7x00 - Sternenhimmel (The Doctor, The Widow And The Wardrobe)

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    • >Nur weil du keine Kritik abkannst heisst das nicht das die Aeusserungen per se ungueltig sind oder schlecht fundiert.


      Das ist fürwahr interessant, weil es irgendwie an mir vorbei gegangen ist, dass ich kritisiert worden bin ;)


      Also noch mal im Klartext was ich sagen wollte - Basis war die Meldung von jemanden, der die Folge nicht gesehen hat und meinte, diese Folge sei offensichtlich mal wieder kontrovers aufgenommen. Meine Message an ihn ist: Auch wenn die vielen negativen Beiträge hier mit deftiger Kritik (und dann gibt man, wie Du sagst, dennoch ein "gut" dafür?) ein Bild schaffen, als sei diese Folge weitesgehend Schrott, wird sie Dir höchstwahrscheinlich gefallen, denn einer großen Mehrheit hat sie gefallen (rein statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit größer dass er dazu gehört ;)) und ja, dabei bleibe ich rein schon aus allgemeiner Foren-Erfahrung: Es wird immer leichter gemeckert als zufrieden geschwiegen ;)
    • Quarky schrieb:

      Also, ich entnehme dem Votum hier ( Kritiker werden sicherlich sagen, dass es auch gefälscht sein kann ;)), dass die große Mehrheit hier die Folge zumindest gut oder sogar sehr gut fand. Da eine große Mehrheit hier aber kritisiert, entnehme ich der ganzen Sache, dass - wie wohl allgemein in Foren (im englischen wird auch viel kritisiert) - Leute sich eher beschweren und das auch schreiben als es einfach gut finden und nix sagen. Wenn ich dann noch lese, dass - bin ja erst seit kurzem dabei - es offensichtlich Tradition für einige ist, das Weihnachtsspecial zu verreissen, dann kann ich wohl die "Meinung aus Deutschland" gut zuordnen ;)


      Schlechte Kritiken bedürfen irgendwie immer mehr Worte. Wahrscheinlich, weil ein Kritiker sich stundenlang in Kleinigkeiten reinsteigern kann und jedes noch so kleine, vermurkste Detail in die Argumentation einbringen muss, um zu beweisen warum die Folge, der Film oder das Buch einfach schlecht sein muss und warum es niemand als "gut" empfinden darf ;)

      Amüsant finde ich allerdings auch, dass eine einzige Freudenträne am Ende schon beinahe wieder eine Ten vs Eleven bzw. RTD vs Moffat-Grundsatzdiskussion auslösen kann.

      Zurück zum Thema:
      Was ich am Ende nicht verstand, wieso zu Amy?
      Ich mein er ist doch ein Timelord, und er hat einen ganzen Haufen Companions, auch solchen welche er nicht dahingehend taeuschte er sei tot.


      Amy und Rory fand ich dahingehend logisch, weil sie a) bis dato die einzigen langfristigen Companions sind, die den 11. Doctor kennen und b) er die beiden einfach so ohne Aufklärung verlassen hat. Mit den zwei Jahren war irgendwie auch wieder etwas typisch. Amy musste mal wieder warten. Etwas plump aber ganz passend ;)
    • Quarky schrieb:

      Yepp, Los Angeles Times - offensichtlich nun auch in den USA

      Richtig, korrupte Medien. Die BBC oder BBC America wird dennen entsprechend Geld rüber geschoben haben und schon bekommt man eine positive Kritik.

      Ich hab übrigens auch mit Gut abgestimmt, auch wenn ich sie nicht gut finde.
      Da es meine Lieblingsserie ist, gibt's für mich nur 2 Bewertungsmöglichkeiten, Super oder Gut.
    • Die Folge punktet definitiv durch ihre Gastdarsteller. Bill Bailey (und Sam Stockham, den ich erst vor wenigen Wochen entdeckt habe) haben zwar nur kurze Auftritte, aber ich habe mich gefreut sie zu sehen! :D Apropos, ich hab auch vermisst, dass der Co-Pilot auch noch aus dem Flieger krabbelt. Und sei es nur, weil Sam Stockman halt. Hätte mir für Bill Bailey aber einen größeren Auftritt gewünscht. Er hätte die Folge retten können, allein durch das erstrahlen seiner Halbglatze!

