Angepinnt Review Season 2007

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    • Review Season 2007

      [CENTER]Review Season 2007[/CENTER]


      Dieses Thema ist dazu da, damit ihr auch eure allumfassende Meinung zu den Episoden des Jahres 2007 abgeben könnt.
      Was habt ihr ursprünglich für die Staffel erwartet, was davon wurde erfüllt und was wurde gebracht, das euch so zu sagen gegen den Strich ging? Schreibt auch, was ihr euch für die 4. Staffel erhofft.
    • Also, ich fand die dritte Staffel wirklich super.
      Wie ich schon bei einigen Folgen bemerkt hatte, war ich von der zweiten Staffel etwas enttäuscht. Vorallem der nicht vorhandene Storybogen und die fehlende Kontinuität.

      Genau das war meiner Meinung nach die große Stärke der dritten Staffel. Am Ende kamen einige Fäden zusammen und brachten der Staffel eine größe innere Verbundenheit.

      Außerdem gefiel mir, daß die Judoon keine Gegner waren. Nicht alles, was nach Monster aussieht ist böse.
      Es viele gute Schauspieler in die dritte Staffel geschafft haben, Harry Lloyd, Sir Derek Jacobi und vorallem John Simm.

      Captain Jack zu sehen ist immer gut, auch wenn er nicht viel zu tun hatte im Finale und mir keiner erklären kann, warum er sich so total anders verhält wenn er "Torchwood" leitet.

      Die Dialoge von Russell T Davies finde ich immer sehr gelungen, auch wenn er nicht immer die besten Geschichten schreibt.
      Warum gibt es in Trillionen Jahre, am Ende des Universums noch soviele Menschen, wenn Cassandra, der letzte Mensch, dem Ende der Welt beiwohnt? Das ist schon ein startrek'scher Schnitzer.

      Die meisten Folgen waren einfache gute Unterhaltung mit guten Geschichten. Ich, als einer der wenigen, konnte mich auch mit der Evolution der Daleks anfreunden. Und bei "Blink" hat man den Doctor nicht vermißt, weil die Folge so gut und spannend geschrieben und in Szene gesetzt wurde.

      Alles in allem hat die dritte Staffel mein Feuer für "Doctor Who" neu entfacht, nachdem die Flamme bei der zweite Staffel schwächer loderte.



      Ich wünsche mir von Staffel vier
      - mehr Beständigkeit der Companions
      - gute, unterhaltsame Geschichten
      - Kontinuität
      - keine Doctor-light Folge (ging doch auch in der ersten Staffel)
      - mal ein bis zwei Folgen auf anderen Planeten und nicht nur Erde oder Raumstation
      - gute Schauspieler als Gegner und weniger Monster (soweit für Doctor Who möglich) (Dennis Hopper steht ja schon in Verhandlungen)
      - daß David Tennant nicht aussteigt
      - ein Christmas-Special das die Doctoren 8 - 10 zusammenbringt :O
    • little_holly schrieb:


      Genau das war meiner Meinung nach die große Stärke der dritten Staffel. Am Ende kamen einige Fäden zusammen und brachten der Staffel eine größe innere Verbundenheit.

      Bin ich genau deiner Meinung. Die StoryStrings wurden am Ende erst richtig erklärt.

      little_holly schrieb:


      Captain Jack zu sehen ist immer gut, auch wenn er nicht viel zu tun hatte im Finale und mir keiner erklären kann, warum er sich so total anders verhält wenn er "Torchwood" leitet.

      Ich glaube ich bin so ziemlích der einzige der findet dass Jack Torchwood genau so leitet wie er sich in DrWho verhält(fast)

      little_holly schrieb:


      Warum gibt es in Trillionen Jahre, am Ende des Universums noch soviele Menschen, wenn Cassandra, der letzte Mensch, dem Ende der Welt beiwohnt? Das ist schon ein startrek'scher Schnitzer.

