8x07 - Tötet den Mond (Kill the Moon)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Keine Antwort ist ja auch ne Antwort ;)

      Alles in allem hatte ich viel Spaß mit der Folge. Die junge Damen will bitte nicht wieder sehen - und damit meine ich nicht Clara.
      Das mit dem Ei war reichlich hanebüchend, vor allem das mit dem zweiten - aber genaugenommen war mir das auch egal. Hätte mir nur gewünscht,
      man hätte das - ohne Bezug zu den Comoanions, der ja "leider" sein musste - auf einem anderen Planeten spielen lassen.

      r:
    • Dem nächsten Mondlangsverschwörungstheoretikerarschwichser trete ich dermaßen in den Arsch das sich die Landestelle persönlich ansehen kann!
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Mir geht die Veränderung des Doktors zu rasant. Nicht nur, dass er komplett wesensfremd zu seinen Vorgängern zu sein scheint, er weiss auch manchmal schon nicht mal, was ein oder zwei Folgen vorher passiert ist. Mir geht da zusehends die klare Linie verloren.

      Die Abstimmung per Licht fand ich ne sehr schöne Idee. Als dann sozusagen ein Land nach dem anderen vom Netz ging, konnte man sicher nicht mehr an eine Abstimmung per Lichtschalter glauben, weshalb die einsame Entscheidung der beiden (dreien) auf dem Mond am Ende folgerichtig erscheint. Aber selbst eine demokratische Entscheidung hätte ja eine moralisch falsche Handlung nicht gerechtfertigt (Gewissensfrage).

      Dieser Test der Menschheit auf ihre moralische Integrität (wie auch immer er physikalisch zustande gekommen sein mag), inklusive Ei, Ding was rausgeflogen ist (hat mich vom Wesen, nicht der Form, an den Sternenwal erinnert), und neuem "Ei" fand ich zwar sehr fantastisch aber gut.

      Das Mitfliegen der Schülerin (und dessen zustande kommen) fand ich nicht besonders gelungen. Die Crew der Raumfähre selbst, dessen Verhalten und auch das dazugehörige Bodenpersonal waren aus meiner Sicht ziemlich daneben.

      Dass Danny seinen Beschützerinstinkt auf der Couch auslebt ist nicht sehr glaubhaft.

      Alles in allem war diese Folge doch (wieder mal) sehr darauf ausgerichtet die Story-Ark zu rechtfertigen und voran zu bringen, worunter regelmäßig die Qualität der Einzelfolgen leidet. Das hat mir in früheren Staffeln besser gefallen.
      "Doctor Who does not survive change, it survives because of change." -Steven Moffat :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Coorec ()

    • Das meiste ist ja schon gesagt.
      Ich schließe mich an, im Negativen, was die Mängel in pucto physikalischer Logik (Ei, Masse, Auswirkungen auf die Erde, sowohl fehlende (sie stehen an einem idyllischen Strand mit sanfter Brandung auf einer Erde, die angeblich seit... äh, wie lange eigentlich denn nun? Zehn Jahre? (Ich glaube, das hab ich wohl dann doch falsch verstanden) von Flutkatastrophen heimgesucht wird, von denen zumindest an diesem Stückchen Strand nichts zu spüren ist) als auch tatsächliche, von denen man nicht mitbekommt), die emotionale Distanz zur Erde (davon hat man tatsächlich nur an einer Stelle was gemerkt, in der kurzen Verbindung mit dem mann von der Bodenstation, der wirklich verzweifelt wirkte), die unfaire und komplett unzureichende Art von Claras Frage (das erste, was mir in den Sinn kam, war Was, wenn gar nicht ALLE Bewohner der Erde Claras Frage empfangen konnten? ..."Oh, sie haben ihr Licht nicht ausgemacht. Das heißt dann wohl, dass sie nicht wollen, das wir die Ursache der Katastrophe, die möglicherweise die Erde vernichten wird (das arme, unschuldige kleine Weltraum-Baby) beseitigen. *Pfeif*" Und davon abgesehen, sie kann durch ihren kleinen Feldstecher (der muss ja wirklich eine enorme Vergrößerung haben!) ohnehin nur die "Antwort" der Hälfte der Erdenbewohner sehen (btw die Hälfte, die auf der Nachtseite lebt, wie schon gesagt wurde, also die Erdseite, von der man das Ausschlüpfen nicht sehen konnte (was den Strand eigentlich miteinbeziehen müsste, oder liege ich da jetzt daneben?). Und die Erde ist von Katastrophen übersät ist, aber alle haben sie noch Strom? Paradiesische Zeiten unter Präsidentin Wood, wirklich! ;) ), außerdem finde ich Courtneys Zukunft ein bisschen dick aufgetragen (Radioactiveman hat da nicht unrecht: eigentlich müsste der Doctor jetzt erst mal ihr Gedächtnis löschen!)

