4x08 - Tödliche Stille (Silence In The Library [Part 1])

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    • Wow, Die Bibliothek war ja mal der absolute Wahnsinn. Im positiven Sinne versteht sich. Schöne antike Architektur und dennoch modern, mit all den gesammelten Werken, die jemals verfasst wurden. Ein ganzer Planet voller Wissen und Unterhaltung. Ein Paradies für jede Leseratte. Könnte ich mich wohlfühlen. Wären da bloß nicht diese unheimlichen Schattenwesen, die einem in Nullkommanix das Fleisch von den Knochen fraßen. Obwohl mal die Vashta Narada nicht zu Gesicht bekam oder vermutlich gerade deshalb, sorgten sie für Gänsehaut und Gruselfeeling.

      Die Geschichte rund um das kleine Mädchen, das sehr gut gespielt wurde, war anfangs ziemlich spannend. Doch mittendrin vermutete ich rasch, dass sie für das Sichern der Vermissten verantwortlich war. Das wiederrum konnte nur bedeuten, dass sie die Bibliothek oder zumindest mit ihr verbunden sein müsste. Wie sonst hätte Donna in diesen Informationsroboter kommen sollen?! Denn immerhin gingen ihre Daten beim Teleport zur TARDIS verloren. Diese Idee mit den echten menschlichen Gesichtern in den Infostatuen fand ich einerseits ziemlich originell und anderseits recht unheimlich. Stell sich mal einer vor, dass man da von wem angeguckt würde, den man kannte. Gruselig.

      Jedenfalls kam es mir so vor, als sollte in dieser Folge in erster Linie ein neuer Charakter eingeführt werden und zwar River Song. Eine mysteriöse Archäologin, die den Doctor scheinbar in seiner persönlichen Zukunft erst noch begegnen wird. Dementsprechend wusste sie eine Menge über ihn und er hatte keine Ahnung, mit wem er es zu tun hatte. Es war interessant dem Doctor bei diesen Interaktionen zuzusehen, denn so irritiert und aus dem Konzept gebracht, erlebte ich ihn bisher selten. Allerdings erweckte River Songs Verhalten ziemlich schnell den Eindruck, dass zwischen den beiden in Zukunft ein sehr vertrautes Verhältnis besteht. Jetzt hatte der Doctor Rose endlich überwunden, das mit Martha geklärt, mit Donna bloß ne Freundschaft und nun schleppen sie eine Frau aus seiner Zukunft an. Na mal schauen, ob man im zweiten Teil etwas mehr erfährt.

      Obwohl das Wort "Spoiler" durchaus seine Berechtigung im Hinblick auf die Zukunft hatte, wurde es mir viel zu oft erwähnt. Als Zuschauer kann man sich doch denken, dass viele Dinge nicht offenbart werden, weil sie ganz offensichtlich in zukünftigen Folgen noch behandelt werden. Da hätte man nicht ständig wieder drauf hingewiesen werden müssen. Oder sollte das ein Gag darstellen? Na ja, ich fand es beim ersten Mal lustig und danach eher nervig.

      Mhm ansonsten fällt mir nichts weiter ein zu dieser Episode. Der Cliffhanger war irgendwie keiner, denn ich sah Donna nicht als verloren. Immerhin hatte sie bisher nichts auf ihrem Rücken, also konnte sie noch nicht gestorben sein. Zudem waren die Vermissten ja noch nicht gefunden und da zählte sie nun zu.

      Alles in allem war "Tödliche Stille" unterhaltsam und gruselig. Trotz der wunderschönen Bibliothek und den Vashta Narada reichte es nur für den oberen "Durchschnitt", da mir sie Story etwas zu dünn war im Vergleich zu anderen. Mal schauen, welches Ende die Geschichte im zweiten Teil nehmen wird.
    • Jay, endlich mal wieder eine gute Doctor Who Folge! Im Vergleich zu den drei vorrangegangenen Moffat-Folgen zwar eher enttäuschend, aber trotzdem definitiv gut.

      Das Setting und die Darstellung der Bibliothek sowie die Vastha Narada finde ich beide sehr interessant und gruselig. Auch das "Ghosting" ist eine durchaus interessante Idee, hat allerdings nicht mehr so einen hohen Gruselfaktor, da wir das bei Moffat ja schon oft genug hatten.

      Der Doktor gefällt mir hier definitiv besser als im Rest der Staffel, hat aber trotzdem noch seine hyperaktiven Momente und sagt ein paar Mal zu oft "I'm so sorry". Insgesamt war er hier in dieser Folge aber tatsächlich gut. Und sogar Donna ist mir hier (das erste Mal überhaupt) richtig sympathisch.

      Die ganze River Song Geschichte mit dem Tagebuch ist sehr interessant, während sie als Charakter eher nur "ganz nett" ist. Die anderen Nebencharaktere sind okay, allerdings hat mich das klischeehafte Dummchen, auf das niemand hört, wirklich gestört.

      Das Mysterium um Cal und die Bibliothek ist gut aufgebaut und die Dialoge und der Humor ("Other Dave") stimmen einfach. Allerdings ist der Plot irgendwie recht dünn und Moffat benutzt hier viele alte Ideen wieder und so ist die Folge nicht so genial wie seine anderen bisherigen Geschichten, sondern "nur" Gut. 7/10
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"