Eurovision Song Contest 2017

    • Ich habe mich ja im Vorfeld schon gewundert. Letztes Jahr hieß es nach dem ESC-Debakel vom Intendanten, man will sich nächstes Jahr mehr um den Song kümmern - und in der Praxis hieß das nun, dass die Zuschauer nur noch zwischen zwei Songs entscheiden können; aha, soso...
      Gut, während des Vorentscheids hat das nun schon etwas mehr Sinn gemacht, weil man die Lieder ja an die Kandidaten angepasst hat. Aber: Das Grundproblem der letzten Jahre bleibt bestehen. Das Publikum hat sich natürlich wieder für jemanden entschieden, der halbwegs singen kann (wenn auch nicht so dolle, wie die Zuschauer im Saal getan haben), und erneut tritt diese Künstlerin nun mit einem etwas aus der Zeit gefallenen Popsöngchen an, der sie, weil er nicht direkt für sie geschrieben wurde, auch nicht wirklich glänzen lässt. Und dass die Songwriterin in Teilen auch noch einen ihrer Hits recycelt hat, wird dem Endergebnis natürlich auch nicht gerade gut tun...


      Aber egal; die russischen Hacker / Geldkoffergeschenke an die Jury / Giftanschlag auf Peter Urban werden sowieso dafür sorgen, dass diesmal auch wirklich Russland gewinnt, und dann lässt Deutschland natürlich demonstrativ den nächsten ESC aus, und in zwei Jahren sind auch Levinas 0 Punkte schon wieder vergessen, wenn dann dem nächsten jungen Talent mit musikalischem Spülwasser und einem daraus resultierenden vergurkten Auftritt die Karriere versaut wird.
    • Das wird wieder nichts. Ein nichtssagender englischer Pop-Song, der in der Masse gnadenlos untergeht. Warum nicht mal so etwas wie Subway to Sally, Schandmaul, In Extremo, etc, die sich auch von den Instrumenten, der Musik und der Sprache von der Masse abheben und deutlich fetziger sind, als dieser Allerwelts-Schlager?

      Der vorletzte Platz wäre für diesen Titel schon ein Erfolg.

      Gruß
      Roland
    • Immer wenn ich sehe, wer da in der Auswahl ist und wer da schließlich gewinnt und mit was für einen Song der oder diejenige antritt, frage ich mich, warum Deutschland überhaupt mitmacht, wenn es gar nicht gewinnen will...

      Vlt sollte man diesen Vorentscheid mal auf nem anderen Sender bringen und die Intendanten um 50 Jahre verjüngen, damit da was anderes rausspringt, als nur die nächste nichtssagende 0815 Pop Sängerin...
    • Eurovision Song Contest 2017

      Was mich total verwundert ist, dass dieser Song überhaupt gewählt wurde. Der andere Song "Wildfire" klang so viel eingängiger und blieb besser im Kopf und betonte auch die Stärken der Sängerin. Alle waren sich sicher, dass sie damit gewinnt.... und dann das. Ob sich die Russen hier schon eingewühlt haben? ;)
    • RGH55 schrieb:

      Warum nicht mal so etwas wie Subway to Sally, Schandmaul, In Extremo, etc, die sich auch von den Instrumenten, der Musik und der Sprache von der Masse abheben und deutlich fetziger sind, als dieser Allerwelts-Schlager?
      Allerwelts-Schlager? Der ESC hat sich von diesem "Musikgenre" lange Zeit entfernt und Xavier Naidoo durfte jaaaaa nicht. :rolleyes:

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    • Pascal schrieb:

      Was mich total verwundert ist, dass dieser Song überhaupt gewählt wurde. Der andere Song "Wildfire" klang so viel eingängiger und blieb besser im Kopf und betonte auch die Stärken der Sängerin. Alle waren sich sicher, dass sie damit gewinnt.... und dann das.
      Ich denke, dass genau diese Sicherheit das Problem war. Die Wildfire-affine Masse (inklusive meiner Wenigkeit, die allerdings gar nicht mitgemacht hat) hat sich gedacht, dass das Ding eh geritzt ist und sie sich den Anruf sparen kann. Schade drum.

