Die Saat des Zorns

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    • Die Saat des Zorns

      Titel: Die Saat des Zorns
      Autor: Arielen
      Fandom: Doktor Who
      Genre: Drama, Missing Scene
      Charakter(e): Rassilon, 8. & 10. Doktor
      Rating/Warnings: PG-13, keine
      Staffel/Spoiler: Deutliche Bezüge zu „Das Ende der Zeit“ (Specials New Who, Season 4), aber sehr vage zu „Zagreus“ (BiFi Doctor Who Main Range Audiodrama 50)

      Anmerkung des Autors: Rassilon scheint den Doktor bei ihrer letzten Begegnung in „Das Ende der Zeit“ nicht sehr zu mögen, das merkt man in dem Dialog zwischen den beiden mehr als einmal. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, warum dem eigentlich so ist und versucht, die Bezüge zur klassischen Ära gut verständlich zu machen. Und ja, das Zerwürfnis dürfte mit dem achten Doktor angefangen haben … zumindest in meinem Headcanon.

      Es gibt auch ein Bild, das michzusätzlich inspiriert hat und hier zu finden ist: Eight in gallifreyscher Robe


      Kurzinhalt: Rassilon ist unter die Lebenden zurückgekehrt, weil Gallifrey seiner Hilfe bedarf. Von allen schlägt ihm Zuversicht und Freude entgegen, alle warten auf seine Weisungen, doch er hat nur Augen für Einen - und das nicht ganz grundlos …


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      „Lord Präsident. Euer Volk erwartet Euch.“ Der Kanzler wies ihm den Weg und auch die Wachen an, die Tür zur großen Versammlungshalle zu öffnen.

      Rassilon genoss jeden Schritt und spürte, wie seine Herzen schneller schlugen und regelrecht flüssige Energie durch seine Adern pumpten. Ja, das war doch etwas anderes, als allein in der Matrix präsent zu sein und so nur eingeschränkt über die Welt wachen zu können, die er geformt und zu wahrer Größe geführt hatte.
      Er freute sich auf das Volk, das seinem Kodex noch immer folgte und damit dafür sorgte, dass die Herrschaft über die Zeit in den Händen Gallifreys lag – aber nur dann mit ihnen in Berührung zu kommen, wenn jemand von ihnen die Matrix oder sein Grabmal betrat.
      Viele Jahre hatten seine Lehren für eine strenge Ordnung im Universum gesorgt, die wenigen Störungen waren schnell wieder in die richtigen Bahnen gelenkt oder beseitigt worden, ehe sie wirklichen Schaden anrichten konnten.

      Doch nun sorgten die Daleks - Kreaturen, die aus den Ideen eines nach unendlich Macht gierenden Wissenschaftlers entstanden waren - dafür, dass das Geflecht der Zeit immer wieder erschüttert wurde, dass sich Risse bildeten, die nicht mehr heilten und die Auflösung nur voran trieben.

      In dieser Stunde der Not hatte das Konzil der Timelords einen Hilferuf in die Matrix geschickt und ihn angefleht, zu ihnen zurückzukehren, wieder körperliche Gestalt und anzunehmen, um sie anzuführen.
      Dieser Bitte war er gerne, ja sogar ohne Zögern nachgekommen, denn er hatte es schon länger vermisst, so abgeschnitten von allen Entwicklungen auf und um Gallifrey zu sein. Zudem gab es noch einen anderen, wenn auch eher persönlichen Grund für seine Rückkehr in die Welt der Lebenden …

      Er blieb auf der Empore stehen und ließ seinen Blick über die Versammelten schweifen. Sie alle hatten die Köpfe zu ihm erhoben, überfluteten ihn mit Freude, Bewunderung und Hoffnung, denn sie alle waren mit den Legenden um seine Heldentaten aufgewachsen. Seine Herzen schlugen einen Takt schneller, als er tief einatmete und diesen Moment einfach genoss. Ja, das waren warhaftig seine Kinder im Geiste …

      Die Roben in Purpur, Grün-Braun und verschiedenen Rottönen stachen ihm ins Auge. Da waren sie, die Patrex, die Arcallians und die Prydonians, die Angehörigen der drei Kapitel, die sich aufgrund seiner Lehren gebildet hatten und die sich die Aufgaben untereinander aufteilten – die einen waren die Archivare und Künstler, die anderen hatten als erfahrene Zeitingenieure die technische Entwicklung Gallifreys voran getrieben.
      Auf der letzten Gruppe – den Erkundern, Strategen und Lenkern - verharrte sein Blick am längsten, standen ihm diese Männer und Frauen doch im Wesen am nächsten, verkörperten sie seine Lehren mehr als die anderen.

