Eine noch unbenannte Geschichte

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    • Eine noch unbenannte Geschichte

      Vorneweg - dies ist mein erster Fanfiction-Versuch, eigentlich schreibe ich sowas nicht so gerne (sind sonst eher eigenständige SciFi-Kurzgeschichten gewesen die ich zu Papier gebracht habe), aber ich hatte mich im Zuge des Aufrufs zum "Horrors of Doctor Who" - Wettbewerbes dann doch mal dran gewagt da ich auch spontan eine gute Idee hatte, der Fertigstellung stand dann aber ein Umzug im Wege.
      Wie auch immer, ich hatte vorhin die vorhandenen handgeschrieben Seiten wieder in der Hand - ich kann keine Geschichten direkt am Rechner tippen, das flutscht nur wenn ich Papier und Füller in den Händen hab - und dachte mir, ich schreibs mal sauber raus und poste das hier - mag sein daß ich es dann ja doch noch schaffe, die Geschichte zu einem Schluß zu bekommen.

      Das Ganze kommt jetzt mal Seite für Seite, die erste gleich im Anschluß. Konstruktive Kritik und Anmerkungen sind willkommen. Tippfehler könnten sich noch eingeschlichen haben, die korrigiere ich dann wenn ich jemanden belästigen konnte, sich das mal vor Ort durchzulesen, bei eigenen Texten ist man da immer ein wenig betriebsblind ...



      Der alte Sam Hudson starrte nachdenklich aus seinem Wohnzimmerfenster und fluchte halblaut. Es war schon fast dunkel draußen und er hatte noch immer nicht das Hoftor und den Hühnerstall zugesperrt. „Verdammich, so spät war ich noch nie dran!“. Panik kroch in ihm hoch, in einem Zug leerte er das Glas Bourbon das auf einem Beistelltisch neben seinem abgewetzten Lese-Sessel stand, goß aus purer Gewohnheit gleich nach und schnappte sich dann die Schrotflinte und eine Taschenlampe, welche beide griffbereit neben der Haustüre standen.

      Draussen war es ruhig, zum Glück. Die Hühner noch alle im Stall, wie am Morgen. Sam entspannte sich ein wenig und gab sich keine größere Mühe mehr, geraden Schrittes bis zum Haupt-Tor zu kommen. Eine ruhige Nacht, ja, aber, so dachte er bei sich, vielleicht sogar zu ruhig.
      Mit zitternden Händen versuchte er dem rostigen Vorhängeschloß am Tor Herr zu werden.

      Plötzlich, ein Rascheln im Busch! Sam lies unwillkürlich das Schloß fallen und legte mit seiner Schrotflinte an, doch er konnte nichts erkennen, er hatte vergessen die Batterien zu wechseln, weswegen seine Taschenlampe nur noch schwach leuchtete.
      „Verdammich!“ zischte er in die Dunkelheit hinaus. Immer noch nichts zu sehen – womöglich hatten ihm seine alten Augen und der Schnaps auch nur einen Streich gespielt.
      Ohne die Augen von den Büschen gegenüber seines Hoftores abzuwenden, ging er langsam und mit knirschenden Knien in die Hocke und tastete nach dem Schloß, welches er nach wenigen Minuten auch wieder fand.
      Er atmete auf, warf kurz einen Blick und den Lichtschein seiner Taschenlampe darauf um den Staub abzupusten und machte dann ein paar wacklige Anstalten, wieder aufzustehen, als auf einmal eine Gestalt den Lichtkegel seiner Taschenlampe traf.

      „Wer sind sie!“ Sam wäre beinahe das Herz stillgestanden.
      „Oh Hallo, ich bin der Doctor!“ meinte das hochgewachsene Wesen nur, lüftete kurz seinen etwas aus der Form geratenen Hut und grinste breit.
      „Und das ist Sarah Jane!“ eine junge Dame streckte den Kopf hinter dem Rücken des Mannes der einen absurd langen Schal um die Schultern drapiert trug, und winkte Sam ein wenig verlegen zu.

