The Virgin New Adventures (NAs)

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    • The Virgin New Adventures (NAs)

      Die New Adventures, kurz NAs genannt, wurden von Virgin Publishing zwischen Juni, 1991, und Mai, 1997, veröffentlicht. Das erste Buch, Timewyrm: Genesys von John Peel, machte weiter mit dem 7. Doctor und Ace wo die Fernsehserie nach Survival aufgehört hatte. Die neuen Abenteuer wurden für ein erwachsenes Publikum geschrieben und sollten den Doctor dahinnehmen, wo im Fernsehen nicht möglich gewesen wäre: "Too broad and too deep for the small screen", wie es auf dem Buchdeckel stand.

      Ace blieb dem Doctor bis Love And War treu — dasselbe Buch, indem die neue Begleiterin, "Professor" Bernice Summerfield, eingeführt wurde. Ace bzw. Dorothée kehrte als ausgebildete und erfahrene Kämpferin aus den Dalek-Kriegen in Deceit zurück und verabschiedete sich in Set Piece wieder. Bernice bzw. Bennie sagte nach ihrer Hochzeit in Happy Endings Tchüss, aber es war nicht das letzte Mal, das sie auftauchen würde... Sonst wurde der Doctor von zwei Adjudicators, Chris Cwej und Roz Forrester, ab Original Sin begleitet.

      Innerhalb der Serie gab es auch einige Story-Arcs: die ersten vier Timewyrm Bücher, von Genesys bis Revelation; die drei Cat's Cradle Bücher (Time's Crucible, Warhead und Witchmark); der "Future History" Bogen (Love And War bis Lucifer Rising); der "Alternate Universe" Zyklus (Blood Heat bis No Future); und die "Psi Powers" Serie (Warchild bis So Vile A Sin). Eine Ausnahme bildete Happy Endings, das 50. Buch der Serie, das als Jubiläums-Feier ausgelegt wurde: zahlreiche Charakteren aus den ersten 49 Abenteuern tauchen als Hochzeitsgäste auf.

      Besonders begehrt sind Lungbarrow (wo ganz viel über den Hintergrund des Doctors aufgeklärt wird), So Vile A Sin (das wegen Festplatte-Absturz erst mit sechs Monaten Verspätung erschien und sofort vergriffen wurde), The Dying Days (das letzte NA und das einzige mit dem 8. Doctor) und Damaged Goods (weil es von einem gewissen Russell T. Davies geschrieben wurde). Human Nature wurde für den 10. Doctor und Martha als Human Nature/The Family Of Blood für die 2007 Staffel vom Autor, Paul Cornell, umgeschrieben.

      Auf der BBC Website gibt es vier NAs in e-book Form: Nightshade, Human Nature, Lungbarrow und The Dying Days.

      Eine vollständige Liste der New Adventures findet man hier. Ab Juni 1997 gingen die NAs mit Bernice Summerfiel statt dem Doctor als Hauptdarstellerin weiter. Die Reihe wurde in 1999 von Virgin eingestellt, aber die Abenteuer von Bennie gingen bei Big Finish weiter.
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    • So, nach langen Jahren der Verweigerung habe ich mich nun doch noch über die NAs hergemacht. Wenn man so ziemlich alle TV-Folgen gesehen und praktisch alle Audios gehört hat, bleiben halt nur noch die Bücher als das letzte grosse unerforschte Land übrig...

      Also habe ich mir in der letzten Zeit mal den ersten Schwung der Reihe nach und nach bei lauter Amazon-Zweitanbietern bestellt. Die einen waren billiger als andere, manche ganz und gar nicht... aber wenn ich den Durchschnitt ermittle, so komme ich vielleicht auf ca 7 oder 8 € pro Buch. Und das ist ja noch relativ human. Jedenfalls habe ich hier jetzt die ersten 16 Bücher rumstehen und plane die auch alle zu lesen. Bis zu dem Zeitpunkt haben sich dann auch New!Ace und Benny als Companionteam etabliert und spätestens dann sollte ich auch einen guten Einblick in die NAs bekommen haben, denke ich. Und dann muss ich mal schauen ob mir die Bücher so weit gefallen, dass ich sie danach weiterlesen werde... oder meinetwegen auch muss. ;)

      Die ersten vier (dieser Timewyrm-Zyklus) habe ich jedenfalls schon mal durch und kann zu denen mal kurz meine Eindrücke schildern.

      1. Timewyrm: Genesis - John Peel

      Ein etwas seltsamer und ungelenker Start. Das hat weniger mit der Handlung zu tun (die an und für sich ganz solide ist), sondern vielmehr damit dass der Autor meint den Doctor und Ace neu einführen und den Lesern erklären zu müssen wer sie eigentlich sind. Das ist an und für sich schon äusserst unsinnig (ausser den Fans liest eh keiner diese Schmöker), aber wie es ausgeführt wird ist fast noch seltsamer. Ace hat aus dubiosen TARDIS-Umständen ihr Gedächnis verloren und verbringt mehr als das halbe Buch damit ihre Erinnerungen zurückzubekommen während sie sich gleichzeitig mit dem Doctor neu kennenlernen und anfreunden muss. Ein viel zu umständlicher Ansatz... und auch dramaturgisch völlig waghalsig. Und das ganze beginnt auch noch mit einer ausladenen Szene (die bestimmt über 6 Seiten geht) in der Ace nackt aus dem Bett springt und neu lernen muss sich anzuziehen.

