8x01 - Tief Durchatmen (Deep Breath)

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    • Hmm...die Folge war ein gemischtes Vergnügen, muss ich sagen. Die erste Hälfte wirkte eher wie ein Gatiss-Script; recht trashig, nicht sooo lustige Gags - wenn vielleicht auch, weil sie tatsächlich einfach Fehl am Platze waren, und auf Grund des Gaga-Doctors auch viel zu überdreht. Für 5 bis 10 Minuten kann man das machen, eine geschlagene halbe Stunde ist aber dann doch zuviel des Schlechten. Positiv fiel immerhin auf, dass so manche Szene tatsächlich etwas gemächlicher daher kam, Clara gehaltvoller wirkt, und natürlich die Anzeichen von Düsternis. Gerade als man befürchtet, man bekäme eine olle "Rettet den Dino"-Öko-Story serviert, geht das Vieh in Flammen auf. Sehr schön. Dass der Doctor den Penner umgebracht hat, glaube ich hingegen nicht. Bestohlen ja, aber ansonsten gehe ich davon aus, dass Moffat im Finale ganz bewusst einen Androiden mit Menschenteilen hat durch des Doctors Hand sterben lassen, um eine klare Grenze zu ziehen: Roboter mit Menschenteilen (Cyberman, ick hör Dir stampfen) ja, ein funktionstüchtiger Mensch nein. Und die Penner-Geschichte soll wohl dann vor allem die Zuschauer einladen, sich selbst die Frage zu stellen, ob der Doctor noch ein "Good man" ist. Die Antwort darauf wurde im übrigen aber ja schon geliefert, als der Doctor Clara allein lässt, um sie dann doch zu retten. Der Capaldi-Doctor wird wohl riskanter und extremer agieren, aber er bleibt trotzdem der Doctor.
      Ab dem Restaurant und dem sich langsam eingegroovt habenden Doctor fühlte ich mich im übrigen dann schon besser unterhalten. Die Luftanhalte-Nummer war sogar mal wieder eine gute Moffat-Idee, die nur leider im Finale schon wieder recht unlogisch fortgeführt wurde. Echte schreiberische Qualitäten zeigten sich dann erst am Ende, als es noch einmal um die Regeneration ging und dann auch noch der vorhergehende Doctor anrief. Sehr schöne Szene. Aber mehr als eine leicht überdurchschnittliche Folge ist "Deep Breath" für mich trotzdem nicht geworden, die sich damit leider zu dem immer größer werdenden Haufen halbgarer Eintopf-Folgen gesellt, die Moffat seit seiner Showrunner-Ernennung abgeliefert hat. Hier und da blitzen zwar gute Ideen und Dialoge durch, aber eben leider auch Moffats Hang zum Ideen-Recycling, sowie der immer größer werdenden Einfallslosigkeit bezüglich guter, unverbrauchter Science-Fiction-Plots, die immer dann sichtbar wird, wenn sich Moffat mal nicht in seine Staffelarcs flüchtet. Dann geht es mit einem Mal nur noch um Alien-Gedankenkontrolle, oder halt ein Roboter, der sich mit Menschenteilen bestückt. Alles nichts, was nicht auch aus der Feder eines Fanfiction-Autors stammen könnte.


    • Das ist jetzt aber nicht so überwältigend viel im Vergleich zu den anderen Episoden der 7. Staffel, auch wenn man natürlich noch die Kinobesucher, usw. hinzuzählen sollte. Oder täusch ich mich da? Genug Werbung hatte die BBC ja auch gemacht. Aber vielleicht liegts am Bank Holiday (in England ist der Montag frei (in Schottland und Irland nicht)).

      Doctor Who was by far the most watched programme of Saturday night, getting over two million more viewers than the second placed Casualty, which had 4.2 million watching. Tumble, the programme leading into Doctor Who had 3.3 million. The BBC took the top five places of the day with ITV's highest rated programme being Tipping Point: Lucky Stars with 3.3 million viewers. The audience rose slowly through the episode, peaking at 7.0 million towards the end. Doctor Who is currently the third highest rated programme for the week, with The Great British Bake Off leading the charts with 7.4 million.


      Ok, das relativiert es schon noch, aber bei dem ganzen Hype und den vielen kleinen Trailern hätte ich mir mehr Neugier erwartet. Sind da jetzt die iplayer-Zahlen schon drinnen?