      „Was um Gottes Willen hatten sie um diese Uhrzeit denn noch draußen zu suchen! Herrgott nochmal, ich hätte sie über den Haufen pusten können!“ schimpfte Sam lautstark und machte so seiner Anspannung Luft. „Wie auch immer, draußen können sie nicht bleiben, nicht um die Uhrzeit.“ brummte er mißmutig und winkte den beiden Fremden, ihm zu folgen während er mit geschulterter Schrotflinte Richtung Wohnhaus zurück wankte.

      Er stellte dem Doctor und Sarah je ein Glas Bourbon auf den Wohnzimmertisch und leerte sein eigenes, das neben dem Lese-Sessel auf ihn gewartet hatte in einem Zug.
      „Oh wir wollten sie nicht erschrecken!“ meinte Sarah, während der Doctor den alten Sam völlig zu ignorieren schien und sich in seinem Wohnzimmer neugierig umsah.
      „Wir sind nur auf der Durchreise.“ meldete er sich schließlich doch zu Wort und warf ein Ende seines Schals über die Schulter um beim Durchforsten eines Stapels alter Zeitungen, welcher achtlos auf einer Kommode abgelegt war, die Hände frei zu haben.

      „Durchreise? Wohin denn? Und mit was? Ein Auto hab ich nicht gehört, das nächste Kaff ist zwei Meilen weg und nun nicht gerade eine Touristenattraktion, dann kommt erstmal nichts und danach noch weniger.“ der alte Mann zog seine Hosen nach oben und verschränkte dann die Arme.
      „Naja, raus können sie jedenfalls nicht, ich hab zwar nicht gerne Gäste, aber in dem Fall bin ich mal nicht so. Draußen ist es viel zu gefährlich.“
      „Aber wieso denn das?“ wollte Sarah wissen. „Sie haben doch selbst gesagt, draußen ist nichts!“
      Der Doctor hatte inzwischen eine der Zeitungen entfaltet und war in deren Inhalt vertieft.
      „Junge Dame, das … ist alles nicht so einfach!“ wiegelte Sam ab und ärgerte sich darüber daß die Schnapsflasche inzwischen knochentrocken war.
      „Oh, ich denke ich weiß weswegen es draußen so gefährlich sein soll!“ entgegnete der Doctor, der die Zeitung nun für Sarah und Sam gut sichtbar hochhielt und ernst über ihre Oberkante lugte.
    • Nächste Seite - zum Abschluß des Tages noch eine geschafft.

      „Was soll das heißen – verschwunden?“ Sarah überflog den Zeitungsartikel ein zweites Mal, was ihre Besorgnis größer werden lies.
      „Na verschwunden, was sonst! Einfach so. Wohin weiß keiner.“ fuhr Sam sie schroff an.
      „Wann hat das angefangen?“ wollte der Doctor wissen und schob seinen riesigen braunen Hut ein Stück weiter auf den Hinterkopf zurück bevor er die Hände in die Hosentaschen versenkte.
      „Zwei, vielleicht drei Monate. Schwer zu sagen. Ich komme nicht oft ins Dorf, alles was ich brauche bringt mir Janet vom Lebensmittelgeschäft dort, vorbei. Und den ganzen Waschweibertratsch kann ich nicht ausstehen.“ Sam rutschte in seinem Sessel ein wenig herum und brummte.
      „Jake kommt manchmal vorbei. Verrückter Junge, wenn sie mich fragen. Sollte mal öfters aus dieser Einöde raus hier, kein Wunder daß der ständig auf so bescheuerte Ideen kommt, wenn er ständig die Nase in diesen albernen Zukunfts-Märchen drin stecken hat.“
      „Was meinen sie damit?“
      „Na der quatscht mich jedesmal mit seinen UFO-Geschichten zu, der glaubt auch allen Ernstes daß die verschwundenen Leute von Ausserirdischen entfürt wurden. Also etwas dämlicheres hab ich mein ganzes Leben noch nie gehört!“ zeterte Sam und lachte dann trocken.
      „Also wenn sie mich fragen, dann sind die Leute alle einfach abgehauen. Kann man ihnen ja nicht verdenken, ist ein verdammt langweiliges Kaff ohne Zukunft - für niemanden. Perfekt für einen so alten und mißmutigen Sack wie mich ...“

      Und damit trottete Sam in die Küche um dort lautstark nach irgend etwas zu suchen.

