8x07 - Tötet den Mond (Kill the Moon)

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    • "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • The Beast Above,
      die Menschheit hat die Raumfahrt aufgegeben und der Mond kann nur noch durch eine Rakete aus dem Museum erreicht werden, das ist übernommen aus "The Seeds of Death", wobei die Zeitlinie aus der Klassik-Serie mit der Mondstation mit Transmat-Verbindung und den Ice Warriors, die von dort aus in der Mitte des 21. Jahrhunderts die Erde erobern wollten, offensichtlich nicht mehr aktuell ist.

      Der Mond, der in Wirklichkeit ein Ei ist, aus dem gerade ein Weltraumküken schlüpft, wird vermutlich selbst hartgekochte Fans irritieren. Doctor Who verwendet häufig derart ins Groteske gesteigerte Superlative. Wir sollten also eigentlich daran gewöhnt sein.

      Die häufigen Auftritte von Courtney in dieser Staffel haben endlich ein Ziel bekommen. Sie soll Präsidentin der Vereinigten Staaten werden, vermutlich der Vereinigten Staaten der Erde. Ihre Verbindung zu Blinovich, die der Doctor andeutet, wird bei Kanon-Fetischisten sicherlich zu Diskussionen führen, denn Aaron Blinovich soll seine Prinzipien 1928 formuliert haben, was dann mindestens eine weitere Zeitreise von Courtney erfordern würde. Und sowieso muss der Doctor per Hypnose ihre Erinnerung löschen, denn ihr Wissen über die Ereignisse auf dem Mond von 2049 könnte sonst den Ablauf der Zeit verändern.

      Amy hat im letzten Moment verhindert, dass Liz Ten den falschen Button drückt. Clara verhindert im letzten Moment, dass Lundvik den falschen Button drückt. Nur eine Neuauflage? Nun, wir sehen z.B. dass der Vorwurf, dass der Doctor seine Companions in Soldaten verwandelt, so nicht stimmt. Amy und Clara haben sich in diesen Fällen eben nicht wie Soldaten verhalten. In einer kritischen Situation nicht den Weg der Vernichtung zu wählen, sondern Vertrauen zu haben, dass ist sicher auch nicht die Situation gewesen, die Danny dazu gebracht hat, die Armee zu verlassen.

      Danny merkt, dass Clara emotional mit dem Doctor noch nicht abgeschlossen hat. Das war also vermutlich noch nicht ihre letzte Episode als Companion. Notfalls wird die Frau aus dem Shop nochmal nachhelfen und Clara und Doctor wieder zusammenbringen. Aber Danny ist zu sehr verstrickt in seine eigene Geschichte. Ebenso wie der Doctor setzt er Clara unter Druck, eine Entscheidung zu treffen, die ER für richtig hält. Clara hat sich im Moment gegen den Doctor entschieden. Sie kann sich ebenso gegen Danny entscheiden.

      Radioactive Man
    • Schade dass die Folge diesen hanebüchenen Unsinn als Erklärung verzapft. Ich hätte denen ja abgekauft wenn heimlich ein Raumschiff auf dem Mond gelandet wäre und sich diese nicht-atmenden-Spinnen auf dem Mond ausgebreitet hätten. Dann hätte man auch eine stringente Horrorgeschichte bis zum Schluss durchziehen können. Aber so? Der Mond ist also seit seiner Entstehung ein Ei? Wenn man dann noch berücksichtigt, dass wir seit "The Runaway Bride" noch wissen, dass in der Erde ein Spinnenvolk vergraben ist, dann frage ich mich langsam, ob unser Sonnensystem nicht einfach nur gequirlte Scheiße ist.
      Insgesamt hinterlässt mich die Folge etwas ratlos zurück. Was eine schöne Gruselfolge hätte werden können wurde leider zur Lachnummer.
      Natürlich kann ich mir vorstellen, dass man die "Oh, die Schwerkraft stimmt nicht" Sache einbauen musste, weil man sich darum drücken wollte die Astronauten die ganzen Leute mit Kabelgeschirren leichter erscheinen lassen wollte damit sie herumhüpfen.
      Ist Euch übrigens schon Mal aufgefallen, dass generell bei SciFi-Filmen Astronauten zwar draußen auf der Mondoberfläche herumhüpfen, sobald sie aber in ihren Mondbungalow oder die Fähre steigen, die auf der Oberfläche steht plötzlich Erdschwere zu haben scheinen? Selbst der sonst so wissenschaftlich genaue Film "2001" patzt an dieser Stelle.....

