Was zeichnet die McCoy-Ära aus?

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    • Was zeichnet die McCoy-Ära aus?

      Was zeichnet die McCoy-Ära aus? 22
      1.  
        80er Zeitgeist (allgemein) (8) 36%
      2.  
        Musik, Sound (8) 36%
      3.  
        Kleidung, Mode, Farben (6) 27%
      4.  
        Neue/Bessere Computereffekte (5) 23%
      5.  
        Trashige Folgen (Staffel 24 und 25) (5) 23%
      6.  
        Cartmel Masterplan (ab Staffel 25) (12) 55%
      7.  
        Der Doctor (12) 55%
      8.  
        Mel (2) 9%
      9.  
        Ace (13) 59%
      10.  
        Weil ich Doctor Who damals auf RTL Plus gesehen habe! (6) 27%
      11.  
        Noch was anderes... (1) 5%
      Hallo,

      ich finde mit Sylvester McCoy (1987 bis 1989) ist Doctor Who erst richtig in die 80er Jahre katapultiert worden. Kleidung, Stil und Musik sind präsenter als es noch bei Davison und Baker der Fall war. Der Titelvorspann wurde komplett mit Computeranimation erstellt und es wurde überwiegend mit elektr. Musik gearbeitet. Die Folgen waren noch trashig angelegt, aber ideenreicher und witziger umgesetzt (Paradise Towers, Delta and the Bannermen). Letztendlich hat das alles nicht viel gebracht und Doctor Who wurde 1989 eingestellt.

      So, was ist Eure Meinung? In der Umfrage könnte Ihr alles auswählen.

      Torian

      P.S.: Zu Delta and the Bannermen muss ich noch sagen, dass die 50er Jahre in den 80ern ein Revival erlebt haben. :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Toriana ()

    • Mir fehlt in der Liste der Versuch wieder häufiger reale Themen zu verarbeiten. Thatcher in Happiness Patrol, Nukleare Auf-/Abrüstung in Battlefield, Rassismus in Remembrance etc.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Obgleich auch sie einige tolle Folgen hervorbrachte, weiß ich mit der JNT-Ära eher wenig anzufangen. Der vierte Doctor funktionierte in Staffel 18 - soweit gesehen - einfach deutlich weniger gut, als in der Staffeln zuvor, der fünfte blieb stets sehr blass und passiv und bekam, von ein paar Ausnahmen abgesehen, auch eher schwache Storys und der sechste musste sich - so sehr ich Colin Baker auch mag - durch die zähsten und im Schnitt schwächsten Abenteuer innerhalb der klassischen Serie hangeln.

      Die McCoy-Ära (die ich tatsächlich chronologisch gesehen habe) schien zunächst nicht besser zu werden. Zwar enthält die 24. Staffel mit "Paradise Towers" eine wirklich gut geschriebene Folge und auch "Dragonfire" hat bei mir inzwischen wirklich einen Stein im Brett, doch auch diese Staffel ist unter'm Strich sehr trashig und - bezogen auf "Time and the Rani" und "Delta and the Bannermen" - schreiberisch nicht besser als die Colin-Baker-Folgen.

      Doch mit dem "Cartmel-Masterplan" wurde, obgleich "The Happiness Patrol" eine (bewusst) erneut sehr trashige Folge ist, eine ernstere, mysteriöse Richtung eingeschlagen und der Doctor wurde von einem sympathischen Clown zu einem geheimnisvollen, manipulativen Strategen umgeschrieben. Ich mochte McCoy auch in seiner ersten Staffel, doch zu einem der besten Doctoren wurde er für mich erst mit seiner zweiten. "Remembrance of the Daleks" ist in meinen Augen eine der besten Dalek-Episoden, "The Greatest Show in the Galaxy" hoffnungslos unterschätzt, gerade die Musik finde ich bei dieser Folge toll und "The Happiness Patrol" ist ein schreiberisch ähnlich kreativen Stück Fernsehen wie "Paradise Towers" - nicht unbedingt mein Geschmack aber zweifellos eine gute Folge. Einzig "Silver Nemesis" finde ich - trotz des epischen Titels - eher schwach. Blöderweise wurde die selbe Handlung zu Beginn der Staffel auch schon erzählt, nur eben mit den Daleks. Solide ist die Folge aber auch.

      Tatsächlich empfand ich die 26. und leider letzte Staffel dann aber nochmal als eine immense Steigerung. Neben zweien meiner absoluten Lieblingsfolgen, nämlich "Ghost Light" und "The Curse of Fenric", enthält die Staffel auch das ebenfalls sehr, sehr starke "Battlefield" und das nicht nur visuell höchst beeindruckende "Survival". Von den Kostümen der Cheetah abgesehen, ist Letzteres auch überraschend gut gealtert. Kurz: Staffel 26. ist für mich so ziemlich die beste "Doctor Who"-Staffel überhaupt. Zumindest mit unter.

