Transcendence

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    • Transcendence

      Wie fandet ihr Transcendence? 3

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      So, hab nun Transcendence gesehen, den neuen Scifi-Film mit Johnny Depp, Morgan Freeman, Paul Bettany, Rebecca Hall, Kate Mara und Cilian Murphy, der es wohl nicht zum Blockbuster schaffen wird und sicherlich nicht schaffen wird, sein 100 Mio. Dollar Budget einzuspielen.

      Ohne zuviel zu erzählen von der Handlung geht es um die Forschung um Computer-Intelligenz und die Folgen für die Menschheit in dem Sinne, ob es dem Menschen erlaubt bleiben sollte, sich selbst zu schädigen durch seinen freien Willen. Ja, das Thema behandelt praktisch jede Scifi-Literatur, -Serie und Film. Ob nun Skynet, die Borgs, HAL oder natürlich die Cybermen, ständig stehen wir vor der selben Frage. Eigentlich würde der Film ganz gut zum DW-Universum passen, fehlte nur noch der Doctor himself ;) der das Ganze am Ende rettet. Es artet natürlich natürlich immer aus und am Ende gibt es ein Dilemma.

      Das Dilemma dürfte aber auch beim durchschnittlichen Zuschauer eintreten, denn doch recht hochwertige philosophische Frage ist schwer umzusetzen und daran krankt vermutlich auch der Film für den Durchschnittsseher. Der Cast ist extrem bekannt. Alleine die Nennung dürfte viele in die Kinos getrieben haben (ok, soviele warens laut box office noch nicht). Aber die Fragestellung dürfte sich bei vielen auf Technik-Freundlichkeit und -Feindlichkeit reduzieren. Der Film erklärt nicht viel und obwohl er verdammt schnell einsteigt ins Problem, bleibt nicht wirklich viel Zeit, die Frage tiefer zu beleuchten. Natürlich ist auch die emotionelle Ebene dabei, sonst wäre ja auch nicht die anreizende Rebecca Hall verpflichtet worden und die emotionelle Seite ist bei solchen Fragen natürlich extrem wichtig. Aber irgendwie fehlten mir bei einigen Szenen dann doch mal 2-3 Minuten oder länger für eine echte Diskussion für das Für und Wider. Sehr schade, denn so bleibt der Film etwas oberflächlich, wobei das durchaus auch gewollt sein kann, der Ziel richtet sich ja ans US-amerikanische Publikum primär und wer da ne Philosophie-Lehrstunde drausmacht, schreckt da bestimmt die Leute reihenweise ab. Vielleicht bin ich durch meinen eigenen Genuss solcher Fragestellungen auch sozusagen vorgeschädigt und wollte auch deswegen etwas mehr hören.

      Dementsprechend gespalten fällt mein Ergebnis aus. Es ist kein "Must-see"-Film für das Jahr 2014, aber ich finde ihn durchaus interessant, weil er filmisch durchaus gut gemacht ist, er eskaliert nachvollziehbar und ist gleichzeitig aber vorhersehbar in seiner kompletten Entwicklung, was aber in den Dialogen und Rollenverteilung recht gut nachvollziehbar gemacht wurde, auch wenn am Ende die Rolle von Rebecca Hall dann vielleicht doch etwas zu klitscheebehaftet ist. Das ist aber in dem Kontext gut vertretbar. Der Soundtrack ist mir jetzt nicht sonderlich aufgefallen, die musikalische Untermalung war doch sehr dezent.

      Insgesamt einer der besseren Filme dieses Jahres, auch wenn er mich nicht umgehauen hat. Daher ein flottes 8/10.


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • Zghuk schrieb:

      Daher ein flottes 8/10.


      Sehr gewagt. Die filmische Umsetzung, einschließlich Drehbuch, grenzt fast schon an einer Katastrophe. Wally Pfister wollte seinem großen Meister nacheifern und "versagte". Ich gebe daher nur 6,5 Punkte, weil ich die Grundidee super finde. Nach SF-Gesichtpunkten würde er noch vielleicht mehr Punkte von mir bekommen, aber leider wurden die Möglichkeiten nicht genutzt, die sich da angeboten hätten. Schade.

      Der DVD-Kritiker ist bei seiner Wertung etwas genädiger gewesen:

      1. 4thdoc 2. 3rddoc 3. 12thdoc 4. 2nddoc 5. 1stdoc 6. 11thdoc 7. 6thdoc 8. 9thdoc 9. 8thdoc 10. 7thdoc 11. 5thdoc 12. 10thdoc ... Doctröse!
    • Noch nicht gesehen, ist aber definitiv einer der Streifen die ich mir dieses Jahr im Kino anschauen wollte. Bin mal gespannt, wie sehr Pfister versucht Nolan nachzuahmen, diesen Kritikpunkt höre ich nämlich nicht zum ersten Mal.
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Torian schrieb:

      Zghuk schrieb:

      Daher ein flottes 8/10.


      Sehr gewagt. Die filmische Umsetzung, einschließlich Drehbuch, grenzt fast schon an einer Katastrophe. Wally Pfister wollte seinem großen Meister nacheifern und "versagte". Ich gebe daher nur 6,5 Punkte, weil ich die Grundidee super finde. Nach SF-Gesichtpunkten würde er noch vielleicht mehr Punkte von mir bekommen, aber leider wurden die Möglichkeiten nicht genutzt, die sich da angeboten hätten. Schade.


      Ich stimm dir zu, aber dass überhaupt einer mal das Thema anspricht, freut mich schon. Es ist ja egal, ob wir jetzt nun über die Computer-Intelligenz reden oder über andere Machtstrukturen wie Staaten. Alle streben nach Dominanz, viele wollen die Welt verbessern und dafür ihre Seele opfern bzw. ihren freien Willen. Freiheit und die Diskussion darüber ist ein ständiger Motor für Entwicklung, usw. Der Film hätte soviel mehr sein können, das stimmt wirklich. Er spricht auch kaum etwas aus, er zeigt nur Dinge auf und hinterlässt die Leute unklar zurück, aber nicht mit einem guten Gefühl. Er wirkt einfach unfertig und man weiß irgendwie, dass es nicht an den Schauspielern liegt. Es fehlt vielleicht immer nur eine Zuspitzung, aber so ist der Film etwas harmlos. Beispielsweise übernimmt er ja praktisch jeden vernetzten Rechner und auch Menschen, aber was sieht man? In der Wüste n Kaff. Irgendwie wäre der Eindruck ein anderer gewesen, wenn das unter vielen Menschen gespielt hätte, etwa in New York, aber so...


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."