      Aktuelles Review: Doctor Who - S09E01 - "The Magician's Apprentice"
    • Puhhh, noch so eine schlechte Folge, die mich zwiegespalten zurück lässt.

      Mein erster Eindruck: ganz unterhaltsam.

      Bei näherer Betrachtung verliert die Folge. Coleman hat gewohnt schlecht gespielt, in einer Soap wäre sie besser aufgehoben. Die Alien Anleihe war ein netter Ansatz, aber wie so häufig verlief das Thema im Sande. Das spricht mal wieder für ein schlechtes Drehbuch.

      Das Ende: Ei platzt, Phönix fliegt weg, neues Ei da. Wie bitte?

      Mit der Coming of Age Thematik der Menschheit hätte man einen guten Mehrteiler machen können, aber der Murks befriedigt meinen Pseudointellekt nicht mal im Ansatz. Wahrscheinlich bin ich mittlerweile auch einfach zu alt.
    • okay, die story war... nett... aber die letzten 20 minuten, das verhalten vom doctor, die entscheidung die gefällt werden musste, die auflösung und die konfrontation am ende waren hervorragend.... ein perfekt oder nahezu perfekt ist es nicht, dafür war der im nachhinein unwichtige monsterplot zu bla bla, aber - sehr gut!

      achja, sehr schön war auch der verweis auf blink (mit den dvds) wobei mir der grund, warum sie dat negermädel überhaupt mitnehmen mussten, nicht gefallen hat.... wirkte wir mittel zum zweck... aber die folge wurde gegen ende hin halt immer besser...
    • André McFly schrieb:

      Dr.Breit schrieb:

      Was soll denn dieser rassistische Ausfall?

      man möge es mir verzeihen, da ich meinen text aus facebook kopiert habe und dort allgemein mein protest gegen die political correctness bekannt ist ;)


      Das zeigt dann nur die Nutzlosigkeit der Facebook-Gruppe, wenn da nur Einzeiler produziert werden, die darüberhinaus einen solchen Sprachgebrauch verwenden bzw. zulassen.


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • Zghuk schrieb:

      Das zeigt dann nur die Nutzlosigkeit der Facebook-Gruppe

      deine kommentare sind hier im forum auch meist nicht besonders nützlich ;)

      Zghuk schrieb:

      wenn da nur Einzeiler produziert werden

      da musst du mir aber noch erklären, was du damit meinst.

      Zghuk schrieb:

      die darüberhinaus einen solchen Sprachgebrauch verwenden bzw. zulassen

      neger neger schornsteinfeger ;)

      Engelskrieger79 schrieb:

      Wo ist Andres Text denn ein EINzeiler?

      vlt meinte er einzeiler... aber das stimmt ja auch nicht... hmmmmmm.... ein rätsel... ;)
    • So lange sich die farbigen Buddies untereinander als "Nigger/Nigga" betiteln, kann man auch Neger sagen. Alles andere ist scheinheilig.

      Allerdings könnte man auch das Wort Neger, wie in Literatur geschehen, durch das Wort "Messerwerfer" ersetzen. Ich bin aber der Meinung, dass man damit die großen Zirkusartistengemeinde verunglimpft. Oder aber "Messerwerfer" so abfällig gemeint ist, da es jemanden bezeichnet, der nicht mit Messer und Gabel essen kann.

