Star Trek: Discovery (2017)

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    • Also wer Discovery schon nach drei Folgen sooo scheiße findet, der sollte vielleicht lieber gar nicht weiter gucken. Es ist nämlich wirklich kein schöner Tod an seinem eigenen Erbrochenen zu ersticken, während man mit blutenden Augen einen Herzinfarkt erleidet und dabei hinten wie vorn in die Hose macht.
    • Soso, vielen Trekkies. Also wenn ich die Kommentare der Trekkies unter den Reviews beim Wortvogel und auf zukunftia.de lese, sind das jetzt nicht sooo viele.

      Toriana schrieb:

      @Solus
      Gilt Deine Aussage auch für Doctor Who?
      Du vergleichst Discovery mit Doctor Who ?
    • Najaaaaa, aber das ist halt auch Zukunftia. Ohne sarkastische "ALLES IST SCHEIßE!!"-Kommentare wäre die Seite ja völlig sinn- und witzlos.

      Ob das jetzt wirklich die beste erste Star Trek-Staffel war? Wenn man TOS in die selbe Grütze wirft dann wäre diese Aussage eine dreiste Lüge, aber bezogen auf die ganzen Spin-Offs kommt man da schon eher auf den Hund. Zumindest ist es die am wenigsten langweilige. Und wenn Discovery in irgendetwas Kompetenz gezeigt hat dann war es immerhin bei der oberflächlichen Spannung.

      In der ersten Hälfte war ich ja noch recht erfreut dabei und die Stärken haben noch die Schwächen überwogen. Und dann beginnt der Spiegelwelt-Arc... und die Serie beginnt sich vor den Augen aufzulösen. Twists der Twists wegen, Subplots enttarnten sich als heiße Luft, Charaktere ebenfalls, für Tiefe war keine Zeit übrig - und zurück bleibt man mit dem Gefühl was zum Geier dieses ganze Wirrwarr überhaupt sollte.

      Auf halber Strecke des Spiegelwelt-Zwischenspiels war ich ja noch halbwegs dabei. Wenn auch nur mürrisch, denn wir kannten die Figuren ernsthaft noch nicht lang genug als dass sich die Serie zu dem Zeitpunkt schon für solche Exkurse die Erlaubnis für diesen Seitenarm erarbeitet hätte. Aber dann kam die Szene in der die Crew darüber informiert wird dass Lorca eigentlich ein Parallelwelt-Fiesling ist. Die nehmen dass so hin als ob das eines dieser Dinge ist die man Mittwoch nachmittag auf der Arbeit hört. Und kurze Zeit später geht er hops... und dann wird das nie wieder so recht thematisiert. Und es scheint auch keinen mehr so recht zu kümmern.

      Und dann kam Folge 14, die wohl als Ruhe vor dem Sturm und als Charakterepisode geplant war. Aber da die Figuren nicht viel hergeben kam dabei nicht mehr als ein Bündel an Plattitüdendialogen raus.

      Hörfh.

      Darüber hinaus... tjoah... vielleicht fällt denen mit Staffel 2 dann ja ein worum es in der Serie eigentlich gehen soll, so rein prämissentechnisch gesehen. Bisher wirkt's eher wie ein Sammelsurium an Dingen die im Star Trek-Universum passieren. Darüber hinaus scheint es kein Konzept zu geben.

      Summa summarum: Es ist sehr offensichtlich dass es "Discovery" jetzt schon nur deswegen gibt weil der Markt unbedingt eine Star Trek-Serie verlangt hatte, und nicht weil den Machern endlich die zündende Idee gekommen war.

      Irgendwie gräulich dass es heutzutage kaum noch ein Franchise zu geben scheint das sich nicht wie ein PRODUKT anfühlt.
    • Ich hab Staffel 1 der Serie jetzt auch komplett gesehen und bin leider auch sehr enttäuscht von dem ganzen.

      Das fühlt sich so an als ob die Autoren die einzelnen STAR TREK Puzzleteile zwar haben, aber das große ganze wie es mal war, und ich denke eigentlich auch sein sollte, nicht so recht zusammenfügen können oder wollen. Da fehlt entweder das Grundsätzliche Verständnis für die Materie, oder sie haben vom Studio vorgaben bekommen wie die Show auszusehen hat damit es bei einem breiteren Publikum Anklang findet. Ein Publikum das die neuen Filme gesehen hat. Und somit muss diese Show auch möglichst sein wie die Filme. Man sieht es ja am Look des ganzen woran sich Orientiert wird.

      Alles sehr Oberflächlich und auf Hochglanz Produziert. Haben sich die Verantwortlichen echt Gedacht... das MUSS reichen, mehr brauchen wir nicht damit es eine Star Trek Serie ist?

