9x06 - Die Frau, die lebte (The Woman Who Lived)

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    • 9x06 - Die Frau, die lebte (The Woman Who Lived)

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      Inhalt findest du im Guide: 9x06 - The Woman Who Lived

      Trailer A: drwho.de/forum/index.php/Attac…8420-trailer-35x06-a-avi/
      Trailer B: drwho.de/forum/index.php/Attac…8421-trailer-35x06-b-avi/

      Schreibt eure Meinung zur sechsten Episode der 9. Staffel: The Woman Who Lived.
    • Nun ja. War echt nicht der Brüller.
      Muss sogar sagen, dass ich von Maisie Williams etwas enttäuscht bin. Ich kenne GoT nicht, aber bei dieser Referenz hätte sie echt glaubhafter ihre Rolle spielen können.
      Im ersten Teil ging das ja eigentlich sogar noch, wobei dort der Schwerpunkt der Folge allerdings nicht auf ihr lag. Dieses Mal schon. War wohl ein Fehler.
      Story… ach her je… hab das Gefühl das ich das schon hofft gesehen habe. Also nicht Ashildr Unsterblichkeits-Part, sondern das Alien, das dann doch böse ist und eine Invasion plant.
    • Der letzten Episode und der Autorin wegen, waren meine Erwartungen eher gering. Umso überraschter bin ich jetzt, dass doch eine recht gute Folge dabei herauskam. Während Ashildr in der letzten Folge eine bis zu ihrer Wiederbelebung eher irrelevante Nebenfigur war, steht sie hier im Vordergrund. Die Folge befasst sich größtenteils mit ihrer Geschichte und Entwicklung, wofür der Monster-Plot eigentlich unwichtig ist. Er wurde hier aber tatsächlich gut eingearbeitet und trug eben auch nicht unentscheidend zur Charakterentwicklung bei. Die Auflösung des Monster-Plots erfolgte mehr oder weniger elegant durch den zweiten Unsterblichkeits-Chip, eigentlich recht passabel gelöst. Zudem ist besagtes "Monster", Leandro, vom visuellen Konzept her, gelungen. Apropos "visuell": Das Setting gefiel mir sehr gut. Die Gebäude hatten definitiv Charakter. Nett fand ich auch die (meisten der) zahlreichen Rückblicke aus Ashildrs Leben. Besonders überrascht war ich, dass Clara, bis auf ihren kurzen Auftritt gegen Ende, nicht dabei war. Ein gelungenes Experiment. Schön fand ich auch, dass man Jack Harkness nicht totgeschwiegen und so getan hat, als hätte es so was noch nie in der Serie gegeben. Aber gut, bei einer ehemaligen "Torchwood"-Autorin war die Erwähnung wohl vorprogrammiert. Und der Doctor hatte wieder eine Gitarren-Szene. Das gefällt mir. Wo wir schon bei einzelnen Szene sind: Die Flucht durch den Kamin hatte auch was.

      Nun aber zu den negativen Aspekten. 800 Jahre hin oder her: Dass eine Frau mit hoher, mädchenhafter Stimme, es lernen kann, wie Batman zu sprechen, das ist etwas albern. Gut, man wollte den Gelegenheitszuschauer wohl überraschen, aber das wäre auch etwas dezenter gegangen. Außerdem scheint die Gute sehr viel zu schreiben, die hunderten Bücher fand ich dann doch etwas übertrieben. Mit ihrer Charakterentwicklung war ich teils auch etwas unglücklich. Klar, um jemanden gut zu machen, muss er zunächst böse sein (vereinfacht dargestellt) aber ihr Zorn wirkte oftmals doch eher daneben. Dass Ashildr sich nur noch "me" nennt, hatte mich zunächst auch gestört. Aber es passt ja schon zu der (an dieser Stelle etwas überzogenen) Wandlung der Figur. Etwas albern war nur, dass sie sogar mit "Lady Me" angesprochen wurde. Was ich irgendwo schade fand, ist dass diese Folge direkt auf "The Girl Who Died" folgt. Nach ein paar Folgen Pause, wäre das Ganze besser gekommen. Die Sonic Shades haben mich in dieser Folge gestört. Im Dunklen mit einer Sonnenbrille herumzulaufen, das sieht einfach falsch aus.

