5x08 - Hungrige Erde (The Hungry Earth [Part 1])

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    • Nachdem in den letzten Episoden stets der gewünschte Zielort erreicht wurde, war es nun mal wieder an der Zeit, dass die TARDIS das Ruder übernahm und das Trio anstatt im sonnigen Rio in einem kleinen walisischen Dorf absetzte. Dazu noch ein Zeitsprung ins Jahr 2020 und das Abenteuer konnte beginnen.

      Die Hauptstory lässt sich recht schnell zusammenfassen:
      Nasreen und Tony, zwei Wissenschaftler, bohrten samt Team mit einem riesigen Gesteinsbohrer ein 21km tiefes Loch in die Erde. Durch diese Bohraktivitäten bedrohten sie das unterirdische Reich der Silurianer. Ein Frühwarnsystem dieser Urbewohner, die bereits viele Jahrtausende vor den Menschen auf der Erde lebten, weckte einige Krieger auf, die sich sogleich auf den Weg an die Oberfläche machten, um das Bohrprojekt mit allen Mitteln zu stoppen und so ihre Spezies samt unterirdischer Stadt zu beschützen. Der Doctor versuchte mit den Verbliebenen herauszufinden, was vor sich ging und bemühte sich das Rätsel zu lösen.

      Teil des Problems war, dass Amy und Mo, einer von Tonys Mitarbeitern, verloren gingen, da sie von der Erde verschluckt bzw. von den Silurianern ins Erdinnere geholt wurden, um dort als Versuchskaninchen zu dienen. So zumindest der Cliffhanger. Amy und Mo hatten in dieser Folge also nicht besonders viel zu tun. Schauen, wie das im zweiten Teil aussehen wird. Ich denke nicht, dass dieser silurianische Wissenschaftler Amy bei vollem Bewusstsein sezieren würde. Das können sie nicht bringen. Jedenfalls hatte ich keine Angst um Amy, als sie aufgesaugt wurde. Von da an war mir klar, dass die Verschluckten wieder auftauchen würden. Vor dieser Situation war ich mir dessen nicht so sicher.

      Der Doctor lief mal wieder zur Höchstform auf und mochte diesen ungeplanten Ausflug anfangs sichtlich. Er stellte recht flott fest, dass irgendetwas an diesem Ort nicht stimmte. Seine ersten Hinweise mit dem sich seltsam anfühlenden Boden und dem blauen Gras, welches Mineralien enthielt, die es seit Millionen von Jahren nimmer gab, ließen schon erste Schlüsse zu, dass sich etwas im Erdinneren verbarg. Als ihm bewusst wurde, was für eine Gefahr bestand und erst recht, als Amy verschwand, nahm er das Heft in die Hand. Er zog die Verbliebenen auf seine Seite und spannte sie alle in seinen Plan ein. Nach einer einnehmenden Rede seinerseits folgten die anderen im bereitwillig. Immerhin versprach er ihnen, dass er die Vermissten zurückbringen würde. Doch während dieser Aktion verlor er erstmal auch noch den kleinen Jungen Elliot, Sohn von Mo und Ambrose. Man sah dem Doctor deutlich an, dass ihm diese Umstände nahe gingen doch er versuchte objektiv die Sache anzupacken. Schlussendlich reiste er mit Nasreen in der TARDIS ins Erdinnere bzw. wurde nach unten gezogen, um mit den Silurianern zu verhandeln und einen Gefangenenaustausch zu erwirken. Es war ihm nämlich gelungen Alaya, eine silurianische Kriegerin , auf der Oberfläche festzusetzen.

      Ich muss gestehen, dass mir das Kostüm und Make-Up von Alaya sehr zusagten. Das war ein schönes grün und auch die Uniform in Erdtönen passte wunderbar zu dieser Spezies. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie sie damals auf der Erde wandelten. Diese Zunge oder dieser Giftstachel, keine Ahnung was genau das war, hatte zugleich etwas gruseliges und faszinierendes an sich. Auch die Maske mit den großen dunklen Augen, die Alaya anfangs trug, gefiel mir sehr gut. Ob das ein Zeichen der Krieger und eine Art Helm zum Schutz des Gesichtes war? Vielleicht gibt es in der Fortsetzung mehr Infos darüber.
      Irgendwie schien mir Alaya sehr auf Krawall gebürstet. Sie sah diese Bohraktion als Angriff und ihr Temperament ging sofort auf Verteidigung und Gegenschlag. Wenn es nach ihr ginge würden alle Menschen getötet werden, damit ihre Spezies wieder auf die Oberfläche zurückkehren könnte. Irgendwie typisch Kriegerin. Allerdings denke ich, dass sie die kommende Folge nicht überleben wird. Im Cliffhanger kündigte sie an, dass entweder Rory, Ambrose oder Tony sie töten würde. Doch anstatt sich vor diesem Augenblick zu fürchten, sah sie ihm mit voller Opferbereitschaft entgegen. Blieb bloß noch die Frage offen durch wen die sterben wird.
      Ich tippe mal auf Ambrose, denn die war seit dem Verschwinden ihres Mannes (Mo) und Sohnes (Elliot) so ziemlich neben der Spur, bereit zu den Waffen zu greifen und dadurch unberechenbar. Sie hatte ein wenig Angst vor den Fremden und traute weder Ihnen noch dem Doctor so richtig über den Weg.

