4x18 - Das Ende der Zeit (Teil 2) (The End of Time [Part 2])

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    • Mhm, das sollte nun also der Abschluss des 10. Doctors gewesen sein. So sehr ich mich auch bemühte, irgendwie konnte ich diese Doppelfolge nicht wirklich ernst nehmen. Da hatte RTD schon so viel Zeit, um ein vernünftiges Ende zu schreiben und dann kam sowas dabei raus. Na ja, gewundert hat es mich jedoch auch nicht, denn die letzten Finals, die vergangene Staffel und die Specials zeigten ja bereits recht deutlich RTDs Vorlieben und in welche Richtung es gehen würde: Viele Effekte, wenig Handlung und ein komischer Doctor.
      Dabei mochte ich David Tennants schauspielerische Darbietung eigentlich sehr. Seit "Utopia" jedoch nahm die allgemeine Charakterentwicklung des Doctors, in meinen Augen, eine ziemlich bescheidene und schräge Wendung mit der ich wenig anfangen konte. Hier und da gefiel mir der Doctor zwar noch ganz gut aber generell bin ich froh, dass es nun eine neue Inkarnation geben wird. RTD hatte es tatsächlich geschafft mir den 10. Doctor madig zu machen. Gut, dass er das Zepter für diese Serie weiterreichte. Schade, dass David Tennant solch einen Abgang erhielt.

      Nachdem nun schon bereits die Zukunft der Menschheit, die Erde, sowie das gesamte Universum bedroht waren, gab es dieses Mal sogar noch eine Steigerung: Die Zeit selbst war dem Ende nah und alles, was war, ist und sein wird, sollte verschwinden. Und das bloß, weil die Time Lords aus dieser Zeitblase, in die der Doctor sie verbannt hatte, ausbrachen und samt Gallifrey zurückkehren wollten. Aha. Denen war wohl der Zeit Krieg zu Kopf gestiegen. Ich dachte bisher, dass die Time Lords zu den Guten gehörten aber da habe ich mich wohl getäuscht. Wie der Doctor selbst sagte: Er wollte sie so, wie er sie immer darstellte in Erinnerung behalten, weil die Realität gänzlich anders aussah.
      Schick sahen diese Gallifreyaner ja aus in ihren Roben. Wobei mich die Klamotten und deren Senat sehr an den von Coruscant erinnerten. Nur diese Seherin passte mit ihrem krausen Haar und ihrer komischen Gesichtsbemalung nicht so wirklich in die Runde. Ich fragte mich eh, wofür die eine Seherin brauchten, wenn sie doch selbst alles sehen und scheinbar beeinflussen können. Davon mal abgesehen, war es den Time Lords nicht eigentlich verboten sich so massiv in die Zeit einzumischen oder habe ich da was falsches im Kopf? Gehörte wohl zu den Veränderungen.
      Immerhin stimmten zwei des Senats gegen diese Rückkehr und die geplante Zukunft auf Kosten anderer. Die beiden durften dann wie weinende Engel hinter dem Lord Präsident herdackeln. Es waren ein Mann und eine Frau. Allerdings wurde nur die Identität der Frau gezeigt. Sie entpuppte sich als diese mysteriöse Dame, die ständig zu Wilfred gesprochen hatte. Interessant war dann der Moment, als sie sich dem Doctor offenbarte, er sie erkannte und sie ihm per Blicke deutete, was er zu tun hatte. Sie weinte und er war voll Traurigkeit. Also war sie wohl irgendeine wichtige Person in seinem Leben. Während der Doctor den Plan ausführte, spielte sie wieder den weinenden Engel. Leider wurde nicht aufgelöst, wer sie oder der andere Mann war. Er könnte der zukünftige Doctor gewesen sein, von Haaren und Größe her. Aber bei ihr habe ich keine Vermutung. Vielleicht wird das irgendwann mal aufgelöst. Denn sonst hätte man diese beiden nicht auflaufen lassen müssen.

