26x04 / 1989 - Der Tod auf leisen Sohlen (Survival)

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    • 26x04 / 1989 - Der Tod auf leisen Sohlen (Survival)

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      Die Rückkehr in ihr Heimatstädtchen Perivale verläuft für Ace nicht gerade beschaulich – der Großteil ihrer alten Freunde scheint auf mysteriöse Art und Weise verschwunden zu sein. Schon bald finden sie und der siebte Doctor sich auf einem urtümlichen Planeten wieder, auf dem Darwins Kriterien Leben und Tod beherrschen: Nur die Stärksten werden überleben…

      Die allerletzte Folge der "klassischen" Serie. Gesendet 22./29. November und 6. Dezember 1989. Ace kehrt endlich nach Perivale zurück, aber nichts ist wie es mal war... Zugeschaut haben 5 Millionen.

      Sonst zu dieser Zeit: In der Tschechoslowakei und der DDR werden die kommunistischen Regierungen ersetzt. Nummer Eins in Deutschland sind Lambada von Kaoma und Another Day In Paradise von Phil Collins, in Großbritannien The Right Stuff von New Kids On The Block.
      Just this once, everybody lives!

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Der tanzende Arzt ()

    • Ein würdiges Ende

      Diese Folge hat seit 1989 in dem großen Schatten von Ghost Light und The Curse Of Fenric dahingedümpelt, aber zu Unrecht, denn sie hat auch an sich viel anzubieten. Der trostlose, menschenleere, deprimierende Außenbezirk wo Ace herkommt wird besonders gut inszeniert. Ich fand es besonders gut, dass man in dem echten Perivale auch gedreht hat, denn so gewinnt das Ganze noch einen Tic Realität. Zunächst scheint es uns, genau wie Ace, als ob alles so leer wirkt weil wir uns in einer bedeutunglosen Gegend am Sonntag Mittag befinden. Dass ihr Freundeskreis sich auch aufgelöst hat, bewundert nicht. Hier sehen wir klaren Parallelen zur Situation mit Rose in
      Spoiler anzeigen
      Aliens Of London
      ,
      aber mit einem großen Unterschied:
      Spoiler anzeigen
      Ace hat überhaupt kein Lust, ihre Mutter zu besuchen
      . Sie ist auch viel länger weg gewesen. "Just a 'phone call, that's all it takes. 10 pence!" wird sie von Sergeant Patterson abgemahnt — schade, dass sie kein Handy hatte, das der Doctor hätte "upgraden" können.

      "That's what they said — either you were dead or you'd gone to Birmingham. ... You're well out of this dump." sagt die lustlose Ange, aber allmählich wird es klar, dass die alte Kumpels nicht einfach abgewandert sind... Das ganze Konzept, wobei jeder Charakter in der ganzen Folge kein anderes Ziel hat außer dem nackte Überleben, wird mehrfach angedeutet: mal subtil (die Tatsache, dass der kleine Laden jetzt auch Sonntags eröffnet haben müss, um dem Konkurrenz nichts zu schenken), mal mit dem Vorschlaghammer (der Doctor, Patterson). Der Witz, den Len und Harvey erzählen, bleibt noch im Rahmen, aber dass der Doctor dann aufklärt... :18: Endlich mal hat auch der Master (der übrigens nur sehr schlecht verheimlicht wird) keinen großen Eroberungs-Plan: er will auch nur entkommen und überleben.

      Der Planet der Gepard-Menschen fand ich auch sehr gut realisiert, mit dem rosaroten Himmel, den Tierresten und dem Pferdereiten. Weniger gelungen — wie von allen in dem Dokumentar auch gesagt — sind die Gepard-Menschen selber, die viel zu kuschelig rüberkommen. Allerdings fand ich diese Kostume nicht ganz so schlecht, wie die allgemeine Meinung sie befindet. Hier hat sich das 5.1 Ton voll belohnt: es klingt großartig, mit dem Planeten überall im Wohnzimmer! Schade, dass sie das nicht bei jedem Release anbieten können. Die Musik war auch gut, obwohl teilweise hat sie mir ein bisschen stark an Jesus Christ Superstar erinnert.