      Wenngleich viel mehr in ihnen steckte, als er selbst beabsichtigt hatte. Um Rassilons Lippen spielte ein feines Lächeln, als er in einer der hinteren Reihen jemanden entdeckte, auf dessen Anwesenheit er regelrecht gehofft hatte.

      Es handelte sich um einen, in der Versammlung hier an Jahren noch recht jungen Timelord, der es allerdings schon geschafft hatte in weniger als einem Millennium, sieben seiner Regenerationen zu verschwenden – und das nur, weil er immer wieder besonderen Anteil an dem Schicksal einer einzigen Rasse nahm, die bisher keine besondere Rolle im Gefüge der Zeit spielte, sondern oftmals nur ein Ärgernis darstellte, weil sie zu sehr auf Emotionen setzte, und zu wenig auf Logik und Wissen.

      Ja, dieser Mann dort war eine leidenschaftlich flackernde Flamme unter den ruhig brennenden Feuern der anderen Anwesenden, jemand der trotz aller Rückschläge für seine Überzeugungen eintrat und niemals aufgab, was viele dazu inspirierte, seinem Beispiel zu folgen …

      Es hatte eine Zeit gegeben, in denen Rassilon den Doktor wirklich geliebt und fast schon als wahren Sohn und Erbe seines Vermächtnisses angesehen hatte, weil dieser nie den wachen und lebhaften Geist verloren hatte, den viele seiner Gefährten aus der Gründerzeit in der Dämmerung des Universums besessen hatten.
      Er hatte ihn gemocht, weil er für das eintrat, an das er glaubte, Gewalt so gut wie nie mit Gewalt beantwortete, und auf diesem Wege Gallifrey mehr als einmal gerettet hatte, auch wenn dabei sein eigenes Leben immer wieder auf Messers Schneide gestanden hatte.
      Er schätzte Männer wie ihn, die mit List und Verstand und dem Wort allein übermächtige Gegner und ausweglose Situationen gemeistert hatte, in denen selbst uralte und erfahrenere Timelords kapituliert hätten. Mit jemandem wie dem Doktor war es möglich, den Zeitkrieg in einem Handstreich zu gewinnen …

      Vorausgesetzt, er wäre bereit, sich voll und ganz Rassilons Wort unterzuordnen und ohne Widerrede seinen Weisungen zu folgen.

      Genau das aber war das Problem. Ein Blick in die kritisch dreinblickenden blauen Augen unter der rotbraunen Lockenmähne bestätigten ihm, dass sich an der Einstellung des Doktors nichts geändert hatte und er lange auf dessen Gehorsam warten konnte.

      Denn schon in der Matrix hatte ihm genau diese Inkarnation bewiesen, wie wenig sie bereit gewesen war, sich zu einem bloßen Werkzeug machen zu lassen. Selbst als er bereits von der Zagreus-Energie übernommen und in ein Geschöpf der Anti-Zeit verwandelt worden war, hatte sich der junge Rebell noch gegen ihn gestellt und Rassilon zu einem ärgerlichen Exil in einem, ihm leider ziemlich feindlichen gesonnen Universum verholfen, aus dem er sich selbst nur mit viel Mühe und Trickserei hatte befreien können.

      Und genau das würde er sich nicht noch einmal gefallen lassen!

      „Lord Präsident …“ Der Kanzler verstummte aufgrund von Rassilons barscher Geste, denn dieser wollte noch eine deutliche Botschaft gegenüber seinem ganz speziellen Untertanten aussprechen, ehe er sich dem gehorsamen Rest widmete.

      So hielt er deshalb weiter den Augenkontakt zu seinem Gegenüber. Der Doktor erwiderte den Blick noch immer ohne Scheu. Das war der mutige Ausdruck seines rebellischen Geistes, aber auch eine törichte Geste, wie er gleich zu spüren bekommen würde.

      'Nun Doktor, es ist jetzt an dir, zu entscheiden, wie du dich mir gegenüber verhalten wirst …'
      übermittelte ihm Rassilon klar und unmissverständlich: 'Als Timelord bist deinem Eid gegenüber Gallifrey verpflichtet - und damit auch MIR ... denn ICH BIN Gallifrey. Und das bedeutet, du bist entweder für oder gegen mich. Ich werde nichts anderes als ein Ja oder ein Nein zulassen, und das ist mein letztes Wort!'

