Star Trek: Discovery (2017)

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    • Ja genau aus dem Grund finde ich es blöd, dass es schon wieder ein Prequel ist: Viele werden allein schon mit der modernen Optik nicht klarkommen.

      Da kann man darauf verweisen, dass Star Trek schon früher plötzliche optische Reboots hatte (von TOS zum ersten Kinofilm TMP, dann von TMP zu Der Zorn des Khan - inklusive eines totalen Reboots der Klingonen) -- irgendwer wird trotzdem unglücklich sein.

      Ich fand TOS, TNG und DS9 großartig. Jede Serie hat auf den Vorgänger aufgebaut und es noch um etwas Neues erweitert. VOY mag ich am wenigsten -- coole Prämisse, aber am Ende wurde es nur ein "TNG light" mit weitaus schlechteren Figuren. Bei ENT fand ich wenigstens die Figuren halbwegs ok, auch wenn die Serie zumindest vor der 4. Staffel auch nur oft alte Plots recycled hat.
    • Mein Liebling ist TOS; TAS habe ich noch nicht zu Ende geschaut, war aber gar nicht so schlecht.
      Bei TNG mag ich die frühen Staffeln, die späteren sind mir zu sehr Soap; das ist auch mein Problem mit DS9, obwohl es schön ist, dass sie mal ein anderes Konzept probiert haben.
      Voyager kenne ich nicht alles, aber ich will die Q-Folgen unbedingt wieder sehen. Ich mag Q.
      Und bei NX-01 stört mich, wie schon gesagt, ein kleines bisschen die Aufmachung, aber ich kann es verzeihen und trotzdem genießen.

      Meine Lieblingslachstelle bei TOS: Als sie mir eine bemalte Pappmachee-Röhre als Planetenzerstörer verkaufen wollten. Kann ich nur empfehlen, das ist weitaus thrashiger als DW. Und Data von TNG ist Kult.

      Aber ich dachte, dass mit den Klingonen wurde im Nachhinein erklärt? Und bei den Filmen hing die Ent NCC 1701 ja lange genug im Raumdock rum, um das neue Aussehen zu rechtfertigen.
      Was ich nicht mag, ist die Idee, sowas in der neuen Serie nicht zu erklären. Wenn sie mir eine vernünftige Erklärung für alles abliefern, dann ist es wieder ok.
      "Eureka is greek for this bath is too hot!" (4th Doctor, Talons of Weng-Chiang)
    • Voyager hatte halt das Problem, dass man das gestrandet sein nicht ernst genommen hat und die Serie so eben zu "TNG light" "verkommen" ist.

      Bei Enterprise finde ich die aufmachung eigentlich gut.
      Die Designs schaffen es wie eine Vorstufe zu TOS zu wirken, gleichzeitig aber auch wie eine weiterentwicklung unserer Zeit
    • Voyager hatte mehr als nur ein Problem. Es war ja nicht nur so, dass das Gestrandet-Thema von Anfang an so gut wie keine Relevant besaß. Auch dass da zwei feindlich gesinnte Crews zusammen arbeiten müssen, war ganz schnell abgestempelt und kam nur mal für ein, zwei Folgen wieder hervor, wenn es gerade gebraucht wurde. Und die Charaktere - allesamt flach und langweilig. Da wird ein Marquis-Captain als erster Offizier eingebaut, und mit der ersten regulären Folge ist er der brave Sternenflottenoffizier, der sich Janeway völlig unterordnet. So als hätte man gesagt "Hey, dieses ganze Konfliktpotential - daraus könnten so viele interessante Geschichten entstehen...lass uns das mal ganz schnell loswerden, wir wollen die Zuschauer ja nicht zu sehr aufregen !". Und das Konzept hat man ja dann bei ENT nahtlos weitergeführt...