      Oh, und die Kinderschauspieler fand ich ganz okay. Der Junge etwas nerviger als das Mädel. Sowas muss man ja immer erwähnen, ist doch nicht immer selbstverständlich.

      Und das war's dann irgendwie mit Freude für mich. Die Folge ist nicht wirklich schlecht, aber irgendwie hab ich mich furchtbar gelangweilt. Ich glaube ich brauche einfach mal ne Moffat-Pause. Oder Moffat braucht mal ne Moffat-Pause, um seine Schreiberhand wieder etwas aufzufrischen. Ich hab per se nichts gegen Moffats-Lieblingsplotelemente, wie die kleinen Kinder und die Gruselstimmung in alten Häusern/dunklen Wäldern, etc., aber die Mischung hat auf mich diesmal einfach nicht gut abgemischt gewirkt. Irgendwie wirkte das wie ein Hintereinander von einzelnen die Ideen, die irgendwie gar nicht übel sind, aber mich in der Umsetzung dann nicht richtig interessiert haben. So nach dem Motto, haben wir alles schon mal gesehen, auch alles schon von Moffat, und alles sehr viel besser von Moffat. Ich fühlte mich auch an die Übersättigung erinnert, die ich während der sechsten Staffel mit dem Thema "die wahre Bedeutung von Weihnachten ist die stärkste Kraft im Universum" emfpunden hatte. Und bei dem "sie ist weiblich, sie ist stark, sie ist eine Mutter!" Moment hat irgendwie RTD-mäßiges Fremdschämen eingesetzt, noch mehr als bei Madge's "Mama Bear" Moment im Wald. Als würde Moffat nicht mal mehr versuchen seine Steckenpferde in neues Geschenkpapier zu packen. Na herzlichen Dank auch.

      Wah, es kamen bei mir nicht mal Gefühle auf, als der Doctor Amy umarmt hat, und da ist definitiv was falsch dran. Vielleicht war ich auch nur nicht in Stimmung für die Folge, oder so gelangweilt vom Mittelteil, dass ich das Ende einfach nicht mehr genießen konnte. Na ja, Amy und Rory kurz wieder zu sehen, war aber schön, und ich mag Rorys Schmuddelfrisur.


      Aber dann mag ich die Weihnachtsspecial eh nie wirklich, also kann ich auch nicht sagen, dass ich massiv enttäuscht wurde.
      Also 3 Sterne von mir. Durchschnitt bis ausreichend.
      So viel dazu.

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    • Teylen schrieb:

      Was ich am Ende nicht verstand, wieso zu Amy?
      Ich mein er ist doch ein Timelord, und er hat einen ganzen Haufen Companions, auch solchen welche er nicht dahingehend taeuschte er sei tot.
      Wieso feiert er nicht mit denen Weihnachten? Ich meine die sind doch nicht weniger Familie als nun Rory und Amy?
      Nun und dann koennte er sich doch auch ein zeitnaheres Weihnachten aussuchen? Als wieder zwei Jahre spaeter?


      Ja, alle anderen sind weniger Familie. Der Doctor ist ja offenbar mit River verheiratet und wer sind deren Eltern? Genau ;) Noch Fragen?
      Und warum generell? Rennst du zu Freunden aus dem Kindergarten, die du 20 Jahre nicht mehr gesehen hast, wenn es dir beschissen geht und du nur Beständigkeit suchst? Also ich nicht. Ich gehe zu den Menschen, die mir vertraut sind. Zu wem hätte er denn gehen sollen deiner Meinung nach? Martha? Donna? Rose? Mickey? Jack? Alles Personen, die ihn so nicht kennen und denen er sich erstmal quasi erklären müsste.
      Zudem kann man so in 3 Minuten die Grundlage für Staffel 7 liefern, da Amy und Rory ja auch dabei sein werden.
      Und warum 2 Jahre später? Weil das wohl der Gag des 11. Doctors und Amy ist. Außerdem konnte Amy dann wieder 2 Jahre sauer sein, dass der verfluchte Doctor seinen Timelordhintern nicht zum blauen Haus mit der blauen Tür bewegt hat.