      My 5 cent!

      PS. Es gibt ja mittlerweile schon Leute, die Farbige nur noch als Afroamerikaner sehen, die wissen gar nicht mehr wo Afrika ist. Also was haben wir hier? Eine Afrobritin oder Afrogroßbritannikerin oder Afrokingdombutunitednotwhitelookingkindofgirl? 8o
    • Eine recht gute Folge, mit vielen positiven Elementen und ein paar negativen. Gehen wir erst einmal zu den negativen: Courtney. Einfach nur Courtney. Warum war sie da? Welchen Sinn hatte sie für die Story? Hat sie irgendetwas wichtiges getan? Hinzu kamen typische Teenager-Nervmomente, die mich, als ich selbst in dem Alter war, gernevt haben und jetzt ein paar Jahre später noch mehr auf den Sack gehen. Natürlich eine Szene mit ihr, die nicht zu vergessen ist: Das Intro. Warum ist das da? Wozu brauchten wir wieder einmal einen Vorgriff auf die Episode, wieso kann die nicht einfach so losgehen? Hinzu kommt, dass niemand mehr in den Weltraum reist (Warum?) und es wohl auch inzwischen nicht mehr so viele Atomwaffen gibt (erneut: Warum? Hat Superman den Rest in die Sonne geworfen?). Ach ja und Clara, wenn man schon eine demokratische Frage stellt und eine Entscheidung fast einstimmig getroffen wird, dann hält man sich gefälligst daran! Ansonsten stelle ich die Frage gar nicht erst. Natürlich war es am Ende gut und richtig, dass sie die Entscheidung der Menschheit ignoriert, aber warum dann überhaupt die Frage stellen? Ich denke, jedem Menschen, der auch nur ein bisschen Ahnung von menschlichem Verhalten hat, wusste, dass sich die Menschheit zu 99% für das Töten der Kreatur entscheiden würde. Clara ist Lehrerin und dazu noch seit Jahren mit dem Doctor unterwegs, in der Zeit hätte sie wohl einiges lernen können, was sie nicht gelernt zu haben scheint. Als letztes noch: Der Doctor, der zum einen in das Ei, also den Mond reinspringt und aus dem nirgendwo taucht er wieder auf. Das finde ich seltsam.
      Aber jetzt zum Positiven: Die Story an sich war gut, nicht herausragend, aber gut, besonders da sie einen doch vor eine moralische Frage stellte, die ich aber von Anfang mit: "Das unschuldige Leben töten." beantwortet habe. Klar ist das unschön, aber ansonsten würde ich die gesamte Menschen vielleicht zum Tode verurteilen. Da muss man auch mal Prioritäten setzen. Ansonsten war die Atmosphäre aber schön düster und diese Spinnenartigen Wesen waren wirklich creepy und ekelig. Clara war okay, bis auf die Missachtung der Demokratie und ihrer Jammerei am Ende. Wobei das eigentlich nur eines beweist: Clara ist noch so taff wie Ace. Die hat länger und wesentlich düstere Manipulationen durch den siebten Doctor erlebt, bevor sie gegangen ist. Aber damit bin ich schon beim größten positiv Punkt: Dem Doctor. Mit dieser Folge sehe ich mich endgültig darin bestätigt, dass der zwölfte Doctor eine Mischung aus dem sechsten und dem siebten Doctor ist, mit einem Funken eigenes. Das fängt schon damit an, wie sich weigert, Courtney einfach zu sagen, dass sie special ist, weil sie es einfach nicht ist. Über seine Hambelei als die TARDIS Crew erstmals die Astronauten trifft, bis ihn zu der Szene, als er Clara erklärt, dass sie die Entscheidung selber treffen muss und ihre Stützräder nun ab sind. Bei Ace hat der Doctor dies getan, um sie darauf vorzubereiten eine Time Lady zu werden, aber warum macht er so etwas mit Clara? Weil der zwölfte Doctor einfach so komplett kalt ist oder hat er doch andere Motive? Ich weiß es nicht und ich hoffe, wir werden dazu noch eine Antwort bekommen. Nächste Folge werden wir den Doctor wohl im Alleingang zu sehen bekommen.
      Eine Sache von der ich noch nicht weiß, was ich von ihr halten soll und das ist die Grundidee der Folge: Der Mond ist ein Ei. Ich habe dazu irgendwie keine Meinung, dass ist so krank, dass es jenseits von gut und böse ist.