      Das wird doch so ziemlich erklärt. Cassandra ist the "last PURE human"
      dazu kommen noch die New Humans die der Doctor und Cassandra kre-iert haben, was auch eine massige Anzahl darstellte.
      Der Doctor sagt auch dass sie sich weiterentwickeln aber immer wieder zu der "basic shape" sich zurückbilden.
      (--> Rein genetisch sind Menschengene dominant) hehe

      little_holly schrieb:


      - keine Doctor-light Folge (ging doch auch in der ersten Staffel)

      In der ersten Staffel ging das weil die mehr Drehzeit hatten.
      Dreharbeiten beginnen im Oktober und im März wird die Staffel veröffentlicht.
      ca. 6 Monate Drehzeit, 1. Staffel hatten die fast 1 Jahr
    • Großenwahn — Die ersten Zeichen

      Doctor Who in 2007 hatte ein großes Problem. Ein Problem, das seinen Schatten über ein großes Teil der Staffel warf. Dieses Problem heißt Daleks In Manhattan und bildet einen riesen Stolperstein im sonst glatten Verlauf der Serie. Die Staffel fing stark an: Smith & Jones war eine solide Folge, die seine Aufgabe sehr gut erfüllte; The Shakespeare Code hatte ein tolles Drehbuch und sah wirklich gut aus; Gridlock war elegisch und teilweise zum weinen schön. Einfallsvolle Konzepte, wunderbares Dialog, Serie-Umspannend Mysterie, angehende Kontinuität und ein Blick in die Geschichte des Doctors. Und Macra! Aber dann fiel die Serie seiner eigenen Großenwahn zum Öpfer.

      Bewusst habe ich Daleks In Manhattan als Tiefpunkt ausgesucht: Evolution Of The Daleks ist wenigstens ein halbwegs-dezenter Titel. DIM gehört mit Aliens Of London und The Christmas Invasion in der untersten Schublade. Arbeitstiteln, die eigentlich nicht mehr als Konzepte sind, aber die man vergessen hat, zu entwickeln. Die Daleks Doppelfolge zeigt uns was passieren kann, wenn einem fast alles erlaubt wird. Russell: "Ja! Die Daleks müssen unbedingt wieder her! Hey! Ich wollte immer, so eine Prohibition/Gangster/MGM-Musical Pastiche machen! Lass uns die zwei kombinieren!" Phil:"Okay Russell, wenn du meinst." Russell: "Hey Helen, ich habe was für dich: Wir nehmen die Daleks, wir lassen sie in Manhattan rumlaufen und wir nennen es "Daleks In Manhattan"! Helen: "Cool! Ich wollte immer eine Dalek-Geschichte schreiben — und Manhattan hört sich cool an." Russell: "Aber das ist nicht alles. Wir benutzen den Empire State Building. Und Schweine. Und die Cult Of Skaro, die jetzt Menschen werden wollen!" Helen: "OK, wenn du meinst." Murray: "Darf ich ein neues Lied schreiben?"

      Diese Folge war einfach zügellos. Die Idea, mal woanders außer London oder Cardiff ein Abenteuer austragen zu lassen, war lobenswert. das Konzept, dass die letzten Daleks sich weiterentwickeln müssen, um zu überleben, war eine interessante Idee. Allerdings wollte das Ganze einfach nicht gelingen. Erstens: ach, schon wieder die Daleks (gähn)! Zweitens: Kamera, Autorin, Effekts-Leute und sogar Confidential fliegen nach New York. David und Freema bleiben in Cardiff. Man hat irgendwie nie fest daran geglaubt, dass sie wirklich in New York waren. Drittens: Evolution für die Daleks geht einfach nicht. Das sind die Daleks — ein kultureller Denkmal, den jeder Mensch (zumindest in GB) kennt, und woran man nicht herumbasteln kann. Es kann keinen einzigen Zuschauer gegeben haben , der an dem Erfolg von Sec geglaubt hat. Dazu Solar-Strahlung, die eigentlich alltäglicher Blitz ist und DNA, die durch anfassen fließt... Ein Schlamassel, der einen langen Schatten vor sich wirft...

