4x02 - Die Feuer von Pompeji (The Fires of Pompeii)

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    • Die Idee hinter "Fires of Pompeji" gefällt mir eigentlich ganz gut, aber bei der Umsetzung ist leider so circa alles schiefgegangen.

      Das fängt schon bei der Darstellung von Pompeji und der Römer an. Der Sohn der Familie hat einen Kater, weil er zu viel getrunken hat, pöbelt rum und sagt seinen Eltern "get off", während die Tochter am Ende in zu kurzen Klamotten ihre Freunde trifft. Damit hat man eigentlich schon die komplette Authentizität der Folge zerstört, allerdings ist das noch nicht mal mein größter Kritikpunkt an der Folge.

      Die Handlung an sich ist auch schon sehr konstruiert. Caecillius kauft die TARDIS, weil er sie für Kunst hält, der Doktor lässt mit dem Sonic Screwdriver Steinplatten umfallen und weil die Sisterhood wohl irgendwie auch noch eine Rolle spielen musste, nehmen sie Donna gefangen und der Super-Doktor weiß natürlich direkt wo sie ist und befreit sie dann wieder. Außerdem laufen Donna und der Doktor in einem Vulkan herum (Ja, in einem Vulkan) und werden später hunderte von Metern in die Luft geschleudert und steigen dann ohne einen Kratzer aus dem Felsbrocken heraus.

      Die Sisterhood, die über ihre Hände kommuniziert (was übrigends überhaupt nicht erklärt wird) ist ganz nett, aber im Endeffekt nur ein billiger Abklatsch der Sisterhood of Karn. Genauso wie die Erdbeben-Szene wirklich 1:1 aus Mary Poppins geklaut ist. Es war zwar ganz nett Peter Capaldi und Karen Gillan zu sehen, aber ihre beiden Rollen waren doch irgendwie total verschenkt.

      Das "emotionale Dilemma", auf das die Folge hinarbeitet und das auch von einer der Sisterhood als "the most terrible choice" bezeichnet wird, ist Unsinn. Der Autor wollte wohl eine Art Trolley-Problem darstellen, aber der Kern dieses Problems ist es ja, dass dann aufgrund der eigenen Entscheidung ANDERE Leute sterben. Hier hat der Doktor die Entscheidung zwischen:
      a) Die ganze Welt (inklusive Pompeji) stirbt
      b) Pompeji stirbt
      Ist doch offensichtlich, welche Option er da wählt.

      Donna ist als Companion immer noch nicht überzeugend. Sie ist immer noch recht dumm (Lowlight-Szene: Sie fragt die Römerin ob sie mit ihren Freunden in Shops rumhängt), respektlos gegenüber dem Doktor und wirkt irgendwie total unecht. Am schlimmsten war die Szene, als die Sisterhood sie gerade opfern will und sie das nur mit einem "You have got to be kidding" kommentiert. Was sollte das denn? Der Doktor ist auch wieder viel zu hektisch, wirft mit Catchphrases um sich und dass er die Monster einfach mit einer Waffe abschießt (Ja, es ist eine Wasserpistole, fügt den Monstern aber doch Schaden zu und kann sie sogar töten) finde ich auch sehr un-doktorisch.

      Warum der Doktor am Ende die kleine Familie nicht einfach mitnimmt und Donna erst aus irgendwelchen Gründen emotional zusammenbrechen muss, damit er es tut, habe ich auch nicht ganz verstanden. Achja, damit er dann nochmal wieder kommen kann, während Donna hinter ihm die Scheinwerfer in der TARDIS anschmeißt und er ganz cool "Come with me" sagen kann. Nein, danke.
      Am Ende versöhnen Donna und der Doktor sich noch in der TARDIS und der Doktor meint zu Donna, dass er manchmal jemanden braucht und sie in der TARDIS wilkommen ist. Er braucht also manchmal jemanden der einem die Verantwortung für alle Tode, die er nicht verhindert hat, aufdrängt? Super!

      3.5/10 Ich geh jetzt "Fires of Vulcan" hören.
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"