3x13 - Der letzte Time Lord (Last of the Time Lords [Part 3])

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    • Naja, die Sehgewohnheiten haben sich ja schon etwas geändert. Heutzutage wird in HD gedreht, und auch das Niveau der Regiearbeit von Serien ist in den letzten 10 Jahren gestiegen. Man schaut Serien wie Game of Thrones oder Sherlock, und gewöhnt sich natürlich an die Qualität. Und mir ist in letzter Zeit, als ich nach vielen Jahren nun auch mal wieder einige der alten Folgen durch die One-Ausstrahlung geschaut habe, schon aufgefallen, dass der alte Fernsehlook und die manchmal etwas rumpelige Bild- und Szenenführung auf die Gesamtwahrnehmung drücken kann. Eher wenig bei guten Folgen wie "Family of Blood", aber bei sowas wie das Staffelfinale gestern, da wirken einige Szenen schon trashiger, als man sie damals empfunden hat.

      Und dann fehlen Dir natürlich die Hintergrundinfos von damals. 2007 und 2008 war die Zeit, als eben auch solche Nachrichten aufkamen, dass Showrunner Russell T. Davies auf einer Party verkündet hat, Adolf Hitler wäre ein toller Companion. Und dann wollte er eine Folge schreiben, in der die Harry Potter Figuren lebendig werden, aber da hat glücklicherweise David Tennant früh sein Veto eingelegt. Groß beworben wurde dafür, dass in Folge 1 von Staffel 4 Computertechnik aus Herr der Ringe zum Einsatz kommt. Und da hatte das Fandom schon das Gefühl, dass die Serie samt aller Beteiligten langsam aber sicher abhebt und vielleicht ein baldiger Führungswechsel nicht schlecht wäre. Auf jeden Fall war die Laune schlecht, und das hat sich bei einigen auch auf die Wahrnehmung der Folgen ausgewirkt. Es wurde sehr viel genörgelt damals, nicht immer zurecht. Und auch da ist es eben interessant zu sehen, wie nun jemand wie Du, der neutral an die Staffel herangeht, auf die Folgen reagiert...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Solus ()

    • Solus schrieb:

      Russell D. Davies
      Ich kaufe ein T :P

      Die Hitler-Geschichte ist mir neu. Geschmackloser Scherz, aber wenigstens nicht über den Sender gegangen wie eine bestimmte Textzeile am Ende von Liebe & Monster *brr*. Ich denke bei dem Potter-Quatsch wird auch Davies von vornherein klar gewesen sein, dass das schon allein aus rechtlichen Gründen eh nicht passieren würde.
      Es gilt zu bedenken, dass Zeitblase und Tütensuppe nicht das Gleiche sind.
    • ftde schrieb:

      Ich denke bei dem Potter-Quatsch wird auch Davies von vornherein klar gewesen sein, dass das schon allein aus rechtlichen Gründen eh nicht passieren würde.
      Nö. Der war lange sehr angetan von der Idee und wollte Rowling sogar als Gastrolle dabeihaben. Und da sage noch einer er hätte keine größenwahnsinnige Phase gehabt. Allerdings sollten nicht die Figuren auftauchen, sondern ein Alien sollte sich an Rowling festpappen und dadurch die Realität im Potter-Stil umgestalten. Also nicht mit bekannten Figuren, sondern "nur" mit Zauberstäben, Besen, Quidditch etc.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Cutec schrieb:

      ftde schrieb:

      Ich denke bei dem Potter-Quatsch wird auch Davies von vornherein klar gewesen sein, dass das schon allein aus rechtlichen Gründen eh nicht passieren würde.
      Nö. Der war lange sehr angetan von der Idee und wollte Rowling sogar als Gastrolle dabeihaben. Und da sage noch einer er hätte keine größenwahnsinnige Phase gehabt. Allerdings sollten nicht die Figuren auftauchen, sondern ein Alien sollte sich an Rowling festpappen und dadurch die Realität im Potter-Stil umgestalten. Also nicht mit bekannten Figuren, sondern "nur" mit Zauberstäben, Besen, Quidditch etc.
      Mir ist durchaus bewusst, dass er davon viel geredet hat und auch geschmollt hat, weil Tennant das blöd fand. Ich habe selbst davon in seiner Writer's Tale gelesen, nur die inhaltlichen Details hatte ich nicht mehr so genau parat. Ich bleibe aber bei meiner Einschätzung, dass er im Grunde selbst gewusst haben wird, dass es Quatsch ist - auch wenn er es nicht wie solchen behandelt hat.