      Nach Gridlock habe ich sofort die ersten zwei Folgen wieder geguckt, nur um diese geniale Folge wiedersehen zu können. Nach Evolution müsste ich mich dazu zwingen. Meine Freundin müsste überredet werden, bei der Serie zu bleiben. Unter diesem Schatten haben die nächsten zwei Folgen gelitten. Sowohl The Lazarus Experiment als auch 42 waren gute, solide Folgen, aber eben nicht gut genug, um DIM/EOTD vergessen zu lassen. Sie bildeten nur Übergangs-Folgen zum großen Ereignis, das Human Nature/The Family Of Blood bilden sollte. Diese war die mit Abstand meist-erwartete Folge der Staffel, und sie hat nicht enttäuscht. Sehr stark geschrieben, realisiert und gespielt, diese Folge hat die Staffel zurückgewonnen. Allerdings erst nach Blink war das Rüder definitiv herumgerissen. Ein einfallsvolles Drehbuch und echte Grüsel-Faktor. Jetzt war auch meine Freundin wieder überzeugt. In der Zukunft werde ich immer Blink als Einführung zu Doctor Who an Neugierigen ausleihen.

      Und so zum Finale, und zum angesprochenen Großenwahn. Utopia sah wie eine Blake's 7 Folge aus, nur mit viel mehr Geld hinter sich. Es war fantatstisch, den Captain endlich wieder zu sehen: da hat es sofort wieder gefunkt. Gegen Sir Derek Jacobi kann man überhaupt nichts einwenden. Ein zurecht legendärischer Schauspieler, er hat nicht enttäuscht. In nur drei Minuten als der Master hat er völlig überzeugt. Obwohl er seit Scream Of The Shalka eigentlich "amtierender Master" gewesen war, das hat keine Rolle gespielt und die Plotwende mit dem Uhr war genial. Es gibt nicht viele Schauspieler, die Sir Derek hätten folgen können, aber John Simm hat es geschafft. Sein Master war überzeugend, und so böse wie noch nie. So eine hoffnungslose Lage, wie am Ende von The Sound Of Drums, kann man sich kaum vorstellen. Get out of that!

      RTD hat anscheinend entschieden, dass die "normale" Zuschauer soweit sind. In den letzen zwei Episoden hatten wir Gallifrey (endlich!), Time Lords, Axons, Sea Devils... Last Of The Time Lords hat vielen Leute an vielen Films erinnert, aber noch hat keiner Man lebt nur zweimal erwähnt. Die James Bond Serie fing relativ bescheiden an, wurde dann jedes Jahr größer, um dann in You Only Live Twice einen Höhepunkt zu erreichen. Der Bösewicht (Blofeld/The Master) in seinem edlen Versteck mit seiner Katze/Frau. Das Finale, das jedes vorheriges Finale zu übertreiben versucht... Im nächsten Bond Film, On Her Majesty's Secret Service, hat man den Großenwahn dann zurückgedreht. Dann fing der Prozess wieder von vorne an, bis Moonraker alle Bannen brach und man sehnte sich wieder nach den "Würzeln". Das Ergebnis: For Your Eyes Only — nüchtern, hart und dunkel. Mit LOTTL haben wir noch nicht die Moonraker-Stufe erreicht, aber eventuell die von The Spy Who Loved Me: Man traut sich immer mehr, jede Staffel soll die letzte noch überbieten. Nächstes Jahr wird alles noch ein Tic höher geschrauben, das Saison-Finale wird wohl das Größte Ding, das man im Fernsehen je gesehen hat, aber dann kommt ein Macht- und Richtungswechsel. Doctor Who 2008 wird bombastisch, episch, historisch und bestimmt unglaublich sein; Doctor Who 2009 (solange die BBC nicht so doof ist, den goldenen Ganz zu schlachten) wird eine ganz andere Sache. Und wir werden es alle willkommen heißen. :21:

      Postscript: Wer dachte, The Infinite Quest sei unwichtig, sollte diese Sätze aus Marthas Blog bei myspace durch den Kopf gehen lassen: -
      Because that was when I really realised how I felt about him. The Infinite was this thing that could give you your heart's desire. So what did it give me? The Doctor. Well, a fake Doctor but yeah, it knew what I only knew deep down.