      "Did the cow creamer tell you to do this?"
    • Hab sie gerade gesehen und muss sagen, nicht die beste. Sie ist okay. Doch das letzte Special war um Welten besser. Die Kinder waren noch in Ordnung, die Mutter war für mich ziemlich blass. Und irgendwie wirkte sie für mich auch etwas fehl am Platz. Ich hab auch zwischen ausreichend und durchschnitt geschwankt und tue es eigentlich immer noch. Ich hoffe, es ist keine Prophezeiung für die siebte Staffel. Wardrobe fand ich doch recht schwach. Hatte Elemente, die nur drin waren, weil die Story sonst nicht funktionieren würde (die drei Soldaten und der Roboter), nicht, weil sie wirklich etwas beizutragen hatten.
      Es gab schon bessere Folgen, aber auch schon schlechtere.
    • Serienfan schrieb:

      Moffat bleibt seiner Linie treu. Leider. Der Doctor wird zum unkaputtbaren Übermythos. Hier darf er im Vakuum herumflattern, einen Sturz aus dem Orbit überleben und sich selbst zu einer Mischung aus Weihnachtsmann und Gute Fee erklären, die man sich nur herbeizuwünschen braucht, um Kinder glücklich zu machen. Der Doctor schwingt dann fleißig seinen Zauberstab und bastelt Geschenke, mit denen man zu anderen Planeten reisen kann. Eine kindlichere Doctor-Serie gab es nie, und es ist ein Jammer, dass mit dem zwangsläufigen Ende der "Sarah Jane Adventures" die bis vor kurzem einzige "reife" Serie im Whouniversum verschwunden ist, denn während "Torchwood" im schwulstigen Action-Drama versauert, verheddert sich "Doctor Who" mehr und mehr in gezielt überdrehtem Unfug.

      Sehr komisch, da die Serie nun eher durch kleine Momente (oder der Sieg des Kleinen) getragen wird, nicht wie bei RTD von einem megalomanen Einzelgänger, der mit einem Zauberstab alles löst. Gerade dadurch, dass nicht alles erzählt wird und Personen tiefe bekommen, ist die Moffat-Ära erwachsener als die Scherenschnitt-RTD-Zeit.

      Moffats Weltkriegskitsch nimmt in seiner Häufung allmählich ärgerliche Züge an. Gegen das, was Moffat hier an flacher Romantisierung von Kriegshelden und trauernden Witwen abliefert, wird ein Film wie "Captain America" ja regelrecht zum bitteren Kriegsfilmzynismus.

      Genau, Weltkriegskitsch, indem er die persönlichen Folgen von Krieg zeigt und nicht nur mit dem Holzhammer "NAZI" einhämmert. Ich denke mit Grausen an Turn Left, so klischeebeladenes gibt es selten.

      Die Story ist allenfalls belangloser Unfug. Weil ein Junge in den Wald kommt, bilden sich Weihnachtskugeln, die zu wandelnden Figuren werden und davoneilen, um irgendwo einen Turm zu bauen, wo sie darauf warten, dass ihnen irgendwann irgendwer dorthin folgt, der "stark" genug ist, um irgendwelche Baumseelen ins All zu transportieren, wobei dafür natürlich nur wenige Minuten Zeit bleiben, sodass die Mutter mit einem Robotergerät durch den Säureregen stapfen muss.

      Und wieder zeigt sich, wie wenig bei manchen hängen bleibt, wenn nicht alles wie z.B. im neuen X-Men-Film direkt erklärt wird. "Hallo, ich bin traurig!" "Oh, nein, du bist traurig, das macht mich jetzt auch traurig."

      Und als man am Ende erleichtert aufatmen will, weil mit Amys Auftauchen die Folge unerwartet aus dem Tal des tristen Kitsches herauszufinden scheint und einem mit sprühendem Witz zu unterhalten beginnt, setzt Moffat noch einen Kitschkübel drauf und zeigt die "Träne des Doctors". Da soll mir noch mal einer was vom RTD-Emo-Doctor erzählen.

      Ach, wenn man es nicht mit dem Holzhammer erzählt bekommt, scheint es nicht verständlich: Hier ist es ein sentimental froher Augenblick, eine Art Heimat bei der Familie zu finden, der Emo-Doctor fand alles ständig ungerecht. Wer da keinen Unterschied sieht, ist selber schuld.

    • Moffats Weltkriegskitsch nimmt in seiner Häufung allmählich ärgerliche Züge an. Gegen das, was Moffat hier an flacher Romantisierung von Kriegshelden und trauernden Witwen abliefert, wird ein Film wie "Captain America" ja regelrecht zum bitteren Kriegsfilmzynismus.