      Der Doktor legte den Kopf schief und zog dabei eine Augenbraue hoch. Seine Augen blitzten skeptisch auf, jedoch sparte er sich eine direkte Antwort.

      Rassilon konnte das wütende Grollen in seiner Kehle gerade noch unterdrücken, ballte aber im Schutz der langen Ärmel seiner weißen Robe eine Hand zur Faust um seiner Wut Ausdruck zu geben. Er löste in diesem Moment auch den Augenkontakt und fühlte Ernüchterung in sich aufsteigen.

      Hätte er wirklich eine andere Geste als diese der Missachtung erwarten sollen?
      Natürlich nicht!


      Nun, dann würde schon genau wissen, wie der erste Befehl an den Kastellan nach seiner Amtseinführung lauten würde: Es galt einen gefährlichen Renegaten festzusetzen, ehe dieser weiteren Schaden anrichten konnte …


      * * *

      Doch auch der Doktor schien genau zu wissen, was ihm blühte, denn er war bereits vor dem Ende der Zeremonie verschwunden, und die Suche nach seiner Tardis verlief natürlich erst einmal im Sande.

      Obwohl Rassilon in der Folge keine Zeit mehr fand, sich mit einer Person allein zu beschäftigen, weil ihn eine ganze Welt brauchte, verlor er ihn dennoch nicht aus den Augen. Auch in der Zeit, in der er sein Volk bereits langsam aber beständig auf das Ziel vorbereitete, dass er als beste Lösung für den Zeitkrieg ansah, las er die Berichte mit Interesse, die vom Wirken des Doktors auf fremden Planeten erzählten, von seinen Bemühungen, das Leid der Unschuldigen zu lindern und zu retten, was zu retten war.

      Irgendwann fragte er sich sogar, ob er den rebellischen Timelord nicht vielleicht doch überschätzt hatte, denn für einen echten Renegaten fehlten ihm der Biss und die Skrupellosigkeit, die der Master und die Rani besaßen. Im Gegenteil, er war viel zu pazifistisch und zurückhaltend eingestellt und richtete mit seinen hilflosen Gesten nur noch wenig in dem Universum aus, das mittlerweile lichterloh brannte.

      Doch diese Meinung sollte sich schon bald wieder ändern und ins Gegenteil verkehren, bewies der Doktor doch, dass er durchaus eine dunkle Seite hatte und einen Willen der dem Rassilons in nichts nachstand.
      Als er er nämlich erneut reinkarniert von Karn – der Heimat der unseligen „Schwesternschaft der Flamme“ zurückkehrte, setzte er gleich mehrfach Zeichen, dass er durchaus auch anders handeln und entscheiden konnte.

      Mit diesen Taten ebnete er bereits den Weg für jene Inkarnation, der Rassilon endlich von Angesicht zu Angesicht seinen gesamten Zorn entgegenschleudern sollte. Doch das ist eine eigene Geschichte, die bereits erzählt wurde …

      Der Anfang ...
      vom Ende …
    • Ts, ts, ich habe mir doch irgendwie gedacht, dass keine Reaktion kommt, denn es gibt ja offensichtlich nichts zu mosern und zu kritisieren und es ist kein pöser, pöser Schweinkram ;)

      Wie dem auch sei, ich denke mal, der ein oder andere hat die Story sicher gelesen und vielleicht auch interesse an der englischen Variation - nicht Übersetzung - die ich letztens noch geschrieben habe:



      Title:
      Rassilon's Promise
      Fandom: Doctor Who
      Genre: Angst, missing scene, charakter moment
      Charakters: Rassilon, Chancellor 8th Doctor
      Rating/Warnings: Teen
      Word count: 1350

      Description: The High council of the Timelords have chosen an new Lord President. In the dawn of the Time War they called back Rassilon, the founder of their civilisation. But something changed him, especially one person he has a special interest in. But what is the reason for all this? - Foreshadowing of “The end of Time”.

      Notes: The Doctor and the Time War is a period, it seems, I like to write in. And I have my own theories of the reasons, why Rassilon dislikes the doctor so much. Here is one and maybe the first explanation. At first it will be only an One Shot, but if you like I can make a series of Short Stories out of it.
      Although there is a similar story in German, I try my luck now in English, so that you also might have fun with my thoughts. I am no native speaker, so have mercy, when looking at my spelling and grammar.