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zghuk ()

    • Also ich war gestern auch im Kino (UCI Kinowelt Hürth) und ich fand den Sound auch wirklich grauenhaft. Ich musste mich wirklich konzentrieren um die Stimmen zu hören.

      Aber im Allgemeinen war die Folge sehr interessant, vor allem der Gastauftritt von Matt Smith, dort bekam ich eine Gänsehaut ^^

      Was auch schade war, als zum Schluss das Making Of kam hat man im Kino das Licht eingeschaltet. Wieso auch immer ...

      Ich freue mich aber schon wenn bald wieder Doctor Who ins Kino kommt :D
    • Ich war gestern in Siegen im Kino und auch hier lief die Folge in einem größeren Saal, als das Special letzten November. Der Saal war gut gefüllt, aber nicht ausverkauft. Ansonsten gab es im Kino keinerlei Hinweise auf den Doctor, aber wir sind hier schließlich in der Provinz und wenigstens zeigen sie den Doctor überhaupt. Last Night of Monty Python wurde hier nicht gezeigt. Den Ton fand ich in Ordnung, alles war klar verständlich.

      Das Intro gefällt mir sehr gut, wobei ich allerdings die neue Instrumentierung des Themes nicht mag. Klingt so "dünn" und elektronisch. Die Arrangements der letzten Jahre haben mir besser gefallen. Ist halt Geschmackssache und macht die Serie nicht schlechter.

      Die Atmosphäre der Folge hat mir dagegen gut gefallen. Diese dunkle, geerdete Stimmung fand ich sehr passend für die Einführung. Eine CGI-lastige Fole im Weltraum hätte wahrscheinlich zu sehr vom Doctor abgelenkt. Die Paternoster Gang finde ich super. Habe generell ein Faible für kämpfende Frauen, wie ich in letzter Zeit festgestellt habe. :love: Ich kann zwar verstehen, daß Strax einigen auf den Keks geht, weil er schon manchmal übertrieben dämlich rüberkommt, aber ich finds witzig. :rolleyes: Mir ging eher River Song gehörig auf den Nerv, die war ja zum Glück nicht dabei.
      Den letzten Teil der Folge, genaugenommen der Kampf im Keller, paßte irgendwie nicht zum eher ruhigen und dialoglastigen Rest der Folge. Auch, daß der Doctor den Droiden dazu bringt, aus der Gondel zu springen, war nicht so originell. Wie Kirk in besten Zeiten, als er Computer zur Selbstaufgabe gequatscht hat. :D
      War aber nett, durch die Clockwork Droids eine Verbindung zu einer alten Folge aufzubauen, ohne großartig draufeinzugehen.

      Capaldi gefiel mir sehr gut. Die etwas verwirrte Art am Anfang, aber auch gegen Ende, als sich der Doctor gefangen zu haben schien.
      Meine Lieblingsaussage des Doctor war, daß er immer einnickt, wenn andere Reden und nur bei den wichtigen Reden, seinen, wach ist. :)
      Generell war sehr viel Humor in der Folge, der mir gefallen hat.
      Hat der Doctor nicht erwähnt, daß er seine Uhr gegen den Mantel getauscht hat? Warum sollte er denn den Penner dafür umbringen? Würde zu keinem Doctor passen und ich hatte auch nicht in der Folge das Gefühl, daß das angedeutet werden sollten. Vielleicht war genau in dem Moment der Ton schlecht. ;)

      Der Anruf des alten Doctors fand ich eine sehr nette Idee. Er überredet Clara, bei sich zu bleiben. Geht mir wie einigen anderen hier auch, es hat mir besser gefallen, als das ganze Weihnachtsspecial.
      Jetzt heißt es schauen, wohin die Reise mit der Tardis in Staffel 8 so geht. Hoffentlich fängt die Hüterin der Neversphere nicht an, so zu nerven wie die Augenklappen-Frau. Da habe ich immer laut "Get on with it" gerufen. ^^

      Freue mich auf jeden Fall wieder sehr auf die kommenden Folgen, was lange nicht mehr so war. Sogar vorbestellt habe ich die Staffel schon, und das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht. :whistling:
    • 8x01 - Tief Durchatmen (Deep Breath)

      Zghuk schrieb:



      Das ist jetzt aber nicht so überwältigend viel im Vergleich zu den anderen Episoden der 7. Staffel, auch wenn man natürlich noch die Kinobesucher, usw. hinzuzählen sollte. Oder täusch ich mich da? Genug Werbung hatte die BBC ja auch gemacht. Aber vielleicht liegts am Bank Holiday (in England ist der Montag frei (in Schottland und Irland nicht)).

