8x09 - Hinter den Wänden (Flatline)

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    • Eine sehr tolle Folge, nicht ganz das Niveau der letzten Woche, aber immer noch herausragend. Da wären zum einen die Schauspieler, die ich wirklich lobend erwähnen möchte, von denen haben alle ihre Sache gut gemacht, auch wenn nur zwei von den Gästen auch wirklich etwas hatten, mit dem sie arbeiten konnten. Dann gleich mal zu den Charakteren: Rigsy und Fenton sind die einzigen beiden, die wirklich Charakter haben, wobei von ihnen wohl auch nur Fenton im Gedächtnis bleiben wird. Er erinnert ein wenig an den Doctor, allerdings nur auf den ersten Blick, denn während der 12. Doctor zwar recht gefühlskalt wirkt, merkt man doch, dass unter der harten Schale doch ein weicher Kern steckt und er immer noch einen moralischen Kodex hat. Fenton hat den nicht, ihm geht es nur ums Überleben. Rigsy war zwar nett, aber er war auch sehr 08/15-Hilfscharakter. Und nun zu den beiden Hauptcharakteren. Der Doctor hatte in dieser Folge nicht viel zu tun, er hat Clara zwar oft Anweisungen geben, aber die hat sie auch nicht immer befolgt. Trotzdem hat mir der Doctor hier wieder gut gefallen. Capaldi ist zwar nicht mein Lieblingsdoctor (das ist Tom Baker) und auch nicht mein Lieblingsdoctor in New Who (das ist Matt Smith), aber er ist inzwischen im soliden Mittelfeld angekommen. Tut mir leid für Sylvester McCoy und Peter Davison, aber die sind inzwischen abgehängt.
      Der Star der Folge war aber definitiv Clara, die zwar oftmals vom Doctor geleitet wurde, aber auch auf viele gute Ideen von alleine gekommen ist. Die MI5-Geschichte war klug, wie sie sich als The Doctor, Doctor Oswald vorstellt war das witzigste, was ich seit langem in Doctor Who gesehen habe (wobei die Szene, in der der Doctor seine Hand aus der TARDIS streckt um mit dieser von den Gleisen zu robben, auch nicht schlecht war). Sie hat gezeigt, wie sehr der Doctor zum einen auf sie abfärbt, dass sie zum anderen aber immer noch sie selbst ist. Sie wirkt besorgter um die Personen um sie herum als der zwölfte Doctor, gleichzeitig hat sie aber realisiert, dass sie Tode in Kauf nehmen muss, um die anderen zu retten. Ich kann eigentlich nichts mehr zu ihrem Verhalten in der Episode sagen, außer genial, besonders da ja selbst der Doctor meinte, dass sie ein herausragender Doctor war, wobei gut sein nichts damit zu tun hatte. Mal sehen ob wir darauf noch einmal zurückkommen.
      Zu den Gegnern: Die waren gruselig, neu und meistens gut animiert. Wirklich tolles Konzept und ich fand des prima umgesetzt. Mehr kann man zu ihnen auch nicht sagen. Wobei wir ja noch einen anderen "Gegner" am Ende dieser Folge gesehen haben: Missy. Warum hat sie Clara ausgewählt? Wofür? Und ich muss Leuten hier im Thread recht geben, die Claras Handlungsbogen in dieser Staffel mit dem von Ace in Staffel 26 vergleichen. Ace wurde immer mehr zum Doctor oder besser gesagt vom Doctor darauf vorbereitet irgendwann einmal eine Time Lady zu werden. Clara wird nun auch immer mehr zum Doctor, wobei dies weniger durch direktes Zutun des Doctors anhand von Manipulation, sondern weil sie selbst inzwischen so lange mit ihm reist (3 oder 4 Jahre inzwischen), dass er ziemlich auf sie abfärbt.
      Ach ja und bevor ich es vergesse, die drei großen Negativpunkte: Danny (unnötig wie ein Kropf in dieser Episode, der war nur dafür da, dass der Doctor herausbekommt, dass Clara gelogen hat, hätte man auch anders lösen können), die CGI war teilweise wirklich grottig, besonders die geschrumpfte TARDIS und die laufenden Bilder am Ende, und zu guter letzt der Magic Sonic Wand mit dem der Doctor die Wesen wieder in ihre Dimension zurückschickt samt Rede. Ich habe gedacht ich schaue da dem zehnten Doctor zu und nicht dem zwölften. Aber gut, dafür war der Rest der Folge super.