      Fazit:
      Ich vergebe 7 von 10 möglichen Punkten und in dieser Umfrage ein "gut"

      Übrigens: Spätestens jetzt freue ich sehr (!) auf den Zygon-Zweiteiler.
      Der Trailer sah schon sehr vielversprechend aus. :)
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • die dialoge (und die folge war sehr dialoglastig - story gabs ja keine, nur charakterentwicklung) waren, zusammen mit den davros/doctor dialogen aus folge 2, das beste dieser staffel. keine gute storyfolge, keine folge die man jemanden zeigen kann, keine folge die frei von fehlern ist und keine folge, die man immer wieder gucken muss - aber verdammt gut geschrieben, verdammt ehrlich, offen und endlich mal nicht "in your face"... ich würde sagen, selbst mit schwcahstellen, die beste folge der staffel bisher, einfach weil ich nicht viel dran aussetzen konnte 8/10

      p.s. die theorie, dass clara bereits tot ist und der doctor deswegen am anfang meditieren war und alles danach besuche bei clara sind, bevor sie stirbt, habe ich bisher immer als interessant bezeichnet, aber dann abgetan, weils dafür keine anhaltspunkte gab. in dieserfolge allerdings, haben sie die anhaltspunkte geradezu aufgedrängt. alles spricht dafür, dass sie für den doctor schon tot ist und ich bin gespannt, wie die geschichte zuende gesponnen wird...

      pps. auf nächste woche freue ich mich so gar nicht, nachdem der trailer schon 90% aus osgood bestand...
    • Die Episode war für mich vor allem eins und zwar langweilig. Der Anfang war noch recht witzig, aber danach fiel der Humor sehr flach aus und hat mich teilweise mehr genervt als unterhalten. Der echte Gegenspieler war absolut nichts sagend und sah dazu auch noch aus wie das Biest aus Beauty and the Beast. Sein Plan war im Übrigen absolut scheiße, ich habe langsam genug von all diesem übernatürlichen Schwachsinn! Und gegen Ende ließ bei Maisie Williams anscheinend auch noch der Wille zum Schauspielern nach.
      Sonst noch etwas? Clara fehlte, die meisten guten Dialoge waren Kopien eines Doctor/Davros Gespräches und der Typ, der am Ende auch unsterblich wurde, war absolut nichts sagend.
      Positive waren nur der Doctor, die Musik und das letzte Woche wesentlich schlimmer war.

      FAZIT: Zwar besser als letzte Woche, was aber auch nicht schwer war. 2/10 Punkte.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 12thdoc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Mario schrieb:

      [...] und der Typ, der am Ende auch unsterblich wurde, war absolut nichts sagend. [...]
      Wurde er das? Ich hatte es eher so verstanden, dass der Doctor eine Möglichkeit hatte, ihn doch noch unsterblich zu machen, wenn Ashildrs das gewollt hätte, er aber nach ihrem nein aufrichtig war, als er sagte, er sei vermutlich nicht unsterblich.
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Der Doctor wird mit den Konsequenzen seines Handelns konfrontiert. Trotzdem weigert er sich dafür Verantwortung zu übernehmen und verweigert sich Ashildr Bitte sie mit auf seine Reisen zu nehmen.
      You didn't save my life, Doctor. You trapped me inside it.

      Die Charakter-Entwicklung von Ashildr wird glaubwürdig dargestellt: von der Gründerin einer Lepra-Kolonie über ihre Eingriffe in die Geschichte und den Verlust ihrer Kinder hin zur abgestumpften Lady Me, die sich bei Überfällen ihren Kick holt.
      Etwas zu rasch kommt dann die Umkehr als die Invasion der Leonians die Dorfbewohner trifft.
      Am Ende der Folge ist es wieder etwas unklar inwieweit sich diese Änderung hält. Der Doctor wird sie jedenfalls im Auge behalten so wie sie den Doctor im Auge behalten wird. In der Schlussszene wird das auch deutlich.
      Woher weiß Ashildr überhaupt wo sich der Doctor zu diesem Zeitpunkt aufhält? Sie kann ja nur in eine Richtung "zeitreisen".