      FAZIT: Eine wirklich gute Folge, nicht super, aber wirklich gut, fast auf dem Niveau des Season-Openers, daher 8,5 Punkte.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 2_1Doc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Und hier die Kurzzusammenfassung des Youtube-Videos, was nun noch gleich wieder einer posten wird...
      Doktor Specht: So Kinders, ich ess jetzt hier man 'nen NEGERKUSS ! *mampf*
      Schüler aus der ersten Reihe: Das heißt aber Schokokuss, Herr Lehrer...
      Doctor Specht: JETZT PASS MAL AUF DU ARSCHLOCH, ICH SAG SOVIEL NEGER, WIE ICH NEGER SAGEN WILL ! NEGERNEGERNEGERNEGERNEGER ! JA WARUM HEULT DENN JETZT UNSER AFRIKANISCHER AUSTAUSCHSCHÜLER DAHINTEN SO HERUM ?! NEGERNEGERNEGER !
      ZDF-Intendant: Mich dünkt, die Serie ist nicht mehr am Puls der Zeit. Hiermit erkläre ich sie für abgesetzt !
      Doctor Specht: Was ?! Das ist ja VOLL SCHWUL ! ... JA WIESO HEULT DENN UNSER AUSTAUSCHSCHÜLER DAHINTEN JETZT SCHON WIEDER SO HERUM ?! ...


      Ähm...zur Folge. Äußerst mittelprächtige Angelegenheit. Fing wie eine halbwegs routinierte Monster-in-Raumstation-Folge an, wurde aber spätestens dann schon uninteressant, als sich die Monster als langweilige Spinnen herausstellten, und der darauf folgende Ei-Plot war ja eher grenzwertig und künstlich aufgeblasen. Womit wir beim Hauptproblem wären: Die Folge hat doch sehr gern irgendwelche Sachen gezeigt, gesagt und getan, die im nächsten Moment plötzlich nicht mehr wichtig waren. Die bösen Spinnen: Erst angrifflustige Bedrohung, dann Kuschelbakterien, um die sich die Anwesenden gar nicht mehr interessieren. Oh nein, das Shuttle samt TARDIS stürzt in den Abgrund...ach, doch nicht so schlimm. Die Diskussion um die Raketen samt Abstimmung der Erdbevölkerung - innerhalb einer Sekunde für nichtig erklärt. Aber auch die Story um die bösen Flutwellen auf der Erde - sehr clever vom Autor den Doctor am Ende an einem Strand landen zu lassen, der alles ist, aber nicht überflutet. Oder auch Courtney - erst hat sie Angst vor den Spinnen, dann macht sie eine auf coole Actionheldin und legt eine Spinne um, eine Sekunde später jammert sie aber plötzlich wieder herum, dass sie Angst hat und nach hause will... Während der ganzen Folge hatte man immer wieder den Eindruck, als würde alles, was vor fünf oder mehr Sekunden geschehen ist, sofort wieder obsolet werden.
      Neben dem Autor feierte ja auch ein neuer Regisseur sein Who-Debut. Und der wollte sich wohl mit schnellen Schnitten hervortun, was aber teilweise eher kontraproduktiv wirkte. Gerade die Szene mit der einzelnen Spinne, auf die dann aller 1.5 Sekunden für 0.5 Sekunden geschnitten wird, das erinnert doch stark an diverse B-Movies, wo man das CGI-Monster immer nur für eine halbe Sekunde sieht, weil einfach für mehr das Budget nicht reicht.
      So ist "Kill the Moon" für mich alles andere als die "brilliant episode", die denofgeek versprochen hatte. Eher das bisherige Lowlight der Staffel, wenn auch nicht aus der Kategorie "grottig", sondern eher "unausgegoren".
      Oh, und wenn ich noch einmal in Doctor Who einen Teenager "I'm bored." sagen höre, während er/sie/es in einer funky Raum-Zeitmaschine sitzt, starte ich eine Petition für mehr Abtreibungen !
    • Balko schrieb:

      Eine recht gute Folge, mit vielen positiven Elementen und ein paar negativen. Gehen wir erst einmal zu den negativen: Courtney. Einfach nur Courtney. Warum war sie da? Welchen Sinn hatte sie für die Story? Hat sie irgendetwas wichtiges getan? Hinzu kamen typische Teenager-Nervmomente, die mich, als ich selbst in dem Alter war, gernevt haben und jetzt ein paar Jahre später noch mehr auf den Sack gehen.


      Kinder durch einen Kindercharakter einzubeziehen ist ja nun offensichtlich. Außerdem bietet sich da mehr Möglichkeiten für den Doctor, weil es mit Clara ja momentan etwas schwierig ist. Zudem hat der Doctor sie ja aus reiner Sympathie mitgenommen und normalerweise hat der Doctor ein gutes Gespür für so etwas. Aber ich geb dir recht, dass diese bislang recht schlecht genutzt wird. Eigentlich hat sie (noch?) keine richtige Funktion in der Tardis, selbst als Entlastung für Clara dient sie nicht. Vielleicht ändert sich das mit der Zuspitzung jetzt?

      Natürlich eine Szene mit ihr, die nicht zu vergessen ist: Das Intro. Warum ist das da? Wozu brauchten wir wieder einmal einen Vorgriff auf die Episode, wieso kann die nicht einfach so losgehen?


      Ich fands nicht schlecht. Hm.

      Hinzu kommt, dass niemand mehr in den Weltraum reist (Warum?) und es wohl auch inzwischen nicht mehr so viele Atomwaffen gibt (erneut: Warum? Hat Superman den Rest in die Sonne geworfen?).


      Das fehlte mir in der Folge auch etwas. Man redete soviel über die Erde, über die Probleme mit dem Wasser, aber irgendwie war das so weit weg und nicht vorstellbar. Vielleicht hätte da eine Videoübertragung etwas mehr Stimmung reingebracht?

      Ach ja und Clara, wenn man schon eine demokratische Frage stellt und eine Entscheidung fast einstimmig getroffen wird, dann hält man sich gefälligst daran! Ansonsten stelle ich die Frage gar nicht erst. Natürlich war es am Ende gut und richtig, dass sie die Entscheidung der Menschheit ignoriert, aber warum dann überhaupt die Frage stellen? Ich denke, jedem Menschen, der auch nur ein bisschen Ahnung von menschlichem Verhalten hat, wusste, dass sich die Menschheit zu 99% für das Töten der Kreatur entscheiden würde.


      Die Frage musste sie stellen, weil sie kein weiteres Argument mehr gegen Lundvik hatte. Ich fand dann Claras Ansprache im Übrigen auch recht platt. So kann man nicht Menschen oder gar die Menschheit überzeugen und der Weg war absolut falsch.

      Clara ist Lehrerin und dazu noch seit Jahren mit dem Doctor unterwegs, in der Zeit hätte sie wohl einiges lernen können, was sie nicht gelernt zu haben scheint. Als letztes noch: Der Doctor, der zum einen in das Ei, also den Mond reinspringt und aus dem nirgendwo taucht er wieder auf. Das finde ich seltsam.