      Das ganze Drumherum geht jedoch durchaus okay. Für die Handlung an sich in der die TARDIS im uralten Mesopotamien landet und der Doctor und Ace auf Gilgamesh treffen gibt's sicherlich keine Innovationspreise, aber wie oben bereits gesagt ist es dennoch recht solide erzählt. Jedenfalls gibt sich ein ausserirdisches Robotertierchen als die Göttin Ishtar aus und mischt die Uraltzivilisation ein bisschen auf. Natürlich kann dieses Dings besiegt werden... doch durch eine Miskalkulation im Plan des Doctors wird es nicht vernichtet, sondern reift dabei zu einem viel grösserem Gegner heran... dem Timewyrm. Irgendein Viech aus der Gallifreyischen Mythologie (vor dem der vierte Doctor per Videomessage am Anfang des Buches sogar noch warnt), das ganz gefährlich weil böse ist... und dem der Doctor nun hinterherreisen muss um es endlich dem Garaus zu machen.

      Und auch wenn das alles durchaus annehmbar zu lesen ist, so gibt es zwei Sachen die mich am Buch gestört haben. Einmal wäre da die pseudobeiläufige Nacktheit von vielen Nebenfiguren... die sicherlich als HISTORISCHE KORREKTHEIT oder wasweissichwas verbürgt ist, aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass ein verkrampfter "Wir sind jetzt erwachsen!"-Versuch á la Torchwood ist. Von wegen Adult Themes und so. Wirkt über weite Strecken aber einfach nur peinlich. Und dann wären da noch der Doctor und Ace selbst. Selbst wenn Letztere endlich ihre Erinnerungen zurückerlangt hat, so wirkt sie immer noch nicht wie Ace eigentlich sein sollte... und es wird ziemlich offensichtlich, dass der Autor sie ganz offenbar einfach nicht drauf hat. Und die Charakterisierung des Doctors passt ebenfalls nicht so recht auf's blaue Auge. Mit der Figur aus den letzten beiden Staffeln, nach denen diese Bücher eigentlich spielen sollen, hat er sehr wenig gemein. Dafür schimmert phasenweise der McCoy aus Staffel 24 durch. Aber halt auch wirklich nur manchmal, in den restlichen Momenten ist er dann... irgendwas unbestimmtes anderes. Hm.

      Dennoch... weil das Büchlein recht lesbar und kurzweilig gewesen ist, vergebe ich mal ne 6,5/10.


      2. Timewyrm: Exodus - Terrence Dicks


      Über die Prosa vom Grandpa Doctor Who wird sich ja des öfteren gerne ein bisschen lustig gemacht (wie in einem Extra auf den Peladon-DVDs zuletzt mal wieder geschehen :D ), aber zumindest bei diesem Buch hier kann ich es nicht wirklich verstehen. Sicherlich, komplexe Satzgefüge sind etwas anderes, aber wenn etwas dermassen lesbares wie das hier dabei herauskommt, dann kann es sooo schlecht nicht sein. Hatte es dann auch innerhalb von knapp 24 Stunden durch und hatte auch nie wirklich einen Grund gehabt es aus der Hand zu legen. Die Handlung ist durchgehend spannend und man will immer wissen was als nächstes passiert. Darüber hinaus hat Dicks im Gegensatz zu John Peel die beiden Hauptfiguren drauf. Der McCoy-Doctor verhält sich wie sich ein McCoy-Doctor so verhalten muss... und Ace spricht und agiert ebenfalls wie eine Ace. So ham wa des gern'...

      Jedenfalls führt die Suche nach dem Timewyrm die beiden in das England der 50er Jahre... welches bizarrerweise vom Nazi-Deutschland besetzt wird. Die beiden vermuten dass der frischgebackene Erzfeind dahintersteckt und die Geschichte verändert hat und reisen in der Zeit zurück... nur um zu erfahren dass eben dieser in den Körper von Hitler (!) gefahren ist und in ihm seinen Unfug treibt. Und... ahjo... der Timelord aus "The War Games" treibt dort auch noch sein Unwesen rum. Das klingt alles für sich gesehen eigentlich reichlich behämmert, aber Dicks schafft es irgendwie damit davonzukommen. Grösstenteils liegt das wohl auch daran, dass der zweite Weltkrieg sowas wie ein Steckenpferd für ihn zu sein scheint und eine Menge über diese Periode, inklusive Nazi-Deutschland weiss. Der Hintergrund den er malt lässt so manche an und für sich recht absurde Szene realistischer erscheinen als sie es wohl sonst gewesen wäre. Selbst der Timewyrm-Hitler kommt nicht wie eine alberne Karikatur rüber, sondern ist ein durchaus ernstzunehmender Gegner. Auch wenn Blitze aus seinen Fäusten schiessen, hallelujah!

      Jedenfalls ein starker Schinken, hat mir sehr gut gefallen. 8/10


      3. Timewyrm: Apocalypse - Nigel Robinson

      Uuuuh, APOCALYPSE im Titel! Das kann ja nur dramatisch werden! Naja, eigentlich ist es nur ein Durchschnittsabenteuer von der Stange... aber macht nüschts...

