5x04 - Zeit der Engel (The Time of Angels [Part 1])

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    • "River, hug Amy." "Why?" "Cause I'm busy."

      Sehr spannende Folge und Auftakt des Zweiteilers. Außerdem, zumindest im Originalton (in dem ich die Episode nämlich gesehen hab), echt lustig. Und die Weeping Angels wirkten noch komplexer, als sie eventuell in Blink rüberkamen. Es gab bei mir wieder Gänsehautmomente - z.B. als bemerkt wurde, dass alle Statuen Angels waren oder das Ende mit dem Cliffhanger und dem "Me!". Klasse Folge!

      "Der Graf wurde geboren um zu leben.
      Lana was born to die.
      Ich wurde geboren um geboren zu sein!"
    • Gerade in einem Interview mit Kingston gehoert, dass diese beiden Folgen die ersten waren, die Smith gedreht hat. Danach erst die ersten beiden. Wusste ich noch nicht und finde es ganz interessant.
      "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"

      "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."
    • Nach einer ziemlich langen Pause (sorry) :12: , bin ich jetzt bei Staffel 5 wieder eingestiegen. Ich muss zugeben, ich hatte anfangs totale Probleme mit dem neuen Doctor. Ich mochte David Tennant und Matt Smith war für mich recht gewöhnungsbedürftig. Ziemlich konfus der Mann :wacko: , jedenfalls dachte ich anfangs so. Amy dagegen fand ich von Anfang an super! Sehr mutig die Kleine Amy – ich hätte da ganz sicher mehr Schiss gehabt. :03:

      Doch spätestens ab 5x04 änderte sich meine Meinung. Echt klasse Folge und super spannend. :thumbsup: Die Engel können einem aber auch wirklich das Fürchten lehren - möchte ihnen auf keinen Fall begegnen, denn ich bin nicht besonders gut im “Nicht blinzeln“ - aber Amy macht das super. :thumbup: Das Labyrinth - geniale Kulisse, perfekt für die Engel! Freu mich auf mehr....
    • Wunderbar, die Weeping Angels aus "Blink" waren wieder da. Zunächst nur einer und dann ganz viele.
      Es war die Rede davon, dass Sabotage die Byzantium zum abstürzen gebracht haben sollte. Ob wohl dieser Engel im Laderaum verantwortlich war? Die Crew wird es wohl kaum selbst getan haben. Und erwähnte River den Absturz dieses Schiffes nicht bereits in der Bibliotheks-Doppelfolge? Glaube schon.
      Jedenfalls gab es noch viele weitere Engel auf diesem Planeten, die ausgehungert waren und nun durch die austretende Energie des abgestürzten Schiffes langsam wieder erwachten. Gruselig, wirklich unheimlich gruselig die Szenen mit ihnen. Schien so, als wollte der flüchtige Engel seine Mitengel um sich scharen, um keine Ahnung, vielleicht das Universum zu unterjochen. Wer weiß, was Moffat sich wieder für eine Bedrohung hat einfallen lassen. Schön fand ich jedoch, dass er sich weitere Gedanken über die Weeping Angels gemacht hatte und auch nicht mit Hintergrundinformationen geizte, sondern diese häppchenweise dargebracht wurden. Die Tatsache, dass sie Menschen in gewisser Weise beeinflussen konnten, wie z.B. Amy, machte sie noch viel gefährlicher, als sie ohnehin schon waren. Allerdings kam es mir ein wenig merkwürdig vor, dass sie die Kleriker töteten anstatt sie in die Vergangenheit zu schicken. Wäre vom Storyverlauf doch locker möglich gewesen und hätte gar nicht verändert werden müssen.

      Pater Octavian, der Bischof und somit Anführer dieser Kleriker und in gewisserweise der Wächter über River Song, wusste doch viel mehr, als er preisgab. Es wunderte mich ein bisschen, dass die Herrschaften vom Auftreten her eher Soldaten glichen als religiösen Würdenträgern. Lediglich ihre Sprache bzw. ihre Bemerkungen erinnerten an die kirchliche Verbindung. Hatte was von Zukunfts-Kreuzrittern. Nun gut, die Truppe wurde recht zügig ausgedünnt. Mal abwarten, wer von denen am Ende überlebt.