      Doctor Who was by far the most watched programme of Saturday night, getting over two million more viewers than the second placed Casualty, which had 4.2 million watching. Tumble, the programme leading into Doctor Who had 3.3 million. The BBC took the top five places of the day with ITV's highest rated programme being Tipping Point: Lucky Stars with 3.3 million viewers. The audience rose slowly through the episode, peaking at 7.0 million towards the end. Doctor Who is currently the third highest rated programme for the week, with The Great British Bake Off leading the charts with 7.4 million.


      Ok, das relativiert es schon noch, aber bei dem ganzen Hype und den vielen kleinen Trailern hätte ich mir mehr Neugier erwartet. Sind da jetzt die iplayer-Zahlen schon drinnen?


      Asylum of the Daleks hatte 6,4 Mio Overnights und dann mit den Finalen Quoten so zugelegt, dass es zu den meistgesehensten Folgen von Moffat wurde. Also nicht unterschätzen wieviele die Folge aufnehmen oder beim iPlayer schauen. Die finalen Quoten werden sehr viel höher sein. Außerdem gehen gerade ALLE Overnightquoten in Großbrittanien runter, weil das On Demand Angebot sich immer mehr durchsetzt.
    • Ich würde "Deep Breath" ein GUT geben.
      Was mich störte, waren das Postregenerativetrauma des Doctors, welches etwa die Hälfte der Episode ausmachte. Auch der Riesen-Saurier fand' ich etwas gewagt, aber nach etwa der Hälfte schafft man einen riesigen Sprung nach oben!
      Was mich erfreute, war diese kleinen dunklen Andeutungen - gepaart mit der Frage, die sich in dieser Staffel stellt: "Am I a good man?". Ich vertrete nämlich die Meinung, dass er den Obdachlosen wegen dem Mantel umgebracht hat (wir vielleicht die Uhr am Ende der Staffel nochmal sehen) bzw. er den Androiden aus dem Luftschiff zu Fall gebracht hat. Doch auch wenn es nicht klar ist, ob er all' dies getan hat, gefällt mir der Gedanke eines düsteren Doctors. Man merkt schon an kleinen Szenen, bsp. die mit dem Kutscher ("Shut up, I talk to the horse.") oder die auf der Brücke ("Pudding Brain"), dass er nicht mehr der Menschenfreund ist - wie wir ihn kannten. Und Clara passt deshalb für mich klar als Companion - sie ist sein "carer". Wenn dies so weiter geführt wird, bin ich zufrieden mit der Darstellung des Doctors. Capaldi gibt dem Doctor wieder das Mysteriöse und Unmenschliche zurück. Gefällt mir! :thumbsup:
    • das mit den overnights hat sich ja die letzten jahren immer mehr verschlimmert(was manches fangörl ja veranlasst von "der zerstörung der serie" zu sprechen). zumal war schätzungsweise auch ein großteil der potenziellen 11 mio. zuschauer(bei eleventh hour) ins kino gegangen.

      am besten einfach die finals abwarten(die kinozuschauer sind da glaube ich aber auch nicht dabei).




      Ich schreibe lediglich meine meinung. diese ist nicht allgemeingültig!

      wenn man sich beim Versilbern des eigenen Arsches aus Doofheit selbst die Rosette zulötet,
      ist es ja doch ganz lustig!
    • TARDIS schrieb:

      Ich denke er hat ihm seine Uhr gegeben?

      sagte er... aber an seiner zögernden reaktion z.b. könnte man jetzt reininterpretieren, dass dies gelogen war... ich bin mir sicher, er hat ihn gekillt ;) (diese theorie hatte raphael schon vorher in mein hirn gepflanzt - und mit der im hinterkopf und nochmaligen schauen der folge gestern, ging dies klar für mich hervor... das ganze benehmen des doctors, als clara ihn auf den mantel anspricht, spricht dafür)
    • Steven Moffat has explained why he gave Matt Smith’s Doctor a cameo in Deep Breath.
      He said [via]:

      “It just felt utterly right for what we were planning for Peter’s Doctor – and right for Matt’s Doctor that he would think of that as he was just about ready to go out the door. And you think, well it’s never
      been done before – why not?” “I did wonder. I wondered when we sat in the cutting room, ‘Does this seem strange?’ And then you remember you’re making Doctor Who and you go, ‘Yes this does seem strange – that’s absolutely fine!’”

