8x03 - Roboter in Sherwood (Robot of Sherwood)

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    • Balko schrieb:

      Kleines Problem hier: Das Schloss war fake, aber am Ende der Folge wird gesagt Robin Hood und die Umgebung nicht, die sind aber auch zu sauber, allen voran Robin Hood, der einfach zu perfekt ist.


      Ich nahm an, dass das perfekte Umfeld zumindest Teilweise auf die Strahlung zurückzuführen war, die sich laut dem Doctor auf das Klima und das Umfeld des Schlosses ausgewirkt hat. Vielleicht nicht unbedingt auf die Sauberkeit der Umgebung oder das Erscheinungsbild Robin Hoods, da hast du recht. Vielleicht schreibe ich den Produzenten auch mehr zu, als sie sich tatsächlich dabei gedacht haben, wer weiß. (Oder es waren off camera ein paar Staubsauger-Roboter unterwegs).
    • Ich hab mir übrigens mal den Spaß gemacht, die Umfragewerte auf Gallifreybase.com zu den bisherigen drei Folgen zu nehmen und ein Diagramm daraus zu machen, die Stichprobe ist mit 3500, 3000 und rund 1000 Umfrageteilnehmer doch schon etwas aussagekräftig.

      Während die Bewertung im oberen Bereich erstaunlicherweise sehr stark sich ähnelt, hat doch zumindest Robot of Sherwood schon deutlich mehr Bewertungen im unteren Bereich der Skala bekommen:



      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • Mit der Strahlung hatte Robin Hoods Auftreten nichts zu tun, die war nur für das Wetter verantwortlich. Robin Hood, nicht nur er selbst, sondern auch sein Aussehen sind einfach anachronistisch. Und ja, dass ist ein Problem, da wir es hier anscheinend mit einem Pseudo-Historical zu tun haben. Definition einen Pseudo-Historicals: Spielt in der Vergangenheit und hat außerirdische Elemente, hier die Roboter. Was ist dann ein normales Historical? Alles ohne außerirdische, ohne alles mysteriöse, eben so wie es wohl wirklich war. Das möchte ich eigentlich sowieso mal wieder in Doctor Who sehen, wird aber wohl nichts draus werden. Aber vielleicht wird mein Wunsch ja war und das ganze spielt oder spielte nur im Land of Fiction, dann wird die Folge gleich wieder ein bisschen besser, auch wenn es ein sehr billiger Cop-Out wäre.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 12thdoc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Okay. Die Szene mit dem explodierenden Ziel war Müll.

      Ansonsten war die Folge durchaus unterhaltsam. Ich habe kein Problem damit, dass Robin Hood existiert. In der Mitte hatte die Story ab und an ihre Längen (Kerkerszene), konnte aber mit Atmosphäre und Witz überzeugen.

      Der arme Gattis bekommt von einigen Hatern teilweise einfach keine Chance mehr. Dabei liefert er konstant Mittelmaß und keine Gurken. Da könnte sich ein Gaiman eine Scheibe von abschneiden.


      "Man sollte sämtliche Pennen anzünden! Jeden Tag eine andere Katastrophe!

      (Pepe Nietnagel alias Hansi Kraus)
    • HamburgBuam schrieb:

      Der arme Gattis bekommt von einigen Hatern teilweise einfach keine Chance mehr. Dabei liefert er konstant Mittelmaß und keine Gurken. Da könnte sich ein Gaiman eine Scheibe von abschneiden.