      Der zweite "Unsterblichkeits-Chip" wurde für die Rettung Sam Swifts verbraucht. Jetzt kann sich Ashildr keinen unsterblichen Gefährten mehr kreieren. Sam Swift selber wird wohl nicht in dem Maße "unsterblich" werden wie Ashildr, denn seine Wiedererweckung verbrauchte mehr Energie.

      Social Ability der Woche: Der Doctor, der sonst Schwierigkeiten hat, sich Gesichter und Namen zu merken erkennt Ashildr und nennt sogar den richtigen Namen ihres Vaters, den er damals nur Chuckles nannte.

      Galgenhumor der Woche: Sam Swift mit einer Stand Up Comedy-Einlage am Richtplatz.

      Gadget der Woche: Der Curious Scanner.

      Artwork der Woche: Ein Fahndungsplakat vom Doctor.

      Einsatz des Psychic Paper: I have a pardon here for Sam Swift from Cromwell himself.

      Historischer Irrtum der Woche: I'm an undercover constable from Scotland Yard. [Keine Reaktion der Pikemen.] You haven't Scotland Yard yet?

      Historischer Faktenfehler der Woche: Dunkelhäutige Einwohner in einem englischen Dorf des Jahres 1651?

      Wenn man schon nicht Sam Swift hängen kann, dann gilt eben:
      Hang the Doctor!
    • Joa, also ich fand auch, dass die Dialoge sehr gut geschrieben waren, und weil soviel davon vorkommt, das eine gute Folge war. Trotz der Story, die in der ersten Hälfte noch ganz nett daherkam, aber hintenraus doch eher miau war. Ist ja okay, wenn Doctor Who die Kilrathi aus Wing Commander covert, aber es hätte der Folge doch sehr gut getan, wenn dieser Geschwefelte Kater und sein Plan weniger klischeehaft gewesen wäre. Wie auch Ashildr während der Marktplatzszene. Erst das große Maul haben - "Wenn die Unsamtpfote mich reinlegen will, bring ich ihn um !" und dann plötzlich ganz überrascht darüber sein, dass Goleo from Space doch eine Katzastrophe verursachen will. Das passt nicht so richtig zusammen !

      Die Kritik, dass das Schauspiel von Maisie Williams fürs Katzenklo war, kann ich im übrigen aber nicht nachvollziehen. Ich fand sie besser als letzte Woche, auch weil sie das ganz gut hinbekommen hat, eine erwachsenere Frau zu spielen. Und mir hat das Herumgeschleiche im Schloss sehr gefallen - erinnerte mich an die "Thief"-Computerspiele.
      Alles in allem für mich also ein versöhnliches Ende des Ashildr-Zweiteilers.
    • Direkt zum Ende was: I missed you Clara Oswad - I'm not going anywhere - Bedeutungsvoller Blick am Ende.

      Das war ja wohl Foreshadowing mit Zaunpfahl, nein, kompletten Zaum mit Anlauf mitten ins Gesicht. =O
      Dazu auch noch im Kamin: "How many Claras did you lost?"

      Nun versuche ich mal die Eindrücke der Episode wirken zu lassen. Die war nicht herausragend, hat mir aber Spaß gemacht. Ich muss zugeben das mich der Anfang trotz Trailer etwas überrascht hat, aus irgendeinem Grund hatte ich durch die Trailer und die Bilder den Eindruck dass dieses "What took you so long, old man" in der TARDIS stattfindet. Hab ich wohl nicht richtig hingeguckt. Ansonsten war das eigentlich Doctor Who Standardkost, auch wenn der Einbau der Raumschiffe doch irgendwie arg gezwungen und aufgesetzt wirkte. Der Witz mit Scotland Yard war gut, hat gezündet.