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      „The travelling Timelords have answered our call. They will come back immediately and join the celebration of your inauguration, although we did not tell them everything, especially not, whom we will present them as their new Lord President. But they are used to obey without further question as it is custom in our society since your times.“ The Chancellor bowed his head. “My Lord, everything is ready. We are so happy and proud, that you decided to return to us and help us in these dark times.”

      „It is a honour for me, to be called back to life by the High Council, my dear Chancellor, and I will do my very best to help you in the struggle against the Daleks. I am sure, that we will find the best solution possible for Gallifrey and its people“, Rassilon answered with a smile and touched the men's shoulder. „But tell me now about my special request?“

      The Chancellor nodded. „As you asked, we send a a more cryptic and demanding message to him, giving him every reason to return. But as you know, it is not certain, that he will join us.“ He sighed. „This one is a very special case … one of the most famous Timelords of our time, my Lord – so brilliant and cunning, but …“

      „But?“ Rassilon rose an eyebrow, although he already knew the answer and gave it instead of the man in front of him. “While I rested in the matrix, I found many threads leading to the one, who calls himself The Doctor. And I studied them with growing interest.”

      He paused a moment, then he turned away to the window, looking through the glass on the Gallifreyan landscape, drinking the vivid colours, he had missed so long, with all his senses.

      “Yes ...”, he said quietly. “... a favourite son, I could have been proud of …” Then he turned back to the Chancellor. “He has a passionate soul, a curious mind and the unbreakable will to explore and to chance things, although they seem unchangeable. He is so similar to my friends, the explorers of old … oh yes … like Omega, like Salyavin, like Ulysses - he is a dreamer and an vivid dancer in the Vortex of his own … ”

      He sighed deeply. “But as we both know his tragic flaw, he is also stubborn to the core of his bone.”

      “Oh yes, the Doctor is a rebel from head to toe, my Lord, never able, to obey orders, since he stole his Tardis. A dangerous renegade, who stood trial several times!”

      “But he never was executed or imprisoned for long, I know. ”, Rassilon hold up his hand. “These are the qualities of a survivor – skills we might need at the front of the battle lines, if war is inevitable – as we know it is …”

      “He will never accept nor obey!” was the Chancellors immediate answer. “You can try to persuade him, but he will stand to his moral codex, especially in this incarnation. You can ask the coordinators of the Celestial Intervention Agency for sure. They have a long record of his meddeling with time and space, especially when it comes to one planet in the galaxy …”

      “We will see …” Rassilon smiled again, then his face changed from one moment to the other. “We will see, if he will disobey me, when I speak to him”, he said with a could tone in his voice. “If he does, he will suffer the consequences.”

      The Chancellor, shuddered, when he looked in the eyes of his great leader. All warmth and friendliness was gone, only anger and … hate? … stayed.

      Emotions, he could not understand, but had to accept, because Rassilon was the founder of his civilisation the greatest man of Gallifrey's past, and the one the High Council chose to lead them here and now.

      For one moment he shuddered and asked himself, if it was good to fight fire with fire, the cruelty and coldness of the Daleks with dark emotions instead of logic, but then he shunned away his scepticism.

      The man on his opposite was right. An example has to be stated, if the Doctor would choose to stay disobedient. Although he did not know, why Rassilon firstly spoke so kindly of the Renegade, then turned to hate so openly, he agreed. As far as he knew, the founder of Gallifreyan civilisation and the Doctor could never have met, but he was certain, that I he would ask, he would get no answer right now. Maybe …

      Rassilon looked at him once more and broke his thoughts and the silence in the room. Now he looked more kindly again. “Please leave me now. I must rest and meditate.”

      “Yes my Lord!” The Chancellor bowed his head and turned to the door. He decided not to ask any further questions, because he was accustomed to confirm to rules.

      Rassilon waited till the door had closed behind the man, then he returned to the window, looking at the reflection of his face in the glassy surface.

      A thin smile showed itself at the corner of his mouth. It was obviously, that the Chancellor was not aware of certain events, that happened before.

      Good … for him, that his predecessor, the long lost Lord President Romana had cleansed some files in the matrix regarding her friend and mentor … something he agreed with, because she had also cleansed the record of Rassilons faults and his biggest shame …

      His thoughts returned to the moment in time, when the doctor stopped the Neverpeople, but infecting himself and his Tardis with anti-time.