      Das Problem ist halt, dass wenn man nach (gehobenen) Mittelmaß strebt, oftmals viel weniger rauskommt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier endlich eine Geschichte an der Baseline schreiben wollte. Moffat meinte ja schon, dass er sich mehr Geschichten ohne Story Arc a la Classic Who wünsche, wo auch mal Abstecher ohne Sinn und Verstand möglich sind, einfach um mehr Möglichkeiten zum Schreiben zu haben. Gerade der neue Doctor bietet ja den Schreibern und letztlich auch dem Showrunner ganz neue Möglichkeiten, so dass sich nicht Dinge zwingend einschleifen müssen. Dennoch ist es dann erstaunlich, dass der Aufbau der Geschichte sehr Deep Breath ähnelt hinsichtlich des Gegners und vor allem am Ende sich nicht so schön auflöst wie man es erwartet hatte.


      btw: Hier hieß es immer Delgardo-Verschnitt. Das kann ich nicht so verstehen, weil der Sheriff (Ben Miller) für mich wie Ainley als Tremas wesentlich mehr Ähnlichkeit hatte:





      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • HamburgBuam schrieb:

      Der arme Gattis bekommt von einigen Hatern teilweise einfach keine Chance mehr. Dabei liefert er konstant Mittelmaß und keine Gurken. Da könnte sich ein Gaiman eine Scheibe von abschneiden.

      1. Lass den Harter-Unsinn, dass ist totaler Schwachfug.

      2. Tut er nicht. Er wird gerne als diese Flatline wahrgenommen, er ist allerdings eher eine Achterbahn. Relativ gut mit The Unquiet Dead, relativ schlecht The Idiot's Lantern, wieder relativ gut mit Victory of the Daleks (noch mal: Die bunten Daleks sind nicht Gatiss Schuld, er hats nur geschrieben nicht designt und Regie geführt!), dann eher mittelmäßig mit Night Terrors, gilt auch für Cold War und wieder gut bei The Crimson Horror. Hier ist er wieder mehr als nur schlecht.

      3. Gaiman hat in meinen Augen eher nur Mittelmaß geschrieben als Gatiss.
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    • Thorsten Volker Junkie schrieb:


      Ansonsten: Das ewige Gezeter zwischen Robin und dem Doctor,


      Ich deke mal, dass der liebe Doctor einfach zickig ist, weil er unrecht hatte.
      Und ganz offensichtlich passt es ihm nicht, wie Begeistert Clara von Robin ist

      Thorsten Volker Junkie schrieb:


      ich hoffe, der Doctor hat in seinen Pfeil 'ne Bombe eingesetzt oder does the Screwdriver wood know (explode)?


      Der Doctor hat am Ende doch selber zugegeben, dass er Zielsuchgerät (homing device) in die Pfeile gebaut hatte, die können sicherlich auch "Bumm" machen

      Forever schrieb:


      Er wurde viel zu perfekt dargestellt - mit perfekten Zähne, perfekter Cosplay-Kleidung und diesem dämlichen überheblichen Grinsen. Da verstehe ich nicht, warum der Doctor sich plötzlich von ihm bedroht fühlt und beide sich wie zwei Kinder streiten. Das bricht für mich mit der bisherigen (und folgenden) Charakterisierung des Doctors völlig.

      Robins Darstellung wird ja in der folge selber auf die Schippe genommen und was die Charakterisierung des Doctors angeht: Nach 3 Folgen lässt sich mMn noch nicht allzuviel über seinen Charakter sagen, gut Möglich, dass er einfach auch rechthaberisch ist. Wenn dem so ist, ist Robin ein laufender Beweis, dass der Doctor unrecht hatte. Und, wie oben schon geschrieben: Es passt dem Doctor einfach nicht, wie begeistert Clara von Robin ist.

      Forever schrieb:


      Ich musste an einigen Stellen zwar lachen, aber eher in Szenen die heldenhaft wirken sollten - wie Clara und Robin lassen sich grazil mit Hilfe eines Schwertes am Wandteppich herunter.


      Also bitte, diese Szene war ziemlich eindeutig eine Persiflage auf genau diese Art von Szene