      Nun befindet man sich auf einem Planeten am Rande des Universums... und zwar so weit in der Zukunft, dass eben jenes Universum kurz vor dem Zusammenbruch steht. Der Timewyrm steckt dieses Mal nun in einer Herrscherin die sich eine kleine Superrasse heranzüchtet aus der sie sich die Sahnehäubchen (die schlauesten, kreativsten, etc) herauspickt und aus ihnen dann ein SuperWESEN erschaffen will, welches in der Lage sein soll das Ende des Universums zu verhindern. Oder so.

      Ein ungefährliches, harmloses Buch welches man recht schnell durchhat, auch wenn es dieses Mal eher mit der rentneraugengrossen Schrift zu tun hat als mit einer eventuell flüssigen Schreibe. Sonderlich in Erinnerung bleiben wird es mir wohl nicht (erst recht nicht sobald ich weitere Bücher aus der Reihe gelesen habe), aber da es recht flott und unterhaltsam ist, gebe ich mal harmlose 7/10 für das Ding...


      4. Timewyrm: Revelation - Paul Cornell

      Das wäre es dann also, das legendäre Paul Cornell-Debut... von dem man sagt das mit ihm die Buchreihe erst so richtig in Gang gekommen ist. Öhm... tja, was soll ich sagen? Entweder war das Buch schon immer so ÖDE oder es ist einfach nur nicht gut gealtert.

      Irgendwie hat sich der Timewyrm im Kopf des Doctors eingenistet... welcher ihn von dort aus bekämpft. Und Ace ist auch da. Und ein Schoolyard Bully aus Aces Jugend ebenfalls... und noch so'n Nazi aus der alternativen WWII-Realität. Und irgendwie ist alles nur ein Traum und dann doch wieder nicht und... weiss auch nicht. Ich konnte dem ganzen Treiben nicht immer folgen. Gut möglich dass ich da auch ein paar erklärende Absätze überlesen habe die der Chose mehr Sinn als erwartet gegeben hätten, aber... pff. Kennt ihr das Phänomen wenn man beim Lesen irgendwann einfach nur noch mit den Augen drüberschweift und nicht so wirklich aufnehmen könnt was da steht, weil das Geschehen oder der Schreibstil an sich nicht greift? Genau dieser Fall ist hier nämlich eingetreten...

      Sonderlich viel Plot gibt es nicht, dafür eine Aneinanderreihung von Traumsequenzen. Auf die eine Traumsequenz folgt. Und noch eine Traumsequenz. Und... SCHOCK!!! Was ist noch real und was nicht?!?! SCHNARCH!! Bereits nach einem Drittel habe ich gefragt wann Cornell denn nun mal endlich bitte auf den Punkt kommt... aber der kommt leider erst kurz vor Schluss und ist dann auch recht schnell abgefrühstückt. Darüberhinaus ist das Buch auch noch sehr langweilig zu lesen. Zwar versucht Cornell mit Hilfe von kurzen Szenenabfolgen soetwas wie Tempo zu erzeugen... aber stattdessen erreicht er damit nur das Gegenteil. Gerade weil alles so frakturiert ist, kommt das Buch eine ganze Ecke zäher daher als es eigentlich gewesen wäre.

      Meh.

      4/10

      Hoffentlich sind seine anderen Bücher besser.



      Nun denn... Der Timewyrm ist besiegt... und nun geht's mit der nächsten Miniserie weiter. Mal gucken wie die so ist...
    • Der tanzende Arzt schrieb:

      Auf der BBC Website gibt es vier NAs in e-book Form: Nightshade, Human Nature, Lungbarrow und The Dying Days.



      Ich habe jetzt mehrfach gelesen, dass das Ebook von Lungbarrow eine abgeänderte Version des Originaltextes sei, also Sachen sowohl hinzugefügt als auch gekürzt wurden.
      Sind die Änderungen so gravierend, dass man von dem Ebook abraten müsste und lieber darauf hoffen sollte das Original einmal Preisgünstig zu erstehen?
      Aus welchen Gründen wurde das Werk verändert?

      Cheers!
      Charcoal
      "WE ARE THE DALEKS! DO YOU WANT TO PLAY WITH US?"
    • Ms. Charcoal schrieb:

      Aus welchen Gründen wurde das Werk verändert?
      Das kannst Du hier nachlesen.

      Ms. Charcoal schrieb:

      Sind die Änderungen so gravierend, dass man von dem Ebook abraten müsste und lieber darauf hoffen sollte das Original einmal Preisgünstig zu erstehen?
      Nein, ist nicht so gravierend. Sicherlich ist es nun nicht mehr das "Original", aber die Änderungen sind ja eher eine Überarbeitung zur besseren Lesbarkeit. In diesem Sinne, kein Grund das eBook nicht zu lesen. Insbesondere da es deutlich günstiger ist, als "Lungbarrow" über (z.B.) eBay.
      Dies ist kein Kuschelforum. Dies ist DrWho.de



      "Dann nehmt ihn mit, sperrt ihn ins Hinterzimmer und lasst ihn da bloß nie wieder raus!"
    • Kaoru schrieb:

      4. Timewyrm: Revelation - Paul Cornell

      Das wäre es dann also, das legendäre Paul Cornell-Debut... von dem man sagt das mit ihm die Buchreihe erst so richtig in Gang gekommen ist. Öhm... tja, was soll ich sagen? Entweder war das Buch schon immer so ÖDE oder es ist einfach nur nicht gut gealtert.