      I love him and that's what makes this all so hard.

      It tried to give the Doctor his heart's desire as well. At the time, the only thing I reckoned he'd really want is to be reunited with Rose. But looking back... knowing what I know now, I think that eventually his heart's desire did come true. He didn't want to be the last of the Time Lords. If just one other had survived, then he'd have some hope. Ironic, eh?
      Just this once, everybody lives!
    • little_holly schrieb:


      Warum gibt es in Trillionen Jahre, am Ende des Universums noch soviele Menschen, wenn Cassandra, der letzte Mensch, dem Ende der Welt beiwohnt? Das ist schon ein startrek'scher Schnitzer.



      Bei Zeitreisen in Film und Fernsehen etc. kann man es sich glaub ich getrost sparen, auf Logik o.ä. zu schauen, besonders bei Doctor Who. Ich nehme SChnitzer immer als gegeben hin. SChwierig wird's nur, wenn innerhalb der handlung bestimmte Dinge mit Zeitfolge, Part Of Events etc. begründet werden, dann aber an andere Stelle wieder nicht gelten, siehe diese komischen Zeitwundenschliessdrachen bei Dr.9, als Rose ihren Vater in der Vergangenheit trifft. Die tauchen hier ja auch nur als Gimmick auf, sind aber in aber mehreren Jahrzenten Timetravel nie aufgetaucht. Das beste Beispiel ist Back To Future, wo es nur darum geht, einen konkreten Kuß nicht ungeschehen zu machen, der gesamte Rest der Ereignisse aber auch jeglicher immanenten Stringenz entbehrt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dorothy ()

    • Nun habe ich auch den Rewatch dieser Staffel beendet...

      Rangliste:
      1. Blink (10/10)
      2. Human Nature / The Familiy of Blood (7,5/10)
      3. Gridlock (6,5/10)
      4. The Lazarus Experiment (6/10)
      5. Smith and Jones (5,5/10)
      6. 42 (4,5/10)
      7. Utopia / The Sound of Drums / The Last of the Time Lords (7,5/10), (5/10) & (2/10) = (3/10)
      8. Daleks in Manhattan / Evolution of the Daleks (3/10)
      9. The Shakespeare Code (2,5/10)

      Macht etwa 5,3 -> hätte vor dem Rewatch besseres erwartet...

      Derzeitige Rangliste der "gerewatchten" NewWho-Staffeln:
      1. Staffel 1 (6,3/10)
      2. Staffel 3 (5,3/10)
      3. Staffel 2 (4,4/10)
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Mich erstaunt es eher, dass ich nach der zweiten Staffel überhaupt noch weiter geguckt habe. Aber "Doctor Who" ist nun mal die Serie mit dem besten, auf ewig unübertroffenen Grundkonzept, da kann ich auch über eine (größtenteils) sehr schwache RTD-Ära hinwegsehen. Nebenbei bemerkt habe ich z.B. der fünften Staffel nach dem ersten Sehen 8,5 oder so gegeben. ;)
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Auch ich habe den Rewatch der Staffel beendet.
      Hier die Bewertung (bei gleicher Punktzahl kommt zuerst die jeweils leicht bessere Story/Folge)