      Mir persönlich hat die Folge gefallen, wesentlich besser als "Into the Dalek"
      Natürlich zielte die Folge in erster Linie auf Humor ab und man sollte die Darstellung des Mittelalters nicht auf historische Genauigkeit untersuchen, aber letzten Endes fühlte ich mich gut unterhalten, und dass ist es was mMn zählt.
    • Ich finde Gatiss ja ebenfalls scheiße, aber dass hier nun einige gleich wieder den Weltuntergang beschwören, kann ich auch nicht nachvollziehen. Die Folge war okay bis mittel; je nachdem, wie sehr man die Kritikpunkte gewichtet. Dass sich Robin als echt herausstellt, sollte dabei eigentlich keine ganz große Tragödie sein. Gibt es nicht so aller 4-5 Jahre immer einen Zeitungsartikel der davon berichtet, dass Forscher mal wieder Hinweise gefunden hätten, dass es möglicherweise tatsächlich mal einen Dieb gab, der irgendwie über drei Ecken den Anstoss für die RobinHood-Legende lieferte ? So kann ich mit der Auflösung durchaus leben, wenngleich die Idee, dass Robin teils eines Versklavungskonzepts ist, durchaus für spannender halte. Aber das Hauptproblem der Folge liegt meines Erachtens doch eher darin, dass die Folge wie ein Smith-Doctor-Script wirkt. Zum dem passt das alberne Gezänke, und dem hätte ich auch abgenommen, dass er spontan so eine Marotte entwickelt, mit Robin in einen permanenten Wettstreit treten zu müssen. Zum neuen Doctor passt das hingegen nicht, diesen Eindruck haben seine ersten beiden Abenteuer zumindest vermittelt. Wenn diese Folge nun zeigen sollte, dass auch der neue Doctor quatschig sein kann, dann hätte man die Episode wohl besser so nach und nach mit Leichtigkeit füllen sollen, anstatt von anfang an den Doctor herumalbern zu lassen. Wenn wir hingegen für den Rest der Staffel wieder den Doctor aus Folge 1 und 2 bekommen, wertet das "Robot of Sherwood" natürlich nochmal ab. Dann hat Gatiss irgendwie verschlafen, dass es einen neuen Doctor gibt.
      Aber nichtsdestotrotz; unterhaltsam und kurzweilig war die Folge, mit hübschen Robotern und Szenerie, einer knuffigen Jenna und guten Schauspielern. Weniger Doctor-Robin-Quatsch und dafür mehr von Robins Männern wäre nett gewesen, und ja, wieso man es nicht so gezeigt hat, dass der Pfeil durch eine Luke in den Ofen des Raumschiffs fliegt, wird auch für ewig ein Geheimnis bleiben, aber alles in allem bin ich eigentlich zufrieden mit der Folge. Ich kann mir vorstellen, die irgendwann nochmal zu schauen - das trifft bei weitem nicht auf alle Gatiss-Folgen zu.

      Oh, und ja, bei dem Sheriff musste ich auch die ganze Zeit an Delgado und Ainley denken. Die ganze Folge erinnerte ja auch stellenweise an "The King's Demons".
    • so folge gesehen und... nun ja, sie hat mir besser gefallen als in der leak version - aber nur gering... das hebt es von schlecht zu unterdurchschnittlich, macht also 4 von 10 punkten.

      ich sehe hier immer noch eine der schlechtesten gatiss episoden der serie... einen doctor, der sich wie ein übermutiger teenager benimmt, eine story die vorne und hinten keinen sinn ergibt, eine clara die völlig out of charakter handelt...

      eigentlich schreibt der herr gatiss immer grundsolide storys, trifft dabei aber die charaktere... hier schrieb er eine schlechte story, ohne die charaktere auch nur im ansatz zu treffen...

      die 4 punkte, die ich vergebe, kann ich an den 4 positiven punkten dieser folge festmachen:

      1. troughtons robin hood bild im raumschiffarchiv.
      2. der sherrif von nottingham.
      3. claras kleid (rot steht ihr einfach)
      und 4. der coming soon trailer zu LISTEN!