      Dir ist schon klar, dass die Narnia Erzählungen genau so anfangen? Moffat hält sich lediglich an die Vorlage.

      Den Rest verstehe ich nicht, da hast du wohl eine andere Folge gesehen, als ich. So war die Geschichte nämlich einfach nicht.
    • Serienfan schrieb:

      einen Sturz aus dem Orbit überleben
      Wenn der 10. Doctor ohne Schutz seinen Sturz in End of Time überleben kann, dann kann dieser Doctor in einem Anzug, der ihn repariert, auch einen Sturz aus dem Orbit ab.

      Teylen schrieb:

      Wieso feiert er nicht mit denen Weihnachten? Ich meine die sind doch nicht weniger Familie als nun Rory und Amy?
      Wurde schon oft drauf reagiert, aber hier nochmal ein anderer Ansatz: Er weiß, dass er diesen beiden nicht auf den Sack geht.

      Teylen schrieb:

      Ich mochte beide Kinder Darsteller nicht. Aber die Handlung war so okay.
      Ich fand die gerade im Vergleich zu sonstigen Kinderdarstellern in der Moffat-Ära sehr erträglich.

      Torian schrieb:

      und kein Freund von den Narnia-Chroniken bin.
      Ich auch nicht, deswegen war ich ganz froh, dass es keinen Messias-Löwen gab. ;)

      Moogie schrieb:

      "sie ist weiblich, sie ist stark, sie ist eine Mutter!"
      "Mother Christmas" fand ich dann aber wieder super.


      Torian schrieb:

      Das beste Christmas Special war natürlich A Christmas Carol.
      Eindeutig. Aber direkt danach hatte ich mir schon vorgenommen, die anderen Specials nicht vergleichend zu betrachten. Und das war wohl gut.
    • Serienfan schrieb:

      Moffat bleibt seiner Linie treu. Leider. Der Doctor wird zum unkaputtbaren Übermythos. Hier darf er im Vakuum herumflattern, einen Sturz aus dem Orbit überleben und sich selbst zu einer Mischung aus Weihnachtsmann und Gute Fee erklären, die man sich nur herbeizuwünschen braucht, um Kinder glücklich zu machen.

      Danke, das spiegelt auch genau meine Meinung wieder. Schon die ersten Minuten waren einfach sch...recklich.

      Da wurde die Folge dann wirklich erst am Ende besser, als Amy und Rory auftauchen, aber die Träne war wieder übertrieben.
    • @Scharfschütze: Aber genau wie der Fliegende Doktor, ist auch die Szene mit dem Raumanzug ziemlich dämlich.

      Und allgemein: Sowas wie eine "gute Fee, die man herbeiwünscht um Kinder glücklich zu machen", finde ich als Weihnachtsfolge nicht schlecht. Da hab ich nichts dagegen. Spinnenköniginnen, die im Erdkern wohnen und Weihnachten Mitte Juni, mit einer gröhlenden, dämlichen, nörgelnden Braut, die eine große Klappe, aber nichts drauf hat, finde ich da schon wesentlich schlechter.
      Auch, wenn mir diese Folge jetzt nciht so gefallen hat, war es wenigstens wieder eine Weihnachtsfolge, nicht eine Folge, die rein zufällig an Weihnachten lief.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Utopia ()

    • Serienfan schrieb:


      Moffats Weltkriegskitsch nimmt in seiner Häufung allmählich ärgerliche Züge an. Gegen das, was Moffat hier an flacher Romantisierung von Kriegshelden und trauernden Witwen abliefert, wird ein Film wie "Captain America" ja regelrecht zum bitteren Kriegsfilmzynismus.

      Ich bin auch grad verwirrt, wo du da übertriebenen Patriotismus und Verkitschung siehst? Zumal der Vater im Flieger grad mal 3 Minuten auf dem Bildschirm ist. Da hat man natürlich versucht möglichst viel Tapferkeit und Opferbereitschaft reinzupacken, damit dem Zuschauer der Mann Leid tut. ;)

      Utopia schrieb:

      Dir ist schon klar, dass die Narnia Erzählungen genau so anfangen? Moffat hält sich lediglich an die Vorlage.

      Den Rest verstehe ich nicht, da hast du wohl eine andere Folge gesehen, als ich. So war die Geschichte nämlich einfach nicht.