      Einmal zurück in Perivale, haben wir das schwächste teil der Folge. Die Jungs aus dem Selbst-Verteidigungs Unterricht stehen und bewegen sich wie der Tanz-Chor aus West-Side Story, und der Motorrad-Zusammenstoß ist wirklich albern. Die zwei kommen zusammen, es gibt eine riesen Explosion (und keine fliegende Körper), aber Midge kommt mit nur einem Zeichen-Trick schwarzen Gesicht davon (der Grund, dass sie keine Zeit mehr hatten zum umschminken, wird zwar erklärt, aber das weißt doch kein Fernseh-Zuschauer) und der Doctor landet, auch Zeichen-Trick würdig, Kopf-über in dem Müll.

      Warum wird Karra beim sterben eine "normale" Frau? Waren die Gepard-menschen ursprunglich alle so, bis sie zu viel gekämpft und gejagt haben?

      Dieses Ende ist schade, denn diese Folge ist sonst sehr stark und empfehlenswert. Beeindruckt hat mich auch die ruhige, sachliche Art, wie Andrew Cartmel in den Dokumentaren alles erleuchtet. Von ihm würde ich gerne mehr hören. Ich bin mir auch sicher, dass die 27. Staffel, die auf der zweiten DVD diskutiert wird, wäre großartig gewesen!

      PS: Falls die Spolier-Tags nicht wirklich nötig sind, kann ich die auch wieder entfernen.
      Just this once, everybody lives!
    • A finger can be a deadly weapon

      Eine klasse Episode. Mir hat gefallen, wie sich alles um das Thema "Survival" gedreht hat, ohne eine Lösung aufzudrängen. Sicher, der Doktor hat sich mit seiner Prämisse, den Kampf zu vermeiden um sich nicht zu "ändern" letztlich gesiegt. Doch Aces Freunden von Perivale dürfte das nicht aus ihrem traurigen Leben heraushelfen.

      Das war an dieser Folge ebenfalls sehr schön: Mal nicht die (bzw. eine) Welt gerettet, sondern einfach mal überlebt. Um mehr ging es nicht und das reichte auch völlig. Atmosphärisch eine sehr dichte Folge, mit gelungenem Rhythmus und zwei atemstockenden Cliffhangern.

      Und dann die Inszenierung Perivales - relativ menschenleer, traurig, gleichgültig, mit diesem Hauch unsichtbaren Überlebenskampfes über allem, das hatte etwas Surreales. Da kam mir selbst der Planet der Cheetah-People nicht seltsamer vor, wenn auch die Optik beeindruckender war.

      Was sonst? Einige Fragen sind noch offen (oder ich habe nicht richtig aufgepasst :unsure: ) - Ist Ace immer noch befallen oder ist der Bann durch den Tod der Cheetah gebrochen? Was genau hat der Doktor mit dem Master gemacht? Und: Welche Kampfsportart beherrscht der Doktor, bei dem ein Finger eine tödliche Waffe ist? ;)

      Nach dieser Folge wünsche ich mir, dass Ace in Staffel 4 / 30 noch mal wiederkommt, wäre bestimmt interessant .
      "People don't understand time, it's not what you think it is. It's complicated, very complicated.
      People assume that time is a strict progression of cause to effect.
      But actually, from a non-linear, non-subjective viewpoint it's more like a big ball of wibbely-wobbely, timey-wimey ... stuff."
      (Der Doctor)
    • Blackburn schrieb:

      Welche Kampfsportart beherrscht der Doktor, bei dem ein Finger eine tödliche Waffe ist? ;)