      Es wird zwar immer mal wieder vermeindlich "STAR TREK mässig" geredet, aber mir kommt auch das irgendwie häufig recht Oberflächlich vor. Nach dem Motto jetzt haben wir das gemacht dann wirds aber auch wieder Zeit für ne Coole Action Sequenz. Ich glaube bei den alten Serien war das so, da kam die Story und die Dialoge zuerst (so konnte sich dann auch das Interesse an den Figuren entwickeln) und wenn der Zuschauer Glück hatte war noch was Geld für die Spezial Effekte da. Und heute is es irgendwie umgekehrt.

      Ich glaube die zweite Staffel werde ich mir nicht auch noch antun.
      Das Ende fühlte sich auch so gezwungen an. Wirkte irgendwie wie ein Knochen der den Alten Star Trek Fans hingeworfen wurde in der Hoffnung das sie sich drüber freuen. Dabei würde ich fast darauf Wetten das wir auch nicht das geringste bisschen davon zu sehen bekommen werden was da dann weiter passiert ist. Nur ein weiteres Gịmmick ohne Konsequenz.

      Tja schade. :(

      Kaoru schrieb:

      Irgendwie gräulich dass es heutzutage kaum noch ein Franchise zu geben scheint das sich nicht wie ein PRODUKT anfühlt.
      Sehr gut gesagt. So fühlt es sich tatsächlich an.
    • Müsste ich die Erststaffeln ranken, würde ich sagen...

      1. DS9
      Von Anfang an Welt- und Charakter-Aufbau. Dass einige Storys öde sind, ist zumindest fast geschenkt.
      2. TOS
      Braucht man nur mal in die Episodenliste gucken, wieviele Klassiker da schon in Staffel 1 drin waren.
      3. TNG
      Die Staffel ist besser als ihr Ruf. Man denkt immer nur an die Trashepisoden und Troi im kurzen Rock. Aber es gab da auch schon die Folgen, in denen Picard seine Jungendliebe in Holo-Paris wiedertrifft. Oder das drogenabhängige Volk. Die intelligente Nicht-Kohlenstoff-Lebensform. Die Cryostase-Leute. Und diese eine Szene, die gerne im Fernsehen rausgeschnitten wird...
      4. VOY
      Jagut, die im Pilotfilm geschaffene, interessante Prämisse war schnell verpufft. Einzelne gute Folgen gibt es trotzdem.
      5. ENT
      Ich kann mich an keine einzige Folge mehr erinnern. Weder im Guten - aber eben auch nicht im Schlechten. Immerhin.
      6. Discovery
      Keine andere 1.Staffel einer Star Trek Serie hat es jemals geschafft, dass ich die Serie danach aufgegeben hätte.

      Und so einfach ist es dann eigentlich. Wenn Discovery eine doofe Actionserie wäre, oder auch einfach nur alte, halbschnarchige Voyager-Folgen im modernen Gewand neu auflegen würde (wie es The Orville tut), würde ich dranbleiben. Aber eine Serie, die unbelehrbar zwischen schlechter Fanfiction und verfilmtes Clickbait herumirrlichtert und sich dabei wie die geilste Serie der Welt vorkommt, die ist für mich gegessen.
    • Folge 4 war ebenfalls Mist und ich weiß gar nicht, was ich dazu noch sagen soll, was ich dazu noch nicht gesagt habe. Um mal was positives zu sagen: Der Chef von Michael scheint doch ein interessanter Charakter zu sein als gedacht. Ansonsten derselbe Mist wie bisher. Der Charakter aus der vorherigen Episode, den ich nch am interessantesten fand, die Sicherheitschefin, wird zur 08/15 Handlangering gemacht und propmt umgebracht, das Design der Klingonen Raumschiffe erinnert mich immer mehr an die RTD-Ära und das Schreibe an ein Game of Thrones für Arme. Einfach lächerlich und ich frage mich langsam wirklich, wie diese Serie irgendwie gute Kritiken bekommen hat. Die Serie ist nicht nur schlechtes Trek, sondern an sich einfach nur schlecht.

      EDIT: Und wenn du denkst, es geht nicht mehr schlechter. Moderner Slang wird eingeführt, der Captain und seiner erster Offizier sollten mal bei Kirk und Picard in die Lehre gehen und die Beziehung zwischen dem Arzt und Wissenschaftler war am Ende ja so klischeehaft geschrieben, da kam mir fast die Kotze hoch. Nach fünf Folgen habe ich langsam wirklich die Nase voll von dem Mist.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mario ()

    • Nachdem ich Episode 6 durch habe, habe ich langsam wirklich Angst was da noch kommt. Wenn das die gute Episoden gewesein sein sollen, meine Fresse. Die Serie ist mit weitem Abstand das Schlechtesten im Star Trrek Franchise. Das kann man wirklich nur noch im Vollsuff ertragen - oder davon gehe ich zumindest aus, bin gerade aus dem besten Wege dahin, wenn ich nicht demnächst müde umkippe und bis Episode 8 oder 9 durchhalte, werde ich es wissen.
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    • Als jahrzehntelanger eingefleischter Star Trek-Fan (seit 1987) finde ich die erste Staffel unterm Strich gelungen und unterhaltsam, wenn auch noch eine ganze Menge Luft nach oben bleibt.