      Im positiven schließe ich mich meinen Vorrednern an (natürlich nicht allen, versteht sich, sondern nur denjenigen, die schlau genug waren, schon im voraus meiner Meinung zu sein! ;) :D ), was die Characterentwicklung von Clara und dem Doctor angeht, besonders die Streit-Szene in der Tardis. Das war wirklich gut geschrieben und von Coleman und Capaldi hervorragend gespielt. Clara bekommt immer mehr Tiefe als Character, mittlerweile weit mehr als die meisten anderen Charactere vor ihr. Das ist wirklich zwischenmenschliche Characterentwicklung, die realistisch ist.
      Was mir auch gefiel, war das Jojo! (Ich liebe solche kleinen Anspielungen, an denen man merkt, wie gut man die Serie mittlerweile kennt! :saint: ) Auf das etwas alberne Gehabe, mit dem der Doctor die Schwerkraft testet, hätte ich lieber verzichtet, das nimmt zu viel von dem Aha-Moment mit dem Jojo vorweg.
      Einer der vielen anderen schönen kleinen Momente, die in keiner Folge fehlen dürfen, war zB. der dümmlich-glückliche Ton, in dem der Doctor verkündet "The moon's an egg!", das war so herrlich, zum Kichern! Ganz der glückliche Papa!

      Radioactiveman schrieb:

      die Menschheit hat die Raumfahrt aufgegeben und der Mond kann nur noch durch eine Rakete aus dem Museum erreicht werden, das ist übernommen aus "The Seeds of Death", wobei die Zeitlinie aus der Klassik-Serie mit der Mondstation mit Transmat-Verbindung und den Ice Warriors, die von dort aus in der Mitte des 21. Jahrhunderts die Erde erobern wollten, offensichtlich nicht mehr aktuell ist.
      Das war auch mein erster Gedanke: Seeds of Death! (Wobei ich sonst immer sehr zu Vorsicht neige, wenn wenn Vergleiche und Beziehungen zur Timeline der Classic serie gezogen werden.)
      Aber insgesamt finde ich es auch immer sehr schön, wenn man Stück für Stück die "zukünftige Geschichte der Erde" zusammengesetzt bekommt. Ich hätte gerne gewusst, was die Astronautin sagen wollte, als sie unterbrochen wurde. Was der Grund war, warum die Menscheit die weltraumfahrt aufgegeben hat. Vielleicht wäre es ja doch die Transmat-Entwicklung gewesen. Wann genau spielt Seeds of Death? Könnte das evtl. doch noch in den Serien-Zeitablauf passen?

      Radioactiveman schrieb:

      Ihre Verbindung zu Blinovich, die der Doctor andeutet, wird bei Kanon-Fetischisten sicherlich zu Diskussionen führen, denn Aaron Blinovich soll seine Prinzipien 1928 formuliert haben, was dann mindestens eine weitere Zeitreise von Courtney erfordern würde.
      Wer ist Aaron Blinovich??