      So ist er nun. Ich fand das filmisch auch nicht überzeugend. Diese Szene mit dem Eintauchen war ja typisch der Doctor, man erinnere sich an Satans Pit usw. Aber dass dann nichts mehr kommt, ist schade. Es gibt natürlich einen guten Grund, denn die Folgen stehen alle unter einem immensen Zeitdruck. Das fällt mir bei praktisch jeder Capaldi-Folge auf und war in der 7. Staffel mir nicht so deutlich klar, da war es ein bisschen natürlicher.

      Aber jetzt zum Positiven: Die Story an sich war gut, nicht herausragend, aber gut, besonders da sie einen doch vor eine moralische Frage stellte, die ich aber von Anfang mit: "Das unschuldige Leben töten." beantwortet habe. Klar ist das unschön, aber ansonsten würde ich die gesamte Menschen vielleicht zum Tode verurteilen.


      Die weisen Worte des Doctors hatte ich aber auch anders verstehen, weil - auch wenn er es nicht sagte - man die Menschheit wohl auch von außen hieran messen würde. Also vor allem andere Rassen und Völker im Weltraum. Die Friedlichkeit und Besonnenheit einer Spezies kann man bei solchen Ereignissen gut messen.


      Clara war okay, bis auf die Missachtung der Demokratie und ihrer Jammerei am Ende. Wobei das eigentlich nur eines beweist: Clara ist noch so taff wie Ace. Die hat länger und wesentlich düstere Manipulationen durch den siebten Doctor erlebt, bevor sie gegangen ist. Aber damit bin ich schon beim größten positiv Punkt: Dem Doctor. Mit dieser Folge sehe ich mich endgültig darin bestätigt, dass der zwölfte Doctor eine Mischung aus dem sechsten und dem siebten Doctor ist, mit einem Funken eigenes. Das fängt schon damit an, wie sich weigert, Courtney einfach zu sagen, dass sie special ist, weil sie es einfach nicht ist.


      Der 12. Doctor ist nicht nett und will es nicht sein. Das ist wohl die Charakterbeschreibung, die zwingend als Abgrenzung zum 11. Doctor sein musste. Sozusagen die Stellenbeschreibung. Ich würde gern mal Capaldis Meinung darüber wissen. Das ist nicht leicht zu spielen, weil man ja sich schnell denken kann, welche Irritationen hierauf folgen werden, gerade wenn man die überwältigende Rezeption von Matt Smiths Doctor im Gedächtnis hat.

      Über seine Hambelei als die TARDIS Crew erstmals die Astronauten trifft, bis ihn zu der Szene, als er Clara erklärt, dass sie die Entscheidung selber treffen muss und ihre Stützräder nun ab sind. Bei Ace hat der Doctor dies getan, um sie darauf vorzubereiten eine Time Lady zu werden, aber warum macht er so etwas mit Clara? Weil der zwölfte Doctor einfach so komplett kalt ist oder hat er doch andere Motive? Ich weiß es nicht und ich hoffe, wir werden dazu noch eine Antwort bekommen. Nächste Folge werden wir den Doctor wohl im Alleingang zu sehen bekommen.


      Es spricht doch viel für "kalt" ;) Alleine, dass ihm der Tod von Menschen in nahster Umgebung nicht die Bohne rührt, ist schon ziemlich böse. Klar, der Doctor beurteilt vieles nach dem Nutzen, aber seine beiden Vorgänger hätten doch wenigstens ihr Bedauern ausgedrückt und aufmunternde Worte gefunden. Das will der 12. Doctor jetzt explizit nicht.

      Eine Sache von der ich noch nicht weiß, was ich von ihr halten soll und das ist die Grundidee der Folge: Der Mond ist ein Ei. Ich habe dazu irgendwie keine Meinung, dass ist so krank, dass es jenseits von gut und böse ist.


      Dass der Mond irgendwann nicht mehr da sein wird, ist eine astronomische Gewissheit, weil er sich momentan allmählich entfernt und später zurückkommen wird und dann zerbröseln wird. Dass er aber wegsein soll, weil er ein Ei ist, ist schwer zu verdauern. Ich hatte ja oben bereits geschrieben, dass es wohl physikalisch unmöglich ist, dass er so einfach mit der selben Masse schwerer werden kann im selben System.