      Auf Dmax gab es neulich mal eine Doku über Shaolin Kung Fu udn in der kampfsport art gibt es eine 1 Finger kampftechnnick die aber wohl sein den 50ern kein Monch mehr meisterhaft beherscht.
    • Ich mag die Idee hinter Survival, auch wenn die Umsetzung hier und da etwas ungluecklich ist, was ja auch andere schon geschrieben haben. Die verschiedenen survival of the fittest-Anspielungen sind clever eingebaut und Perivale erinnert mich so an mein Heimatdorf *shiver* dass es einfach sehr effektiv ist. Weniger gelungen finde ich leider das Schauspielerische von einigenNebendarstellern, vor allem der Gruppe Jungens. Und McCoy muss sicher nicht probieren aufgeregt und boese rueberzukommen. Dafuer reicht sein schauspielerisches Koennen einfach nicht. Trotzdem eine der besseren Episoden, die meiner Meinung allerdings nicht an vor allem Ghost Light, aber auch Remembrance, Fenric und Happiness Patrol rankommt. 4/5

      Lemon
    • Marvin42 schrieb:

      Ich hab neulich mal ein aktuelles Bild von ihr gesehen...... von daher bezweifle ich ganz stark das RTD sie Fragen wird.


      Wenn ich mir die aktuellen Bilder von den BigFinish Produktionen so ansehe, eigentlich sieht sie ja aus wie immer, nur daß sie sich seit sie Mami ist, meist nicht mehr aufbrezelt sondern eher leger rumläuft.

      RTD und Sophie sind beide 44, also müßten Sie sich eigentlich ganz gut verstehen.
      Elisabeth Sladen ist 59 und hat sogar eine eigene Serie bekommen.
    • Hi.

      Survival ist eine meiner Lieblingsepisoden. Sehr schöne Atmosphäre. War eine sehr angenehme Abwechsung zum ständigen Die-Welt-retten.
      Leider habe ich nicht verstanden, warum sich der Planet selbst zerstört, wenn die Katzenmenschen weiter gegeneinander kämpfen...

      Viel zu kurz ist auch der Gastauftritt der britischen Comedians "Hale & Pace", die beiden Katzenfutterverkäufer. Die haben eine total geniale Comedy-Show in den 80ern gehabt. Die beiden habe ich als Kind verdammt gerne gesehen. Das waren noch Zeiten... ;)

      tschö!
    • HuiBuh schrieb:


      Leider habe ich nicht verstanden, warum sich der Planet selbst zerstört, wenn die Katzenmenschen weiter gegeneinander kämpfen...


      Ich glaube, das wurde nicht direkt erklärt. Anscheinend besteht eine Art empathische Verbindung zwischen dem Planeten und den Katzenwesen, die zur Vernichtung des Planeten führt. Ist vermutlich auch nicht so wichtig, dem Drehbuchautor ging es wohl mehr um die übertragende Bedeutung: Überlebenskampf um jeden Preis führt zur Vernichtung der Grundlage des Überlebens. Denk ich mal.

      Die beiden Katzenfutterverkäufer waren Comedians? Jetzt wird mir einiges klar ... :D
      "People don't understand time, it's not what you think it is. It's complicated, very complicated.
      People assume that time is a strict progression of cause to effect.
      But actually, from a non-linear, non-subjective viewpoint it's more like a big ball of wibbely-wobbely, timey-wimey ... stuff."
      (Der Doctor)
    • Survival habe ich mir nun auch angesehen, und in der Gesamtheit hat es mir gut gefallen. Zunächst aber die Dinge, die mir nicht gefallen haben:

      • Die animatronische Katze war ein absoluter Witz - eine Handpuppe wäre glaubwürdiger gewesen.
      • Auch die Kostüme der Cheetah-Leute waren grenzwertig - in etwa so gruselig wie der Löwe aus der Augsburger Puppenkiste.
      • Die Klopperei von Doctor und Master gehört zu den Dingen, die ich nie im Leben sehen wollte, es war ein bißchen peinlich anzusehen, wie zwei Herren mittleren Alters sich im Staub wälzen.

      Es war für mich nützlich, bereits vorher zu wissen, dass der siebte Doctor ein geheimnisvoller, manipulativer, dunker, "Mehr-als-ein-Timelord"-Timelord ist, alleine wäre ich in dieser Folge nicht darauf gekommen. Es war ein bißchen widersprüchlich: Der Doctor kommt als erster darauf, was sich abspielt, zieht blitzschnell eine Schlüsse und handelt entsprechend handelt - und trotztzdem sehen seine Handlungen auf dem ersten Blick einfach etwas bescheuert aus. Aber entsteht so eine Komik, die ihre Wirkung auf mich jedenfalls nicht verfehlt hat.