      Irgendwie hat sich der Timewyrm im Kopf des Doctors eingenistet... welcher ihn von dort aus bekämpft. Und Ace ist auch da. Und ein Schoolyard Bully aus Aces Jugend ebenfalls... und noch so'n Nazi aus der alternativen WWII-Realität. Und irgendwie ist alles nur ein Traum und dann doch wieder nicht und... weiss auch nicht. Ich konnte dem ganzen Treiben nicht immer folgen. Gut möglich dass ich da auch ein paar erklärende Absätze überlesen habe die der Chose mehr Sinn als erwartet gegeben hätten, aber... pff. Kennt ihr das Phänomen wenn man beim Lesen irgendwann einfach nur noch mit den Augen drüberschweift und nicht so wirklich aufnehmen könnt was da steht, weil das Geschehen oder der Schreibstil an sich nicht greift? Genau dieser Fall ist hier nämlich eingetreten...

      Sonderlich viel Plot gibt es nicht, dafür eine Aneinanderreihung von Traumsequenzen. Auf die eine Traumsequenz folgt. Und noch eine Traumsequenz. Und... SCHOCK!!! Was ist noch real und was nicht?!?! SCHNARCH!! Bereits nach einem Drittel habe ich gefragt wann Cornell denn nun mal endlich bitte auf den Punkt kommt... aber der kommt leider erst kurz vor Schluss und ist dann auch recht schnell abgefrühstückt. Darüberhinaus ist das Buch auch noch sehr langweilig zu lesen. Zwar versucht Cornell mit Hilfe von kurzen Szenenabfolgen soetwas wie Tempo zu erzeugen... aber stattdessen erreicht er damit nur das Gegenteil. Gerade weil alles so frakturiert ist, kommt das Buch eine ganze Ecke zäher daher als es eigentlich gewesen wäre.

      Meh.

      4/10

      Hoffentlich sind seine anderen Bücher besser.


      Sind sie. Bist du schon bei Love & War angekommen? Ich hatte die Timewyrm-Bücher ja absichtlich übersprungen, da ich nie etwas gutes über sie gehört habe. Die Cat's Cradle Reihe ebenfalls. Die regulären Bücher sollen da besser sein.
    • Momentan habe ich noch "Warhead", das zweite "Cat's Cradle"-Buch, in Arbeit. Aber ich bin da auch schon relativ kurz vor Schluss. Fehlen nur noch die letzten 60 Seiten oder so. Aber ich schreibe noch ausführlicher was dazu. Vielleicht wenn ich mit "Nightshade" durch bin.
    • Kaoru schrieb:

      Momentan habe ich noch "Warhead", das zweite "Cat's Cradle"-Buch, in Arbeit. Aber ich bin da auch schon relativ kurz vor Schluss. Fehlen nur noch die letzten 60 Seiten oder so. Aber ich schreibe noch ausführlicher was dazu. Vielleicht wenn ich mit "Nightshade" durch bin.


      Warhead ist ja, meine ich, der erste Teil einer lose in der NA-Reihe verstreute Trilogie von Cartmel. Teil 2 und 3 sollen sogar richtig gut sein!

      Ich selber habe die NAs immer völlig durcheinander gelesen, aber ich glaub ich zieh das demnächst auch mal so auf wie du....
    • Pascal schrieb:

      Teil 2 und 3 sollen sogar richtig gut sein!

      Also von mir hast Du das nicht... ;) Meiner Meinung nach ist "Warlock" einfach nur grottig und eines der un-who-igsten New Adventures überhaupt...
      Dies ist kein Kuschelforum. Dies ist DrWho.de



      "Dann nehmt ihn mit, sperrt ihn ins Hinterzimmer und lasst ihn da bloß nie wieder raus!"
    • rygel schrieb:

      Pascal schrieb:

      Teil 2 und 3 sollen sogar richtig gut sein!

      Also von mir hast Du das nicht... ;) Meiner Meinung nach ist "Warlock" einfach nur grottig und eines der un-who-igsten New Adventures überhaupt...


      Na ja, ich habe mich mit den NAs zuletzt vor 10 Jahren oder so beschäftigt. Da kannst du schon recht haben.
    • Ahjoah, dann wollen wir mal weiter im Text... Habe ja schliesslich mittlerweile schon ein bisschen weitergelesen...

      5. Cat's Cradle: Time's Crucible - Marc Platt



      Die TARDIS explodiert, Ace wandert auf dem pre-Time Lord-times Gallifrey (das in mehrere Zeitzonen gespaltet wurde) umher bis sie den Doctor findet damit sie mit ihm weiterwandern kann. In einer parallel laufenden Handlung erfahren wir zwischendurch mal immer wieder kleine Einblicke in Rassilons Leben und seinen Entdeckungen. Mal so ganz arg zusammengefasst.