      ...mehr sag ich zu diesem machwerk auch nicht... gut möglich, dass ich diese folge beim rewatch der staffel, in ein paar monaten, auslasse...
    • Die Kostüme und Rollenbesetzuing von Robin und vom Sherrif sind ganz klar eine Hommage an den alten Errol-Flynn Film, der ja wohl nach wie vor als *die* Robin Hood Verfilmung schlechthin gilt. Man vergleiche mal dieses Bild: imdb.com/media/rm160009216/nm0001224

      Das Einzige, was man zum Glück geändert hat, sind die albernen Strumpfhosen aus dem Originalfilm.
    • Ich fand die Folge gut. Die Staffel steht anscheinend unter dem Thema, dass Geschichte nicht so passiert, wie sie eigentlich passieren sollte. Der Dinosaurier ist zu groß, ein tatsächlich guter Dalek (nicht wie vorher, dass sie halb menschlich gemacht werden müssen), Robin Hood existiert, obwohl er es nicht dürfte. Vielleicht ist das ja der Plan von Missy. Eine Art weiblicher Time Meddler.
    • Hat bei dieser Folge eigentlich bei der Konzeption keiner gemerkt wo das Problem liegt? "Der Doctor trifft einen zweidimensionalen, wie eins zu eins aus den Geschichten übernommenen Robin Hood. Ein echter Robin Hood wäre wenn er überhaupt existiert hätte viel "realer". Dann findet er raus dass einige der nahen Ritter Roboter sind und hält den unpassenden Robin für einen. Nur erfährt er dann schockierenderweise dass der komische Robin 'the real thing' ist." Der Doctor hat recht: Dieser Robin Hood ist eine Bilderbuchfigur zum Leben erweckt. Wenn man plant zu enthüllen dass es ihn wirklich gab hätte man ihn in der Folge realer darstellen müssen, nicht wie den kleinen Bruder des Karottenviecher-Shakespeares. Dann hätte man aber wiederrum die ersten 90% mit des Doctors Zweifeln an dieser Person nicht durchziehen können. Das ganze Grundkonzept ist so nicht funktional.
      Da hat Gatiss aber anscheinend gedacht "Macht nichts, werfen wir ein paar schlechte Witze rein, dann merkt dass keiner." Da darf der Doctor sich im Duell drüber streiten wer "the bigger... Ego" hat, sein einziger Plan aus der Zelle zu kommen ist der Sonic Screwdriver und er muss beim Bogenschießen mitmachen weil... keine Ahnung, vermutlich weil er eifersüchtig ist. Das bringt uns nämlich zu zwei weiteren Problemen der Folge.
      Zunächst: Timing! Der reist nach "1190-ish" und das erste was vor der TARDIS steht ist Robin Hood. Und natürlich sind sie dann genau richtig zur realen Version DER bekannten Robin-Hood-Geschichte schlechthin da. Mal davon abgesehen dass einige Theorien einen realen Robin Hood, wenn es ihn denn gegeben hätte, erst im ersten Drittel des nächsten Jahrhunderts ansiedeln: Wie wahrscheinlich ist das? Ein riesiger Wald, ein riesiger Zeitraum und genau da ist er. "Weil es is ja witzig, höhö" bzw "Wir ham ja nur 45 Minuten, mach hopp jetz".
      Und der zweite Punkt: Der Doctor und die Liebe. Das ganze kabbeln mit Robin macht den übelst den Eindruck dass der Doctor extrem eifersüchtg ist dass Clara plötzlich 'nem andern hinterherläuft. Klarster Indikator hier sicherlich das sinnlose Bogenschießen. Und natürlich küsst ihn Maid Marian zur Rettung (zwar nur auf die Wange, aber trotzdem). Das wiederrum der Indikator für etwas anderes: Diese Folge wurde nicht für Peter Capaldi geschrieben. Mal abgesehen von den "I can't be in here with someone laughing"-Sprüchen schreit sie nämlich sowas von laut nach einem Smith dass der es eigentlich bis nach Amerika hätte hören müssen. Der ganze Humor, der ganze Ton steht sowas von auf Kriegsfuß mit allem anderen was man bisher von Capaldi kennt und passt wiederrum hervorragend in die siebte Staffel. Die Folge wäre auch da nicht über Durchschnitt hinausgekommen, aber da hätte der Doctor gepasst, der Ton gepasst... Ich mache Peter Capaldi in dem Zusammenhang auch keinerlei Vorwurf, das war schlicht eine Folge die nicht zu ihm passte, da hat er sein möglichstes getan.