      Mit dem Wissen, dass der siebte Doctor ein "Mehr-als-ein-Timelord"-Timelord ist, macht es besonders viel Spaß, sich die Massenprügelei zwischen der Perivale-Mannschaft und den Cheetahs anzusehen. Wie setzt sich der Doctor in diesem Tumult durch? Gar nicht! Er steht am Rande, der ganze kleine Mann bebt, er schimpft wie ein Rohrspatz, die ohnehin helle Stimme überschlägt sich, im großen und ganzen ist er ein zeternder Gartenzwerg, und keiner hört auf ihn, sondern stürzt sich auf in Kampf mit den Cheetahs. Das ist einfach unwiderstehlich.

      Aber davon abgesehen hatte der Doctor auch schöne doctorige Momente, besonders im Zusammenwirken mit Ace, die er vor eine Entscheidung stellt, die für sie lebensgefährlich ist.

      Auch schön: Der Master, der aus welchen Gründen auch immer auf diesen Planeten gelandet ist und zur Abwechslung mal nicht mit einem ausgeflippten Masterplan die Welt erobern will, sondern nur nichts wie weg möchte. Der Master unterliegt hier auch dem unheilvollen Einfluss dieses Planeten und mutiert zum Raubtier, Ainley bringt hier schön die Entschlossenheit des Masters rüber, sein Selbst zu behalten. Schlimm wurde es nur am Ende, als der Master wie Poldi der Jungdrache sich auf den Doctor stürzt. "Ich will dir fressen" hat hier noch gefehlt.

      Ace war für mich sehr intensiv in ihrer Besessenheit. Das hätte viel schlimmer oder peinlicher kommen können. Ich mag Ace überhaupt gerne, sie ist mir mit der liebste Companion. Allerdings fand ich nie, dass sie wie ein Kind aus der Arbeiterklasse rüberkommt - eher wie ein aufsässige Gymnasiastin - was ja auch nicht schlecht sein muss. Interessant ist, dass nicht nur Ace sich - daheim in Perivale - kein Stück für ihre Mutter interessiert. Ihre Mutter hat sich offenbar in der Zwischenzeit auch nicht für Aces Verschwinden interessiert, keine Vermisstenplakate, überhaupt nichts. Und die Nachbarn ist offenbar auch nicht sehr überrascht, dass Ace weg wa bzw. wieder da ist.

      Ein hübscher Schlenker ist folgende Szene in der ersten Folge. Ace fragt Ange nach dem Verbleib ihrer Freunde aus. Ange hälte eine Spendendose in der Hand, sie sammelt für Tierschützer, die gegen die Fuchsjagd sind. Der Doctor kommt dazu und setzt ausseinander, dass Fuchsjagd wohl die denkbar blödeste Art der Jagd ist, völlig uneffektiv und nutzlos und grausam. Nun ist die Lebensweise der Cheetahs und die Fuchsjagd, wie so in dieser Zeit noch praktiziert wurde, so ziemlich ein und dasselbe. Das war ein hübscher Seitenhieb auf die Oberschicht.

      Ansonsten ist die Sozialkritik an mir vorbeigegangen - ich bin nun einmal kein Fan von solchen Schlenkern, ich anerkenne die gute Absicht, aber mehr auch nicht. Das man derart den Nerv treffen kann wie dies in der 3. Staffel Torchwood gelungen ist, das halte ich für eine absolute Ausnahme.

      Die Geschichte war nicht im engeren Sinne Science Fiction, sondern eher magisch. Das macht für mich aber nicht viel, weil dadurch überhaupt kein Technobabble entstand. Der siebte Doctor hat damit aber ja ohnehin wenig am Hut, ein guter Grund mehr für mich, ihn zu mögen. Die Spannung hat sich in diesen drei Folgen gut aufgebaut, und die Cliffhanger der ersten und der zweiten Episode sind absolut erstklassig.

