7x13 - Albtraum in Silber (Nightmare in Silver)

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    • Mich haben die Kids zwar auch genervt. Trotzdem finde ich das "Kid-Bashing" in diesem Thread unnötig. Man wollte halt ein paar Redshirts haben, die die Prügel einstecken müssen und Claras normaler Job als Nanny sollte wohl auch einmal gezeigt werden. Deshalb werde ich nicht in den allgemeinen Tenor des Threads eintreten und nur das Negative hervorheben. Stattdessen möchte ich mal die Punkte nennen, die mir gefallen haben und wegen denen ich über einige Längen hinwegsehen kann.
      1.) Der Doktor hat, als er besessen war, einige alte Doktor-Mannerismen gezeigt. Darunter das Allons-Sy des zehnten Doktors und das betonte "Fantastic" von Doktor Neun. Außerdem glaube ich, dass das Tippen auf die Stelle an der Stirn schon mal bei einem älteren Doktor vorkam (ich weiß nicht mehr welcher).
      2.) Die Wachsfiguren in der Empfangshalle waren ja auch ein paar alte Bekannte. Es gibt da ein paar Aliens aus "Rings of Akhaten" zu sehen, aber auch der Blowfish-Kopf aus ""Kiss Kiss, Bang Bang" aus Torchwood und das Chameleon aus "The faceless ones". Nebenbei sieht man auch noch den Shansheeth-Kopf aus der Episode "Death of the Doctor" aus den "Sarah Jane Adventures" und ein Uvodni aus "Warriors of Kudlak". (die Liste konnte ich bei tardis.wikia.com nachlesen).
      3.) Dass Warwick Davies der Imperator sein muss konnte man durch seine Reaktionen bereits früher erraten. Z.B. als er Clara schildert, dass er sich verantwortlich für die Vernichtung der anderen Galaxie fühlt. Und nein, es störte mich nicht, dass er Clara diesen Heiratsantrag gemacht hat. Ich fand es eigentlich sogar logisch. Endlich begegnet ihm einmal eine Frau, die ihm nicht aus Bewunderung vor die Füße fällt. Er hat halt eine sarkastische Ader, was man auch sehen kann, als er die Frau an der Konsole fragt, ob sie nicht schon immer mal Königin des Universums sein möchte. Netter Knabe. Ich hätte nichts dagegen, wenn er zu den neuen Freunden des Doktors werden würde.
      4.) Clara muss ja wohl schon öfters mit dem Doktor unterwegs gewesen sein, wenn sie sich auf "nächsten Mittwoch" freut. Wer weiß, was zwischen zwei TV-Folgen wohl alles für Exkursionen unternommen worden sind? Außerdem scheinen die Kids auch schon mehrfach mit ihm gereist zu sein. Denn sie fragen ihn zu Anfang, ob seine komische Kist wohl jemals dort ankommt, wohin er will. Das erinnert mich jetzt mal nicht an Peter Pan, sondern eigentlich auch wieder an Mary Poppins. Wir erinnern uns: Die Nanny nahm die Kinder in den Park mit, wo sie unter anderem auf den Straßenmaler, dargestellt durch Dick van Dyke, trifft. Und, welch ein Zufall, dieser etwas überkandidelte Mann nimmt Poppins und die Kinder auf eine Zeichentrickreise in seine Straßengemälde mit. Eine Nanny, ein verrückter Mann und zwei Kinder? Kommt uns das bekannt vor?

      Man kann diese Folge natürlich so herrlich unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten. Und für mich hat die Folge auf dieser Ebene gut funktioniert. (Auch wenn Herr Gaiman sich doch ziehmlich bei anderen Werken bedient hat).

      Aktuelles Review: Doctor Who - S09E01 - "The Magician's Apprentice"
    • Mich haben die Kids zwar auch genervt. Trotzdem finde ich das "Kid-Bashing" in diesem Thread unnötig.
      Ich hatte ja jetzt selber nichts gegen die Kinder. Aber ich finde dieses "Kid-Bashing-Bashing" in diesem Thread unnötig. :)

      Hab ich erwähnt, dass ich den Begriff "Bashing" mittlerweile genau so affig finde wie "nine" und co? Aber naja "haters gonna hate" (noch so ein Kandidat).

      So ich geh ein paar Hipster bashen ;)

      R:
    • Stintfang schrieb:

      Endlich begegnet ihm einmal eine Frau, die ihm nicht aus Bewunderung vor die Füße fällt.