      Das kann ich allerdings genauso wenig nachvollziehen. Dass man etwas referenziert, heißt ja nicht, dass man es nicht besser machen kann als das original und etwas mehr den aktuellen Zeitgeist wiederspiegeln kann, als den von vor 50 Jahren. Klar, Narnia ist die klassische Kinderbuchreihe in UK, aber ich glaube kaum, dass die Kiddies das so lieben, weil es den zweiten Weltkrieg schön verkitscht, oder einen Jesuslöwen hat, sondern eher wegen den sprechenden Tieren und den jungen Protagonisten, die der bösen Hexe in den Arsch treten. Verkitschter Zweiter Weltkrieg ist nicht die Essenz von den Chroniken von Narnia und daher auch nicht das erste, was Moffat unreflektiert, un-geupdatet übernehmen sollte.

      Wie gesagt, ich sehe da keine allzu große Romantisierung, aber wenn sie da wäre, kann man sie IMO nicht mit "aber das Original macht das ja auch so" entschuldigen.
    • Also das ist jawohl eine ganz andere Diskussion. Es kommen immer Leute, die sagen, ja das und dies hätte man dann aber etwas abändern können. Der zweite Weltkrieg wurde gewählt, weil es die Vorlage hergibt. Hätte man zB. den Irakkrieg oder Afghanistan geholt, wäre die romantische Märchenatmosphäre dahin gewesen oder die Leute hätten sich dann beschwert, dass es nicht realistisch genug war. Also wenn man diese Diskussion anfängt, kann man gar ncihts mehr nehmen.
      Und weder in Narnia, noch in der Folge ging es um WW2, also ist es auch vollkommen egal, welcher Krieg stattfindet.
    • The Best Christmas Ever,
      das wurde auch schon letztes Jahr gesagt. Moffat versucht, sich quotentechnisch auf der sicheren Seite zu bewegen, indem er der Reihe nach die erfolgreichsten Geschichten der Weihnachtszeit abarbeitet. Nächstes Jahr kommt dann "Der Doctor und die Schokoladenfabrik" - Fans spekulieren bereits auf eine Rückkehr des Candy Man - und 2013 können wir uns dann schließlich freuen auf "Drei Haselnüsse für River Song".

      In den Chroniken von Narnia gelangen die Kinder durch den Kleiderschrank in eine vollständige, weit ausgedehnte andere Welt. Sie treffen dort eine Vielzahl unterschiedlicher Lebewesen, legen große Strecken zurück und bleiben viele Jahre. Sie werden zwischendurch zu Erwachsenen, finden irgendwann den Rückweg und verwandeln sich dann wieder in Kinder zurück.

      Von dieser komplexen Vorlage ist nur der verschneite Wald mit 3 Waldarbeitern und Wooden King und Wooden Queen geblieben. Ein anderer Zeitablauf wird zwar vom Doctor behauptet, Cyril ist dadurch 20 Minuten "voraus", der Effekt macht sich dann aber nicht weiter bemerkbar. Eine Neuauflage des "red waterfall" oder der "time bubble" blieb uns glücklicherweise erspart.

      Da ich alle im Vorfeld veröffentlichten Trailer, Clips und Pics verfolgt hatte, bot die Handlung für mich keine Überraschungen. Abgesehen von einem Spoiler über einen Old Doctor auf einem Canal Boat, den ich versucht hatte unterzubringen und der sich als Fehlinformation herausstellte, ist alles weitgehend so eingetroffen, wie ich es hergeleitet hatte.

      Fangen wir mit dem Raumschiff an, das laut doctorwhotv von einem anderen Raumschiff verfolgt wird. Ich blieb skeptisch und vermutete eine Art Unterbau des einen, einzigen Schiffes. Tatsächlich, es handelte sich offenbar nur um einen der Geschütztürme, die ausgefahren wurden, um den Eindringling abzuwehren.

      Die im Prequel angedeutete Vorgeschichte - eine beabsichtigte Invasion und der Doctor, der durch einen roten Button die Explosion des Schiffes auslöst - wurde wahrscheinlich bewusst weggelassen. Da von einer Besatzung des Schiffes nichts zu sehen ist, kann die Illusion aufrecht erhalten werden, dass in der Episode niemand stirbt.

      Aus dem Prequel wissen wir ebenfalls, dass der Doctor eigentlich von seiner Tardis getrennt war. Welch ein Wunder, dass er dann ausgerechnet in der richtigen Gegend abstürzt, damit Madge ihn zu seiner Police Box bringen kann. Bei dem Gag mit der echten Police Box hat man übrigens gemogelt. Dort müssten die Türen normalerweise nach außen aufgehen.