      Eine Frage (oder zwei) vom Anfang bleibt mir noch: arbeitet der Doctor immer noch als Hausmeister in der Schule oder schaut er nur kurz auf ein Schwätzchen vorbei? Und lässt er seine Tür eigentlich immer offen stehen, damit jeder neugierige Schüler rein spazieren kann, oder hat er Courtney den Schlüssel gegeben? (Gut, die Frage können wir eigentlich nicht beantworten...)

      Und eine Bemerkung noch: ich mag es, wie der Doctor in jeder Folge seine Hemden wechselt! Für einen normalen Menschen ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit, nicht immer diesselben Klamotten zu tragen, bis sie einem am Körper festkleben, für einen Seriencharacter allerdings nicht ganz so selbstverständlich. Und außerdem lockert es das sonst viel zu schwarze Outfit in gerade der richtigen Dosierung auf. Mehr wäre schon wieder bunt! :thumbup:
    • Aaron Blinovich

      Der Physiker der den Blinovich Limitation Effect entdeckte ("Wenn zwei Gegenstand von zwei verschiedenen Punkten seienr Zeitlinie sich berührt macht es Bumm!"). Erstmals eingeführt in "Day of the Daleks".
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Cutec schrieb:

      Aaron Blinovich

      Der Physiker der den Blinovich Limitation Effect entdeckte ("Wenn zwei Gegenstand von zwei verschiedenen Punkten seienr Zeitlinie sich berührt macht es Bumm!"). Erstmals eingeführt in "Day of the Daleks".

      Ah, ja, das macht allerdings doch die ein oder andere Zeitreise für Courtney sehr wahrscheinlich! ;)
    • 1.) Klasse, dass die Serie inzwischen soweit ist, dass sich Clara nach einem Kacktag vor allem anderen zu Hause erstmal ein Gläschen Wein gönnt.

      2.) Ich fand die Folge insgesamt gut. Sie hätte eine der besten seit langem sein können, wenn man ein bisschen über die wissenschaftlichen Fakten nachgedacht hätte.

      Zghuk schrieb:

      Auch widerspricht die Gravitationssache den Gesetzen der Physik. Woher sollte die erhöhte Schwerkraft kommen? Normalerweise ist ein Eis eingeschlossen und das heranwachsende Leben stoffwechselt schlicht die vorhandene Rohstoffe. Warum sollte das System Ei-Lebenwesen dann "schwerer" werden? Dass dann das grad geschlüpfte Lebenwesen sofort ein zweites Ei legt - offenbar genauso groß - ist schwierig zu glauben, denn woher nimmt es soviel Biomasse und Eimasse?
      Das sind alles sehr einfach zu erkennene Sachen. Das diese nicht erklärt wurden (und auch eine Pseudo-Erklärung fände ich bei Doctor Who ok), zeigt, dass man sich einfach keine Gedanken gemacht hat. Und das ist schade.

      3.)

      saoirse schrieb:

      - Clara kann sich nicht entscheiden, fragt die gesamte Menschheit und hält sich dann doch nicht dran (da war Captain Jack besser: ein Leben für alle opfern? Na klar doch)
      Jacks Entscheidung war einfacher. Bei ihm stirbt entweder das Kind oder die gesamte Menschheit, was das Kind mit einschließt. Hier ist es im Zweifelsfall das Überleben der Menschheit gegen das Überleben des potentiell geopferten Wesens.

      4.)

      Zghuk schrieb:

      An die Kritiker der Folge: Wenn ihr euch Matt Smiths Doctor in dieser Episode vorstellt, wie würdet ihr die Folge sehen? (ok, er würde ein Stückchen liebenswerter sein, aber der Grundthematik würde sich nichts ändern).
      Interessante Fragestellung. Der Smith-Doctor hat nach meiner Erinnerung sehr oft klar gemacht, wie wichtig ihm die Menschen sind und war im eigenen Emotions-Bewusstsein viel näher dran als der 12. Doctor. Ich denke, er hätte die Leute einfach eingepackt und am Strand ein kleines Picknick veranstaltet, ohne sie vor die Entscheidung zu stellen. Capaldi ist da anders, aber keineswegs schlechter.