      EDIT: Dazu passt auch die folgende Meldung von DWDL.de:

      Deutlich weniger Anrufer beim ESC-Vorentscheid

      [...] Die geringste Beteiligung verzeichnete "Unser Song 2017" übrigens im Finale, als die 25-jährige Levina bereits als Gewinnerin feststand und es nur noch darum geht, mit welchem Song sie in Kiew antreten wird. In dieser letzten Abstimmungsrunde wurden nach Angaben des NDR 145.692 Stimmen über die verschiedenen Voting-Wege abgegeben. [...]
      Es gilt zu bedenken, dass Zeitblase und Tütensuppe nicht das Gieiche sind.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von ftde ()

    • Torian schrieb:

      Xavier Naidoo
      Ich bin froh, dass dieser Seierhannes endlich aus der Mode kommt. Ich schließe mich RGH55 vollumfänglich an!
      "Versuch nicht, mich zu verstehen, sei einfach dankbar dafür, dass du die Wärme von Zaphod Beeblebrox' Aura in deinem von Staunen ergriffenen Gesicht spüren durftest."




      "Well done, shoppers!"
    • Der Ausdruck wurde von Urban Priol für X.N. benutzt.

      Laut Duden.de ist Geseier "wehleidiges Klagen, überflüssiges Gerede". Trifft für mich genau auf das künstlerische Schaffen von X.N. zu.
      "Versuch nicht, mich zu verstehen, sei einfach dankbar dafür, dass du die Wärme von Zaphod Beeblebrox' Aura in deinem von Staunen ergriffenen Gesicht spüren durftest."




      "Well done, shoppers!"
    • Also ich nenne ihn ja "eine unnötig jammervolle Belastung für meine Ohren" .... aber wenn ich mich anstrenge, fällt mir sicherlich auch ein schönes fränkisches Wort ein, dass genau das meint. :)
      "Somewhere there's danger, somewhere there's injustice and somewhere else the tea is getting cold. Come on, Ace, we've got work to do.” - 7thdoc

      2nddoc 11thdoc 7thdoc 2_1Doc 3rddoc 9thdoc Wardoc 4thdoc 5thdoc 1stdoc 6thdoc 10thdoc
    • Ordeith schrieb:

      Dinnidus-Dödel?
      Da ich gerade in Berlin lebe, hab ich kurz gebraucht, um mein Fränggisch wieder auszukramen und zu verstehen, was gemeint ist. ^^
      Aber ja, ich würde sagen, "Dinnidus-Dödel" ist ganz gut. :)
      Wobei das ja vllt eher auf hohe, kreischende, anstrengende Stimmen passt.
      Er ist ja eher ein "Jammerlabbn-Dödel"

      Aber was hat XN denn mit dem diesjährigen ESC zu tun?
      Oder sind wir mal wieder enorm OT?
      "Somewhere there's danger, somewhere there's injustice and somewhere else the tea is getting cold. Come on, Ace, we've got work to do.” - 7thdoc

      2nddoc 11thdoc 7thdoc 2_1Doc 3rddoc 9thdoc Wardoc 4thdoc 5thdoc 1stdoc 6thdoc 10thdoc
    • Eurovision Song Contest 2017

      Interessant wird der diesjährige ESC allemal, gerade auch politisch.

      Es gibt ja schon organisatorische Probleme, die Ticketverkäufe wurden lange hinausgezögert, bis es dann gestern so weit war. Und gleichzeitig wurde offen gelegt, dass das Hauptorganisatorenteam das Handtuch geworfen hat. Irgend etwas brodelt da also im Hintergrund.
    • Könnte daran liegen, dass man in der Ukraine zur Zeit andere Probleme hat. Btw: die gute Ruslana ist auch nicht gerade jünger geworden ...
      "Versuch nicht, mich zu verstehen, sei einfach dankbar dafür, dass du die Wärme von Zaphod Beeblebrox' Aura in deinem von Staunen ergriffenen Gesicht spüren durftest."




      "Well done, shoppers!"
    • Also ich nenne den Herrn Naidoo "Populistischer Saftarsch, der sich hinter Säuselgesang versteckt, damit die Hausfrauen der Nation ihn trotzdem anhimmeln, obwohl er ein verfluchte rDrecksack ist, dem keine Plattform geboten werden sollte. Außerdem ist seine Musik scheiße". Auschließlich. Ein wenig lang, aber jeder weiß, wer damit gemeint ist ;)