      Nun, ich denke es dürfte inzwischen bekannt sein was ich von Marc Platt allgemein so halte. Hab's ja in letzter Zeit in mehreren Thread hin und wieder mal angesprochen. Und Bücher wie dieses hier bessern meine Meinung nun wirklich nicht, sondern zementieren sie leider nur. Es ist einfach nur eine Tortur sich durch dieses Blätterbündel zu ackern. Platts Schreibstil ist das buchstabengewordene Nekromanteia, es ist völlig unmöglich länger als eine Seite durchzuhalten ohne dabei einzunicken... oder sich zumindest schrecklich gelangweilt zu fühlen. Wo zur Hölle ist hier eine Geschichte? Wo sind die Figuren die ein Mindestmass an Charakterzeichnung besitzen, damit man sie auseinanderhalten kann? Wo zur Hölle war bloss der Editor? Die Handlungsführung ist lausig, ein Spannungsbogen erst gar nicht existent. Völlig unlesbarer Tünnef.

      1/10


      6. Cat's Cradle: Warhead - Andrew Cartmel



      In einer nahen Zukunft der Erde ist die Umweltverschmutzung derart fortgeschritten, dass damit zu rechnen ist dass Mutter Natur nicht mehr lange mitmacht und einfach aufgibt. Eine Organsisation bestehend aus lauter reichen Leuten haben daher vor das Bewusstsein sämtlicher Menschen in Androiden zu übertragen. Oder so. Wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe oder richtig in Erinnerung habe. Ist ja nun schon knapp 2 Monate her dass ich das Buch gelesen habe. Denn... ja, leicht verständlich war dieser Schinken wirklich nicht. In dieser Hinsicht hat "Warhead" etwas mit "Time's Crucible" gemeinsam... nur ist hier der grosse Unterschied, dass hier eine Vielzahl von spannenden Figuren mit klaren Charakterisierungen präsentiert werden. Bei denen man wissen möchte wie es mit ihnen weitergeht, selbst wenn man der Handlung nicht immer folgen kann. :P

      Was ich an diesem Buch sehr interessant fand war der Aufbau der Geschichte. Zu weiten Teilen besteht das Buch aus Kapiteln die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und beinahe wie Kurzgeschichten erscheinen. In jedem trifft der Doctor auf eine andere Figur, setzt "irgendwas" in Gang und verschwindet wieder, ohne dass man erfährt worauf das eigentlich alles hinauslaufen soll. Man weiss zwar, dass der Doctor irgendetwas plant, aber es ist nicht zu erahnen was genau es ist. Typisch mysteriöser 7ter Doctor halt. ;) Im mittleren Teil des Buches folgt dann ein relativ langer (und leider nicht ganz so interessanter) Abschnitt in dem Ace Aufträge für den Doctor ausführt. Das letzte Drittel handelt dann schliesslich von der Ausführung des Doctor-Plans... und man kann dabei zusehen wie alle zuvor umgelegten Schalter arbeiten und einen Dominoeffekt auslösen der auf die Besiegung der Bösen hinausläuft. Oder besser gesagt... man könnte dabei zusehen, wenn einem dabei nicht so der Kopf rauchen würde. Vielleicht liegt es ja auch nur an meinem niedrigen IQ oder so, aber ich kam nicht (trotz meiner faszinierten Grundeinstellung) immer mit!

      Aber nun ja, egal. Da Cartmel dieses Buch geschrieben hat, bekommen wir deswegen auch einen unverfälschten siebten Doctor in Reinkultur zu lesen. Zwar kann man bemängeln dass in manchen Kapiteln seine mysteriöse Ader etwas zu übertrieben dargestellt wird, jedoch lese ich persönlich so etwas lieber das Geschreibsel von so manch anderen NA-Autoren die den Charakter dieses Doctors überhaupt nicht auf die Reihe bekommen. Und von denen habe ich zum Zeitpunkt in dem ich diese Zeilen schreibe leider Gottes schon viel zu viele gelesen...

      Jedenfalls... ich vergebe mal verwirrte 7/10 Punkte. Richtig verstanden habe ich zwar kaum etwas... aber irgendwie war's cool. ?(


      7. Cat's Cradle: Witchmark - Andrew Hunt



      Die lose verknüpfte Cat's Cradle-Arc findet seinen Abschluss indem der Doctor und Ace zufällig in eine Fantasy-Welt geraten und aufdecken dass diese von einem Obermufti künstlich erschaffen wurde um soziale Experimente mit ihren Bewohnern durchzuführen. Das ganze braucht knapp 270 Seiten um zum Ende zu kommen... und es ist schon bereits ab der Mitte des Buch nicht so recht ersichtlich warum. Der Plot ist wirklich sehr dünn, aber trotzdem schleppt man sich von einer Füllszene zur nächsten, denn es will ja noch Fantasyrasse A, B und C vorgestellt werden. Ferner noch D, E und F.