      Zumindest ist die Serie technisch gut gemacht, optisch sehr ansprechend, die Schauspieler überwiegend sehr gut und das Pacing derart, dass es zumindest nie langweilig wurde. Zwar finde ich Burnham, obwohl sie wohl Identifikationsfigur sein soll und klar im Mittelpunkt steht, nicht übermäßig interessant, aber mit Saru, Tilly und Stamitz gibt es doch einen harten Kern an interessanten Charakteren.

      Kritisieren würde ich einige Entscheidungen der Autoren, die ich für ungeschickt halte. Wie oben schon jemand bemerkte, gab es zuviele "Twists um der Twists Willen", erst wird ein Problem am Ende einer Folge zu einem Cliffhanger aufgeblasen, nur um sich dann in der nächsten Folge in Luft aufzulösen. Das war teilweise schon recht billig.

      Wenn Tyler nicht ein Klingonen-Agent gewesen, sondern eine tatsächlich im TV bisher komplett neue Art Figur geblieben wäre -- ein traumatisiertes männliches Vergewaltigungsopfer --, dann hätte ich das viel interessanter gefunden, zumal seine Identität voraussehbar war. Ich hatte gehofft, diese Offensichtlichkeit sei nur eine falsche Fährte.

      Als dann Voq in ihm zum Vorschein kommt und er einen Mord begeht, ist das so ein Twist ... nur, damit ihm eine oder zwei Folgen später gleich von allen vergeben wird? So herzerwärmend diese Szene auch gewesen sein mag, das ging mir viel zu schnell.

      Leider wurde auch Captain Lorca verheizt: Erst ist er eine wunderbar schillernde Figur, irgendwie zu zynisch und böse, um ein Starfleet-Held sein zu können, aber dennoch mit einer zumindest grundsätzlich nachvollziehbaren Motivation ... leider wurde diese Ambiguität dann aufgegeben, sobald er als Spiegeluniversum-Figur enttarnt war, war er nur noch der eindimensional böse, bartzwirbelnde Bösewicht, nur um dann sofort in der nächsten Folge relativ unspektakulär um die Ecke gebracht zu werden. So viel verschenktes Potential.

      Und gleich zwei Figuren, die nicht die sind, die sie zu sein scheinen und kurz hintereinander beide enttarnt werden -- das erscheint mir auch nicht gerade geschickt geschrieben zu sein.


      Wahrscheinlich ist das Chaos hinter den Kulissen der Produktion für den manchmal etwas planlos erscheinenden Plot verantwortlich: Gerüchteweise hat es bei der Produktionen mächtig gekracht, der ursprüngliche Showrunner Bryan Fuller stieg aus, nachdem ca. 6 Folgen geschrieben waren (gefeuert?), der Starttermin der Serie wurde zwei Mal um jeweils mehrere Monate verschoben. Angeblich hatte Fuller eine komplett andere kreative Ausrichtung der Serie im Sinn.

      Da kann man nun mutmaßen, dass alles ca. ab dem Flug ins Spiegeluniversum der Versuch der neuen Showrunner war, all das wieder geradezubiegen, was Fuller ihrer Meinung nach verbockt habe. Man kann spekulieren, dass Fuller eher eine düstere Serie über den Klingonenkrieg wollte, mit einem Captain, der eine schilldernde Figur, aber kein Bösewicht ist -- und Berg & Harbertz haben diese Aspekte irgendwie so hinzubiegen versucht, dass am Ende der Staffel der Weg frei ist für eine Star Trek-Serie, die sich stärker an den alten Vorbildern orientiert.

      Wenn es sich wirklich so zugetragen haben sollte, muss ich sagen, dass das Ergebnis noch erstaunlich annehmbar ist.

      Unterm Strich fand ich die Staffel sehr unterhaltsam, so dass ich grundsätzlich auch über die Schwächen hinwegsehen konnte. Da ist noch gewaltig Luft nach oben, aber als Star Trek-Fan habe ich Geduld, von TOS abgesehen ist auch keine der anderen Star Trek-Serien bereits in der 1. Staffel zur Bestform aufgelaufen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sebulon ()