      Mich erinnert das sehr an das Thema um Captain Jack und das Gesicht von Boe, um doch noch mal kurz auf die Folge zurück zu kommen. Auf diese Zeile war er besonders stolz, aber er war gleichzeitig sehr entschieden der Ansicht dass auf keinen Fall aufgelöst werden soll ob er es tatsächlich ist oder nicht, weil sie sonst ihren Reiz verlieren würde. Er hat es Autoren anderer Medien daher ausdrücklich untersagt, eine Klärung herbei zu führen.

      Ich glaube dass die Potter-Geschichte für RTD genau so vor allem als fixe Idee reizvoll gewesen sein wird. Nicht zugeben zu müssen, dass es eine solche ist, dürfte für ihn dabei das Sahnehäufchen sein.
      Es gilt zu bedenken, dass Zeitblase und Tütensuppe nicht das Gleiche sind.
    • ftde schrieb:

      Solus schrieb:

      Russell D. Davies
      Ich kaufe ein T :P
      Ich habe den Namen halt sächsisch ausgesprochen. :P Das lustige ist aber, dass ich nach dem Schreiben selbst gezweifelt habe, weshalb ich das mal schnell bei Google reinkopierte. Und siehe da, der erste Treffer führt zu imdb, also muss es schon stimmen. Hätte ich mal noch den zweiten Eintrag gelesen...

      Cutec schrieb:

      Allerdings sollten nicht die Figuren auftauchen, sondern ein Alien sollte sich an Rowling festpappen und dadurch die Realität im Potter-Stil umgestalten. Also nicht mit bekannten Figuren, sondern "nur" mit Zauberstäben, Besen, Quidditch etc.
      Also in dem Artikel, der dieses Jahr das Gerücht nochmal aufgegriffen hat, ist schon von den Figuren die Rede. Harry sollte mit den Doctor zusammen einen Bösewicht (Voldemort ?) in die Flucht schlagen. Aber es kann natürlich gut sein, dass es mehrere Versionen von dem Script gab. RTD musste ja schon einplanen, dass er vielleicht auch nur die Erlaubnis für ein Light-Crossover bekommt.
    • Solus schrieb:

      Naja, die Sehgewohnheiten haben sich ja schon etwas geändert. Heutzutage wird in HD gedreht, und auch das Niveau der Regiearbeit von Serien ist in den letzten 10 Jahren gestiegen. Man schaut Serien wie Game of Thrones oder Sherlock, und gewöhnt sich natürlich an die Qualität. Und mir ist in letzter Zeit, als ich nach vielen Jahren nun auch mal wieder einige der alten Folgen durch die One-Ausstrahlung geschaut habe, schon aufgefallen, dass der alte Fernsehlook und die manchmal etwas rumpelige Bild- und Szenenführung auf die Gesamtwahrnehmung drücken kann. Eher wenig bei guten Folgen wie "Family of Blood", aber bei sowas wie das Staffelfinale gestern, da wirken einige Szenen schon trashiger, als man sie damals empfunden hat.
      Ich achte auf solche Dinge, wie Szenenführung, Aufnahme- und Regiequalität gar nicht wirklich, da mich die Charaktere, Geschichten und musikalische Untermalung viel mehr interessieren. Solange diese Dinge stimmig sind, gefällt mir eine Serie meist ganz gut, selbst wenn sie mit Uralt-Techniken produziert wurde bzw. dies aufgrund ihres Alters zur damaligen Zeit nicht anders umzusetzen war. Irgendwie haben diese älteren Produktionen gerade durch ihre Machart ihren ganz eigenen Charme. Ich denke, dass man die Qualität einer Serie nicht an ihrer Herstellungsart, sondern an der Handlung und der Charaktere festmachen sollte.

      Ich brauche kein CGI- Feuerwerk oder wie auch immer diese Computertechnik heißt, womit man diese ganzen Monster und was weiß ich am Rechner erschafft. Natürlich bietet diese Technik jede Menge Möglichkeiten gerade im Sci-Fi-Bereich und ist auch nicht mehr wegzudenken, aber zu viel davon und verkehrt eingesetzt, kann eine Geschichte ganz schön runieren, finde ich. Meistens passiert es nämlich, dass diese Effekte in den Vordergrund rücken und der Kern der Story vernachlässigt wird frei nach dem Motto: Das werden die schon nicht merken, weil die Bilder so gut sind. Das finde ich dann immer doof.