      Diesen Handschuh, den der Lord Präsident da trug, war das einer von denen, die auch bei Torchwood eine Rolle spielten? Sah mir jedenfalls danach aus. Na irgendwie war der Auftritt der Time Lords unwichtig, denn am Ende war es wieder so, als wäre all das nicht geschehen. Wofür hatte man sie denn dann überhaupt geholt? Etwa um den Handlungsbogen des Masters zu beenden? Unwahrscheinlich, denn der verschwand bloß einfach. Wohin, blieb der eigenen Phantasie überlassen.
      Wobei mich bis auf John Simm nichts an den Master erinnerte. Die Idee, dass er zurückkehrte, war ansich ja nicht schlecht. Ich fand es sogar nachvollziehbar, dass er in diesem Ring steckte. Aber alles andere, sprich von der Wiederauferstehung, bin hin zu seinem allgemeinen Verhalten, speziell diesen Fressattacken, das Fliegen, diese Skelettkopfgeschichte, seine blonden Haare und dieses Blitze-Schießen, erinnerten mich eher an einen Marvel-Film anstatt an den Master oder Doctor Who. Traurig, dass dieser Charakter so dargestellt wurde. Wahnsinn gehörte zu ihm, schon klar und auch ok, wobei es schon ein starkes Stück war, dass er nur wegen der Time Lords so tickte. Er rächte sich ja auf seine Weise am Ende dafür. Aber den Wahnsinn konnte Simm auch so gut rüberbringen, sodass dieser ganze andere Schnickschnack überflüssig und nur Effekthascherei war. Und diese Auflösung, dass diese Trommelschläge, die der Master stets in seinem Kopf hörte, gar keine Trommel, sondern der Herzschlag eines Time Lords war, fand ich ziemlich dämlich. Das hätte dem Kerl doch auffallen müssen beim genauen Hinhören. Die Erschaffung seiner Masterrasse erinnerte dann schon eher an den bekannten Master, doch die Umkehrung dieser, dennoch unnützen Verwandlung, durch den Handschuh des Lord Präsidenten wirkte einfallslos. Da gingen RTD wohl Zeit und Ideen aus. Schade. Hin und wieder, gerade in den Gesprächen mit dem Doctor, wirkte der Master dann doch etwas vertrauter.

      Der Doctor hätte in seiner Regenerationsfolge ja eigentlich der Hauptakteur sein sollen aber irgendwie rannte ihm fast jeder den Rang ab. Ok, sein "Hier-bin-ich-und-ich-bin-der-coolste-Typ-im-Universum"-Auftritt bei den Oods war ziemlich auffällig. Was sollte bitte der Blödsinn mit dem Funkschloss für die TARDIS? Das war nicht lustig, sondern doof. Ood Sigma reagierte genau richtig.
      By the Way, der verschneite Ood-Planet sah so weiterentwickelt optisch sehr schick aus. Es war schön diejenigen wiederzutreffen, die dem Doctor das Ende seines Liedes verkündet hatten. Leider verhielt sich der Doctor den ältesten Ood nicht sonderlich respektvoll gegenüber. Sie teilten mit ihm ihr Wissen, ihre Gedanken, sowie ihre Sorgen und er ließ sie ohne Erklärung stehen. Schade fand ich auch, dass sie keine weitere Rolle mehr in dieser Geschichte spielten. Anfangs wurde noch gesagt, dass die Entwicklung der Ood viel zu schnell vorran schritt, als sie eigentlich sollte. Doch nirgens wurde darauf erneut eingegangen.

