3x05 - Evolution der Daleks (Evolution of the Daleks [Part 2])

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    • Nun gut, weiter geht´s mit dem zweiten Teil der Doppelfolge um die neue Evolutionsstufe der Daleks. Ich hoffte auf einen runden und plausiblen Abschluss. Und irgendwie war ja am Ende auch wieder alles so, als ob diese Geschichte nie stattgefunden hätte. Ok, es überlebte nur einer dieser goldenen Daleks und zwar Dalek Caan, da der sich erneut mit einem Notfallzeitsprung in Sicherheit bringen konnte. Aber er war wenigstens einer von den alt bekannten Daleks. Fies und als Pfefferstreuer. Wohin er flüchtete wurde nicht gesagt. Bestimmt sorgt er in Zukunft, als einziger Dalek, dennoch für eine Menge Ärger. Darauf freue ich mich schon jetzt. Hätten sie die Daleks endgültig vernichtet, wären ja die größten Feinde des Doctors verschwunden und das wäre dann kein würdiger Abschluss für diese Spezies gewesen.

      Dalek-Secs Weg bzw. seine Sichtweise war ungewohnt aber durchaus nachvollziehbar. Er wollte, dass seine Spezies überlebt und war bereit dafür auf Schutz und Stärke zu verzichten. Durch seine menschlichen Gene wurde er selbst immer menschlicher, was ihm jedoch am Ende zum Verhängnis wurde, denn seine Mitstreiter und eigentlich Untergebenen stellten sich gegen ihn. Dennoch war seine Vorgehensweise einzigartig und sogar der Doctor erkannte in diesem Hybriden-Plan eine Möglichkeit die Daleks als überlegene Bedrohung auszuschalten. Aus diesem Grunde half er Dalek-Sec. Die Auflösung bzw. Umsetzung war etwas merkwürdig mit all den Kabeln, Rohren, Flüssigkeiten, Gammastrahlen usw. aber ich will man nicht meckern. Der Plan wurde ja eh von den "normalen" Daleks vereitelt und der Doctor konnte den Prozess nur aufhalten, indem er irgendwie auf die Spitze des Empire State Buildings kletterte, diese Dalekplatten teilweise abmontierte und keine Ahnung, was genau er da noch machte. Jedenfalls waren die Hybriden keine 100%igen Daleks, sondern dem Doctor genetisch ähnlich und verweigerten sich schlussendlich den Befehlen ihrer Meister, was ihnen den Tod brachte.

      Am Ende überlebten jedenfalls Frank, Martha, Tallulah und sogar Lazlow musste nicht sterben, dank des Doctors. Den fand ich übrigens in dieser Folge sehr gut und überzeugend. Allerdings wunderte mich sein Mitleid für den einzig überlebenden Dalek ein klein wenig. Ok, er wollte keinen Völkermord verüben, aber dass er ihn verschwinden lässt, schien mir nicht geplant. Na ja, das war Chance Nummer 1 für Caan, und die hatte er vertan. Eine zweite wird er von dem Doctor gewiss nicht bekommen.

      Alles in allem ein solider Abschluss dieser ungewöhnlichen Geschichte und somit nur "Durchschnitt" in der Bewertung.
    • Evolution of the Daleks ist wohl definitiv der Tiefpunkt der 3. Staffel. Während der erste Teil zwar nicht gut, aber wenigstens noch anschaubar war, kommt hier jetzt der ganze Unsinn zusammen.

      Die Handlung spielt sich genau so ab, wie es zu erwarten ist. Der (immer noch schrecklich aussehende) Dalek-Hybrid will mehr menschliche Daleks machen und die anderen Daleks rebellieren dagegen. Der Doktor und die anderen fliehen nach Hooverville, nur damit Solomon (der im ersten Teil noch richtig viel Screentime hatte) dort dann in einer unglaublich offensichtlichen Szene erschossen wird und für den Rest der Handlung eigentlich egal ist.

      Außerdem stört mich, dass der Doktor hier überhaupt keine Angst mehr vor den Daleks hat, sondern sie sogar mehrmals auffordert, ihn zu erschießen. Das kriegen die Daleks aber nicht hin, sie sagen lieber 30x "You will be exterminated" und schießen dann nicht.

      Der Plan der Daleks ist auch reichlich bescheuert: Sie entführen Tausende von Menschen ohne überhaupt zu wissen, ob ihr Experiment gelingen kann und bauen das Empire State Building um die Energie eines Solar Flares (der in der Geschichte merkwürdigerweise wie ein Blitz aussieht) zu absorbieren. Aus irgendeinem Grund bringt Dalek Sec den Doktor dann auch in seinen Keller, um ihm seinen ganzen Plan zu erzählen und der Doktor entscheidet sich einfach mal so ihnen zu helfen. Die Daleks warten bis zur letzten Sekunde um Dalek Sec zu stoppen, weil es dramaturgisch gerade so passt und lassen ihn dann sogar noch am Leben, damit er sich später für den Doktor opfern kann.

      Die dalek-artigen Menschen, die sich eher wie Roboter als wie Daleks benehmen, finde ich auch ganz schlimm. Schließlich absorbieren die Hybriden auch noch Timelord-DNA dadurch, dass der Doktor an dem Stromleiter hängt und als wäre das nicht schon genug Unsinn, gehorchen sie deswegen dann dem Doktor.

      Am Ende müssen die Daleks natürlich wieder entkommen und weil es noch mal dramatisch sein soll, liegt Lazlo dann im Sterben, da die Schweinesklaven wohl alle nach 2-3 Wochen sterben. Warum sollten die Daleks Menschen extra in Schweine verwandeln, die dann auch noch nach 2-3 Wochen wegsterben, nur um sie dann als Sklaven zu verwenden? Das ist story-technisch einfach wieder richtig billig hingebogen.

      Die Story ist einfach ein zusammengewürfeltes Chaos aus zufälligen Ideen (Die Daleks bauen das Empire State Building, es gibt Menschen/Dalek-Hybriden, Hooverville, das Musical, die Liebesgeschichte), die in keinster Weise auch nur irgendwie gescheit zusammenpassen, geschweige denn gut ausgearbeitet werden. Martha und der Doktor waren hier auch nicht wirklich gut.

      2.5/10
      "We all have a universe of our own terrors to face"
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      "Entropy demands that everything will not be all right, but sometimes we can rage against the dying of the light"
      -The Seventh Doctor