      Dieses Argument würde aber nur dann so greifen, wenn sie gewußt hätte wer er ist. Wusste sie aber nicht und hat ihn dementsprechend auch nicht hofiert. Als ihr dann gesagt wurde wer er ist, hatten sie schon einiges zusammen durchgemacht und sich kennengelernt, so dass plötzliche Kniefälle mehr als seltsam gewesen wären.

      Stintfang schrieb:

      ... und Claras normaler Job als Nanny sollte wohl auch einmal gezeigt werden.

      Den sie aber nicht wirklich macht. Wie schon in einem vorherigen Post geschrieben, wer bitte lässt ihm anvertraute Kinder auf einem fremden Planeten mit einer stark vermuteten Bedrohung allein und sagt einem Teenie, er solle sich zu einem kleinen Schläfchen hinlegen und erwartet das dieser das folgsam tut? Das ist einfach Quatsch und für diese Erkenntnis braucht man selbst nicht mal Kinder zu haben oder professionell auf welche aufzupassen.

      A World of Time and Space inside a funny Blue Box...


    • Aber GENAU darüber kann man sich ja in fast allen Spannungsmomenten aufregen -ob im Horrorfilm der Mann zur Frau sagt "bleib mir, ich gehe mal kurz gucken" oder der Doctor seine Companions auch immer mal allein lässt oder eben Clara die Kinder - unglaubwürdig, aber eben wohl nötig, um die Story voranzubringen.
      "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"

      "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."
    • Trotzdem finde ich das "Kid-Bashing" in diesem Thread unnötig. Man
      wollte halt ein paar Redshirts haben, die die Prügel einstecken müssen
      und Claras normaler Job als Nanny sollte wohl auch einmal gezeigt
      werden.
      Wenn man Charaktere schreibt, sollten sie nicht nerven. Wenn sie doch nerven, kann man das auch sagen und hat rein gar nichts mit bashing zutun. :whistling: Wo ist der Sinn darin, seine Meinung zu einer Folge zu sagen, wenn man nicht sagen darf, was einem gefallen und nicht gefallen zu haben?
      Aber GENAU darüber kann man sich ja in fast allen Spannungsmomenten
      aufregen -ob im Horrorfilm der Mann zur Frau sagt "bleib mir, ich gehe
      mal kurz gucken" oder der Doctor seine Companions auch immer mal allein
      lässt oder eben Clara die Kinder - unglaubwürdig, aber eben wohl nötig,
      um die Story voranzubringen.
      Soweit ich weiß, wird sich auch regelmäßig darüber lustig gemacht/beschwert. Nötig ist es nie. Und ich habe generell etwas gegen das Wort "Spannungsmoment". Ein Moment zieht seine Spannung daraus, was sie für die Story bedeutet, nicht dadurch dass jemand in Gefahr ist oder in diesem Fall: dumm dranstellt.
    • Hach, immer diese Wortklauberei 8)
      "Spannungsmomenten" - besser so? Ich sitze auch immer da und rege mich über die Dämlichkeit der Charaktere auf, trotzdem scheint es ja eher allgemein üblich zu sein, so schnell die Handlung vorantreiben zu wollen.
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    • Oh, Utopia. Natürlich darf jeder seine Meinung sagen. Mich haben die Kids ja auch genervt, da stimme ich ja zu. Aber wie andere schon richtig schrieben. Man hat sie in den Standby Modus gesetzt und daher waren sie nachher nicht mehr relevant. Sie waren halt ein Storyelement. Ob wichtig oder nicht, wissen wir noch nicht. Ich wollte damit nur sagen, dass ich nicht finde, dass die Qualität der Folge dadurch leidet, dass man der Nanny ein paar verhaltensgestörte Kids zum beaufsichtigen gibt. Ob das nun nötig war weiß ich nicht. Aber vielleicht war es auch wichtig den Kids das Tardis-Handy zuzuspielen. Kurzer Gedanke hierzu: "Der Doktor ist in Nöten, schafft es auf das Kid-Handy einen Hilferuf zu senden und Clara ist alarmiert. Wohlmöglich mit dem Text: Findet River Song! Im Trailer sehen wir kurz den Grabstein von River Song. Aber wer weiß, ob das nicht der Ort ist, wo Rivers Zeitreisearmband versteckt ist? Und so weiter und so weiter...