      Das, was die McCoy-Ära, also für mich in erster Linie Staffel 26 und auch 25 auszeichnet, ist als vor allem der "Cartmel-Masterplan". Also ein mysteriöser und sehr vorausschauender Doctor, ernstere Folgen bzw. Themen, ein gegebenenfalls düsteres Setting und komplexe Character-Arcs. "Doctor Who" wurde in dieser Zeit schlichtweg erwachsener. Umso trauriger, dass die Serie keine weitere(n) Staffeln(n) bekam, um das Ganze aufzulösen.

      Natürlich ist auch die präsentere, vorwiegend elektronische Musik ein wichtiges Merkmal, der McCoy-Ära. So auch der vollständig computeranimierte Vorspann und die Tatsache, dass auch mal etwas komplexere Computereffekte zum Einsatz kamen, etwa die sichtbaren Skelette in "Remembrance of the Daleks".

      Nachtrag:
      Auch Ace ist natürlich signifikant für diese Ära. Weibliche Companions waren zuvor zwar nicht immer nur schreiende Dummchen, schließlich hatten wir auch Romana und Co aber Ace nimmt dennoch eine besondere Rolle ein. Sie ist eine der unverwechselbarsten Begleiterinnen des Doctors.
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Salyavin schrieb:

      Weibliche Companions waren zuvor zwar nicht immer nur schreiende Dummchen, ...
      Hmmm, ich glaube Romana I hat nie geschrien? Oder auch Tegan?

      Salyavin schrieb:

      "Doctor Who" wurde in dieser Zeit schlichtweg erwachsener.
      Es gab Beschwerden wegen der indyresken Szene mit Kane (Edward Peel) aus Dragonfire. Meinte Andrew Cartmel auch nicht, dass Doctor Who eine Kinderserie sein sollte?
    • Sag ich ja: Es gab auch Companions, die es nicht für nötig hielten, dauernd loszuschreien.

      Und nein, Andrew Cartmel sagte lediglich mal, dass "Doctor Who" eine Serie für Kinder gewesen sei, dann aber schnell erwachsene Zuschauer dominierten. ;)
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Kurz gesagt zeichnet die McCoy aus, dass es endlich wieder bessere Folgen gab als in der gesamten Ära des 5. und 6. Doctors zusamen genommen. Hinzu kam ein Doctor, den man wieder ernst nehmen konnte und mit Ace ein Companion, der dem Zeitgeist und nicht dem Kindchenschema entsprach.
      Legendär ist McCoys Monolog in Remembrance of the Daleks auf die Frage, ob er Zucker in seinen Tee möchte. So hochphilosophisch ist die Serie seit Tom Baker nicht mehr gewesen.

      1. 9thdoc 2. 2nddoc 3. 1stdoc 4. 7thdoc 5. 4thdoc 6. 12thdoc 7. 11thdoc 8. 8thdoc 9. 6thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc 12. 5thdoc
    • Ein Aspekt (unter vielen), der die McCoy-Ära mMn ganz stark geprägt hat: die Musik!
      In der Colin Bker-Ära gab es noch relativ viel "klassichen" score, in der McCoy-Zeit ganz viel grässliche, unerträglichen Synthesizer-Musik. Damals war das wahrscheinlich der neueste Schrei, ist aber heute SEHR schlecht gealtert. Reißt mich jedes mal aus der Handlung raus.
      In DER hinsicht hat sich die Serie mit der McCoy-Phase eher verschlechtert.

      ...obwohl ich andererseits den Titel der McCoy-Ära mit am liebsten von allen klassischen mag. Sowohl was Design/Animation angeht, als auch die Musik.
      Das ist wiederum sehr gut gealtert und funktioniert heute noch sehr gut, finde ich.

      War also doch nicht alles scheiße in den 80ern! :D
    • Für mich umschreibt es Vaudeville-Doktor am Besten. Die Anleihen bei amerikanischem Varieté, klassischer Clownerie und goldener Stummfilmzeit (die in den USA auch historisch ineinander übergingen sind schon unverkennbar) sind unübersehbar und mit McCoy hat man hierfür auch den richtigen Darsteller.

      Leider nimmt das für mich zu oft Überhand und wird zu wenig subtil eingebunden, obwohl ich die Grundidee eines "Chaplin-Doktors" sehr toll finde. Leider driftet das zu oft in Klamauk ab, wobei ich hier eher Regie und Drehbuch in der Verantwortung sehe, als McCoy. Positiv in Erinnerung bleibt mir da die Gesangseinlage in Happiness Patrol.

      Der 80er Zeitgeist ist hier natürlich allein durch exzessiven Trockeneis- und Synthesizer-Einsatz unverkennbar, letzteres trübt bei heutigem Sehen im Gegensatz zu anderen Classics auch deutlich meinen Gesamteindruck.

      Positiv bleiben mir die Trickeffekte in Erinnerung, bei denen die BBC wieder ordentlich angezogen hat, da verzeih ich nie, was sie diesbezüglich meinem Lieblingsdoktor 6thdoc angetan haben.
      DON'T DO THAT!! You'll frighten the fish!