      Gemogelt hat man auch bei dem Cluedo-Spiel, das erst 1944 erfunden wurde und das der Doctor folglich trotz des authentischen Aussehens ebenso aus der Zukunft mitgebracht haben muss, wie auch die Plastik-Roboter. Und verrechnet hat man sich bei dem "three years later". Laut Synopsis spielt der Anfang der Episode im Jahr 1938. Das Beileidstelegramm stammt aber vom Dezember 1940. Nach meiner Rechnung sind das zwei Jahre. Allerdings sagt Madge dann, es sei 1941. Something is happening to time.

      Wie erwartet, haben Wooden King und Wooden Queen nur versucht ihren Wald zu beschützen. Die sich selbst schmückenden Weihnachtsbäume sollen abgeerntet und zu Säure verarbeitet werden. Deshalb lässt man dann aus Satelliten Säure auf die Bäume herabregnen. Das ist so absurd, dass es schon wieder gut ist.

      Die Fieslinge sind die drei Waldarbeiter, die dann allerdings auch menschliche Gefühle zeigen und ihre Waffen niederlegen. Madge hätte also den Weg der Verständigung weitergehen können. Der Einsatz ihres Revolvers war für den Verlauf der Handlung unnötig und äußerst unweihnachtlich, sollte aber wohl ihre Entschlossenheit unterstreichen.

      Cyril setzt sich den goldenen Ring auf. In jeder anderen Folge würde er dadurch drohen überlastet zu werden und auszubrennen. Der Doctor würde versuchen, sich selbst den Ring aufsetzen, um ihm dieses Schicksal zu ersparen. Madge würde ihm zuvorkommen und sich opfern.

      Aber, es ist Weihnachten und kann deshalb glimpflicher ablaufen. Der goldene Ring rettet die Baumsternlebewesen, ohne die Menschen zu gefährden. Madge kann durch ihre starke Mutterliebe dem Ring die benötigte Kraft zur Verfügung stellen und dann als "Mutterschiff" alle auch noch durch den Time Vortex zurück nach Hause lenken. Erinnert doch sehr an das Finale von Night Terrors und Closing Time.

      Es ist Weihnachten, auch Ehemann Reg hat deshalb erwartungsgemäß überlebt. Aber sein Copilot durfte dann nicht nochmal ins Bild. Warum kann ein Flugzeug, das einen Treffer erhalten hat und wegen Ausfall eines Propellers abstürzt, dann plötzlich sicher zurückfliegen, nur weil ein Stern die Richtung weist?

      Victory of the Daleks, Let's Kill Hitler, in einer englischen Fernsehserie ist der zweite Weltkrieg auch 70 Jahre danach immer noch ein Standardthema. Warum nicht auch mal Falkland, Afghanistan, Irak? Moffat bleibt auch hier lieber auf der sicheren Seite. Immerhin verspürt man nach der unsäglichen Glorifizierung der Spitfires endlich mal wieder kritische Untertöne und einen respektloseren Umgang mit Militarismus und Krieg, als Madge ihren Mann, der die Vorkriegspropaganda in der Zeitung liest, tadelt und als Cyril die Bombardierungen Londons kindlich naiv "exciting" findet.

      Ich bin mit der Episode durchaus zufrieden und schwanke wie üblich zwischen gut und sehr gut. Malerische Bilder, liebevoll gestaltete Örtlichkeiten, stimmige Charaktere, gelungene Wortspiele des Doctors. - Und weitere Fakten für den Story Arc.

      Mein Hauptinteresse galt der Frage, wie es nach The Wedding of River Song mit dem dort von Amy festgestellten Ageing des Doctors weitergehen soll. Von der jetzigen Episode hatte ich Aufklärung erhofft. Und Moffat hat mich nicht enttäuscht. Es geht jetzt tatsächlich chronologisch nach The Wedding of River Song weiter. Und dem Doctor ist das Ageing tatsächlich anzusehen !