      Zur neuen Serie: Ich hab da eigentlich gar keine Lust drauf ! Seit JJ Abrams Star Trek zurückgeholt hat, fühlt es sich so an, als hätten da nur noch Leute das sagen, die Star Trek nie verstanden haben. Es ist eine Geschichte über die Zukunft - und seit 2003 wird noch über die Vergangenheit der Zukunft erzählt. Und das hatte schon bei ENT so mäßig funktioniert, dass man das Konzept nach zwei Staffeln begraben hat. Wieso man da schon wieder so eine Origin-Serie macht, ist mir unbegreiflich. Weil es das ganze Technobabble aus TNG,DS9 und VOY den Autoren unmöglich machen würde, noch mit irgendeinem Problem daherzukommen, für das Data, O'Brien und Torres schon Jahre vorher noch keinen Techniktrick gefunden haben ? Dass man Transporterblockierer überlisten kann, indem man nach der Knochenstruktur scannt, daran denkt doch kein Zuschauer mehr. Alles vergessen. Und die neue Battlestar-Serie hat im übrigen ja prima gezeigt, dass so eine Serie auch ohne Ionensturmbedrohung tolle Geschichten erzählen kann. Ein modernes Star Trek müsste gar nicht in diese alte Richtung gehen. Und was BSG auch gezeigt hat, ist dass man die Zuschauer problemlos in ein etabliertes Universum reinwerfen kann. Falls man also keine Post-DS9-Star Trek Serie machen möchte, weil man befürchtet, die Zuschauer wären mit "Da war mal ein Dominion Krieg" überfordert - nö, das geht schon. Und auch da gilt, dass man ja nicht in diese Richtung gehen muss. Einfach 50 Jahre in die Zukunft springen, da hat man auch so einen kleinen Reset, und dann kurz erklären, dass die Föderation verstritten und einzelne Planeten ausgetreten sind (= Analogie zur EU), alte Rivalitäten mit den Klingonen wieder aufflammen (= aktueller Russland-Konflikt) und irgendwelche neuen Aliens für Rabatz sorgen (= Flüchtlinge ?). Schon hätte man eine Serie mit Zeitgeist und die jeder sofort kapiert. Und dann können sie ja gerne Game of Thrones im Weltraum veranstalten. - was im übrigen auch spannend wäre, weil man ja nicht weiß, wie es ausgeht. Im Gegensatz zur neuen Serie, bei der jetzt schon klar ist, dass das Klingonische Reich am Ende immernoch stehen wird, die Föderation auch, und auf der Erde ein Baby-Kirk gerade im Kindergarten seine Erzieherin anbaggert. Muss man mehr über die Star Trek Historie wissen ? Nö.
    • Hallo Solus! :)

      Zu VOY denke ich das gleiche wie du. Einfach so viel verschenktes Potential! Ein Fehler war auch ein Mangel an Kontinuität und Charakterentwicklung. Am Ende der Serie waren fast alle Charaktere noch ganz genauso wie in der ersten Staffel. Und was in einer Folge geschah, hatte fast nie Konsequenzen auf die weiteren Folgen. Diese Woche hieß es, Chakotey sei Vegetarier, in der folgenden Woche brät er ein "Hühnchen à la Chakotey" für Seven. Wenn ich jetzt schon weiß, dass sich die Charaktere nächste Woche an nichts mehr "erinnern" werden, warum sollte ich dann diese Woche mitfiebern?

      "Zur neuen Serie: Ich hab da eigentlich gar keine Lust drauf ! Seit JJ Abrams Star Trek zurückgeholt hat, fühlt es sich so an, als hätten da nur noch Leute das sagen, die Star Trek nie verstanden haben." Die Filme von JJA fand ich so ganz nett, aber mehr auch nicht. Die sind mir zu Popcorn-actionlastig. Mal zwischendurch kann man sowas mal machen, aber sich die ganze Zeit nur von Popcorn zu ernähren macht auf Dauer nicht satt. ;)

      Deswegen bin ich erfreut, dass an der neuen Serie auch einige Veteranen des "alten" Star Trek mitwirken: Nicholas Meyer ist ein absolutes Schwergewicht -- manche sagen sogar, er hat 1982 Star Trek ein erstes Mal gerettet (mit "Der Zorn des Khan"), das wird er auch ein zweites Mal können. Kirsten Beyers Voyager-Romane sind in Fankreisen sehr populär (ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber ihre Romane, die die Serie nach dem Ende im TV weitererzählen, bügeln tatsächlich all die Fehler wieder aus, die die Serie gemacht hat -- siehe erster Absatz). Und Rod Roddenberry hat "street cred" im Fandom, weil er in ein paar Fan-Produktionen involviert war und sich in der Mythologie der Serien gut auskennt.

      Zwar ist Bryan Fuller nicht mehr dabei, aber immerhin hat er als Showrunner wohl das Konzept der neuen Serie gelegt und ein paar Drehbücher geschrieben, bevor er gegangen ist (gegangen wurde?). Und der hat seine Karriere damals als Script Editor bei DS9 und VOY gestartet. Er ist selbst Fan und hat schon vor Jahren immer wieder Ideen für eine neue Star Trek-Serie gepitcht. Kennt sich also auch gut im "alten" Star Trek aus.