      FAZIT: Eine super Folge, ein paar mehr Schwachpunkte als letztes Mal, daher auch weniger Punkte, so 9,25 von 10.
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    • Zu super reicht es nicht, aber gut. Kein zweites Fear Her, wie ich erst befürchtet hatte, wohl aber eine Folge, die in meinen Augen im ersten Drittel etwas schwächelte. Da hatte ich schon erstmal das Gefühl, dass die Folge wohl eher eine Aneinanderreihung netter Ideen, zusammengehalten von einem hanebüchenen Plot, sein wird. Das änderte sich, als das Konzept um die zweidimensionalen Lebensformen entblättert wurde, die die Menschen sezieren. Eine schlüssige Idee, und die anderen Handlungsfäden um die Mini-Tardis und Clara in der Haut des Doctors hatten sich bis dahin auch gut entwickelt. Und letztendlich sind es diese Nebenschauplätze, die erfolgreich davon ablenken konnten, dass die Haupthandlung ja irgendwie doch nur eine Abfolge hübscher Ideen, gepaart mit dem "10 Kleine Afroamerikanerlein"-Prinzip ist, die am Ende per Screwdriver-Schwänk aufgelöst wird. Der Hauptgang hätte nach meinem Geschmack also ruhig noch etwas gehaltvoller sein können...
    • Ich finde, der Einsatz des Sonics ist durchaus gerechtfertigt. In der Staffel wurde er ja meistens nicht gebraucht, aber für Clara war es ein Scanner, der ihre not-timelord-Instinkte durch Technik ersetzte. Und wenn der Doctor dann am Ende triumphierend herauskommt und mit seinem Sonic wedelt, dann ist das nichts anderes als ob Rambo sein Maschinengewehr zückt um die Gegner wegzunieten. Allerdings könnte man das auch als "Harry-Potter"-Moment ansehen. Es fehlte nur noch das "Expelliamus!"
      Übrigens musste ich lachen als ich das offensichtlich eingeflochtene Easteregg für die nächste Folge immer wieder auftauchen sah.
      Die nächste Folge handelt ja von den Bäumen, die zurückkehren (Der Sonic dürfte hier nicht funktionieren). In "Flatline" hingegen sieht man erst prominent Bäume in dem Gemälde, als der panische Typ am Anfang telefoniert. Dannkommt erst die Polizistin namens "P.C. Forrest" zum Einsatz und etwas später wird über Bäume gesprochen.
      "It's like a forest fire, isn't it?"
      "the objective is to save the great trees, not the brushwood. Am I right?"
      "It wasn't a fire, those weren't trees, those were people."
      Es ist fast so, als ob man uns hier schon unterschwellig auf Bäume aufmerksam machen will....

      Witzig fand ich den Produktionsfehler als der Doctor während des "Siege Modes" plötzlich viel kürzere Haare hatte. Da hat wohl seine Frisur auch den "Siege Mode" angenommen, denn später hat er wieder lockiges Haar.
      Trotzdem ist die Folge sicherlich auch eine der Besten der Staffel.

      Aktuelles Review: Doctor Who - S09E01 - "The Magician's Apprentice"
    • Bin ich froh, dass in dieser Staffel mehr Neulinge dabei sind. Zwei sehr gute Folgen nacheinander. Das Konzept der Aliens war ganz klasse. Und es war eine schöne, sehr lineare Geschichte. Die Ansprache am Ende hätte ich nicht gebraucht, aber das ist ja jetzt jammern auf hohem Niveau.
      Nächste Woche scheint auch gut zu werden. Oder zumindest interessant.
      Nur die CGI fand ich stellenweise schlecht. Klar, die Graffitimalereien sollen einen, ich sag mal "Vintage Look" haben, aber zb. der Zug sah aus wie in einem Videospiel. Das muss nicht sein. Da waren die Effekte vorher besser.
    • Irgendwie fallen die Quoten ja immer innerhalb einer Staffel. Und wie Staffel 6 zeigte, bringt es auch nichts, wenn in der Mitte eine Pause einlegt wird. Das ist halt einfach so und immer tragisch für die Autoren, die kurz vor dem Staffelfinale dran sind.
    • War das eigentlich das erste Mal, wo man den Siege Modus von außen gesehen hat. Sah dann doch stark nach der Pandorica-Form und -Bemalung aus ;)


      "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
      Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
      Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.

      Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
      It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."
    • Grundsätzlich eine überzeugende Folge. :)

      Fangen wir mit dem Negativen, bzw. Durchmischten an. Die Flachheit einiger Charaktere, die man hätte umgehen können (wurde ja bereits gennant, Personen, die als Fodder hätten dienen können, überleben bis zum Ende ohne wirklich eine Rolle zu spielen), stört doch etwas. Naja, gegen Ende war es zumindest awkward, ich habe den einen U-Bahn Typen nämlich bis dahin nicht wirklich wahrgenommen, das spricht dann wohl für sich. :D
      Auch waren ein, zwei CGIs etwas... suboptimal. Als der Doctor aus der geschrumpften Tardis geschaut hatte, wirkte das ganze in etwa so flach wie unsere Gegner...

      Durchmischt (und im Zentrum dieser Folge) ist natürlich besonders Claras Rolle. Man muss es ambivalent betrachten, ich finde es nämlich zum Bespiel gut, wie sie den Einfall hatte, den Monstern die dimensionale Energie mit einer gefaketen Tür abzuziehen, das ist Gewitztheit, die durchaus von einem Hauptcharakter/Doctor kommen kann und das hat sie vorallem alleine geschafft! Im Prinzip liefert Clara (trotz gegebener Anweisungen und "Fernsteuerung") eine Performance, die Hater kaltstellt und in Zukunft auch Referenz für eine eventuelle Diskussion um einen weiblichen Doctor sein kann. Wie man hier sieht, überzeugend kann es sein. Das Problem ist bloß, dass es halt Capaldis erste Staffel ist und wir deshalb noch nicht extrem viel von ihm gesehen haben und ihm weitere wertvolle Zeit genommen wird. Im Grunde habe ich nichts gegen das Clara-spielt-den-Doctor-Plot, aber es hätte vielleicht ne Staffel später kommen sollen, wenn Capaldi sich noch ein bisschen mehr etabliert hat.

      Überzeugt haben mich wiederum andere CGIs, insbesondere die Graffitimenschen und auch wie die eine Polizeikommissarin getötet wurde, da sorgt diese Groteskheit in Kombination mit dem unbekannten Übel doch für Gänsehaut! Auch die Situation des Doctors, wo er sich mit seiner Hand durch die Tür von den Gleisen rettet hatte ihren Charme mit der getroffenen Mitte zwischen Dramatik und Humor, wie Capaldi selbst halt auch ist.
      Toppunkt der Folge waren die Gegner selbst! Ich muss der Staffel sowieso ein Lob aussprechen, bisher waren größtenteils (bis auf die RobinHood-Bots und den Dalek, die beide irgendwie nichts Neues sind) neue Gegner mit interessanten Konzepten da, die sowohl Intelligenz forderten als auch ordentlich Schrecken einjagen können, was ich mir schon länger gewünscht habe. Deshalb bin ich guter Hoffnung, dass Capaldi bei mir den Platz des Lieblingsdoctors ergattern kann, denn jeder Doctor ist auch immer von seinen Gegnern abhängig.

      Bleibt natürlich abzuwarten, was mit Missy kommt. Gerade über die Formulierung "My Clara", die schon dutzende Male vom Doctor selbst gewählt wurde, lässt sich diskutieren... :)

      Mich hat die Folge jedenfalls überzeugt, deshalb gibt es 8,5/10 Punkten. :)
    • puh.......die Quoten sind aber wirklich mies....natürlich gehen diese in der Staffel immer weiter runter, hier könnte es aber wohl die schwächste Folge der neuen Serie seit 2005 werden.
      Denke auch die Final Ratings werden hier dann gesamt unter den bisherigen Folgen seit 2005 liegen.........
    • Arathas schrieb:

      die Quoten sind aber wirklich mies.


      das sind overnights... die sind so repräsentativ, wie .... hmmm... was wäre ein guter vergelich... also von den overnights auf gesamtschnitt zu kommen, ist wie wenn man nach nach neueröffnung eines ladens, durch die kunden am ersten tag schon das jahres geschäft ausrechnet....

      Arathas schrieb:

      Denke auch die Final Ratings werden hier dann gesamt unter den bisherigen Folgen seit 2005 liegen


      da müsste man erstmal staffel 7.2 toppen...
    • Grandiose Folge. So simpel ist das. Ich wurde unterhalten, gute Dialoge, Spannung alles dabei.

      CGI... naja, gute Effekte kosten auch, nicht wahr. Besser sie sparen bei den Effekten als anderswo.