      5.)

      Thorsten Volker Junkie schrieb:

      Dem nächsten Mondlangsverschwörungstheoretikerarschwichser trete ich dermaßen in den Arsch das sich die Landestelle persönlich ansehen kann!
      Ich bitte drum. Dieser Schwachsinn ist irgendwie sogar schlimmer als jener, der um 9/11 gesponnen wird. Da kann man wenigstens noch den Leuten zu Gute halten, dass sie durch eine politische Agenda verblendet sind.
      Bei Mondlandungsverschwörunstheoretikern hingegen ist irgendwas sehr daneben und eine sehr große Resistenz gegen sämtliche wissenschaftliche Fakten zu erkennen. Und wem die nicht reichen: Die Russen haben die Landung anerkannt. Im kalten Krieg. Zu ihrem eigenen Nachteil. Nicht aus Freundlichkeit.
    • Mir hat die Folge gefallen. Keine Top-Episode, aber durchaus akzeptabel und gut umgesetzt.

      Ein Lob kriegt von mir insbesondere der Anfang bis Mittelteil. Die Stimmung wurde sehr gut umgesetzt und der ausgefressene Astronaut an der Wand ließ das ganze auch dramatisch wirken. Capaldi konnte durch seine sarkastische Art überzeugen, auch die Anmerkung, man könne ja überall sterben, war etwas, was ich schon gerne früher gehört hätte, es ist einfach so ein Argument wegen den Gefahren, das ich ständig innerlich entgegnet habe bis zu dieser Episode. Auch einige Eastereggs waren dabei, die Sache mit dem Jojo soll auf jeden Fall eine Anspielung gewesen sein, genauso wie die Spinnen(artigen Einzeller) allgemein eine Parallele zum letzten Abenteuer des dritten Doctors waren. Auch eine Anspielung zu Let's Kill Hitler war drin, der Plot selbst war The Beast Below 2.0, was aber nicht zwingend schlecht ist, da mir die ethische Frage dazu doch sehr gefällt.

      Was ich jedoch schade finde, ist die Lösung, nachdem das Tier geschlüpft ist. Dass keine Katastrophe geschah, hat dem ganzen den Wind aus den Segeln genommen. Dass es die Menschheit ins All bringt ist eine gute Idee, man hätte es aber auch damit kombinieren können, dass die Erde ohne Mond langsam unbewohnbar wird. Ich meine, ein neugeschlüpftes Wesen, dass sofort ein wohl selbstbefruchtetes Ei legt? Das ist doch wohl ein wenig aus dem Rektum gezogen.

      Grundsätzlich aber eine starke Folge, die durch ihr Ende leider etwas an Stärke verliert. Dennoch eine solide Leistung, die von mir 7.5-8/10 kriegt.

      Und die nächste Folge sieht ganz interessant aus. :)
    • Geher schrieb:

      Ein Space Shuttle landet auf dem Mond? Space Shuttles kommen nichtmal so weit. Es ist zwar oft billiger alte Technik wieder zu verwenden, aber ein Space Shuttle so umzubasteln, dass es bis zum Mond kommt ist wahrscheinlich teuerer als einfach eine neue Mondrakete zu bauen.
      Warum landet das Space Shuttle als wäre eine Atmosphäre auf dem Mond?
      Weil das Bruce Willis in der historischen Dokumentation genauso gemacht hat.
      Warum ist es innen während des Landeanflugs nicht schwerelos?
      In einem Flugzeug ist man im Landeanflug auch nicht schwerelos.
      Und bei Neil war die Schwerkraft bei der Landung sogar größer, als die Schwerkraft des Mondes.
      Woher bekommt das Ei die zusätzliche Masse?
      Wie bei Doctor Who üblich, aus einem anderen Universum.
      Als Clara richtung Erde sieht kann sie nur die komplette Nachtseite der Erde betrachten. Ein paar Minuten später beobachten alle von einem Strand aus am hellichten Tag den Mond.
      Es ist eine Zeitmachine, der Doktor nimmt natürlich den eindruckvollsten Moment an einem eindrucksvollen Ort.