      Da ich mir nicht vorstellen kann, dass man Matt Smith als jüngsten Doctor-Darsteller aller Zeiten ausgesucht hat, nur um ihn ab jetzt für die nächsten Jahre auf alt zu schminken, bedeutet das, dass es auch für ihn ein Endgame geben wird. Die nächste Staffel ist für ihn also die letzte, es sei denn, dass die Handlung irgendwann zu einer jüngeren Version des 11. Doctors zurückkehrt. Für diesen Fall würden wir uns momentan in einer Zeitlinie bewegen, die später ausgelöscht wird.

      Der Doctor schenkte Amy und Rory am Ende von The God Complex ein Haus. Es war vermutlich Herbst 2011. Zwei Wochen später in The Wedding von River Song, als sie von River Song erfahren, dass der Doctor noch lebt, wohnen Amy und Rory jedoch plötzlich wieder ganz woanders. Jetzt stellt sich heraus, dass für Amy und Rory inzwischen zwei Jahre vergangen sind. Genug Gelegenheit also für ein Ferienhaus zwischendurch. Amy und Rory stammen ab sofort aus unserer Zukunft. Es ist für sie gerade Weihnachten 2013/Neujahr 2014. Das sind die Vorboten des für sie bevorstehenden Endgames. Der Bezug zur aktuellen Gegenwart des Austrahlungstermins der Episode wurde für Amy und Rory aufgegeben.

      Der Doctor musste zunächst davon ausgehen, dass Amy und Rory noch nicht wissen, dass er seinen Tod überlebt hat. Ich hatte deshalb vorhergesagt dass der Doctor ein klärendes Gespräch mit ihnen führen muss:

      "Moffat kann uns über diesen Punkt bewusst im Ungewissen lassen und dies zum Thema der nächsten Staffel machen. Irgendwann muss es jedoch zu einem klärenden Gespräch kommen. Der Doctor merkt irgendwie, dass Amy und Rory sein Geheimnis längst kennen oder Amy merkt, dass der Doctor älter aussieht. Endlich ist es dann heraus und alle freuen sich, dass sie wieder offen miteinander reden können. Wenn wir Glück haben, geschieht es ja sogar jetzt schon in The Doctor, The Widow and The Wardrobe." ( Vorausstrahlungsthread, Post 27 )

      Balko teilte mir daraufhin mit: "Ich hätte mich selber schlagen können, den Dreck zu lesen." Nun, dieser "Dreck" ist inzwischen eingetroffen. Amy macht die entscheidende Bemerkung "so, you're not dead" und danach können sie befreit auflachen. Allerdings müssen Amy und der Doctor dazwischen noch kurz ihre Gefühle sortieren. Das Blickduell ist grandios. Das unübertroffene Original lief übrigens gerade erst auf Arte mit Laurel und Hardy in "Frischer Fisch".

      Ich hatte schon bei The Eleventh Hour vorhergesagt, dass auch der 11. Doctor wird weinen können. Hier war es dann jetzt deutlich zu sehen. Wird auch er jetzt als "Heulsuse" bezeichnet? Mit Begriffen wie "Dreck", um nur die harmloseren zu nennen, war man seinerzeit über den 10. Doctor hergefallen. Moffat setzt seine Linie fort, alles, was dem 10. Doctor vorgeworfen wurde, beim 11. Doctor in gesteigerter Form zu präsentieren.

      Da gab es z.B. diese erbitterte Debatte über den Sprung des Doctors aus dem Raumschiff der Vinvocci durch die Glaskuppel. Diesmal haben wir noch eine deutlich größere Fallhöhe. Der Kugelgestalt der Erde nach beginnt es weit oben im luftleeren Raum, wo sich der Doctor mit Schwimmbewegungen an den Raumanzug heranarbeitet. Die kinetische Energie, die der Doctor bei seinem Aufprall überlebt haben muss, kann man an der Druckwelle und der Größe des Einschlagkraters erahnen.

      Viel Spaß bei der weiteren Diskussion und frohe Weihnachten

      Radioactive Man


      ps.: Der Doctor hat - obwohl es bei Holz doch völlig nutzlos ist - in der Episode mindestens 18mal den Auslöser seines Sonic Screwdrivers betätigt, plus einige Male, bei denen es nur zu hören ist. Der 11. Doctor hat damit nach 28 Episoden bereits die Zahl von 200 erreicht. Herzlichen Glückwunsch.
    • Wenn man Private Ryan zeigt nicht, aber fliegende Teufelskerle, wie zB. in Hells Angels. Ja, hat er. Natürlich. Deshalb gibt es ja auch soviele Filme von. Romantik hat nichts mit Liebe zutun ;) Pirates of the Caribean ist auch ein romantischer Piratenfilm, obwohl echte piraten nichts mit so etwas gemein haben. :P
    • folge gerade gesehen und hier meine meinung:

      die ersten minuten waren ziemlich schlecht. der allesüberlebende doctor ist, wie damals bei tennant in ""end of time" einfach schlecht und bescheuert(seltsamerweise beschweren sich jetzt genau die leute darüber, die das bei tennant noch verteidigt haben, aber was weiss ich schon von "mit zweierlei maß messen").. wenigstens hatte er hier noch einen ausserirdischen raumanzug an, schlecht bleibt es aber trotzdem. das war reine effekthascherei um einen aufregenden trailer zu bringen.

      danach wirds zum glück etwas besser. die story funktioniert soweit ganz ordentlich(wenn man, wie im letzten jahr, ein paar regeln der serie ausser acht lässt). der frau hab ich zwar die trauernde witwe nicht so ganz abgenommen, allerdings waren die kinder ok bis gut. bill bayley fand ich leider etwas verschwendet, aber was solls. der verweis auf "androzani" fand ich cool und ein nettes gimmick, mehr aber auch nicht.

      die auflösung war dann voll mit kitsch(die "frau/mutter"-erklärung war schon, ich sag mal, gewöhnungsbedürftig) und dass der mann durch das licht überlebt dann doch etwas unglaubwürdig. allerdings ist es eine weihnachtsepisode und da darf das schonmal so sein und wenigstens hat keine queen auf dem dach gestanden und gewunken...

      für mich ist die episode ungefähr auf dem niveau wie "the next doctor", allerdings mit einem schöneren, "runderen" ende.

      der epilog mit den ponds war eine nette dreingabe und wenn der doctor einmal in 2 jahren eine träne verdrückt und merkt, dass er gerührt ist und sich freut, ist das was anderes, als wenn er vor seiner regeneration(oder beim tod des masters) in tränen ausbricht und stammelt(auch wenn ich die szene nur halb so schlimm finde wie viele andere hier). hier kommt es vorallem auf die dimensionen an, das ist der knackpunkt und nicht die tatsache des weinens an sich. hatte man damals aber auch versucht zu erklären.

      insgesamt reicht es aber dennoch nur für ein "durchschnittlich", allerdings mit tendenz nach oben.


      edit:
      ich denke, dass herr moffat so oft gerade den 2. weltkrieg(und nicht z.b. den irakkrieg) nimmt hat praktische gründe.

      a) gerade an weihnachten will man die zuschauer ja nicht an traurige dinge erinnern. der 2. weltkrieg ist schon relativ lange her und die irakkrieg-wunden noch ziemlich frisch.

      b)wie schon gesagt wurde, spielt die narnia-geschichte eben in diesem zeitraum. du argumentierst, dass du keinen grund siehst, gerade das nicht anzupassen. ich meine, ich sehe keinen grund daran was zu ändern, da der krieg an sich ja keine rolle spielt und so blieb man eben näher an der vorlage. ist doch ok so.

      c) im vergleich zum 2. weltkrieg ist der irakkrieg weit weg. im 2 weltkrieg wurde england selbt, d.h. die städte angegriffen mit unschuldigen, zivilen opfern auf englischer seite und da es eine englische serie ist, holt man doch dann genau dieses setting für eine emotionale bindung.




      Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!

      wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
      ist es ja doch ganz lustig!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Guy ()

    • Oha! Abgesehen von ein paar lustigen Bemerkungen und Insidern war das völlig wirr und langweilig! Für mich die bisher schlechteste Moffat-Episode. Ich fühle mich gar nicht motiviert, das jetzt noch näher zu analysieren, dann müsste ich mir das noch mal anschauen. Möglicherweise wann anders.
    • Guy schrieb:

      ich denke, dass herr moffat so oft gerade den 2. weltkrieg(und nicht z.b. den irakkrieg) nimmt hat praktische gründe.


      Moffat berücksichtigt in der Science-Fiction-Familieserie Doctor Who auch die Großeltern. Von denen viele bestimmt als kleine Kinder die Bombenwürfe der Deutschen Kriegsflugzeuge miterlebt hatten. Außerdem würde dann das Setting (Anfang 20. Jahrhundert) drumherum nicht mehr passen. Narnia passé!