Der neue Doctor, halbZeit, was denkt Ihr

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    • HelloSweetie77 schrieb:



      MEINE Meinung:
      Peter Capaldi ist ein großartiger Schauspieler. Aber als Dr. Who fehl am Platz. Er ist mürrisch, konfus, kalt, vergesslich, rücksichtslos ... die Witze sind größtenteils SO flach, dass es gerade mal zu einem Mundwinkelzucken reicht ... (ich habe die Originalversion gesehen, ich kenne nichts synchronisiertes) ... sein schottischer Akzent ist dann doch leider eher dran vorbei gelaufen ...


      Und wo genau steht geschrieben, dass der Doctor immer so kindlich-fröhlich sein muss, wie ihn Tennant und Smith zumeist dargestellt haben?

      HelloSweetie77 schrieb:

      Jenna Coleman hat sich plötzlich um 180° gedreht und ist zu einer dominanten Zicke geworden (um es mal auf den Punkt zu bringen)
      Mr Pink ist fehl am Platz. Zuerst meckert er nur rum, dann ist er wieder der Verständnisvolle ...


      Clara war auch schon vorher relativ dominant, dass sich dies beim neuen Doctor verstärkt muss man nicht gut finden, aber es ist keineswegs unrealistisch, immerhin gibt der zwölfte Doctor einem genug Gründe, dass man ihm manchmal den Schädel einschlagen möchte.
      Auch Dannys Verhalten (so nervig ich ihn finde) ist keineswegs unrealistisch. Er liebt Clara und sorgt sich um sie.
      Außerdem darf man nicht vergessen, dass das, was wir innerhalb von 12 Wochen sehen eine wesentlich längere Zeit in der Serie darstellt. Sehr viel passiert, ohne das wir es sehen, also auch Dinge, die die Charaktere beeinflussen

      HelloSweetie77 schrieb:

      In der Folge mit dem Mond (um mal auf weiter oben zu reagieren) freut sich der Doktor über dieses immense Schauspiel (was man NICHT zu sehen bekommt!) und möchte seine Freude auch weiter tragen - und was macht Clara? Faucht ihn an! Fängt Streit an, zerstört das herrliche Wunder (was man eben nicht wirklich zu sehen bekommt)


      Der Doctor hat Clara auf dem Mond allein gelassen und ihr eine schwierige Entscheidung aufgezwängt, ein unschuldiges Wesen zu töten oder die Menschheit ihrem potentiellen Ende auszusetzen (mal von diesen Spinnenmonstern abgesehen, die sicherlich auch nicht zur Beruhigung beitragen)

      HelloSweetie77 schrieb:

      Und das ist nicht das einzige Mal, wo das passiert. Es ist ein stetiges, nervendes Auf- und Ab von Emotionen. So als hätte jemand Probleme mit seinen Hormonen gehabt während des Schreibens.


      Dir ist bewusst, dass emotionale Schwankungen in Ausnahmesituationen etwas völlig normales sind?

      HelloSweetie77 schrieb:

      Widersprüche geben sich fast in jeder Folge die Klinke in die Hand.


      Mehr als sonst?

      HelloSweetie77 schrieb:

      Clara trifft einen Ur-Enkel von Mr Pink - es sieht aus, als solle sie eine der Vorfahren sein ... ok, und wieso wird Mr Pink dann sterben gelassen? Ein Bobbelche ist da ja wohl nicht mehr drin.


      Hmm, Danny ist tot. Trotzdem gibt es einen Nachfahren, woran könnte dies liegen? Ahhja! Clara könnte bereits schwanger sein.

      HelloSweetie77 schrieb:

      Das Monster unter dem Bett soll nur in der Imagination des Doktors existieren - ok? Wieso haben sie es dann unter der Decke gesehen? Wieso haben wir es als verwaschenes Monster gesehen? Irgendwie ist alles sehr konfus in dieser Staffel. So als hätte einer angefangen zu schreiben und ein anderer hat es ungesehen weiter geschrieben.


      Ich zitiere mal Moffat

      In Listen, it is established that there are no monsters. So what was hiding under Rupert's bed sheet?

      Oi! It is in no way established that there are no hiders, not at all! The Doctor's theory is never disproved, and by its nature, couldn't be. At every point there are TWO explanations for the phenomena they encounter. Su, under the bedspread it was either (a) a hiding creature (b) a kid, possibly wearing a mask. The whole point of the story is that we don't know and Can't and that's all right. All that we know is that the monster under the Doctor's bed happend to be Clara.
    • HelloSweetie77 schrieb:

      Wieso haben wir es als verwaschenes Monster gesehen?