    • In einem alten Whocast sprach Der tanzende Arzt mal vom Unterschied "Physics Student" und "English Literature Student". So einen Fall scheinen wir hier auch zu haben. Erstere haben ein Problem mit der Folge, letztere stören sich nicht daran und bewerten dass, worum es dem Autor ging.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Ich glaube, der Physics Student hätte ein Problem mit "Das Tier wird durch ein kleines Wurmloch mit Essen versorgt". Ich nicht. Mir würde sowas reichen. Auch in einem Nebensatz. Aber es gar nicht anzusprechen, wo man mit dem Jo-Jo (ein Wort, das ich ziemlich sicher noch nie geschrieben habe) schon auf physikalische Zusammenhänge verweist, ist einfach nicht schön.
    • Coorec schrieb:

      Nicht nur, dass er komplett wesensfremd zu seinen Vorgängern zu sein scheint

      ja stimmt! frechheit! war doch bisher jeder doctor ein abbild seines vorgängers! gerade der 6. verhielt ja schon direkt nach der regeneration genauso wie der 5.!

      Dr.Breit schrieb:

      Leider werden die Löcher in den Drehbüchern mittlerweile größer als ein Schwarzes Loch.

      welche löcher denn? stehe immer gerne bereit um vermeintliche logiklöcher zu stopfen ;)
    • Moon Dilemma,
      in der Klassik-Serie gab es diese exzellente Episode mit den Gastropoden, die Planeten in eine andere Umlaufbahn versetzen wollten. Dort würden diese Planeten keine ausreichende Umlaufgeschwindigkeit haben und deshalb in ihre Sonne stürzen und diese zur Supernova machen. Die gigantische Druckwelle der Explosion sollte dann die Schneckeneier über das Universum verteilen. Und worüber beschwert Clara sich jetzt eigentlich? Damals hatte der Doctor versucht, Companion Peri zu erwürgen. In den Annalen von Doctor Who werden Fans vermutlich "Kill the Moon" künftig in einem Atemzug mit "Twin Dilemma" nennen.

      In einer Science Fiction Serie wie Perry Rhodan ist Materie, die ihre Masse verändern kann, nichts Ungewöhnliches. Da gibt es dann hyperdimensionale Effekte, mit denen das erklärt wird. Auch riesige Lebewesen, die als Raumschiff benutzt werden, gab es bei Perry Rhodan bereits. Bei Doctor Who ist der Sternenwal mit dem Starship UK auf dem Rücken durchs All geschwommen. Und jetzt schlüpft aus dem Mondei eine Sternenlibelle und fliegt im luftleeren Raum davon.

      Na und? Das Wesen benutzt statt Luft eben irgend ein Hypermedium, um durch den den Flügelschlag einen Vortrieb zu erzeugen. Vermutlich etwas auf der Basis von Gravitation. Das einzige ernstere Problem in der Episode ist, dass man bei dem Funkgespräch mit der Erde auf die 2 Sekunden Zeitverzögerung verzichtet hat. Das bedeutet, dass die Menschheit im Jahr 2049 bereits Hyperfunk verwendet.

      Worin bestand nun genau die schreckliche Entscheidung, die zu treffen war? Das Lebewesen schlüpft und einige Bruchstücke der Eierschale schlagen auf der Erde ein. Oder der Mond wird mit den Atombomben auseinandergesprengt und einige Bruchstücke schlagen auf der Erde ein. In jedem Fall hätte man also Konsequenzen wie beim Meteoriteneinschlag, der zum Aussterben der Dinosaurier geführt hat.