      Komme ich nun zu der Dame dieser Folge: Doctor River Song. Scheinbar noch nicht Professorin aber dafür bewandert in altem Hoch-Gallifreyisch, im richtigen TARDIS-Fliegen und im Besitz eines äußerst nützlichen hallunizogenen Lippenstiftes. Letzterer war wahrlich die Waffe einer Frau. Dazu dieses anfangs aufgemotzte Outfit, diese rote lackierten Nägel, die Amy sonst immer trug (diesmal war es bei ihr ein roter Pulli) und der, zugegebenermaßen etwas übertriebene Abgang aus der zu Beginn noch funkionstüchtigen Byzantium, deuteten doch zumindest schon mal an, mit was für einer Frau man es da in Zukunft zu tun bekommen wird. In der Bibliotheks-Doppelfolge wirkte sie erwachsen, vernünftig und im Leben angekommen. Hier zeigte sie sich eher abenteuerlustig, draufgängerisch, sehr selbstsicher und einnehmend. Dagegen konnte oder wusste sich der Doctor nicht zu wehren. River wusste, wie sie ihn zur Mitarbeit überzeugen konnte. Außerdem erfuhr sogar der Letzte mit dem Zaunpfahl, dass River Song die Frau des Doctors ist oder sein wird oder wie auch immer. Komplizierte Zeitreisenbeziehung :whistling: Jedenfalls schien sie die Hosen in dieser Beziehung anzuhaben. Sehr amüsant die Szenen in denen sie sich wie ein altes Ehepaar aufführten. Allen vorran, als River sauber die TARDIS flog, sowie landete und den Doctor anschließend belehrte :lach:
      In der 4. Staffel sagte mir die Idee des Charakters River Song nicht so zu aber in dieser Folge war sie mir ganz sympathisch. Ich bin gespannt, ob man im zweiten Teil dieser Geschichte erfährt, wieso sie im Gefängnis gelandet war. Dass sie kein Mauerblümchen ist, dürfte klar sein aber einen abgrundtiefbösen Eindruck machte sie nun auch nicht auf mich. Definitiv eine interessante Persönlichkeit.
      Gut, dass sie sich auf Anhieb mit Amy verstand. Irgendwie rückte die eigentliche Companion des Doctors etwas in den Hintergrund. Allerdings stimmte seit ihrem Aufeinandertreffen mit dem Weeping Angel aus dem Fernseher etwas nicht mehr mit ihr und das dürfte in der Fortsetzung eine wichtige Rolle spielen.

      Alles in allem war die Episode ein "guter" Auftakt in diese Doppelfolge.
    • Mooncat schrieb:

      Allerdings kam es mir ein wenig merkwürdig vor, dass sie die Kleriker töteten anstatt sie in die Vergangenheit zu schicken. Wäre vom Storyverlauf doch locker möglich gewesen und hätte gar nicht verändert werden müssen.
      Fand ich auch. Eigentlich hätte der Engel es bei dem ersten Getöteten belassen können. Denn mit dem hatte er ja schon seine Kommunikationsmöglichkeit und die benötigte Großhirnrinde. Der zweite und auch der Heilige Bob waren gar nicht mehr nötig. Vermutlich fand Moffat das Zurückversetzen in der Zeit wohl nicht bedrohlich genug. Das hat mir aber trotzdem nicht gefallen, dadurch haben die Weeping Angels einiges an ihrer Mysteriosität eingebüßt und wurden so nur zu einem normalen "Monster Of The Week".
      Zumindest wurde aber erklärt, warum die Engel die Energie des nicht gelebten Lebens nicht brauchten - denn an Energie sattfressen konnten sie sich in diesem Augenblick ja reichlich!
      Stand: 8x09 Flatline
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      7thdoc 9thdoc 10thdoc 11thdoc Wardoc 12thdoc
    • Wer gedacht hat, dass Moffat den brillianten Opener dieser Staffel eigentlich nicht mehr überbieten kann, hat falsch gedacht.
      Denn "Time of the Angels" ist schon wieder so eine Folge bei der für mich einfach alles stimmt: Die Charaktere, die Geschichte, die Athmosphäre, die Ideen, die Regie, die Musik; alles grenzt für mich an Perfektion.