      Zudem hat mir die Entwicklung von Ashildr auch nur so halbwegs gefallen. Viele Jahrhunderte so viel erlebt, echt verbittert geworden und dann dasselbe wie immer beim Doctor: Die Leute um ihn herum bereuen plötzlich alles und helfen. Allerdings hat es das Abschlussgespräch zwischen den beiden wieder herausgerissen, fand ich gut. Auch die Kritik der letzten Woche "oh nein, eine neue Jack Harkness" wurde ja dann doch noch passend eingebaut. Also war den Machern schon ganz klar, worauf die da abzielen.

      Ashildr auf dem Gegenwartsselfie war dann noch ein netter Bonus zum Schluss.
      "Ironically, while the Eleventh Doctor never encountered the Master onscreen, the episodes containing both his first and last appearances in broadcast order featured two different incarnations of the Master."
    • Ich persönlich bin nicht wirklich begeistert von der Folge. Den Charakter von Ashildr (bzw. die Charakterentwicklung sowohl vor als auch während der Folge) fand ich recht gelungen und auch recht realistisch. Dennoch fand ich es seltsam, dass sie diesem Löwentypen so einfach vertraut, nach 800 Jahren sollte einem doch klar sein, dass man das nicht so einfach handhaben darf. Das lässt sich zwar durch die Verzweiflung, die sich in dieser langen Zeit aufgebaut hat, erklären, aber wirklich glücklich war ich damit trotzdem nicht.
      Ich fand allerdings im Gegensatz zu manch anderen hier Williams' Spiel recht gut. Gut war auch die Machart des Löwenwesens, das Kostüm hat überzeugt, auch wenn es mir eigentlich nicht gefallen hat, lag es nicht an der Unglaubwürdigkeit oder Ähnlichem.
      Die beiden Schlussdialoge, also sowohl Doctor/Ashildr als auch Doctor/Clara, haben mir sehr gefallen, aber dass Ashildr am Ende auf dem Selfie zu sehen war, fand ich etwas sehr unnötig. Schade fand ich eigentlich, dass Clara in dieser Folge eigentlich gar nicht vorkam (die letzte Sequenz mal ausgenommen). Die Folge wäre zwar, wenn man sie so genommen hätte, wie sie jetzt ist und dann noch Clara dazupackt, wahrscheinlich sehr überlastet, aber dafür hätte man andere Szenen streichen oder zumindest kürzen können.
      So jedenfalls war mir die Folge irgendwie zu wenig "Doctor Who". Ich kam nicht so wirklich in Fahrt (oder in eine Art Doctor Who-Stimmung), dafür lag der Schwerpunkt zu sehr auf Ashildr/"Me". Das wäre okay, wenn sie, so wie es bei der Smith-Ära mit River war, gelegentlich wieder auftauchen würde in immer verschiedenen Zeitepochen der Erde und man dann halt sieht, wie sie sich dort zurechtfindet und was sie sonst so macht. Aufgrund der Bekanntheit von Maisie Williams wird das aber höchstwahrscheinlich nicht eintreffen, was ihren Charakter im Endeffekt leider ziemlich belanglos macht.

      Außer sie kommt diese Staffel nochmal in einer Folge vor, dann aber nicht als Zentralfigur/-thema der Folge, sondern nur in einer kurzen Szene (vielleicht sogar eine Schlüsselszene). Möglich wäre es ja, dass sie zu Claras Tod (ich gehe jetzt mal davon aus, dass das passieren wird) nochmal irgendwie auftaucht oder sogar damit zu tun hat. Wenn sie nur wenige Minuten Screentime hat, wäre das beim Dreh durchaus möglich gewesen, zu verheimlichen, dass sie nochmal wiederkommt. Wenn das eintritt oder sie noch irgendwie anders wichtig wird, werde ich diese Folge wahrscheinlich mit anderen Augen sehen, aber aktuell ist sie meiner Meinung nach zwischen schlecht und durchschnittlich einzuordnen, wenn auch mit Tendenz nach oben, weil sie einige sehr schöne Szenen und Gags hatte und auch die Dialoge generell recht gut geschrieben waren.
      "That's it! Now I understand: Everyone in the universe is the Doctor. Everyone … except me."
    • Maisie Williams #2,
      die Legende vom Female Highwayman geht zurück auf Katherine Ferrers, eine junge Adlige des 17. Jahrhunderts, die nach dem Tod von Großvater, Vater und Bruder ein beträchtliches Vermögen geerbt hatte. Im Alter von 14 Jahren wurde sie mit einem Thomas Fanshawe verheiratet. Dessen Familie verbrauchte dann dieses Vermögen für den Kampf der Royalisten gegen Oliver Cromwell. Als ihr Ehemann abwesend war, verliebte sich Katherine Ferrers in einen Farmer und erlernte von dem das Räuberhandwerk. Sie starb jung im Alter von 26 Jahren. Es gibt einen Film über die Legende, "Wicked Lady", darin wurden die Namen verändert und die Handlung in das 19. Jahrhundert verlegt. Die Doctor Who Episode ist dagegen dicht am Original geblieben.