      Und jetzt wird's timey wimey. Ich hatte angenommen, dass der Doctor die Erinnerung von Courtney löschen muss. Im Gegenteil. Schließlich ist sie gerade die Präsidentin von Amerika. Die Episode funktioniert wesentlich besser, wenn sie noch weiß, wie die Sache ausgeht, und die Expedition dementsprechend "mangelhaft" vorbereitet hat. Vielleicht waren die Atombomben von vornherein nur Attrappen. Ist sowieso egal. Der Astronaut, der die Atombomben scharf schalten sollte, hat sein Ziel nie erreicht. Die Dinger wären also in jedem Fall nie explodiert.

      Der Doctor weiß am Ende der Episode, dass Courtney einmal Präsidentin der Vereinigten Staaten wird. Also weiß er es auch schon am Anfang der Episode und hat Courtney absichtlich zum wichtigsten Zeitpunkt ihrer späteren Amtszeit hingeführt. Courtney erhält damit eine Lektion, die ihr Leben in die vom Doctor gewünschte Richtung lenken wird.

      Und gleichzeitig hat der Doctor Clara eine Lektion erteilt. Clara spielt sich jetzt auf und macht dem Doctor Vorwürfe, aber vorher hat sie sich wiederholt als seine Lehrerin aufgeführt und seine Entscheidungen bestimmt. Fans hatten die Serie bereits scherzhaft in Clara Who umbenannt. Jetzt hat der Doctor im Verhältnis zu seiner Companion einmal wieder die Führung übernommen und prompt kann Clara es nicht ertragen. Menschen. Der Doctor lernt es wohl nie.

      Radioactive Man
    • Hmm.Also
      es war eine Folge mit einer einnehmenden Stimmung und vielen Gefühlen.
      Courtney war gut! Sie hat weder genervt noch hat sie irgendwie volkommen
      unglaubwürdig gehandelt. Der Doctor und Clara waren toll.Aber bitte was? Der Mond ist weg, das "Hünchen" fliegt davon und plötzlich ist da ein neues... Ei.Nicht nur, dass das Hünchen flügel hatte, nein es ploppt wie aus dem Nichts einfach mal ein neues Ei auf.... fand ich scheisse!Ich
      fands im ersten Moment echt klasse, dass der Mond dann wirklich
      zerbrach! Dachte: Ja, jetzt gibts Konsequenzen! Aber nein, am Ende dann
      doch mehr oder weniger alles beim alten.Auch
      die "demokratische" Abstimmung war nicht so toll gesetzt. Ich meine,
      der großteil der Welt wurde einfach mal ignoriert! Stimmberechtigt waren
      nur die Leute, die in diesem zeitpunkt überhaupt sichtbar waren. Diese
      Szene ist wahrhaftig die Szene, die mich am meisten stört, fast mehr als
      der goldene Pfeil!Abgesehen von der Entscheidung die dann gefällt wurde!Hmm. Hatte mir etwas mehr erhofft. Dennoch eine gute Folge die mich aufgesogen hat in ihrer Atmosphäre!
      The Blog of the Daleks : daleksimulator.blogspot.de/
    • TheButler schrieb:

      Was ich jedoch schade finde, ist die Lösung, nachdem das Tier geschlüpft ist. Dass keine Katastrophe geschah, hat dem ganzen den Wind aus den Segeln genommen. Dass es die Menschheit ins All bringt ist eine gute Idee, man hätte es aber auch damit kombinieren können, dass die Erde ohne Mond langsam unbewohnbar wird. Ich meine, ein neugeschlüpftes Wesen, dass sofort ein wohl selbstbefruchtetes Ei legt? Das ist doch wohl ein wenig aus dem Rektum gezogen.