      1. Blink - 10/10
      2. Human Nature / The Family of Blood - 9/10
      3. Utopia - 9/10 (eigentlich der Beginn des finalen Dreiteilers, steht für mich aber irgendwie einzeln und leitet das zweiteilige Finale nur ein)
      4. Gridlock - 9/10 (einfach super, sehr schöne Geschichte und das Gesicht von Boo schön eingebaut, Setting hat auch gepasst)
      5. The Runaway Bride - 8/10 (guter Einstieg in die Staffel)
      6. Smith and Jones - 8/10 (auch eine gute Episode und tolles Zusammenspiel zwischen dem Doctor und Martha)
      7. The Sound of Drums / Last of the Time Lords - 8/10 (erster Teil war noch richtig super mit 9/10, der zweite 7/10 denn sehr emotional, Spannung war auch gegeben, lediglich die Auflösung ist nicht geglückt, was die Folge natürlich deutlich runterzieht, ebenso wie Marthas Weltwanderung die man Ihr nicht abkauft)
      8. 42 - 8/10 (einfach spannend, viele gute Momente und zumindest fast Echtzeit, ist für mich eine typische Doctor Who Raumschiff-Folge wie sie sein sollte)
      9. The Lazarus Experiment - 7/10 (Story, etc. hätte nur für ne solide 6/10 gereicht, dank toller Charakterfielfalt und Tiefe um Marthas Familie dann aber noch "gut")
      10. The Shakespeare Code - 6/10 (gute Momente vom Doctor und Shakespeare ist gut gespielt, Story ist ansonsten komplett mittelmaß)
      11. Daleks in Manhatten / Evolution of the Daleks - 4/10 (schwächste Folge der Staffel, der erste Teil war noch Durchnschnitt, der zweite relativ mies, Tennant hat den zweiten noch auf ne 3 gerettet, gepaart mit dem 1 Teil ist das gesamt ne 4)

      Gesamtwertung: 8,1
      Bisher beste Doctor Who Staffel. 8 heißt Sehr Gut bei mir.

      Gesamtrangliste bisher:

      Staffel 1 = 6,2 (solide)
      Staffel 2 = 7,3 (gut)
      Staffel 3 = 8,1 (sehr gut)
    • Nachdem ich nun alle Folgen dieser Season ein zweites Mal gesehen und meine persönliche Lieblingsreihenfolge festgelegt habe, kann ich auch ein Fazit zu der gesamten Staffel ziehen. Kurz vorneweg: Die Musik war wieder einmal genial und immer stimmig. Guter Job von Murray Gold.

      Generell ist mir aufgefallen, dass die ersten Folgen bis einschließlich "The Shakespeare Code", in meinen Augen, ganz gelungen waren. Der mittlere Teil von 3.3 - 3.6 hingegen gefiel mir nicht so gut. Gerade diese Dalek-Doppelfolge ließ mich zeitweilig an dem Geschichtenniveau zweifeln. Glücklicherweise ging es nach dieser Durststrecke mit "Human Nature" und folgenden steil bergauf und die Staffel war gerettet. Ok, die letzte Folge war kein Knaller aber weiter gehe ich nun nicht auf die einzelnen Episoden ein. Wen meine Meinung diesbezüglich interessiert, kann in den Folgenthreads nachlesen ;)

      Bevor ich mit diesem Fazit hier anfing, las ich mir nochmal meine Erwartungen an diese dritte Staffel durch. Einige Forenmitglieder teilten mir damals bereits mit, dass sich vieles davon erfüllen würde und ich muss sagen, dass sie recht behielten.

      Zum Beispiel wünschte ich mir einen neuen Companion, der vom Charakter her anders wäre als Rose. Den bekam ich mit Martha Jones zumindest in Ansätzen. Sie war gebildet, clever, wusste, was sie wollte und hatte mit ihrer medizinischen Ausbildung und dem Bestreben danach Doktor zu werden ein Ziel für ihre Zukunft. Diese große Familie mit all den Dramen hätte ich nun nicht gebraucht aber da Martha noch recht jung war, passte das schon. Zu Beginn hatte ich auch kein Problem damit, dass sie für den Doctor schwärmte, denn sind wir mal ehrlich: Der Typ hat schon was. Allerdings wurde diese Unerwiederte Liebessache für meinen Geschmack etwas zu oft erwähnt und mit der Zeit etwas anstrengend. Dementsprechend war ich ganz froh, dass Martha auf ihren eigenen Wunsch hin nicht weiter in der TARDIS mitreiste.