      Rory hingegen war so besorgt um Amy, dass er nichts tun würde, was der Rettungsaktion schaden könnte. Außerdem traue ich ihm nicht zu, dass er ein angekettetes Wesen kaltblütig ermorden würde. Dazu kam, dass er dem Doctor vertraute.
      Amys Verlobter war in dieser Folge sowieso wieder ganz herrlich. Zu Beginn, als er sich Sorgen machte, dass Amy den Verlobungsring verlieren würde und er diesen sorgfältig in der TARDIS verpackte und dort zurückließ. Eine schöne Situation und bestimmt noch wichtig für später. Oder als er Ambrose und Elliot kennenlernte, die beiden ihn für einen Kriminalpolizisten hielten und er, anstatt dieses Missverständnis aufzuklären, versuchte dieser Rolle gerecht zu werden. Seine Gesichtsausdrücke und stellenweise Hilflosigkeit hatten was für sich. Natürlich machte er seit Amys Verschwinden eine nervenaufreibende Zeit durch, schlug sich aber bisher ganz hervorragend. Und irgendwie hatte er am Ende das Sagen nachdem der Doctor ins Erdinnere aufbrach. Tapferer Rory. Ich mag ihn von Folge zu Folge mehr.

      Blieb also bloß noch Tony als möglicher Alaya-Mörder übrig. Er wurde immerhin von ihr vergiftet oder dergleichen. Obwohl dieser Umstand ein triftiger Grund sein könnte, traue ich ihm diesen Mord ebenfalls nicht zu. Er machte nicht den Eindruck, als wenn er dazu in der Lage wäre und schien mir allgemein sehr vernünftig und bedacht. Er sorgte sich um seinen Enkel Elliot und vertraute dem Doctor, weil der Junge es tat. Und da der Doctor sagte, dass er Alaya lebend bräuchte, erklärte sich der Rest von selbst.
      Tonys plötzliche Zuneigung für Nasreen kam etwas unverhofft und schien mir bisher irgendwie überflüssig. Abwarten, ob es in der Fortsetzung noch von Bedeutung sein wird.

      Nasreen war jedenfalls eine lebendige, aufgeweckte und neugierige Frau, die keinesfalls auf den Mund gefallen war. Tatkräftig unterstützte sie den Plan des Doctors und obwohl sie anfangs etwas skeptisch ihm gegenüber war, milderte das weder ihre Abenteuerlust noch ihre Begeisterung für des Doctors Wissens und den allgemeinen Geschehnissen. Sie war Feuer und Flamme von der Idee hinunter in das Erdinnere zu reisen und ließ dem Doctor praktisch keine Wahl. Er musste sie mitnehmen. Nasreen saugte all die Erlebnisse förmlich in sich auf und wirkte total fasziniert von den Silurianern und ihrer erschaffenen Unterwelt. Ich wünsche mir für sie, dass sie dieses Abenteuer überlebt und die Möglichkeit bekommt diese unterirdische Stadt zu erforschen. Das dürfte doch für sie das Größte sein.

      Nun, das war soweit auch schon alles, was mir zu dieser Episode einfällt. Ach nee:
      Ganz am Anfang winkten sich Amy und Rory irgendwie selbst zu. Schien so, als wüssten sie später noch, dass sie dort gewesen waren und wollten es überprüfen oder so. Auf jeden Fall eine interessante Begebenheit.
      Und die Fliege des Doctors war diesmal rot. Also scheint die rote für die Zukunft zu sein. Ist schon irgendwie herrlich, dass sie sogar auf diese Kleinigkeiten achten. Gefällt mir.

      Alles in allem sehe ich "Hungrige Erde" als einen gelungenen Auftackt in diesen Zweiteiler an. Die Silurianer als nicht wirklich böse Gegner sagen mir sehr zu und ich bin gespannt, welche Lösung für dieses Problem gefunden werden wird und was mit Elliot passiert ist. In der Bewertung erhält diese Folge ein "gut" von mir.