      Für mich insgesamt ein solides Gut.
    • Mir hat´s extrem gut gefallen, also ein "Super". Die Folge ist zwar lang nicht so philosophisch wie sie es vorgaukelt, ohne die sinnigen Darwin-Sprüche bleiben eigentlich nur ein Master mit gelben Augen, eine besessene Ace, seltsame Gepardenviecher, ein trostloses Kaff und ein fremdartiger, sterbender Planet.

      Das reicht aber völlig für durchgehend gute Unterhaltung. Vielleicht haben mich die Classic-Folgen schon zu sehr abgehärtet, vielleicht bin ich auch einfach ein geschmackloser Mensch, aber ich fand die Cheetah-Monster ziemlich akzeptabel. Beim schwarzen Kätzchen allerdings musste ich dauernd an die sprechende Nervkatze aus "Sabrina - total verhext" denken. :P Der Planet selbst ist beeindruckend. Eigentlich ist´s ja wieder nur mal der altbekannte Steinbruch, aber mit einem violetten Himmel, rumliegenden Skeletten und ein paar Vulkanen im Hintergrund wurde mit einfachsten Mitteln ein tolles Flaire erzeugt. Mir hat auch die Idee der empathischen Verbindung zwischen den Gepardenwesen und ihrem Planeten gut gefallen, warum dann aber ausgerechnet der etwas eigenartige Kampf zwischen dem Master und dem Doctor das Fass zum Überlaufen gebracht hat, weiß ich auch nicht so recht. Ebensowenig, wie der Doctor dann plötzlich auf die Erde zurückkam. :)

      Die Vorstadtgang war nicht so der Hammer. Shreela fand ich noch ganz sympathisch, aber die beiden Jungs und auch der Sergeant waren schauspielerisch doch eher im peinlichen Bereich unterwegs. Dafür hat Sophie Aldred ihre Sache um so besser gemacht, das war für mich bislang der überzeugendeste Auftritt von Ace. Mir macht der Charakter auch sonst Spaß, aber gerade dieser Wandel zum Raubtier passt wunderbar zum explosiven Rebellchen. Ihre Verbundenheit mit Karra - obwohl natürlich recht abstrus ;) - kam sehr glaubwürdig rüber. Offensichtlich wäre Ace auch zu einer Killergepardin geworden, wenn sie gekämpft hätte, schließlich war ja auch Karra ursprünglich humanoid. Der Cliffhanger zu Teil 2, als Ace sich plötzlich mit den gelben Augen umdrehte, war jedenfalls einer der effektivsten der Klassikserie. Auch der Wandel von Ace war gut gemacht, vor allem weil man merkte, wie sehr sie von dieser wilden Seite angezogen wurde. Und ganz offensichtlich hätte sie ohne das Eingreifen des Doctors auch beim Fleischkadaver zugelangt, das war eine mutige Szene. Leider wurde der Verlust ihrer Menschlichkeit ("I don´t even feel myself go") dann zu abrupt umgekeht, und das sogar noch ohne vernünftige Erklärung. ;(

      Der Master war ... ok. Ich bin kein großer Ainley-Fan, vor allem sein ununterbrochenes "diabolisches" Grinsen nervt mich. Hier war er aber immerhin nicht gar so schrecklich überdreht wie in manchen seiner Auftritte, außerdem wollte er nicht mal das Universum erobern, was auch eine nette Abwechslung ist.

      Der Doctor selbst hat mich gut unterhalten. Sylvester McCoy ist halt kein besonders guter Schauspieler, vor allem wenn er so pseudo-ernst und pathetisch wird, geht das meines Erachtens des öfteren schwerst in die Hose, Aber der siebte Doctor ist jedenfalls eine sehr unterhaltsame Figur, vor allem sein Katzenfutterkauf und der "Todesfinger" haben mir viel Spaß gemacht. Und was für eine nette Abschiedsrede er doch gehalten hat.