      Gut, Einige Nebencharaktere waren etwas flach, aber was solls, die sehen wir nicht wieder. Wichtiger waren Clara und der Doktor.
      Und die beiden waren in Höchstform. Ihr Schauspiel, ihre Chemie zwischeneinander, ihre Begeisterung. Die beiden passen so wirklich zusammen.
      Auch schön zu sehen, dass Clara in den letzten Folgen so richtig in ihre Rolle als Companion des neuen Doktor reinfindet. Sie ist eben nicht gleichgestellt mit einem 2000 Jahre alten Timelord. Auch wenn das einige wohl gerne sehen würden, und deswegen die Folge so abwerten. Vollkommen egal, ob sie auf Trenzalore oder sonstwo dabei waren, andere Companions haben auch ne Menge mitgemacht...

      Als Fazit: Der Author darf bitte (mit ganz viel Zucker oben drauf) gerne mehr Folgen schreiben. Ganz großes Kino


      "Vernunft ist nichts Automatisches, jene die sie leugnen können nicht durch sie erobert werden."

      - Ayn Rand (vielleicht der einzige vernünftige Satz von ihr)
    • Hui! Nette Idee: Bewohner eines zweidimensionalen Universums, die versuchen, in die dritte Dimension vorzustoßen.

      Ich habe die ganze Zeit immer daran denken müssen, daß der Schrecken, den diese Wesen bei Menschen verursachen, eigentlich nicht schlimmer sein kann, als der Schrecken, den Menschen verursachen, wenn sie sich, wie in SciFi üblich, in die vierte oder gar fünfte Dimension begeben. Wie mag das für vier- oder fünfdimensionale Wesen, von denen es z.B. in Perry Rhodan oder Star Trek nur so wimmelt, wohl aussehen? Ich glaube, jetzt habe ich eine Vorstellung davon. :)

      Allerdings müsste man konsequenterweise das Universum dieser Wesen als dreidimensional bezeichnen, denn ohne die Zeit als dritte Dimension gäbe es keinerlei Bewegung oder Veränderung, so, wie unser Universum ein vierdimensionales Universum ist. Ein zweidimensionales Universum wäre eines, in dem es nur eine einzige räumliche und eine zeitliche Dimension gibt.


      Coorec schrieb:

      Highlight-Szenen, ganz klar die Hand aus der Tardis auf den Bahnschienen und als die Tardis aufgeladen wurde und losflog im Tunnel.


      Balko schrieb:

      Doctor Who gesehen habe (wobei die Szene, in der der Doctor seine Hand aus der TARDIS streckt um mit dieser von den Gleisen zu robben, auch nicht schlecht war).


      Bei dieser Szene habe ich mich gefragt: wie sieht das aus Sicht des Doktors aus? Zieht er mit seiner Hand die TARDIS von den Gleisen, oder verschiebt er die Welt außerhalb seiner TARDIS mit seiner Hand? ;)

      Zghuk schrieb:

      War das eigentlich das erste Mal, wo man den Siege Modus von außen gesehen hat. Sah dann doch stark nach der Pandorica-Form und -Bemalung aus ;)


      Ah, ich bin also nicht der einzige, der gedacht hat, da gerade eine Mini-Pandorica zu sehen. :) Zuerst hatte ich gedacht, Clara hätte ein Gerät der Flatliner gefunden. Dann wurde mir klar, daß das nicht sein kann, weil ein solches Gerät zweidimensional sein müsste. Als Clara dann sagte "I think it's the TARDIS", war ich zunächst verwirrt, weil ich sofort an die Pandorica denken musste.

      Andersrum: daß sich Pandorica und TARDIS im "Belagerungs-Zustand" gleichen, ist kein Wunder, denn beide Gefährte entstammen demselben Technologie-Level des Whoniverse. (Außerdem haben hier bei uns, auf der Erde, bestimmt die selben Designer daran gearbeitet...)
      Wolfgang.
    • 8x09 - Flatline

      André McFly schrieb:

      Arathas schrieb:

      die Quoten sind aber wirklich mies.


      das sind overnights... die sind so repräsentativ, wie .... hmmm... was wäre ein guter vergelich... also von den overnights auf gesamtschnitt zu kommen, ist wie wenn man nach nach neueröffnung eines ladens, durch die kunden am ersten tag schon das jahres geschäft ausrechnet....

      Arathas schrieb:

      Denke auch die Final Ratings werden hier dann gesamt unter den bisherigen Folgen seit 2005 liegen


      da müsste man erstmal staffel 7.2 toppen...


      Hat jemand auf Gallifreybase schön auf den Punkt gebracht.