      Solus schrieb:

      Und auch da ist es eben interessant zu sehen, wie nun jemand wie Du, der neutral an die Staffel herangeht, auf die Folgen reagiert...

      Ach so meintest Du das. Nun verstehe ich




      Don and the Bannermen schrieb:

      Mir fiel auf, dass Lucy in der letzten Folge ein blaues Auge hatte und auch hin und wieder humpelte. Wurde sie vom Master misshandelt?

      Das habe ich mich auch gefragt. Sie machte wirklich einen sehr verstörten und teilweise wahnsinnigen Eindruck. Würde mich nicht wundern, wenn der Master sie bloß wie ein schickes Anhängsel behandelt hätte. Aber vielleicht gehörte das auch einfach zu seinem fiesen, kleinen Plan dazu und es sollte nur danach aussehen, als wenn es ihr schlecht ginge. Oder diese Wunden entstanden bei seinem Seelenwandervorhaben. Könnte mir vorstellen, dass Lucy sich anfangs dagegen gewährt hätte. Wer weiß, wer weiß.
    • Mooncat schrieb:

      Solange diese Dinge stimmig sind, gefällt mir eine Serie meist ganz gut, selbst wenn sie mit Uralt-Techniken produziert wurde bzw. dies aufgrund ihres Alters zur damaligen Zeit nicht anders umzusetzen war.
      Das ist der springende Punkt. Ich schaue ja auch die ganz alten Doctor Who Folgen, und da stört es mich auch nicht, dass die Computereffekte ohne Computer gemacht wurden. Aber da passt das auch zum Gesamtbild. Staffel 1-4 der neuen Serie versuchte hingegen schon, so modern und teuer wie möglich auszusehen, und hat sich daran manchmal verhoben. Und da sehe ich so ein bisschen ein Problem. Aber gut, wenn es Dir nichts ausmacht, umso besser.
    • @Solus Das Writers Tale ist leider keines der Bücher die ich beim Auszug mitgenommen habe, aber dort war nach meiner Erinnerung wirklich nur von der Version die Rede die ich oben erläutert habe.
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      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Ich kenne das Gerücht nur so, aber kann gut sein, dass es in dem Buch anders geschildert ist. Wobei man nicht ausschließen kann, dass RTD den Plan vielleicht auch bewusst nachträglich in seinem Buch runtergespielt hat, weil er nach den Reaktionen von Tennant und sicherlich auch anderen Vertrauten selbst gemerkt hatte, dass das eine Schnapsidee war. Ich meine, die haben damals Prinz Charles gefragt, ob er im Titanic-Weihnachtsspecial mitspielen will. Da geben die sich doch bei einem geplanten Potterspecial nicht nur mit ein paar Besen und Zauberstäben zufrieden...
    • Achtung: Es ist kein im Nachhinein geschriebenes Buch, sondern der nachgedruckte Email-Verkehr (sobald RTDs Name fällt klingt das dreckig) zwischen ihm und Ben Cook, der zuvor schon regemäßig irgendwo veröffentlicht wurde. Ich hab mal die entsprechende Textstelle organisiert:

      RTD schrieb:

      But! I had an idea on holiday. Such a mad idea that I phoned Julie, to start setting
      it in motion. I was in the shower on Saturday morning (you may avert your eyes),
      thinking about how much I'd enjoyed that last Harry Potter book, how I'd love to
      write something like that, remembering that, back in 2004, I asked JK Rowling to
      write an episode of Doctor Who, though she politely declined, and reflecting that we
      can't possibly get someone to star in next year's Christmas Special who's as famous
      as Kylie... when all those things coalesced. BAM! I thought, don't ask JK to write a
      Doctor Who, ask her to be in a Doctor Who\ We've done Dickens, Shakespeare, Agatha
      Christie... why should kids think that all great authors are dead?
      Imagine it. A cold Edinburgh Christmas Eve. JK Rowling walking through the
      snow, pursued by a journalist. 'What are you going to write after Harry Potter? The
      difficult second album...' Later, JK sits down to write. At the same time, a Space Bug
      (maybe the same as Donna's time-psych creature in 4.11), probably put there by the
      Rita Skeeter-type journalist, leaps onto her back.2 ZAP.'JK's imagination becomes real!
      A world of Victorian magic replaces the present-day world. The Doctor arrives and
      has to battle through a world of witches and wizards, with wands and spells and CGI
      wonders, to reach JK Rowling at the heart of it all...
      That's either brilliant or more like a Blue Peter crossover. But worth trying. It's different,
      certainly. So, Julie is trying to set up a meeting with JK.
      Kapitel 6, Mail vom 29. Juli 2007, 21:48 Uhr
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    • Solus schrieb:

      Staffel 1-4 der neuen Serie versuchte hingegen schon, so modern und teuer wie möglich auszusehen, und hat sich daran manchmal verhoben. Und da sehe ich so ein bisschen ein Problem.
      Nenne mir doch bitte mal ein kleines Beispiel, schauen, ob wir wieder das selbe meinen ;)


      Nun, wo ich so darüber nachdenke, fallen mir diverse Momente ein, in denen ich diese Effekte für übertrieben und storykillend hielt. Gerade in der dritten Staffel. Ich glaube, dass ich diese Szenen in den einzelnen Reviews erwähnte, bin mir aber nicht sicher, ob unter diesem speziellen Aspekt oder unter verhunste Story.
      Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll, was ich meine. Hier mal ein Versuch: Von Beginn der New Series an, konnte ich den Unterschied zwischen Kulisse und nachträglich, computeranimierten und hinzugefügten Dingen erkennen, denn diese Übergänge waren teilweise sehr auffallend. Allerdings verbuchte ich das bisher immer unter "War zu der Zeit nicht anders möglich, also passt schon" und beschäftigte mich nicht weiter damit. Gerade in der ersten und zweiten Staffel fand ich, dass die Geschichten durch diese Technik eher unterstützt wurden, halt so, wie es sein sollte. In der dritten Staffel bemerkte ich dann eine Veränderung und in manchen Szenen kam es mir so vor, als wollte man unbedingt mit diesen Effekten auf den Putz hauen, was dann oftmals zu lasten der Geschichte geschah. Das gefiel mir natürlich weniger gut.
      Ich bin gespannt, wie das nun in der vierten Staffel ausschaut. Das kann ja theoretisch sogar noch schlimmer werden, wenn ich Deine Worte richtig interpretiere. Ohje, ich hoffe ja nicht. Vermutlich werde ich nun beim Schauen genauer darauf achten :whistling:
    • Also, wir hatten vor einer Weile mal ein Rudelglotzen mit zwei schlechten Folgen, einer frühen NewWho-Folge (könnte auch Torchwood gewesen sein) und Fuck The Forest aus Staffel 8 und bemerkten, dass die Alte aussah wie von den GZSZ-Kameraleuts, die Neuere aber von den Einstellungen sehr gut aussah. Da kann mir keiner mit Budget und moderne Technik kommen.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Die Umstellung auf HD macht schon was aus. Aber ja, das ist es eben, was ich meine. Kamera und Regie im Fernsehen hat in den letzten Jahren einen ziemlichen Sprung gemacht (übrigens auch bei GZSZ...äh, habe ich gehört). Damals hat sich keiner aufgeregt, dass Doctor Who wie eine...ja, für's Fernsehen gemachte Fernsehserie aussieht. Die anderen Serien sahen auch nicht besser aus. Und wenn man sich die aktuellen Folgen anschaut, hat man auch nicht das Gefühl, man würde etwas Überirdisches sehen. Es sieht meistens gut aus, wie aber andere Serien auch. Das Niveau ist gestiegen. Und komischerweise fällt mir das nicht so auf, wenn ich alte Serien aus den 90ern schaue, wohl aber bei Serien aus den 00ern. Vielleicht weil das eben die Übergangszeit war, in der man angefangen hat regelmäßig mit CGI zu arbeiten, mit Greenscreen und digitalen Kameras, und dafür wahrscheinlich auch recht junge Leute anwerben musste, die mit solchen neuen Techniken vertraut waren, denen es sonst aber an Erfahrung mangelte. Eventuell hat auch die Filmindustrie währen dieser Zeit versucht Geld zu sparen. Ich weiß noch, dass Lost mal eine Staffel lang billiger aussah, weil man auf ein preiswerteres Filmformat umgestiegen ist. Vielleicht ja auch ein Grund...