      Haben wir das? Ich kann mich nämlich nicht daran erinnern. Ich weiß, dass der paranoide Pink davon überzeugt war, dass es eines gibt. Aber einem vor Einsamkeit fast wahnsinnig gewordenen, von Angst erfüllten Bruchpiloten würde ich nicht vertrauen ;)

      Er ist mürrisch, konfus, kalt, vergesslich, rücksichtslos

      Nur um mal die einzelnen Adjektive abzuarbeiten:
      der 1. Doktor, der 4. Doktor, der 7. Doktor, der 2. Doktor und der 6. Doktor.
    • Genau wie 10thdoc , aber bei dem scheint das HelloSweetie nicht gestört zu haben.

      Einwand! Tennant hat seinen Akzent in der Rolle abgelegt. Da sprach er im selben Akzent wie Rose (wofür es in der "Christmas Invasion" ursprünglich sogar eine grauenhafte Erklärung gab):
      The Tenth Doctor speaks with an Estuary English accent, rather than the Greater Manchester accent (Christopher Eccleston's own accent) that the Ninth Doctor used, the Received Pronunciation of most earlier Doctors, or Tennant's natural Scottish English. David Tennant told SFX magazine in 2006 that Russell T Davies had asked him to drop his natural Scottish accent, because he felt "we'd like to not go for another obvious regional accent, because I suppose they'd done that". In a 23 December interview on BBC Radio 1, Tennant explained that a line had been scripted for the Christmas special explaining that the newly regenerated Doctor had imprinted on Rose Tyler's accent, "like a chick hatching from an egg", but the line was cut from the final episode.


      en.wikipedia.org/wiki/Tenth_Doctor
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Hallo und nochmal ein gutes Neues in die Runde. Ich schaue Dr.Who, weil ich die schrägen Stories atemberaubend schön finde. Eine ganz besondere Eigenheit der Serie ist der Wechsel des Doktors... Und das gleich mittels eines neuen Schauspielers. Ich kann nichts über die tiefgreifenden Hintergründe der einzelnen Folgen sagen, aber dass der Doktor nach jeder Erneuerung einen neuen Charakter bekommt, macht wohl auch jede Staffel einzigartig. Was wäre Doctor Who, wäre jeder Doktor gleich?
      Für mich ist der neue Doktor so gut und atemberaubend spannend wie alle anderen es auch waren. Die wechselnden Begleiter vervollständigen diesen Wechsel und gehören genauso dazu. Wer sich also über einen abweichenden Charakter ärgert, sieht die Serie wohl doch anders - evtl. etwas zu verbissener - als ich es tue.
      ...warum also nicht mal Dr. House im Doctor Who Universum?
    • @fantasteyou Ich sehe die neue Staffel wohl ähnlich wie du! Ich liebe das Storyboard. Sind sachen merkwürdig und ein wenig zusammenhanglos verwirrend und entsteht dadurch manchmal vielleicht eine ungewünschte Situationskomik? JA und ich bin froh darüber. In der Folge Listen als man sieht wie Clara unterm Bett des jungen Doktors liegt war meiner Meinung nach kein einschreiten in die Zeitlinie. Tatsächlich ist Clara ja in den Zeitstrom des Doktors gesprungen, und es ist somit nicht verwunderlich das sie im Leben des Doktor´s mehrere Rollen übernimmt.

      Ich mag Clara, nicht so sehr wie ich die Ponds und Mrs Noble, geliebt habe. Aber sie ist ein würdiger Begleiter, für den Neuen. Und ich wollte kurz anmerken, das auch wenn Danny offenkundig Tod ist, das im Doctor Who Universum nicht wirklich von irgendeiner Bedeutung ist und er zwangsläufig nicht totbleiben muss. (Siehe Rory)

      Ich nehme die Story gerne so wie sie ist, und sie hat meiner Meinung nach an keiner Qualität eingebüsst.
    • Es wäre aber fatal, Danny auf irgendeine Weise wieder zurückzuholen, einfach weil der Tod eine endgültige Konsequenz bleiben muss (oder höchstens extrem selten rückgängig gemacht werden kann).