      Kommen wir nun zum Bösewicht der Folge: Dem Master! Och nö, ist er gar nicht. Warum nicht? Moffat sagt neulich noch er will den Master nicht wiederbringen und dann castet man für Gatiss' Folge den Anthony-Ainley-Doppelgänger schlechthin, der dann auch noch die ganze Zeit schwarz trägt, die gleichen Intentionen hat wie der Master und sich größtenteils so verhält wie der Master. Obwohl ich wusste dass die Folge anders endet und es anders weitergeht habe ich fast damit gerechnet dass Robin Hood bei der Verabschiedung doch ein Roboter ist, dem Doctor in den Rücken schießt und der doch nicht tote Sheriff hinter dem nächsten Baum hervortritt: "Oh my dear Doctor, you've been naive."
      Noch was hätte zum Master gepasst: Der vollkommen bescheuert ausgeführte Plan der Roboter: "Wir sind jetzt auf der Erde (und diesem komischen bärtigen Kerl) abgestürzt. Wir brauchen Gold um unseren Antrieb zu reparieren. Wir könnten jetzt den Deppen da liegenlassen und einfach mit unserer überlegenen Technologie die Gegend durchforsten bis wir genug haben und ab ins Paradies. OOOOODER wir flicken den Barttypen wieder zusammen, werden seine Diener, beschränken auns auf das Sammeln von Gold durch Steuer-/Tributeintreibungen und verpflichten uns nebenbei noch ihn zum König zu machen. Gute Idee!"
      Dann weiter: "So wir bauen jetzt Ersatzteile aus Gold und klauen dafür so viel Gold wie wir nur kriegen können. Dann verlosen wir beim Wettbewerb einen goldenen Pfeil. Oh jetzt haben wir nicht genug Gold. Doof. Ich meine wir hätten noch den Riesenbottich in den unser Chef reinfällt, aber aus irgendeinem Grund tun wir jetzt mal so als hätten wir nichts mehr und starten trotzdem. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht sind die Ferien vorbei und wir müssen Montag im Büro sein. Und dann wirft jemand Gold auf uns und wir kriegen dadurch Energie Hätten wir dass mal vorher gewusst. hätten wir uns die ganze Ersatzteilgießerei sparen können. Hätten wir es einfach geschmolzen und über das Schiff drübergekippt. Sind wir doof".
      Übrigens: Erst bemüht man sich möglichst genau die Welt der Legenden von Robin Hood nachzubauen (neben Marian, die nicht des Sheriffs Weib sondern des Sheriffs Sklave ist) und dann zerstört man den "Kanon" völlig indem man eben mal verhindert dass alle Geschichten nach dem Bogenschießen überhaupt passieren. Wenn alles bis dahin relativ genaue Nacherzählungen der Realität waren, wo kommt dann alles was danach spielt her? Die vielen weiteren Aufeinandertreffen mit dem Sheriff? Die Rückkehr Richard Löwenherz'? Und warum erzählen wir uns nicht die geschichte wie Robin Hood einst das fliegende Schloss des Sheriffs und seiner metallenen Schergen mit einem Pfeil zerstörte? Klingt für mich so als wäre das der Stoff für Legenden. Egal! Soweit wollte man das dann doch nicht durchdenken.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Ich kann mich da Andre anschließen.
      Uebrigens mag ich bis auf "Idiots Lantern" die Gattis-Folgen. Aber das hier war Quark. Sowohl der Doctor als auch Clara schlecht geschrieben. Robin Hood ein debilgrinsender Witz. Den fand ich wirklich ganz schlimm. Und Clara als Fangirl sehr nervend.
      Eine der schlechtesten Folgen seit langem.
      "So... all of time and space, everything that ever happened or ever will - where do you want to start?"

