Steintau

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Steintau

      von Demian Zarnoski (Obscuriosity)




      Anmerkung: Das Gedicht beschreibt die Entstehung der Time Lords als Moment, in dem auch eine andere uns bekannte Art ihren Anfang fand... Dabei lässt es sich in drei Teile unterteilen. Zu Beginn findet eine kurze mythische Einführung in die Gründungsgeschichte der Time Lords statt, in welcher neben den drei Gründern auch der erste Spross der anderen Art emporquellte. Im zweiten Teil folgt eine genauere Beschreibung der Entstehung beider Arten. Der letzte bezieht sich allein auf die zweite Art und ihre Natur. Zu den Ereignissen des dritten Teils gibt es auch eine Geschichte, welche ich aber noch vollenden und überarbeiten muss. Mir ist klar, dass es für den ein oder anderen etwas hermetisch und nicht sofort verständlich sein kann aber da es sich um ein Gedicht handelt, bin ich der Meinung, dass jeder Leser für sich selbst interpretieren sollte, damit das Gedicht jeweils eine individuelle Wikrung auf den Leser hat.



      Hintergrundgeschichte: In einer prologähnlich erdachten Hintergrundgeschichte habe ich mir überlegt, dass das Gedicht ununterbrochen von einem Time Lord vor sich hin gegackert wird, der kopfüber an einem Strickstrauch (eine gallifreyische Baumart mit strickartigen Ästen) hängt, auf mehr oder weniger selbstverschuldetem Wege sein Gedächtnis verloren hat und nun sterbend in einer verzögerten Regeneration, mit unwissender Unschuld, belustigt seiner eigenen Welt bei ihrem "Untergang" zuschaut...





      Er nannte die dreie:

      Der, den der Schlund inspiriert,
      wo der Andre den Verstand verliert,
      während der Eine…den Augenblick pariert
      und flieht ehe er sieht,

      wie die Zeit ihm nie verzeihe…

      vergaß dabei, dass es auch in der Wolkenweihe
      doch jene gab, die aus der Reihe,
      dem Loch wiederstanden,
      dem sich andre verbanden,
      was ihnen wurd, im goldenen Geleit
      die Neugeburt, im Zweifel der Zeit

      Beide Augen, robust und rein
      werden dem Kopf, ungewusst:
      Pein in Stein



      Man will doch dem Moment nicht weichen….
      Blankblickend vor dem Bloßen bleichen.

      Ein Stern, der in seiner Geburtsmilch verbrennt,
      die Zeit in zweie Zweige zieht,
      vergibt nicht blind, sobald er sieht,
      wie ihm so mancher Blick entrennt

      Da gab es die Einen…, die wie an Leinen
      sich keine Zeit verwahrten um hinzusehen.
      Die im Fleiße fließen,
      über Geopfertes gebieten,
      zukünftig wie ihnen alles war

      …wie auch die Andern, die keinen Willen bewandern…
      Die im Verhungern verharrten, ihr Vergehen!
      Die gleich seinem roten Flehen,
      gegen allem Sprießen ließen
      ihren Zeitpunkt sich verbieten
      und wurden starr



      …Um mit Anderen allein,
      mit immer überrocktem Bein?
      Dem Spiegel ständig unversucht.
      Ja die Frommheit wurd ihnen verrucht!

      Die dem Himmel wie Schimmel
      das Fallen lallen: Sie sind doch Kein!...
      ...kein Gegenstand, in seiner (haltenden) Laune allein.

      Denn Wer sich nicht Jetzt hat, der wird gewesen, das Kommende stehlen
      Wo (für) wir uns nur im Nutzen fehlen!
      Auf dass sie nur zu warten wissen,
      den starren Zeiger fern vom Flusse hissen

      …Sie sind sich doch nur ungewesen.
      Sollen sie doch blind genesen!

      In Einem sollten wir doch sagen,
      wollten sie in unsere Reihen ragen:

      „Ist dir nur unterm Sterne hell: Dann Wehe!
      Dir werden Schatten grell: Dann sehe…“

      „Ihr Himmel! Scheucht mich der Schein?
      …Was ihr mir schickt...
      In einem Stein…“



      …Dann ist es weniger der Amor im lüstern,
      als der Marmor im Flüstern:

      „Was Du dir maßt,
      Hier zu schwirren.
      Wirst dich im Vergangenen irren,
      wenn wir In Einem Rühren
      dir was wegberühren,
      dass du warst.

      Bengel,
      der du blinzelst.
      Wehe, wenn du winselst
      und Du Gunst der Brunst
      uns nicht erkennst,
      im Wahn benennst: mit
      „Engel“.


      Du!
      Der glaubt auf Knien zu fliehen.
      Vor uns…,
      die wir im Lichte weinen, die eignen Blicke meiden
      und uns erst im Schatten einen, um uns an deinen Augen satt zu weiden…“