      Vielleicht kennst du die Serie American Horror Story?
      In der 3. Staffel dieser Serie ist quasi jeder mindestens einmal gestorben und wurde zurückgebracht.
      Welche negativen Auswirkungen das auf die Dramaturgie der Staffel hatte, kannst du dir sicherlich denken
    • Hallöchen an alle.
      Ich bin neu in diesem Forum und möchte mich dann einfach mal beteiligen.
      Die Staffel als Ganzes war wirklich kein Meisterwerk, aber dennoch hatte sie, meiner Meinung nach, echt gute Geschichten. Kill the moon ist dabei eine meiner Favoriten, einfach weil ich die Idee genial finde, den Mond zu einem Ei zu machen. Robot of Sherwood mochte ich persönlich auch sehr gerne (ich verweise mal auf die wirklich geniale Szene mit dem Löffel) und auch das Finale (und natürlich Missy) konnten mich wirklich mit sich reißen. Dafür fand ich Listen weniger gelungen. Das Ende war zwar total süß, aber der Rest, mit der Szene in Dannys Zimmer und allem anderen, passte einfach vorn und hinten nicht, wie in dieser Diskussionsrunde schon erwähnt wurde.

      Zu Clara:
      Ich muss ehrlich sagen, dass ich sie als Companion sogar sehr toll finde, sie ergreift wenigstens mal Eigeninitiative und lässt sich nicht immer schön vom Doktor retten. Und auch die Beziehung zu Danny fand ich wirklich gelungen in Szene gesetzt, auch wenn seine Streitigkeiten mit dem Doktor manchmal echt übertrieben waren. Man kann über sie denken, was man will, aber ihr müsst zugeben, wie sie im Finale die Cybermen hinters Licht geführt hat, war genial!

      Zu guter Letzt zu 12/Peter Capaldi:
      Ohne zu Übertreiben: Bisher mein absoluter Lieblingsdoktor!
      Er ist keine Gagkanone, kein Retter aus höchster Not und vielleicht auch nicht unbedingt ein guter Mann, aber als Doktor...einfach genial!
      Begründung?
      Ganz einfach:
      Eccleston, Tennent und Smith waren wirlich gute Inkarnationen.
      Und warum waren sie gut? Sie waren lieb. Wie Engel.
      Peter Capaldi? Nein, der ist nicht lieb. Und schon gar kein Engel.
      Er ist mürrisch, misstrauisch, rücksichtslos und macht keinen Hehl daraus, die dunkle Seite seines Charakters zu verbergen.
      Aber mal ehrlich, ist das überraschend?
      Ein 2000 Jahre alter Außerirdischer, der in einem Krieg gekämpft hat, der unzählige Planeten und Epochen erlebt hat, Erfolge und Rückschläge einstecken musste, Dinge gesehen hatte, die sich wohl niemand so richtig vorstellen kann.
      Liegt doch nahe, dass er nicht unbedingt die Gutherzigkeit in Person ist.

      Er ist ein Doktor, der sich von den anderen abhebt, dem man manchmal einen Eimer eiskaltem Wassers über den Kopf kippen möchte, der nicht immer der Sympatischte ist, der sich aber wissentlich mit der dunklen Seite in seinem Leben auseinander setzt. Er ist keiner, mit dem man essen gehen möchte, aber jemand, der einen interessiert.
      Endlich mal kein Friede-Freude-Eierkuchen-Doktor, sondern einer mit Hintergrund, mit Selbstzweifeln, mit negativen Eigenschaften und (und das ist das Wichtigste) der Eigenschaft, sich offen damit auseinanderzusetzen.

      Wie gesagt, von der Art, wie sein Charakter gezeichnet ist und sich entwickelt, mein absoluter Lieblings-Doktor.

      Das war's dann erst einmal von mir, freue mich über Antworten.
      Mit freundlichen Grüßen
      User Who
    • User Who? schrieb:


      Er ist mürrisch, misstrauisch, rücksichtslos und macht keinen Hehl daraus, die dunkle Seite seines Charakters zu verbergen.
      Aber mal ehrlich, ist das überraschend?
      Ein 2000 Jahre alter Außerirdischer, der in einem Krieg gekämpft hat, der unzählige Planeten und Epochen erlebt hat, Erfolge und Rückschläge einstecken musste, Dinge gesehen hatte, die sich wohl niemand so richtig vorstellen kann.
      Liegt doch nahe, dass er nicht unbedingt die Gutherzigkeit in Person ist.
      Sagen wir es mal so: Er hatte viel Zeit um darüber nachzudenken, was Leben lebenswert macht und was die wichtigen Dinge im Leben sind.

      Matt Smith verkörperte das in bester Weise: Ein uraltes, weises Wesen, das unwahrscheinlich viel gesehen und erlebt hat, aber das gerade daher großherzig, mitfühlend und zutiefst humanistisch ist. Eine Version des Doktors die mir absolut gut gefällt...