      Spätestens bei Seite 160 war ich in einem Zustand den ich vielleicht nicht unbedingt gelangweilt nennen möchte... aber ein wenig genervt war ich schon. Immerhin war dies nun schon das dritte Buch von insgesamt sieben bei dem die Handlung zu weiten Teilen nur aus ziellosem Dahingeplätscher wenn nicht sogar Zeitschinderei besteht. Und wie bereits bei "Time's Crucible" bleiben die Nebenfiguren alle ziemlich blass und farblos obwohl wir eine Menge Zeit mit ihnen verbringen und die Möglichkeit einer anständigen Charakterisierung eigentlich dagewesen wäre. Genutzt wird sie jedoch nicht. Also... von daher meine Frage: Warum und wofür braucht dieses Buch 270 Seiten? Eine durchschnittliche Target Novelisation ist 120 Seiten lang, erzählt einen kompletten TV-Vierteiler und hat allein deswegen schon mehr Story als ein NA dieser Art. Irgendetwas läuft hier doch ganz arg schief...

      Abgesehen davon habe ich hier schon wieder nicht das Gefühl den siebten Doctor und Ace zu lesen. Das sind irgendwelche Figuren die zwar zufällig den selben Namen haben... aber sich komplett anders anfühlen.

      Ergh... Ich vergebe mal 3/10...


      Und ich könnte jetzt noch etwas zu den nächsten zwei Büchern schreiben... aber erst demnächst in diesem Programm. Wenn ich "Transit" durchhabe. ;)
    • Jo, irgendwie sind die bei mir im Sande verlaufen. In der Regel habe ich die immer in ruhigen Nachtdiensten geschrieben... von denen ich jedoch nicht mehr sonderlich viele hatte. ;) Und Anfang des Jahres haben sie bei uns auf der Arbeit das Internet gekappt... und... tjoah.

      Jedenfalls hat es nichts damit zu tun dass ich von den New Adventures genervt sei (wie es letztens in irgendeinem Whocast behauptet wurde - fälschlicherweise möchte ich übrigens anmerken! :P ), sondern eher mit einer Zeit/Lust-Combo. Irgendwo in meinem Notizfach schwirrt eine Review zu "Nightshade" herum... und eine zumindest begonne zu "Love and War". Vielleicht setze ich mich mal an ein paar weitere wenn mein langersehnter Urlaub endlich beginnt. Nur müsste ich dann teilweise schon sehr in meiner Erinnerung kramen, weil ich bei manchen Büchern schon gar nicht mehr genau weiss worum es in ihnen ging. Mein derzeiter Stand ist jedenfalls Buch 20, "The Dimension Riders". Danach habe ich erstmal eine Pause eingelegt weil ich auch mal etwas anderes als nur Who-Bücher lesen will. Ausserdem muss ich einen dreieinhalbjährigen "Professor Zamorra"-Rückstand aufholen, urgs. Weiterlesen werde ich jedoch definitiv!
    • Ich habe in den letzten Tagen auch mal ein NA gelesen, das mir netterweise in digitaler Form gegeben wurde. Ich packe mein Review mal in diesen Thread hier rein.



      NA 61 – The Dying Days by Lance Parkin



      Das erste Mal seit 20 Jahren betreten 1997 britische Astronauten den Mars. Wenige Stunden später taucht ein Kriegsschiff der dort lebenden Ice Warriors auf und bedroht das Vereinigte Königreich.
      Schnell zeigt sich jedoch, dass der wahre Feind nicht von einem fremden Planeten stammt und seit langer Zeit seine finsteren Pläne schmiedet, die mit einer radikalen Veränderung unserer Welt enden würden.
      Der achte Doctor und Benny kommen zu spät, um die Invasion noch zu verhindern. Gemeinsam mit ihren Verbündeten müssen sie, die fast vor vollendeten Tatsachen stehen, gleich gegen zwei Feinde antreten.
      --- --- ---

      Vorweg zur Grundprämisse des Buches: Es war allen Beteiligten klar, dass dies das letzte Buch der Reihe sein würde, weshalb man so ziemlich freie Hand hatte. Man hätte theoretisch sogar den Doctor sterben lassen können, wie der Autor im Interview betont. Schließlich war aber die wohl größte Veränderung, dass etwas geschah, was auch in der ersten New Who Staffel durchgeführt wurde – die Menschheit wird direkt mit außerirdischem Leben konfrontiert, eine Geheimhaltung misslingt.

      Und das führt dann auch zu meinem wohl größten Kritikpunkt, den ich gleich mal abarbeiten möchte: Der letzte Teil des Buches hat nicht mehr viel mit dem zu tun, was man als Doctor Who kennt. Eine große öffentliche Schlacht mit hunderten Toten im Herzen von London. Gab es so auch in Staffel 4, war hier genauso blöd. In diesen Zusammenhang fällt auch das Verhalten des Ober-Ice-Warriors Xznaal. Ein eigentlich gut ausgearbeiteter Charakter, der leider zum Ende durch sein stereotypes Verhalten an Qualität verliert.
      Des weiteren, es mag an meinem fehlenden Wissen liegen, fand ich die Idee, dass die Briten in den 70ern auf dem Mars waren, total bekloppt. Gibt es da eine Folge, in der das passiert oder hat man sich das hier nur ausgedacht? Finde ich nicht schön und ziemlich einfach gelöst.