      Moffat also confirmed that the scene was already shot during filming of 2013 Christmas special [via]: “We shot that on the set of Time of the Doctor which meant I had to write that scene first and then fill in some gumph about clockwork robots.”

      The scene seems to have divided fans, some feeling it undermined Capaldi’s Doctor. But the man himself was happy with the scene: “I love Matt, I think he’s fantastic. He had a great kind of wisdom about him; he had this great combination of youthfulness and this very old soul, which is very unique, so I was delighted that he showed up.”


      doctorwhotv.co.uk/moffat-on-that-deep-breath-cameo-65859.htm via radiotimes.com/news/2014-08-23…-right-says-steven-moffat

      Schöne Worte von beiden. Ich freu mich :)



      André
      McFly schrieb:

      TARDIS schrieb:

      Ich denke er hat ihm seine Uhr gegeben?
      sagte er... aber an seiner zögernden reaktion z.b. könnte man jetzt reininterpretieren, dass dies gelogen war... ich bin mir sicher, er hat ihn gekillt (diese theorie hatte raphael schon vorher in mein hirn gepflanzt - und mit der im hinterkopf und nochmaligen schauen der folge gestern, ging dies klar für mich hervor... das ganze benehmen des doctors, als clara ihn auf den mantel anspricht, spricht dafür)



      Mir gefällt dieser Gedanke einfach nicht. Der Doctor hat jetzt soviele Inkarnationen, aber dass er "nutzlose Menschen" wegen eines Gegenstands tötet? Bei seiner Intelligenz hätte er dutzend andere Möglichkeiten
      gehabt, sich Anziehsachen zu besorgen seit Pertwee wissen wir ja, überall liegen Sachen rum, die ihm passen... Ich kanns mir einfach nicht vorstellen.

      Man darf davon abgesehen auch nicht vergessen, dass Moffat für die Ewigkeit schreibt. Wie soll der Doctor mit dieser Schuld denn weiterleben? Unschuldige zu töten? Wie kann er sich dann zum Beschützer der Schwachen und Entrechteten noch hervortun? Er will doch gerade Fehler korrigieren nach seiner eigenen Aussage und beginnt gleich mit einem schlimmen?

      Er sagt ja auch dem Clockwork-Androiden, dass er sich um alle Menschen da unten kümmert, wie soll er das sagen können, wenn er grad einen da unten für einen nichtigen Grund getötet hat?


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
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    • Ich hatte auch das Vergnügen, mir die Folge im Kino anzusehen. War ebenfalls im UCI in Hürth. Die Folge fand´ ich allenfalls durchschnittlich, vor allem wenn man bedenkt, dass das ein Opener ist mit neuem Doktor. Das lag´ aber definitiv nicht am Doktor, der gefällt mir gut. Irgendwie kam kein Tempo auf, die Folge plätscherte so vor sich hin und dass der Doktor am Anfang etwas verwirrt ist, ok das hatte wir auch schon oft genug (gehört ja dazu), aber sooooo lange?.

      Toll fand´ich hingegen:

      - Den Anfangsreport von Strax (gehörte wahrscheinlich nicht zur Folge oder?)
      - Die Verbindung zu "The Girl in The Fireplace"
      - Den kleinen Gastauftritt von Matt Smith.

      Bin mal gespannt wie´s weitergeht. Auch wenn´s jetzt keine der besten Folgen war (meiner Meinung nach), freue ich mich auf weitere Kinospecials
      Apropos Kino: Sehr lustig war auch, dass das komplette Kino voll war, bis auf unsere Reihe (Reihe 3). Hier saßen nur meine Frau und ich und ein weiteres Pärchen, sonst war die komplett leer (wieso auch immer).

      PS:
      Nein, bin nicht neu hier, schreibe nur recht wenig.
    • Definitiv eine der problematischsten Regenerationen für den Doctor! Capaldi spielt das toll. Der Doctor, an der Schwelle zum Wahnsinn. Einsam, verzweifelt, verwirrt, zornig. Besonders stark seine Szene mit dem Penner. Man kann verstehen, dass der arme Mann sich vor dem Doctor fürchtet. Das ist kein harmloser Verschrobener, das ist ein gefährlicher Irrer! So extrem von dem entfernt, was menschlich ist, wirkt er vollkommen unberechenbar, gefährlicher, heftiger als alle anderen Doctors (okay, für den Penner nicht, eher für die Zuschauer ;) ) vor ihm.