      He became Zagreus, a creature of Gallifrean myth - but also the weapon, Rassilon had waited for so long. For a while, the Doctor had danced on his strings like a puppet, had willingly forged a blade and prepared to open the gates to another universe.

      But then – in the moment of Rassilons greatest triumph – looking forward to the destruction of the Divergence, the only force, that could endanger him and his creation, Zagreus teared the strings with one blow and turned against him.

      Although his own personality seemed to have died and the Doctor had become another entity, his stubbornness remained and caused the downfall of all his plans and wishes.

      A hot wave of anger flashed through Rassilons body, an emotion he drank like finest wine, because it made him feel alive and breathing again.
      The treachery followed a long exile not only for the Doctor, but for him too. He endured much disgrace in front of the Divergence, was at the mercy of those he once banned. At last, after much humiliation and fear he made it back to his own universe, at the cost of much of his power and some of is precious knowledge about space and time … although he did not return with bare hands.

      He took a deep breath.

      Unwillingly or not, the Divergence had shared some of their precious secrets with him, he would show Gallifrey if the time had come. Maybe his people should also take the next step in their evolution – not longer depending on hulls of flesh and bone or simple technology. He had seen how capable minds of pure energy can be, how simply they wove themselves in the fabric of space and time. This was his aspiration for his race … his people … his children …

      But one step after another. For now, he would like to be content to the meeting with one very special person.

      “Yes Doctor!”, he mumbled to himself. “Soon we will meet again. And then I will show no mercy, if you will not do, as I wish. You will dance like a puppet from my string, follow my will without hesitation – or you will suffer every second in the rest of your pathetic life. That will be - not only a promise, but my oath!”
    • Und hier noch einmal "Rassilon's Promise" auf deutsch für alle, die des Englischen nicht so sonderlich mächtig sind, auch wenn ich weiß, dass die Story hier kaum jemanden interessiert. In dieser Variation sind die Bezüge zu "Zagreus" und "The other Life" noch ein wenig größer, aber auch für den Nichtkenner verständlich.


      Titel: Rassilons Versprechen
      Genre: Missing Scene, Charaktermoment, Angst
      Charaktere: Rassilon, 8th Doktor, Kanzler
      Rating: PG-13

      Beschreibung:
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      Der Hohe Rat der Timelords hat einen neuen Lord Präsidenten gewählt, diesmal jedoch eine ganz besondere Person. In der Dämmerung des Zeitkrieges, riefen sie Rassilon ins Leben zurück, den weisen und klugen Gründer ihrer Zivilisation. Aber etwas hat sein Wesen verändert, besonders eine Person, an der er ein ganz eigenes Interesse zeigt. Was genau ist der Grund dafür?

      Anmerkung:
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      Es macht mir besonderen Spaß in der Ära des Zeitkriegs zu schreiben, so scheint es wohl. Und so ist nach „Die Saat des Zorns“ noch eine weitere Geschichte entstanden, die das Thema aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet. Ich habe sie anders als die erste Erzählung zunächst auf Englisch geschrieben, da mir einfach ein paar klangvolle Wendungen durch den Kopf schwirrten, die ich unterbringen wollte.
      Und in dieser Variation habe ich überraschenderweise einige andere Aspekte herausgearbeitet, die ich euch nicht vorenthalten wollte, deshalb habe ich die Geschichte übersetzt und dabei gleich noch ein wenig erweitert.




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      „Die noch in Raum und Zeit reisenden Timelords haben unseren Ruf beantwortet. Sie werden so schnell wie möglich zurückkehren um an den Feierlichkeiten Eurer Amtseinführung teilzunehmen, obwohl wir ihnen nicht alles mitgeteilt haben, vor allem nicht, wen wir ihnen als neuen Lord Präsidenten vorstellen werden. Aber sie sind es gewohnt, ohne weitere Fragen zu stellen, zu gehorchen – so wie es in unserer Gesellschaft seit Eurer Zeit Brauch ist.“ Der Kanzler neigte seinen Kopf. „Mein Lord, alles ist bereit. Wir sind so glücklich und stolz über Eure Entscheidung zurückzukehren und uns in diesen dunklen Zeiten beizustehen.“

