Big Finish Kurzkritiken

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    • Pascal schrieb:

      Irgendwie traue ich mich nach dem Weihnachtsspecial an diese Reihe nicht heran. Ist der Doctor hier denn besser charakterisiert?

      Die Charakterisierung ist nicht das Problem. Die ist in etwa so wie in den Early Adventures oder den Companion Chronicles. Das Problem ist eher, dass die Sprecher nicht wegen ihrer Stimme, sondern wegen ihres Aussehens gecastet wurden (obwohl das im Fall von Ian auch eher fragwürdig ist) und dementsprechend nullkommagarnicht nach den Leuten klingen die sie darstellen sollen.

      ‎"You can´t be a successful crook with a dishonest face. Can you?"
    • The First Doctor Adventures - 1.2 - The Great White Hurricane von Guy Adams


      Leider ist auch der zweite Teil des Sets eher ein Reinfall, auch wenn es sich um ein klassisches Historical handelt. Allerdings haben weder Ian noch ich je etwas von diesem Hurrikane gehört, aber Barbara, die nervigerweise wie ein theatralisches Geschichtsbuch bei jeder Gelegenheit die Fakten zitieren muss. Das ist auch der einzige Grund, warum die geschichtlichen Hintergründe "wichtig" sind, denn ansonsten ist von der Bedrohung des großen, weißen Schneesturms nichts wirklich zu spüren. Die Gangs wirken da wesentlich gefährlicher. Der Doctor ist extrem passiv und hätte auch ruhig mal wieder ein paar Folgen lang bewusstlos in einer Zelle verbringen können, statt dessen wird er halt nutzlos durch die Gegend geschleppt. Auch die anderen Handlungsstänge sind nicht viel interessanter, dafür aber so sehr mit Klischees vollgestopft, dass sich einem die Fußnägel aufrollen und dazu noch vorhersehbar und langweilig. Von den schlechten Akzenten fange ich mal lieber gar nicht wieder an, denn gute gibt es ja bei Big Finish bekanntlich nicht.
      Dazu kommen dann noch die Stimmen, die ich zwar mittlerweile auseinander halten kann, aber trotzdem nicht gut finde, und ein Cliffhanger, den man als Kenner der Serie als ziemlich lächerlich betrachten muss.
      Seltsamerweise hat Matt Fitton hier die bessere Arbeit in diesem Set geliefert, welches ich ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, leider nicht weiterempfehlen kann.
      Auf ein eventuelles zweites Set werde ich wohl eher verzichten.

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    • Da bin ich ja beruhigt. Es ist immer doof, wenn man etwas aus politischen Gründen nicht kauft/hört/sieht/liest, und das ist dann das Beste seit Erfindung der Pizza. ;)
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Big Finish Kurzkritiken

      The Early Adventures - 4.1. The Night Witches

      Für diese "Staffel" hat man sich entschieden drei Abenteuer mit Jamie, Polly und Ben zu bestreiten. Um es Vorweg zu nehmen, es handelt sich nicht um mein liebstes TARDIS-Gespann. Im besagten Abenteuer trifft Polly auf ihren Doppelgänger. Da Anneke sich keinen russischen Akzent traute, wird sie von Anjella Mackintosh gesprochen. Hier greift mein erster positiver Punkt an: Der Cast besteht aus "Native Speakers" und es klingt endlich nicht so aufgesetzt. Desweiteren handelt es sich um ein Historical ohne Monster. Ich freue mich immer, wenn BigFinish sich an soetwas ran traut. Die Handlung ist jetzt nicht imposant, aber besitzt einige interessante Intrigen und Täuschungen. In letzter Zeit habe ich das Gefühl bei BigFinish nach Strohhalmen zu greifen, wenn es um unterhaltsame Geschichten geht. Mir hat es in diesem Fall sehr gefallen, deshalb geb' ich ein "Gut". Nicht vom Kaliber wie "The Doctors Tale", aber eins der besseren der Reihe.

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    • BiFi 066. - The Game by Darin Henry



      Was für ein verschenktes Potenzial. William Russell bringt hier eine grandiose Leistung und auch das Drumherum um seinen Charakter ist höchst Interessant. Leider spielt das aber nur eine Nebenrolle in einer ansonsten vor Klischees und Fremdscham nur so strotzenden Geschichte. Die Szenen in denen die dämliche Sportart Naxy vorkommt (deren Werdegang fast so unglaubwürdig ist wie einige Charaktere der Spieler) oder darüber Kommentare oder Nachrichtensendungen eingespielt werden, sind einfach nur unerträglich. Ja, ich verstehe, dass der Autor hier Sozialkritik in der Art von Verhoeven einweben wollte, aber leider scheitert er bzw. Regisseur Gary Russel an der Umsetzung. Auch die Verschwörung im Hintergrund und der eigentliche Grund für die Friedensverhandlungen sind billig und uninteressant. Wäre William Russell nicht, könnte ich als Wertung eigentlich nur ein "Schlecht" aussprechen, so reicht es aber vielleicht mit Ach und Krach noch für ein "Ausreichend". Leute die mit William Russel nichts anfangen können, dürfen dieses Machwerk ruhig überspringen.