      Allein die Sache mit dem Gesicht, das fand ich auf so vielen Ebenen einfach nur klasse! Da steckt so viel drin, das muss ich mir später noch mal in Ruhe zu Gemüte führen.

      Mein erster Eindruck: einfach toll! Ein gelungener Staffelauftakt. Wenn ich mir die Folge ein zweites mal angeschaut habe, schreibe ich vielleicht mehr.
    • 8x01 - Tief Durchatmen (Deep Breath)

      Ich muss jetzt mal betonen, dass ich sehr froh war, dass die Folge nach anfänglicher Befürchtung eben nicht TEMPO-reich war, sondern zum ersten Mal seit langen von den Charakteren getragen wurde, so wie es in vielen anderen anständigen Serien auch passiert, nur New Who das in letzter Zeit irgendwie nicht einsah und lieber aneinandergereihte Szenen präsentierte. Die Folge hat mich äußerst befriedigt zurückgelassen.

    • Jon Pertwee war eine ganze Episode - Spearhead from Space - verwirrt gewesen. Das als Beispiel, was mir gerade so einfällt.

      Der fünfte und zehnte Doctor haben erstmal fast ihre ganze erste Folge verschlafen. Und der siebte Doctor ist gefühlt fast die ganze Folge verwirrt und mit der Rani als Mel im Schlepptau rumgerannt. Der achte hat auch länger gebraucht bis er sein Gedächtnis wiederhatte.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Balko schrieb:

      Zum einen als der Doctor seine Uhr gegen den Mantel eingetauscht hat, dass kaufe ich ihm keine Sekunde ab, er hat den Obdachlosen umgebracht, für einen verdammten stinkenen Mantel! Das fand ich schon ziemlich hart und ich kann mir außer dem Hurt Doctor (und vielleicht noch Hartnell) zum Glück keinen anderen Doctor vorstellen, der so etwas getan hätte.

      Zghuk schrieb:

      Wie soll der Doctor mit dieser Schuld denn weiterleben? Unschuldige zu töten?

      In der allerersten Geschichte der Serie will der Doctor einem schwer verletzten Steinzeitmenschen mit einem großen Stein den Schädel einschlagen, weil er ihn und seine Leute aufhalten und damit in Gefahr bringen könnte. Nur mal so zur Erinnerung.
      In dieser Folge wirkt es auf mich nicht wie ein Mord sondern eher so, als wenn der offensichtlich sehr eingeschüchterte Penner vom Doctor noch weiter bearbeitet und bedroht wurde, bis er sich eingemacht und seinen Mantel aus Angst abgegeben hat.

      Balko schrieb:

      Noch befremdlicher war Mary Poppins, die mir bereits auf den Sack ging, bevor sie auch nur den Mund aufgemacht hat.
      Ja.


      Insgesamt fand ich die Folge ganz gut. Ein paar lächerliche Sachen wie Ninja-Vastra-und-Jenny (fand ich letztes mal schon dumm) und die total bekloppte Kampfszene im Keller, bei der nicht das geringste Gefühl der Bedrohung für die Charaktere aufkam, gab es auch. Diese ziehen die Geschichte aber nicht ins Mittelmaß hinunter, weil vieles andere, insbesondere die Schauspieler, sehr stimmig waren.
      Capaldi macht mir große Hoffnung für seine Doctor-Zeit und ich hoffe, dass moralisch fragwürdige Entscheidungen und Andersartigkeit beibehalten werden. Die Szene mit dem Schlafzimmer war ausgezeichnet. Clara darf auch gerne sehr lange in der Tardis bleiben.
    • Zghuk schrieb:

      Wie kommste gleich auf schwulen Sex? Das hat im Übrigen nichts mit Sexismus zu tun, das wäre ja auf der Verstandesebene, das Unterbewusstsein ist gerade nicht steuerbar und da wird halt das biologische Programm abgespult wie Menschen nunmal funktionieren.


      Der ständige Kontakt mit dieser dunklen Ecke des Fandoms während der RTD-Ära, dem Anfang der Smith-Ära und ja auch im NCIS-Fandom. Tut mir leid, dass schädigt einen in dieser Hinsicht fürs Leben.