      Mit der genialen Opening-Szene, in der River den Doktor 20.000 Jahre aus der Vergangenheit kontaktiert gefolgt von der optisch und inhaltlich sehr coolen Byzantium und dem "Maze of the Dead", hatte Moffat mich schon gefesselt und von da an hat sich die Folge eigentlich auch nur noch gesteigert.

      Nachdem Amy in den vorangehenden Folgen schon so eine gute Charakterisation bekommen hat, rückt sie jetzt ein bisschen in den Hintergrund und die Narrative fokussiert sich mehr auf River. Diese hat sich seit dem Sitl-Zweiteiler auch erheblich verändert und ist lange nicht mehr so nervig doktor-anhimmelnd wie damals noch, sondern hat sich mittlerweile zu einem eigenständigen, richtig interessanten und mysteriösen Charakter weiterentwickelt. Sie hat sowohl mit Amy als auch mit dem Doktor eine ganz tolle Chemie und die Dialoge mit ihr, in denen sehr oft mit den Erwartungen der Zuschauerer gespielt wird, sind auch mal wieder genial.
      Obwohl Amy eher im Hintergrund steht, finde ich sie auch hier wieder sehr sympathisch und clever. Sie kommt als einzige endlich mal auf die Idee, nur mit einem Auge zu blinzeln und schaltet die Aufnahme genau zwischen dem Loop ab. Der Doktor, der hier – wie schon von den Daleks in der letzten Folge – dieses Mal von den Engeln provoziert wird, hat wieder ein paar tolle Momente u.A. als er Amy in die Hand beißt und natürlich seine Drohung gegen Ende. Sehr schön und clever finde ich an dieser Stelle auch, dass dem Zuschauer die Cliffhanger-Auflösung schon gezeigt wird, er aber noch nicht in der Lage ist, sie zu verstehen.

      Die Cleric-Armee mit christlichen Namen ist eine witzige Idee und auch der Konflikt zwischen dem Doktor und Bishop Octavian ist toll dargestellt. Allerdings erschien es mir doch ein bisschen merkwürdig, dass die Clerics nicht wirklich einen Plan hatten, was sie gegen die Engel tun sollten und sozusagen komplett auf den Doktor angewiesen waren.

      Die Weeping Angels sind wieder sehr gruselig und sowohl die sich bewegende Aufnahme als auch das ganze "An image of an angel becomes an angel" finde ich sehr interessante neue Konzepte für die Engel. Wenn man davon ausgeht, dass die Engel in "Blink" das auch schon konnten, macht das natürlich nicht mehr wirklich Sinn, allerdings sollte man auch bedenken, dass diese Engel hier auch insgesamt weitaus entwickelter und organisierter als jene aus "Blink" vorgehen. Die sprechenden Toten finde ich hier (obwohl es nur eine recycelte Idee ist) sogar noch ein bisschen besser umgesetzt als in "Silence in the Library". Man hätte die Engel allerdings einfach die Soldaten zurück in die Zeit schicken lassen können, denn das tatsächliche Umbringen wirkte hier doch (bis auf den einen Soldaten, von dem sie die Stimmbänder brauchten) sehr fehl am Platz. Die schlußendliche Auflösung, dass alle Atlanstatuen eigentlich Engel sind finde ich hier auch sehr gut umgesetzt.

      "Time of the Angels" ist eine dieser Moffat-Folgen, bei denen ich wirklich so rundum zufrieden bin. Ich war 45 Minuten lang an den Bildschirm gefesselt, habe gelacht und mich gegruselt. So sollte Doctor Who sein! Insgesamt gebe ich der Folge 9/10 Punkte. Unglaublich, dass der nächste Teil diese Folge sogar nochmal toppen kann.
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"