      EDIT:
      Ich habe vergessen, die miese Musik zu erwähnen, aber die macht den Kohl nun auch nicht mehr fett. ;)

      ‎"You can´t be a successful crook with a dishonest face. Can you?"
    • BiFi 067 - Dreamtime by Simon A Forward



      Dreamtime ist mal wieder so ein trauriger Fall, in dem der Autor eine interessante Idee hatt, aber scheinbar vor lauter Aufregung vergessen hat, auch eine interessante Geschichte drumherum zu spinnen. Das ganze Setting ist wirklich sehr einfallsreich, aber das ganze ist leider in so einer ausgelutschten Geschichte verpackt, dass einem beim Hören ganz schnell langweilig wird. Ich würde diese ja gerne kurz wiedergeben, aber leider hat die mich so wenig interessiert, dass ich sie schon beim Hören wieder vergessen hatte. Da halfen auch die kleinen eingestreuten Anspielungen nicht. Die Cliffhanger sind ganz furchtbar generisch und Ace und Hex liefern sich ein Duell, wer von beiden als erstes meine Nerven ruinieren wird. Wegen der Hintergrundidee, vielleicht gerade noch ausreichend, aber eigentlich schlecht.

      ‎"You can´t be a successful crook with a dishonest face. Can you?"
    • Ich hab' so'n Halbsatz aus dem Whocast besser in Erinnerung als dieses Hörspiel. Und den auch nicht so dolle.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
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    • The War Master - Only the Good

      Oh Mann! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so sehr von einer Box enttäuscht war. Okay, ich bin erst zur Hälfte durch, aber die zwei ersten Teile sind komplett eigenständig und können so auch einzeln bewertet werden. Allein, ich habe gar keine Lust mich mit beiden hier auseinanderzusetzen, deswegen hier mein Gesamturteil der ersten beiden CDs:



      Beide Geschichten sind so einfallslos, dass man eigentlich kein Wort darüber verlieren muss. Es grenz schon an einer Frechheit (die erste Geschichte noch mehr als die zweite) und verschenkt das Potenzial Jacobis. In beiden Storys gibt der Master sich als jemanden aus, der er nicht ist, was eventuell die furchtbare Charakterisierung erklärt, die eher an Professor Yana als an den Master erinnert. Ich hätte nicht gedacht, dass Jacobi mir auf die Nerven gehen kann, aber hier schafft er es ohne Probleme.
      Ich hoffe, dass die zwei weiteren Teile noch etwas rausholen, denn die ersten beiden CDs sind einfach nicht das Geld wert, ansonsten bleibt die First Doctor Box eventuell nicht das Lowlight für dieses Jahr.

      Funfact: Janine H. Jones, die Autorin der zweiten CD war in der sechsten Staffel New Who Assistant Director.

      ‎"You can´t be a successful crook with a dishonest face. Can you?"
    • Dass der Master in dreieinhalb von vier Geschichten vorgibt ein lieber Opa zu sein und dass die ersten beiden Geschichten sich viel zu sehr ähneln sind auch meine Hauptkritikpunkte. Und der Grund warum mir sein Auftritt in Gallifrey, wo er einfach böse sein darf, mehr gefallen hat. Allerdings ist mein Gesamteindruck wesentlich weniger schlecht als deiner. Vor allem sehe ich absolut keine "furchtbare Charakterisierung". Konkretes Beispiel?
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Mit der furchtbaren Charakterisierung meine ich, dass der Master eher wie Professor Yana - also der verwirrte und etwas dusselige, aber sympathische Professor - und nicht wirklich als Master dargestellt wird. Das mag man auf seine jeweilige Tarnung zurückführen, aber er fällt ja nicht mal aus der Rolle, wenn er alleine ist und Selbstgespräche führt. Das bezieht sich jetzt auch erstmal nur auf die ersten beiden Teile, vielleicht wird das ja in den beiden anderen noch besser.




      So, in Disc 3 verbirgt sich dann doch endlich mal eine gute Story. Schade nur, dass es sich hierbei eher um eine Master-light Episode handelt. Die Hauptrolle übernimmt hier Cole, welchen der Master in der Episode davor mitgenommen hat. Die Grundidee der Story fand ich für eine Master Folge eher unlogisch, konnte mich dann aber im Verlauf gut damit abfinden, was vor allem an der guten Erzählweise lag und am Ende kommt man nicht ganz umhin zu denken, dass es hier doch einen Plan des Masters gab. Auch hier wird der Master leider eher als lieber Onkel charakterisiert, was aber wenig stört, da er nur für die Einleitung der Geschichte eine Rolle spielt.
      The Sky Man erinnert ein wenig an Science Fiction Roman Klassiker aus den 60ern und könnte sich gut in eine Kurzgeschichtensamlung mit Storys von Heinlein oder Philip K Dick einreihen.
      Also mal wieder ein eher gelungenes Experiment von James Goss, bei dem man ja immer vorsichtig sein muss, der aber immer mal wieder positiv überrascht.