      Wahrscheinlich war da sogar Regisseur, Autor und Showrunner aufgefallen, wie haarsträubend unsinnig das ist, deshalb statt einem Platz in der ersten Reihe (sprich im Orbit um das Mond-Ei) lieber ein ungenauer Blick von weitem. Das spart Budget und man kann nicht so genau erkennen, was da eigentlich passiert, wird also auch nicht ganz brutal mit der Nase drauf gestoßen, wie hirnrissig es ist, dass ein frisch geschlüpftes Küken direkt ein Ei legt, das genau so groß ist wie das Ei, aus dem es vor nicht mal einer Minute selbst geschlüpft ist, dieses Ei an exakt diesselbe Stelle im Orbit legt, wo das eigene Ei vorher die Erde umkreist hat (damit es, wenn auch vom Küken wahrscheinlich nicht mit bewusster Absicht, sondern nur mit Instinkt (was die Sache eigentlich nur noch unglaubwürdiger macht) dieselbe Wirkung auf die Erde hat und die abstrakten Flutkatastrophen eindämmt.)
      Außerdem kann man im Sonnenschein am Strand stehend viel schöner von den allerersten Sonnenstrahlen reden, die das geschlüpfte Baby spürt, als wenn man auf der Nachtseite unter dem Sternenhimmel steht - obwohl das ja keineswegs weniger logisch wäre, denn schließlich reflektiert der Mond, den wir nachts sehen, die Sonne!

      Na ja, und um die andere Seite zu sehen: Der Blickpunkt von der Erde aus passt gut dazu, wie der Doctor schildert, dass das Schlüpfen des Mondkükens, das der Erde keinen schaden zufügt (von den Flutkatastrophen halt mal abgesehen) die Menschen auf der Erde zum ersten mal seit langem dazu bringt, mit einem guten Gefühl ins All zu schauen anstatt mit Angst (wie er und seine Begleiter am Strand es ja gerade eben auch getan haben.) Wenn man bedenkt, was die Menschen in der DW-Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt schon alles an unerfreulichen Begegnungen mit Wesen aus dem All hatten, ist das natürlich ein deutlich positiverer Grund, um einen Aufbruch der Menschheit ins All zu bewirken als dass die Erde durch den Verlust ihres Mondes langsam unbewohnbar wird - auch wenn ich das auch als Erklärung erwartet hatte, und das ja auch ganz gut in die DW-Geschichte gepasst hätte.
      Ich hätte mir zwar einen etwas handfestere (pseude-)wissenschaftlicheren Unterbau für die Sache gewünscht, aber ich finde diesen positiven, versöhnlicheren Ton eindeutig gut und ziehe ihn dem anderen, dem Katastrophen-Szenario vor.

      Scharfschütze schrieb:

      Aber es gar nicht anzusprechen, wo man mit dem Jo-Jo (ein Wort, das ich ziemlich sicher noch nie geschrieben habe) schon auf physikalische Zusammenhänge verweist, ist einfach nicht schön.

      Falsche Physik mit Physik zu erklären, und dann anschließend auf physikalische Logik pfeifen! Dazu gehört doch was. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kaptain Knotter ()

    • Abgedreht. Das ist das erste, das mir zu der Folge einfällt. Ein Wesen, das im Laufe von Jahrmillionen im Inneren unseres Mondes heranwächst, der sich als ein gigantisches Ei entpuppt.

      Aber: nicht abgedrehter als ein durch's All "schwimmender" Wal mit einer britischen Großstadt auf dem Rücken...

      Was die Sache mit der gestiegenen Gravitation des Mondes angeht: das kann nur passieren, wenn die Masse des Mondes zunimmt. Und das wiederum bedeutet, er muss mehr Materie als jetzt ansammeln, oder leichte Materie in schwerere Materie umwandeln. Aber beim Umwandeln von leichter Materie in schwere Materie würde Energie frei, viel Energie! Denn das wäre nur mit Kernfusion möglich, und damit müsste der Mond zu einem Stern werden. :27:

      Oh man, lieber nicht weiter drüber nachdenken... :02:

      Das einzige, was mich gewundert hat, ist, daß trotz der großen Flutwellen, von der die Astronautin berichtete, noch sehr viele beleuchtet Städte entlang der Küstenlinie gelegen haben. Bei den Flutwellen, die bei einem 5 bis 6 mal schwereren Mond auftreten müssen, würde ich eher vermuten, daß die Nordseeküste bis kurz vor München reicht...