      Für den Doctor erhoffte ich mir, dass er den Verlust von Rose angemessen verarbeiten konnte. Immer mal wieder wurde er in den ersten Episoden im kleinem Rahmen damit konfrontiert und als er später auf Jack traf, schien er diese Erlebnisse bereits überwunden zu haben. Gut gelöst von den Autoren.
      Außerdem hoffte ich auf weitere Details zum Ewigen Krieg und bekam zusätzlich sogar noch die ersten Bilder von Gallifrey geboten. Welch ein schöner Ort das gewesen sein muss, zumindest optisch.

      Natürlich sollten auch wieder Reisen in die Vergangenheit (evtl. verbunden mit berühmten Persönlichkeiten) vorkommen, denn diese Geschichten fand ich bisher immer besonders spannend. Das Zusammentreffen mit Shakespeare, sowie das Versteckspiel von Martha und dem Doctor als John Smith mochte ich sehr. Doch selbst dieser Vergangenheitsbezug konnte die Dalekfolgen für mich nicht retten.

      Fremde Planeten zu erkunden war ein weiterer Wunsch und der wurde nicht wirklich erfüllt. Diese Welt in "Utopia" zählte für mich nun nicht wirklich, da ich sie eher als apokalyptische Erde betrachtete und New Earth kannte man auch bereits. Immerhin gab es einen unterhaltsamen Ausflug zum Mond und auf ein fremdes Raumschiff.

      Der letzte Punkt meiner Erwartungen wurde jedoch wieder vollends erfüllt: Neue interessante Außerirdische egal, ob Freund oder Feind.
      Die Jadoon gefielen mir richtig gut und selbst die Katzenwesen von New Earth waren dies Mal interessanter, gerade Hame und dieser Kerl, der mit der Menschenfrau zusammen war. Leider habe ich seinen Namen vergessen. Gut fand ich auf das Sonnenwesen aus "42" und die Wheeping Angels waren mein absolutes Highlight. Was für coole Wesen :WeepingAngela:
      Den Master packe ich nun auch mal in diese Kategorie, denn er ist ja theoretisch nen Außerirdischer. John Simm gefiel mir blendend in dieser Rolle, wobei ich mir den Charakter schon ein klein wenig anders vorgestellt hatte. Kann ja noch werden, denn viele Episoden mit dieser Figur habe ich ja noch gar nicht gesehen.

      Nun folgt aber demnächst erstmal die 4. Staffel und für diese wünsche ich mir folgendes:

      - Keine Liebesgeschichte irgendeiner Art zwischen Donna und dem Doctor
      - Her mit fremden Planeten und neuen Wesen!
      - Weitere Informationen über den Doctor, Gallifrey und die Time Lords allgemein
      - Natürlich wieder interessante Reisen in die Vergangenheit
      - Ein Wiedersehen mit Jack, denn ich mag den Kerl einfach und sehe ihn gerne mit dem Doctor zusammen
      - Evtl. die Rückkehr des Masters oder zumindest kleine, versteckte Hinweise über seinen Verbleib
    • Ich darf verraten, dass einige Deiner Wünsche früher oder (eher) später in Erfüllung gehen werden, aber Du Dir vielleicht hinterher auch wünschen wirst, einige dieser Wünsche lieber nicht gewünscht zu haben. ^^