      „Es ist auch für mich eine Ehre, durch den Hohen Rat ins Leben zurückgerufen worden zu sein, mein lieber Kanzler, und ich werde mein bestes tun, Euch im Konflikt mit den Daleks zu unterstützen, Ich bin mir sicher, wir werden gemeinsam die bestmögliche Lösung für Gallifrey und unser Volk finden“, antwortete Rassilon mit einem warmen Lächeln und berührte die Schulter des Mannes. „Aber sagt mir, habt Ihr auch meine besondere Bitte erfüllt?“

      Der Kanzler nickte. „Wie Ihr gebeten habt, haben wir eine deutlich kryptischere und schärfere Botschaft an diesen speziellen Timelord geschickt, um ihm jeden Grund zu geben, zu uns zurückzukehren. Aber wie Ihr euch vorstellen könnt, ist es immer noch nicht sicher, dass er auch erscheinen wird.“ Er seufzte. „Er ist leider ein ganz besonderer Fall, wohl einer der bekanntesten Reisenden unserer Zeit, so brillant und gerissen, aber leider …“

      “Aber leider?” Rassilon zog eine Augebraue hoch, auch wenn er die Antwort bereits kannte, gab dann aber selbst die Antwort. „Als mein Bewusstsein noch in der Matrix ruhte, fand ich viele Hinweise auf den einen, der sich selbst „Der Doktor“ nannte. Und ich studierte die Eintragungen über ihn mit wachsendem Interesse.“

      Er hielt einen Moment inne und wandte sich dem Fenster zu, blickte durch das Glas auf die Landschaft Gallifreys und trank die lebendig leuchtenden Farben, die er so lange vermisst hatte, mit all seinen Sinnen.

      „Ja …“, sagte er leise zu sich selbst. „... ein ganz besonderer Sohn, auf den ich stolz sein könnte, wenn er nicht …“ Dann wandte er sich wieder dem Kanzler zu. „Er hat eine leidenschaftliche Seele, einen neugierigen Geist und den unzerstörbaren Willen, Dinge zu erkunden und zu verändern, auch wenn das nicht möglich zu sein scheint. Er ist meinen Freunden … den Erkundern der alten Zeit so ähnlich … oh ja … wie Omega, Salyavin oder Ulysses ist er ein Träumer und Tänzer im Vortex, der nur seinem Gefühl folgt und dabei ein gutes Gespür beweist …“

      Er seufzte schwer. „Aber wie wir beide wissen hat er leider auch eine große Schwäche in seinem Charakter – er ist stur und eigenwillig bis ins Mark seiner Knochen.“

      „Oh ja, mein Lord, der Doktor ist ein Rebell vom Haar bis zu den Zehenspitzen, er war niemals mehr in der Lage Befehlen zu gehorchen, nachdem er seine Tardis gestohlen hat. Er erwies sich als gefährlicher Renegat, der mehrfach vor Gericht stand!“

      “Aber er war niemals wirklich lange eingesperrt und hat selbst seine Hinrichtung überlebt, ich weiß.“ Rassilon hob eine Hand, um seine nächste Aussage zu bekräftigen. „Dies aber sind auch die Qualitäten von jemandem, der zu überleben weiß – Fähigkeiten, die wir an der Front sehr gut gebrauchen können, nun da der offene Krieg mit den Daleks immer unausweichlicher scheint …“

      „Er wird das niemals akzeptieren oder gar gehorchen“, antwortete der Kanzler prompt. „Ihr könnt versuchen, ihn zu überreden, aber er wird zu seinem Moralkodex stehen, vor allem in dieser Inkarnation. Ihr müsst nur die Agenten und Koordinatoren der 'Celestial Intervention Agency' fragen. Sie haben inzwischen wirklich viele Aufzeichnungen über seine Einmischungen in die Belange von Raum und Zeit gesammelt, selbst mehr als von Renegaten wie dem Master oder der Rani. Speziell, was einen Planet in dieser Galaxie angeht, kann er …“

      „Wir werden sehen …“ Rassilon lächelte erneut, dann änderte sich sein Gesichtsausdruck schlagartig. „Wir werden sehen, ob er sich gegen mich stellt, wenn ich persönlich mit ihm spreche“, sagte er mit einem eisigen Ton in seiner Stimme. „Wenn er es tut, dann wird er mit den entsprechenden Konsequenzen leben müssen.“

      Der Kanzler schauderte als er in die Augen seines großen Anführers blickte. Alle Wärme und Freundlichkeit war verschwunden … dafür standen nun unbändiger Zorn … und offenbar sogar Hass? … in ihnen. Das waren Emotionen, die er in diesem Zusammenhang zwar nicht verstehen konnte, die er aber akzeptieren musste, denn Rassilon war der Gründer seiner Zivilisation, der größte Mann aus Gallifreys Vergangenheit und derjenige, den der Rat gewählt hatte, um sein Volk hier und jetzt durch eine schwere Zeit zu führen. Von dem es hieß, dass er sich von Gefühlen niemals habe leiten lassen, sondern immer sachlich und Weise entschieden habe.