      Zghuk schrieb:

      Man kann sich aber auch fragen, warum es bei Clara so wenig Sexuelles gab,


      Weil man es nicht braucht?

      Zghuk schrieb:

      Man kann die Beziehung zum Doctor vielleicht sogar eine platonische Liebesbeziehung bezeichnen, weil es vermutlich doch mehr als reine Freundschaft ist, aber so eine klassische gestörte Liebesbeziehung auf Grund der verschiedenen Ziele, also bei einer verschmähender und unerwiderten Liebe etwa, ist es sicherlich nicht.


      Was in Time of the Doctor und auch hier nicht nur angedeutet wurde, war sehr offensichtlich. Sie will mehr vom Doctor und in seiner letzten Folge hat der elfte Doctor bei dem Spiel ja sogar noch richtig mitgespielt.

      Zghuk schrieb:

      Dass sie als Pet im Sinne eines Spielzeugs angesehen wird, kann ich jetzt nicht sehen. Es gibt schon eine sehr dominante und auch eine sehr klare unterwürfige Tendenz, die aber zumindest durch einen gemeinsamen Willen getragen wird. Gerade Jenny hat das auch in der 7. Staffel gezeigt, dass sie nicht das kleine Blödchen ist, sondern auch weiß, was sie will und wie sie Vastra lenken und zügeln kann.


      Klar ist es eine dominante Beziehung, man muss sich hier aber die Geschichte der Silurians einfach mal ins Gedächtnis rufen.

      Zghuk schrieb:

      Was deine Zoophilie-Gedanken angeht, sollte man sich bei einer Scifi-Serie wie DW bei sowas nun wirklich keine Gedanken machen. Dann wäre vermutlich bereits die Beziehung zu River Song oder Grace Holloway bereits "Unzucht", weil ja Mensch mit Nichtmensch usw.


      Ich mache mir darüber schon Gedanken, wenn eine der Rassen, die andere als minderwertig betrachtet und sich als Vieh gehalten hat, um sie zu essen. Der Doctor sieht Menschen zwar manchmal wie Kinder an, aber doch eher wie Gleichberechtigte, war auch bei den verschiedenen Mischwesen aus Star Trek so, aber im Falle von Vastra und Jenny ist es nun einmal anders und sorgt für einen schlechten Beigeschmack. Hier ist es so, dass die Herrin ihr Haustier fickt, man kann es leider nicht anders sagen.

      Zghuk schrieb:

      kann ich mir auch nicht so richtig beim Doctor vorstellen, realistischer ist eher ein Veränstigen oder Überreden.


      s. unten.

      Zghuk schrieb:

      Vielleicht bekommen wir ja in den nächsten Episoden noch Anspielungen darauf


      Ich glaube nicht.

      Zghuk schrieb:

      Der Halffaceman war nicht bösartig in diesem Sinne, sondern war wegen seiner vergeblichen Suche und seiner bemitleidenswerten Existenz ein ganz anderer Schlag von Gegnern. Er war fehlgeleitet und war in einem inneren Konflikt, den der Doctor ja ganz offen ansprach und worin ich auch die Lösung der Situation sehe. Ich bin mir nicht sicher, ob der Doctor an seine kämpfenden Mitstreiter "unten" in dem Moment dachte. Vielmehr wird er das allgemeine Wohl im Kopf gehabt haben und das ist ein klarer Vernunftsgrund, der einen Mord in dieser Form auch nicht rechtfertigen würde. Das Überreden zum bzw. Assistieren beim Springen wäre die einzige vernünftige Lösung.


      Ich glaube, der Doctor hat ihn getötet, um ihn zu stoppen, egal ob er nun an seine Freunde dachte oder nicht, er wusste, dass Half-Face Man so lange weiter reisen und auch töten würde, bis er das gelobte Land erreicht und die einzige Möglichkeit ihn zu stoppen, war ihn umzubringen. Punkt, keine weitere Diskussion. Der Mann wollte nicht sterben, nicht bevor er das Gelobte Land erreichte, da hätte der Doctor sich nur noch weiter den Mund fusselig reden können.

      Zghuk schrieb:

      Matt Smith Doctor, der mit soften Tönen einherging


      Abgesehen von den Szenen (wie z.B. in Vampires of Venice im Thronsaal) in denen er so düster wirkte wie sonst nur McCoy, aber lassen wir das.

