Star Trek: Discovery (2017)

    • Mario schrieb:

      Sebulon schrieb:

      Ist halt wirklich mal was völlig anderes als die zur Genüge ausgetretenen Star Trek-Bahnen: Mal keine super-sympathischen Helden im Mittelpunkt, sondern eine Anti-Heldin, die erstmal grandios verkackt. Dazu ein Schiff von moralisch fragwürdigen Militärs, die um den Krieg zu gewinnen die Moral hintenanstellen. Ein Wissenschaftler unter Druck von eben jenen.

      Find ich super!
      Ich glaube du hast nicht verstanden, was Star Trek ausmacht, nämlich genau das Gegenteil davon. Gerade deswegen ist DS9 ja bis zu In the Pale Moonlight so gut, weil es versucht zu zeigen, wie die Menschheit der Zukunft damit umgeht, wenn ihre Ideale bedroht werden. Der Grund warum DS9 ab genau der Episode für mich, zumindest als Star Trek Serie scheitert, ist der Grund, warum dir DIS zu gefallen scheint: Weil diese Ideale verraten werden.
      Vielleicht ist die Geschichte von Discovery ja auch der Weg zu eben diesen Idealen. Die werden im Laufe der Serie wohl noch gefunden... und erfunden. Zumindest vermute ich das jetzt mal so ins Blaue hinaus.

      Aber ich glaube den Machern wäre auch keinen Zacken aus der Krone gebrochen wenn sie Charaktere eingeführt hätten die etwas sympathischer wären. Am ehesten mag ich noch den Captain, aber wohl auch nur weil er von Jason Isaacs gespielt wird...?

      Mal gucken. Mit etwas Glück wird man schon mit ihnen warm.
    • Ausserdem: Soll die nicht zehn Jahre vor TOS spielen?! Kann sich irgendjemand vorstellen, dass die USA bis 2027 vom Trumpismus zum funktionierenden(!) Sozialismus und Humanismus übergehen?!
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Ich würde mich als trekkie bezeichnen, finde es aber super, dass man Star trek visuell verfremdet. Das ist eine ähnliche Erfahrung, wie wenn man nach TNG und allen nachfolgenden Serien zum ersten mal TOS sieht. Der Geist Gene Roddenberrys steckt da drin, ist aber nur in eine völlig "neue" Form verpackt. Ich finde es immer ziemlich erfrischend, Neuinterpretationen des selben Universums zu sehen, weil die Welt, zumindest für mich irgendwie wirklicher wirkt. Nach dem dieser TNG Stil in Voyager und Enterprise mehr als ausgelutscht war, war es doch eine weise Entscheidung, mit diesem inzestuös fortgeführten Schmierentheater zu brechen und in der Hinsicht einen stillistischen Zeitsprung zu machen, unabhängig davo, dass die Serie nur zehn Jahre vor TOS spielt.

      Ich verstehe, dass man als typischer Serienfan auch was das Visuelle angeht Einhaltung einer gewissen Kontinuität verlangt, aber mal ehrlich, die Kontinuität wurde lange vorher gekillt, und zwar als man es warum auch immer für Nötig befunden hat, das Aussehen der Romulaner ohne jede Erklärung! in TNG zu verändern und die TNG Klingonen, die Ferengi, ja sogar die Borg in ENT auftreten zu lassen. Man hat natürlich allerlei Rechtfertigungen herbeigewerkelt, welche aber zumindest für mich allesamt halbherzig waren.

      Überhaupt sind die Klingonen auch vor Discovery das größte Kontinuitätschaos gewesen. Nicht nur was das Äußere angeht, diese ganze Kriegerkultur und der Unfug mit der "Ehre" kam erst in TNG und steht im Wiederspruch zu dem, was wir in TOS über die Motivation für ihre Kriegstreiberei erfahren haben.

      Mir geht eher um den Geist als die Substanz und da seh Ich eher die entscheidende Schwachstelle an Discovery.

      Ach ja, die Pilze. Star trek hatte schon immer komische Konzepte. Die galaktische Barriere (Wie und Warum???), Q, Sha Ka Re, die Urhumanoiden, der Rieseneinzeller, aber das gefällt mir gar nicht. Eine geheimnisvolle, lebende Kraft, welche alles Leben in der Galaxis erschaffen hat und verbindet? May the Fungus be with you.
    • Thorsten Emma Junkie schrieb:

      Ausserdem: Soll die nicht zehn Jahre vor TOS spielen?! Kann sich irgendjemand vorstellen, dass die USA bis 2027 vom Trumpismus zum funktionierenden(!) Sozialismus und Humanismus übergehen?!
      Wir werden alle in den bald kommenden 3. Weltkrieg gestürzt, in dem drogensüchtige Soldaten verheizt werden und genetische Mutanten wie Khan sich um die Weltherrschaft prügeln. Dann, als die Erde nur noch Asche ist, kommt Zefram Cochrane und baut sein Warpschiff. Viel Zeit hat Trump nicht mehr, um diesen amerikanischen Traum zu verwirklichen, aber wenn er sich etwas mehr anstrengt...
      Was ich viel witziger finde, ich glaube laut Star Trek hätten wir nicht nur schon Menschen auf dem Mars, sondern auch schon lange auf den äußeren Planeten unseres Sonnensystems haben müssen ;)
      "Eureka is greek for this bath is too hot!" (4th Doctor, Talons of Weng-Chiang)
    • Obscuriosity schrieb:

      Der Geist Gene Roddenberrys steckt da drin, ist aber nur in eine völlig "neue" Form verpackt.
      Jupp, in einen Müllbeutel. ;)

      Ich weiss nicht ob ich das hier oder auf FB gesagt habe, aber Abweichungen in Design und komische Konzepte: Scheiss der Hund drauf, der Inhalt ist wichtig und der stimmt IMHO nicht.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
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      Sorry, aber das ist eine treffende Bezeichnung für die Gesellschaft, innerhalb der Födertion, auch wenn post-kapitalistisch es eher treffen würde. Dank den Replicators ist dies auch möglich. Eine Gesellschaft, in der es nicht um Gewinnmaximierung geht und in der nicht alles auf Erfolg ausgerichtet ist, in der es keine Währung gibt, kann nur existieren und funktionieren, wenn für das Wohl aller von vornherien gesorgt ist und jeder sich einen relativ luxoriösen Lebensstandard leisten kann, und zwar ohne Probleme. Dafür braucht man natürlich genügend Resourcen. Das wurde auch schon so in Star Trek thematisiert, s. The Conscience of the King oder gleich ein ganzer Haufen Episoden in DS9.

      PS: Den Dislike gab es nicht weil ich anderer Meinung bin, sondern weil nur aus Smileys bestehende Postings meiner Auffassung nach nichts weiter als Spam sind.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 2_1Doc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc

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    • Neu

      Die Utopie von Star Trek halte ich für absurd. Als Teenie fand ich das noch cool, aber da war ich auch noch "dumm". Hätten wir im Geschichtsunterricht mehr über den Kalten Krieg und den Kommunismus gehabt, würde ich Star Trek hassen.
      Ich habe nichts generell gegen Utopien, aber Utopien bleiben Utopien und die können nie so bestehen wie wir es gerne hätten. Der Mensch ist dafür einfach zu unterschiedlich. Ich bin auch der Auffassung, dass eine Utopie auch gleich eine Dystopie ist. Es kommt darauf an, auf welcher Seite/Position/Sicht man ist.

      P.S.: Ich sperme nicht, sondern war zu faul zum schreiben. ;)
    • Neu

      Toriana schrieb:

      Die Utopie von Star Trek halte ich für absurd. Als Teenie fand ich das noch cool, aber da war ich auch noch "dumm". Hätten wir im Geschichtsunterricht mehr über den Kalten Krieg und den Kommunismus gehabt, würde ich Star Trek hassen.
      Ich habe nichts generell gegen Utopien, aber Utopien bleiben Utopien und die können nie so bestehen wie wir es gerne hätten. Der Mensch ist dafür einfach zu unterschiedlich. Ich bin auch der Auffassung, dass eine Utopie auch gleich eine Dystopie ist. Es kommt darauf an, auf welcher Seite/Position/Sicht man ist.

      P.S.: Ich sperme nicht, sondern war zu faul zum schreiben. ;)
      Vieles von dem, was Thomas Moros in seiner "Utopia" an Ideen aufgeführt hat, galt als unrealistisch, träumerisch, ja "utopisch", bis sich diese nach und nach verwirklicht haben. Natürlich nicht ohne Wiederstand und nicht immer perfekt, aber vergleich doch mal das Welt- und Menschenbild des modernen Menschen mit dem der voraufklärerischen Menschen. Ja, Aufklärung und Humanismus haben so einiges, grundlegendes verbessert. Sie haben der Menschheit einen größeren Dienst erwiesen, als alle religionen, welche sich immer als moralstiftende Instanz inszinieren und in der Zeit, in der sie ungehemmt herrschen konnten überwiegend nur Verwüstung und Leid hervorriefen.

      Star trek geht einen Schritt weiter. Eine Fortführung des Humanismus, nicht gegen die tradierten religionen, sondern gegen die momentan vorherrschende. Dem Kapitallismus.

      Das muss dir nicht gefallen, aber du musst es dir ja auch nicht ansehen. Ideale sind auch nicht dafür da, vollkommen erreicht zu werden, sondern um uns eine richtung zu geben, der wir entgegenstreben sollten. Star trek ist in der Hinsicht besser, als dieser nihilistische Kram, welchen man uns heute als Science Fiction zu verkaufen versucht.
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      Ich bin schon sehr gespannt, wie unsere Gesellschaft in 20 Jahren aussehen wird, wenn die Fortschritte im Bereich Deep Learning/K.I., Sensoren, 3D-Druck (auch in Verbindung mit Metall) und Drohnen an die 50, 60, 70% aller Arbeitsplätze vernichtet haben. Dann sind wir nämlich fast an dem Punkt, wo Star Trek das Ende des Kapitalismus ausruft. Wenn nämlich schlichtweg niemand mehr Geld verdienen kann, selbst wenn er wöllte, dann hat der Bürger ein Problem, weil er kein Geld verdient, aber die Besitzer der voll-automatischen Fabriken haben auch ein Problem, weil keine zahlungsfähige Kundschaft. Und dann ? Dann gibt es fast nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir hauen die ganze moderne Technik per dritten Weltkrieg kaputt, damit alles wieder so ist wie vor der Humanob­so­les­zenz (<-den Begriff habe ich gerade erfunden ), oder wir lassen das mit dem Reichtum anhäufen und suchen uns ein neues Hobby. Raumfahrt z.B. ...