.

      Aber ich gebe dir durchaus recht, dass die aktuelle Erzählweise dazu einläd, dass man sich als Zuschauer in der Erzählung durchaus verrennen kann und sich auf Nebensächlichkeiten versteift, die überhaupt nicht wichtig sein sollen. Hier hat Moffat mit Sicherheit auch zu einseitig in Hinblick auf seine Kernthema gearbeitet und hat dabei viel Raum für Konfusion geschaffen. Ich habe auch immer regelmäßig vergessen, dass es eigentlich um die Begründung des Doctor Todes geht.

      Letztendlich fällt alles aber darauf zurück. Es ist der Punkt, der die Staffel zusammenhält und auch für Spannung sorgt. Die Begründung für den "Selbstmord" des Doctors muss der Fokuspunkt sein, dann ist auch eine sehr klare Linie zu erkennen. Gerade in der zweiten Hälfte dieser Staffel.
    • Skeletor schrieb:

      Die zentrale Frage ist eigentlich ziemlich klar: Was treibt den Doctor dazu, dass er im Prinzip freiwillig in den Tod geht.

      Diese Frage habe ich mir jedoch nie und zu keinem Zeitpunkt gestellt. Weil er halt den Kreis schließen muß um das Zeitgefüge zusammenzuhalten. Also ergibt er sich seinem Schicksal. Ähnliche Dinge gab's ja auch schon vorher mal zu sehen. Spontan fällt mir z. B. "Logopolis" ein. Und wenn es schon nicht sowas ist... dann macht er es immer um irgendwelche anderen Leute zu retten, wie unzählige Male zuvor schon auch, erst recht um kurz danach zu regenerieren. Irgendeinen Grund findet der Knilch also immer um hopsgehen zu können. Von daher lockt mich dieser Aspekt der Geschichte nicht hinterm Ofen vor. Um ehrlich zu sein habe ich bisher auch noch keinen einzigen Gedanken daran verschwendet...

      Die Struktur der Staffel ist mittlerweile auch sehr deutlich zu erkennen und wir wissen durch den Eröffnungszweiteiler alle, dass da noch was Großes kommen muss. Wir kennen nur den Kontext noch nicht. Das war in Staffel 5 auch nicht anders.

      Ich weiß nicht ob ich da wirklich eine Struktur in dem Gewusel erkenne. Wenn überhaupt eine Struktur, dann eine die eher der Oberfläche meines Schreibtisches entspricht (welcher schon seit mindestens 2 Jahren nicht mehr anständig aufgeräumt wurde, harr :D ). Die Perlen sind durchaus zu sehen... aber da wie gesagt der Kontext fehlt weiß ich nicht so recht in welcher Reihenfolge ich sie auf die Kette ziehen soll. Natürlich kann und könnte ich mir Gedanken darüber machen wie sie alle zusammengehören, letztes Jahr habe ich es schließlich auch nicht anders gemacht. Nur macht es mir dieses Jahr einfach keinen Spaß, finde es sogar eher ermüdend. Das mag einerseits dran liegen, daß wenn so eine Storylinefolge kommt man mit Informationen regelrecht beballert wird... und andererseits, daß sie dann so vage und abstrakt daherkommen, daß sie in mir kein Interesse auslösen. In der letzten Staffel fand ich es ziemlich spannend dem Doctor dabei zuzuschauen wie er mal wieder auf einen Crack stösst oder ein Teil der explodierten TARDIS findet. Womöglich unter anderem deswegen weil all diese Szenen dosiert über die Staffel verteilt waren, selbst in Folgen in denen man sie gar nicht vermutete. Hier kommen sie jedoch zackzack, schnell untergejubelt, angeschnitten, wild übereinandergelegt und abgehakt. Wahrscheinlich ist das auch der Grund warum sie mich so kalt lassen. Diese Art weckt weder mein Interesse noch meine Neugier. Eher finde ich sie erschöpfend, langwierig... und in ihrer Ausführung einfach ziellos wirkend.

      Aber wie bereits gesagt... das wäre wohl alles nicht so schlimm wenn die Folgen alle besser wären. Dieser beharrlich dauerhafte Einsatz der Mittelmaßkanone schießt mich persönlich jetzt nicht grad in Thrillerhöhen... Die Episoden die ich besser als "gaaaanz okay" fand kann ich an einer Hand abzählen ohne längst alle Finger dafür benutzen zu müssen. Und mal ehrlich, was nützt mir der coolste Arc wenn die einzelnen Folgen nichts hergeben?