      FAZIT: Eine wirklich gute Folge, nicht super, aber wirklich gut, fast auf dem Niveau des Season-Openers, daher 8,5 Punkte.


      Seh ich ähnlich.


      Ich hab übrigens mal die Zahlen auf gallifreybase verglichen. Dort sind die Bewertungen für diese Folge deutlich besser als hier (auch schon die letzte Folge). Im Vergleich sieht man doch recht Erfreuliches:



      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • Jo, ist schon wahr. Die Folge hat so einige Schwächen und Lücken gehabt, ganz besonders in der Regie- und Schnittabteilung. Als Clara noch nicht mal achselzuckend dabei zugesehen hat wie das Shuttle samt TARDIS ins ewig tiefe Mondloch rutschte war das nicht die erste Szene bei der ich mir "Hallo, Regiesseur! Pennste?" dachte. (Ich möchte mal gerne wissen was da seine Schauspielanweisung war.) Die Physik war auch zum Weglaufen, viele Storyelemente eher dürftig ausgearbeitet und bei Bedarf einfach fallen gefallen... Aber mei, MACHT MIR NICHTS. Ich fand die Charaktermomente unglaublich fesselnd, und die waren für mich auch die Stärken die die Schwächen übertrumpfen und diese Folge zu einer spannenden, erinnerungswürdigen Episode machen. Das gilt auch für die schauspielerischen Leistungen, insbesonders was den Schlagabtausch zwischen Clara und dem Doktor am Schluß angeht. Mir fielen auch nicht viele Doktor/Companion-Szenen ein die derart emotional aufgeladen und intensiv waren. Uh... vielleicht sonst nur der Schluß von "The Massacre"? Oder als Charley in "Absolution" sehr deutliche Worte fand? Und letzteres war auch nur ein Audio...

      Bei jenem ist mir auch bewusst geworden wie sehr Clara als Charakter gewachsen ist. Vor Staffelbeginn war ich ja noch der festen Meinung dass sie einer der nichtssagendsten uninteressantesten Companions aller Zeiten ist, aber seit "Deep Breath" hat sie sich ganz schön gemausert. Ich hätte ja nicht gedacht dass man so einen schlecht gestarteten Charakter noch retten kann, aber Glückwünsche! Sie haben es tatsächlich geschafft!

      Für mich war's jedenfalls eine weitere sehr gute Episode, trotz aller Unzulänglichkeiten die im Hintergrund vor sich hinwuseln.

      Und nächste Woche kommt dann endlich die Doctor Who-Geschichte die mir schon seit knapp 20 Jahren oder so im Kopf rumspukt. Aber macht auch nichts; ich bin in all der Zeit nicht dazu gekommen sie zu schreiben, und ich wäre es in naher (und auch ferner) Zukunft schon gar erst recht nicht. ;) Also alles in Ordnung.
    • Ein Space Shuttle landet auf dem Mond? Space Shuttles kommen nichtmal so weit. Es ist zwar oft billiger alte Technik wieder zu verwenden, aber ein Space Shuttle so umzubasteln, dass es bis zum Mond kommt ist wahrscheinlich teuerer als einfach eine neue Mondrakete zu bauen.
      Warum landet das Space Shuttle als wäre eine Atmosphäre auf dem Mond?
      Warum ist es innen während des Landeanflugs nicht schwerelos? (Vielleicht hab ich in letzter Zeit zu viel Kerbal Space Program gezockt, dass ich mir über sowas gedanken mache ^^ )
      Woher bekommt das Ei die zusätzliche Masse?
      Als Clara richtung Erde sieht kann sie nur die komplette Nachtseite der Erde betrachten. Ein paar Minuten später beobachten alle von einem Strand aus am hellichten Tag den Mond.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Geher ()