      Zurück zum Doctor. Dass der seine anstehende Regeneration als Tod betrachtete, wunderte mich nach dieser Charakterentwicklung nimmer. Ebenso wenig seine weinerliche Art, wenn es um dieses Thema ging, welches er selbst ziemlich oft zur Sprache brachte. Schon ironisch, dass er gerade mit Wilfred darüber so offen redete.
      Oh, was habe ich gejubelt, als ich den alten, wunderbaren Kerl mit der roten Mütze wiedersah. Der brachte trotz seines Alters Schwung in die Runde. Gerade zu Beginn, als er sich auf die Suche nach dem Doctor machte. Senioren aus London vereinigt euch! Silberhaartrupp auf der Suche nach dem mysteriösen Fremden :lach: Ok, diese Minnie war dann schon ziemlich crazy mit ihrer Hintern-Tätschel-Aktion aber die Grundidee von Wilfred mochte ich. Immer, wenn er auftauchte, stieg für einen kurzen Moment das Niveau ein klein wenig. Tragisch, dass seine Verbindung zum Doctor ausgerechnet darin bestand, dass er für dessen Regeneration verantwortlich war. Der Doctor opferte sein Leben, um einen alten Freund zu retten. Irgendwie passte das, denn vorher waren es immer die anderen, die ihr Leben für den Doctor opferten und nun sollte es andersherum sein. Eigentlich nur fair. Unfair hingegen war des Doctors Verhalten Wilfred gegenüber, bevor er diesen aus der Kammer holte. Kurzum, der Doctor war ein Blödmann. Diese Ansprache hätte nicht sein müssen. Rührend, dass Wilfred bereit war zu gehen, damit der Doctor sein jetziges Ich behalten konnte. Das ist wahre Größe. Aber war ja klar, dass der Doctor das nicht zulassen würde.
      Ich mochte Wilfred als Begleiter aber selbst er konnte diese Doppelfolge nicht retten. Hin und wieder gab es ein paar nette Momente mit dem Doctor aber die wurden von den ganzen anderen wirren Dingen überschattet. Die führe ich nun aber nicht auch noch auf.

      Die Abschiedstour des Doctors vor seiner Regeneration fand ich langatmig. Sie wirkte auf mich so, als sollten alle Charaktere, Aliens und sogar Musikstücke nochmal einen letzten Auftritt erhalten.
      - Jack in einer Weltraumbar? Ok, nachvollziehbar nach Kinder der Erde, aber das Verkuppeln mit Alsonso? Doof.
      - Martha und Mickey auf Sontaranerjagd? Als Ehepaar und Freiberufler? Wieso? Doof
      - Rose, die er am 1. Januar 2005 traf. Ok, das machte schon Sinn, denn hier schloss sich der Kreis und theoretisch hätte man wieder bei "Rose" anfangen können.
      - Donnas Hochzeit. Endlich durfte sie heiraten, das war der Plan von Anfang an gewesen. Man erinnere sich an "The Running Bride" Außerdem konnte er sich hier von Wilfred verabschieden.
      Donnas Entwicklung hingegen, sagte mir nicht ganz so zu, denn sie war ziemlich inkonsequent. Erst wurde gesagt, dass ihr Gehirn verbruzzelt, wenn sie sich erinnert, zack, sie erinnerte sich und fiel bloß in einen tiefen Schlaf und das natürlich erst, als sie in Sicherheit war. Mhm, Irgendwie unnötig. Generell ihren ganzen Auftritt hätten sie sich im Nachhinein sparen können. Anfangs wurde Donna noch so eingeführt, als würde sie eine tragende Rolle spielen und dann tauchte sie, wie völlig vergessen, nimmer auf.

      Na ja, ich mag mich gar nicht weiter über diese Doppelfolge auslassen. Kurz noch was positives: Die beiden Vinvocci gefielen mit von der Optik und ihrem Auftreten her gut. Auch das Aussehen ihres Bergungsschiffes sagte mir zu. Erinnerte mich irgendwie an ein Kinderspielzeug.

      Ach ja, die Regenerationsszene. Fast vergessen. Wieso zerstörte sie denn auf einmal fast die komplette Inneineinrichtung der TARDIS und brachte sie sogar zum Abstürzen? Das war doch bei den letzten Malen auch nicht passiert. Und nun soll mir keiner kommen mit: Es gibt ab Staffel 5 alles neu. Das weiß ich und ist für mich kein handlungstechnischer Grund, sondern wäre bloß eine lahme Ausrede. Ich hoffe auf eine Erklärung in den kommenden Folgen.
      Zu Matt Smith kann ich nun noch nix sagen. Erster Eindruck: Ziemlich hibbelig und durch den Wind. Aber das war bei der letzten Regeneration auch nicht anders. Dürfte sich also bessern das Verhalten. Sein kleiner Monolog war ganz witzig. Wenn die kommenden Geschichten nun wieder besser werden, könnte diese Inkarnation ganz interessant sein.