      Zghuk schrieb:

      Für mich macht er vielmehr den Eindruck des Pertwee-Doctors, der missmutig über die Welt und die Menschen ist ganz am Anfang und endlich auch etwas ändern will, aber im Kern doch immer der Doctor bleiben wird.


      Nach den Promobildern und mehreren Vorabaussagen der Beteiligte hatte ich auch eine neue Version des dritten Doctors erwartet, jetzt wirkt der zwölfte auf mich eher wie eine Mischung aus Colin Baker und Sylvester McCoy, mal sehen ob das so bleibt und wenn ja, wo das hinführt.

      Zghuk schrieb:

      Deswegen kann ich mich auch nicht mit der Vorstellung von skrupellosen Verhalten anfreunden. Der Doctor hat grad sein Leben geopfert, um ein doofes Dorf zu beschützen, und dann sticht er einen Penner ab für einen Mantel?


      Ich kann es mir leider Gottes schon vorstellen. Nicht falsch verstehen, ich finde es genauso schlecht wie du, dass man so etwas überhaupt impliziert, aber es ist nun einmal da und die Theorie steht im Raum. Ich will eher glauben, dass er ihn einfach überfallen und bewusstlos geschlagen hat, was auch nicht so toll ist, aber wenigstens kein Mord, aber dieses seltsame Gefühl in der Magengrube, dass es doch der Fall sein könnte, dass er den Obdachlosen umgebracht hat, werde ich einfach nicht los und das finde ich nicht gut. Dass der Doctor über Leichen geht, um das zu bekommen, was er will, bringt ihn für mich zu dicht an den Master heran. Er kann gerne Leute manipulieren, auch seine Freunde, vor allem auch um sie selbst zu beschützen, er kann Gegner in Selbstverteidgung umbringen oder auch, wenn er keine andere Wahl mehr hat, sie aufzuhalten. Hat er ja auch am Ende dieser Episode getan, ich glaube nämlich keine Sekunde, dass er den Clockword-Android zum Selbstmord überreden konnte. Aber ich kann es einfach nicht akzeptieren, dass der Doctor einfach so Leute umbringt, wenn er es nicht unbedingt muss. Er war nie der Held in der scheinenden Rüstung, der auf dem weißen Pferd angeritten kommt, er war nie Superman, eher Batman, der halt tut, was getan werden muss, aber doch immer versucht so viele wie möglich zu retten. Nimmt man das weg, wird er wie diese Bekloppten aus Watchman (und ja, ich mag den Film nicht und den Comic habe ich nie und werde ich auch nie lesen) und "Helden", die selbst keine moralischen Grenzen mehr besitzen, sind keine Helden, keine Charaktere mit denen man mitfiebert und denen man gönnt zu gewinnen, sondern Arschlöcher, ja fast schon selbst Verbrecher, denen man wünscht zu verlieren. Und dass sollte der Doctor ganz sicher nicht sein!
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 2_1Doc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Balko ()

    • Sorry, bin nicht so bewandert bei den Classics (nicht steinigen bitte), aber den Staffelauftakt mit John Pertwee kenne ich tatsächlich und stimmt der war auch lange verwirrt (sehr lustig die Krankenhausszenen).
      Führt wahrschienlich wieder zu Grundsatzdiskussionen, die nicht hierher gehören, aber ich vergleiche Classic Who nicht mir New Who, deswegen habe ich auch gar nicht an die alten Regenerationen gedacht.
      Für mich sind das zwei unterscheidliche Serien. Es ist im Grunde wie bei Star Trek und Star Trek NG: Es gibt definitive Verbindungen und auch einige Referenzen, aber die enorme Zeitspanne zwischen den einzelnen Serien macht diese unheimlich schwer vergleichbar.

      Aber zurück zum Thema:
      Ich persönlich denke ja, dass es einen Unterschied macht ob ein Doktor eine Folge verschläft oder verwirrt ist, denn man kann gute Folgen auch mit fehlendem Doktor gut inszenieren. Einen Doktor der zu lange "unsinnig" umherwirbelt, finde ich allerdings nur schwer erträglich (Ihr habt natürlich recht, das gerade die Szene mit dem Obdachlosen, seine dunkle Seite stärker zum Ausdruck bringt, trotzdem mag ich es nicht).
      Bei Matt Smith waren die Szenen mit der jungen Amilia durchaus komisch, allerdings kam mir die Verwirrung hier nicht ganz so lange vor (Hoffentlich stoppt das jetzt keiner mit der Stoppuhr).