      "There's no point in being grown up if you can't be childish sometimes."
    • Cutec schrieb:

      Der Doctor hat recht: Dieser Robin Hood ist eine Bilderbuchfigur zum Leben erweckt. Wenn man plant zu enthüllen dass es ihn wirklich gab hätte man ihn in der Folge realer darstellen müssen, nicht wie den kleinen Bruder des Karottenviecher-Shakespeares. Dann hätte man aber wiederrum die ersten 90% mit des Doctors Zweifeln an dieser Person nicht durchziehen können. Das ganze Grundkonzept ist so nicht funktional.


      Die wichtigere Frage war ja sowieso, warum die Roboter etwas über die Rezeption Robin Hoods aus den folgenden Jahrhunderten wissen können, wenn es tatsächlich 1190 gewesen sein soll. Wie soll das gehen?


      Und der zweite Punkt: Der Doctor und die Liebe. Das ganze kabbeln mit Robin macht den übelst den Eindruck dass der Doctor extrem eifersüchtg ist dass Clara plötzlich 'nem andern hinterherläuft. Klarster Indikator hier sicherlich das sinnlose Bogenschießen. Und natürlich küsst ihn Maid Marian zur Rettung (zwar nur auf die Wange, aber trotzdem). Das wiederrum der Indikator für etwas anderes: Diese Folge wurde nicht für Peter Capaldi geschrieben. Mal abgesehen von den "I can't be in here with someone laughing"-Sprüchen schreit sie nämlich sowas von laut nach einem Smith dass der es eigentlich bis nach Amerika hätte hören müssen. Der ganze Humor, der ganze Ton steht sowas von auf Kriegsfuß mit allem anderen was man bisher von Capaldi kennt und passt wiederrum hervorragend in die siebte Staffel.


      Es erinnert tatsächlich so etwas an die wirren Abenteuer des 11. Doctors im ersten Teil der siebten Staffel. Später kommt ja auch noch der Bezug auf die Mummy im Orient Express. Es sind wohl fixe Ideen gewesen, die man dann umgeschrieben hat. Ich hatte ja schon angemerkt, dass es seltsam ist, dass der Doctor hugging ablehnt, aber bei einem Kuss ganz verstört-nachdenklerisch in der Gegend rumsteht.

      Die Gefängnis-Szene haben wir übrigens schon mal in Day of the Doctor gesehen und können uns damit auch vorstellen, wie Matt Smith mit Robin Hood interagiert hätte. Diese zurückgenommene-skeptische Art würde wirklich ganz gut auf den 11. Doctor passen :)


      Kommen wir nun zum Bösewicht der Folge: Dem Master! Och nö, ist er gar nicht. Warum nicht? Moffat sagt neulich noch er will den Master nicht wiederbringen und dann castet man für Gatiss' Folge den Anthony-Ainley-Doppelgänger schlechthin, der dann auch noch die ganze Zeit schwarz trägt, die gleichen Intentionen hat wie der Master und sich größtenteils so verhält wie der Master. Obwohl ich wusste dass die Folge anders endet und es anders weitergeht habe ich fast damit gerechnet dass Robin Hood bei der Verabschiedung doch ein Roboter ist, dem Doctor in den Rücken schießt und der doch nicht tote Sheriff hinter dem nächsten Baum hervortritt: "Oh my dear Doctor, you've been naive."


      Genau, man wartet irgendwie darauf und wird dann durch das plumpe Ende etwas veräppelt... Kein gutes Ende.

      Dann weiter: "So wir bauen jetzt Ersatzteile aus Gold und klauen dafür so viel Gold wie wir nur kriegen können. Dann verlosen wir beim Wettbewerb einen goldenen Pfeil. Oh jetzt haben wir nicht genug Gold. Doof. Ich meine wir hätten noch den Riesenbottich in den unser Chef reinfällt, aber aus irgendeinem Grund tun wir jetzt mal so als hätten wir nichts mehr und starten trotzdem. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht sind die Ferien vorbei und wir müssen Montag im Büro sein. Und dann wirft jemand Gold auf uns und wir kriegen dadurch Energie Hätten wir dass mal vorher gewusst. hätten wir uns die ganze Ersatzteilgießerei sparen können. Hätten wir es einfach geschmolzen und über das Schiff drübergekippt. Sind wir doof".