      Keine lebenden Verwandten mehr, ein geerbtes Vermögen. Die optimale Coverstory für eine Unsterbliche mit dem Körper einer 17-jährigen. Catherine Tregenna hat die Handlung der Episode in das Jahr 1651 gelegt, wo die Katherine Ferrers unserer Realität genau 17 Jahre alt war. In der Postkutsche sitzen Mr und Mrs Fanshawe. Die Hinrichtung von Sam Swift entspricht der Hinrichtungsszene des Räuberkollegen in dem Film "Wicked Lady". Damit hat Catherine Tregenna den Wurzeln der Story ihre Referenz erwiesen. Es war klar, dass bei Doctor Who die Geschichte sich sehr schnell von diesen Ursprüngen abwenden und in irgend etwas mit Aliens münden würde.

      Die Wikinger verfügten im Jahr 850 über elektrische Aale aus dem Amazonasgebiet. Wie sind die Augen des Hades in den Besitz der Fanshawes gelangt? Wie kam Leandro auf die Erde? Warum im 17. Jahrhundert, wenn das Amulett doch angeblich aus der Zeit der alten Griechen stammt? Solche "Fakten" werden bei Doctor Who sinnfrei aneinandergereiht. Klingt großartig, also muss es wohl irgendeine Bedeutung haben.

      "I bet that means something, it sounds great."

      Die Einzelheiten der Episode muss ich mir noch einmal genauer ansehen, rauschte gestern beim Pub-Viewing alles etwas zu schnell vorbei. Gesamteindruck, die Handlung mit Ashildr wurde gut weiterentwickelt. Im Verlauf der Woche hatte ich mir überlegt, dass sie eigentlich wie der Doctor Companions bräuchte, um nicht gleichgültig gegenüber dem Tod ihrer sterblichen Mitmenschen zu werden. Damit sind wir dann auch schon beim Story Arc dieser Staffel.

      - In allen drei Zweiteilern hat der Doctor zur Gitarre gegriffen und uns ein paar Takte vorgespielt.
      - Es gab das Schlangenkollektiv Colony Sarff, die Seeschlange auf dem Wandgemälde in der Unterwasserstation und die virtuelle Midgard-Schlange, die die Mire in die Flucht getrieben hat.
      - Davros erzählt von der Legende über ein Hybridwesen aus zwei Kriegerrassen, an dem der Doctor beteiligt sein soll. Der Doctor erschafft ein Hybridwesen aus zwei Kriegerrassen, dem Volk der Wikinger und den Mire.
      - Der Doctor sagt, dass es in der Tardis nur Platz für ein ME gibt. Lady ME darf nicht Companion werden.

      Der Showrunner hat - wie schon bei Staffel 8 - seinen Job gut erledigt und für übergreifende Details zwischen den Episoden gesorgt. Ein größeres Thema, das den Ausstieg von Clara vorbereitet, könnte das sein, was ich beim Whithouse Zweiteiler angesprochen hatte. Clara hat bereits zu sehr die Sichtweise des Doctors übernommen und verfügt deshalb nicht mehr ausreichend über die Eigenschaft von Companions, ihm die Sichtweise menschlicher Eintagsfliegen zu vermitteln.