      Und bitte nehmt mir die Meinung nicht übel, ich bin ein Fan der Serie!
    • Sonic Screwdriver schrieb:


      Vastra und Jenny... Was soll man dazu sagen... Es ist wirklich schwer vorzustellen, daß Angehörige verschiedener Spezies eine Liebesbeziehung zueinander entwickeln, die auch körperliche Zuneigung und Sex beinhaltet.


      Du hast wohl noch nicht viele SciFi-Serien gesehen? Da wimmelt es nur so von Sprößlingen zweier unterschiedlicher intelligenter Spezies. Allen bei StarTrek fallen mir Spock ein, der eine menschliche Mutter hatte und jene Dame an Bord der Vojager, deren Eltern menschlich und klingonisch waren. So ungewöhnlich ist es in der Fantasy oder SciFi nicht, dass sich Angehörige unterschiedlicher intelligenter Spezies ineinander verlieben und oftmals sogar Kinder in die Welt setzen. (Dass hier eine vernünftige biologische Erklärung schwierig ist, lassen wir mal außen vor.)

      Zur ersten Folge des neuen Doctors: Mir hat sie sehr gut gefallen, wenn es auch ein paar Kleinigkeiten gab, die ich nicht ganz so toll fand. Da ist zum einen der biologisch unmöglich große Dino, der für die Story nur eine untergeordnete Bedeutung hatte. Seine Funktion während des Regenerationstraumas des Doctors hätte man auch "realistischer" darstellern können. Aber seis drum: Es ist halt Moffat und er neigt zu gewissen Übertreibungen und Gags nur um des Gags willen. Gut gelungen fand ichg ich hingegen die Darstellung des Traumas und die langsame Überwindung des selben, die wohl mit dem "Geronimo" weitestgehend abgeschlossen waren. Sehr schön auch, als Madame Vastra im Tonfall des Brigadiers das "Here we go again!" zitiert, dass dieser bei der Regeneration des dritten zum vierten Doctors von sich gibt. Das "You've redecorated. I don't like it." kam mir hingegen fast schon einmal zu viel vor. Es mausert sich zum Running Gag der Serie.

      Sehr genial fand ich auch, wie der elfte Doctor, Matt Smith, Clarta und auch uns Zuschauer bei der Hand nahm, nun dem neuen Doctor zur Seite zu stehen. Ein wahrlich guter Einfall von Moffat!

      Im Gegensatz zu manch anderen, fand ich die Pater-Noster-Gang sehr gut in Szene gesetzt. Strax ist für die Lacher gut, manchmal sicher etwas flach, aber ansonsten wurde die Beziehung der Charaktere etwas mehr beleuchtet und es war sicher hilfreich für den neuen Doctor, bekannte Gesichter um sich zu haben. Ich könnte mir gut ein Spinn-Off für das etwas jüngere Publikum mit dieser Gang vorstellen. (Andererseits: Moffat und Gattis haben ja schon eine Sherlock-Serie am Laufen ...)

      Und bevor das Posting jetzt so lange wird, dass es keiner mehr liest, komme ich zum Schluß:

      Eine sehr gute Folge und ein sehr interessanter, dunklerer neuer Doctor! ch bin gespannt, wie es weitergeht!

      Gruß
      Roland
    • Chili Palmer schrieb:

      ür mich sind das zwei unterscheidliche Serien. Es ist im Grunde wie bei Star Trek und Star Trek NG: Es gibt definitive Verbindungen und auch einige Referenzen, aber die enorme Zeitspanne zwischen den einzelnen Serien macht diese unheimlich schwer vergleichbar.


      Es ist eine Serie, die neue Serie ist nichts weiter als eine Forstetzung und hat immer noch den gleichen Hauptcharakter, anders als TNG, was ein Spin-Off war, mit einigen Verbindungen, aber doch nicht mehr ein und dieselbe Serie. Daher ist es vergleichbar, auch wenn man natürlich oftmals Abstriche machen muss, da die neuen Folgen leider nu 45 Minuten lang sind. Aber gerade bei einer Folge mit Überlänge wie dieser hier, ist der Vergleich sehr gut zu machen, hatte ja die Länge eines Dreiteilers, eigentlich sogar mehr.
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