      Und @Tardis: Welche Nanny Kinder zum schlafen hinlegt? Ich kenne zwar keine Babysitter, Nannys oder Kindermädchen, aber eine Methode quengelige Kinder ruhigzustellen ist, sie irgendwo zum schlafen zu bringen. Ganz ehrlich: Würdet Ihr zwei Kinder alleine in der Tardis zurücklassen? Nach den Erlebnissen von vor zwei Wochen? Im Ausstellungsraum, auf einem ausgestorbenen Planeten ist es doch (vermeintlich) sicherer. Wir sehen beim Szenenübergang auch nicht, wieso sich die Kids überhaupt hinlegen, bevor der Doktor "take a nap" sagt. Wir wissen nicht, was zwischen zwei Szenen besprochen wurde.

      Aktuelles Review: Doctor Who - S09E01 - "The Magician's Apprentice"
    • @ Stintfang - So wie ich das sehe, hätte Clara bei den Kindern bleiben müssen. Sie sind ihr anvertraut und daher hat sie sicherzustellen (zumindest nach Möglichkeit) dass ihnen nichts passiert. Das wäre die richtige Handlungsweise gewesen. Natürlich wäre das für die Story nicht förderlich, aber dann hätte man das Ganze anders lösen müssen, denn so zeigt es eine verantwortungslose junge Frau, die lieber mit einem Kerl Abenteuer erlebt, als die unter ihrer Obhut stehenden Gören zu beaufsichtigen. Der Junge war noch viel zu jung um ihn allein zu lassen und das Mädel gerade in einer Trotzphase, in der man davon ausgehen kann, dass sie das genaue Gegenteil von dem tut was man ihr sagt - also für mich passt Claras Verhalten nicht ins Bild einer tollen Nanny.

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    • @Tardis,
      um das mal etwas abzumildern, Clara weiß in dem Moment noch gar nicht, dass es eine konkrete Gefahr gibt. Sie hätte das allenfalls indirekt aus dem geheimniskrämerischen Verhalten des Doctors herauslesen können. Und dazu ist sie vielleicht doch noch nicht lange genug mit ihm unterwegs. Unverantwortlich verhält sich in erster Linie der Doctor. Der hatte einen Verdacht und er weiß, wie gefährlich die Cybermen sind. Er hätte deshalb die Kids unbedingt in der Tardis unterbringen müssen, wenn er es schon für seine Pflicht hält, vor Ort zu bleiben, um das vermutete Problem zu lösen, statt sofort nach dem Antigrav-Ride zurückzureisen, wie es Clara eigentlich wollte. Nebenbei, was ist eigentlich mit unserem nächsten Fantreffen?

      Radioactive Man
    • Also, wenn man einige Zeit mit dem Doctor unterwegs ist, weiß man, dass es IMMER gefährlich ist.
      Und dass der Doctor bei so was reagiert wie ein Kind, dem man die offenen Türe zu einer Schokofabrik zeigt, wissen wir ja nun auch alle.
      Als Companion lebt man gefährlich - immer. Und muss da auf sich selber achten.
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    • Trotzdem müsste sich Clara nach den einschlägigen negativen Erfahrungen, die sie auf ihren Trips mit dem Doctor gesammelt hat, eigentlich darüber klar sein, wie gefährlich ein Ausflug mit dem Doctor sein kann. Da finde ich ihr Verhalten für eine Nanny allerdings auch eher verantwortungslos.
    • Gut, es gibt sicherlich auch viele Ausflüge, wo sie tatsächlich in Rio oder Vegas landen.
      Aber wenn ich eines nie, nie, nie im Leben in die Nähe einer TARDIS kommen lassen würde, dann meine Kinder.
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    • :shot: Doch wie sie dann mit der Waffe in der Hand auf den Doctor losgeht (der auch noch hinter den Kindern in Deckung geht! Pfui, Doctor! :02: ), das zeugt dann auch schon wieder von einem reichlich ausgeprägten Beschützerinstinkt! :D Die Stelle hat mir sehr gut gefallen!
    • Laut Story hatte sie ja keine Wahl, als die Kinder irgendwohin zu bringen. Da macht ein Vergnügungspark halt Sinn. Die ganze Folge basiert halt darauf, dass das Drehbuch sagt. Warum können sie nicht zurück, als sie merken, dass etwas schief läuft? Das Drehbuch sagt. Warum müssen die Kinder dabei sein, das Drehbuch sagt es... usw. usf.
      Der ganze Aufbau ist halt dumm. Aber sie haben das beste draus gemacht.
    • Wo gerade jemand die "Schokoladenfabrik" erwähnt:
      Was mir beim ersten Gucken auch aufgefallen ist: Der Doktor sagt, er hätte das "Goldene Ticket". Da musste ich sofort an "Charlie und die Schokoladenfabrik" denken (allerdings die Verfilmung mit Gene Wilder).
      Komisch, die Story geht um Eltern, die ihre verhaltensgestörten Kinder zu dem Schokoladenfabrikanten bringen, wo er ihnen ihr "Wunderland" aus Schokolade präsentiert und den Kinder nebenbei ihre Marotten austreibt. Dabei helfen ihm kleinwüchsige "Klone" namens Oompaloompa....
      Warum erinnert mich das AUCH an diese Folge von DoctorWho?