      "Come on, Ace, we´ve got work to do." 8)

      Ich hätte es nach den Baker-Staffeln verstanden, wenn die BBC die Serie gekappt hätte. Wenn "Delta and the Bannermen" ein Gradmesser für die Qualität der 24. Staffel ist, würde ich auch ein "Aus" zu diesem Zeitpunkt nachvollziehen können.

      Qualitativ hat sich "Doctor Who" aber die Absetzung nach dieser Staffel, nämlich dem schön trashig-unterhaltsamen "Battlefield", dem stimmungsvoll-schaurigen "Curse of Fenric", dem völlig verrückten "Ghost Light" und auch dieser atmosphärischen Geschichte aber keinesfalls verdient.

      @Inazea:

      Das Verhältnis zwischen Ace und ihrer Mum ist zwar mies, aber immerhin hat die ihre Tochter als vermisst gemeldet. Sagte zumindest der Sergeant.
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

      5thdoc 2nddoc 8thdoc 11thdoc 9thdoc 4thdoc 10thdoc 1stdoc 6thdoc 3rddoc 7thdoc
    • michael_who schrieb:


      Ich hätte es nach den Baker-Staffeln verstanden, wenn die BBC die Serie gekappt hätte. Wenn "Delta and the Bannermen" ein Gradmesser für die Qualität der 24. Staffel ist, würde ich auch ein "Aus" zu diesem Zeitpunkt nachvollziehen können.

      Qualitativ hat sich "Doctor Who" aber die Absetzung nach dieser Staffel, nämlich dem schön trashig-unterhaltsamen "Battlefield", dem stimmungsvoll-schaurigen "Curse of Fenric", dem völlig verrückten "Ghost Light" und auch dieser atmosphärischen Geschichte aber keinesfalls verdient.

      Verdient hatte es die Serie keinesfalls, wo sie sich doch jetzt so prächtig rausmachte. Wenn man allerdings während der Colin-Baker-Serie oder nach der 24. Staffel Doctor Who den Garaus gemacht hätte, dann hätte es vielleicht nie ein New Who gegeben, weil die Serie da auf einem Tiefpunkt dahindümpelte. Gut, dass es vorbei ist, hätte sich da vielleicht mancher gedacht, der Doctor hat sich einfach überlebt, seine Zeit ist vorbei...

      Meine persönliche Theorie (die überhaupt nicht beweisbar ist) geht dahin, weil gerade hier die Absetzung so unangebracht und so falsch war, hat es einfach ganz viele Leute jahrelang gewurmt, bis endlich sich einer durchgesetzt hat, und die Serie wieder fortgesetzt wurde. (EDIT, etwas viel später: ich meine, im Fernsehen wieder fortgesetzt wurde. )

      Danke für den Hinweis mit der Vermisstenanzeige.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Inazea ()

    • Gleich mal für super gestimmt.

      Eine klasse Folge, es gibt nur tolle und wichtige und interessante Dinge: Katzen, Pferde und den Master. Sowie Katzen auf Pferden, den Master mit einer kleinen Katze und den Master als Katze (leider nicht den Master als Katze auf einem Pferd, aber wenn Perfektion erreicht werden würde, hört ja alle Entwicklung auf, von daher ist das schon okay so...)...

      Davon abgesehen :D ist die Folge jetzt kein philosophischer Meilenstein. Auch was Humor oder Düsternis oder Spannung oder Abenteuer oder sonst etwas angeht, was man ein einer Who-Folge lieben kann, gibt es nun wirklich einige, sicherlich, die noch wesentlich besser sind, aber hier gefällt mir halt die Mischung, sowie die ganze Atmosphäre auf diesem sterbenden Planeten. Und ganz davon ab, überzeugt hier auch Anthony Ainley als Master, der seinen Master ja selten so ruhig spielen durfte. Nochmal ein schönes Geschenk an die Fans, und mir gefällt es sehr, dass der Doctor es in der allerletzen Folge nochmal mit diesem Gegner zutun bekam. :)

      Natürlich kann man sich für ne letzte Folge was Größeres gewünscht haben, aber so als Folge an sich, hat mit Survival einfach auf ganzer Linie überzeugt. (Sogar das Motorradduell *g*)
    • Moogie schrieb:

      Davon abgesehen :D ist die Folge jetzt kein philosophischer Meilenstein. Auch was Humor oder Düsternis oder Spannung oder Abenteuer oder sonst etwas angeht, was man ein einer Who-Folge lieben kann, gibt es nun wirklich einige, sicherlich, die noch wesentlich besser sind, aber hier gefällt mir halt die Mischung, sowie die ganze Atmosphäre auf diesem sterbenden Planeten. Und ganz davon ab, überzeugt hier auch Anthony Ainley als Master, der seinen Master ja selten so ruhig spielen durfte. Nochmal ein schönes Geschenk an die Fans, und mir gefällt es sehr, dass der Doctor es in der allerletzen Folge nochmal mit diesem Gegner zutun bekam. :)
      Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich noch einen gewaltigen Master-Nachholbedarf habe, aber in Survival fand ich den Master richtig, richtig gut. Kein irres Gekicher, sondern einfach jemand, der zunächst um sein Überleben und um sein Selbst kämpft. Nur die Prügelei, naja...

      Moogie schrieb:

      Natürlich kann man sich für ne letzte Folge was Größeres gewünscht haben, aber so als Folge an sich, hat mit Survival einfach auf ganzer Linie überzeugt. (Sogar das Motorradduell *g*)
      Für mich hat Survival einfach viele schöne kleine Momente, wie das Gespräch mit Ange, der Tierschützerin oder die Schlussansprache vom Doctor, die ja (ungewollt) eine Abschiedsansprache ist. Das ist einfach eine runde Geschichte, ohne viel Schnörkel; die Sozialkritik ist an mir vorbeigegangen, aber ich habe die Thatcher-Zeit ja auch nicht am eigenen Leib mitgemacht, vielleicht konnte man Ende der 80iger sehr viel leichter etwas hineingeheimnissen. Was die wohl immer mit "survival of the fittest" haben?
    • Sehr viel geradliniger als "Curse of Fenric" gescriptet, bietet "Survival" eine brauchbare Mischung aus Humor und Action, wenngleich es nach dem mysteriösen Auftakt (wohin sind alle Freunde von Ace verschwunden?) dann doch etwas in Klopperei ausartet. Manche Details können verblüffen, wie die Katze, als sie die Krallen ausfährt, um ganz lässig den Stolperdraht zu kappen, oder die (für die Classic-Ära) toll im Hintergrund eingefügten Vulkane. McCoy hat, vermute ich, einmal Charlie Chaplin zitiert, als er jemandem mit dem Schirmgriff zum Stolpern bringt und entschuldigend den Hut lüpft. Das Motorradduell war sagenhaft schlecht inszeniert, und jawohl, die Katze sah unecht aus, aber solche kleinen Ausreißer nach unten, weil es nichts kosten durfte, sieht man in den meisten Folgen. Insgesamt noch "gut" für meine Begriffe.
    • Eine nette Folge, es hätte fast zu einem "Gut" vonmir gereicht, aber ein paar (kleinere) Punkte verhinderten es, so wurde es dann ein sehr starkes DURCHSCHNITT.

      Das "Survival"-Thema wurde auf allen möglichen Ebenen gut umgesetzt, alles und jeder kämpft auf die eine oder andere Art ums Überleben. Perivale als Stadt, die wegen der abwandernden Jugend vor dem Aussterben steht, das geschft, das jetzt 7 Tage die Woche geöffnet hat, die Cheetah People und Cheetah World, die nur ihrer Natur folgen und sogar der Master, der um das Überleben seiner Persönlichkeit kämpft.

      Das Drehen "vor Ort" in Perivale verleiht dem ganzen viel Authenzität, und auch Cheetah World sah ziemlich überzeugend aus.

      Die Masken/Kostüme der Cheetah People würde ich sogar mit zu den besten bei ClassicWho zählen. Zum einen wirken sie "lebendig", die Gesichter haben sogar eine Mimik, zum anderen sehen sie nicht so bedrohlich aus, eigentlich mehr wie "süße Kätzchen", und entsprechen damit mal eben nicht der üblichen Machart, dass die Guten immer schön, die Bösen/Gefährlichen immer bedrohlich aussehen.