      Der Doctor lehnte noch immer an der Wand und hatte die Hände in den Hosentaschen vergraben, er warf einen finsteren Blick zwischen Schal und Hutkrempe hervor und sinnierte nach.

      „Doctor kann das wirklich sein? Ich meine daß Aliens die Menschen entführt haben? Und schreckliche Experimente machen? Aber das sind doch nur Geschichten – oder?“ sagte Sarah Jane.

      Er bedachte Sarah mit einem langen, schweigenden Blick, löste sich dann von der Wand und steuerte den alten, ramponierten Lesesessel an, in welchem er dann auch Platz nahm.

      „Sowas ist Blödsinn, nur Ammenmärchen, sonst nichts.“

      „Also sind wir ausnahmsweise mal nicht in eine ausserirdische Verschwörung geraten, und sitzen hier nur in einem staubigen Kaff fest aus dem die Leute nach und nach abhauen?“ Sarah war beinahe schon erleichtert.

      „Vielleicht ...“ meinte der Doctor und grinste dann über das ganze Gesicht – „vielleicht aber auch nicht! Ich denke wir sollten das herausfinden!“
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      „Was soll das heißen – verschwunden?“ Sarah überflog den Zeitungsartikel ein zweites Mal, was ihre Besorgnis größer werden lies.
      „Na verschwunden, was sonst! Einfach so. Wohin weiß keiner.“ fuhr Sam sie schroff an.
      „Wann hat das angefangen?“ wollte der Doctor wissen und schob seinen riesigen braunen Hut ein Stück weiter auf den Hinterkopf zurück bevor er die Hände in die Hosentaschen versenkte.
      „Zwei, vielleicht drei Monate. Schwer zu sagen. Ich komme nicht oft ins Dorf, alles was ich brauche bringt mir Janet vom Lebensmittelgeschäft dort, vorbei. Und den ganzen Waschweibertratsch kann ich nicht ausstehen.“ Sam rutschte in seinem Sessel ein wenig herum und brummte.
      „Jake kommt manchmal vorbei. Verrückter Junge, wenn sie mich fragen. Sollte mal öfters aus dieser Einöde raus hier, kein Wunder daß der ständig auf so bescheuerte Ideen kommt, wenn er ständig die Nase in diesen albernen Zukunfts-Märchen drin stecken hat.“
      „Was meinen sie damit?“
      „Na der quatscht mich jedesmal mit seinen UFO-Geschichten zu, der glaubt auch allen Ernstes daß die verschwundenen Leute von Ausserirdischen entfürt wurden. Also etwas dämlicheres hab ich mein ganzes Leben noch nie gehört!“ zeterte Sam und lachte dann trocken.
      „Also wenn sie mich fragen, dann sind die Leute alle einfach abgehauen. Kann man ihnen ja nicht verdenken, ist ein verdammt langweiliges Kaff ohne Zukunft - für niemanden. Perfekt für einen so alten und mißmutigen Sack wie mich ...“

      Und damit trottete Sam in die Küche um dort lautstark nach irgend etwas zu suchen.

      Der Doctor lehnte noch immer an der Wand und hatte die Hände in den Hosentaschen vergraben, er warf einen finsteren Blick zwischen Schal und Hutkrempe hervor und sinnierte nach.

      „Doctor kann das wirklich sein? Ich meine daß Aliens die Menschen entführt haben? Und schreckliche Experimente machen? Aber das sind doch nur Geschichten – oder?“ sagte Sarah Jane.

      Er bedachte Sarah mit einem langen, schweigenden Blick, löste sich dann von der Wand und steuerte den alten, ramponierten Lesesessel an, in welchem er dann auch Platz nahm.

      „Sowas ist Blödsinn, nur Ammenmärchen, sonst nichts.“

      „Also sind wir ausnahmsweise mal nicht in eine ausserirdische Verschwörung geraten, und sitzen hier nur in einem staubigen Kaff fest aus dem die Leute nach und nach abhauen?“ Sarah war beinahe schon erleichtert.

      „Vielleicht ...“ meinte der Doctor und grinste dann über das ganze Gesicht – „vielleicht aber auch nicht! Ich denke wir sollten das herausfinden!“