      Aktuelles Review: Doctor Who - S09E01 - "The Magician's Apprentice"
    • Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Folge auch etwas zwiespältig zurück lässt. Auf der einen Seite hatte ich wirklich Spaß beim Anschauen, auf der anderen Seite zu viele Mängel, die mir den Spaß gleich nach dem Anschauen wieder gedämpft haben.

      Gefallen haben mir durch die Bank die schauspielerischen Leistungen, vorneweg Warwick Davies und Matt Smith in seiner Jekyll/Hide-Rolle (auch wenn, wie schon mehrfach hier erwähnt, so gar nichts cyberman-mäßiges in seiner (ansonsten sehr unterhaltsamen) Darstellung als Cyber-Planner zu finden war.)
      Ebenfalls das Setting auf dem ausrangierten Vergnügungspark-Planeten, die Cybermites, die unfähige Strafbataillon-Truppe (herrliche Charactere!), die Doctor-interne Rückblende, das Schachduell, der großartige Anblick der erwachenden Cybermen in ihrem Tomb (für einen Moment hatte ich angenommen, damit sei der Tomb of the Cybermen aus der Classic-Serie gemeint. Damit hätten dann parallel zwei Doctoren gleichzeitig existiert, wenn auch an verschiedenen Orten. Interessantes Dilemma - allerdings kam es dann doch anders.)

      Weniger gefallen...

      Die Kinder waren zwar eine gute Idee, aber gerade das Mädchen wurde zu sehr klischeehaft als rebellisch dargestellt. Motziger, rebellischer Teenager = dumm. Das war mir dann doch zu einfach. Und dass sie dann ausgerechnet die einzige ist, die den Imperator erkennt, während alle "dummen" Erwachsenen das mal wieder nicht mitbekommen haben, war dann wieder das "schlaue Kinder"/Enid Blyton-Klischee. Gut, das hätte ich noch am ehesten akzeptiert, nur wirkte es einfach etwas deplatziert, nachdem sie bislang eher den Eindruck einer typisch dumpfen Tennie-Motzkuh gemacht hat. Schwarzweißdenken ist zwar sonst nicht so meins, aber hier sind die Richtungen doch zu widersprüchlich für meinen Geschmack.

      Dass der Doctor Gefahr wittert und die Kinder nicht sofort in Sicherheit nach hause, oder wenigstens in die Tardis bringt, ist mir auch gleich im ersten Moment aufgefallen. Naja, wie es hier schon hieß "Es stand halt so im Drehbuch, sonst geht die Geschichte nicht weiter!" Oder er traut seiner Tardis nach Journey ton the Centre of the Tardis nicht mehr so ganz, weiß er doch, dass das Innere der Tardis für herumstreunende Kinder ein noch viel gefährlicherer Ort sein kann! ;) (Nicht ganz ernst gemeint!)

      Eine ähnliche Frage: wenn der Doctor zwar den richtigen Planeten, aber die falsche Zeit getroffen hat, warum lässt er seine Ausflugsgesellschaft nicht einfach wieder in die Tardis einsteigen und kutschiert mal eben alle ein paar Jahre/Jahrzehte/Jahrhunderte (oder wie lange der Vergnügungspark schon geschlossen hat) zurück?

      Gut war zwar, dass Clara jetzt endlich mal deutlich drauf aufmerksam gemacht wird, dass der Doctor glaubt, dass irgendwas nicht mit ihr stimmt, allerdings eine Folge vor Schluss (der dann auch wiederum nur eine einzige Folge und keine Doppelfolge für die Lösung dieser Frage Zeit lässt) - das ist doch etwas knapp.




      PS:
      Was mir nicht klar wurde: Wussten die Soldaten eigentlich, dass Porridge ihr Imperator war, oder nicht?
      Oder wusste es nur ihr Captain? Aus ihrem Verhalten gegenüber Porridge konnte man das nicht richtig eindeutig herauslesen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Kaptain Knotter ()