3x13 - Der letzte Time Lord (Last of the Time Lords [Part 3])

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    • Ein Jahr ist vergangen und der Master herrscht immer noch auf der Erde...

      Eigentlich erstmal ein interessantes Setting, das dann aber komplett verschwendet wird.
      Die Handlung ist eigentlich schon in den ersten 25 Minuten abgehakt und die sind eigentlich auch ganz ansehbar. Klar gibt es da auch schon einige Unsinnigkeiten, wie z.B. den Doktor, der zu Dobby dem Hauselfen mutiert, aber grundsätzlich ist dieser Teil der Folge für mich immernoch Durchschnitt. Ist zwar sehr action-lastig, kann man sich aber gut ansehen.

      Das ganze "1 Jahr später" wirkt allerdings sehr konstruiert und hingebastelt. Würden der Doktor und co. wirklich erst nach einem Jahr einen Fluchtversuch wagen? Würde der Master genau nach einem Jahr und genau zu dem Zeitpunkt, zu dem Martha ihn töten will, den Doktor nochmal veraltern, weil ihm langweilig ist? Sowieso finde ich den Simm-Master hier wieder recht überzogen, da hat er mir im ersten Teil noch besser gefallen.

      Außerdem war die Auflösung mit den Toclafane irgendwie sehr... naja. Es gibt eine schockierenden Enthüllungsmoment, in dem Martha herausfindet, dass sie eigentlich die Menschen der Zukunft sind und gleichzeitig sagt der Master dann noch: "Die Menschen sind die größten Monster". Was für ein Schwachsinn. Warum sollten die Menschen der Zukunft sich jetzt plötzlich in solche Kugeln einbauen und alle ohne Motivation zu Massenmördern werden? Wird natürlich nicht erklärt, denn die Handlung ist ja grundsätzlich egal, hauptsache man hat ein paar schockierende Momente. Eigentlich ist die Folge nach den ersten 30 Minuten auch schon vorbei, danach wird dann nur noch alles unnötig gestreckt.

      Aber ab der Szene, in der Martha auf den Master trifft, fällt die ganze Folge in sich zusammen.
      Nicht nur nervt Martha mit ihrer Anschmachterei des Doktors, jetzt hat der Doktor sie sogar damit beauftragt, die Leute so zu "missionieren", dass sie an den Doktor glauben, damit dieser dann fliegen kann, unsterblich wird, Telepathie erlangt und schlußendlich in Jesus-Pose auf den Master zuschweben kann und ihm vergeben kann. Ja, richtig. Er umarmt den Master und vergibt ihm nachdem der Master 1/10 der Erdbevölkerung ausgelöscht hat und ein Jahr eine Schreckensherrschaft über die Erde gelebt hat.
      Gut fande ich allerdings die Beziehung von Lucy Saxon zum Master und wie diese ihn dann auch schlußendlich erschießt.
      Schließlich weint der Doktor noch um den Master, während der Master total unmotiviert einfach mal einen Selbstmord begeht, nur damit es wieder eine gezwungen emotionale Szene gibt.

      Und nachdem RTD mal wieder alles größer und bunter wollte, hat er sich jetzt schon wieder in eine Ecke geschrieben und benutzt wieder einen Deus Ex Machina zur Auflösung der Handlung. Und weil man dann noch 3 Minuten übrig hatte, erzählt Captain Jack dem Doktor und Martha dann, dass er das Gesicht von Boe ist. Macht ja auch total Sinn...
      Die Endszene mit Martha gefällt mir dann aber wieder sehr gut.

      Last of the Timelords hat viel Action, wenig Inhalt und vorallem wenig sinnvollen Inhalt. RTD hat versucht, hier so viele schockierende Momente wie möglich einzubauen, ohne darauf zu achten, ob diese auch wirklich irgendeinen Sinn ergeben.

      3.5/10
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mythril ()