      Mooncat schrieb:

      Nenne mir doch bitte mal ein kleines Beispiel, schauen, ob wir wieder das selbe meinen ;)
      Schwierig. So gut habe ich die alten Folgen dann doch nicht mehr vor Augen, und irgendwie ist es auch mehr ein generelles Gefühl. Hmm...die Alterungsszene des Doctors sah albern aus und war viel zu lang, wahrscheinlich weil die Macher dachten, das wäre ein richtig moderner und cooler Effekt. Würde man heuzutage sicherlich nicht mehr so langziehen.
    • Thorsten Emma Junkie schrieb:

      Also, wir hatten vor einer Weile mal ein Rudelglotzen mit zwei schlechten Folgen, einer frühen NewWho-Folge (könnte auch Torchwood gewesen sein) und Fuck The Forest aus Staffel 8 und bemerkten, dass die Alte aussah wie von den GZSZ-Kameraleuts, die Neuere aber von den Einstellungen sehr gut aussah. Da kann mir keiner mit Budget und moderne Technik kommen.
      Das war mit Love and Monsters und Fear Her, Fuck the Forest war dann der spontane Zusatz.
      "That's it! Now I understand: Everyone in the universe is the Doctor. Everyone … except me."
    • Puh... zum ersten Mal hat mich RTD stark enttäuscht.

      Zur Information: Bin wegen Netflix ein "Kind" der Moffat-Ära und erarbeite mir nun erst nach und nach die ersten Jahre von NewWho. Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, haben mich sowohl Staffel 1 und 2 begeistert (wenn ich auch den Neunten Doctor bei Weitem bevorzuge) und mit dem Eindruck zurückgelassen, dass RTD einen Staffel-Story-Arc mit dem dazugehörigen Finale besser und ausgewogener aufzubauen vermag als Moffat.

      Tja, Pustekuchen! Fast alles an dieser Folge ist Käse.

      Zum Beispiel die komplett unnötige Transformation des Doctors in ein kleines, hässliches und aus heutiger Sicht dürftig animiertes Etwas.
      Dann die uninspirierte und völlig überzogene Auflösung, dass es als Lösung für alle Probleme ausreicht, dass die ganze Welt an den Doctor denkt. Viel zu kitschig und esoterisch für eine Science-Fiction-Serie.

      Hier hat RTD etwas verwechselt: Ja, Doctor Who kann gerne die Botschaft vermitteln, dass jeder noch so scheinbar unbedeutende Mensch eine verändernde Kraft besitzt und ein kleiner Gedanke eine große Wirkung haben kann.
      Aber wenn die ganze Erdbevölkerung wie in Trance den Namen des Doctors murmelt, wirkt sie dadurch umso mehr auf fremde Initiative angewiesen und das Ganze bekommt etwas Religiöses und auf eine gewisse Art nahezu Faschistisches.
      Der Doctor als Heilsbringer und Übermensch, der zwar auf der guten Seite steht, aber die Menschen letztlich nur das verklärte Vertrauen in eine höhere Kraft lehrt. Auch eine Form der selbstverschuldeten Unmündigkeit, um es mal philosophisch zu überspitzen.

      Um alldem noch die Krone aufzusetzen, packt der Autor am Ende die billige Trope des Reset-Buttons aus, der mir durch ähnliche Enden in der Moffat-Ära sowieso schon zum Hals heraushängt, hier aber noch dreimal so schlecht umgesetzt wurde.

      Ach so, und die wahre Identität der Toclafane: In meinen Augen zu timey-whimey für ein Staffelfinale (ich weiß, viele mögen den Ausdruck nicht, aber er ist jetzt der Einfachste, um diesen Sachverhalt zu beschreiben) und irgendwie auch zu verstörend.

      Mich trifft all das besonders, da ich den Twist am Ende von "Utopia" genial, "Sound of Drums" eine super Folge fand und den Simm-Master liebe.

      Alles in Allem scheint mir dieses Finale alle negativen Eigenschaften und keine einzige positive Eigenschaft eines typischen Moffat-Finales zu besitzen. Und die negativen Eigenschaften auch noch in dreifacher Ausführung.
      We're thirty thousand light years from galactic central point
      We go round every two hundred million years
      And our galaxy is only one of millions of billions
      In this amazing and expanding universe!