      Das schien nun anders … ja vielleicht sogar ins Gegenteil umgeschlagen zu sein. Für einen Moment fragte er sich, ob es wirklich gut war, das Feuer mit Feuer zu bekämpfen, der Grausamkeit und Kälte der Daleks mit dunklen Gefühlen anstatt von Logik zu begegnen, dann aber schob er seine leichten Zweifel hastig beiseite, auch wenn nagende Fragen blieben.So weit er wusste, konnten sich der Gründer und der Doktor niemals getroffen haben, doch hatte er wirklich das Recht, Rassilon einfach noch einmal darauf anzusprechen? Auf der anderen Seite wurde er das Gefühl nicht los, dass er ohnehin keine Antwort erhalten würde ...

      Auch wenn er jetzt nicht verstand, warum sein Gegenüber zuerst so freundlich von diesem eigenwilligen Renegaten gesprochen hatte und dann mit einem Male eine ganz andere Seite von sich gezeigt hatte, stimmte er doch zu.
      Der weise Gründer hatte mit dem, was er sagte, mehr als recht, egal, welche persönlichen Gründe dahinter steckten. Ein Exempel musste statuiert werden, wenn es der Doktor weiter vorzog, ungehorsam zu bleiben, denn er hatte die Geduld und das Wohlwollen des hohen Rates schon oft genug und viel zu lange strapaziert.

      Rassilon sah ihn ein weiteres Mal an und durchbrach die Stille im Raum mit seiner jetzt wieder freundlicher und sanfter klingenden Stimme. „Bitte geht jetzt. Ich möchte mich jetzt ausruhen und mich auf die Zeremonie vorbereiten.“

      „Natürlich, mein Lord!“ Der Kanzler verbeugte sich noch einmal und wandte sich dann der Tür zu ohne noch einmal innezuhalten und sich umzudrehen, denn er war es gewohnt den Befehlen seines Lord Präsidenten zu gehorchen, egal, wer dieses Amt auch innehatte.

      Rassilon wartete, bis sich die Tür hinter dem Mann geschlossen hatte, dann wandte er sich wieder dem Fenster zu und betrachtete nachdenklich sein Gesicht im reflektierenden Glas. In dieser Inkarnation wirkte so jung wie schon lange nicht mehr, aber alt genug um die richtige Autorität auszustrahlen, die er gegenüber seinem Volk brauchte.

      Ein dünnes Lächeln spielte um seine Mundwinkel, als er an das Gespräch zurückdachte. Es war schon sehr offensichtlich, dass der Kanzler nichts von dem wusste, was zwischen ihm und dem Doktor geschehen war.

      Gut … für ihn, dass eine seiner Vorgängerinnen im Amt des Lord Präsidenten, die schon lange verschollene Timelady Romana, einige Dateien in der Matrix entfernt oder verändert hatte, die ihren Freund und Mentor, den Doktor, betrafen … eine Vorgehensweise, die Rassilon seht entgegen kam. Denn damit waren auch die Aufzeichnungen über seine eigenen düsteren, kleinen Geheimnisse und besonders beschämende Taten, die den Glauben seines Volkes an seine Weisheit und seine Macht hätten erschüttern können. Und natürlich waren so auch die Hinweise auf eine beschämende Niederlage gegen einen Timelord, der selbst nicht gerade dafür bekannt war, den Regeln Gallifrey zu gehorchen, ausgelöscht worden.

      Seine Gedanken kehrten zu dem Augenblick zurück, in dem der Doktor die Niemalsleute in einem tapferen Akt der Selbstaufopferung aufgehalten hatte, bevor sie die Zeitschilde Gallifreys durchbrechen und seinem Volk schaden konnten. Dabei war der junge Timelord zwar nicht gestorben, aber er hatte sich und seine Tardis mit Anti-Zeit infiziert.