      Treffend beschrieben, wobei ich durchaus den Aspekt der Einfachheit des Erbeutens von Gold durch Ausnutzen der Sozialordnung grundsätzlich eine gute Idee fand. Unterwanderung ist meist ein wesentlich effizienteres Mittel als rohe Gewalt, wobei natürlich der technologische Abstand schon immens ist. Allerdings ist es natürlich saudämlich, gerade im Mittelalter und dann noch in England abzustürzen. Gabs da überhaupt wesentliche Goldvorkommen?

      Dass die Roboter doof sind, wurde zumindest in der Folge durch die totalitäre Macht des Sheriffs erklärt. Von sich aus hätten sie wohl erst noch gewartet, wenn man das richtig verstehen kann.


      Übrigens: Erst bemüht man sich möglichst genau die Welt der Legenden von Robin Hood nachzubauen (neben Marian, die nicht des Sheriffs Weib sondern des Sheriffs Sklave ist) und dann zerstört man den "Kanon" völlig indem man eben mal verhindert dass alle Geschichten nach dem Bogenschießen überhaupt passieren. Wenn alles bis dahin relativ genaue Nacherzählungen der Realität waren, wo kommt dann alles was danach spielt her? Die vielen weiteren Aufeinandertreffen mit dem Sheriff? Die Rückkehr Richard Löwenherz'? Und warum erzählen wir uns nicht die geschichte wie Robin Hood einst das fliegende Schloss des Sheriffs und seiner metallenen Schergen mit einem Pfeil zerstörte? Klingt für mich so als wäre das der Stoff für Legenden. Egal! Soweit wollte man das dann doch nicht durchdenken.


      Dummerweise schuldet uns Gatiss ja eine Erklärung für Robin Hood noch. Die Zweifel des Doctors wurden nicht ausgeräumt, nur vergessen. Robin macht keinen Sinn, das hatten andere schon angemerkt.
      Der Sheriff machte zwar auch keinen Sinn und uns fehlt eine Erklärung, was er genau ist, warum er so ist und wie er soviel Macht über die Roboter erhalten konnte. Es fehlt einfach die Auflösung für alles.

      Was noch fehlt ist übrigens Missys (badwolf-alike) Paradies-Szene. Die darf man sich wohl denken, denn gerade Roboter und Sheriff dürften als Opfer des Doctors in den elitären Kreis aufgenommen worden sein. Beim Sheriff bin ich mir ziemlich sicher, dass sich Missy ihn gekrallt hat. Der scheint ja auch noch eine Rechnung offen zu haben mit dem Doctor.


      Das Ganze wird übrigens immer unrunder... vielleicht gibs im Staffelfinale ja die Auflösung, dass der Doctor das alles nur geträumt hat ;)


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zghuk ()

    • Egal, wie viele Stimmen es auch gegen die Folge gibt, und egal, wie viel Ungereimtheiten (der goldene Pfeil!) und Albernheiten die Folge hat, ich habe selten einen solchen Spaß an einer Doctor Who Folge gehabt, und schon lange nicht mehr einen solchen Spaß mit dem Doctor! Die Folge hat das Zeug dazu, zu einer meiner persönlichen Lieblingsfolgen zu werden, und 12thdoc hat sich mit dieser Folge ganz klar an die Spitze meines persönlichen Doctor-Rankings gesetzt!

      Das ganze Setting, Mittelalter, Sherwood Forest, Robin Hood and his Merry men, so etwas kann ich einfach nicht widerstehen, dafür habe ich als Kind einfach zu viele Robin Hood-Filme gesehen und geliebt!
      Und der kindische Ego-Streit zwischen Robin Hood und dem Doctor, Ihr könnt sagen, was Ihr wollt, ich fand das einfach nur zum Schießen komisch.
      Dass so vieles daran manchen zu albern war, kann ich schon verstehen, aber ich habe jeden Moment genossen!


      Ich persönlich mag auch Gatiss's Schreibstil sehr. Unter seinen bisherigen DW-Episoden war keine dabei, die mir persönlich nicht gefallen hätte.