      Deine Idee für eine neue Serie finde ich durchaus auch interessant. Vielleicht kann allein schon ein ganz neuer Erzählstil frischen Wind bringen: Es wird keine für sich stehenden Folgen mehr geben, sondern ein übergreifender Handlungsbogen erzählt werden, wie es bei modernen Serien heute üblich ist. Und auch die Schauplätze werden vielfältiger sein, die Serie soll nicht nur auf der Discovery spielen, sondern u.a. auf der USS Shinzhou und der Klingonenwelt. Das Rating der Serie soll ab 16 sein und nicht wie bisher ab 12. Vielleicht wird Discovery in dieser Hinsicht ja tatsächlich eine Art "Game of Thrones im Star Trek-Universum"?

      Worauf ich allerdings hoffe, ist der Star Trek-typische Optimismus. Zu düster und deprimierend sollte die Serie nicht sein, das passt nicht zu Star Trek. Aber Analogien zur heutigen Weltlage? Immer her damit! ;)
    • Solus schrieb:

      Voyager hatte mehr als nur ein Problem. Es war ja nicht nur so, dass das Gestrandet-Thema von Anfang an so gut wie keine Relevant besaß. Auch dass da zwei feindlich gesinnte Crews zusammen arbeiten müssen, war ganz schnell abgestempelt und kam nur mal für ein, zwei Folgen wieder hervor, wenn es gerade gebraucht wurde. Und die Charaktere - allesamt flach und langweilig. Da wird ein Marquis-Captain als erster Offizier eingebaut, und mit der ersten regulären Folge ist er der brave Sternenflottenoffizier, der sich Janeway völlig unterordnet. So als hätte man gesagt "Hey, dieses ganze Konfliktpotential - daraus könnten so viele interessante Geschichten entstehen...lass uns das mal ganz schnell loswerden, wir wollen die Zuschauer ja nicht zu sehr aufregen !". Und das Konzept hat man ja dann bei ENT nahtlos weitergeführt...
      Genau das meine ich, das gestrandet sein, die Konflikte innerhalb der Patchwork-Crew, alles wurde ignoriert, außer man brauchte es für die Story. Zum Beispiel auch der Delta Flyer: Immer wieder mal wurde thematisiert, dass die Voyager ja so begrenzte Ressourcen hätte, dann aber baut man mal eben ein neues Shuttle, dass nicht nur alles anderen Shuttles überlegen ist, sondern auch noch in nur wenigen Wochen oder Monaten entwickelt und gebaut wurde.
    • sebbl schrieb:

      Solus schrieb:

      Voyager hatte mehr als nur ein Problem. Es war ja nicht nur so, dass das Gestrandet-Thema von Anfang an so gut wie keine Relevant besaß. Auch dass da zwei feindlich gesinnte Crews zusammen arbeiten müssen, war ganz schnell abgestempelt und kam nur mal für ein, zwei Folgen wieder hervor, wenn es gerade gebraucht wurde. Und die Charaktere - allesamt flach und langweilig. Da wird ein Marquis-Captain als erster Offizier eingebaut, und mit der ersten regulären Folge ist er der brave Sternenflottenoffizier, der sich Janeway völlig unterordnet. So als hätte man gesagt "Hey, dieses ganze Konfliktpotential - daraus könnten so viele interessante Geschichten entstehen...lass uns das mal ganz schnell loswerden, wir wollen die Zuschauer ja nicht zu sehr aufregen !". Und das Konzept hat man ja dann bei ENT nahtlos weitergeführt...
      Genau das meine ich, das gestrandet sein, die Konflikte innerhalb der Patchwork-Crew, alles wurde ignoriert, außer man brauchte es für die Story. Zum Beispiel auch der Delta Flyer: Immer wieder mal wurde thematisiert, dass die Voyager ja so begrenzte Ressourcen hätte, dann aber baut man mal eben ein neues Shuttle, dass nicht nur alles anderen Shuttles überlegen ist, sondern auch noch in nur wenigen Wochen oder Monaten entwickelt und gebaut wurde.
      Ja... oder sie müssen sogar ihre Replikatornahrung streng rationieren, verballern auf der anderen Seite aber permanent Unmengen Energie auf dem Holodeck...
    • Solus schrieb:

      Einfach 50 Jahre in die Zukunft springen,
      Als ich Voyager noch live miterlebt habe, hatte ich mir auch gedacht, die nachfolgende Star Trek-Serie wird wieder weiter in der Zukunft spielen. 50 Jahre oder später bedeutet auch grundlegende Veränderungen der Welten und Technologien. Diesen Mut will aber kein Macher aufsichnehmen.