      Er hatte sich dadurch in Zagreus verwandelt, eine Kreatur aus der gallifreyschen Mythologie, mit der man normalerweise Kinder erschreckte, und sie nur für ein Hirngespinst hielt … aber in Wirklichkeit die Waffe war, auf die Rassilon so lange gewartet hatte.

      Für eine Weile hatte der Doktor tatsächlich wie eine Marionette an den Fäden getanzt, die Rassilon spann, auf seinen Befehl hin bereitwillig ein Schwert aus Anti-Zeit geschaffen und sich darauf vorbereitet, die Tore zu einer verborgenen Dimension zu öffnen, um etwas zu tun, was der Gründer selbst versäumt hätte – nämlich die Divergence zu vernichten, die einzige Macht, die Rassilons Schöpfung und Ordnung, gefährlich werden konnte, wenn sie einen Weg zurück in dieses Universum fand ...

      Aber dann – im Moment von Rassilons größtem Triumph, in diesem Augenblick hatte Zagreus, die die Fäden der Kontrolle mit einem Hieb durchschlagen und sich gegen ihn gestellt.
      Auch wenn seine eigene Persönlichkeit gestorben zu sein schien, nachdem der Doktor sich das selbstgeschaffene Schwert von seiner Begleiterin hatte in die Brust rammen lassen – seine Sturheit war leider dabei nicht ausgelöscht worden sondern hatte sich übertragen – und diese hatte alle Pläne und Wünsche Rassilons in einem Augenblick zu Grunde gerichtet.

      Eine Welle des Zorns flutete durch Rassilons Körper, ein Gefühl, dass er wie feinsten Wein genoss, denn es ließ ihn sich lebendiger fühlen als je zuvor in den langen Äonen seiner Existenz. Denn es gab ihm Kraft.

      Dem Verrat folgte ein langes Exil in dieser anderen Dimension, nicht nur für den Doktor, sondern auch für ihn selbst. Die Scham brannte in ihm, als er an die Erniedrigungen dachte, die er durch die Divergence ertragen musste, wie sehr er ihrer Gnade und ihren Gutdünken ausgeliefert worden war, die er einst hierhin verbannt und eingesperrt hatte.
      Nach einer endlosen Zahl von Demütigungen, dem verzweifelten Ringen um seine Existenz und Freiheit, die ihn an den Rand seiner Kraft getrieben hatte, war es ihm schließlich doch irgendwie gelungen wieder in seine Daseinsebene zurückzukehren, wenn auch mit dem Verlust eines Teils seiner Macht und viel kostbarem Wissens über Raum und Zeit …

      Dass es dazu gekommen war, nahm er dem Doktor wirklich übel, und er beschloss, ihn das auch spüren zu lassen … irgendwann und irgendwie.

      Er holte tief Luft und spürte, wie der Zorn langsam verpuffte und sich dafür eine eiskalte Ruhe in ihm ausbreitete.

      Doch er war nicht ganz mit leeren Händen nach Hause zurückgekehrt. Freiwillig oder nicht, die Divergence hatte ebenfalls einige ihrer kostbaren Geheimnisse mit ihm teilen müssen, Wissen das er an Gallifrey weitergeben würde, wenn es an der Zeit war.
      Vielleicht sollte sein Volk auch endlich den nächsten Schritt in ihrer Evolution wagen und nicht länger abhängig sein von ihren Hüllen aus Fleisch und Knochen oder schlichter, nicht immer zuverlässiger Technik.
      Er hatte gesehen, wozu ein kollektives Wesen, dass nur aus Bewusstsein und purer Energie fähig war, wie einfach sich dieses selbst in das Netz der Zeit einweben und so ohne Einmischung von außen formen konnte. Das sah er als Ziel seiner kommenden Bemühungen für seine Rasse … sein Volk … seine Kinder an.

      Aber einen Schritt nach dem anderen. Zuerst einmal freute er sich darauf, eine bestimmte Person wiederzusehen, für die er ganz besondere Gefühle hegte.

      “Ja Doktor”, murmelte er leise. „Bald werden wir uns wiedersehen und dann werde ich keine Gnade zeigen, wenn du nicht das tust, was ich will. Du wirst eine Marionette an meinen Fäden sein, meinen Anordnungen ohne Zögern folgen – oder du wirst jeden weiteren Augenblick den Rest deines jämmerlichen Lebens bereuen und leiden. Das ist nicht nur mein Versprechen, sondern mein Schwur!“