      Clara Who bräuchte inzwischen ebenfalls einen Companion, der sie korrigiert, wenn sie im Doctor-Modus mal wieder die Bodenhaftung verliert. Genau so eine Situation gab es mit Cass:

      "I know that look. I DO that look."

      Cass hat Clara auf dieselbe Weise angeschaut, wie sie sonst immer den Doctor anschaut. Der Doctor zu Clara:

      "Look at you, with your eyes, and your never-giving-up, and your anger, and your... kindness."

      Wir werden also in den Dialogen mehrfach auf diese Augen-Sache hingewiesen. Und uns wird vorgeführt, dass der spezielle Blick von Clara beim Doctor immer noch wirkt und er daraufhin das Wikingerdorf rettet. Aber dann benutzt der Doctor das Gesicht von Caecilius, um sich daran zu erinnern, wie Donna ihn damals angeguckt hat und was SIE damit bei ihm erreicht hat.

      Es ist bei Moffat immer etwas schwierig, herauszufinden, was er uns mit seinen genialen Plots eigentlich sagen will, aber das ungefähr könnte die Richtung sein, in die es gehen soll. Der Blick, mit dem der Doctor Clara am Ende der jetzigen Episode angesehen hat, war jedenfalls bezeichnend. Er hatte gerade eben Ashildr erklärt, warum sie nicht Companion werden darf, - und dann merkt er, dass diese Gründe auf Clara ebenso zutreffen.

      Die Verwandlung von Ashildr von einer Frau, die gerade eben noch bereit war, unschuldige Menschen zu töten, in eine von den Guten in der Serie ging mir etwas zu schnell. Aber man hat ihren Handlungsbogen damit elegant zu einem Abschluss gebracht. Ja, sie ist unsterblich und wird deshalb bis in alle Ewigkeit in der Serie vorhanden sein. Aber sie wird unsichtbar für die Zuschauer immer nur die Scherben aufräumen, die der Doctor hinterlässt. Es bleibt die Option für Gastauftritte in weiteren Episoden.

      Übrigens würden die 1000 Splinter von Clara mit je 20 Jahren Lebenszeit auch 20000 Jahre der Menschheitsgeschichte abdecken. Diese Claras müssten also im weiteren Verlauf der Serie mindestens ebenso präsent sein, wie Ashildr. Egal in welche Zeit der Doctor reist, sie sind ebenfalls da.

      Heute Abend beim Table Quiz mache ich eine Bilderrunde zum Thema SF. Nette Atmosphäre dort, in mehreren Teams gibt es Doctor Who Fans. Wir reden regelmäßig über die aktuellen Episoden und weitere Neuigkeiten. Bin gespannt, was die Game of Thrones Gucker vom Auftritt von Maisie Williams halten.

      Radioactive Man


      ps: außer Katherine Ferrers gab es in der englischen Folklore noch einen weiteren berühmten Female Highwayman, würde gut auf das Verhältnis des Doctors zu River Song passen ->


      Sovay, Sovay all on a day
      She dressed herself in man's array
      With a sword and a pistol all by her side
      To meet her true love, to meet her true love, away did ride.

      And as she was a-riding over the plain
      She met her true love and bid him stand;
      “Your gold and silver, kind Sir,” she said,
      “Or else this moment, or else this moment, your life I'll have.”

      And when she'd robbed him of his store
      She says, “Kind sir, there is one thing more:
      A golden ring which I know you have,
      Deliver it, deliver it, your sweet life to save.”

      “Oh that golden ring a token is:
      My life I'll lose, the ring I'll save.”
      Being tender-hearted just like a dove,
      She rode away, she rode away, from her true love.

      Oh next morning in the garden green
      Just like true lovers they were seen;
      Oh he spied his watch hanging by her clothes
      And it made him blush, made him blush like any rose.

      “Oh what makes you blush at so silly a thing,
      I thought to have had your golden ring:
      It was I that robbed you all on the plain,
      So here's your watch, here's your watch and your gold again.”