      Rückwirkend behauptet Ihr, Voyager und ihre Patchwork-Crew hätte viel Potenzial bzgl. Konflikte gehabt. Aber wir schreiben die 90er und Star Trek war eine Heile-Welt-Serie mit geringfügigen Problemen. Serien wie LEXX oder Farscape sind ihrer Zeit voraus gewesen, aber sie sprachen auch nur ein spezielles Publikum an. Star Trek in eine Serie wie LEXX oder dieses BSG (nie ein Folge gesehen!) zu machen, spricht gegen die Trek-Ideologie.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Toriana ()

    • Toriana schrieb:

      Aber wir schreiben die 90er und Star Trek war eine Heile-Welt-Serie mit geringfügigen Problemen.
      Also DS9 war alles andere als Heile Welt. Da ging es um ein unterdrücktes Volk, das lange gelitten hat. Es ging um Religion, um Intrigen. Da hat sich ein Crewmitglied schon mal freigenommen, um aus Rache einen alten Feind umzubringen. Die Crew hat sich anfangs auch überhaupt nicht gemocht. Und dann mündete das natürlich alles in dem großen Krieg, auch mit einigen düsteren Folgen. Wenn sich Voyager halbwegs auf diesem Niveau bewegt hätte, wäre alles prima gewesen.
    • DS9 war auch zum Teil der Tod von Roddenberrys humanistischer Utopie. Die Menschen des 24. Jahrhunderts waren in das nächste Jahrhundert wirklich Menschen des 24. Jahrhunderts, mit einer völlig neuen, sprich uns eigentlich bekannten nur hier endlich mal umgesetzten Mentalität. In allen darauffolgenden Serien ist einzig die Sci Fi Kulisse von Roddenberrys Welt verblieben und die Figuren waren nur ins 24. Jahrhundert verfrachtete Menschen der Gegenwart. Mit allen grässlichen, aber ebem gewöhnlichen Marotten und darum ist sie für viele die beste Star Trek Serie. Sie entspricht eher dem Anspruch der Serienkonsumenten, mit spannender Handlung, konstruierten Konflikten zwischen nachvollziehbaren, weil von uns doch nicht so weit entfernten Charackteren und einem konstanten Universum. Ich sehe Star Trek "nur", um eine etwas heitere Aussicht im Kontrast zum Heute zu kriegen, insofern waren Sisko und co nie mein Geschmack.
    • DS9 hatte von Anfang an einen schweren Stand, weil es eben auf einer Raumstation spielte, und es eben auch Konflikte zwischen den Hauptcharakteren gab. Das hat aber alles funktioniert, besonders da für die ersten drei Staffeln mit Michael Piller auch noch ein Showrunner die Serie geleitet hatte, der darauf geachtet hat, dass dieser Konflikt besonders daraus entsteht, dass die Sternenflottenoffiziere und die nicht Föderations-Bürger andere Moralvorstellungen haben. Insofern hat die Serie bis dahin auch super als Star Trek funktioniert. Als dann Ira Steven Behr die Rolle des Showrunners ab Staffel 4 übernahm, wurde dies aufgeweicht und spätestens ab Staffel 6 ist gut zu erkennen, dass Berman aufgegeben hatte Behr auf die Finger zuschauen und ihn und seinen Komplizen, Ronald D. Moore, mehr oder weniger hat machen lassen, was sie wollten. Und dafür, dass sie Dinge wie Sektion 31 eingeführt haben oder Sisko einen politischen Mord indirekt in Auftrag haben geben lassen, also Dinge und Konzepte, die komplett gegen alles gehen, was Star Trek im Grunde ausmacht, klopfen die beiden sich ja bis heute auf die Schulter.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 2_1Doc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Mario schrieb:

      DS9 hatte von Anfang an einen schweren Stand, weil es eben auf einer Raumstation spielte, und es eben auch Konflikte zwischen den Hauptcharakteren gab. Das hat aber alles funktioniert, besonders da für die ersten drei Staffeln mit Michael Piller auch noch ein Showrunner die Serie geleitet hatte, der darauf geachtet hat, dass dieser Konflikt besonders daraus entsteht, dass die Sternenflottenoffiziere und die nicht Föderations-Bürger andere Moralvorstellungen haben. Insofern hat die Serie bis dahin auch super als Star Trek funktioniert. Als dann Ira Steven Behr die Rolle des Showrunners ab Staffel 4 übernahm, wurde dies aufgeweicht und spätestens ab Staffel 6 ist gut zu erkennen, dass Berman aufgegeben hatte Behr auf die Finger zuschauen und ihn und seinen Komplizen, Ronald D. Moore, mehr oder weniger hat machen lassen, was sie wollten. Und dafür, dass sie Dinge wie Sektion 31 eingeführt haben oder Sisko einen politischen Mord indirekt in Auftrag haben geben lassen, also Dinge und Konzepte, die komplett gegen alles gehen, was Star Trek im Grunde ausmacht, klopfen die beiden sich ja bis heute auf die Schulter.
      Zu Recht, wie ich finde: DS9 ist klar der Höhepunkt der Star Trek-Serien, zumindest was Komplexität, Charakterentwicklung und echtes Drama angeht (auch wenn ich subjektiv, vor allem aus Nostalgie, TOS und TNG mindestens genauso gut finde). Ich finde, DS9 hat den Spagat zwischen idealister Föderationsmoral und böser Wirklichkeit sehr gut hinbekommen. Wenn alle Menschen immer nur gut und perfekt sind, gibt es halt nur dann Drama, wenn es von außen kommt -- auf Dauer ist das aber langweilig und irgendwann fehlt den Figuren Tiefe (ich hätte ungern nur Star Trek, das wie TNG Staffel 1 ist). DS9 hat das ganz behutsam gelockert, trotzdem sind bei allen Widersprüchen die DS9-Charaktere aus der Föderation immer noch sehr idealistisch, nur müssen sie sich auch mit den Widersprüchen ihres Idealismus auseinandersetzen.

      Dadurch, dass jede dieser drei Serien ihren eigenen Schwerpunkt hat, graben sie sich nicht gegenseitig das Wasser ab, sondern es erscheint mir so, dass jede Serie eine Steigerung und Weiterentwicklung ihres Vorgängers war, wobei jede Serie ihren ganz eigenen Charakter behält.

      Ein weiterer Punkt, der mich an VOY enttäuscht hat: Nach DS9 kam mir VOY nicht wie ein weiterer Schritt nach vorn, sondern wie ein Rückschritt vor.
    • TNG hatte anfangs genügend Konfliktpotenzial, welches aber leider niemals genützt wurde. Picard erkennt das Potenzial Wesleys, kann aber weiterhin keine Kinder leiden. Das hätte man weiter ausschlachten können. Riker und Troi waren einmal in einer ernsthaften romantischen Beziehung, was auf einer zwischenmenschlichen Eben definitiv zu Konflikten hätte führen müssen, tat es aber nie. Es gibt noch andere Beispiele, aber aus den ganzen möglichen Konfliktursprüngen, die in der ersten Folge vorgestellt wurden, wurde die gesamte Serie über nichts gemacht.

      Sebulon schrieb:

      Ein weiterer Punkt, der mich an VOY enttäuscht hat: Nach DS9 kam mir VOY nicht wie ein weiterer Schritt nach vorn, sondern wie ein Rückschritt vor.
      Weil es genau das sein sollte. Das DS9 düsterer war und konfliktreicher und dazu noch auf einer Raumstation spielte, stoß vielen Fans übel auf, weshalb die neue Serie (VOY) einen Schritt zurück zu dem Konzept sein sollte, welches TNG so erfolgreich gemacht hatte.
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    • Und was für Konflikte auf zwischenmenschlicher Ebene hättest du denn gerne gesehen? Wie Riker versucht hinter Picards Rücken das Kommando des Schiffes zu übernehmen? Oder irgendetwas anderes, was etwas in GoT zu suchen hat, aber ganz sicher nichts in Star Trek?
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    • Äh, wie wär's mit weder noch, ist ja auch eine Option?!
      Ich schreib jetzt auch bestimmt nicht TNG um, um da irgendwelche Konflikte reinzupopeln, wenn ich TNG genau so mochte, wie es war. Ohne GoT-Kram, ohne Riker-Troi-Gummibandbeziehung und ohne Dinge, die in DS9 gepasst haben, aber nicht hier.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Umschreiben würde ich auch nichts. Aber wenn wir darüber reden, dass es eben diesen zwischenmenschlichen Konflikt in DS9 gab, aber nicht in TNG, dann sollte man auch darauf hinweisen, dass es durchaus Potential dafür gab, dieses aber nie genützt wurde.
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