      Das Thema „Charaktere“ im allgemeinen jedoch kann nur positiv gesehen werden. Der Doctor ist völlig glaubhaft und für mich – ich kenne ihn nur aus dem TV-Film - war es sofort leicht, ihn als den Typen zu visualisieren, der da aufgetreten ist. Bernice Summefield kannte ich vorher nicht, habe aber durchaus Lust, mehr von ihr zu lesen und zu hören. Ein runder Charakter, der mit seinen Ecken und Kanten absolut sympatisch ist (Stresssituation – erstmal einen Vodka, oder auch fünf). Würde ich jetzt jeden Nebencharakter abarbeiten, würde es wohl den Rahmen sprengen. Allgemein: Sie sind alle gut, besonders hervorheben möchte ich Lord Greyhaven und Brigadier Lethbridge – Steward, der zum Ende dann gebührend geehrt wird.

      Besonders gefreut haben mich an dem Buch Kleinigkeiten. Viele Anspielungen auf Filme und Who – Folgen und auch wunderbare Zitate, die eigentlich auf ein T- Shirt gehören. „I'm not sure the Archbishop of Canterbury would like that.“ - „Then behead him and replace him with one loyal to us. I thought you were a politician.“ Ebenso Benny, die vom Doctor den Auftrag bekommt, ihre weiblichen Reize spielen zu lassen, um vom Besitzer eines Internet- Cafés einen Computer- Zugang zu erhalten. Sie erzählt ihm lieber die Handlung des bis dato unveröffentlichten Star Trek Films Nummer 10. Dieses und viele andere Kleinigkeiten werten das Buch sehr auf.
      Generell kann man dem Autor sprachlich nichts vorwerfen. Er verwendet ein sehr angenehmes Englisch, ich konnte auch ohne Wörterbuch zwar nicht jedes Wort, doch durchaus jeden Satz verstehen. Dass die einzelnen Charaktere teils schon an ihrer Ausdrucksweise unterschieden werden können, spricht auch für saubere Arbeit Parkins.

      Insgesamt ist „The Dying Days“ eine absolute Standard- Invasionsfolge mit einem zu bombastisch angelegten Ende. Wirklich gut allerdings sind die Charaktere und die witzigen und interessanten Kleinigkeiten mittendrin.
      Von der Bewertung her würde ich das Buch am oberen Rand des Durchschnitts, bei so knapp 7 von 10 Punkten einordnen.

      €dit: Ok, mit der Existenz der entsprechenden Folge geht die Mars-Mission hier klar.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Scharfschütze ()

    • Scharfschütze schrieb:

      Des weiteren, es mag an meinem fehlenden Wissen liegen, fand ich die Idee, dass die Briten in den 70ern auf dem Mars waren, total bekloppt. Gibt es da eine Folge, in der das passiert oder hat man sich das hier nur ausgedacht?

      The Ambassadors Of Mars (7. Staffel, 1970). Es ist natürlich sehr weit hergeholt, dass die Briten in den Siebzigern nach Mars flogen, aber in diesem Universum gehört es eben zur Geschichte. Die British Rocket Group, die das Projekt leitete, wurde später von Professor Daniel Llewellyn geführt, der 2006 den Raumschiff Guinivere ins All schickte. Die Konsequenzen sah man in The Christmas Invasion. Sowohl in David Tennants erste Folge als auch in diesem Buch gibt es ein Szene, in der ein Riesenraumschiff voller Außerirdischen über London parkt.

      Bösartiger Autor: irgendwann in The Dying Days gibt es einen Empfang, zu dem viele bekannte Wissenschaftler eingeladen werden. Unter ihnen befindet sich Richard Dawkins, and who's that with him...? 8)

      Benny ist übrigens nicht die letzte, die den körperlichen Reiz des 8. Doctors erkennt...
      Just this once, everybody lives!
    • Hab jetzt mal die Review zum achten NA aus meinem Entwurfsfach gezogen. Vielleicht schreibe ich demnächst mal an meinen Reviews weiter...

      8. Nightshade - Mark Gatiss



      Ein im Grunde ziemlich generischer Plot. Ein böses Alien frisst Menschen... und es lockt sie an indem es sie denken lässt, dass es eine verstorbene/vermisste Person ist über deren Verlust die Leute nie hinweggekommen sind. Kennt man also schon in ca 43061262 anderen Variationen... und weil es von denen offenbar noch nicht genügend gibt haben wir hier nun noch eine weitere. Und diese spielt halt in einem Dorf der englischen 60er Jahre. In dieses Dorf hat sich ein sich zur Ruhe gesetzter Schauspieler niedergelassen der früher der Held einer fiktionalen BBC Serie namens "Nightshade" war, die sich (sehr beabsichtigt) wie ein Mischmasch aus "Quatermass" und "Doctor Who" liest. Mark Gatiss benutzt diese Figur jedenfalls als (sehr unsubtile) Metapher für das konservative Nachkriegsengland, insbesondere das der 50er Jahre... und lässt es (sehr unsubtil) auf die Wilden 60er (dargestellt von der Dorfjugend) knallen. Im Prinzip hat man das in sehr ähnlicher Form dann nochmal in der späteren Gatiss-Episode "The Idiot's Lantern" gesehen... und auch ähnlich dick aufgetragen. In "Nightshade" geht das ganze jedoch noch einen Schritt weiter, und der Schauspieler gibt am Ende schliesslich sein Leben um das Alien zu besiegen. Einerseits um nun auch im realen Leben ein echter Held zu sein... und andererseits (aus der holzhammerigen Metaphersicht) um den Weg für die Wilden 60er freizumachen. Oder so. Jedenfalls ist es nicht schwer es so zu interpretieren weil (wie bereits gesagt) diese Metaphern halt sehr offensichtlich auf den Tisch gedonnert werden.