      “I did intend and it was to know
      If that you were me true love or no.
      For if you'd have give me that ring,“ she said,
      “I'd have pulled the trigger, I'd have pulled the trigger, and shot you dead.”
    • Mh....wieder leider leider nur Durchschnittskost und zum wiederholten Male kommt bei mir kein "Doctor Who" Feeling auf.
      Capaldi fand ich gut, allerdings beschleicht mich das Gefühl, dass ich Ihn tatsächlich in Staffel 8 besser fand!

      Ansonsten hier mein Fazit:

      Positiv:
      - Das Ende der Folge mit Clara
      - die letzten Einstellungen / Gespräche vom Doctor und Ashildr.

      Neutral:
      - viele gute Dialoge, die aber keine neuen Erkenntnisse erbracht haben und zudem nach dem Staffelauftakt zu sehr nach "Davros Kopie" schmecken sowie auch "böser Doctor läuft immer weg".
      - Setting war an sich OK und wirkte nicht billig, allerdings sieht man den Mittelalter-Folgen aus meiner Sicht immer den "Aufbau" der Sets an.
      - der Doctor war gut, nicht so brillant wie sonst aber gut, dennoch viel Negativ auf das er bis auf die Dialoge nicht viel zu tun hatte und auch sonst wirkte Capaldi für mich nicht so "souverän".
      - Ashildr war ein ganz ordentlicher Charakter, dennoch hab ich eben diesem einiges nicht abgenommen für einen 800 Jahre alten Menschen.

      Negativ:
      - Story drehte sich "nur um den Abklatsch/Dialog zwischen Ashildr und dem Doctor. Das hätte man z.B. auch in der Tardis machen können, ohne den ganzen Aufbau drum herum
      - Der "Gegner" (wenn man ihn überhaupt so nennen kann) war erneut sehr sehr schwach. Nach dem katastrophalen Odin letzte Woche hatten wir jetzt einen ebenso schlechten Gegner
      - einige Gags haben nicht gezündet
      - überhaupt hat die Folge den Spagat zwischen Humor und Drama nicht sonderlich gut hinbekommen.

      Fazit: 5/10

      LG
      Jürgen
    • Schlaubi schrieb:

      Nun ja. War echt nicht der Brüller.
      Muss sogar sagen, dass ich von Maisie Williams etwas enttäuscht bin. Ich kenne GoT nicht, aber bei dieser Referenz hätte sie echt glaubhafter ihre Rolle spielen können.
      Im ersten Teil ging das ja eigentlich sogar noch, wobei dort der Schwerpunkt der Folge allerdings nicht auf ihr lag. Dieses Mal schon. War wohl ein Fehler.
      Story… ach her je… hab das Gefühl das ich das schon hofft gesehen habe. Also nicht Ashildr Unsterblichkeits-Part, sondern das Alien, das dann doch böse ist und eine Invasion plant.
      Das Klingt jetzt nach "Durchschnitt" oder gar "Ausreichend", Du hast allerdings mit "Super" abgestimmt?!
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Einfach eine wirklich schöne Folge. Eine Characterentwicklungsfolge in erster Linie, klar. Aber auch nicht so wenig Handlung, dass mir das störend aufstoßen würde. In allem eine sehr ausgewogene Mischung. So gut geschriebene Folgen will ich öfter sehen.
      Und Claras Auftritt am Ende hat mMn auch gut gepasst. Ich mag zwar ihre "häusliche" Seite (Lehrerin, Beruf, Schüler etc.) so gar nicht mehr, hier hat es aber gepasst. Was im ersten Moment wie etwas wirkte, was unnötig an eine Geschichte rangepackt wurde, ohne dass es vermeintlich etwas damit zu tun hat, stellt sich als eine Art Schlußwort heraus, als der Doctor auf dem Selfie Ashildr entdeckt.
      Und da Clara in der Story eh nicht vorkommt (und auch nicht nötig ist - ohne sie als Companion abzuwerten), finde ich auch nicht, dass sie dabei etwa rein als plot device verheizt wurde.