      Die Verbindung zweischen dem Planeten un seinen Bewohnern war ein netter versuch, eine Botschaft rüberzubringen: Wenn ihr euch selbst bekämpft, macht ihr die Welt kaputt. Nicht sehr subtil, aber da gab es in anderen Serien/Filmen wahrhaft viel schlimmeres.

      Dann noch mal ein Widersehen mit dem Master, der zwar nicht so diabolisch war, wie ich ihn schätze ... aber ihn mal mehr oder weniger hilflos und auf die Hilfe seines Erzfeindes angewiesen zu sehen, hatte schon was - und kaum der Gefahr entronnen, kehrt er j auch zum üblichen Procedere zurück :)

      Die Schluss-Szene mit dem Doctor und Ace war auch sehr schön, hat mich an die Schluss-Szene von TNG erinnert. Die Serie ist zwar (vorläufig) vorbei, aber die geschichte geht weiter ... ähm, ... "This song is ending - but the story never ends" :D

      Abzüge gibt es aber für die "Vorstadt-Gang" (grauenhafte Darsteller ohne jegliches Talent), den Sergeant (sollte wohl komisch sein, nervte mich aber) und das Motorrad-Duell :ninja:

      Nachdem ich ja nun wirklich extreme Schwierigkeiten mit dem Gespann 7. Doctor / Ace hatte, auch mit der Art ihrer Geschichten, waren sie mit "The Curse of Fenric" und "Survival" für mich auf dem richtigen Weg. Ich werde mich ja nun - nach Sichtung des TV-Films mit dem achten Doctor (wieso gibt es eigentlich noch keinen Thread dazu? - den Hörspielen widmen und hoffe, dass es da Geschichten mit 7./Ace gibt, die diese Entwicklung fortsetzen.

      Ach was, ich gebe ein schwaches, ein ganz schwaches, GUT!
    • Herr Duck schrieb:

      Die Masken/Kostüme der Cheetah People würde ich sogar mit zu den besten bei ClassicWho zählen. Zum einen wirken sie "lebendig", die Gesichter haben sogar eine Mimik, zum anderen sehen sie nicht so bedrohlich aus, eigentlich mehr wie "süße Kätzchen", und entsprechen damit mal eben nicht der üblichen Machart, dass die Guten immer schön, die Bösen/Gefährlichen immer bedrohlich aussehen.


      Sehe ich auch so, wobei mir die Katzen etwas zu niedlich aussahen. Und die Macher waren mit den Kostümen auch nicht wirklich glücklich. Aber: die Cheetahs sollten genauso ankommen, als etwas Gefährliches und zugleich etwas Schönes. Und Ace hat ja schön gezeigt, wie anziehend diese Wesen sind.

      Herr Duck schrieb:

      Dann noch mal ein Widersehen mit dem Master, der zwar nicht so diabolisch war, wie ich ihn schätze ... aber ihn mal mehr oder weniger hilflos und auf die Hilfe seines Erzfeindes angewiesen zu sehen, hatte schon was - und kaum der Gefahr entronnen, kehrt er j auch zum üblichen Procedere zurück


      Ich habe mich gefreut, dass Anthony Ainley hier einfach mal nicht den verrückten und kichernden Master ablieferte. Nur diese Prügelei, ohjemine...

      Herr Duck schrieb:

      Die Schluss-Szene mit dem Doctor und Ace war auch sehr schön, hat mich an die Schluss-Szene von TNG erinnert. Die Serie ist zwar (vorläufig) vorbei, aber die geschichte geht weiter ... ähm, ... "This song is ending - but the story never ends"


      Soweit ich mich erinnere, war beim Drehen der Folge noch nicht klar, dass die Serie eingestellt wurde. Die kleine Rede gewann also erst später ihre Bedeutung. Dadurch wird aber dieses hübsche Finale dann auch zu einem dieser ikonischen Doctor-Who-Momente.