      Alles in allem habe ich nun schon wieder viel zu viel zu dieser Folge geschrieben und das obwohl ich sie so merkwürdig fand. Na vermutlich deswegen. Auch bei dieser Geschichte konnte ich an vielen Stellen wieder nur mit dem Kopf schütteln und gerade fallen mir noch mehr Sachen ein. Aber ich beende das Review nun hier, sonst wird es nur noch länger.
    • Verzicht auf Fäkalsprache ist auf jeden Fall zu begrüssen!

      Mooncat schrieb:

      Und nun soll mir keiner kommen mit: Es gibt ab Staffel 5 alles neu. Das weiß ich und ist für mich kein handlungstechnischer Grund, sondern wäre bloß eine lahme Ausrede. Ich hoffe auf eine Erklärung in den kommenden Folgen.
      Ich fürchte aber, genau dies war der Grund. Moffat wollte sich wohl eine neue HD-konforme Tardis designen und damit wurde dieser Anlass geschaffen, damit nicht nur der Doctor, sondern auch die Tardis sich gewissermaßen regeneriert.
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      btw: Hast Du die Specials eigentlich übersprungen? Oder werden die bei ONE gar nicht gezeigt?
      Stand: 8x09 Flatline
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    • Thorsten Emma Junkie schrieb:

      Don and the Bannermen schrieb:

      Verzicht auf Fäkalsprache ist auf jeden Fall zu begrüssen!
      Warum?
      Weil es oft mehr über den Urheber dieser Worte aussagt als über den Gegenstand seiner Kritik. Und es lässt schnell den Verdacht des
      argumentativen Unvermögens aufkommen.
      Außerdem nutzt sich ein ständiges "Scheiße"-Sagen (oder was auch immer) ziemlich schnell ab und man fühlt sich dann befleißigt, noch drastischere Worte zu wählen. V.a. in den Social Networks erlebt man diese Verrohung.
      Damit will ich natürlich keineswegs einer aseptischen Sprache das Wort reden. Denn manchmal muss der Kraftausdruck eben doch einfach mal raus!
      Aber man sollte zumindest versuchen, ihn nur wohldosiert einzusetzen.

      Und wie Du selbst zu Mooncats Beiträgen angemerkt hattest, geht es ja offenbar durchaus auch ohne!


      Sven Zuvivene schrieb:

      Don and the Bannermen schrieb:

      btw: Hast Du die Specials eigentlich übersprungen? Oder werden die bei ONE gar nicht gezeigt?
      Das hier ist ein Diskussionsthread zu einem Special. ;)
      Das stimmt natürlich, aber Du weißt auch, was ich gemeint hatte. ;)

      Aber dann will ich die Frage nochmal präzisieren:
      Hast Du die Specials bis zu diesem hier eigentlich übersprungen?
      Stand: 8x09 Flatline
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    • Thorsten Emma Junkie schrieb:

      Du solltest wirklich alte Whocast-Folgen hören. Deine Meinung deckt sich recht stark damit
      Die ein oder andere ältere Whocast-Folge habe ich mir bereits angehört. Hier und da gab es in der Tat ähnliche Meinungen zu bestimmten Themen.


      Don and the Bannermen schrieb:

      Hast Du die Specials bis zu diesem hier eigentlich übersprungen?
      Nein, ich habe mir die Specials alle chronologisch angesehen.
      Falls Du auf meine fehlenden Reviews in den dazugehörigen Threads anspielen magst: Ich fand beim durchstöbern in den besagten Threads einige Posts, die sich mit meiner Meinung deckten und habe diese einfach "geliked". Ich war ein wenig schreibfaul und hab es mir mal einfach gemacht ;)


      Don and the Bannermen schrieb:

      Oder werden die bei ONE gar nicht gezeigt?
      Denke schon, dass diese Specials im Anschluss an die vierte Staffel gezeigt werden. Bisher haben sie bei One alle Folgen gebracht. Ich wollte bloß nicht so lange warten und habe mir die DVDs zugelegt. ^^
    • Auch der zweite Teil dieser unsäglichen Geschichte bleibt leider nicht von dummen Plotwendungen, einem schrecklichen Master, einem schrecklichen Doktor und dieses Mal auch noch von viel Pathos verschont.