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    • Landbound (Short Trip)



      Eine ganz schöne Mischung aus Hörbuch und Hörspiel. Der dritte Doktor befreundet sich mit einen Seeman, dem das gleiche Schicksal wie ihm erfahren ist: er ist "grounded". Nick Briggs gibt einen ganz netten 3. Doktor, der in Gesprächen mit jenem Seeman (während verschiedenen Abschnitten seines Lebens) sehr schön seine Gefühle reflektiert. Außerdem gibt es auch noch einen "Vincent and the Doctor"-artigen Moment gegen Ende. Das Hörspiel hat keine große Handlung, aber die braucht es auch nicht, denn es funktioniert einfach nur als Charakterstück. Und diesen Job erfüllt es wunderbar: 9/10 (Gibts auch hier: bigfinish.com/releases/v/landbound-1758 gratis zum Download. Man sollte auf jeden Fall mal reinhören!)
    • Jetzt wirklich ganz kurz, weil ich in letzter Zeit viel zu tun habe.

      Der letzte Teil der War Master Box hat mir doch noch sehr gut gefallen. So sehr, dass ich einer zweiten Box vermutlich nocch eine Chance geben werde.

      Three's a Crowd (Main Range #69) fand sehr unterhaltsam. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass mir die Davison Hörspiele am meisten zusagen.

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    • Big Finish Kurzkritiken

      Zwischen dem Hören der ersten beiden BigFinish Bernice Summerfield Staffeln hat sich bei mir "The Thing From The Sea" eingeschlichen (wie hier, da es ein Hörbuch von der BBC ist, aber ich keine Lust habe, extra dafür ein Thread zu öffnen). Es wurde gelesen von Susan Jameson und geschrieben von Paul Magrs, den ich als Autor sehr mag. Bei der Kombination aus Sprecher und Autor ist es nicht verwunderlich, dass man hier an die "Nest Cottage Trilogie" anknüpft, die auch die BBC veröffentlicht hat. Ich empfehle auch das Hörbuch erst zu kaufen, wenn man die Trilogie gehört hat. Es handelt von Mrs Wibbsey, die wegen der Geschehnisse in Italien des 18 Jahrhunderts entgültig der Angst entsagt, wieder von Hornissen oder einem Dämon übernommen zu werden. Es ist schön, dass man den Arc um diesen Companion noch mit diesem Hörbuch zu Ende führt. Ich verstehe, wenn Leute die Figur nicht mögen, weil sie wie Tegan oder Donna viel zu meckern hatte, aber bei Mrs Wibbsey hatte man die Begründung, dass sie beinah ihr ganzes Leben von den Hornissen kontrolliert wurde und sie immer in ihrem Kopf hörte. Die eigentliche Handlung ist eher nebenrangig. Im Grunde stürzte durch ein Experiment, das dazu diente Cagliostros Geist in einen ausgestopften Affen zu transferieren, ein Raumschiff in das Meer. Die überlebenden telepatischen Fischwesen werden verspeist, weil sie das Leben der Menschen verlängern, während die Radioaktivität aus ihrem Raumschiff alle krank macht. Am Ende will Cagliostro und mit seinem Anhänger in der TARDIS in dir Zeit zurückreisen, um mehr Fischwesen zu jagen, da sie bis auf einen alle ausgerottet haben. Der Doktor tut es unter Zwang, während Cagliostro kurzzeitig Wibbsey übernimmt. Diese beweist Stärke, indem sie ihn aus ihrem Geist drängt und in dessen Gefolgsmann transferiert, der daraufhin vom letzten Fischwesen, den sie mitgenommen haben, gegessen wird. Alle sind daraufhin glücklich. Obwohl das Zukunftsfischwesen jetzt mit seinem Vorfahren lebt, immernoch das radioaktive Raumschiff im Meer treibt und es ein ganzes Dorf voller kranker, jahrhundertealter Menschen gibt. Es störte mich aber nicht so richtig. Das Ende hatte etwas poetisches, wie der Fisch die fraß, die ihn essen wollten. Außerdem mochte ich, dass damit dem Charakter von Wibbsey ein relativ schönes Ende gegeben hat. Sie hat die Vergangenheit hinter sich gelassen und der Doktor meint, dass sie zum Nest Cottage gehört. Insgesamt ist es für 1 Stunde doch sehr komplex, weshalb die eigentliche Handlung viel zu kurz kommt, aber ich geb ihm trotzdem 8/10.

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