      Und mal ganz abgesehen von den Newtonschen Gesetzen der Anziehung: wenn der Mond seit 10 Jahren mehr Masse besitzt, aber seinen Abstand zur Erde, also der Radius seines Orbits, nicht verändert hat, wäre er schon längst mit der Erde kollidiert.

      Aber: Masse ist ein weiteres Phänomen, das in Serien und Filmen nicht existiert, weder in SciFi, noch in Fantasy. Man überlege nur einmal, wie Odo aus DS9 mal so leicht wie eine Feder und mal so schwer wie ein Stein sein kann. ;)
      Wolfgang.
    • Radioactiveman schrieb:

      Worin bestand nun genau die schreckliche Entscheidung, die zu treffen war? Das Lebewesen schlüpft und einige Bruchstücke der Eierschale schlagen auf der Erde ein. Oder der Mond wird mit den Atombomben auseinandergesprengt und einige Bruchstücke schlagen auf der Erde ein. In jedem Fall hätte man also Konsequenzen wie beim Meteoriteneinschlag, der zum Aussterben der Dinosaurier geführt hat.
      Das war's, was mir die ganze zeit im Hinterkopf rumschwirrte!
      Es war irgendwie nie richtig geklärt, welche Auswirkungen diese Atombomben eigentlich haben sollten: sollten die den Mond komplett in Stücke sprengen? Pulverisieren? Oder am Ende nur ein Stück raussprengen, um die überflüssige Masse "operativ" zu entfernen? Eine aus der Verzweiflung geborene, Radikal-Methode, um das Problem zu lösen, vor allem, wenn man bedenkt, dass dadurch am Ende das gleiche Problem entstehen könnte, wie durch die Bruchstücke, die beim Schlüpfen ein Risiko für die Erde darstellen.
      Genauso halbgar der Plan, wie die ganze Rettungs-Mission, mit einem Second-Hand-Shuttle und Third-Hand-Astronauten (und einem 4th-Plan, gewissermaßen.)

      An anderer Stelle wird wieder behauptet, die Atomsprengung würden das Küken töten, und dadurch, dass es sich nicht weiter ausdehnt, spricht nicht mehr schlüpft, würde dadurch der Mond wieder zusammengekittet. Reichlich unplausibel.

      Eigentlich wirklich mehr als ärgerlich, diese ganzen Logiklöcher. Eine Folge, die so spannend war und so sehenswert, wird durch so viel inhaltlichen Murks im Nachhinein immer mehr verdorben. :/ :(

      Sonic Screwdriver schrieb:

      Aber: nicht abgedrehter als ein durch's All "schwimmender" Wal mit einer britischen Großstadt auf dem Rücken...

      Na ja, nicht ganz, finde ich. Der Mond sieht wenigstens zu Anfang wie etwas uns vertrautes, ganz normales aus, das sich dann später als was abgedrehtes entpuppt. Bei "Beast Below" war es schon von Anfang an abgedreht.
    • Wenn man leichte Materie zu schwerer Materie fusioniert ist das Ergebnis nicht schwerer als die Ausgangsstoffe. Eher leichter, weil Neutronen rausfliegen u.a.
      Das mit der Schwerkraft ist SF-Physik, die ist halt Quatsch.

      Die Atombomben: Entweder, die dachten sich, da muss was mit Aliens sein, nehmen wir die Mal mit, könnte man gegen Aliens brauchen.
      Oder jemand hat Mondbasis Alpha gesehen und wollte den Mond aus der Umlaufbahn kicken. Es gilt ja SF-Physik, kann man ja mal probieren. ;)
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.