      Die ganze Geschichte wirkt einfach so komplett zufällig zusammengewürfelt. So viele Plotelemente wie Joshua Naismith, Donna, die Kaktus-Aliens und die Timelords haben halt alle gar nichts miteinander zu tun und passen einfach nicht zusammen. Die Timelord-Geschichte finde ich sogar noch am interessantesten. Timothy Dalton gibt einen tollen Rassilon ab, aber "the hand of Rassilon"? Ernsthaft? In Journey's End konnte Davros ja schon Blitze schießen, aber jetzt auch noch der Master UND Rassilon?

      Den Master bzw seine Dialoge mit dem Doktor fand ich hier sogar teilweise noch schlimmer als im ersten Teil. Sätze wie "You could be beautiful" oder "I wonder what I'd be without you" würde doch einfach keiner der beiden Charaktere jemals sagen. Da frage ich mich doch echt, ob RTD den Master aus der klassischen Serie überhaupt kennt oder ob er einfach nur Fanfiction für seinen eigenen Master aus Staffel 3 schreibt. Der Doktor heult immer noch die ganze Zeit rum, erkennt natürlich sofort, dass einer der Soldaten einen Zentimeter zu hoch ist und fliegt später 500 Meter aus einem Raumschiff und überlebt das ganze auch noch. Wie war das nochmal mit der Regeneration des 4. Doktors?

      Die eigentliche Lösung der Handlung ist natürlich auch wieder ein Reset-Button. Das schlimme ist, es macht nicht mal im entferntesten irgendeinen Sinn, dass alle Menschen wieder normal werden, sobald man den Master tötet. Ursprünglich war die Maschine ja schließlich ein Heilungsgerät, also warum sollte die Heilung wieder rückgangig gemacht werden, wenn der Träger des Heilungs-Patterns stirbt?

      Wilf und die Szene, in der er 4 mal klopft, sind eigentlich noch das einzig gute an dieser Folge. Aber selbst die Szene hat mir der 10. Doktor irgendwie verleidet, indem er Wilfred zuerst beschimpft und "not remotely important" nennt, bevor er sich dann schlußendlich dazu entscheidet seinen Körper zu ändern um Wilf zu retten. Sehr lächerlich fand ich auch, dass der Doktor hier an Strahlung stirbt, während er sie in "Smith and Jones" noch ganz einfach in seinen Schuh geschüttelt hat. Und wer war jetzt eigentlich die weiße Frau und warum genau hat sie Wilf kontaktiert?

      Nachdem die eigentliche sehr dünne "Handlung" dann vorbei ist, geht die Folge allerdings immernoch 25 Minuten. Der Doktor muss nämlich ein totales Melodrama aus seiner Regeneration machen und nochmal jeden seiner Companions und alle Nebencharaktere aus der RTD-Zeit besuchen, retten und einmal traurig anschauen. Nach Journey's End wussten wir schon, dass du in deine eigenen Charaktere verliebt bist, RTD. Haben wir jetzt wirklich nochmal einen Auftritt von Jack, Martha, Mickey, Jack, Wilf, Donna, Rose, Jackie und sogar Alonso gebraucht? Dieses kitschige Ood-Gesinge gemischt mit einem pathethischen "This song is ending, but the story never ends!" hat mir dann den Rest gegeben. Über "I don't wanna go" muss ich wohl auch nichts mehr sagen...

      RTD setzt hier wieder auf seine altbewährte "Viel Action, wenig Handlung, viel (erzwungenes) Melodrama"-Taktik und so ist auch der zweite Teil von End of Time einfach nur langweilig, peinlich und überzogen.
      Immerhin sind wir Tennant (und vorallem RTD) jetzt endlich los. Matt Smith ist in seiner kurzen Szene zwar auch noch nicht wirklich überzeugend, trotzdem freue ich mich schon wieder sehr auf richtiges Doctor Who unter Steven Moffat mit Matt Smith.
      Wie schon beim ersten Teil, gebe ich hier mal noch 2/10 Gnadenpunkte wegen Wilf.
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"