6x04 - Die Frau des Doktors (The Doctor's Wife)

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    • Stellt schon mal Teer und Federn bereit:

      Ich finde diese Folge auch besser, als "Van Gogh" aus der fünften Staffel. Wo hier die Seelenverwandtschaft zwischen Doctor und Tardis schön dargelegt wird - und meiner Meinung nach zu keinem einzigen Zeitpunkt in den Kitsch abrutscht, finde ich die Schluss-Szene von "Vincent und der Doctor" (Der Künstler im Museum) extrem kitschig.

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    • Nachden ich den Episodentitel gelesen hatte, rechnete ich mit etwas ganz anderem als dem, was ich geboten bekam. Ich dachte, dass nun das Geheimnis um River Song aufgelöst werden und sich meine Vermutungen bestätigen würden aber Pustekuchen. Dafür war es wohl noch zu früh in der Staffel. Am Ende wurde durch einen Kommentar der TARDIS zwar noch ganz kurz ein Bezug zu River hergestellt aber mehr auch nicht. ("Das einzige Wasser im Wald sei der Fluss")

      Dieses verrückte, gruselige, spannende und leicht wahnsinnige aber liebenswerte Abenteuer gehörte ganz dem Doctor und seiner TARDIS.
      Unter einem hinterhältigen Vorwand lockte das Haus, ein lebendiger Asteroid, der außerhalb des bekannten Universums sein Dasein fristete, den Doctor samt Crew und TARDIS zu sich. Nachdem das Team gelandet war, extrahierte das Haus die TARDIS-Matrix aus dem Schiff und pflanzte diese in einen menschlichen Frauenkörper. Anschließend verfrachtete es sein Bewusstsein in das Raumschiff, um so durch den Riss in das Universum zu gelangen. Dass wusste der Doctor in Zusammenarbeit mit der körperlichen TARDIS natürlich zu verhindern. Ich fand es etwas merkwürdig, dass die beiden einfach so und ohne weitere Hilfsmittel in so kurzer Zeit aus den alten Schrottteilen eine funktionstüchtige TARDs bauen konnten aber hey, zur Story passte es.

      Diese ganze Doctor-TARDIS-Beziehung war sehr schön dargestellt. Genau so malte ich mir das im Kopf immer schon aus, wenn die beiden sich mal begegnen würden. Wie ein altes Ehepaar :lach: Sehr vertraut aber auch nickelig und flapsig im Umgang miteinander. Stellenweise sehr amüsant und sehr emotional die beiden. Das war wohl dem tollen Schauspiel von Matt Smith und (Name leider vergessen), sowie dem Autor zu verdanken. Nette Dialoge.

      Amy und Rory spielten eher eine nebensächliche Rolle, wobei sie richtig miese Momente durchstehen mussten. Ursprünglich schickte der Doctor die beiden unter falschem Vorwand in die TARDIS, um sie zu schützen. Dummerweise steckte zu diesem Zeitpunkt schon das Haus in dem Schiff. Dieses zog dann, zu seiner eigenen Unterhaltung, einige verstörende Psychospielchen mit den Ponds ab. Die Beziehung der beiden wurde auf eine harte Probe gestellt und Rory starb mal wieder, wenn auch nur in Amy Gedanken.
      Interessant war, dass die TARDIS zu Rory eine viel bessere Bindung als zu Amy hatte. Schien fast so, als würde sie Rory mehr vertrauen, denn sie redete meist von ihm und nahm auch zu ihm Kontakt auf.

      Schön fand ich, dass der alte Kontrollraum und einige Gänge der TARDIS gezeigt wurden. Leider blieben weitere Räume verborgen. Ich geb die Hoffnung aber nicht auf.
      Das Wiedersehen mit diesem grünäugigen und besessenen Ood hätte ich nun nicht gebraucht, obwohl er sehr gut in diese düstere Welt hineinpasste. Dennoch kam er mir leicht überflüssig vor, denn immerhin waren Tantchen und Onkel auch keine wirklichen Außerirdischen. Sollte womöglich nur den perfekten Diener symbolisieren? Oder hatte es etwas mit diesem Notfallprogramm zu tun, dass der Doctor erwähnte? Keine Ahnung.

      Etwas schade fand ich, dass man nicht noch mehr über dieses Haus erfahren hat. Wo kam es her und wie kam es an diesen Ort außerhalb des Universums? Wieso fraß es ausgerechnet TARDISe? Und wieso gab es diesen Riss noch am Rande des Universums? Ich dachte, dass die sich damals alle geschlossen hätten.

      Alles in allem mochte ich diese Folge ganz gern. Sie war überraschend, anders, unterhaltsam und gab einen schönen Einblick in des Doctors Seelenleben. Die Bilder, Special-Effekte und generell die Optik von den Sets usw. gefielen mir ebenfalls. Deshalb gibt es in der Bewertung auch ein "gut".
    • Neil Gaiman musste wohl so einige Budget-bedingte Änderungen vornehmen. Sollten da nicht am Anfang auch Regengötter auftauchen, was dann stattdessen für eine Miniepisode in Staffel 7 verwurstet wurde ?
      Oh, und erwähnenswert wäre sicherlich noch, dass das Design der Schrotthaufen-TARDIS aus einem Kindermalwettbewerb stammt.