      Nach ein bisschen Internetrecherche habe ich feststellen müssen, dass dieses Buch eines der populärsten frühen NAs ist, vielleicht auch eines der populärsten überhaupt. Zuerst hat mich das ein bisschen gewundert, denn so dermassen gut ist es nun wirklich nicht, aber wenn man sich ansieht was für Bücher zuvor kamen ist es vielleicht nicht allzu verwunderlich. Kurz davor hatten wir eine Reihe von puren Mindfucks, und das ist nun wirklich nicht unbedingt jedermanns Sache. (Abgesehen davon waren sie auch nicht wirklich gut, aber schwamm drüber.) Erst recht nicht so kurz nach dem Ende der Classic Serie, bei der damals genau diese Entwicklung nun auch nicht gerade unumstritten war. Wenn da nun so ein absolut traditionelles Buch aus dem Himmel fällt wäre ich als ein nur traditionelle Geschichten wollender Traditionellist auch wohl tosend glücklich. So ein ähnliches Happening hatten wir auch in der neuen Serie gehabt, und das ebenfalls ganz zu Anfang. Und zwar mit "The Unquiet Dead", auch aus Gatiss' Feder... und genauso durchschnittlich wie dieses Buch hier.

      Wie bei den anderen Büchern zuvor muss ich leider jedoch auch hier wieder bemängeln wie schlecht der siebte Doctor und Ace getroffen sind. Ich erkenne die Figuren am Namen wieder... aber sonst? Den Doctor trifft es dabei jedoch härter als Ace. Während letztere immerhin zwischenzeitlich einen Charaktermoment hat der tatsächlich an sie erinnert, so hat der Doctor jedoch... keinen einzigen. Dafür ziehen sich solch seltsame Sachen durch das Buch wie der melancholische Wunsch des Doctors einfach alles hinter sich zu lassen und damit aufzuhören der Doctor zu sein. Woher der Wunsch kommt und wodurch genau er ausgelöst wird... keine Ahnung, ist halt so. Der einzige Grund dafür kann ich mir höchstens darüber zusammenreimen, dass Gatiss irgendeinen Aufhänger für das Buch brauchte.

      Darüber hinaus gibt es auch noch einen ausladenden Flashback der ins Mittelalter führt und erzählt wie das Monster auf die Erde kam. Was genau das soll? Obwohl es die Geschichte nicht voranbringt, sondern sie für gute 30 Seiten einfach nur sinnlos unterbricht? Wahrscheinlich einfach nur um zeigen was man in einem Buch alles machen kann... und in der Fernsehversion von "Doctor Who" nicht möglich ist. Nun ja... wenn man's denn braucht? Ich verbuche es jedenfalls mal unter "typische Fehler eines Debut-Romans"...

      Naja... ich gebe mal 5/10 für diesen mauen Schmöker...
    • Aber wie du schon erkannt hast, Nightshade traf im Sommer/Herbst 1992 genau den richtigen Nerv. Die Kulissen, zum greifen nah, die Grundstimmung fast kuschelig nostalgisch, die Handlung leicht zu folgen... alles, was man in den ersten 7 Romanen nicht unbedingt vorhanden fand. Die Szene, in der das Böse sich dem Doctor präsentiert, gehört für mich zu den allerbesten Cliffhangers überhaupt; ich kann mich noch heute an dem Ort und Augenblick erinnern, als ich diesen Satz las.
      Just this once, everybody lives!
    • Der Thread ist zwar schon etwas älter, aber ich werde meine Frage trotzdem hier posten: Mir ist in einer Liste von Büchern mit Sherlock Holmes in die Hände gefallen und dieser steht, dass Sherlock in den Virgin New Adventures "All-Consuming Fire" und "Happy Endings" auftritt sowie in dem Faction Paradox Buch "Ereasing Sherlock". Meine Frage ist: Sind die Bücher es wert zu lesen und wenn ja, braucht man Vorwissen?
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 12thdoc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Ich habe Nightshade dieses Jahr zum ersten Mal gelesen, als in einer anderen Zeit als damals, als es erschienen ist.
      Außerdem war ich skeptisch, da mir Gatiss in den Big Finish Hörspielen doch eher negativ aufgefallen ist.

      Nightshade hingegen hat das weggewischt. Ein tolles NA.
      Die Atmosphäre, die Beschreibungen der Charaktere, einfach alles stimmig.
      Es ist interessant zu lesen und ging fast in einem Rutsch durch.

      Und ja, der Doctor verhält sich etwas anders als sonst (dennoch eine tolle siebter Doctor Interpretation!), was aber auch am Ende von Cat's Cradle: Witchcraft liegt, wo die TARDIS von ein paar Überresten des "demonic protoplasma" infiziert wurde.
      "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game

      "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
      — Alan Moore (V for Vendetta)