      Und irgendwie hast Du recht; wenn man nur "New Earth" gesehen hat, kommen einem die Katzen-Aliens durchaus unsympathisch vor. Das hat erst "Gridlock" relativiert.
    • Danke, dass Ihr beiden das so allgemein gehalten habt :)
      Obwohl es an jeder Ecke Infos über die vierte Staffel gibt, habe ich es wieder geschafft mein Unwissen aufrechtzuerhalten. Das macht das Anschauen der für mich neuen Folgen nämlich viel interessanter. Jetzt bin ich allerdings noch mehr gespannt, welche Dinge sich erfüllen und welche nicht. Danke dafür :lach:
    • Staffel 3 ist definitiv die beste Tennant-Staffel, was sie aber immer noch nicht zu einer perfekten oder zu einer richtig guten Staffel macht. Sie hätte das Potential, richtig gut zu werden, da sie einfach viele richtig gute Folgen hat (Smith and Jones, Gridlock, Human Nature/Family of Blood, Blink, Utopia), allerdings hat auch Staffel 3 leider wieder ein paar Ausrutscher (The Runaway Bride, Daleks in Manhattan/Evolution of the Daleks, 42, Last of the Timelords). Runaway Bride würde ich ja gerne einfach nicht zu Staffel 3 dazuzählen, aber offiziell gehört sie ja dazu und irgendwo muss ich die Folge in meiner Bewertung ja wohl auch noch unterbringen.

      Staffel 3 ist auf jeden Fall die Staffel, in der RTD sein schreiberisches Können am Meisten bewiesen hat. Smith and Jones, Gridlock und Utopia zählen alle mit zu den besten RTD-Folgen, allerdings gibt es leider halt trotzdem auch noch (wie schon erwähnt) The Runaway Bride und Last of the Timelords...

      Einzelepisodenbewertung:

      Human Nature/Family of the Blood (9/10): Super Geschichte, sehr berührend und spannend
      Blink (9/10): Richtig spannende Folge mit ein paar tollen Moffat-Ideen, leider aber auch ein paar (minimalen) Schönheitsfehlern
      Gridlock (8/10): Spannend, witzig und berührend.
      Utopia (8/10): Hat zwar eigentlich keine Handlung, bringt aber sowohl Jack als auch den Master sehr gut zurück
      Smith and Jones (7.5/10): Eine witzige Companion-Einstiegfolge, die aber trotzdem noch eine gescheite Geschichte erzählt.
      The Lazarus Experiment (6.5/10): Eine nette kleine Folge, die Martha's Familie richtig etabliert und den Storyarc vorantreibt.
      Sound of Drums (6/10): Ein bisschen sehr action-lastig, aber insgesamt eine gute Folge
      The Shakespeare Code (5.5/10): Trotz nerviger Hexenklischees ganz nett.
      42 (4.5/10): Voll bunt und so!
      Daleks in Manhattan: 4.5/10 Gutes Setting mit eher enttäuschender Geschichte
      Last of the Timelords (3.5/10): Schwachsinn³
      Evolution of the Daleks: 2.5/10 Kompletter Unsinn
      The Runaway Bride (1.5/10): Schlechter Gegenspieler, stumpfe Dialoge, hektische Regie, nervige Hauptcharaktere.
      Durchschnitt: 6.1/10

      Was Staffel 3 wirklich besser macht als ihre zwei Vorgänger ist, dass sie in sich schlüßig ist. Der Storyarc wird zunächst dezent angedeutet und dann langsam entwickelt (Smith and Jones, The Lazarus Experiment, 42) und am Ende auch zu einem sinnvollen Schluss geführt. Auch werden im Finale viele Elemente verwendet, die im Laufe der Staffel schon vorbereitet wurden (Die Fob watch, der Verälterungsstrahl aus Lazarus Experiment und das "Last of the Timelords"-Thema).
      Die Beziehung des Doktors und Martha hat mir zwar am Anfang noch sehr gut gefallen, wurde dann aber immer mehr zu einer einfachen Anschmachterei des Doktors von Seiten Marthas. Trotzdem ist sie in meinen Augen immer noch der beste RTD-Companion und ihr Ausstieg hat mir auch gut gefallen! Der Doktor hat mir in dieser Staffel auch endlich mal Spaß gemacht, am besten fande ich ihn in Utopia.
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"